Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
Not a member yet
    374 research outputs found

    Flexibel, modular, durchlässig: Der Mainzer FlexiMaster als Antwort auf die Bedürfnisse berufstätiger Studierender

    No full text
    Obgleich die Corona-Pandemie einen deutlichen Schub in der Flexibilisierung von Studienformaten bewirkte, zeigen sich diese bislang noch unzureichend auf die Realitäten Berufstätiger ausgerichtet, insbesondere im Hinblick auf deren plurale Lebenslagen und -phasen. Der alleinige Ruf nach Online-Formaten als Allheilmittel für die Flexibilisierung greift dabei zu kurz. Auch die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie die Öffnung der Hochschulen durch mehr Möglichkeiten der individuellen Anerkennung und Anrechnung sind Teil dieser Wahrheit, ebenso die didaktischen Gestaltprinzipien und die konsequente Kompetenzorientierung, auch hinsichtlich geeigneter Prüfungsformen. Das innovative Modell des Mainzer „FlexiMasters“ will diesen Anspruch einlösen und sich den Bedürfnissen arbeitender Studierender anpassen, ohne dabei Gefahr zu laufen Qualitätsstandards auszuhöhlen

    Temporale Ordnungen und zeittheoretische Betrachtungen wissenschaftlicher Weiterbildung

    No full text
    Der Beitrag führt ein in zeittheoretisches Nachdenken über Bildung und Lernen und sondiert entsprechende Forschungszugänge und Studien für das Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung. Wie wird Zeit für das Lernen genutzt und wie wird sie auf vielfältige, oft widersprüchliche Weise erlebt? Kann Lernen zeitliche Gegenbewegungen wie Entschleunigung oder Muße hervorrufen? Wir wenden uns diesen Fragen zunächst in einer grundlagentheoretischen Annäherung zu und zeichnen die historische Entwicklung temporaltheoretischer Perspektiven im wissenschaftlichen Diskurs unterschiedlicher Fachdisziplinen nach, um sie anschließend auf das Lebenslange Lernen zu beziehen. Anhand von aktuellen Forschungsansätzen und Studien mit Bezug zur (wissenschaftlichen) Weiterbildung werden empirische Einsichten in Zeitphänomene eröffnet und Forschungszugänge und -desiderate freigelegt. Abschließend resümieren wir, welche Phänomene wissenschaftlicher Weiterbildung in einer zeittheoretischen Perspektive in den Blick rücken und in welcher Weise weitergehende temporalanalytische Untersuchungen das Forschungsfeld der wissenschaftlichen Weiterbildung anreichern können

    Zielgruppenspezifische Weiterbildungsangebote für Migrant:innen und Geflüchtete: Herausforderungen der inklusiven Gestaltung von wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten im Kontext der Projektförderung

    No full text
    In dem vorliegenden Beitrag gehen wir der Frage nach, inwiefern zielgruppenspezifische Weiterbildungsformate im Bereich der Offenen Hochschule zur Teilhabe an universitärer Bildung beitragen und Zugangsbarrieren abbauen können. Dafür reflektieren wir nach einer kurzen theoretischen Hinleitung zwei Projekte des Arbeitsbereiches Offene Hochschule am Center für Lebenslanges Lernen (C3L) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Hinblick auf ihre Inklusionsstrategien. Das Kontaktstudium und das FLOW-Projekt (Flexibel & Offen Weiterbilden) verfolgen jeweils das Ziel, Barrieren für Migrant:innen und Geflüchtete abzubauen und bieten u. a. Angebots- und Supportstrukturen in Form von flexiblen Weiterbildungsformaten und unterstützender Beratung. Besonders die langjährige Erfahrung aus dem Kontaktstudium zeigt dabei sichtlich, wie Bildungsangebote, die an berufliche und akademische Vorerfahrungen aus Herkunftsländern der Teilnehmenden anknüpfen, Perspektiven für gesellschaftliche Teilhabe schaffen. Gleichzeitig wird deutlich, dass zeitlich befristete Projekte nur begrenzt dazu beitragen können, strukturelle Zugangsbarrieren rund um die Hochschule und damit auch die Gesellschaft umfänglich abzubauen

    Die Rolle der Studiengangkoordination für die inklusive Gestaltung von wissenschaftlicher Weiterbildung

