Universität Osnabrück: Open Journal Systems
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Mitbringsel – ein Seminar zum Thema Gastgeschenke
Mitbringsel sind etwas, was ich von einer Reise mitbringe oder mitgebracht bekomme. Sie übermitteln Erinnerungen und schaffen Wertschätzung. Bei Exkursionen, Kooperationensveranstaltungen oder Besuchen von aus- und inländischen Gästen werden Mitbringsel in Form von Gastgeschenken ausgetauscht. Dabei stellt sich die Frage: Was ist passend, angemessen … und handlich? Textilstudierende haben dazu Ideen entwickelt. Entstanden sind Prototypen wie ein Maßband aus veganem Ananasleder, auf Osnabrücker Gullydeckeln bedruckte Street-Art-Taschen, ein digital bestickter Travel Wrap, in archaischer Knüpftechnik geknotete Freundschaftsbänder oder eine in japanischer Amagurumi-Technik gehäkelte Friedenstaube
Recycling versus Fast Fashion – Auszüge aus einer Hausarbeit
Das zentrale Problem der Textilwirtschaft ist, dass Kleidung zum Wegwerfartikel geworden ist. Weltweit haben sich die Bekleidungsproduktion von 2000 bis 2014 verdoppelt, die Nutzungsdauer halbiert und die Verbraucherpreise gesenkt. Der Textilsektor steht an vierter Stelle bei der Nutzung von Primärrohstoffen und Wasser und an Platz fünf bei den Treifhausgasemissionen. Die geringe Wertschätzung und Verschwendung von Ressourscen zeigt sich in der mangelnden Weiterverwertung. Weltweit werden weniger als ein Prozent der Textilien Faser-zu-Faser recycelt. Hilke Spannhoff setzt sich in ihrer Hausarbeit mit den Recyclingversprechen der Modeindustrie auseinander
Vocational Education and Training (VET) in Different National Contexts: Between Marginalisation, Ideology and Reforms
Verlorene Zeit – Zeiterfahrungen junger erwachsener Geflüchteter
Dieser Beitrag untersucht Zeiterfahrungen junger erwachsener Geflüchteter anhand einer Fallstudie im Landkreis Holzminden in Niedersachsen an der Schnittstelle von Jugend- und Migrationsforschung. Basierend auf Interviews mit Geflüchteten zwischen 18 und 29 Jahren werden drei zentrale Achsen der Zeiterfahrung herausgearbeitet: konfligierende Zeiterfahrungen in Bezug auf den Lebensabschnitt, Zeiterfahrungen auf dem Bildungsweg und die Zukunftsplanung. Anhand dieser drei miteinander verwobenen Perspektiven wird gezeigt, dass die spezifischen Zeiterfahrungen junger Geflüchteter im Übergang zum Erwachsenleben von zeitlicher Unsicherheit, gegenläufigen Zeitlichkeiten und einem großen Zeitverlust geprägt sind, die insbesondere durch den (unsicheren) Aufenthaltsstatus bedingt sind.
Lost Time – Experiences of Time among Young Adult Refugees
This article examines time experiences of young adult refugees by means of a case study in the district of Holzminden in Lower Saxony at the interface of youth research and migration studies. Based on interviews with refugees between the ages of 18 and 29, three central axes of time experience are elaborated: conflicting time experiences in relation to life stage, time experiences on the educational path, and planning for the future. On the basis of these three interwoven perspectives, it is shown that the specific time experiences of young refugees in the transition to adulthood are characterized by temporal uncertainty, conflicting temporalities and a great loss of time, which are particularly caused by the (uncertain) residence status
VET Teacher and Trainer Education: VET Teacher and Trainer Education International Approaches and Perspectives
Die Förderung sozialen Engagements Drittstaatenangehöriger in Vereinen als Aufgabe der Sozialen Arbeit
Third-country nationals are strongly underrepresented among volunteers, as noted by Johannes Eick and Markus Ottersbach in their contribution “Promoting the social engagement of third-country nationals in associations as a task of social work. Findings and recommendations from an evaluation study in North Rhine-Westphalia” in this issue. The authors identify the continued presence of local associations, the development of sustainable relationships and the long-term support of new volunteers as key factors for success. 3. Baue
Occhi – filigrane Spitze neu interpretiert
In einem Seminar setzten sich Studierende mit der fast vergessenen historischen Knüpf- bzw. Knotentechnik des Occhi auseinander. Die Anregung entstand im Dialog mit Maria Spitz, Textilkuratorin am Museum Draiflessen in Mettingen. Ein Schwerpunkt lag auf der Gestaltung von Kragen und Halsschmuck. Einen wertschätzenden Abschluss fand die Kooperation in der Präsentation der Ergebnisse im Blauen Raum des Museums Draiflessen Collection in Mettingen
Sitzwerk – ein Seminar zu nachhaltigem Möbeldesign
Im Seminar Sitzwerk – Nachhaltiges Möbeldesign ging es um die handwerklichen Traditionen der Polsterei und Tischlerei unter nachhaltigen Gesichtspunkten. Ziel war es, funktionstüchtige Sitzmöbel herzustellen, unter Berücksichtigung des schonenden Einsatzes von Ressourcen. Die Leitung lag bei dem Raumausstattermeister Klaus Schmidt, der durch den Tischlermeister der Universität, Jürgen Menkhaus, unterstützt wurde. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Kooperation zwischen Universität, Handwerk und Industrie, die durch eine Kooperation mit dem Textilverlag JAB Anstoetz ermöglicht wurde.  
