Journal für Psychoanalyse (Psychoanalytisches Seminar Zürich - PSZ)
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    Peirce’s Semiotic and Psychoanalysis

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    Kein Abstract vorhanden

    Neuropsychoanalyse: Hirntätigkeit als Zeichenprozess

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    Fassen wir Geist und Natur nicht als Dichotomie sondern im Sinne von Peirce als Kontinuität auf, dann lässt die genauere Betrachtung des Körpers semiotische Leibphänomene als Zeichen einer Sprache erkennen, deren Grammatik es – im Sinne einer «Bioarchäologie» – zu entschlüsseln gilt. Hierfür stellen die Neurowissenschaften mit modernen Visualisierungstechniken geeignete epistemische Hilfsmittel bereit: Sie machen körperliche Vorgänge des Informationsaustausches sichtbar und heben die semiotisch wenig erschlossene Ebene komplexer neuronaler Zeichentransformationen ans Licht. Um eine Integration der physiologischen und psychologischen Perspektive bemüht sich das transdisziplinäre Projekt der «Neuropsychoanalyse». Sie hebt die Relevanz natürlicher Verarbeitungsmechanismen des Körpers für die subjektiv geprägten Zeichentransformationen des mentalen Erlebens hervor und weicht eine semiotisch allzu undurchlässige Grenzziehung zwischen Psycho- und Neurodynamik etwas auf. Die Hirntätigkeit als potenziell erkenntnisleitenden Zeichenprozess zu verstehen, darf aber nicht in einer unreflektierten Bezugnahme auf neuronale Zeichensysteme münden, wenn die Neuropsychoanalyse mehr als nur eine medienwirksame Neurokarikatur psychodynamischer Konzepte erreichen will

    Notizen zu einer Skizze einer peirceanischen Theorie des Unbewussten

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    Einer der ersten Autoren, der die Peirce’schen Gedanken für die Psychoanalyse fruchtbar zu machen versuchte, ist der amerikanische Philosoph Vincent Colapietro. Wir stellen unseren Lesern die fast schon klassisch zu nennende Arbeit von 1995 vor. Die Übersetzung stammt von Vera Saller. Colapietro zeigt auf, wie eine Semiotik des Unbewussten nach Peirce aussehen könnte. Peirce und Freud stimmen darin überein, dass weite Teile des menschlichen Denkens unbewusst ablaufen. Der Autor weist nach, dass Peirce nicht nur das, was bei Freud als Vorbewusstes bezeichnet wird, anerkennt, sondern auch ein dynamisches Unbewusstes mit den Mechanismen der Verdrängung und der Zensur vorgesehen hat. Er erläutert das Feld von Gewohnheitsbildung und Bewusstsein, um dann schliesslich das Freud’sche Unbewusste als Phänomen im Peirce’schen Sinn gemäss den drei Kategorien zu analysieren

    Duplik

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    Dupli

    Daniel Strassberg – Der Wahnsinn der Philosophie: Verrückte Vernunft von Platon bis Deuleuze

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    BuchbesprechungErschienen im Verlag Chronos, Zürich, 2013

    Der Beitrag der Psychoanalyse zu einer allgemeinen Erkenntnislehre

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    Marianne Leuzinger-Bohleber, Robert N. Emde, Rolf Pfeifer (Hrsg.) - Embodiment: Ein innovatives Konzept für Entwicklungsforschung und Psychoanalyse

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    BuchbesprechungErschienen im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013

    Das dynamische Unbewusste im Lichte der Kategorien First und Second von Charles S. Peirce

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    Die Peirce’schen Kategorien (First, Second, Third) bieten sich als Metatheorie für eine Theorie des Denkens und also auch für die Psychoanalyse an: Was könnte der Vorteil eines solchen Unterfangens sein? Nach einer kurzen geistesgeschichtlichen Einordnung der Psychoanalyse und des Pragmatismus wird der Nutzen einer Metatheorie für die Psychoanalyse anhand der zeitgenössischen Diskussion um den Status des Unbewussten aufgezeigt. Darauf folgt die Darstellung, wie sich das Freud’sche, dynamische Unbewusste verändert, wenn es mit den Peirce’schen Kategorien First und Second verglichen wird. Die Hauptthese der Arbeit ist, dass der von Freud postulierte Primärprozess, dessen Prinzipien sich aus dem Funktionieren von Abwehrmechanismen herleiten lassen, weiter gefasst und als Ursprung des Denkens überhaupt angesehen werden sollte. Dass das Peirce’sche Third in dieser Arbeit verhältnismässig kurz abgehandelt wird, schuldet sich einer bemerkenswerten Übereinstimmung von Psychoanalyse und Peirce’ Philosophie: Bei beiden spielt das Lernen durch Erfahrung eine herausragende Rolle

