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Prevention of externalizing behavior problems among children in the context of the family environment
Background – Externalizing behavior problems represent one of the most prevalent challenges in children's adjustment and commonly continue into adulthood, carrying substantial social and economic consequences. While there is considerable research on the prevalence, symptoms, and consequences of externalizing behavior problems, significant gaps persist in understanding contextual risks, identifying optimal interventions, and implementing best practices in clinical settings. Specifically, although extensive research has explored the associations between negative parenting behaviors and externalizing behavior problems in children, there remains a notable lack of evidence on mediating variables, which are crucial for developing targeted interventions. Furthermore, effective family-focused interventions have been identified, yet understanding which families benefit most is essential for optimizing prevention programs. Despite the recognized importance of evidence-based clinical care, significant gaps in practice transfer still exist.Objective – This dissertation aims to explore family context variables impacting the risk factors of externalizing behavior problems. It will summarize findings on family-focused intervention components' effectiveness and suggest ways specific families with specific traits can benefit from these interventions. Lastly, it will offer implementation framework-based recommendations for the practical application of the findings.Method – In studies one and two, data from a parenting program evaluation conducted in three southeastern European countries was used (RISE project). The sample includes primary caregivers of ‘at risk’ children aged 2-9 (N = 835). Study three employed an implementation science framework to identify both the barriers and facilitators to implementing interventions within a family setting in a local context. The literature on intervention programs was reviewed and 24 semi-structured interviews were conducted with stakeholders and at-risk youth.Results – Higher parental psychological distress and parental stress were associated with increased lax parenting, leading to greater screen media use and attentional problem behavior in at-risk children. Further, parental stress and child age were found to be significant moderators of intervention component effects of the parenting program Parenting for Lifelong Health for Young Children program (PLH-YC) on child behavioral and parenting outcomes. The review of prevention programs identified promising evidence-based interventions, but these were not implemented in the local context. Furthermore, a lack of networking between the individual providers and high-threshold access to these services was reported within the local context.Conclusion – The successful prevention of externalizing behavior problems among children in the context of the family environment requires addressing parental stress, parental mental health, and dysfunctional parenting practices. Tailored interventions, accounting for familial distress, child age, and local context, are therefore crucial for effective implementation.Franziska WallerDissertation Universität Klagenfurt 2024Zusammenfassung in deutscher Sprach
Implementierung von Corporate Social Responsibility in kleinen und mittelständischen Unternehmen eine empirische Studie in österreichischen KMU
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit verfolgt das Ziel, die Relevanz des Themas Corporate Social Responsibility in kleinen und mittelständischen Unternehmen aufzuzeigen. Die Ziele der nachhaltigen Entwicklung der EU, die Globalisierung, die Digitalisierung und der ethische Konsum führen zu einer zunehmenden Relevanz des Themas Corporate Social Responsibility für Unternehmen. Das Konzept der Corporate Social Responsibility basiert auf der Idee, dass Unternehmen über ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinaus freiwillig Verantwortung übernehmen sollten. Es existiert eine Vielzahl an CSR-Praktiken und -Strategien, die von kleinen und mittelständischen Unternehmen in ihre Tätigkeit, ihre Geschäftsprozesse und ihre Geschäftsphilosophie integriert werden können und sich für das Unternehmen vorteilhaft und chancenreich auswirken, wie beispielsweise durch eine Verbesserung des Unternehmensimages oder die Generierung von Wettbewerbsvorteilen. Die Implementierung von CSR ist auch mit verschiedenen Herausforderungen und Hürden verbunden, die in Abhängigkeit von der Branche und Sparte variieren und von KMU unterschiedlich wahrgenommen werden. Diese werden auf Basis einer Dokumenten- und Literaturrecherche sowie einer empirischen Untersuchung aufgezeigt. Basierend auf den Ergebnissen werden schließlich Hilfestellungen und Tipps für KMU präsentiert, die ein Engagement im Bereich der Corporate Social Responsibility anstreben.Kathrin Margarethe SailerMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Schülerinnen Schülern eins 1
Der starke Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache ist heute kein Geheimnis mehr und stößt in der Gesellschaft auf unterschiedliche Meinungen. Trotz der ablehnenden Haltung vieler Menschen gegenüber der Verbreitung von Anglizismen im Deutschen, plädieren viele Linguist*innen für eine Akzeptanz und Anerkennung dieser Entlehnungen, da sie bereits stark im Sprachgebrauch verankert sind. Dies gilt auch für die Jugendsprache, in der sie eine besonders wichtige Rolle spielen. In dieser Hinsicht fordern die Expert*innen eine Enttabuisierung dieser sprachlichen Mittel und ihre Integration in den Unterricht, da dies erheblich zu einer Erweiterung der sprachlichen Kompetenzen aller Lernenden beiträgt. Insbesondere der Deutschunterricht eignet sich für einen sprachintegrativen und sprachvergleichenden Unter- richt, der vor allem die Entwicklung einer Sprachbewusstheit der Schüler*innen fördert, welche ihnen eine erhöhte Aufmerksamkeit für sprachliche Varietäten und Phänomene sowie ei- nen bewussteren und angemesseneren Sprachgebrauch ermöglicht. Um die Schüler*innen je- doch zum Nachdenken über Sprache anzuregen, haben sich im Zuge der Literaturrecherche und der empirischen Forschung, vor allem authentische Texte als effizient erwiesen, da sie die Motivation und Lust der Lernenden an der sprachlichen Analyse fördern. Sobald die Schüler*innen dem Ganzen positiv gegenüberstehen, können solche Texte auch als Ausgangspunkt für weitere Methoden dienen. Darüber hinaus führen vor allem begleitende Fragen, die auf die Sprachbewusstheit der Lernenden abzielen, dazu, dass sie über den Text auf einer metasprachlichen Ebene reflektieren und dies auf ihren eigenen Sprachgebrauch übertragen. Außerdem hat sich herausgestellt, dass eine langfristige und systematische Integration englischer Entlehnungen unabdingbar ist, um tatsächlich einen positiven Effekt auf die Sprachbewusstheit zu erzielen.Anna HutterMasterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Education Studium: Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Deutsch UF Englisch im Entwicklungsverbund Süd-Ost, Alpen-Adria-Universität KlagenfurtMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Unbewusstes Testen in psychoanalytischer Psychotherapie : eine Systematisierung und kritische Betrachtung des Testkonzepts der Control-Mastery-Theorie
Ein von Weiss (1971) als Testen bezeichnetes klinisches Phänomen wird mit psychoanalytischen Konzepten in Beziehung gesetzt und empirisch untersucht. Laut der Control-Mastery-Theorie (CMT), die psychoanalytische Begriffe neu konzeptualisiert, überprüfen Patienten die Gültigkeit ihrer durch frühkindliche reale Erfahrungen und deren Verarbeitung entstandenen kognitiven und affektiven Einschreibungen in die Psyche in der Übertragungsbeziehung zum Analytiker. Sie wiederholen vertraute Beziehungskonstellationen und aktivieren ihre pathogenen Überzeugungen bzw. unbewussten Vorstellungen von sich und anderen. Psychoanalytisch betrachtet, kann man unter einem Test auch ein Übertragungsphänomen, eine