TATuP – Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis
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    Editorial

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    Degrowth und Postwachstum – Reflexionen zu Konzeptvielfalt und Nachhaltigkeitsbezügen

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    Mit den Themen "Degrowth" und "Postwachstum" wurde in den vergangenen Jahren Wachstumskritik wieder auf die politische und wissenschaftliche Agenda gehoben. Die Vielfältigkeit der Debatten zu systematisieren, gelingt bislang nur unzureichend. Gründe dafür werden in diesem Beitrag diskutiert. Zum einen bleiben die Begriffsbestimmungen von Wachstum bzw. Wachstumskritik und der Ideen von Degrowth bzw. Postwachstum häufig unausgeführt oder als Negativbegriffe (De-/Post-) unkonkret. Das kann den Vorzug bieten, viele Ideen unter einem Dach zu versammeln, erweist sich aber als problematisch im Hinblick auf Entwürfe von Alternativoptionen. Zum anderen fehlt es bisher, auch aufgrund der verbreiteten Ablehnung des Paradigmas nachhaltiger Entwicklung in diesen Debatten, an einem tragfähigen gesellschaftlichen Entwicklungsverständnis. Abschließend werden Vorschläge für eine allgemeine Bestimmung von Wachstumskritik und alternative soziologische Entwicklungskonzepte benannt.With discussions about de-growth and post-growth the criticism of growth has re-emerged on the political and scientific agenda over the last years. To systematise the diversity of the debates has hardly been attained so far. The article will discuss reasons for this. Firstly, the terms and concepts of growth and growth criticism as well as the ideas of de-growth/post-growth are often not determined or stay vague because of their negative connotations (de-/post-). That may offer the advantage of being able to assemble many ideas under one roof. However, it proves to be problematic with regard to alternative options for society. Secondly, solid conceptions of development are missing so far, not at least because of a widespread rejection of the sustainable development paradigm in these debates. The article suggests a general determination of growth criticism as well as alternative sociological conceptions of development

    Wahrnehmung, Bewertung und die Akzeptabilität von Technik in Deutschland

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    Sind die Deutschen technikfeindlich? Diese Frage erscheint in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Die empirische sozialwissenschaftliche Forschung hat ein bemerkenswert differenziertes Bild der Beurteilung von Technik in der Öffentlichkeit ermittelt. Zustimmung oder Ablehnung treffen nicht Technik als solche, sondern ganz konkrete Technologien und deren Anwendung. Ähnlich vielgestaltig wie die Bewertung unterschiedlicher Technologien sind die Gründe für Zustimmung oder Ablehnung. Maßgeblich sind Kriterien wie die wahrgenommenen Nutzen- und Schadenspotenziale und ihre Verteilung, ethische Unbedenklichkeit, die Einschätzung einer angemessenen Regulierung sowie das Vertrauen in Entwickler, Betreiber und Regulatoren. Daneben verlangt die Bevölkerung in wachsendem Maße nach direkter Mitwirkung bei technikbezogenen Entscheidungen.  Do Germans have a hostile attitude towards technology? This question does not seem current anymore. Empirical social-scientific research has identified a remarkably distinguished public image of technology. Approval or disapproval does not refer to technology as such, but to specific technologies and their application. And the reasons for approval or disapproval are as manifold as the assessment of different technologies. Relevant criteria are the perceived benefits and risks, ethical acceptability, the estimation of a reasonable regulation as well as trust in developers, operators and regulators. In addition, the public is increasingly asking for direct involvement in decisions on technologies

    Responsible Innovation for An Ageing Society: The Assisted Living Project

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    Die alternde Bevölkerung stellt eine große Herausforderung dar, der auch Innovationen und neu entwickelte Technologien Rechnung tragen müssen. Beiträge hierzu müssen allerdings in einem verantwortungsvollen Prozess gemeinsam mit der Gesellschaft entwickelt und nicht von außen aufgestülpt werden. Daher benötigt man das Wissen und die Erfahrung, wie verantwortliche Forschung und Innovation (RRI) für Technologien im Bereich der Sozialdienste erreicht werden kann. Das Projekt „Assisted Living“ beschäftigt sich in Norwegen mit dieser Herausforderung und zieht Vergleiche zu Deutschland und Großbritannien.The aging population is a grand challenge to which innovation and technology development must contribute. However, this contribution must be developed in a responsible process with society and not be pushed on society. For this reason we need to build knowledge and experience on how to achieve responsible research and innovation (RRI) in the field of welfare technologies. The Assisted Living project deals with this challenge in Norway and provides comparisons with Germany and UK

