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Fantasie und Emotionsregulation im Kontext von Tabletop Roleplaying Games
Die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz von Tabletop Roleplaying Games (TTRPGs) nimmt durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten immer mehr zu. Diese Masterarbeit untersucht die Beziehung von Fantasie und funktionaler Emotionsregulation im Kontext von TTRPGs. Anhand einer quantitativen Online-Studie mit 148 Versuchspersonen wurden neben der Fantasiefähigkeit, dem Fantasy Engagement, maladaptiven sowie adaptiven Emotionsregulationsstrategien (ERS) auch Persönlichkeit, soziale Unterstützung und psychisches Wohlbefinden erhoben. In der Auswertung zeigten sich positive Zusammenhänge zwischen Fantasiefähigkeit und Fantasy Engagement. Das Spielen von TTRPG korrelierte positiv mit Positive Fantasy Engagement (PFE) und Kreativer Fantasie, während es negativ mit Negative Fantasy Engagement (NFE) in Zusammenhang stand. Des Fragebogenskalen Fantasiefähigkeit und Fantasy Engagement hingen positiv mit adaptiven ERS zusammen, wohingegen Imaginative Fantasie sowohl mit adaptiven als auch mit maladaptiven ERS in Zusammenhang stand. Im Gruppenvergleich wurde festgestellt, dass TTRPG-Spieler*innen über höhere PFE und Kreative Fantasie verfügten als Nicht-Spieler*innen. Zudem zeigte sich, dass die TTRPG- und Nicht-Spieler*innen sich hinsichtlich der ERS signifikant voneinander unterschieden. Die Mittelwertsunterschiede deuteten darauf hin, dass in beiden Gruppen auf unterschiedliche Weise eine funktionale Emotionsregulation vorlag. So wendeten TTRPG-Spieler*innen weniger maladaptive Strategien an und Nicht-Spieler*innen berichteten, häufiger adaptive Strategien zu nutzen. Die Mediationsanalyse ergab, dass der Zusammenhang zwischen TTRPG-Spielen und Emotionsregulation anteilig durch Kreative Fantasie mediiert wurde.Lisa Nadine RentschlerMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
Computer vision techniques for food segmentation
Bellantoni StanislaoMaster Thesis submitted in fulfilment of the requirement for the degree of Diplom-Ingenieurin/Diplom-Ingenieur – Laurea Magistrale In the framework of the Double Degree Programme “Information and Communications Engineering (ICE)”, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt and “Multimedia Communications and Information Technology”, University of UdineAcademic year 2023/2024Masterarbeit Universität Klagenfurt 2024Masterarbeit Università degli Studi di Udine 202
Rechtsstaatliche Aspekte der Kärntner Vertragsraumordnung
Die Vertragsraumordnung ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen, bei ihrer verfassungsrechtlichen Beurteilung scheiden sich die Geister aber nach wie vor. Besonders die hinsichtlich der spezifischen Koppelung von hoheitlichen und privatwirtschaftlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Vertragsraumordnung werden diverse Rechtsauffassungen vertreten. Diese Arbeit stellt den Stand der Wissenschaft zu den rechtsstaatlichen Aspekten der Vertragsraumordnungen dar und untersucht in einem zweiten Schritt die Kärntner Vertragsraumordnung. Am Ende werden in einem Ausblick die aktuellen Entwicklungen in der Gesetzgebung analysiert und am Ende Forderungen für eine verfassungskonforme Vertragsraumordnung de lege ferenda aufgestellt.David Franz SabitzerMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Durch die phänomenologische Extension zur Lebenswirklichkeit : zur Möglichkeit einer radikalen Phänomenologie im Anschluss an Michel Henry und die generative Phänomenologie
Die vorliegende Arbeit versucht die Begriffe der phänomenologischen Extension und der Lebenswirklichkeit zu explorieren und eine erste Definition dieser Begrifflichkeiten zu leisten. Dabei bedient sie sich vor allem der Konzepte des Borromäischen Knotens von Lacan, der Verwicklung von Lyotard und der generativen Phänomenologie, die Steinbock aus Husserls Nachlass herausgearbeitet hat. Hinzu kommt die Nutzung einer Sowohl-als-auch Logik, also einer konvergenten, holistischen Logik die geografisch gesehen aus dem (fernen) Osten stammt und sich unterscheidet von der Differenzlogik der europäischen bzw. nordamerikanischen Philosophie, welche dem Prinzip des Entweder-oder folgt. Mit diesen Begrifflichkeiten wird das Werk von Michel Henry, „Das Wesen des In-Erscheinung-Tretens“, hermeneutisch gelesen, um an ihm die Begrifflichkeiten herauszuarbeiten und zu definieren. Die Idee ist, dass diese Begriffe bei Henry bereits angelegt sind, jedoch noch nicht zur Entfaltung kommen. Was bei Henry im deutschen Titel eines späteren Werkes vorgeschlagen wird, eine „radikale Lebensphänomenologie“ wird in dieser Arbeit weitergedacht und mündet in den Vorschlag für eine „radikale Phänomenologie“. Das Radikale an ihr ist, dass verschiedene philosophische Disziplinen, in dieser Arbeit anhand