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Einsatz von Videokommunikation in der aufsuchenden therapeutischen Familienhilfe
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Integration von Videokommunikation in die aufsuchende therapeutische Familienhilfe. Dies geschieht unter Berücksichtigung sowohl theoretischer Grundlagen als auch einer empirischen Studie, welche auf qualitativen Experteninterviews basiert. Dabei werden aktuelle Erkenntnisse zur Digitalisierung, Dynamisierung, Diversität und Demokratisierung herangezogen. Ebenso werden theoretische Modelle der Motivati-ons- und Kommunikationstheorie sowie der Arbeitszufriedenheit in die Analyse einbezogen.Die Auswirkungen der Videokommunikation auf TherapeutInnen, KlientInnen und deren Familien in verschiedenen Gesprächssituationen werden eingehend untersucht. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Videokommunikation die Reichweite, die Zugänglichkeit und die Häufigkeit therapeutischer Dienstleistungen verbessert, insbesondere für Klientinnen mit geografischen oder physischen Einschränkungen. Darüber hinaus zeigen sich seitens der TherapeutInnen positive Auswirkungen auf Motivation und Arbeitszufriedenheit. Jedoch wird auch deutlich, dass trotz der Vorteile der Videokommunikation der persönliche Kontakt entscheidend für den Aufbau von Beziehungen und Vertrauen bleibt. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erweisen sich dabei als Schlüsselaspekte in der therapeutischen Praxis. Es gilt, Strategien zu entwickeln, die eine effektive und ausgewogene Nutzung von Videokommunikation fördern, während gleichzeitig Datenschutzbestimmungen und Aspekte der kulturellen Vielfalt berücksichtigt werden. Insgesamt leisten diese Erkenntnisse einen Beitrag, um die Qualität der aufsuchenden therapeutischen Familienhilfe zu verbessern und zu gewährleisten, dass die Bedürfnisse der KlientInnen, ihrer Familien sowie der TherapeutInnen erfüllt werden.Johann RiederMasterarbeit Universität Klagenfurt, Universitätslehrgang Business Manager/in 2024Abstract in englischer Sprach
Frauen, Lesbische, Inter*, Nonbinäre, Trans*, Agender-Personen
Sexualisierte Belästigung stellt eine weniger leicht identifizierbare Form von sexualisierter Gewalt dar, die in der Gesellschaft nach wie vor ein tabuisiertes Problem ist. Allerdings sind nahezu alle FLINTA* von dieser Form der Gewalt betroffen. Sexualisierte Belästigung kann bei Betroffenen Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit haben sowie zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens im Alltag führen. Die patriarchale Sozialisierung trägt dazu bei, dass FLINTA* die Schuld für Ereignisse übernehmen statt Wut gegenüber dem Machtmissbrauch durch Täter und die dahinterliegende Ungerechtigkeit zu spüren und dies auch ausdrücken zu können. Der Austausch in Safer Spaces zwischen Betroffenen, die ähnliche Erfahrungen mit sexualisierter Belästigung gemacht haben, kann dazu beitragen, dass sie sich miteinander empowern. Das Ziel dieser Studie ist daher die Untersuchung der Bedeutung von sexualisierter Belästigung für FLINTA*, des emotionalen Umgangs mit Wut sowie des Empowermentpotenzials durch den Gruppenaustausch zu sexualisierter Belästigung zwischen betroffenen FLINTA*. Die Datenerhebung erfolgte in Form von zwei Gruppendiskussionen mit jeweils vier Teilnehmenden, welche nach dem Prinzip des Purposive Sampling ausgewählt wurden. Aus der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022) ergaben sich sechs Hauptkategorien mit je drei bis sechs Subkategorien. Wesentliche Hauptkategorien bezogen sich auf das eingeschränkte Wohlbefinden von FLINTA* im Alltag, dem fehlenden Problembewusstsein bei Männern, der Wut von FLINTA* und der Relevanz von Safer Spaces für Betroffene. Die vorliegende Masterarbeit verdeutlicht, dass sexualisierte Belästigung ein gesellschaftlich unsichtbares, jedoch für FLINTA* sehr alltagsrelevantes Problem ist. Sie übernehmen häufig die Aufgabe der Aufklärungsarbeit, um ein höheres Problembewusstsein in der Gesellschaft zu schaffen. Des Weiteren wird verdeutlicht, dass FLINTA* Wut im Kontext von sexualisierter Belästigung empfinden, jedoch hindert sie ihre Sozialisierung daran, diese zu äußern. Der Austausch unter Betroffenen trägt dazu bei, dass sich FLINTA* miteinander empowern. Dies könnte als Grundlage dienen, sich gemeinsam zu organisieren und strukturelle Veränderungen bezüglich sexualisierter Belästigung durch kollektives Handeln zu bewirken. Jedoch müssten sich insbesondere männliche Personen ihrer Verantwortung annehmen, über ihre Privilegien zu reflektieren, sich aufzuklären und ein Bewusstsein für das unsichtbare Problem der sexualisierten Belästigung zu entwickeln.Friederike SagerMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Phraseologismen im französisch-italienischen Sprachvergleich : eine Untersuchung anhand der Romane „Branchie“ von Niccolò Ammaniti und „Je m’en vais“ von Jean Echenoz
Das Ziel der in dieser Arbeit vorgenommenen Untersuchung ist die Beantwortung der zweiteiligen Forschungsfrage: Erstens soll herausgefunden werden, ob es möglich ist, phraseologische Redensarten wörtlich und ohne Probleme vom Italienischen ins Französische und vom Französischen ins Italienische zu übersetzen, wobei in der zu Beginn aufgestellten Hypothese vermutet wird, dass sich nicht alle Phraseologismen wortwörtlich in der anderen Sprache wiedergeben lassen, sondern, dass es vielmehr verschiedene Grade der Übersetzbarkeit gibt, je nachdem wie viele Komponenten einer Redewendung in beiden Sprachen dieselbe Bedeutung haben. Zweitens soll die ebenso wichtige Frage beantwortet werden, ob anhand der in der Masterarbeit vorgestellten Äquivalenzbeispiele und deren Übersetzungsschwierigkeiten auch auf ein paar grundlegende sprachliche Unterschiede oder Besonderheiten der beiden Sprachen geschlossen werden kann. Die Übersetzbarkeit von Phraseologismen wird auf der Basis der romanischen Sprachen Französisch und Italienisch sowie der Romane „Branchie“ und „Je m’en vais“ der Gegenwartsautoren Niccolò Ammaniti und Jean Echenoz analysiert. Die literarischen Übersetzungen dieser Werke wurden von Stefana Paganoni und Luciana Berini angefertigt. Anschließend an die beiden Theorie-basierten Kapitel zur Phraseologie und zum Übersetzungsgegenstand werden die aus den Romanen erhobenen Idiome im Praxis-Teil in die Kategorien der Eins-zu-Eins-, der Eins-zu-Teil-, der Eins-zu-Null- und der Substitutionsäquivalenz eingeteilt und auf ihre möglichen Übersetzungsschwierigkeiten geprüft, um anschließend die genauen Übersetzungsprozeduren, die für ihre Wiedergabe in der jeweils anderen Sprache genutzt wurden, feststellen zu können.Die angestellte Untersuchung im Rahmen dieser Arbeit ergab schließlich, dass es in manchen Fällen in der Tat möglich ist, von den Äquivalenzbeispielen und deren Problematiken auf unterschiedliche Merkmale der Sprachen selbst zu schließen. Dies ist aber nicht immer der Fall, da eine Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Übersetzungsweg häufig auch in der persönlichen Einschätzung der jeweiligen Übersetzerin begründet ist. Was den zweiten Teil der Forschungsfrage betrifft, also ob es tatsächlich möglich ist, Phraseologismen problemlos vom Italienischen ins Französische und vom Französischen ins Italienische zu übersetzen oder ob sich nicht alle Phraseologismen wortwörtlich in der jeweils anderen Sprache wiedergeben lassen, wie es in der eingangs aufgestellten Hypothese vermutet wird, stellte sich schließlich, wie erwartet, Letzteres heraus, also dass es vielmehr unterschiedliche Grade der Übersetzbarkeit gibt, wovon der primäre Fokus dieser Masterarbeit auf die vier Kategorien der Eins-zu-Eins-, Eins-zu-Teil-, Eins-zu-Null- und Substitutionsäquivalenz gelegt wurde, und dass es im Sinne des übersetzungswissenschaftlichen Ansatzes meist besser ist, bei der zielsprachlichen Wiedergabe auf gleichbedeutende Wendungen zurückzugreifen, denn dies gewährleistet im Gegensatz zum Versuch, jedes Idiom immer wörtlich zu übertragen, die gute Verständlichkeit einer jeweiligen Übersetzung.Lisa GlanzerMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Verjährung bereicherungsrechtlicher Rückabwicklung : welche Verjährungsfrist gilt für die Rückabwicklung bereicherungsrechtlicher Ansprüche der Arbeitgeber aufgrund zu viel bezahlter Entgelte?
