OMP Ruhr-Universität Bochum (RUB)
Not a member yet
52 research outputs found
Sort by
Religion unterbringen: Regulierung kultureller und religiöser Vielfalt in Flüchtlingsheimen
Die vorliegende Handreichung bündelt die Ergebnisse des im Mai 2017 stattgefundenen Praxisworkshops „Religion unterbringen. Regulierung kultureller und religiöser Vielfalt in Flüchtlingsheimen“. Der Workshop fand am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum statt. Im Workshop beleuchteten Wissenschaftler/innen, Praktiker/innen und Behördenvertreter/innen gemeinsam die kulturelle und religiöse Vielfalt der Bewohner/innen von Flüchtlingsheimen und die damit zusammenhängenden Herausforderungen. Die Handreichung gibt einen Einblick über die komplexe Rolle von Religion in Flüchtlingsheimen. Anhand von Fallbeispielen werden häufig anzutreffende Umgangsweisen beschrieben, analysiert und mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt. Dabei geht es den beiden Herausgeberinnen vor allem um eine Sensibilisierung für religiöse und weltanschauliche Vielfalt und die Reflektion der eigenen Wahrnehmung von Religion. Kompakte Hintergrundinformationen zu spezifisch religiösen Themen geben zudem Aufschluss über grundlegendes religionskundliches Wissen wie halal und haram, Atheist/innen in muslimisch geprägten Ländern, Konversionen u. v. a. m
Integrierte Mobilität im Ruhrgebiet: Konzeptstudie
Verkehrsstaus, unpünktliche und nicht aufeinander abgestimmte öffentliche Verkehrsmittel und nur rudimentär ausgebaute Radwege beschreiben einige Herausforderungen, mit denen sehr viele Menschen umgehen müssen. Das Ruhrgebiet mit über fünf Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern ist von solchen Problemen besonders betroffen, weil es sich um einen polyzentrischen Ballungsraum mit sehr vielen städtischen Eigenlogiken handelt. Welche Anforderungen stellen sich unter solchen Bedingungen an integrierte und nachhaltige Mobilität?
In der zweiten Jahreshälfte 2019 wurden in Kooperation zweier Lehrstühle der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. L. Pries/Fakultät für Sozialwissenschaft und Prof. Dr. M. Roos/Fakultät für Wirtschaftswissenschaft) mit Förderung durch die Emschergenossenschaft in einem Pilotprojekt (1) Studierende und Beschäftigte der Ruhr-Universität Bochum zu gegenwärtigen Mobilitätsgewohnheiten und zukünftigen Mobilitätserwartungen befragt, (2) in einer Fallstudie Lösungsmöglichkeiten für die technische und organisatorische Weiterentwicklung von innerbetrieblicher Mobilität der Mitarbeitenden entwickelt und (3) durch systematische Recherchen und Interviews nationale und internationale Erfahrungen im Hinblick auf die Entwicklung integrierter Verkehrssysteme zusammengefasst. Dieser Bericht fasst die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung zusammen und macht insgesamt elf Vorschläge für die Entwicklung eines nachhaltigen integrierten Mobilitätssystems im Ruhrgebiet.
Bitte zitieren Sie die folgenden Angaben: Pries, Ludger/Roos, Michael (unter Mitarbeit von Florian Lewalder, Maximilian Dirks, Valerie Donath, Kai-David Klärner und Katharina Leikard). 2020. Integrierte Mobilität im Ruhrgebiet – Konzeptstudie. Bochum: Ruhr-Universität Bochum. https://dx.doi.org/10.13154/rub.149.12
Häufigkeit normangleichender Operationen „uneindeutiger“ Genitalien im Kindesalter. Follow Up‐Studie
Normangleichende Operationen an Genitalien von Kindern in nicht-einwilligungsfähigem Alter sind in den letzten Jahren verstärkt als menschenrechtsverletzend kritisiert worden. Dies hat seit 2005 zu einer Überarbeitung der medizinischen Leitlinien geführt. Eine erste Studie (Klöppel 2016) hat jedoch gezeigt, dass die Häufigkeit der Operationen zwischen 2005 und 2014 nicht wesentlich zurückgegangen ist. In der Follow Up Studie wird in einer Sekundäranalyse der Daten der fallpauschalenbezogenen Krankenhausstatistik des Bundes die quantitative Entwicklung feminisierender und maskulinisierender Genitaloperationen an Kindern unter zehn Jahren mit einer Variation der körperlichen Geschlechtsmerkmale nun für den Zeitraum von 2005 bis 2016 untersucht. Die statistische Auswertung zeigt, dass die Häufigkeit dieser Operationen im Verhältnis zu den Diagnosestellungen im Untersuchungszeitraum nicht abgenommen hat. Sie ist vielmehr relativ konstant geblieben. Durchschnittlich wurden im gesamten Untersuchungszeitraum pro Jahr 1871 feminisierende und maskulinisierende chirurgische Prozeduren durchgeführt.
