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    912 research outputs found

    Rezension: "Od uprzemysłowienia w PRL do deindustrializacji kraju. Losy zakładów przemysłowych po 1945 roku" / Andrzej Karpiński, Wiesław Żółtkowski, Paweł Soroka, Stanisław Paradysz, 2015. Warszawa: Muza, 2015. ISBN: 978-83-287-0186-1

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    Dieses Buch ist voller Zahlen, Tabellen und Statistiken, aber dennoch kommt es keineswegs sine ira et studio (dt. ohne Zorn und Eifer) daher. Ganz im Gegenteil: Den Autoren geht es nach eigenem Bekunden um nichts weniger, als die „Pflicht unserer Generation" zu erfüllen und die Lebensleistung jener 1,7 Millionen Menschen zu würdigen, die oftmals jahrzehntelang in volkspolnischen Industriebetrieben arbeiteten, bevor sie ihren Arbeitsplatz im Zuge der radikalen Systemtransformation nach 1989 verloren (S. 14). Über die konkreten Arbeitsbedingungen und Lebenswelten der Industriearbeiterschaft im polnischen Staatssozialismus erfährt man freilich kaum etwas; vielmehr hat sich das Autorenkollektiv eine statistische Erfassung aller größeren Industriebetriebe mit mehr als 100 Mitarbeitern zum Ziel gesetzt, die in der Volksrepublik aufgebaut und nach 1989 „liquidiert", also abgewickelt wurden

    Rezension: "Ks. Gustaw Manitius. Pastor ewangelicki, męczennik za wiarę i polskość" / Andrzej Manitius. Toruń: Wydawnictwo Adam Marszałek, 2015. ISBN: 978-83-8019-234-8

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    Spätestens seit den 1990er Jahren kann man ein wachsendes Interesse für Familiengeschichte, für die Erforschung der Vergangenheit der eigenen Vorfahren beobachten. Einige Publizisten und Forscher verweisen darauf, dass dies in den USA ein Hobby ist, das auf der Beliebtheitsskala gleich hinter der Gartenarbeit rangiert. [1] In Wirklichkeit ist es nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern Teil eines breiteren Prozesses, bezeichnet auch als „Erinnerungsboom", „Rache der Erinnerung" oder „Rückkehr der Erinnerung" – ein Versuch, unter den Bedingungen fundamentaler zivilisatorischer Wandlungsprozesse alte Identitäten zu stärken oder neue zu konstruieren

    C. G. Jungs Assoziationsexperiment im Vergleich mit ausgewählten standardisierten klinischen Instrumenten; Empirische Ergebnisse – eine Gegenüberstellung

