Universität Osnabrück: Open Journal Systems
Not a member yet
230 research outputs found
Sort by
Die Brille - Eine Objektgeschichte vom Lesestein zu Google Glass
Wohin kann ein Objekt mich führen, wenn ich bereit bin, neugierig Fragen zu stellen, zuzuhören und offen zu sein? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Studierenden des Seminars „Die Brille – Eine Objektgeschichte vom Lesestein zu GoogleGlass“ gemeinsam mit ihrer Dozentin Lena Küppers im Sommersemester 2020. Ausgehend von der Brille als Objekt waren die Student_innen dazu aufgefordert, sich mit den verschiedenen Aspekten der Sehhilfe auseinanderzusetzen. Die Aufsätze zeigen einen Ausschnitt aus der Fülle an Themen, die sich über die Brille erschließen lassen. Neben Kultur- und Modegeschichte entstanden Texte zur Stereotypenbildung und Vorurteilen sowie medizinischen Aspekten
Das Projekt „Dialog- und Lernplattform zur Unterstützung und Stärkung muslimischer und alevitischer Sozialarbeit vor Ort“
Der Artikel von Ismail E. Gunia, Serkan Özaltan und Stefan Rieker bietet detaillierte Einblicke in das Projekt „Dialog- und Lernplattform zur Unterstützung und Stärkung muslimischer und alevitischer Sozialarbeit vor Ort“, welches seit dem Jahr 2020 in NRW in 18 Städten und Kommunen durchgeführt wird. An dem Projekt sind 17 Spitzenverbände der freien kommunalen Wohlfahrtspflege in NRW beteiligt, die jeweils mit lokalen Initiativen und Vereinen der muslimischen Zivilgesellschaft kooperieren. Die vielfältigen Aktivitäten in den fünf Projektbausteinen zielen unter anderem auf eine bessere Vernetzung, Bedarfsklärung und Betreuung der Initiativen und Vereine ab
Grenze, Bewegung, Beunruhigung. Skizze einer zugehörigkeitstheoretisch informierten Migrationsforschung
Migrationsbewegungen irritieren die mit symbolischen, strukturellen, rechtlichen sowie territorialen Grenzen verbundenen und von diesen hervorgebrachten Zugehörigkeitsordnungen. Aus diesem Grund sind Krisendiskurse Kennzeichen migrationsgesellschaftlicher Wirklichkeit. Ein empirisch wirksamer migrationsgesellschaftlicher Krisendiskurs greift auf den Topos der Bedrohung zurück. Der Bedrohungsdiskurs ist kennzeichnend für öffentliche Verhandlungen von Migration, weil in diesem die Gefährdung der vorherrschenden Zugehörigkeitsordnung plausibel gemacht und gleichzeitig regulative Krisenlösungsverfahren auf den Weg gebracht werden können. Dort, wo sich Krisendeutungen etwa mit Hilfe von bedrohungsinszenierungen herausprägen, werden Zugehörigkeitsordnungen durchgesetzt.
Border, Movement, Disquiet. Migration Research in the Framework of Belonging Theory
Migration movements disquiet the orders of belonging associated with and generated by symbolic, structural, legal and territorial borders. For this reason, crisis discourses are significant for societal reality shaped by migration. An important discourse on crisis regarding migration falls back on the topic of the threat. The discourse of threat is characteristic of public negotiations on migration, because in this discourse the threat to the dominant order of belonging can be made plausible and at the same time regulatory resolution procedures can be initiated. Wherever crisis interpretations prevail, for example with the help of staged threats, orders of belonging are enforced
Postmigrantische Stadt: Eine neue Topographie des Möglichen
Sozio-historische Studien legen nahe, dass der Topos einer Sesshaftigkeit über mehrere Generationen hinweg ein Mythos ist. Vor allem Städte wären ohne Migration kaum denkbar. Migration, Stadtentwicklung und Urbanität werden in diesem Artikel aus einer Perspektive betrachtet, die wir als postmigrantisch bezeichnen. ›Stadt ist Migration, Stadt ist Vielheit‹ sind die Grundgedanken, die der postmigrantischen Idee zugrunde liegen. Etablierte Gewissheiten werden gegen den Strich gelesen, hegemoniale Vorstellungen aus der Perspektive und Erfahrung der Migration neu gedacht.
Migration wird nicht mehr als Sonderobjekt der Forschung, als gesellschaftliches Randphänomen betrachtet, sondern ins Zentrum gerückt und zum Ausgangspunkt weiterer Analysen gemacht. Dies soll am Beispiel der postmigrantischen Ökonomie diskutiert werden. Anhand von Fallbeispielen aus Salzburg wird die Relevanz aufgezeigt, die soziale Kontakte und die Aktivierung grenzüberschreitender Ressourcen für Gründung und Nachhaltigkeit eines Unternehmens haben können.
Postmigrant City: A New Topography of the Possible
Socio-historical studies suggest that sedentariness over several generations is a myth. Cities in particular would be unthinkable without migration. Migration, urban development and urbanity are considered in this article from a perspective that we call post-migrant. ›City is migration, city is multiplicity‹ are the basic ideas underlying the postmigrant idea. Established certainties are read against the grain, hegemonic ideas are rethought from the perspective and experience of migration.