Autor*innen:
Dr. Josch Hoenes, [email protected], ist freischaffender Autor und Kulturwissenschaftler mit Schwerpunkt Geschlechterforschung.
Dr. Eugen Januschke, [email protected], ist Diplommathematiker.
Dr. Ulrike Klöppel, [email protected], ist Psychologin und Geschlechterforscherin
Kinder-DIPS: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter
Mit dem Kinder-DIPS Open Access: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter liegt das etablierte diagnostische Interview in seiner dritten Auflage vor und steht nun für Praxis und Forschung frei zur Verfügung. Mithilfe des Kinder-DIPS Open Access können Diagnosen psychischer Störungen des Kindes- und Jugendalters nach DSM-5 und ICD-10 zuverlässig gestellt werden. Zudem können wichtige Informationen für die Planung und Durchführung psychotherapeutischer Interventionen strukturiert ermittelt werden.Die Interviewleitfäden (Eltern- und Kindversion) des Kinder-DIPS Open Access leiten Interviewerinnen und Interviewer durch die diagnostischen Gespräche mit Eltern und Kind. Im Anschluss an die Interviews bietet das Kinder-DIPS Open Access die Möglichkeit einer umfassenden Dokumentation der allgemeinen Anamnese sowie der sozialen Beurteilung. Die ebenfalls enthaltenen Protokollbögen erlauben schließlich die übersichtliche Dokumentation der erhobenen Symptomatik sowie eine detaillierte Zuordnung zu DSM-5-Kriterien.
Schlagworte: Strukturiertes, klinisches Interview; Kinder-DIPS; Diagnostik; Psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters; DSM-5; ICD-10
Bitte zitieren Sie für das Verfahren die beiden folgenden Angaben:
Margraf, Cwik, Pflug &Schneider (2017). Structured clinical interviews for mental disorders across the lifespan: Psychometric quality and further developments of the DIPS Open Access interviews. [Strukturierte klinische Interviews zur Erfassung psychischer Störungen über die Lebensspanne: Gütekriterien und Weiterentwicklungen der DIPS-Verfahren.] Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 46(3).
Schneider, S., Pflug, V., In-Albon, T. & Margraf, J. (2017). Kinder-DIPS Open Access: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Bochum: Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit, Ruhr-Universität Bochum. Doi: 10.13154/rub.101.90
Kinder-DIPS Open Access: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter von Schneider, S., Pflug, V., In-Albon, T., & Margraf, J. ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.
Tina In-Albon und Laura Kraus haben an Universität Koblenz-Landau ein Zusatzmodul zum Kinder-DIPS entwickelt. Diese Fragen erfassen Nichtsuizidale Selbstverletzungen (NSSV; DSM 5, Sektion 3: Klinische Erscheinungsbilder mit weiterem Forschungsbedarf). Das Modul liegt ausschließlich in der Kinderversion vor. Das Zusatzmodul zum Kinder-DIPS ist ebenfalls lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz
DIPS Open Access: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen
Für diese Publikation liegt eine aktuelle Version vor. Diese finden Sie hier: https://doi.org/10.46586/rub.172.149
Mit dem DIPS Open Access: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen liegt das etablierte diagnostische Interview in seiner fünften Auflage vor und steht nun für Praxis und Forschung frei zur Verfügung. Mithilfe des DIPS Open Access können Diagnosen psychischer Störungen nach DSM-5 und ICD-10 zuverlässig gestellt werden. Zudem können wichtige Informationen für die Planung und Durchführung psychotherapeutischer Interventionen strukturiert ermittelt werden.
Der Interviewleitfaden des DIPS Open Access leitet Interviewerinnen und Interviewer durch das diagnostische Gespräch. Im Anschluss an den Interviewleitfaden bietet das DIPS Open Access die Möglichkeit einer umfassenden Dokumentation der allgemeinen Anamnese sowie der sozialen Beurteilung. Der ebenfalls enthaltene Protokollbogen ermöglicht schließlich die übersichtliche Dokumentation der erhobenen Symptomatik sowie eine detaillierte Zuordnung zu DSM-5-Kriterien.