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    Die Zielsetzung der vorgelegten Arbeit ist die Untersuchung der Frage, was das Assoziationsexperiment, wie es Carl Gustav Jung (1875-1961) Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und untersucht hat, im Hinblick auf psychische Beschwerden und die unbewusste Komplexlandschaft im Verhältnis zur klinischen Standarddiagnostik erfasst. Für die vorgelegte Studie wurden 18 Probanden untersucht. Es wurde der SCL-90®-S als Selbstbeurteilungsinventar zur Messung von Beschwerden und Symptomen innerhalb der letzten sieben Tage, der FPI-R zur Erhebung überdauernder Persönlichkeitsmerkmale und das Assoziationsexperiment (Reizwortliste von Schlegel, 1979) durchgeführt. Zur Triangulierung der Ergebnisse wurde eine Anamnese erhoben. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Probanden mit Auffälligkeiten in den standardisierten klinischen Instrumenten (n = 8) vergleichbare Auffälligkeiten im Assoziationsexperiment aufweisen. Die Kategorie der psychosomatischen Beschwerden zeigt sich durch die angewendeten Messinstrumente bei allen Probanden gleichermaßen. Über die Kategorien der standardisierten klinischen Instrumente hinaus erfasste das Assoziationsexperiment bei allen Probanden psychodynamische Aspekte, beispielsweise schuld- und schamhafte Verarbeitung, und bei fünf Probanden unverarbeitete chronische Trauer. Bei zehn von 18 Probanden zeigen sich deutliche Auffälligkeiten durch das Assoziationsexperiment und geringe bis keine Auffälligkeiten durch die standardisierten klinischen Instrumente. Diese zehn Probanden weisen im Assoziationsexperiment - neben anderen auffälligen Kategorien - durchgängig einen niedrigen Selbstwert, eine deutliche Orientierung und Anpassung an soziale Normen sowie eine schuld- und schamhafte Verarbeitung auf. Ressourcen und Entwicklungsthemen ließen sich bei allen 18 Probanden durch das Assoziationsexperiment ableiten. Informationen zur Biografie konnten durch die Assoziationen quasi „nebenbei“ erhoben werden, da die Probanden innere Bilder, Stimmungen und Gefühle während des Assoziierens frei äußerten.The aim of the present study is to examine the question as to what the association experiment, as developed and investigated by Carl Gustav Jung (1875-1961) at the beginning of the 20th century, covers in respect to psychic disorders and the unconscious complex landscape in relation to clinical standard diagnosis. 18 test persons were the subject of the present study. The SCL-90®-S as a self-evaluation inventory for the measurement of disorders and symptoms within the last seven days, the FPI-R for surveying enduring personality characteristics and the association experiment (emotive term list of Schlegel, 1979) were conducted. A case history was collected for triangulation of the results. The results of the study reveal that the test subjects with conspicuous characteristics in the standardised clinical instruments (n = 8) exhibit comparable conspicuous characteristics in the association experiment. The category of psychosomatic disorders is revealed equally among all test subjects via the applied measuring instruments. Beyond the categories of the standardised clinical instruments, the association experiment mapped psychodynamic aspects, for example coming to terms with guilt and shame, among all test subjects and unprocessed chronic grief in five test subjects. Ten of the 18 test subjects revealed significant conspicuous characteristics through the association experiment and low to no conspicuous characteristics through the standardised clinical instruments. These ten test subjects exhibit in the association experiment – besides other conspicuous categories – a consistently low self-value, a significant orientation and adaptation to social norms as well as a process of coming to terms with guilt and shame. Resources and development topics can be derived by the association experiment among all 18 test subjects. Information on the biography could be obtained almost "incidentally" by the associations, as the test subjects freely expressed inner images, moods and feelings during the association

    Hybrid genres pour vulgariser les sciences à la télévision et au film: analyses interculturelles