projektive Identifizierung sowie die Inszenierung der Lebensgeschichte und einen Ausdruck der psychischen Realität verstehen. Durch Wiederholung pathogener Muster (in seltenen Fällen auch durch Musterbrechung) sowie durch Rollenumkehr (d. h. passiv zu aktiv) testen Patienten, ob ihre pathogenen Selbst- und Fremdkonzepte tatsächlich Sicherheit gewähren und Beziehung erhalten oder ob sie einschränkend sind und zugunsten – aus entwicklungspsychologischer Sicht – adäquaterer aufgegeben werden können. Eine Literaturrecherche (Studie 1) zeigte, dass Testen auf einem Kontinuum von Feinheiten, verbal oder nonverbal, stattfindet: in Interaktionen mit dem Analytiker und der Nutzung der Rahmenbedingungen der Therapie sowie in Narrativen und Selbstdarstellungen. Unterschiede, die die individuelle Bedeutung der Tests betreffen, finden sich sowohl zwischen einzelnen Patienten als auch innerhalb eines Falls im Laufe der Behandlung. In einer Analyse von transkribiertem Fallmaterial (Studie 2) wurden Tests nach deren unbewusster Intention kategorisiert – unter Berücksichtigung der Mehrdimensionalität und Komplexität des Konzeptes. Patienten versuchen, durch das Testen (1) Unabhängigkeit, (2) Selbstwert, (3) Akzeptanz und (4) ein Gefühl der Berechtigung zu erlangen. Das getestete Thema kann sich zwar in seltenen Fällen direkt manifestieren, aber meist muss es erst aus dem klinischen Material erschlossen werden. Mittels der psychoanalytischen Methode wurde eine Unterscheidung in Manifestation und latenter Bedeutung erreicht. Letztere konnte unter Einbezug der Deutungen des behandelnden Therapeuten aufgedeckt werden. Analytiker tragen dazu bei, dass Patienten pathogene Interaktions- und Erlebensmuster aufgeben, indem sie deren verzerrte Selbst- und Objektkonzepte und deren irrationale Forderung an ihr Gegenüber thematisieren. Hierfür ist es essentiell, die adaptive und kommunikative Funktion des Testens zu erkennen und seine Bedeutung mittels der Gegenübertragung zu eruieren. In einem letzten Schritt werden daher sechs Psychoanalytiker, die nicht den Forschungsgruppen der CMT angehören, befragt (Studie 3), ob sie ähnliche Manifestationen (aus den Studien 1 und 2) aus ihrer Praxis kennen und wie sie diese deuten bzw. mit ihnen umgehen. Es wird erfragt, wie Patienten in der Behandlung mit dem Analytiker bestimmte Beziehungskonstellationen wiederholen und welche Selbst- und Objektrepräsentanzen sie reaktivieren. Auf der Grundlage der beiden ersten Studien wird eine Liste von Tests zusammengestellt, die als Fragebogen für Analytiker dient und Informationen über Testmanifestationen, Gegenübertragungen, Deutungen und anschließende Patientenreaktionen generiert. Es werden weitere Manifestationen des Testens identifiziert und neue Perspektiven auf bereits dokumentierte Testsequenzen gewonnen. Weiters wird eine defensive Funktion des untersuchten klinischen Phänomens miteinbezogen. Es werden Verbindungen zu klinischen Studien anderer psychoanalytischer Richtungen hergestellt. So kann ein umfassenderes klinisches Profil des Testens bei Patienten erstellt werden. In der vorliegenden Arbeit wird psychoanalytische Forschung im Hinblick auf ihren Gegenstand – das Unbewusste – und ihre Methoden diskutiert. Sowohl der theoretische als auch der klinische Nutzen des Testkonzeptes werden thematisiert. Die CMT wird dabei im psychoanalytischen Theoriegebäude verortet und einer Kritik unterzogen.Alexandra Nicole Novak, M.S.Dissertation Universität Klagenfurt 2024Text teilweise in englischer Sprache, Abstract in englischer Sprach
Alice und der Spiegel : eine Analyse der Einsetzung und Bedeutung von Spiegeln in Verfilmungen von Alice im Wunderland anhand ausgewählter Beispiele