Schlagworte: Diagnostisches Interview; DIPS; Diagnostik; Psychische Störungen; DSM-5; ICD-10
Bitte zitieren Sie für das Verfahren die beiden folgenden Angaben:
Margraf, Cwik, Pflug &Schneider (2017). Structured clinical interviews for mental disorders across the lifespan: Psychometric quality and further developments of the DIPS Open Access interviews. [Strukturierte klinische Interviews zur Erfassung psychischer Störungen über die Lebensspanne: Gütekriterien und Weiterentwicklungen der DIPS-Verfahren.] Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 46(3),.
Margraf, J., Cwik, J. C., Suppiger, A. & Schneider, S. (2017). DIPS Open Access: Diagnostic Interview for Mental Disorders. [DIPS Open Access: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen.] Bochum: Mental Health Research and Treament Center, Ruhr-Universität Bochum. Doi: 10.13154/rub.100.89.
DIPS Open Access: Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen von Margraf, J., Cwik, J. C., Suppiger, A., & Schneider, S. ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz
Digitale Lerninfrastrukturen an Hochschulen. Systematisches Review zu den Rahmenbedingungen für das Lehren und Lernen mit Medien an deutschen Hochschulen
Das vorliegende systematische Review nimmt ausgehend vom BMBF-geförderten Verbundforschungsprojekt „You(r) Study“ Forschungsarbeiten (im weitesten Sinne) zu digitalen Lerninfrastrukturen an Hochschulen unter die Lupe. Dazu wird der Forschungsstand zu den Rahmenbedingungen für mediengestütztes Lehren und Lernen an deutschen Hochschulen erarbeitet und durch internationale Sichtweisen ergänzt. Mit Blick auf die Makroebene wird deutlich, dass die organisationalen Besonderheiten von Hochschulen einen entscheidenden Einfluss auf die Implementierung von digitalen Lerninfrastrukturen haben. Zudem werden akteur- und handlungsspezifische Aspekte beleuchtet, um erste Antworten auf die Fragen zu finden, wie digitale Medien von Hochschulakteur*innen genutzt werden und wie digitale Lerninfrastrukturen studentisches Medienhandeln prägen können.
Publikation im Rahmen des Forschungsverbundprojekts „You(r) Study. Eigensinniges Studieren im ‚digitalen Zeitalter’“. Gefördert vom BMBF (FKZ Köln: 16DHL1016).
Digitale Lerninfrastrukturen an Hochschulen. Systematisches Review zu den Rahmenbedingungen für das Lehren und Lernen mit Medien an deutschen Hochschulen von Pensel, Sabrina & Hofhues, Sandra ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Forschungsverbundprojekt „You(r) Study“Mail: [email protected]: http://your-study.info
Medieneinsatz in der Hochschullehre. Akademische Lehr-Lernkonzepte zwischen Zumutung und Zu-Mutung
Das vorliegende systematische Review nimmt – ausgehend vom BMBF-geförderten Verbundforschungsprojekt „You(r) Study“ – Forschungsarbeiten zur Rolle digitaler Medien zur Gestaltung von Lehr-Lernarrangements durch Dozierende in den Blick. Ausgehend von konzeptionellen Beiträgen und empirischen Studien werden neben den Lehr-Lernzielen und den Funktionen, die Lehrende digitalen Medien beimessen auch die Rolle von digitalen Medien in verschiedenen Lehrformaten und Disziplinen in den Blick genommen. Aus diesem Vorgehen ergibt sich ein erstes Bild über die Ziele und Perspektiven der Gestaltung von Lehr-Lernarrangements mit und in Medien in der Hochschullehre.
Publikation im Rahmen des Forschungsverbundprojekts „You(r) Study. Eigensinniges Studieren im ‚digitalen Zeitalter’“. Gefördert vom BMBF (FKZ Kaiserslautern: 16DHL1017).
Medieneinsatz in der Hochschullehre. Akademische Lehr-Lernkonzepte zwischen Zumutung und Zu-Mutung von Riplinger, Tim & Schiefner-Rohs, Mandy ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Forschungsverbundprojekt „You(r) Study“Mail: [email protected]: http://your-study.info
Mediennutzung Studierender: Über den Umgang mit Medien in hochschulischen Kontexten. Systematisches Review nationaler und internationaler Studien zur Mediennutzung Studierender
Das vorliegende systematische Review nimmt – ausgehend vom BMBF-geförderten Verbundforschungsprojekt „You(r) Study“ – Forschungsarbeiten zur Medien-nutzung Studierender in den Blick. Dabei sollen zunächst (1) allgemeine Studien zur Mediennutzung Studierender sowie einschlägige internationale Studien vor-gestellt werden. Des Weiteren sollen (2) Medien(Nutzer)typologien vergleichend auf ihre Aussagekraft hinsichtlich des studentischen Medienhandelns analysiert werden. Schließlich sollen zwei als zentral identifizierte Diskurse der Mediennutzung – Mobile Technologien (3) und Soziale Medien (4) – näher betrachtet werden. Aus diesem Vorgehen ergibt sich ein umfassendes Bild über die Mediennutzung Studierender.