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    Die kulturvergleichende Dissertation untersucht die Forschungsfrage mit welchen hybriden Genre-Formen Wissenschaft in Film und Fernsehen unterhaltsam und inhaltsgetreu kommuniziert wird. Zunächst werden Wissenschaftsbereiche und Forschungsfrage diskutiert, abgegrenzt und ausdifferenziert. Auf mehreren Ebenen erfolgen kultur-vergleichende Analysen: - quantitativen Studien über Publizistik von Wissenschaft, Psychologie und Gesundheit - Theorien, Studien und Lehrbücher über Genre-Formen - internationale audiovisuelle Publikationen der Wissenschaftspublizistik Nach der anfänglichen Analyse der medialen Kanäle der Wissenschaftskommunikation in Deutschland werden die zu kommunizierenden Wissenschaftsinhalte definiert. Aus der traditionellen Psychologie werden dafür zwei Forschungsbereiche eingegrenzt. Die Partnerschaftspsychologie mit klassischen Inhalten wie „ein partnerschaftliches Lernprogramm“, John Gottman als Vater der amerikanischen Paarforschung, Theorien der Paarbeziehung nach Friedrich Lösel sowie die Theorien hinter aktuellen und populären psychologischen Kompatibilitätstests. Der zweite Bereich sind neurobiologische, psychologische und physiopsychologische Inhalte aus Neurowissenschaft und Forschung zu Achtsamkeit und Meditation. Bevor audiovisuelle Publikationen zu diesen zwei Wissenschaftsbereichen analysiert werden, ist zunächst auf 100 Seiten die Methode der Analyse zu definieren. Zur Genreanalyse. Mit einem theoretischen Vergleich anhand klassischer medienwissenschaftlicher Analysekennzeichen (Definition, Inhalt, Dramaturgie, Gestaltung, Objektivität/Subjektivität) werden zunächst deutsche Darstellungsformen definiert. Hierzu werden Forschungsliteratur, Studien und Praxislehrbücher zu folgenden deutschen Genres ausgewertet: Bericht, Reportage, Dokumentation, Talk und Diskussionsrunde, Dokumentarfilm, Wissenschaftsfilm und Porträt. Im interkulturellen Vergleich werden diese mit klassischen amerikanischen Theorien und Anleitungen zum documentary verglichen (Michael Rabiger, Bill Nichols, Sheila Bernard, Steve Martin). Zuletzt werden klassische Genre-Konstrukte zur audiovisuellen Wissenschaftspublizistik verglichen. Darunter Theorien von Robert Thirkell (BBC), empirische Studien zu deutschen Wissenschafts-Magazinen und viele mehr. Anschließend finden audiovisuelle Analysen auf Inhalt und Wissenschaftskommunikation, Genre und Unterhaltung statt. Dabei werden Publikationen aus Frankreich, Deutschland, Amerika, England und Dänemark analysiert. Zunächst kurze Formen wie Bericht, Reportage und Magazinstücke. Anschließend Talk Serien und Shows. Dann längere dokumentarische Film- und Fernsehformen. Dabei arbeitet die Dissertation die großen kulturellen Unterschiede der Wissenschaftspublizistik der zwei untersuchten Themen anhand ausgewählter Publikationen heraus. Es wird auch deutlich, dass manche Inhalte wie Partnerschaft und Psychologie in Amerika und vor allem in Frankreich jahrzehntelange in täglichen Talk Formaten im öffentlichen Fernsehen auf France2 vor großem Publikum popularisiert wurden wie z.B. in dem Daily Talk „Toute une histoire“. In dem Talk „sagesses bouddhistes“ werden wöchentlich auch Inhalte aus dem Bereich Neurowissenschaft, Achtsamkeits- und Meditationsforschung besprochen, immer am laizistischen Sonntag und meist im kulturellen Kontext. Diese Themen werden in Frankreich aber auch in den 20 Uhr Nachrichten mit kurzen mehrminütigen Hybridformen inhaltsgerecht und unterhaltsam thematisiert. Bei der BBC wird das Thema nicht ausgespart und richtet sich in Form von Wissenschaftsdokus als langes Formate vor allem an ein Massenpublikum von mehreren Millionen Menschen. In Deutschland wird das Thema Neurowissenschaft, Achtsamkeits- und Meditationsforschung eher fachspezifisch in öffentlich-rechtlichen Spartensendern oder kurz in Wissenschaftsmagazinen kommuniziert. Aber beispielsweise auch als investigativer Kunstdokumentarfilm „David wants to fly“ im Kino. Der dänische Kinofilm „Free the mind“ beobachtet hingegen unterschiedliche Achtsamkeits-Forscher und stellt objektive Forschungsinhalte besser dar. Im Schluss werden die Ergebnisse zusammengefasst und resümiert, wo die Wissenschaftsinhalte wie Partnerschaftspsychologie und Achtsamkeitsforschung unterhaltsam und inhaltsgetreu kommuniziert werden. Danach erfolgt eine Diskussion und Kritik der angewandten Methoden.The doctoral thesis researches the question with which hybrid-genres science content is communicated in TV and film in an accurate and popular way. To answer this question several research substructures are defined. Two branches of psychology are presented as content for audiovisual TV and film publications: traditional partnership psychology and research about mindfulness and meditation techniques. These subjects are not often treated in TVand film. On nearly one hundred pages the method of an international hybrid genres analysis is defined. It compares theories about german television genres (Bericht, Reportage, Dokumentation, Talk, Dokumentarfilm, Wissenschaftsfilm, Porträt). Also classical american academic documentary theories are discussed and compared (Michael Rabiger, Bill Nichols, Sheila Bernard, Steve Martin). Finally it analyses and compares special genre constructs for science publications like for example the theories of Robert Thirkell (BBC science department). Three kinds of television and film productions are analysed. Short forms, talk shows and longer films are researched regarding entertainment and popularity, quality of science communication and the hybrid genre constructions. National cultural differences of science communication in France, Germany, Great Britain and America become evident this way. France has the longest tradition to treat meditation, mindfulness and partnership psychology in public television, especially in weekly, daily and serial talk shows; also in the public TV news. Long BBC science documentaries address meditation and mindfulness researcher to a huge public in an entertaining, citical and correct way. In Germany these subjects are seldom, communicated as short tv pieces in „Wissenschaftsmagazinen“ and special science channels. Or as investigative cinema art house movie. The danish cinema film“ Free the mind“ observes the researchers of mindfulness on an international level and communicates the science contents more objectively and popular. At the end the results are summarized and the applied methods are discussed.La thèse du doctorat recherche d’une manière interculturelle la question où et avec quels genres on vulgarise les sciences psychologiques à la télévision et au film. D’abord deux branches de la psychologie sont choisis: le sujet de l’amour - sujet français - c’est-à-dire la psy des relations et de la méditation et mindfulness. Une comparaison analytique des théories des genres a lieu. D’abord des genres allemands: Bericht, Reportage, Dokumentation, Talk, Dokumentarfilm, Wissenschaftsfilm, Porträt. Des théories américaines sur le documentaire: Michael Rabiger, Bill Nichols, Sheila Bernard, Steve Martin. Après une comparaison analytiques sur des genres spéciales sur la communications des sciences, avec par example des théories de Robert Thirkell (BBC). L’analyse des productions audiovisuelles recherche les genres, la qualité de la communication des sciences et la qualité de la vulgarisation et de la popularisation. Recherchés sont des formats courts, des talk et des films longues. A mentionner est la redécouverte de la tradition française de vulgariser la psychologie dans des formats de talks („sagesses bouddhistes“, „toute une histoire“) et même dans les journaux de nouvelles surtout sur les chaînes publiques comme France2. En Allemagne la communication de la psychologie est rare et très intellectuelle et a lieu surtout dans des „Wissenschaftsmagazinen“ et des chaînes spéciales pour une publique plutôt spécialisées. Plus de résultats se trouvent dans la thèse, au sommaire à la fin, et dans la critique de la méthode