    Herausforderungen transdisziplinären Arbeitens im Reallabor „Wissensdialog Nordschwarzwald“

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    Das Reallabor „Wissensdialog Nordschwarzwald“ ist eng an den Nationalpark Schwarzwald gekoppelt: Wie lassen sich Chancen nutzen, die der Nationalpark für die nachhaltige Entwicklung der Region bietet? Was lässt sich aus den im Nationalparkgebiet stattfindenden ökologischen Prozessen lernen? Dies sind die zentralen Forschungsfragen des Projekts. Der vorliegende Beitrag stellt die Herausforderungen des spezifischen transdisziplinären Designs des Reallabors in den Vordergrund. Basierend auf Interviews mit Projektbeteiligten, dem Austausch in Projektgremien und eigenen Beobachtungen reflektieren die AutorInnen zentrale Designelemente sowie Kontextbedingungen des Projektes. Angesichts der besonderen Gegebenheiten des ländlichen Raumes postulieren sie den Bedarf, eine stärker an diesen angepasste Reallaborforschung zu entwickeln.The Real-world Laboratory “Knowledge Dialogue Northern Black Forest” is closely linked to the Black Forest National Park in Baden-Württemberg, Germany: How can one actually take advantage of the opportunities a national park offers for regional transformation towards sustainability, and what can be learnt from ecological processes in the park area? These are the project’s core questions. The following article focuses on the transdisciplinary project design and its challenges. Based on interviews with project members, discussions within project committees and own observations, the authors reflect on essential design elements and context conditions of the project. On this basis, they postulate a need for better adapting the real-world laboratory research to the specific conditions of rural areas

    Das ReparaturCafé als Transformationselement im urbanen Raum

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    Wenn es darum geht, neue Wege in Richtung einer Degrowth-Gesellschaft zu beschreiten, rücken Städte als Zentren von Konsum und Energieverbrauch in den Fokus. Nachhaltigkeit und Degrowth stehen als eng verwandte und sich gegenseitig bedingende Konzepte eng beieinander und müssen gemeinsam betrachtet werden, spielen sie doch bei der Beantwortung relevanter Zukunftsfragen eine zentrale Rolle: Wie können bspw. immer mehr Menschen auf begrenztem Raum und mit begrenzten Ressourcen in nachhaltiger Weise zusammenleben? Welche Mechanismen oder Elemente können hierzu beitragen? In Städten zeigen sich diese Herausforderung zum einen besonders deutlich, zum anderen können hier auch besonders gut Lösungsansätze entwickelt und erprobt werden. Im folgenden Beitrag wird zu diesem Zweck am Beispiel des Karlsruher ReparaturCafés untersucht, ob dieses als sozialökologische Praxisform einen Beitrag zu Degrowth leisten kann. Eine Schlussfolgerung ist, dass das ReparaturCafé wesentliche Facetten von Degrowth umzusetzen vermag und somit gut geeignet ist, eine Transformation hin zu einer Degrowth-Gesellschaft zu fördern.When exploring new avenues towards a Degrowth-Society cities as centers of consumption and energy usage become the focus of attention. Sustainability and Degrowth are close to each other and mutually dependent. Therefore they need to be considered together as they play an important role in finding answers for relevant questions regarding the future: How can an increasing population live on limited space and with limited resources in a sustainable way? Which mechanisms or elements could support more sustainable pathways? Cities are both, affected by those challenges and suitable places for developing and testing solutions. This paper reflects upon the “ReparaturCafé” in Karlsruhe and its potential as a socioeconomic praxis in order to contribute to Degrowth and its transformative potential in urban areas. It comes to the conclusion that “ReparaturCafés” are able to realize relevant aspects of Degrowth and therefore are well equiped for fostering a transformation to a degrowth-society

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