des Beispiels aus Ontologie, Epistemologie und Phänomenologie, nicht mehr disjunkt voneinander betrachtet werden können, weil sie ineinander verwickelt sind. Sie sind Ringe im Borromäischen Knoten. Dieser Knoten ist die Lebenswirklichkeit, die ihn zusammenhält. Man kann zwar auf einen Ring fokussieren, ihn im phänomenologischen Sinne intendieren und reduzieren, jedoch nicht von den anderen trennen: Der Knoten und mit ihm die Ringe würden auseinanderfallen, weil sie über die phänomenologische Extension immer-schon mit den anderen verbunden sind. Der Knoten der Lebenswirklichkeit eines Individuums ist wiederrum verwickelt in die Knoten von Anderen – eine solipsistische Existenz ist nicht möglich, denn die Lebenswirklichkeit affiziert sich auch durch die Anderen. Für diese Affizierung entscheidend ist die Emotionalität, denn sie ist die primordiale Erfahrung einer*s jeden. Die Arbeit schließt mit einer Spekulation darüber, warum Emotionen offenbar vom philosophischen Diskurs ausgeschlossen wurden, ein Diskurs, der seiner Etymologie nach doch ein Pfad zur Weisheit sein sollte. Jedoch vielleicht eine eher patriarchale und androzentrische Form des Begriffs von Weisheit beinhaltet.Paul Simon TschierskeMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
Murdering ethics? : challenges and perceptions of responsibility in true crime podcasts: a media ethics perspective across academia, self-regulation, and practice
This master’s thesis explores true crime podcasts from a media ethics perspective, examining the unique challenges and responsibilities inherent in this evolving media segment. The research is motivated by the increasing popularity of true crime podcasts as well as the significant ethical concerns and criticisms associated with the medium. Four research questions in total are addressed, with two focusing on the challenges producers face as well as their perception of media ethical responsibility and two addressing the ethical expectations as well as challenges identified by experts. To answer those questions, expert interviews were conducted with two distinct groups, including producers of true crime podcasts and experts from academia and self-regulation. This approach provides practical insights into podcast production and enriches the analysis with academic perspectives, facilitating a comprehensive examination of the challenges, ethical boundaries, and responsibilities in true crime content creation. Research indicates that true crime podcasts provide not only entertainment but also educational value by raising awareness and offering support. However, significant ethical concerns arise related to sensationalism, privacy, and the accurate portrayal of violence. Challenges include managing sensitive content, balancing informational and entertainment value, and the impact on public perception and legal proceedings. There is no consensus on the best approach to violent content. While producers strive to adhere to ethical standards during production, there is a notable discrepancy in perceived responsibility post-release. Experts advocate for a more comprehensive, ongoing responsibility that considers audience and societal impact, emphasizing the importance of media literacy for users. There appear to be no guidelines or codes for true crime podcasts, with private individuals posing particular regulatory challenges. No final agreement could be reached on whether journalists and true crime podcast producers can be placed on the same level. Producers are guided by personal moral values, media ethics, legal norms, and, where applicable, the press code. Self-regulation is the common practice; the transition to stricter external regulation, however, seems impractical and challenging. The study suggests that true crime podcasts will continue to be prevalent.Katrin WallnerMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Intersektionale Stigmatisierung syrischer Geflüchteter mit Schizophrenie, Alkoholabhängigkeit oder Depression
Geflüchtete machen sowohl in ihren Herkunftsländern, als auch auf der Flucht und im Ankunftsland eine Vielzahl an potentiell traumatischen Erfahrungen. Diese gehen oft einher mit verschiedensten psychischen Störungen. Obwohl sowohl der Status als geflüchtete Person als auch psychische Erkrankungen mit Stigmatisierung der Betroffenen einhergehen, wurde die Kombination dieser Faktoren bisher noch nicht im Kontext der intersektionalen Stigmatisierung untersucht. Daher beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Frage, ob Intersektionales Stigma in dieser Gruppe existent ist und inwiefern es sich bei Personen mit Depressionen, Schizophrenie und Alkoholabhängigkeit unterscheidet. Dafür wurden den Proband*innen (N=262) Fallvignetten vorgelegt, die eine geflüchtete Person mit der jeweiligen Erkrankung oder eine gesunde geflüchtete Person