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Arthur Eloesser (1870-1938). Kritik als Lebensform
Arthur Eloesser war ein Literaturkritiker und Germanist jüdischer Herkunft und eine der zentralen Figuren des literarischen Berlins in Kaiserreich und Weimarer Republik. Nach 1933 aller bisherigen Publikationsmöglichkeiten beraubt, gehörte er zu den Gründern des Jüdischen Kulturbundes. Die vorliegende biographische Arbeit will diese Gelehrtenexistenz in den Bedingungen ihrer Sozialisation, in den Resultaten ihres Bildungsweges und in der Reichweite ihrer literaturpolitschen Wirkung zwischen Naturalismus und Nationalsozialismus untersuchen. Eloesser wirkte an vielen Schaltstellen jener spezifischen Form literarischer Öffentlichkeit, die sich seit den 1890er Jahren mit der Etablierung eines modernen Massenmarktes für Ideen und ihre Medien etablierte. Als Absolvent des Germanistischen Seminars der Berliner Universität und Schüler Erich Schmidts, als Redakteur der Vossischen Zeitung, Mitarbeiter der Verlage von S. Fischer und Bruno Cassirer, Herausgeber verschiedenster Editionen, Spitzenfunktionär der berufsständischen Selbstorganisationen von Schriftstellern und Journalisten sowie in vielerlei anderen Funktionen und Tätigkeiten eignet er sich in besonderer Weise, sozial- und kulturgeschichtliche Fragestellungen mit biographischer Recherche zusammenzuführen.Arthur Eloesser was a German-Jewish critic and scholar. He was a key figure within the development of a market for modern literature between Wilhelmine Germany and the Weimar Republic. After the failure of his university career due to academic antisemitism, he played a leading role as a print journalist (Vossische Zeitung) and freelance contributor to publishing houses in Berlin like S. Fischer and Bruno Cassirer. During the 1920s, he also was an official of the professional association of authors in Germany. In 1933, having lost his livelihood, he then dedicated hinself to establishing the Jewish „Kulturbund“. This study examines the conditions of his socialisation, the results of his academic education and the scope of his critical journalism. Its aim is to discuss problems of social and cultural historiography within a biographical case study
Zwischen „Festung Breslau“ und „verlorener Heimat“ - Erinnerungen an Breslau im Nachkriegsroman der BRD und der DDR
Erinnerungen an Breslau, insbesondere an die letzten Kriegsmonate in der „Festung Breslau“, an die Flucht und an die Stadt als „verlorene Heimat“, sind in zahlreichen Romanen der Nachkriegszeit verarbeitet worden. Die Zusammensetzung des Textkorpus der Breslau-Romane spiegelt die unterschiedlichen erinnerungskulturellen Rahmenbedingungen wider, denen die Produktion und Veröffentlichung dieser Texte in den beiden deutschen Staaten unterlag: Den vielen Veröffentlichungen in der BRD, die im Kontext der gezielten Konstruktion eines Erinnerungsortes „Flucht und Vertreibung“ (Eva Hahn; Hans-Henning Hahn) auf fruchtbaren Boden stießen, stand seitens der DDR eine kleine, durch die kulturpolitischen Restriktionen eingeschränkte Anzahl an Romanen gegenüber, denen aber teilweise durch ihre vielen Auflagen und den Bekanntheitsgrad ihrer Autoren durchaus erinnerungskulturelle Bedeutung zukam. In der Arbeit wird eine vergleichende Analyse der semantischen und narrativen Gestaltung des literarischen Erinnerungstopos „Breslau“ in Romanen der BRD und der DDR durchgeführt.
In den Untersuchungen wird die These belegt, dass „Breslau“ sich in Romanen der Nachkriegszeit zu einem literarischen Erinnerungstopos verdichtet, welcher seine spezifischen Ausprägungen in Wechselbeziehung zu den unterschiedlichen Erinnerungskulturen der BRD und der DDR entwickelt hat. Korrespondenzen zwischen Text und erinnerungskulturellem Kontext zeigen sich nicht nur in der inhaltlichen, sondern auch in der formalen Gestaltung der untersuchten Romane. Insgesamt erweisen sich die in der BRD erschienenen Romane als erinnerungshaftiger, da das Erzählte hier immer - durch die erzählerische oder die paratextuelle Gestaltung - an ein sich erinnerndes Subjekt zurückgebunden und somit in den Kontext autobiografischen oder kommunikativen Erinnerns eingebettet wird, während die in der DDR erschienenen Romane eine stärkere Tendenz zur Historisierung aufweisen.