Migration is no longer regarded as a special object of research, as a marginal social phenomenon, but is instead placed at the centre and made the starting point for further analyses. This will be discussed using the example of post-migrant economy. Case studies from Salzburg will be used to demonstrate the relevance that social contacts and the activation of cross-border resources can have for the establishment and sustainability of a business
Migration Research and Policy Consultancy in the People’s Republic of China
This article starts by giving an overview of China’s migration situation during the years preceding the COVID-19 pandemic. In the following, the authors take stock of Chinese scholarship on migration and specialized research institutions that have developed in China. They aim to clarify the involvement of academic and other institutions in migration-related policy consultancy. The article highlights clear gaps in knowledge and public awareness about the possibly existing links between academic research and policymaking, and the extent to which Chinese scholarship may be informing relevant policymaking. Future research is warranted as China’s migration situation, like its society, is experiencing massive change again due to COVID-19. In the summer of 2020, the first groups of selected foreign nationals were allowed to return to China. It remains to be seen how many foreign nationals will opt to return and when. It is also uncertain how many foreign nationals will decide to immigrate and take up employment in China. While there is great uncertainty about the medium- and long-term future of immigration to China and the country’s overall future development, the relevance for migrationrelated research and policy consultancy is likely to grow due to China’s interest in relaunching its economy, in attracting foreign professionals, and in continuing its engagement with other countries.
Migrationsforschung und Politikberatung in der Volksrepublik China
Dieser Artikel gibt zunächst einen Überblick über die Migrationssituation Chinas in den Jahren vor der COVID-19-Pandemie. Im Folgenden ziehen die Autoren eine Bilanz der chinesischen Migrationsforschung und der spezialisierten Forschungseinrichtungen, die sich in China entwickelt haben. Sie zielen darauf ab, die Beteiligung akademischer und anderer Institutionen an migrationsbezogener Politikberatung zu klären. Der Artikel weist auf wesentliche Lücken öffentlichen Bewusstseins über die möglicherweise bestehenden Verbindungen zwischen akademischer Forschung und politischer Entscheidungsfindung hin. Er zeigt außerdem auf, inwieweit die chinesische Wissenschaft die relevante politische Entscheidungsfindung in Zukunft beeinflussen könnte. Eine Ausweitung der Forschungsarbeit und der Beratung der Politik durch die Wissenschaft ist angezeigt. Chinas Migrationssituation hat sich unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie stark verändert. Im Sommer 2020 wurde bereits ersten Gruppen ausgewählter ausländischer Staatsangehöriger die Rückkehr gestattet. Es bleibt abzuwarten, wie viele von ihnen sich für eine dauerhafte Rückkehr und erneute Beschäftigungsaufnahme in China entscheiden werden und wann eine umfangreichere Remigration einsetzen wird. Während es große Unsicherheit über die mittelund langfristige Zukunft der Einwanderung nach China gibt, dürfte die Relevanz von migrationsbezogener Forschung und Politikberatung dennoch zunehmen, da China stark daran interessiert ist, seine Wirtschaft wieder anzukurbeln, ausländische Fachkräfte anzuziehen und sein eigenes Engagement in anderen Ländern fortzusetzen, unter anderem durch die fortgesetzte Anwerbung von internationalen Studierenden
Heute Differenz, morgen Ähnlichkeit – Ein Ausblick für die Soziale Arbeit
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit ähnlichkeitsorientiertem Denken in der Sozialen Arbeit. Gutgemeinte Konzepte können bei einer unreflektierten Umsetzung das Gegenteilige bewirken: So werden an gewissen Stellen Barrieren reproduziert, wo sie ursprünglich abgebaut werden sollten. Ein ähnlichkeitsorientiertes Denken kann in der Sozialen Arbeit als eine wichtige Ressource betrachtet werden, die Dichotomien, statisches Denken und kulturelle Hierarchisierungen auflösen kann
Basadi Women – Ein textiles Projekt in Südafrika
Kernpunkt der vorliegenden Masterarbeit ist die didaktische Begründung von Umsetzungsmöglichkeiten eines Curriculums für das Basadi Women’s Project in Fobene Village, Südafrika. Im Basadi Women’s Project geht es darum, die Existenzgrundlage für Frauen im ländlichen Raum Südafrikas durch Textilarbeit nachhaltig zu verbessern. Die Masterarbeit beschäftigt sich mit der Situation von Frauen in strukturschwachen Regionen Südafrikas, mit den Folgen von Kolonialzeit und Apartheid, der ungleichen Landbesitzverteilung, der Diskrimierung der schwarzen Bevölkerung, der wirtschaftlichen Defizite und der Diskrepanz zwischen Arm und Reich in Südafrika. Die Masterarbeit entwickelt ein didaktisches Konzept für die Textilarbeit benachteiligter Frauen am Beispiel des Basadi Women’s Project in Südafrika