Publikationsserver der Europa-Universität Viadrina
Not a member yet
912 research outputs found
Sort by
Entwicklung eines computergestützten Expertensystems zur dialogischen Erfassung der Psychopathologie und abschließender Zuordnung psychiatrischer Störungen nach ICD-10
Das ISR+ stellt einen interaktiven, modular aufgebauten Algorithmus dar, das den ISR (ICD-10 Symptom-Rating) erweitert und die strukturierte Diagnostik aller
psychischen Störungen nach ICD-10 ermöglicht.The ISR+ is an interactive, modular algorithm that extends the ISR (ICD-10 Symptom Rating) and enables the structured diagnosis of all mental disorders according to ICD-10
Die UN-Wanderarbeitnehmerkonvention: Herausforderungen und Implikationen einer Ratifizierung durch Deutschland
Das Gutachten, erstellt im Auftrag des Deutschen Instituts für Menschenrechte, untersucht die Herausforderungen und rechtlichen Implikationen einer möglichen Ratifikation der UN-Wanderarbeitnehmerkonvention durch Deutschland. Aufbauend auf einer Studie von 2007 analysiert das Gutachten die Entwicklungen im deutschen Migrations- und Sozialrecht im Lichte der Konventionsvorgaben. Im Zentrum steht der Zugang von Wanderarbeitnehmer:innen – auch mit irregulärem Status – zu sozialer Sicherheit, insbesondere zu Gesundheitsversorgung, Arbeitslosenversicherung, Arbeits- und Ausbildungsförderung sowie existenzsichernden Leistungen. Die Untersuchung zeigt, dass Ausschlüsse nach dem Aufenthaltsstatus in vielen Bereichen des Sozialrechts fortbestehen und zum Teil schwer mit den Diskriminierungsverboten der Konvention vereinbar sind. Besonders betroffen sind Personen mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung, deren rechtlich verbesserter Status bislang nicht mit einem gleichwertigen sozialrechtlichen Anspruch einhergeht. Um die arbeitsmarktpolitische Öffnung nachzuvollziehen, besteht insbesondere im Sozialrecht Reformbedarf. Zugleich liegen keine rechtlichen Hinderungsgründe vor, die einer Ratifikation entgegenstünden.
Zudem wurde das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in den Blick genommen: Die Konvention bietet menschenrechtliche Maßstäbe für staatliche und unternehmerische Beschwerdemechanismen – insbesondere zur Zugänglichkeit für Wanderarbeitnehmer*innen – und kann so zum verbesserten Schutz vulnerabler Gruppen in globalen Lieferketten beitragen.Commissioned by the German Institute for Human Rights, this report examines the legal implications of a potential ratification of the UN Migrant Workers Convention by Germany. Building on a 2007 study, it assesses subsequent developments in German migration and social security law in relation to the Convention’s standards. Particular attention is paid to access to social security for migrant workers—including those with irregular status—with a focus on healthcare, unemployment insurance, employment and training support, and subsistence benefits. The analysis shows that status-based exclusions persist in many areas of social security law and are, in part, difficult to reconcile with the Convention’s non-discrimination provisions. Particularly affected are individuals with a suspension of deportation (Duldung) or temporary residence for asylum seekers (Aufenthaltsgestattung), whose legally improved migration status has not been matched by corresponding entitlements under social security law. To reflect recent labour market reforms in social policy, adjustments are especially needed in the area of social security law. At the same time, no legal obstacles to ratification could be identified.
The report also examines the German Supply Chain Due Diligence Act, highlighting the relevance of the Convention’s human rights standards—particularly regarding accessibility of grievance mechanisms for migrant workers—in strengthening protections for vulnerable groups in global supply chains
Kapitalozän Denken: Die Politik
Dies ist der Auszug eines politikphilosophischen Werkes zur ökozidalen Katastrophe und des Umweltaktivismus in ihr, im Ausgang von Alain Badiou und Klassikern des Ökomarxismus.This is an excerpt from a political philosophy work on the ecocidal catastrophe and environmental activism within it, based on Alain Badiou and classics of eco-Marxism
Legal and Ethical Considerations in the Use/Ban of Autonomous Weapons Systems in International Humanitarian Law
This dissertation critically examines the legal and ethical dimensions of lethal autonomous weapons systems (LAWS) within the frameworks of international humanitarian law (IHL) and international human rights law (IHRL). By tracing the historical evolution of weapons technology - from mechanized guns to AI-driven autonomous systems - it highlights the growing autonomy in warfare and the resultant accountability gaps. Further, the thesis analyzes state and institutional positions at the Group of Governmental Experts on emerging technologies in the area of lethal autonomous weapons systems (LAWS) mandated under the Certain Conventional Weapons (CCW), revealing a fragmented global discourse shaped by geopolitical interests and definitional ambiguities.