beschrieben. Anschließend wurden verschiedene stigmarelevante Parameter, wie emotionale und behaviorale Reaktionen, erhoben. Die gesunde Gruppe unterschied sich in unterschiedlichem Ausmaß von den verschiedenen Bedingungen. Im direkten Vergleich der Erkrankungen scheinen depressive Geflüchtete am wenigsten Stigma zu erfahren, während schizophrene und alkoholabhängige Geflüchtete einem hohen Maß an Stigmatisierung ausgesetzt zu sein scheinen. Die Forschungsergebnisse sind durch die weitreichenden Folgen für Betroffene von größter Relevanz und liefern empirische Evidenz für die Dringlichkeit von Interventionen sowohl zur Stigmareduktion als auch zur Abmilderung der Folgen für Betroffene.Monika KruzerMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Die Dehumanisierung von Menschen mit einem Alkoholabhängigkeitssyndrom : eine quantitative Untersuchung des Einflusses des sozioökonomischen Status der Betroffenen und des Framings der Erkrankung
Diese Studie widmet sich der Untersuchung der Dehumanisierung von Menschen mit einer Alkoholabhängigkeitserkrankung. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit der sozioökonomische Status (SES) der Betroffenen und der sprachliche Rahmen (Framing) die Dehumanisierung beeinflussen. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative Befragung mit der Umfragesoftware Unipark erstellt und in Form einer Online-Studie durchgeführt. Die Gesamtstichprobe von 255 Personen wurde in einem vollständigen 2 (SES: hoch vs. niedrig) x 3 (Framing: stigmatisierend, entstigmatisierend, keine) Between-Subject-Design zufällig einer von sechs Versuchsbedingungen zugewiesen und die Dehumanisierung der Betroffenen als abhängige Variable gemessen. Es wurde ein Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Dehumanisierung festgestellt, wobei ein niedriger SES mit höheren Dehumanisierungswerten korrelierte. Ein Einfluss des Framings konnte bei keiner der untersuchten Bedingungen festgestellt werden. Im Rahmen einer explorativen Datenanalyse wurde auch ein Einfluss des Alkoholkonsums der Teilnehmenden auf die Dehumanisierung festgestellt. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass ein höherer persönlicher Alkoholkonsum mit einer geringeren Dehumanisierung von Menschen mit einer Alkoholabhängigkeitserkrankung verbunden ist. Außerdem wurde festgestellt, dass die Zuschreibung von Eigenverantwortung eine zunehmend entmenschlichende Wahrnehmungbedingt. Daraus lässt sich für die Praxis ableiten, dass Aufklärung und Sensibilisierung für die Lebenswirklichkeit und die strukturellen und individuellen Ursachen von Alkoholabhängigkeitserkrankungen und niedrigem SES notwendig sind. Darüber hinaus müssen (präventive) Programme entwickelt werden, die auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Gruppen zugeschnitten sind.Helen OelbrachtMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
Der Einfluss der finanziellen Lage auf Gewaltsituationen gegen Kinder und Jugendliche : - eine Untersuchung aus der Sicht der Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen
Die Masterarbeit, die an der Alpen Adria Universität Klagenfurt im Rahmen des Masterstudiums Sozialpädagogik und soziale Inklusion verfasst wurde, behandelt die Auswirkungen der finanziellen Lage in Familien auf die Gewaltausübung gegenüber Kindern und Jugendlichen. Das Ziel dieser Arbeit ist zu klären, wie sich die finanzielle Lage auf die Gewaltsituationen auswirkt und ob ein Zusammenhang nachweisbar. Des Weiteren werden die Auswirkungen der Gewalt an Kindern und Jugendlichen erforscht und welche weiteren Anzeichen der finanziellen Notlage zum Vorschein kommen. Um die Forschungsfrage beantworten zu können, wurde facheinschlägige Literatur verwendet und eine qualitative Forschung, in Form von leitfadengestützten Experten- und Expertinneninterviews, mit Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen sowie Lehrern und Lehrerinnen durchgeführt, die die Sicht und Auswirkungen der Experten und Expertinnen in den Blick nahm. Mithilfe der qualitativen Datenerhebung wurden verschiedene Perspektiven der Gewaltsituationen und Auswirkungen innerhalb der Familien gewonnen. Durch die qualitative Forschung stellte sich heraus, dass die gewaltfreie Erziehung nicht bei jeder Familie angewendet wird. Es werden die unterschiedlichen Arten der Gewalt angesprochen und auch deren Auswirkungen auf die Zukunft der Kinder und Jugendlichen. Es wird auch über die Veränderung seit der Covid-19-Pandemie gesprochen und welche präventiven Maßnahmen nötig sind, um Familien in finanziell belastenden Situationen zur Seite zu stehen. Überdies kann gesagt werden, dass die Stärkung präventiver Maßnahmen notwendig ist, ebenfalls die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen und kleinerer Gruppen in den Wohngemeinschaften.Vanessa Auer, BAMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach