Journal für Psychoanalyse (Psychoanalytisches Seminar Zürich - PSZ)
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    Vom Lärmen des Begehrens. Psychoanalyse und lesbische Sexualität: Psychosozial-Verlag, 2021

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    In Schönheit gestorben? Von Eurydikes möglicher Selbstbefreiung aus dem Schattenreich

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    In seiner bisherigen Rezeption erzählt der Mythos von Orpheus und Eurydike von der Bewältigung des eigentlich Unmöglichen: Dem Verlust der geliebten Person, und dem Weiterleben nach dem Verlust. Eurydike wird dem Leben entrissen und in die Unterwelt entführt. Orpheus wandert die Erde ab und betritt schliesslich die Unterwelt, um seine Geliebte wiederzufinden. Nach endloser Suche erkennt er beim Blick zurück, dass sie für immer verloren ist. Der gescheiterte Rettungsversuch erlaubt ihm, den Verlust zu bewältigen, und weiterzuleben. Dieser Mythos und seine bisherige psychoanalytische Aufbereitung endet für die Frau mit dem letzten Blick, den ein Mann auf sie geworfen hat. Ein danach scheint es für sie nicht zu geben. Während Orpheus Eurydikes Verlorensein anerkennen muss und sich von ihr löst, bleibt Eurydike in der Unterwelt zurück. Für sie bleibt nur ein Ende ohne Bewältigung, und ohne Weitergehen. Durch meine Fokusverlagerung von Orpheus zu Eurydike als Subjekt des Mythos soll überlegt werden, ob Eurydikes Verlorengehen nicht alleine für den Tod, sondern auch für ein inneres Schattenreich stehen könnte. Anhand verschiedener psychoanalytisch-feministischer Überlegungen zur Figur der jung gestorbenen Frau möchte ich die Frage aufwerfen, ob nicht auch Eurydike einen ganz anderen Weg, als den uns bisher bekannten, gegangen sein könnte. Kann dieser andere Weg Eurydike möglicherweise aus der Unterwelt/dem inneren Schattenreich befreien

    Psychodynamische Aspekte der ästhetischen Chirurgie des weiblichen Genitales – Ein Workshop-Bericht

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    Berichtet wird über einen psychoanalytischen Workshop, in dessen Zentrum fünf Fallvorstellungen zu Patientinnen standen, bei denen der Wunsch nach kosmetischer Genitalchirurgie ein Thema war oder die sich einem entsprechenden Eingriff bereits unterzogen hatten. Der Workshop-Bericht fasst die fünf Fallvorstellungen zusammen und formuliert erste Hypothesen zu der für die Praxis wichtigen Frage, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen entsprechende Eingriffe das Potenzial haben, das psychische Wohlbefinden der Patientinnen nachhaltig zu verbessern und unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen dies eher nicht zu erwarten ist

    Editorial

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    Die Schwangerschaft in der psychoanalytischen Ausbildung

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    Im vorliegenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwiefern die eigene Schwangerschaft während der psychoanalytischen oder psychoanalytisch orientierten Ausbildung besonders herausfordernd und belastend ist. Trotz einer Zunahme der Präsenz der Thematik in Publikationen und an Weiterbildungsinstituten scheint dennoch ein Mangel an Informationen zur und Reflexion über die Situation der schwangeren Ausbildungskandidatin vorhanden zu sein. Um der Frage nach möglichen Gründen für den Mangel an Informationen und unzureichende Reflexion nachzugehen, wurden Gruppengespräche mit Frauen geführt, die während der Ausbildung schwanger wurden. Daraus wurden bedeutsame Aspekte herausgegriffen und als Themenblöcke zusammengefasst, diskutiert und in grössere, u. a. gesellschaftliche Zusammenhänge eingeordnet

    Pionierinnen im Dickicht der psychoanalytischen Weiblichkeitstheorien: Eine persönliche «tour d’horizon»

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    Die Position der Frauen in der Psychoanalyse ist vielfältig: Es gab die berühmten Patientinnen. Es gab die Pionierinnen, die in gesellschaftlich schwierigen Zeiten ihren Weg zur Psychoanalyse finden mussten, was oft mit dem Verzicht auf ein eigenes Familienleben verbunden war. Und Psychoanalytikerinnen spielten in der kritischen Auseinandersetzung um die Weiblichkeitstheorien Freuds in den 1920er und 1930er Jahren eine zentrale Rolle. Durch das Naziregime und seine Folgen wurde auch diese legendäre Debatte brutal unterbrochen. 40 Jahre danach, mit dem Erstarken der Frauenbewegung in den 1970er Jahren, wurde der Diskurs um die Weiblichkeitstheorien in der Psychoanalyse wieder aufgenommen und weiterentwickelt. 1971 bekamen auch die Schweizer Frauen das Stimm- und Wahlrecht, und ich begann am PSZ die psychoanalytische Ausbildung und ging auch an die berühmten Veranstaltungen der sogenannten «Plattform», einer Gruppe linker, institutionskritischer, vor allem junger KollegInnen, von denen sich die meisten in psychoanalytischer Ausbildung befanden oder sich für die Psychoanalyse interessierten. Freuds Konzepte der Triebentwicklung, zu der auch die Theorie des Penisneides und des Kastrationskomplexes der Frau gehörte, wurde damals nicht kritisch hinterfragt. Sie gehörten sozusagen zum undiskutierten gewachsenen Felsen der psychoanalytischen Theorie. Die bekannte argentinische Psychoanalytikerin Marie Langer war die erste Person, die am Seminar offen und deutlich diese Theorien in Frage stellte. Für mich bedeutete das eine Aufforderung (eine Erlaubnis?) zum Anders- und Weiterdenken. 1979/80 entstand eine erste Frauengruppe mit Goldy Parin. 1991 wurde der Arbeitskreis für feministische Psychoanalyse gegründet. Mit Psychoanalytikerinnen und psychoanalytisch orientierten Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich einmal im Jahr treffen, wird seitdem die Thematik erweitert und vertieft. Das kritische Bewusstsein um Weiblichkeits- und Genderthemen verankerte sich schliesslich auch im PSZ

    Psychoanalytikerin und Mutter – Eine Gesprächsrunde

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    Der Mutterschaft der Psychoanalytikerin kommt im psychoanalytischen Diskurs der letzten 30 Jahre eine marginale Bedeutung zu. In einer von der Autorin moderierten, offenen Gesprächsrunde tauschten sich acht Psychoanalytikerinnen, die vor, während oder nach ihrer Weiterbildung Mutter geworden waren, über die Herausforderungen der veränderten Lebenssituation im Zusammenhang mit ihrer psychoanalytischen Tätigkeit aus. Vor allem die Schwangerschaft bedeutet eine Zäsur im psychoanalytischen Arbeiten und wird von zentralen klinischen und behandlungstechnischen Fragen und mannigfaltigem Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen begleitet. An die oft am Beginn ihrer psychoanalytischen Tätigkeit stehende Psychoanalytikerin werden hohe Anforderungen an ihre berufliche Identität und ihren Umgang mit Schuldgefühlen, dem “acting out” der Analysand:innen und dem – zumindest temporären – Aufgeben des «Zwei-Personen-Modus» gestellt. Zudem akzentuiert sich die Frage über ihre Fähigkeiten als Mutter insbesondere in einem Arbeitsfeld, in dem es in den verschiedensten Variationen um die Frage der «guten» bzw. «schlechten» Mutter geht. Die psychoanalytischen Konzepte über Weiblichkeit und Sexualität, vor allem älteren Datums, eröffnen zudem ein Spannungsfeld, in dem das Frau- und Muttersein sich mit der Assoziation eines Mangels verbindet. Dem steht das Erleben der Diskussionsteilnehmerinnen gegenüber, die ihre Mutterschaft als einhergehend mit mehr Potenz und einer Erweiterung ihres Erfahrungs- und Handlungsspielraumes – sowohl in ihrer beruflichen als auch privaten Lebensrealität – wahrnehmen

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