    Inanspruchnahme von Schreibberatung

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    Hintergrund: Bislang ist im deutschsprachigen Raum nur wenig über das Beratungsgeschehen und die Inanspruchnahme von Schreibberatungsangeboten bekannt. Aus Sicht der Soziologie der Beratung interessiert diesbezüglich insbesondere, ob dabei soziale Ungleichheiten reproduziert werden oder ob Schreibberatungsangebote einen Beitrag dazu leisten können, soziale Ungleichheiten im Bildungswesen zu nivellieren. Dieser Frage wird im Folgenden anhand empirischer Daten einer Evaluationsstudie nachgegangen. Dabei zielt die hier vorliegende Arbeit darauf, Bausteine zur Bildung einer Schreibberatungstheorie zu liefern, die die Sozialität von Schreibberatung berücksichtigt. Damit verortet sich diese Arbeit zwischen Schreibzentrumsforschung und bildungssoziologischer Ungleich-heitsforschung. Methodik: Es wurden Daten (n=50) einer seit dem Wintersemester 2013/14 durchgeführten formativen Evaluation eines Schreibberatungsangebots mittels deskriptiver Statistik bi- und univariat ausgewertet. Ferner wurde eine Clusteranalyse durchgeführt, um distinkte Gruppen von Klient_innen zu identifizieren. Ergebnisse: Die semesterbezogene Inanspruchnahme-Rate des evaluierten Schreibberatungsangebots liegt bei rund 4%. Die Klient_innen nehmen zwischen einer und 20 Beratungen in Anspruch (MW=3). Die Dauer der einzelnen Beratungen liegt zwischen 20 Min. und 3,5 Std. (MW=79 Min.). Beruflich qualifizierte Studierende (BQS) und solche aus bildungsfernen Milieus nehmen das Beratungsangebot überproportional in Anspruch. Je geringer das kulturelle Kapital, über das die Ratsuchenden verfügen, desto häufiger und mehr nehmen sie das Angebot in Anspruch. Männer werden mit dem Angebot bislang weniger erreicht als Frauen. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen in die Richtung, dass sozialstrukturelle Größen eine hohe Relevanz für das Schreibberatungsgeschehen haben. Man kann davon ausgehen, dass die erhöhte Inanspruchnahme des Angebots durch BQS, Studierende mit geringem kulturellem Kapital und Stu-dierende aus bildungsfernen Herkunftsmilieus daher rührt, dass das evaluierte Angebot lebenswelt-orientiert ausgerichtet ist. Die Sozialität von Beratung sollte in der deutschen Schreibberatungsland-schaft künftig allgemein stärker berücksichtigt werden.Background: So far, little is known in the German-speaking area about writing counselling utilization and the trajectories of counselling processes in this field. From the perspective of sociology of coun-selling, of special interest is if writing consultants reproduce social inequalities or if writing consultants contribute to reduce social inequalities in the education sector. This paper will investigate this question by using empirical data from an evaluation study. The aim of this study is to contribute theoretical components to develop a theory of writing counselling, which considers the sociality of writing counselling. This study is disciplinary located between writing center research and the research of educational inequalities. Method: By a formative evaluation of a writing counselling data has been collected continuously since the 2013/2014 winter semester. Using descriptive statistics, these data (n=50) were analyzed univariate and bivariate. It was also conducted a cluster analysis to identify distinct groups of clients. Results: For the evaluated writing counselling, the utilization rate by semester was approximately 4%. The clients used between one and 20 consultations (m=3). The duration of a writing counselling session was between 20 min and 3.5 hrs (m=79 min). Students with vocational qualifications (BQS) and students from less educated milieus used the writing counselling above average. The lower the cultural capital of the students, the more often and more intensively they used writing counselling. So far, the writing counselling reaches men less often than women. Conclusions: The results show that sociocultural parameters are highly relevant for writing counselling. It can be assumed that the disproportionate writing counselling utilization of the BQS, the students with low cultural capital and the students from less educated milieus is an effect of the lifeworld-oriented focus of the evaluated writing counselling. The sociality of counselling should be more considered in the future

    Virtuelle Wirtschaftsgüter – ein Ansatz zur einkommensteuerlichen Erfassung von Einkünften aus virtuellen Welten –