Publikation im Rahmen des Forschungsverbundprojekts „You(r) Study. Eigensinniges Studieren im ‚digitalen Zeitalter’“. Gefördert vom BMBF (FKZ Bochum: 16DHL1019).
Mediennutzung Studierender: Über den Umgang mit Medien in hochschulischen Kontexten. Systematisches Review nationaler und internationaler Studien zur Mediennutzung Studierender von Steffens, Yannic, Schmitt, Inga Lotta & Aßmann, Sandra ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Forschungsverbundprojekt „You(r) Study“Mail: [email protected]: http://your-study.info
Mini-DIPS Open Access: Diagnostisches Kurzinterview bei psychischen Störungen
Die 2. Auflage des Mini-DIPS Open Access: Diagnostisches Kurzinterview bei psychischen Störungen bietet als Kurzfassung des DIPS Open Access eine schnelle und dennoch zuverlässige diagnostische Beurteilung psychischer Störungen nach DSM-5 und ICD-10. Das Mini-DIPS Open Access gibt einen Überblick über die allgemeine Belastung der untersuchten Personen und ermöglicht die Dokumentation wichtiger anamnestischer Informationen für Praxis und Forschung. Neben dem Interviewleitfaden liefert das Kurzinterview zu allen aufgeführten psychischen Störungen ergänzende Informationen und Diagnose-Checklisten, die auf den Kriterien des DSM-5 basieren. Damit kann das Mini-DIPS Open Access eingesetzt werden, um diagnostische Informationen für Anträge auf Psychotherapie oder Forschungsfragestellungen zeitökonomisch zu ermitteln.
Schlagworte: Diagnostisches Interview; Mini-DIPS; Diagnostik; Psychische Störungen; DSM-5; ICD-10
Bitte zitieren Sie für das Verfahren die beiden folgenden Angaben:
Margraf, Cwik, Pflug &Schneider (2017). Structured clinical interviews for mental disorders across the lifespan: Psychometric quality and further developments of the DIPS Open Access interviews. [Strukturierte klinische Interviews zur Erfassung psychischer Störungen über die Lebensspanne: Gütekriterien und Weiterentwicklungen der DIPS-Verfahren.] Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 46(3),.
Margraf, J. & Cwik, J. C. (2017). Mini-DIPS Open Access: Diagnostisches Kurzinterview bei psychischen Störungen. Bochum: Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit, Ruhr-Universität Bochum. Doi: 10.13154/rub.102.91
Mini-DIPS Open Access: Diagnostisches Kurzinterview bei psychischen Störungen von Margraf, J. & Cwik, J. C. ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz
Studie zur Wahrnehmung und Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
Zwischen 1990 und 1994 verantwortete die Treuhandanstalt die beschleunigte Umgestaltung der sozialistischen DDR-Planwirtschaft in eine soziale Marktwirtschaft. Schon zum damaligen Zeitpunkt waren ihr forciertes Vorgehen, vor allem die zahlreichen Privatisierungen und Schließungen ostdeutscher Betriebe in Öffentlichkeit, Politik und insbesondere in der ostdeutschen Gesellschaft stark umstritten. Bis in die jüngste Gegenwart hinein erweisen sich die Auseinandersetzungen zum langfristigen soziostrukturellen und soziokulturellen „Vermächtnis“ der Treuhandanstalt als nachhaltig fragmentiert, politisiert und polarisiert.Im Rahmen der im Herbst 2016 in Auftrag gegebenen zeithistorischen Studie hat die Ruhr-Universität Bochum erstmals die langfristigen Wirkungen von Treuhandanstalt und Wirtschaftsumbau in der gegenwärtigen Erinnerungskultur untersucht. Dabei geht es der Studie nicht darum, die zeitgenössischen Diskurse sowie deren gesellschaftlichen (Gegen-)Erzählungen fortzuschreiben und auf ihre inhaltliche „Richtigkeit“ hin zu prüfen. Vielmehr nimmt die Studie eine grundlegende Inventur der mit der „Treuhand“ verbundenen medienöffentlichen Diskurslandschaft vor, die die verschiedenen Wahrnehmungen und rückblickenden Bewertungen abbildet und einordnet. Hierfür wurden, neben einer Umfrage mit 500 Personen in Ostdeutschland, die medienöffentlichen Auseinandersetzungen der vergangenen 25 Jahre analysiert, zahlreiche frühere Treuhand-Führungskräfte, ostdeutsche Treuhand-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie Experten im Umfeld der Treuhand befragt