Journal für Psychoanalyse (Psychoanalytisches Seminar Zürich - PSZ)
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Sjef Teuns und die Kinderanalyse: ein Stück PSZ-Geschichte
Eine Darstellung mit reichlich Zitaten aus den Beiträgen zu einem Arbeitstag anlässlich von Teuns’ 80. Geburtstag im Oktober 2006 am Psychoanalytischen Seminar Zürich (PSZ) gibt Auskunft darüber, wer Sjef Teuns ist und was er in Zürich zur Entwicklung der Ausbildung in Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalyse beigetragen hat. Teuns ist ein holländischer Kinderpsychiater und Psychoanalytiker, der sich von Jugend auf für die Unterdrückten und Traumatisierten eingesetzt hat und die Psychoanalyse als Forschungs- und Arbeitsinstrument eingesetzt und gelehrt hat. Im PSZ haben sich zahlreiche Analytiker, Sozialarbeiter und Pädagogen bei Sjef Teuns in Babybeobachtung und Kinder- und Jugendlichen-Analyse und -Therapie ausbilden lassen. Teuns’ Tätigkeit hat sich nachhaltig im PSZ (Ausbildungscurriculum in Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie) und in verschiedenen psychiatrischen und sozialpädagogischen Einrichtungen in Zürich und der Nord- und Ostschweiz ausgewirkt
Junge Psychoanalyse am PSZ: Eine Generation von PsychoanalytikerInnen zwischen Identifikation und Frustration
Kein Abstract vorhanden
Angehörige und andere Dritte in der Psychotherapie
Zu jeder psychotherapeutischen Behandlung gehören Dritte, die mit ihren Anliegen und Zielvorstellungen auf die Therapie Einfluss nehmen wollen: Angehörige, andere Therapeuten und Fachpersonen aus dem psychosozialen Umfeld, Krankenkassen, Behörden. Um mit diesen Dritten in einer für die Behandlung förderlichen Art und Weise umgehen zu können, braucht es eine konzeptionelle Vorstellung, eine gemeinsame Landkarte, die eine Verständigung ermöglicht. Ausgehend von den verschiedenen Settings in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, in der es sich aufgrund der Abhängigkeit des Kindes von seinen Eltern immer schon um ein komplexes System mit verschiedenen Zielvorstellungen handelt, wird – auch für die Erwachsenentherapie – vorgeschlagen, die Entwicklungsaufgaben der Familie als inneres Referenzsystem des Therapeuten zu verwenden. Die Entwicklungsaufgaben der Familie können dann auch als gemeinsames Drittes im Sinne eines kleinsten gemeinsamen Nenners in der Kommunikation mit den realen Dritten dienen
Renate Maschwitz, Christoph F. Müller, Hans-Peter Waldhoff (Hrsg.): Die Kunst der Mehrstimmigkeit – Gruppenanalyse als Modell für die Zivilisierung von Konflikten: Psychosozial-Verlag, Giessen, 2009
Buchbesprechun
Behandlungsprozess und -ergebnis in psychoanalytisch orientierten Psychotherapien: eine prospektive Longitudinalstudie
Kein Abstract vorhanden
Das Eine tun und das Andere nicht lassen – Psychoanalyse und Gesundheitswesen
Psychoanalyse und Gesundheitswesen erscheinen auf den ersten Blick als zwei Felder, die nicht oder zumindest kaum miteinander zu vereinen sind. Auf der einen Seite ein hoch komplexes, interaktives Geschehen zwischen AnalysandIn und PsychoanalytikerIn, welches in einem vorgegebenen Setting, aber in weiten Zeithorizonten der Rahmen darstellt, um individuelles Erleben der Analysanden zu verstehen und mit dem Ziel des Autonomiegewinns zu verändern. Auf der anderen Seite ein hoch reglementiertes gesellschafts- und machtpolitisch bestimmtes Feld, welches klare Rahmenvorgaben gibt und kleinschrittig vorschreibt, wie Heilprozesse unterstützt und realisiert werden sollen. Der Frage, inwiefern diese beiden Felder trotzdem aufeinander bezogen werden können, geht der Autor in seiner Arbeit nach. Anhand und in Abhängigkeit der aktuellen Entwicklungen werden Chancen und Risiken der Psychoanalyse im schweizerischen Gesundheitswesen dargestellt und in einem weiteren Schritt ein möglicher Platz der Psychoanalyse in der Gesundheitsversorgung definiert