In der Arbeitswelt kann es dazu kommen, dass der Arbeitgeber irrtümlich überhöhte Entgelte an seine Arbeitnehmer ausbezahlt. Solche Überzahlungen können verschiedene Ursachen haben, darunter Berechnungsfehler, falsch angewandte Kollektivverträge oder Missverständnisse in der Personalabteilung. In diesen Fällen stellt sich die Frage, ob und wie der Arbeitgeber das zu viel gezahlte Entgelt zurückfordern kann. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Verjährung dieser bereicherungsrechtlichen Ansprüche. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den relevanten gesetzlichen Bestimmungen zur Verjährung solcher Rückforderungsansprüche gemäß § 1431 ABGB. Das Bereicherungsrecht greift in Fällen, in denen eine Vermögensverschiebung ohne rechtliche Grundlage stattgefunden hat, wie es bei irrtümlich zu hohen Entgeltzahlungen der Fall ist. Der Arbeitgeber hat unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, das zu viel bezahlte Entgelt vom Arbeitnehmer zurückzufordern. Allerdings stellt sich die Frage, welche Verjährungsfrist dabei gilt und welche Besonderheiten im arbeitsrechtlichen Kontext zu beachten sind. Die allgemeine Verjährungsfrist von bereicherungsrechtlichen Ansprüchen beträgt dreißig Jahren gemäß § 1478 ABGB.Im Arbeitsrecht können jedoch Sonderbestimmungen greifen. Eine wesentliche Regelung, die in diesem Kontext zu beachten ist, ist § 1486 Z 5 ABGB. Diese Regelung sieht eine kürzere Verjährungsfrist von drei Jahren für Ansprüche auf fortlaufende Leistungen vor, zu denen auch Entgeltzahlungen gehören. Das bedeutet, dass ein Arbeitgeber, der feststellt, dass er (über einen längeren Zeitraum) zu hohe Entgelte bezahlt hat, innerhalb von drei Jahren ab dem Zeitpunkt der Kenntnis von der Überzahlung oder ab dem Zeitpunkt, zu dem er die Überzahlung hätte erkennen müssen, tätig werden muss. Ein besonderes Augenmerk wird somit auf den Beginn der Verjährungsfrist gelegt. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Rückforderung in der Regel ausgeschlossen. Neben den allgemeinen und speziellen Verjährungsfristen können auch kollektiv- oder einzelvertragliche Vereinbarungen eine Rolle spielen. Kollektivverträge enthalten häufig spezifische Bestimmungen zu Verfallsfristen für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis. Entscheidend dabei ist, dass die vertraglichen Regelungen Vorrang vor den gesetzlichen Regelungent haben, was oft zu kürzeren Verjährungsfristen führen kann. Eine eingehende Analyse von themenrelevanten OGH-Entscheidungen zeigt dabei auf, warum es zu Anwendung der hier entscheidenden Sondervorschrift des § 1486 Z 5 ABGB kommt. Der OGH hat in mehreren Entscheidungen klargestellt, dass § 1486 Z 5 ABGB auf alle Arten von Leistungen in Arbeitsverhältnissen, Anwendung findet. Die dreijährige Verjährungsfrist gilt somit auch für Ansprüche, die sich aus der regelmäßigen Auszahlung von Entgelt ergeben, unabhängig davon, ob es sich um Ansprüche des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber oder umgekehrt handelt. Durch die kürzere Verjährungsfrist sollen sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer Beweisschwierigkeiten vermieden und Rechtssicherheit gewährleistet werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Hemmung und Unterbrechung der Verjährung. Im österreichischen Recht gibt es verschiedene Gründe, wie etwa Verhandlungen zwischen den Parteien oder eine gerichtliche Geltendmachung des Anspruchs. Arbeitgeber sollten daher möglichst frühzeitig aktiv werden, wenn sie eine Überzahlung feststellen, um das Risiko der Verjährung zu minimieren. Die Rückforderung von zu viel gezahltem Entgelt im österreichischen Arbeitsrecht wird insgesamt durch komplexe Verjährungs- und Verfallsregelungen beschränkt. Während die allgemeine Verjährungsfrist für bereicherungsrechtliche Ansprüche 30 Jahre beträgt, greift im Falle fortlaufender Entgeltzahlungen die dreijährige Frist des § 1486 Z 5 ABGB. Arbeitgeber müssen daher schnell handeln, um ihre Ansprüche nicht zu verlieren. Darüber hinaus sind kollektiv- oder einzelvertragliche Verfallsfristen zu beachten. Zusätzlich sollte vorab überprüft werden, ob die Voraussetzungen, wie der unredliche Verbrauch, zur Rückabwicklung der bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung gegeben sind.Alexandra OswaldMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Förderung des Qualitätsbewusstseins bei Mitarbeitenden: Einflussfaktoren und Strategien zur Verinnerlichung eines proaktiven Qualitätsdenkens