„We’re all mad here!“ ist eins der wohl bekanntesten Zitate aus dem Buch „Alice in Wonderland“, das 1865 vom Autor Charles Lutwidge Dodgson unter dem Pseudonym Lewis Carroll veröffentlicht wurde. Es ist ein Buch, das zum Fantasieren einlädt und junges als auch älteres Publikum bis heute fesselt. Die Thematik der Geschichte ist aufgrund der Popularität des Werks vielen geläufig: Das Mädchen Alice langweilt sich und taucht in eine fantastische Welt voller sprechender Tiere und anderer Wesen ein, deren Alltagsrealität sich völlig von der uns Menschen vertrauten unterscheidet. Was aber genau dahintersteckt und warum genau diese Unterschiede in den Realitäten von so großer Bedeutung sind, wird erst bei genauerem Hinsehen und in Anbetracht der da-maligen Zeit klar. Lewis Carroll schreibt das Buch in der Viktorianischen Epoche – eine Zeit, die von Regeln und Normen geprägt ist. Gegen diese Einschränkungen stellt sich Carroll mit seinen Texten, die den Leser*innen helfen, aus deren strikten Alltag zu entfliehen. „Alice im Wunderland“ dient dieser Arbeit als Grundlage, gemeinsam mit der Thematik des Spiegels. Ein Konnex zwischen diesen beiden ist anhand mehrerer Beobachtungen herzustellen: Unter anderem ist Carroll neben seiner Autorenschaft auch Fotograf. Die dafür benötigten Kameras gleichen den Spiegeln: Beide Objekte sind mit dem Sinn des Sehens verknüpft. Beim Spiegel ist es die notwendige Anwesenheit vor der spiegelnden Fläche, denn nur wenn sich das Objekt zeitgleich davor befindet, wird es auch gespiegelt. Bei der Kamera sind es einerseits das Durchsehen durch die Linse, andererseits das Anschauen der Ergebnisse, also der Fotografien. Bei Carroll steigert sich das Be-trachten bis zu einer Lust des Schauens. Deshalb fotografiert er (meist) junge Mädchen, um sie nicht nur im Augenblick zu betrachten, sondern auch deren Antlitz zu speichern und verwendet Spiegel gerne als Requisiten. Die grundlegende Forschungsfrage lautet: „Zu welchem Zweck und auf welche Art und Weise werden Spiegel in den Alice im Wunderland Verfilmungen eingesetzt?“ Eine Ant-wort wird anhand der Analyse der ausgewählten Filmszenen deutlich. Es gibt in all den Szenen einen großen Wandspiegel im Wohnzimmer der Familie von Alice, durch den das Mädchen hindurchsteigt. Auf diese Weise gelangt es ins Wunderland und in einigen Fällen auch wieder zurück. Indem Alice die spiegelnde Fläche durchquert und dadurch die alltägliche Welt verlässt, findet gewissermaßen eine Reise in die eigene Seele bzw. in die des Traumes statt. Weiterführend beschäftigt sich der vorliegende Text mit anfangs aufgestellten Thesen, die da lauten: • Der Spiegel spielt eine zentrale Rolle in Alice hinter den Spiegeln, da er Alice als Portal/Eingang dient, ins Wunderland einzutreten. • Spiegel sind aufgrund ihres historischen Hintergrunds stark mit Aberglauben, Mystik und Psychologie aufgeladen. • Lewis Carroll hinterließ nichts dem Zufall in seinen beiden Alice-Romanen. Aus diesem Grund muss auch der Spiegel bewusst gewählt worden sein. • Das Wunderland kann auf vielfältige Weise interpretiert werden und lässt eine endgültige Lösung offen. Der Originalroman ist Kritik an der Viktorianischen Gesellschaft. Carroll schreibt mit seinem Romanen einen der ersten mit einer derart fantasievollen Welt, die noch dazu primär an Kinder gerichtet ist. Bis dato sind Kinderbücher gefüllt mit Verboten und dar-aus resultierenden Strafen. Mit „Alice im Wunderland“ sind Leser*innen eingeladen, gemeinsam mit Alice das Wunderland zu betreten.Hannah Kröll, BAMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Values in Action Inventory
In Studien wurden positive Zusammenhänge zwischen Charakterstärken und dem subjektiven Wohlbefinden gefunden. Allerdings wurde bei diesen Beziehungen nicht zwischen dem Ausprägungsgrad individueller Charakterstärken und der Präsenz im Leben der Befragten differenziert. In der vorliegenden Studie wurden die Beziehungen zwischen den Ausprägungen, bzw. der Präsenz der Charakterstärken und dem subjektiven Wohlbefinden, zwischen den Ausprägungen und der Präsenz der einzelnen Charakterstärken sowie zwischen der Präsenz und den Bewertungen der Charakterstärken durch das Umfeld untersucht (N = 140). Am stärksten ausgeprägt waren die Beziehungen zwischen den Ausprägungen der Charakterstärken Hoffnung, Tatendrang, Führungsvermögen, Dankbarkeit und Vergebungsbereitschaft und dem subjektiven Wohlbefinden (r = .40 bis .64). Hinsichtlich der Ausprägung und der Präsenz der einzelnen Charakterstärken zeigten sich kaum Unterschiede in den Beziehungen zum subjektiven Wohlbefinden. Die Beziehungen zwischen der Präsenz der Charakterstärken und der Ausprägung sowie zwischen der Präsenz und den Bewertungen des Umfelds waren moderat bis hoch. Die vorliegende Studie bietet einen Vergleich der Beziehungen zwischen den Ausprägungen, bzw. der Präsenz der Charakterstärken und dem subjektiven Wohlbefinden sowie den Bewertungen des Umfelds und der Präsenz.Hannah TrappeMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
Towards a Failure Analysis chatbot with Retrieval-Augmented Generation
At Infineon, Failure Analysis (FA) is a fundamental business process that prevents and identifies causes of non-conformant behavior in semiconductor devices. The FA process is a complex and time-consuming task involving various specialized laboratory tests and research analysis. To boost chances of success, it is significant that FA engineers have quick access to relevant information for a specific investigation. Current FA information systems store data in various formats distributed across file shares and databases. Given the substantial amount of data, navigating and searching for particular data, analyzing its content, and merging the information is challenging. Simple keyword-matching interfaces are deemed insufficient due to the high workload of FA engineers. The emerging capabilities of Large Language Models (LLM) have been successfully applied in numerous applications such as summarization, question answering, translation, text classifica- tion, and chatbots. To enhance the efficiency of the FA research process and exploit the full potential of FA data, this thesis harnessed the power of LLMs in the domain of FA. A universal search interface was implemented as a chatbot to which users can pose interactive queries and receive straight-to-point answers. Since the native usage of LLMs underperforms in the downstream application of a complex data domain, Retrieval-Augmented Generation (RAG) was selected as a cost-effective adaptation technique. RAG enables the incorporation of relevant FA data into the generation process of LLMs. Consequently, the LLM grounds its answers on relevant information, enhancing its performance in the domain of FA. In this work, various RAG architectures, namely Naive, Advanced, and Modular RAG, were implemented and assessed. For this purpose, user requirements and a first known FA benchmark dataset were collected containing five question categories FA engineers would ask a chatbot. Based on the test dataset, automatic and human evaluations revealed that a complex RAG pipeline is capable of generating high-quality responses to arbitrary questions for the domain of FA. The RAG pipeline and a suitable interface were deployed at Infineon‘s cloud services. As a result, FA engineers can utilize the implemented chatbot during their day-to-day operations, improving the efficiency and quality of FA research processes.Maik FichtenkammMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Zusammenfassung in deutscher Sprach
Wenn die Seele erstart : Traumapädagogik und Traumatherapie
„Die Heilung eines Traumas ist ein natürlicher Prozess, der durch ein inneres Gewahrsein des Körpers initiiert werden kann.“ (Levine, 19992, S. 43f.) Das Thema Trauma und deren Auswirkungen durchziehen in der heutigen Zeit zahlreiche Bereiche der Gesellschaft. Immer mehr Menschen erleben traumatische Erfahrungen und benötigen Unterstützung, um diese zu verarbeiten. In der Kinder- und Jugendhilfe gehört die Bewältigung von Traumata zu den alltäglichen Aufgabenbereichen. Dort wird vor allem eine Auseinandersetzung mit Traumaerfahrungen und die dazugehörigen Bewältigungsstrategien fokussiert. Daraus und aus meiner persönlichen, langjährigen Tätigkeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe ergeben sich für mich die Fragen: „Wie kann ein Trauma überwunden werden?“ und „Wie kann die Traumapädagogik den Alltag in der stationären Kinder- und Jugendhilfe erleichtern?“ Diese Fragen bilden den Kern meiner Masterarbeit, die sich mit den Themen Trauma, Traumapädagogik und Traumatherapie beschäftigt. Die täglichen Herausforderungen mit Kindern und Jugendlichen, die traumatische Erfahrungen erlebten und daraus Verhaltensweisen entwickeln, welche als destruktiv beschrieben werden können, sind für die sozialpädagogischen Fachkräfte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe teilweise schwer nachvollziehbar. Diese Verhaltensweisen führen zu Irritationen und Spannungsfelder im Umgang mit den jungen Menschen. Der Gedanke, dass diese Spannungsfelder zwischen Kindern, Jugendlichen und Betreuungspersonal aufgebrochen werden können, motivierte mich, mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Durch gezielte Fortbildungen und vertiefende Recherchen in der Fachliteratur stellte sich für mich die Frage, ob es möglich ist, ein Trauma zu überwinden und welche Unterstützung sowohl die Traumapädagogik als auch die Traumatherapie bieten können. Die vorliegende Masterarbeit gliedert sich in zwei Teile: einen theoretischen und einen empirischen Teil. Mithilfe von Fachliteratur erfolgt eine umfassende Recherche zum Thema Trauma, Traumapädagogik und Traumatherapie. Die grundlegenden Definitionen, Konzepte, Methoden und theoretischen Ansätze sollen untersucht werden. Dieses Wissen soll die Auswertung und Bearbeitung des zweiten, empirischen Teils der Masterarbeit unterstützen. Im theoretischen Teil der Arbeit wird nach den ersten neun Kapitel ein Zwischenfazit gezogen, dass das erlangte Wissen mit den Interviews von Iris, Anna, Lisa, Nina und Carina in Verbindung bringt. Das zweite Zwischenfazit wird die Ergebnisse zur Traumapädagogik zusammenfassen. Das letzte Zwischenfazit im theoretischen Teil wird nach der Auseinandersetzung mit der Traumatherapie gezogen. Es soll die gewonnen Erkenntnisse sammeln und zusammenfassen. Die Grounded Theory unterstützt dieses Vorgehen, bei dem Theorie und Praxis im stetigen Austausch stehen. Auf Grundlage des im theoretischen Teil angesammelten Wissens werden im empirischen Teil Expert*inneninterviews durchgeführt. Das Ziel ist es, das Wissen aus der Fachliteratur mit der Praxis zu verknüpfen. Die Interviews sollen Einblick geben, inwieweit Traumata überwunden werden können, welche Methoden und Ansätze dabei unterstützen und welche Risiken sich ergeben. Die Traumapädagogik wird als Werkzeug betrachtet, dass die Arbeit mit traumatisierten Menschen unterstützt. Die Forschung soll veranschaulichen, in welchem Ausmaß die Traumapädagogik allgemein unterstützt und den Alltag in der stationären Kinder- und Jugendhilfe erleichtert. Die Ergebnisse der Masterarbeit sollen einen umfassenden Einblick in die oben genannten Themenbereiche Trauma, Traumafolgen, Traumapädagogik und Traumatherapie geben und gleichzeitig praxisnahe Erkenntnisse liefern, welche die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im stationären Bereich erleichtern und unterstützen. Durch die Verbindung von theoretischem Fachwissen und praktischen Erfahrungen können wertvolle Grundlagen geschaffen werden, um traumatisierten Kindern und Jugendlichen gezielte Unterstützung zu bieten und die Frage nach der Überwindbarkeit von Traumata näher zu beleuchten.Katharina LangerMasterarbeit Universität Klagenfurt 202
Selektionsmechanismen im Kontext des Aufnahmeprozesses elementarpädagogischer Bildungseinrichtungen
Diese Masterarbeit analysiert den Zugangsprozess zur Frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) in Österreich und untersucht die Rolle der in diesem Zusammenhang relevanten Selektionsmechanismen. Sie hat zum Ziel, die Steuerung des Aufnahmeprozesses durch explizite und implizite Kriterien seitens der Trägerschaften sowie den Einfluss der Kindergartenleitung auf die Aufnahme in elementarpädagogische Einrichtungen zu ergründen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Beteiligung der Eltern und die Auswirkungen auf die Chancengerechtigkeit. Die Forschung basiert auf einer empirischen Untersuchung