Key legal challenges include LAWS’ compliance with IHL principles of distinction, proportionality, and military necessity – split into targeting law and weapons law requirements, as well as their alignment with IHRL protections of the right to life and dignity. Ethical concerns center on the dehumanization of killing, algorithmic bias, and the erosion of meaningful human control (MHC), while political concerns, such as weapons proliferation and asymmetric warfare, are discussed.
The research concludes that existing legal mechanisms, such as Article 36 reviews under Additional Protocol I, are insufficient to address LAWS’ risks and advocates for a binding international treaty. Recommendations include moving the conversation to a different international platform (from the current GGE CCW) to escape its consensus requirement, redefining autonomy spectrums, institutionalizing MHC as a non-derogable standard, and expanding accountability to weapon developers under individual criminal responsibility doctrines.Diese Dissertation untersucht kritisch die rechtlichen und ethischen Dimensionen tödlicher autonomer Waffensysteme (LAWS) im Rahmen des humanitären Völkerrechts (IHL) und des internationalen Menschenrechtsschutzes (IHRL). Durch die Nachzeichnung der historischen Entwicklung der Waffentechnologie – von mechanisierten Geschützen bis hin zu KI-gesteuerten autonomen Systemen – wird die zunehmende Autonomie in der Kriegsführung und die daraus resultierenden Verantwortlichkeitslücken hervorgehoben. Darüber hinaus analysiert die Arbeit die Positionen von Staaten und Institutionen in der Gruppe von Regierungsexperten für neue Technologien im Bereich tödlicher autonomer Waffensysteme (LAWS), die im Rahmen des Übereinkommens über bestimmte konventionelle Waffen (CCW) eingesetzt wurde. Dabei wird ein fragmentierter globaler Diskurs sichtbar, der durch geopolitische Interessen und definitorische Unschärfen geprägt ist.
Zentrale rechtliche Herausforderungen betreffen die Vereinbarkeit von LAWS mit den IHL-Grundsätzen der Unterscheidung, der Verhältnismäßigkeit und der militärischen Notwendigkeit – aufgeteilt in das Zielrecht und die Anforderungen des Waffenrechts – sowie ihre Kohärenz mit den durch das IHRL garantierten Rechten auf Leben und Würde. Ethische Bedenken beziehen sich insbesondere auf die Entmenschlichung des Tötens, algorithmische Verzerrungen und den Verlust bedeutungsvoller menschlicher Kontrolle (MHC), während politische Fragen wie Waffenproliferation und asymmetrische Kriegsführung ebenfalls erörtert werden.
Die Forschung gelangt zu dem Schluss, dass bestehende Rechtsmechanismen, wie die Überprüfungen nach Artikel 36 des Zusatzprotokolls I, unzureichend sind, um den Risiken von LAWS angemessen zu begegnen, und plädiert daher für ein verbindliches internationales Abkommen. Zu den Empfehlungen zählen die Verlagerung der Diskussion auf eine andere internationale Plattform (weg von der derzeitigen GGE-CCW), um dem Konsensprinzip zu entkommen, die Neudefinition von Autonomiespektren, die Institutionalisierung von MHC als nicht derogierbaren Standard sowie die Ausweitung der Verantwortlichkeit auf Waffenentwickler im Rahmen individualstrafrechtlicher Haftungsdoktrinen
Standardbasiertes und Integriertes Compliance Management - Modell und Vorteile eines integrierten Managementsystems zur Regeleinhaltung auf Basis der DIN ISO 37301, DIN ISO 37001, DIN ISO 37002 und DIN EN ISO 14001
Compliance-Management-Systeme (CMS) gewinnen aus rechtlicher und betrieblicher Sicht immer mehr an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund stellt sich für Organisationen häufig die Frage, wie CMS in der Praxis ausgestaltet werden sollten, damit sie effektiv und gleichzeitig wirtschaftlich betrieben werden können. Orientieren können sich Organisationen inzwischen an drei Standards mit Bezug zur Regeleinhaltung, die von der International Organization for Standardisation (ISO) herausgegeben und vom Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) in das deutsche Normenwerk überführt wurden: der DIN ISO 37301 für Compliance-Management-Systeme, der DIN ISO 37001 für Managementsysteme zur Korruptionsbekämpfung und der DIN ISO 37002 für Hinweismanagementsysteme. Die Dissertation zeigt, wie die Anforderungen und Empfehlungen der drei o. g. Standards mit einer weiteren isobasierten DIN-Norm, der DIN EN ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme, in einem Compliance-Management-Modell (sog. SICM-Modell) integriert werden können. Zudem werden die rechtlichen und betrieblichen Vorteile untersucht, die sich bei Anwendung des Modells bzw. der zugrundeliegenden Standards ergeben können. Schwerpunkte bilden dabei eine Untersuchung der Integrationsfähigkeit sowie eine Analyse des Potenzials der DIN ISO 37301 als Erkenntnisquelle für die Justiz in Form eines antizipierten Sachverständigengutachtens.Compliance management systems (CMS) are becoming increasingly important from a legal and operational perspective. Against this backdrop, organizations are often faced with the question of how CMS should be designed in practice so that they can be operated effectively and economically at the same time. Organizations can now be guided by three standards relating to compliance that have been published by the International Organization for Standardization (ISO) and incorporated into the German body of standards by the German Institute for Standardization (DIN): DIN ISO 37301 for compliance management systems, DIN ISO 37001 for anti-bribary management systems and DIN ISO 37002 for whistleblowing management systems. The dissertation shows how the requirements and recommendations of the three standards mentioned above can be integrated with another ISO-based DIN standard, DIN EN ISO 14001 for environmental management systems, in a compliance management model (so-called SICM model). In addition, the legal and operational advantages that can result from the operation of the model and the underlying standards are examined. The focus is on an examination of the integration capability and an analysis of the potential of DIN ISO 37301 as a source of knowledge for the judiciary in the form of an anticipated expert opinion
Jenseits des Bolschewismus. Lebenswege Weimarer Linkskommunisten zwischen den Systemen des 20. Jahrhunderts
Im Spannungsfeld zwischen sozialer Utopie und politischer Praxis prägten Karl Schröder (1884–1950), Alexander Schwab (1887–1943), Bernhard Reichenbach (1888–1975) und Adam Scharrer (1889–1948) die linkskommunistische Bewegung der frühen Weimarer Republik entscheidend. Sie grenzten sich ab von den übrigen Strömungen der politischen Linken ihrer Zeit, insbesondere dem sowjetischen Modell, und verteidigten das Räteprinzip als Ideal einer demokratisch verfassten kommunistischen Wirtschaft und Gesellschaft. Nach dem Scheitern der von ihnen gegründeten Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD) fanden sie immer neue Formen des politischen Wirkens und der radikalen Gesellschaftskritik auch jenseits der Parteipolitik - etwa in der Literatur, der Bildung oder im Journalismus.
Die kollektivbiografische Studie untersucht die Entwicklung ihrer Weltanschauung vom Kaiserreich bis in die 1970er Jahre und veranschaulicht die Wechselwirkungen zwischen den individuellen Lebensläufen und den großen politischen und sozialen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts in Deutschland, der Sowjetunion und Großbritannien. Das Buch bietet einen akteursbezogenen Einblick in den Wandel der Arbeiterbewegung jenseits der großen Parteien und liefert einen Beitrag zur Geschichte der politischen Ideen des 20. Jahrhunderts.Caught between social utopia and political practice, Karl Schröder (1884–1950), Alexander Schwab (1887–1943), Bernhard Reichenbach (1888–1975), and Adam Scharrer (1889–1948) had a decisive influence on the left communist movement of the early Weimar Republic. They distanced themselves from other political left-wing movements of their time, especially the Soviet model, and defended the council principle as the ideal for a democratically organized communist economy and society. After the failure of the Communist Workers' Party of Germany (Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands, KAPD), which they had founded, they discovered new forms of political action and radical social criticism beyond party politics — for example, in literature, education, and journalism.
This collective biographical study examines the development of their worldview from the German Empire to the 1970s and illustrates the interactions between individual biographies and the major political and social upheavals of the 20th century in Germany, the Soviet Union, and Great Britain. The book offers an actor-centered insight into the transformation of the labor movement beyond the major parties and contributes to the history of political ideas in the 20th century
Soziale Rechte für ukrainische Geflüchtete – Rechtslage und Rechtswirklichkeit der Aktivierung der Massenzustrom-Richtlinie in Polen und Deutschland
Der Aufsatz untersucht die Ausgestaltung und praktische Umsetzung der Massenzustrom-Richtlinie (RL 2001/55/EG) vergleichend in Polen und Deutschland infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022. Dabei liegt der Fokus der Arbeit vor allem auf den in der Richtlinie festgelegten und den nationalen Gesetzgebungen umgesetzten sozioökonomischen Rechten, sowie deren praktischer Implementierung in Polen und Deutschland. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt, sodass zum einen die Rechtslage und -anwendung analysiert wurden, zum anderen sozialempirische Forschung durch Befragungen relevanter Stakeholder durchgeführt wurde.The article examines the design and practical implementation of the Temporary Protection Directive (Directive 2001/55/EC) in Poland and Germany. It focuses on the socio-economic rights enshrined in the Directive and transposed into national legislation, as well as their practical implementation in Poland and Germany. The project is interdisciplinary in nature, analyzing the legal situation and application on the one hand, and conducting social empirical research by interviewing relevant stakeholders on the other
Die Positionen der Linkspartei zur EU-Integration und Migrationspolitik: eine inhaltsanalytische Untersuchung
Die Dissertation untersucht die Haltung der Linkspartei zu den beiden Themen der Migrationspolitik und der EU-Integration, welche für die Diskussion um die Offenheit und Geschlossenheit von Grenzen in einer globalisierten Welt stehen. Unter Rückgriff auf die Cleavage-Theorie geht die Arbeit von der Prämisse aus, dass diese Themenfelder aufgrund der Globalisierung an Bedeutung gewinnen. Die Linkspartei steht vor dem Dilemma, dass sich ihre Basis und Wählerschaft in zwei kosmopolitisch und kommunitaristisch orientierte Lager einteilen lassen. Durch eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse von 483 Rede- und Wortbeiträgen von Parteieliten auf sieben Parteitagen von 2014 bis 2019 wird untersucht, wie die Partei mit diesen Kontrasten umgeht. Das Ziel ist zu verstehen, wie die programmatisch-normativen Positionen und möglichen strategischen Verortungen im Verhältnis zu anderen Parteien innerhalb der Linkspartei verhandelt werden und ob sich die Positionen im Laufe der Zeit ändern.The dissertation examines the stance of the Left Party on two key issues: migration policy and EU integration, both of which are central to the debate on the openness and closure of borders in a globalized world. Drawing on cleavage theory, the study is based on the premise that these issues have gained significance due to globalization. The Left Party faces the dilemma that its base and electorate can be divided into two camps: one with cosmopolitan and the other with communitarian orientations. Through a quantitative and qualitative content analysis of 483 speeches and statements by party elites at seven party congresses from 2014 to 2019, the study investigates how the party handles these contrasts. The aim is to understand how the programmatic and normative positions, as well as potential strategic alignments in relation to other parties, are negotiated within the Left Party and whether these positions change over time
"Szczecin/Stettin – polskie i niemieckie aspekty w historii i teraźniejszości pomorskiej metropolii nad Odrą" Podróż studyjna, 21–24 września 2023
Während der viertägigen Reise nach Stettin besuchten die Teilnehmer wichtige Orte wie den Garten der Stille und Meditation, die Pommersche Bibliothek und das Maritime Wissenschaftszentrum. Sie trafen sich mit Universitätsvertretern und lokalen Akteuren, um die deutsch-polnische Geschichte der Stadt besser zu verstehen. Die Reise endete mit einem Blick auf die Stadt aus dem Café 22 und einem Besuch der Templerkirche in Quartschen.Podczas czterodniowej podróży do Szczecina uczestnicy zwiedzili ważne miejsca, takie jak Ogród Ciszy i Medytacji, Książnica Pomorska oraz Morskie Centrum Nauki. Spotkali się z przedstawicielami uczelni i lokalnymi działaczami, aby lepiej zrozumieć polsko-niemiecką historię miasta. Wyjazd zakończył się widokiem na miasto z Café 22 i zwiedzaniem kościoła Templariuszy w Chwarszczanach
Gedenkstätten in Santiago de Chile. Erinnerungskultur, Diskurse und Interkulturalität.
Los sitios de memoria en Chile, relacionados con los crímenes de la dictadura cívico-militar (1973-1990), son espacios donde se confrontan identidades colectivas y significados culturales. Estos lugares disputan visiones del pasado y del presente, es decir, interpretaciones (memorias) sobre lo que sucedió y por qué importa ahora, buscando promover una cultura de Derechos Humanos. Para ello, hay dos preguntas fundamentales: ¿hasta qué punto se pretende una interculturalidad de memorias en los sitios?, y ¿cómo materializar lo que ya no está para la interacción y diálogo transgeneracional?
Este estudio transdisciplinario y cualitativo de dos sitios de memoria en Santiago de Chile -el Parque por la Paz Villa Grimaldi y el Estadio Nacional Memoria Nacional- analiza, mediante entrevistas y un marco teórico-conceptual central y específico, la relación entre memoria y olvido, su politización en las diversas etapas de construcción de memoria, el rol del lenguaje y la cultura, el rescate de la democracia y el conflicto intercultural en la reconstrucción del pasado reciente.The memorials in Chile associated with the crimes of the civil-military dictatorship (1973-1990) are places of confrontation with collective identities and cultural meanings. In these places of remembrance, ideas about the past and the present are discussed, that is, interpretations (memories) of what happened and why it matters today, and attempts are made to promote a culture of human rights. This raises two fundamental questions: to what extent is an interculturality of memories intended in the sites, and how to materialize what is no longer there for interaction and dialogue between generations?
This transdisciplinary and qualitative research at two memorial sites in Santiago, Chile -Parque por la Paz Villa Grimaldi and Estadio Nacional Memoria Nacional - uses interviews and a central and specific theoretical-conceptual framework to analyze the relationship between remembering and forgetting, their politicization in the different phases of memory construction, the role of language and culture, the rescue of democracy, and the intercultural conflicts in the reconstruction of the recent past.Die Gedenkstätten in Chile, die mit den Verbrechen der zivil-militärischen Diktatur (1973-1990) in Verbindung stehen, sind Orte der Auseinandersetzung mit kollektiven Identitäten und kulturellen Bedeutungen. An diesen Erinnerungsorten werden Vorstellungen über die Vergangenheit und die Gegenwart diskutiert, d.h. Interpretationen (Erinnerungen) über das, was geschehen ist und warum es heute wichtig ist, und es wird versucht, eine Kultur der Menschenrechte zu fördern. Dabei stellen sich zwei grundlegende Fragen: Inwieweit wird in den Gedenkstätten eine Interkulturalität der Erinnerungen angestrebt und wie kann das, was nicht mehr da ist, für die Interaktion und den Dialog zwischen den Generationen materialisiert werden?
Diese transdisziplinäre und qualitative Forschung an zwei Erinnerungsorten in Santiago, Chile - dem Parque por la Paz Villa Grimaldi und dem Estadio Nacional Memoria Nacional - analysiert anhand von Interviews und eines zentralen und spezifischen theoretisch-konzeptionellen Rahmens das Verhältnis von Erinnern und Vergessen, ihre Politisierung in den verschiedenen Phasen der Erinnerungskonstruktion, die Rolle von Sprache und Kultur, die Rettung der Demokratie und die interkulturellen Konflikte bei der Rekonstruktion der jüngsten Vergangenheit