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den Einflussfaktoren und Strategien zur Förderung eines proaktiven Qualitätsbewusstseins bei Mitarbeitenden. Vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen an die Qualität von Produkten und Dienstleistungen sowie der zu-nehmenden Konkurrenz aus China stellt ein tief verankertes Qualitätsbewusstsein einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Unternehmen dar. Die vorliegende Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturrecherche, die Analyse bereits durchgeführter wissenschaftlicher Studien sowie die Durchführung einer empirischen Multi-Case-Fallstudie. Ziel ist es, wirksame Mass-nahmen und Ansätze zur Steigerung des Qualitätsbewusstseins im Allgemeinen sowie zur Förderung eines proaktiven Qualitätsbewusstseins bei den Mitarbeitenden zu identifizieren. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass sowohl strukturelle als auch kulturelle Elemente inner-halb eines Unternehmens einen massgeblichen Einfluss auf das Qualitätsbewusstsein ausüben. Durch die Analyse verschiedener Studien zu diesem Thema konnten sieben Einflussfaktoren identifiziert werden, die als Hauptkategorien zur Einordnung und vergleichenden Betrachtung der angewandten Strategien und Massnahmen dienen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse zeigen auf, dass eine erfolgreiche Verinnerlichung des Qualitätsbewusstseins eine kontinuierliche und integrative Bemühung erfordert, die sowohl die organisatorische Ausrichtung als auch die individuelle Mitarbeitermotivation umfasst. Die Arbeit schliesst mit Empfehlungen für die Praxis sowie mit einem Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen, welche das Verständnis und die Umsetzung eines proaktiven Qualitätsbewusstseins vertiefen sollen.Diese Forschungsarbeit leistet nicht nur einen Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs, sondern bietet auch praktische Leitlinien für Unternehmen, die ihre Qualitätsstandards nachhaltig verbessern und damit ihre Marktposition stärken wollen.Thomas Michael TichyMasterarbeit Universität Klagenfurt, Universitätslehrgang Business Manager/in 2024Abstract in englischer Sprach
Leistungsbeurteilung im Regelschulwesen in der Primarstufe : unter besonderer Berücksichtigung der Beurteilungssysteme Ziffernnoten und Verbalbeurteilung
In meiner Masterarbeit habe ich die Leistungsbeurteilung in der Primarstufe untersucht, insbesondere die Beurteilungssysteme Ziffernnoten und Verbalbeurteilung. Meine Motivation für diese Arbeit stammt aus meiner Tätigkeit als Volksschullehrer und dem Wunsch nach objektiven und transparenten Beurteilungsmethoden. Ziel war es, die Vor- und Nachteile dieser Beurteilungssysteme zu analysieren und ihren Einfluss auf den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler zu verstehen. Zu Beginn habe ich die gesetzlichen Rahmenbedingungen beleuchtet, darunter das Schulunterrichtsgesetz (SchUG), die Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) und den Volksschullehrplan. Ein historischer Rückblick zeigt die Entwicklung der Leistungsbeurteilung seit 1774 und wichtige Meilensteine der österreichischen Schulgeschichte auf. Das traditionelle Beurteilungssystem „Ziffernnoten“ sowie die verschiedenen Verbalbeurtei-lungsinstrumente werden beschrieben, ihre Eigenschaften, Stärken und Schwächen analysiert und untersucht, welche Form eine positive Wirkung auf den Lernprozess hat. Der empirische Teil umfasst qualitative Interviews mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten, um die Perspektiven und Präferenzen