Die bunte Welt der Mode – die Modedesignerin Miuccia Prada – Auszüge aus einer Hausarbeit
Prada wurde 1913 in Mailand von Mario Prada gegründet mit einem Sortiment hochwertiger Lederaccessoires. Nach dem Tod Mario Pradas übernahm dessen Tochter Luisa das Label, bevor die Leitung 1978 an deren Tochter Miuccia Prada überging. Sie führte das Label zu internationalem Erfolg. Dazu gehörte die Erweiterung des Sortiments auf Mode, die Verbindung von Kunst, Kultur und Mode mit einer eigenen Stiftung sowie die Entwicklung eines Modestils, der Tradition mit Neuem und Luxus mit Bescheidenheit verbindet
On the Margins: Jovan Ritopečki’s Photographs of Migrant Housing in 1970s Vienna
This article explores the representation of precarious living conditions and societal marginalization of migrants in photographs, as illustrated by a specific series of 30 black and white photo negatives taken by the Yugoslav photo reporter Jovan Ritopečki (1923–1989) on the periphery of Austria’s capital, Vienna, in 1973. These portray an accommodation for Yugoslav workers, stored in the photographer’s archives and entitled »the House of Horror«. Through the employment of exemplary microanalysis, the article demonstrates how specific photographic meanings are constituted through the intersection of practices, discourses, and modes of use. In this regard, the photographic depiction of migration experiences, the photographer’s methods of approaching the subject, as well as the photographs’ contexts of transmission are analyzed. Discussions will involve how Ritopečki’s photographs convey migrant experiences and to what extent the photographer’s biographical background and social positioning as a professional photographer and migrant himself, shaped his approach to the subject. The article demonstrates that analyzing the transnational context of transmission and use of the photographs helps to understand the historic horizons of meaning and expectations displayed in the pictures.
Am Rande: Jovan Ritopečkis Fotografien von migrantischen Wohnverhältnissen im Wien der 1970er Jahre
Dieser Beitrag untersucht die Darstellung prekärer Lebensbedingungen und gesellschaftlicher Marginalisierung von Migrant*innen in Fotografien. Den Ausgangspunkt bildet eine Serie von 30 Schwarz-Weiß-Negativen, die der jugoslawische Fotoreporter Jovan Ritopečki (1923–1989) in einer Unterkunft für jugoslawische Migrant*innen an der Peripherie der österreichischen Hauptstadt Wien im Jahr 1973 aufgenommen und in seinem fotografischen Archiv mit dem schriftlichen Hinweis »Haus-des-Schreckens« abgelegt hat. Anhand einer exemplarischen Mikroanalyse soll aufgezeigt werden, wie sich spezifische fotografische Bedeutungen in einem Feld miteinander verwobener Praktiken, Diskurse und Gebrauchsweisen konstituieren. Dafür werden die Darstellung von Migrationserfahrungen im Medium der Fotografie, die konkreten Bildpraxen des Fotografen und die Kontexte der Überlieferung analysiert. Es wird untersucht, wie sich Erfahrungen der gesellschaftlichen Marginalisierung im Bild zeigen und inwiefern die soziale Positioniertheit des Fotografen, der sowohl professioneller Fotograf war als auch selbst über Migrationserfahrung verfügte, seine Herangehensweise an das Thema geprägt haben. Der Beitrag zeigt, dass die Analyse des transnationalen Verbreitungs- und Nutzungskontextes der Fotografien dazu beiträgt, den historischen Deutungs- und Erwartungshorizont zu verstehen, in dem die Bilder wirkten