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    Die Besteuerung von Einkünften aus virtuellen Welten ist bisher in Deutschland weder rechtsgültig geregelt, noch wissenschaftlich hinreichend analysiert worden. Spätestens seit 2006 bekannt wurde, dass eine Lehrerin aus Deutschland in der virtuellen Welt Second Life durch den Verkauf virtueller Grundstücke Einkünfte in einem Gegenwert von über 1 Mio. US-Dollar erzielte, ist jedoch klar, dass diese Einkünfte auch steuerlich gewürdigt werden müssen. Der intuitive Gedanke, dass Einkünfte erst dann steuerlich als realisiert betrachtet werden können, wenn sie den Übertritt in die reale Welt vollzogen haben, erweist sich als unzureichend. Die steuerliche Relevanz der Einkünfte in Form von virtuellen Wirtschaftsgütern liegt darin begründet, dass diese direkt oder indirekt in reale Währungen, Wirtschaftsgüter oder Dienstleistungen getauscht werden können und vom Nutzerkonto trennbar sind. Werden Einkünfte in dieser Form generiert, so sind sie von reinen (steuerlich irrelevanten) Spielgütern abzugrenzen. Das Ziel der Arbeit besteht darin, zu untersuchen, ob das deutsche Einkommensteuerrecht de lege lata darauf vorbereitet ist, Einkünfte, die innerhalb virtueller Welten generiert werden, zu erfassen. Die vorliegende Arbeit betrachtet drei idealtypische Fälle virtueller Welten: Bitcoin als virtuelles Netzwerk der realen Welt, Second Life als virtuelle Parallelwelt und World of Warcraft als virtuelle Spielewelt. Ein wissenschaftlicher Beitrag ist neben der Klärung der Forschungsfrage durch die Entwicklung eines allgemeingültigen Prüfschemas geleistet worden, welches sich auch zur Beurteilung vergleichbarer Fragestellungen heranziehen lässt. Im Zuge der zunehmenden Bedeutung, die virtuelle Welten im Besonderen und Digitalisierungsfragen im Allgemeinen für die Gesellschaft erhalten, ist die Klärung der Anwendbarkeit des Einkommensteuerrechts auf derartige Fragestellungen auch im Hinblick auf die Finanzierung des Staatshaushaltes relevant und verdient somit eine intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung.The taxation of income from virtual worlds has so far been neither legally regulated nor academically analysed to an adequate degree in Germany. Ever since it was revealed in 2006 that a teacher from Germany earned the equivalent of over 1 million US dollars by selling virtual properties in the virtual world Second Life, it has, however, been quite clear that this income should also be subject to tax. The intuitive idea that income can only be considered to have been realised for tax purposes when it has completed the move to the real world is proving to be inadequate. The tax relevance of income in the form of virtual assets is justified on the basis that they can be directly or indirectly exchanged for real currencies, assets or services and can be separated from the user account. When income is generated in this form it can be distinguished from in-game assets which are of no relevance for tax. The aim of the paper is to investigate whether German income tax law, as it exists, is prepared for the inclusion of income which is generated inside virtual worlds. This paper considers three typical cases of virtual worlds: Bitcoin as a virtual real-world network, Second Life as a virtual parallel world and World of Warcraft as a virtual gaming world. In addition to clarifying the research question, an academic contribution has been made by the development of a generally applicable testing scheme, which can also be used for the assessment of similar questions. Against the background of the increasing significance for society which is given to virtual worlds in particular and to questions of digitisation in general, the clarification of the applicability of income tax law to questions of this type is also relevant with regard to the funding of the national budget, so it deserves intensive academic analysis

    Rezension: "Das Herz der Nation an der Bushaltestelle. Polnische Reportagen" / Włodzimierz Nowak. Berlin: KLAK Verlag, 2016. ISBN: 978-3-943767-50-6

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    Włodzimierz Nowak, polnischer Journalist und Publizist, beschreibt in seinem Buch die Nüchternheit der Dinge im polnischen Alltagsleben. Ursprünglich veröffentlicht in Form von einzelnen Reportagen in der Tageszeitung Gazeta Wyborcza sowie in dazugehörigen Beilagen und Magazinen, findet sich in diesem Buch eine gewaltige Dichte an Anekdoten aus der Alltagsgeschichte in Polen. Die 19 Beiträge bestechen durch ihre individuelle Qualität sowie ihre sprachlichen Aussagekraft und verdeutlichen, gespickt mit einer Fülle an Informationen, die detailreiche Recherchearbeit Nowaks. Die Artikel widmen sich dabei Themen, die in der polnischen Gesellschaft eine starke Präsenz haben. Auseinandersetzungen mit Schwerpunkten wie Inklusion, Frauenbilder, berufliche Perspektiven, Polen in der Europäischen Union oder auch Kriminalität werden in Nowaks Buch beispielhaft erörtert. Der Autor vermeidet es dabei – bewusst oder unbewusst – die (bekannten) Geschichten aus den großen polnischen Metropolen zu beleuchten und versucht stattdessen, in seinen Beiträgen die Bevölkerung aus den polnischen Kleinstädten und alle diejenigen sprechen zu lassen, die sonst kaum gehört werden