aller Befragten zu erfassen. Der Auswertung der Interviews folgen eine umfassende Darstellung und Analyse der Ergebnisse. Die Forschung zeigt, dass sowohl Ziffernnoten als auch Verbalbeurteilungen spezifische Vorteile und Herausforderungen darstellen. Ziffernnoten bieten schnelle Rückmeldung, während Verbalbeurteilungen detailliertere Informationen liefern. Meiner Ansicht nach kann eine ausgewogene Nutzung beider Beurteilungssysteme dazu beitragen, einerseits Transparenz in der Notengebung zu schaffen und andererseits die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Eine ausgewogene Verwendung beider Systeme wird empfohlen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden und ihre Lernprozesse zu unterstützen.Michael Petschnigg, BEdMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
Erleben, Ursachen, Auswirkungen, Bedeutung und Bewältigung von Sinnkrisen bei jungen hochbegabten Erwachsenen
Einleitung. Die Studie untersuchte das Erleben, die Ursachen, die Auswirkungen sowie die Bewältigung von Sinnkrisen bei hochbegabten jungen Erwachsenen. Zudem wurde die Rolle der Hochbegabung bei den Sinnkrisen betrachtet. Ziel war es, einen umfassenden Einblick in das Phänomen der Sinnkrisen in dieser Personengruppe zu erlangen, um ein tieferes Verständnis zu entwickeln. Methode. Es wurden 20 Mitglieder der Hochbegabtenorganisation Mensa in Deutschland e. V. unterschiedlichen Geschlechts zwischen 18 und 29 Jahren befragt. Die Datenerhebung erfolgte durch halbstrukturierte Leitfadeninterviews, die anschließend transkribiert und mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.Ergebnisse. Hochbegabte junge Erwachsene erleben wiederkehrende Sinnkrisen, die mit intensiven emotionalen, kognitiven und physischen Herausforderungen verbunden sind. Neue Lebensabschnitte und existenzielle Fragestellungen wurden als häufige Ursachen identifiziert. Diese Krisen führen zu einem verstärkten Empfinden der Sinnlosigkeit und beeinträchtigen das emotionale, kognitive und soziale Wohlbefinden. Hochbegabte Personen wenden vielfältige Bewältigungsstrategien an. Insbesondere suchen sie neue Herausforderungen oder engagieren sich ehrenamtlich, um sich abzulenken und mit den Sinnkrisen umzugehen. Die Rolle der Hochbegabung ist dabei ambivalent: Einerseits bietet sie Ressourcen zur Krisenbewältigung, andererseits verstärkt sie die Intensität der Krisenerfahrungen.Diskussion. Die Studie liefert wertvolle Einblicke und Erkenntnisse über die Erfahrungen hochbegabter junger Erwachsener im Kontext von Sinnkrisen. In zukünftiger Forschung sollte eine detailliertere Untersuchung der einzelnen Aspekte von Sinnkrisen erfolgen. Dabei sollte insbesondere die Rolle von Umweltfaktoren, wie familiäre und soziale Unterstützungssysteme, stärker berücksichtigt werden, um langfristige Unterstützungsmöglichkeiten für die Betroffenen zu schaffen.Alina KockelmannMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
introvertierten
Einsamkeit ist ein vielschichtiges psychologisches Phänomen, welches in den letzten Jahren immer mehr an Forschungsinteresse gewonnen hat. Die Erlangung eines tieferen Verständnisses dafür, welche Bedingungen die Entstehung von Einsamkeit fördern, aber auch hemmen können ist das Ziel vieler Forscher:innen in diesem Bereich. Hier erwies sich die Achtsamkeit bereits als ein wirksamer Faktor, welcher der Entstehung von Einsamkeit entgegenwirken kann (Besse et al., 2022). Auch die individuelle Persönlichkeit scheint eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Kontext zu spielen. Eine Metaanalyse von Buecker et al. (2020) konnte zeigen, dass insbesondere das Maß an Extraversion die Einsamkeit von Menschen vorhersagen kann. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit sozialer Aktivität und Einsamkeit im Zusammenhang mit Achtsamkeit und Extraversion, um zu beleuchten, welche Rolle diese Variablen bei der Einsamkeitsentstehung von Studierenden spielen könnten. Mittels einer Online-Umfrage wurden Daten von insgesamt 203 Personen erhoben. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden mit der Statistiksoftware R eine einfache sowie eine multiple lineare Regressionsanalyse und mehrere Moderationsanalysen gerechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die soziale Aktivität als auch die Achtsamkeit der Teilnehmer:innen in einem negativen Zusammenhang mit ihrem Einsamkeitsempfinden stehen. Achtsamkeit zeigte jedoch keinen signifikant moderierenden Effekt hinsichtlich des Einflusses der sozialen Aktivität auf die Einsamkeit. Es ließen sich keine signifikanten Gruppenunterschiede zwischen intro- und extravertierten Studierenden beobachten.Tamara OrelMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
Generationenübergreifendes Arbeitsumfeld: Herausforderungen und Lösungsansätze für Unternehmen im Umgang mit Altersdiversität und Fachkräftemangel
In der heutigen Arbeitswelt stehen Unternehmen vor der herausfordernden Aufgabe, ein generationenübergreifendes Arbeitsumfeld zu gestalten, das sowohl die Bedürfnisse älterer als auch jüngerer Mitarbeiter berücksichtigt. Im Kontext einer zunehmend diversifizierten Arbeitswelt werden die spezifischen Herausforderungen und Potenziale beider Altersgruppen untersucht. Hierbei wird besonders auf die unterschiedlichen Arbeitsweisen, Erwartungen und Technologiekompetenzen eingegangen, die durch den technologischen Fortschritt und die demografische Verschiebung beeinflusst werden. Zentral sind dabei die Fragen, wie Unternehmen effektiv auf die veränderten Bedingungen reagieren und ein harmonisches Zusammenspiel verschiedener Generationen am Arbeitsplatz fördern können. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Diskussion über Wege zur Förderung einer inklusiven Arbeitskultur und erörtert, wie eine aktive Arbeitsmarktpartizipation aller Altersgruppen unterstützt werden kann. Dabei wird ein besonderer Fokus auf integrative Strategien gelegt, die eine Überbrückung der Kluft zwischen den Generationen ermöglichen und die Vorteile einer heterogenen Belegschaft maximieren. Durch die ausschließliche Verwendung von Sekundärliteratur werden bestehende Studien und theoretische Ansätze herangezogen, um Lösungsvorschläge und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und politische Entscheidungsträger zu formulieren. Ziel ist es, praktikable Ansätze zu entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen der jüngeren als auch der älteren Arbeitnehmer gerecht werden und so zu einer nachhaltigen und gerechten Arbeitswelt beitragen. Diese umfassende Literaturrecherche bildet die Grundlage für die kritische Analyse und Diskussion der verschiedenen Themenbereiche. Der Aufbau der Arbeit folgt einer systematischen Gliederung, die es ermöglicht, die komplexen Interaktionen zwischen demografischem Wandel, technologischer Entwicklung und Arbeitsmarkt effektiv zu adressieren und praktikable Lösungsansätze und -empfehlungen für die Zukunft zu entwickeln.Johanna Birgit VallantMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Solidarische Lebensweise: Erzählungen von Aktivistinnen und Aktivisten zum transformativen Lernen
Die imperiale Lebensweise, die u. a. in Ausbeutung der natürlichen Ressourcen besteht bis zu deren völliger Erschöpfung, und das unendliche Wachstum haben verheerende Auswirkungen auf alle Ebenen unseres Lebens und der Natur. Dies erfordert den Vollzug einer Art vonTransformation, die bis zum Wandel des menschlichen Zusammenlebens reicht und eine solidarische Lebensweise hervorbringt. Das transformative Lernen fördert die Entwicklung einer solidarischen Lebensweise sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene in allen Lebensbereichen. Dies ermöglicht es uns, neue Bedeutungsperspektiven zu entdecken, unsere Denkweisen und Handlungen kritisch zu hinterfragen und das kollektive Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung zu fördern.Die lebendigen Geschichten der solidarischen Initiativen erzählen eine neue Perspektive des menschlichen Zusammenlebens.Dolgor SainbayarMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach