Journal für Psychoanalyse (Psychoanalytisches Seminar Zürich - PSZ)
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    Kongressbericht

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    Kongressberich

    Die Generalstände – eine psychoanalytische "Gemeinschaft"?

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    Während die real existierenden Gesellschaften kaum dazu anregen, über die Schwierigkeit oder gar Unmöglichkeit der Bildung einer Gemeinschaft nachzudenken, entwickelt die Autorin eine Vision der Bewegung der Generalstände (“États Generaux de la Psychanalyse”) als Versuch einer illusionsfreien Utopie. Bloss schon die Existenz dieses Netzwerkes, ferner sein Überleben und sein Wachstum beweisen, dass es ein kollektives Interesse gibt für den Aufbau eines Raumes, in welchem die Schwierigkeiten der Koexistenz zwischen verschiedenartigen Partnern konkret angegangen werden können. Wenn es das Schicksal dieser Bewegung sein sollte, eine immer nur intendierte Gemeinschaft oder Vereinigung zu bleiben – ewig unfertig und immer ungenügend - , so muss man sich doch die Mühe nehmen, das schon Bestehende zu analysieren und mögliche Bruchstellen zu untersuchen. Nur so bleibt eine Chance, gemeinsame Lösungen zu finden, die diesem ausserordentlichen kommunitären Abenteuer eine Zukunft sichern

    Keine Rezension: Zum Lexikon der Psychoanalyse und Ethnologie

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    Rezensio

    Rezension von E. Modena (Hg.) ›Mit den Mitteln der Psychoanalyse‹

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    Nachruf auf Arno von Blarer

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    Zur Symptomatik des psychoanalytischen Couchsettings

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    Der Einsatz maschineller Medien in Psychotherapie – gemäß dem Phantasma qualitätssichernder und kostendämpfender Objektivierung – hat derzeit Konjunktur. In diesem Zusammenhang wird es nicht zuletzt spruchreif, das Medienproblem eben dort überhaupt wieder zur Disposition zu stellen, will sagen: die gesamte, und darin insbesondere die überkommene nicht-apparative Mittelsphäre der Psycho-therapieverfahren zu problematisieren. Es könnte sich nämlich herausstellen, dass, belehrt durch die besagte modische Verwendung medialer Maschinen, nicht weniger in der traditionellen vor-postmodern nicht-maschinisierten Verfassung der Psychotherapieprozeduren die betreffenden Medien i. w .S., die Settingkomponenten, viel mehr ausmachen als bloße solche: on dit dezent sich zurücknehmende, nur den Therapiezwecken botmäßige, rein nur dienstbare Geister, an die man sich bestens auch gewöhnen könne, dass sie dagegen, womöglich in durchaus unliebsamer Weise, sich als die wahren Herren des psychotherapeutischen Geschehens herausstellen – »Der Knecht erscheinet als der Herr«? Die Verkennung dieses nicht bloß drohenden, sondern mit jeglicher Etablierung eines Settings immer schon eingetretenen Umstands insinuiert ein prozedurales Unbewusstes, das sich nicht nicht symptomhaft, sprich: pathologieunterhaltend, möglicherweise transsubjektiv auch, auswirken kann.Der Vortrag wird versuchen, das klassische psychoanalytische Couchsetting derart auf seinen objektiv medialen Eigenpathlogiegehalt hin, der sich gewiss auch als Eintragungs- und Abtretungsfolie subjektiver Krankheit bewusst und gezielt verwenden lässt, aufklärend in Frage zu stellen

    Rahmen und kathartische Augenblicke in Psychoanalyse, traditionellen Heilritualen und interkultureller Therapie

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    Antikes Theater, traditionelle Heilrituale und Psychoanalyse, sie alle stellen einen Als-ob-Raum zur Verfügung, innerhalb dessen affektive Momente in einer Intensität erwünscht sind, wie sie im Alltagsleben stören würden. Das affektive Erleben im analytischen Prozess wurde von Freud in seinen frühesten Arbeiten am ausdrücklichsten angesprochen, etwa in der Vorstellung des eingeklemmten Affektes, der bei der Darstellung der kathartischen Methode in den Studien zur Hysterie eine Rolle spielt. Tobie Nathan geht mit seinen ethnopsychoanalytischen Ritualen zurück zu diesem Punkt in der Geschichte der Psychoanalyse, an dem sich die suggestive Methode von der explikativen trennte. Die Autorin fragt, welche Bedeutung dem affektiven Erleben im Rahmen der Psychoanalyse zukomme. Sie versteht die »Katharsis« so, dass es die Aufgabe des Analytikers sei, mit seinen Deutungen bestehende Sinn-Verbindungen zu zerschlagen, damit Platz entsteht für Neues, noch nicht Gedachtes