    JOBS FÜR DIE CROWDS / Werkstattbericht zu einem neuen Forschungsfeld

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    Crowdworking ist eine neue Form der digitalen Erwerbsarbeit, die über digitale Plattformen erbracht und koordiniert wird. Zwei Thesen dominieren die geführte mediale Diskussion. Erstens wird Crowdworking als Prekarisierungsrisiko präsentiert, weil es überwiegend einfache, schlecht bezahlte Tätigkeiten umfasse. Die zweite These argumentiert, dass es einen starken internationalen Wettbewerb zwischen Crowdworkenden gebe, weil Sprachbarrieren oftmals keine Rolle spielten. Der vorliegende Beitrag hat das Ziel, diese beiden Thesen anhand neu erhobener Daten zu hinterfragen sowie die sozialen, rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen des Crowdworking zu identifizieren.Crowdworking is a new form of digital work, coordinated by digital platforms. Two perspectives prevail the current media discussion. First, Crowdworking is perceived as a precarity risk for workers due to the assumed predomination of simple and low-paid activities in crowdworking. The second stance puts emphasis on the distinct international competition between Crowdworkers, due to the assumed neglect of language barriers. In this paper we aim at questioning both assumptions and elaborate on the social, legal and organizational challenges coming along with Crowdworking

    Polens verlorene Kinder. Die Suche und Repatriierung verschleppter polnischer Kinder nach 1945

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    Zu der Hinterlassenschaft des Zweiten Weltkrieges gehoerten Tausende von polnischen Kindern und Jugendlichen in der Gruppe der Displaced Persons (DPs). Schaetzungen der Alliierten gingen von ueber 310.000 Kinder unter 14 Jahren unter den DPs aus. Unter dieser Gruppe befanden sich polnische Kinder und Jugendliche, die im Zuge von Hitlers rassenideologischer Politik aus ihrer Heimat verschleppt wurden, um germanisiert zu werden. Diese Germanisierungspolitik hatte das Ziel, das deutsche Volk zahlenmaeßig aufzuwerten und die Population des Herkunftslandes, in diesem Falle Polen, zu dezimieren. Bei dem organisierten Raub „wertvollen Blutes“ ging es nicht nur um eine zahlenmaeßige Auf- oder Abwertung von Nationen, sondern auch darum, den Gegner an seiner empfindlichsten Stelle zu treffen. Das besetzte Polen verlor Tausende von Kindern und Jugendlichen, ohne sich dagegen wehren zu koennen, entweder durch Deportationen im Zusammenhang mit der Germanisierungs- und Zwangsarbeiterpolitik, oder durch Ermordung von Kindern und Jugendlichen, die nach der nationalsozialistischen Rassenideologie nicht „wertvoll“ waren . Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Suche nach den verschleppten Kindern, die sich nach dem Ende des Krieges in den westdeutschen Besatzungszonen aufhielten. Hierbei wird vor allem die Arbeit der UNRRA in den Focus genommen und die Bemühungen dieser Hilfsorganisation gemeinsam mit dem Polnischen Roten Kreuz (PRK) diese Kinder wiederzufinden und nach Polen zurückzubringen. Dabei prallten zwei ideologische Systeme aufeinander: den westlichen Alliierten, allen voran den Amerikanern, ging es um die individuelle Entscheidung des Kindes oder des Jugendlichen. Der polnische Staat wollte alle Kinder und Jugendlichen zurück, egal, ob sie wollten oder nicht. IN einigen Fällen wurde die Repatriierung so lange versucht zu verhindern, bis die Kinder 18 Jahre alt waren und somit nicht mehr nach Polen zurück mussten, wenn sie nicht wollten

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