mittels Leitfaden- und Expert:inneninterviews mit Leiterinnen elementarpädagogischer Institutionen und einer detaillierten Analyse der gewonnenen Erkenntnisse, die mithilfe der Grounded Theory erfolgte. Diese zeigen, dass trotz teils einheitlicher Rahmen seitens der Trägerschaft implizite Kriterien der Kindergartenleitungen massive Auswirkungen auf den Entscheidungsprozess haben können. Subjektive Entscheidungen können zu systematischer Diskriminierung führen. Intransparente Verfahren und mangelnde Partizipation der Eltern tragen dazu bei, bestehende Ungleichheiten zu verstärken und die Chancen auf eine hochwertige frühkindliche Bildung ungerecht zu verteilen. Eine Lösung zur Förderung von Bildungsgerechtigkeit könnte darin bestehen, dass alle Institutionen transparente und faire Aufnahmeverfahren anwenden, die auf einheitlichen nachvollziehbaren Kriterien basieren. Dies könnte dazu beitragen, institutionelle Barrieren abzubauen und sicherzustellen, dass alle Kinder gleiche Chancen auf Bildung haben. Diese Untersuchung könnte als Basis für zukünftige wissenschaftliche Studien im Bereich der Elementarpädagogik dienen und trägt dazu bei, das Verständnis und die Professionalisierung dieses Feldes voranzutreiben.Johanna Kauder, BEdMasterarbeit Universität Klagenfurt 2024Abstract in englischer Sprach
Zwischen Liebe und Last: die Macht der Bindung in Beziehungen und wie Stress mit unseren Liebeseinstellungen zusammenhängt
Die vorliegende Studie untersucht die Zusammenhänge zwischen Bindungsstilen, Liebesstilen, Stressbelastung und Copingstrategien bei Erwachsenen. Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die negativen Auswirkungen unsicherer Bindungsstile auf Liebesbeziehungen zu beleuchten und zu analysieren, wie diese Stile mit Stresserleben und der Anwendung von Copingstrategien zusammenhängen. Ein weiteres Ziel besteht darin, zu untersuchen, ob Stress und Copingstrategien diese Beziehungen moderieren können. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden sieben Hypothesen formuliert. Es wurde angenommen, dass sowohl ängstliche als auch vermeidende Bindungsstile positiv mit konfliktreichen Liebesstilen korrelieren und vermeidende Bindungsstile negativ mit sicheren Liebesstilen verbunden sind. Darüber hinaus wurde erwartet, dass unsichere Bindungsstile mit höherem Stresserleben und weniger positiven Copingstrategien einhergehen. Schließlich wurde angenommen, dass Stress und Copingstrategien moderierende Effekte auf die Beziehungen zwischen Bindungsstilen und Liebesstilen haben. Die Datenerhebung erfolgte mittels einer Online-Umfrage mit 102 Erwachsenen, die Fragebögen zu demografischen Daten, Bindungsstilen, Liebesstilen, Stressbelastung und Copingstrategien ausfüllten. Die Analyse umfasste deskriptive Statistiken, Korrelationsanalysen, Regressionsanalysen und Mediationsanalysen, um die Hypothesen zu überprüfen. Die Ergebnisse bestätigten, dass ängstliche und vermeidende Bindungsstile signifikant positiv mit konfliktreichen Liebesstilen korrelieren und vermeidende Bindungsstile negativ mit sicheren Liebesstilen verbunden sind. Es zeigte sich zudem, dass unsichere Bindungsstile mit einem höheren Stresserleben verbunden sind, jedoch keine signifikanten negativen Zusammenhänge mit positiven Copingstrategien bestehen. Mediationsanalysen ergaben, dass Stress die negativen Auswirkungen von ängstlichen und vermeidenden Bindungsstilen auf konfliktreiche Liebesstile verstärkt, jedoch keinen signifikanten Einfluss auf sichere Liebesstile hat. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Bindungsstile für das Verständnis von Beziehungsdynamiken und Stresserleben. Sie zeigen auf, dass Stress als Mediator eine zentrale Rolle spielt, insbesondere in Bezug auf konfliktreiche Liebesstile. Diese Erkenntnisse bieten wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung von therapeutischen Interventionen, die darauf abzielen, die negativen Auswirkungen unsicherer Bindungsstile zu mildern und die Beziehungsqualität zu verbessern.Alexandra TurnovskyMasterarbeit Universität Klagenfurt 202