    Der Weg ist das Ziel. Zur Theorie und Metatheorie der psychoanalytischen Technik

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    Ausgangspunkt ist die in den psychoanalytischen Veröffentlichungen immer breiter vertretene »basic model technique«; diese entspricht einer normativen Kodifizierung des Verhaltens des Psychoanalytikers sowie der gesamten »psychoanalytischen Situation«.Diesem Modell der normativen Kodifizierung und der von ihr abweichenden »Parameter« wird ein psychodynamisches Konzept gegenübergestellt, welches der tatsächlichen Praxis besser gerecht zu werden verspricht. Es orientiert sich am psychoanalytischen Prozess und soll nicht normativ, sondern psychodynamisch aufgeschlüsselt werden.In einem weiteren Denkschritt, zu welchem wir uns auf das Gebiet der psychoanalytischen Metapsychologie begeben, wurde es als zweckmäßig erachtet anzunehmen, der Prozess einer »unendlichen« Sozialisation stülpe sich über denjenigen der ersten »endlichen«, der wir in Kindheit und Jugend unterworfen sind. Mit anderen Worten: auch in der psychoanalytischen Zweiersituation sind die gesellschaftlichen Machtverhältnisse immer wirksam. Daraus ergeben sich zwangsläufig Folgerungen für die Theorie der psychoanalytischen Technik und Überlegungen zum jetzt logischerweise neu definierten Parameter. Die Autoren verzichten in dieser Arbeit absichtlich auf Kasuistik und verlassen den theoretischen Rahmen nicht. Der Leser soll vielmehr dazu eingeladen werden, die vorgelegten Gedanken auf ihre Brauchbarkeit für seine persönliche psychoanalytische Technik zu prüfen, die in den jeweils konkreten psychoanalytischen Situationen seiner alltäglichen Praxis zur Anwendung kommt. Es geht auch nicht darum, technische Gebrauchsanweisungen zu liefern, sondern zu zeigen, wie wichtig sowohl die bewussten wie die unbewussten Phantasmen, Ideologien und Haltungen des Psychoanalytikers für das psychoanalytische Spannungsfeld sind

    Zeichen und Wunder

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    Der Autor geht Fragen nach, ob und inwieweit die Zeichen/Insignien des psychoanalytischen Setttings (die Couch; das Liegen; die 50 Minuten, das freie Assoziieren etc.) an sich einen psychoanalytischen Prozess ermöglichen, in Gang setzen, wie gewisse Filmkomödien suggerieren und worauf dies basieren könnte. Dabei scheint die Konsistenz der symbolischen Ordnung, wie Zizek sie umreißt, eine wichtige Rolle zu spielen, welche ihrerseits mit dem Lacan’schen »großen Anderen« verknüpft ist, diese stützt; der »große Andere« verstanden als eine Leerstelle, einer Auslassung, welche erst die symbolische Ordnung, das Gesetz, in Gang setzt. Anhand von Beispielen aus Literatur und Musik, sowie Freud’s kulturtheoretischer Schriften werden diese Konzepte erläutert. Vor diesem Hintergrund wird das psychoanalytische Setting als Hülle, deren sich der Analytiker bedient, bedienen muss, verstanden, in welcher er den Platz der ihm zugewiesen wird einnehmen – diesen aber auch gleichzeitig leer lassen muss. Konterkarierend dazu das scheinbare Verschwinden, die Brüchigkeit der symbolischen Ordnung – exemplarisch an einem klinischen Beispiel dargestellt – welche dazu führt, sich neue, eigene Ordnungen, Gesetze zu erschaffen (Reflexivität nach Zizek), ja, diese zu ideologisieren, um vermeintlichen Halt zu finden, dabei aber den psychoanalytischen Prozess unterminieren

    Von der Dialektik von Settingkonstruktion und Deutungsprozess

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    Ausgehend von den schon klassisch zu nennenden Arbeiten von Enzo Codignola und José Bleger zum Setting und dem in diesem Heft anhand der Beiträge von Stefan Erne, Vera Saller, Rony Weissberg und Rudolf Heinz dokumentierten »Rahmen«-Zyklus am PSZ vom Wintersemester 2002/03 entwickelt der Autor den Begriff der Settingkonstruktion, die für jeden einzelnen Fall auf der Grundlage einer emanzipatorischen Ethik der Kur neu gefunden werden muss. Das führt zur abschließenden Frage, inwiefern es heute noch Sinn macht, zwischen »klassischer Psychoanalyse« und »analytisch orientierter Psychotherapie« zu unterscheiden

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