In den Einzelanalysen wurden zum einen Romane gegenübergestellt, welche die letzten Kriegsmonate in der „Festung Breslau“ zum Thema haben. Hier standen die Romane „Der Himmel war unten“ (BRD, 1951) von Hugo Hartung, die Romane „Als die Uhren stehenblieben“ und „Schwarze Blätter“ (BRD, 1953) von Werner Steinberg und „Die letzte Bastion“ (SBZ, 1948) von Maria Langner im Zentrum der Analyse. Zum anderen wurden mit dem Roman „Viel Wasser floß den Strom hinab“ (BRD, 1957) von Walter Meckauer und dem Roman „Schlesisches Himmelreich“ (DDR, 1968) von Hildegard Maria Rauchfuss zwei Romane verglichen, in denen die Stadt als „verlorene Heimat“ inszeniert wird. Als Ergebnis ließen sich die herausgearbeiteten Konturen des literarischen Erinnerungstopos „Breslau“ in ihren narratologisch-semantischen Korrespondenzen und erinnerungskulturellen Verflechtungen nachzeichnen.
Die „Festung-Breslau"-Romane haben eigene Ausdrucksformen von Verlustempfinden hervorgebracht, welche sich in Variation nicht nur in der BRD- sondern auch in der DDR-Literatur finden. Verlustempfinden wird hier vor allem auf die sukzessive Zerstörung des Stadtbildes und des städtischen Lebens projiziert. Ein Unterschied zwischen den in der BRD und der DDR erschienen Breslau-Romanen zeigt sich in der literarischen Verarbeitung von Schuldfragen und Täter-Opfer-Perspektiven. Während in den BRD-Romanen „Festung Breslau“ als kollektiver Opfermythos etabliert wird, kommt in den in der DDR erschienenen Breslau-Romanen Fragen sowohl individueller als auch kollektiver Schuld ein höherer Stellenwert zu.
In Romanen, in denen Breslau als Ort der Herkunft von zentraler Bedeutung ist, wird die Stadt als erste erfahrene Sozialstruktur in dem untersuchten BRD-Roman von Walter Meckauer und dem DDR-Roman von Hildegard Maria Rauchfuß gleichsam zum Ausgangspunkt von Identitätsnarrativen. Unterschiede, die sich bezüglich der großstädtischen bzw. provinziellen Attribuierung der Stadt zeigen, stehen in enger Beziehung zum Grad der literarisch artikulierten Deprivation. Während auf der einen Seite (Walter Meckauer, BRD) „Heimat“ Gegenstand eines nostalgischen Bewahren-Wollens ist, wird die Stadt als Ort der eigenen Herkunft auf der anderen Seite (Hildegard Maria Rauchfuss, DDR) zum Austragungsort emanzipatorischer Abgrenzungskämpfe vom Ort und Milieu der Herkunft. Während die Narrative der Verbundenheit mit der „Heimat“ eine Tendenz zur Idyllisierung und Provinzialisierung der Stadtdarstellungen aufweisen, zeigen die Narrative der Abgrenzung eher die großstädtische Seite der Stadt.Memories of Breslau, in particular of the last months of the war in the "Festung Breslau", of the flight and of the city as "verlorene Heimat", have been processed in numerous novels of the post-war period. The production and publication of Breslau novels was subjected to the different cultures of remembrance of the two German states. This is reflected in the composition of the text corpus of Breslau novels: On one hand the many publications in the FRG (West Germany) fell on fertile ground in the context of the targeted construction of the place of remembrance "flight and expulsion" (Eva Hahn, Hans-Henning Hahn). On the other hand, there were a – due to the cultural policy restrictions – small number of novels published in the GDR (East Germany). These were, nonetheless, relevant for the GDR’s memory culture due to their, in part, many editions and well known authors. This dissertation performs a comparative analysis of the semantic and narrative composition of the literary memory topos "Breslau" in post-war novels of the FRG and the GDR.
The following claim is substantiated in the dissertation: In the novels covering the post-war period “Breslau” is condensed to a literary memory topos which develops its specific characteristics in interplay with the respective cultures of remembrance of the FRG and the GDR. Correspondences between text and culture of remembrance context manifest not only in the content, but also in the formal composition of the examined novels. Overall, the FRG novels prove richer in remembrance as the narrated is always tied back to a reminiscent subject – be it via the narrative or paratextual composition – and is therefore embedded in the context of autobiographical or communicative remembrance. The GDR novels exhibit rather a stronger tendency towards historicization.
In one group of analysis of individual novels those covering the last months of the war in the "Festung Breslau" are compared. The group comprises the novels "Der Himmel war unten" (FRG, 1951) by Hugo Hartung, "Als die Uhren stehenblieben" (GDR, 1957) and "Schwarze Blätter" (FRG, 1953) both by Werner Steinberg and "Die letzte Bastion" (SOZ, 1948) by Maria Langner. Another group is composed of novels staging the city as "verlorene Heimat": "Viel Wasser floß den Strom hinab" (FRG, 1957) by Walter Meckauer and "Schlesisches Himmelreich" (GDR, 1968) by Hildegard Maria Rauchfuss. This resulted in carving out the contours of the literary memory topos "Breslau" in their narratologic-semantic correspondences and culture of remembrance connections.
The "Festung Breslau" novels have spawned their own expressions of feeling of deprivation that can be found in variations not only in the literature of the FRG but also the GDR. The feeling of deprivation is projected mainly onto the gradual destruction of the cityscape and urban life. One difference between the Breslau novels published in the FRG and the GDR is evident in the literary translation of the question of guild and victim-offender perspectives. While in the FRG novels establish the "Festung Breslau" as a collective victim myth, the novels from the GDR feature both individual as well as collective guilt much more prominently.
Of those novels where Breslau is of central importance as a place of origin the FRG novel by Walter Meckauer and the GDR novel by Hildegard Maria Rauchfuss were considered in detail. In these novels the city – being experienced as the protagonists’ first social structure – is taken as the origin of identity narratives. Here, differences that emerge due to the metropolitan respective provincial attribution of the city are closely related to the degree of deprivation articulated literarily. In Walter Meckauer’s (FRG) novel the concept of “Heimat” is characterized by a nostalgic will to preserve. In Hildegard Maria Rauchfuss´(GDR) novel, on the other hand, the city is place of origin and reference point for fights to emancipate from the location and environment of origin. While the narratives with affinity to "Heimat" exhibit a tendency to idyllization and provincialism in the representations of the city, the narratives of emancipation rather show the metropolitan side of the city
Grundlagen und Auswirkungen hypnosystemischer Kommunikation im Coaching eines Handballspielers
Der hypnosystemische Kommunikationsansatz nach Gunther Schmidt integriert wesentliche Elemente aus der Ericksonschen Hypnotherapie und systemisch-konstruktivistische Sichtweisen zu einem konsistenten Kommunikationsmodell, das auf einer neurowissenschaftlichen Basis beruht. Demnach basiert menschliches Erleben auf der neuronalen Verarbeitung von individuellen Sinneseindrücken. Diese fügen sich zu Erlebnismustern zusammen und werden in unserem Gehirn abgespeichert.
Die Aktivierung dieser Muster erfolgt in problembehafteten Situationen häufig auf einer unbewussten, unwillkürlichen Ebene.
Mittels hypnosystemischer Kommunikation lassen sich diese Erlebnismuster im Sportcoaching sichtbar und beschreibbar machen.
Die Aufmerksamkeit des Sportlers wird kommunikativ auf hilfreiche Lösungsmuster und Ressourcen fokussiert, bei gleichzeitiger Anerkennung und Wertschätzung der bisherigen Verhaltens- und Erlebnisweisen des Sportlers, die als aktive Leistung und Hinweise auf zugrunde liegende Bedürfnisse gewertet werden.
Hypnosystemische Kommunikation hat dabei direkte Auswirkungen auf die Physiologie des Sportlers, die über die Messung der Parameter der Herzfrequenz-variabilität (HRV) abgebildet werden können.The hypnosystemic communication approach by Gunther Schmidt integrates essential elements from the Ericksonian hypnotherapy and systemic-constructivist perspectives on a consistent communication model based on a neuroscientific basis. Accordingly, human experience is based on the neural processing of individual sensations. These combine to experience patterns and are stored in our brains.
The activation of these patterns occurs in problematic situations often at an unconscious, involuntary level.
These patterns can be made visible and writable in Sports Coaching with hypnosystemic communication.
The attention of the athlete is focused on communicative helpful solution patterns and resources, while recognizing and appreciating the recent behavior and modes of experience of the athlete, which are counted as active power and evidence of underlying needs.
Hypnosystemic communication has thereby directly affects to the physiology of the athlete, which can be displayed by measuring the parameters of heart rate variability (HRV)
Review: „Aus dem Geist des Konzils! Aus der Sorge der Nachbarn!“ Der Briefwechsel der polnischen und deutschen Bischöfe von 1965 und seine Kontexte" / Severin Gawlitta. Marburg: Herder-Institut, 2016. ISBN: 978-3-87969-404-4
In his new book, Severin Gawlitta revisits the correspondence with the benefit of fifty years of hindsight. Drawing from the existing literature and newly available primary sources, including the papers of Cardinal Franz Hengsbach, Gawlitta skillfully reconstructs the political, social, and theological contexts that are essential for understanding the origin and impact of the letters. In so doing, he has produced what will likely remain the definitive treatment of the subject for many years to come
Rezension: "Democracy in Poland. Representation, participation, competition and accountability since 1989" / Anna Gwiazda. London: Routledge, 2015. ISBN: 978-0-415-49350-5
Erschienen zu Beginn des Jahres 2016 unternimmt „Democracy in Poland" eine Evaluation der polnischen Demokratie im Hinblick auf die vier im Untertitel genannten Aspekte und beruht auf quantitativen Daten für den Zeitraum von 1989 bis 2011. Das Buch will damit einen Beitrag zur politikwissenschaftlichen Forschungskontroverse über messbare Qualitätskriterien für das gute Funktionieren demokratischer politischer Systeme leisten. [1
Recenzja: "Potencjał rozwojowy a aktywność inwestycyjna województw i podregionów Polski"/ Jarosław Michał Nazarczuk. Olsztyn: UWM, 2014. ISBN 978-83-7299-836-1
Publikacja Jarosława Michała Nazarczuka, wydana w 2014 roku przez Wydawnictwo Uniwersytetu Warmińsko-Mazurskiego w Olsztynie, wpisuje się w fundamentalną dla studiów regionalnych dyskusję na temat przyczyn biedy i bogactwa regionów. Generalnym celem recenzowanej pracy jest „przedstawienie zależności między potencjałem rozwojowym oraz strukturą i dynamiką aktywności inwestycyjnej regionów Polski, w istotny sposób warunkującej rozwój poszczególnych jednostek podziału administracyjnego kraju" (s. 11).
Autor nie analizuje powyższej zależności w sposób statyczny, co jest atutem pracy. Pod uwagę wziął okres 2003-2010, który z uwagi na wpływ światowego kryzysu finansowego na dynamikę rozwoju społeczno-gospodarczego słusznie podzielił na dwa podokresy (2003-2008 i 2009-2010)
Rezension: "British Entrepreneurship in Poland. A Case Study of Bradford Mills at Marki near Warsaw, 1883–1939"/ Sarah Dietz. Farnham, Surrey: Ashgate, 2015. ISBN 978-1-4724-4138-6
Wirtschaftshistorische Forschung zum Polen des 19. Jahrhunderts ist ein kompliziertes Unterfangen. Durch die Teilungen, die mit mehreren Grenzverschiebungen verbunden waren, ist insbesondere die Quellenlage sehr unübersichtlich. Die klassischen Quellen quantitativer Forschung – statistische Jahrbücher, historische Statistiken und ähnliches – stehen damit nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Auf spezifische Betriebe konzentrierte Arbeiten bieten hier, auch wenn sie sich primär für das Unternehmen interessieren, durchaus einen Ausweg. Als „Tiefenbohrung" konzipiert, können sie die genannten Schwierigkeiten umgehen, einen individuellen Einblick in eine Firma geben und damit punktuell auch in den Wirtschaftsraum, in dem sie agieren. Die Dissertation der britischen Autorin Sarah Dietz ist daher sehr zu begrüßen. Sie hat sich dem Fall einer aus Bradford stammenden Unternehmerfamilie gewidmet, die 1883 bis 1939 – in diesem Jahr endete die polnische Unternehmung – eine Textilfabrik in Marki, einem Ort nahe Warschau, unterhielt
Review: "East Central European Foreign Policy Identity in Perspective: Back to Europe and the EU's Neighbourhood" / Elsa Tulmets. Houndmills, Basingstoke: Palgrave Macmillan, 2014. ISBN: 9780230291300
In times of 'big choices' to be made (again) in European politics, framed by the manifold challenges– from financial and migration to 'Brexit' and security crises, the policymaker and expert community's attention is drawn 'back to Europe and the EU's neighbourhood'. Tulmets' (2014) richly sourced and thoroughly researched comparative account of East Central European foreign policy identity may well facilitate understanding of CEE countries' past and future choices, particularly with regard to the EU's turbulent neighbourhoods
Recenzja: "Travelling Concepts for the Study of Culture"/ Birgit Neumann, Ansgar Nünning (eds.). Berlin: PVerlag Walter de Gruyter, 2012. ISBN 978-3110227611
Książka „Travelling concepts for the study of culture" jest ciekawa nie tylko ze względu na dwadzieścia zawartych w niej artykułów, omawiających różne pojęcia oraz ich zastosowanie w badaniach kultury i wędrówki między różnymi dyscyplinami i epokami. Warto się jej przyjrzeć także jako świadectwu problemów, z jakimi borykają się dyskursy naukowe funkcjonujące na styku kultur i języków. Większość autorów tekstów opublikowanych w „Travelling concepts…" wywodzi się mianowicie z niemieckiego kręgu kulturowego i językowego. W kilku wypadkach trudno ocenić to na podstawie notki biograficznej, gdyż są wśród nich osoby o bardzo mobilnych życiorysach naukowych. Niemniej, siedemnaścioro spośród dziewiętnaściorga autorów podaje niemiecką afiliację. Ponieważ teksty nie zawierają informacji o tłumaczach, należy wyjść z założenia, że przeważnie pisali oni w obcym języku, czyli angielskim. Właśnie takie publikacje, wydawane w międzynarodowych wydawnictwach i pisane w językach kongresowych, stawiane są od jakiegoś czasu za wzór polskim humanistom. W praktyce oznacza to, że wielu badaczy pisze w innym języku niż myśli lub daje swoje teksty do tłumaczenia. „Travelling concepts" pozwala przyjrzeć się takim działaniom i omówić związane z nimi problemy
Peer-Tutoring für internationale Studierende – Eine qualitative Untersuchung anhand problemzentrierter Interviews mit internationalen Studierenden der Europa-Universität Viadrina
In der vorliegenden Masterarbeit wurde eine qualitative Untersuchung mit internationalen Studienanfänger*innen der Wirtschaftswissenschaften der Europa-Universität Viadrina, die im Wintersemester 2013/2014 an einer internationalen Peer-Tutoring Lerngruppe teilnahmen, durchgeführt. Peer-Tutoring ist eine spezielle Form des kollaborativen Lernens zwischen Studierenden, wobei einer der Beteiligten ein*e ausgebildete*r Peer-Tutor*in ist. Die entstehende, reziproke Lern- oder Beratungssituation basiert auf dem Prinzip des von- und miteinander Lernens und ist hierarchie- und autoritätsfrei. Die zugrunde liegende Forschungsfrage der Studie ist: Welche Aspekte führten dazu, dass die internationale Peer-Tutoring Lerngruppe aufgrund von schwindenden Teilnehmenden nicht erfolgreich beendet werden konnte? Die Studie basiert auf problemzentrierten Interviews mit den Teilnehmenden der internationalen Lerngruppe sowie den Peer-Tutor*innen. Die Interviews wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse (nach Kuckartz) ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die tatsächlichen Herausforderungen und Bedarfe der internationalen Studienanfänger*innen sowohl in der Konzeption als auch in der Durchführung der internationalen Lerngruppe nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Die Herausforderungen und Bedarfe zeigen sich mehr im sozialen und informativen Bereich, wie zum Beispiel ‚soziale Kontakte knüpfen‘ und ‚Informationen über das neue Umfeld erhalten‘, und weniger im akademischen Bereich wie vermutet wurde. Weitere Ergebnisse weisen darauf hin, dass internationale Studierende aus lehrerzentrierten und hierarchisch geprägten akademischen Kulturen das interaktive, kollaborative und hierarchiefreie Format des Peer-Tutoring als herausfordernd erleben können. Es wird daher empfohlen, dass ein Peer-Tutoring-Angebot für internationale Studierende ausreichend Raum bietet, um soziale Kontakte zu knüpfen, Informationen über die Universität und die Stadt zu erhalten sowie eine sorgfältig geplante Einführungsphase für das unbekannte Format des kollaborativen Lernens zu etablieren.A qualitative study at the Europe-University Viadrina, Frankfurt (Oder), Germany has been conducted on problem-centered interviews with international first-year economic students, who come from various academic cultural backgrounds and have participated in an international Peer-Tutoring learning group. Peer-Tutoring is a specific form of collaborative learning, which uses a non-hierarchical relationship between trained peer tutors, who are a student themselves and another student or a group of students which emphasizes a reciprocal learning situation based on collaboration. The study examines the question: Which aspects led to the number of participants dropping drastically from fifteen to three, causing the cancellation of the international Peer-Tutoring group? Results indicate that the actual challenges and needs of international first-year students were not considered sufficiently during the conception phase and while conducting the group. The challenges and needs can be found on a social and an informative level, such as, making social contacts and gaining an orientation at the university, rather than on an academic level. Further results have led to the assumption that the interactive and collaborative format of Peer-Tutoring can be challenging for students who come from academic cultures that emphasizes a teacher-centered approach. It is therefore suggested that a Peer-Tutoring group for international first-year students should offer sufficient space for making social contacts and should also provide information for orientation at the university, as well as a thoroughly planned introduction phase for implementing the unfamiliar format of collaborative learning