    No full text
    Der Beitrag entfaltet die These, dass bei der inklusiven Gestaltung wissenschaftlicher Weiterbildung der Studiengangkoordination eine wesentliche Rolle zukommt. Diese erstreckt sich auf vier Bereiche: die organisatorische und planerische Gestaltung des Studiengangs im Umfeld der Hochschule, die Mitwirkung bei der inklusiven Gestaltung der Organisation Hochschule, Beratung und Qualifizierung des pädagogischen und administrativen Personals sowie eine inklusionsorientierte und diversitätssensible Beratung und Begleitung der Studierenden. Der Beitrag beschreibt diesen Prozess und die Rolle der Studiengangkoordination am Beispiel zweier weiterbildender Studiengänge im Kontext der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik. Es soll aufgezeigt werden, wie sich an der Rolle der Studiengangkoordination sowohl die organisationsbezogenen als auch die professions-/qualifikationsbezogenen Anforderungen an Inklusion in der wissenschaftlichen Weiterbildung darstellen. Dazu werden zunächst grundlegende Überlegungen zu wissenschaftlicher Weiterbildung und Inklusion angestellt sowie die Rolle der Studiengangkoordination zur inklusiven Gestaltung von Studienangeboten vorgestellt. Anhand der Praxisbeispiele werden Folgerungen für die inklusive Gestaltung wissenschaftlicher Weiterbildung abgeleitet

    Aufruf zur Einreichung von Case Studies in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Das von EUCEN koordinierte europäische Projekt SAMUELE

    No full text

    Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen im Fach Erziehungswissenschaft

    No full text
    Der Beitrag bietet eine vertiefende Betrachtung der empirischen Ergebnisse einer Pilotstudie, in der im Kontext des Datenreports Erziehungswissenschaft 2024 erstmals eine Vollerhebung aller erziehungswissenschaftlichen Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung durchgeführt wurde. Zentral werden in diesem Beitrag sowohl die Studienfachbezeichnungen in der Differenzierung der Angebotsformate als auch der erkennbare interdisziplinäre Zielgruppenbezug in den Blick genommen. Die Betrachtung ermöglicht die Identifikation einer spezialisierenden, vertiefenden, aktualisierenden als auch einer zielgruppenerweiternden Funktion der wissenschaftlichen Weiterbildung im Fach Erziehungswissenschaft

    „Viel Begeisterung trotz universitärer und sonstiger Herausforderungen“ : 40 Jahre Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA)

    No full text
    Im November 1985 konstituierte sich die Bundesarbeitsgemeinschaft „Öffnung der Universitäten für ältere Erwachsene“ als hochschulübergreifendes Forum mit dem Ziel, Weiterbildungsangebote für Ältere an Hochschulen weiterzuentwickeln und die Integration dieser nicht-traditionellen Zielgruppe in die Universität zu fördern. Das 40-jährige Bestehen wurde am 27. Februar 2025 bei einem Abendessen im Rahmen der BAG WiWA-Jahrestagung zum Thema „Kooperationen und Vernetzungen in der wissenschaftlichen Weiterbildung Älterer. Mehrwert und Herausforderungen für Hochschulen und außerhochschulische Institutionen“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München gefeiert. Die Feier bot Anlass zurückzublicken: auf die Gründungsphase und den Entscheidungsprozess, sich vom viel besagten „Freundeskreis“ zu verabschieden und sich dem Arbeitskreis Universitäre Erwachsenenbildung (AUE, seit 2003 die DGWF) anzuschließen. Der vorliegende Beitrag stützt sich insbesondere auf unveröffentlichte Protokolle und Mitteilungen

    Theorie und Praxis in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Didaktische Bedeutungs- und Wirkungshorizonte

    No full text
    Für wissenschaftliche Weiterbildung ist die Theorie-Praxis-Unterscheidung ein zentrales Merkmal, denn sie agiert an der Schnittstelle von Theorie und Praxis und setzt die beiden Seiten produktiv miteinander in Bezug, dies in einem heterarchischen Verständnis. Im vorliegenden Beitrag wird dieses Verständnis theoretisch hergeleitet und dabei auf Lerntheorien verwiesen, in denen Praxis eine zentrale Rolle für Lernen spielt. Der Beitrag fokussiert davon ausgehend Theorie und Praxis im Zusammenhang mit didaktischen Bearbeitungsmomenten von Theorie-Praxis-Unterscheidungen in der wissenschaftlichen Weiterbildung und beschreibt empirisch basiert vielschichtige Bedeutungs- und wechselseitige Wirkungshorizonte. Die Ergebnisse zeigen die engen Zusammenhänge und konturieren wissenschaftliche Weiterbildung als Gelegenheit für gemeinsames über den eigenen Kontext hinausweisendes Lernen sowie als Möglichkeitsraum für grenzüberschreitende Wissensproduktion