    Anton M. Fischer – Sigmund Freuds erstes Land. Eine Kulturgeschichte der Psychotherapie in der Schweiz

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    BuchbesprechungErschienen im Psychosozial-Verlag, Giessen 2013

    Editorial

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    Im März letzten Jahres wandte sich Vera Saller mit dem Vorschlag an die Journal-Redaktion, ein ganzes Heft dem amerikanischen Philosophen, Mathematiker und Zeichentheoretiker Charles Sanders Peirce zu widmen. Saller setzt sich seit Jahren mit dem Werk von Peirce auseinander, schreibt und forscht über ihn – und steht in ständigem Austausch mit der Peirce-Society in den USA. Sie überzeugte uns Mitglieder der Redaktion davon, dass es zwischen dem Denken Peirce’ und der Psychoanalyse interessante Bezüge gibt, die es lohnend machen, sich mit diesem eigenwilligen Denker auseinanderzusetzen. So beschlossen wir, das Wagnis einzugehen – und nahmen Vera Saller gleich auch noch in unser Redaktionsteam auf. Für diese Peirce-Nummer hat Vera Saller einen Targetartikel verfasst, auf den fünf ReplikantInnen antworten. Gewonnen werden konnten Eugen Baer aus Geneva N.?Y., Bonnie Litowitz aus Chicago, Wolfgang Mertens aus München sowie Christian Hauser und Mirna Würgler aus Zürich. Die Reaktionen dieser fünf Autoren auf die Arbeit von Vera Saller fallen ganz unterschiedlich aus. Während Baer und Hauser sich eher mit dem Philosophen Peirce auseinandersetzen, stellen Litowitz und Mertens die Bezüge zur Psychoanalyse in den Mittelpunkt ihrer Repliken; Würgler wiederum lässt sich zu überraschenden Gedanken über das Entstehen des Denkens inspirieren, die einen unweigerlich an Freuds «Totem und Tabu» denken lassen.Die Vielfältigkeit der Reaktionen auf die Gedanken von Peirce setzt sich in den weiteren Beiträgen zum Schwerpunktthema fort: Vincent Colapietro macht sich in seiner Grundsatzarbeit aus dem Jahre 1995 Gedanken darüber, wie die Theorie von Peirce für die Psychoanalyse fruchtbar gemacht werden kann und beschäftigt sich dabei vor allem mit dem Begriff des Unbewussten; und während Rosmarie Barwinski Peirce’ Zeichentheorie dazu nutzt, sich Überlegungen zur Gegenübertragung, also zur klinischen Arbeit zu machen, lässt sich Milan Scheidegger zu Gedanken zum Themenkreis «Psychoanalyse und Neurowissenschaften» inspirieren. Diese Mannigfaltigkeit hängt wohl nicht zuletzt damit zusammen, dass es etwas Irritierendes hat, sich als PsychoanalytikerIn auf Peirce einzulassen. Neben scheinbar grossen Ähnlichkeiten blitzt immer wieder Fremdes auf. Aber gehört nicht seit jeher das Irritierende zur Psychoanalyse? Jedenfalls hoffen wir, dass sich unsere LeserInnen verführen lassen, sich mit der Irritation Peirce auseinanderzusetzen – und dass wir damit interessante Denkanstösse vermitteln können. Erfreulicherweise waren im vergangenen Jahr viele Neuerscheinungen von PsychoanalytikerInnen aus Zürich zu verzeichnen – so viele, dass es den Rahmen unseres Heftes gesprengt hätte, über jede eine Rezension zu publizieren. Wir haben deshalb die Anzahl Rezensionen beschränkt und für die weiteren Angebote die neue Form der Kurzrezension geschaffen. Julia Braun und Eric Winklerfür die Journal-Redaktio

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