    Die Konventionentheorie als Zugang für eine diversitätsbezogene Organisationsforschung in der Hochschulweiterbildung

    No full text
    Dieser Beitrag beleuchtet die Bedeutung von Diversität in der Hochschulweiterbildung und führt die Konventionentheorie als theoretischen sowie methodologischen Zugang zur Erforschung von Diversität in hochschulischen Weiterbildungsorganisationen ein. Die Hochschulweiterbildung steht vor der Herausforderung, eine heterogene Gruppe von Teilnehmenden mit vielfältigen berufs- und bildungsbiografischen Hintergründen einzubinden. Diversitätsorientiertes Handeln sieht Unterschiede als Chance, setzt aber auch Diversitätsakzeptanz innerhalb einer Organisation voraus. Gleichzeitig wirken organisationale Normen und Logiken, wie etwa Marktanforderungen und akademische Standards, teils widersprüchlich zusammen. Die Konventionentheorie zeigt, wie sich Akteur:innen in konkreten Situationen auf gemeinsame Handlungsweisen einigen und unterschiedliche Konventionen (z. B. Leistungsorientierung, Chancengerechtigkeit) aushandeln. Im Zentrum steht die Annahme, dass Akteur:innen mithilfe von Konventionen in Situationen von Unsicherheit und Spannungen eine gemeinsame Handlungsgrundlage schaffen. Zugleich betont der Ansatz die Veränderbarkeit von Konventionen, sobald neue Anforderungen oder Erkenntnisse auftreten. Durch die Hervorhebung situativer Interaktionen bietet die Konventionentheorie wertvolle methodologische Impulse für eine diversitätsbezogene Organisationsforschung in der Hochschulweiterbildung. In diesem Beitrag werden zunächst die besonderen Herausforderungen im Umgang mit Diversität in der Hochschulweiterbildung skizziert und in den organisatorischen Kontext der Hochschulweiterbildung eingebettet. Anschließend werden die Potenziale der Konventionentheorie als methodologischer Zugang für eine diversitätsbezogene Organisationsforschung vorgestellt und beispielhafte Forschungsfragen aufgezeigt

    (Un-)bewusste Reproduktion sozialer Ungleichheiten in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Lehrgangsleitungsspezifische Handlungsstrategien zwischen Exklusion und Inklusion

    No full text
    Indem sich die wissenschaftliche Weiterbildung in der österreichischen Hochschullandschaft in den letzten Jahrzehnten zunehmend gegenüber beruflich Qualifizierten ohne formale Vorqualifikation geöffnet hat, ist sie grundsätzlich sozial durchlässiger als reguläre Studienprogramme. Doch selbst in der wissenschaftlichen Weiterbildung ist hinsichtlich der Zusammensetzung der Studierendenschaft ein sozialer Filter evident. Obgleich die sozial selektiven Mechanismen zum Großteil strukturell und institutionell bedingt sind, ist innerhalb der vorfindlichen Struktur ein individueller Handlungsspielraum zu verzeichnen. Mithilfe von 16 Interviews stellt der vorliegende Beitrag die Frage, inwiefern Lehrgangsleitungen durch ihre Handlungsorientierungen zur sozialen Durchlässigkeit in der wissenschaftlichen Weiterbildung beitragen bzw. ihr entgegenwirken. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sie sich bei der Akquise, Zulassung und Betreuung von Studierenden ohne formale Vorqualifikation im Spannungsfeld von Exklusion und Inklusion bewegen. Um den Inklusionsgrad der Handlungsorientierungen zu erhöhen, gilt es, die grundlegenden Bewertungsschemata und Ressourcenallokationen in Organisationen neu zu kalibrieren

    322

    full texts

    374

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB - Universität Bielefeld)
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