German Sport University Cologne

Deutsche Sporthochschule Köln: eSport
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    Die Trainertätigkeit im Profifußball - Eine multimethodale Anforderungsanalyse zur Optimierung des Fußball-Lehrer-Lehrgangs

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    Zusammenfassung Die stetigen Veränderungen im Profifußball haben große Auswirkungen auf die Trainertätigkeit. Der Trainer im Profifußball begegnet immer wieder neuen Anforderungen, denen er gerecht werden muss. Diesen stetigen Veränderungen und neuen Anforderungen muss auch die Trainerausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie Rechnung tragen, weswegen diese Arbeit das Ziel verfolgt, konkrete Anforderungen von Trainern im Profifußball zu erheben, um im Anschluss daran, die Ausbildung zum Fußball-Lehrer optimieren zu können. Mittels eines multimethodalen Ansatzes werden drei Fragestellungen untersucht, die sich mit Kriterien zur Beurteilung von Trainerleistung und von kompetentem Handeln, Tätigkeiten und Aufgaben von Trainern im Profifußball und Verbesserungsvorschlägen für die Ausbildung zum Fußball-Lehrer befassen. Die eingesetzten Methoden reichen von Literaturanalysen über Beobachtungsbögen, Interviews, konzentrischen Kreisen bis hin zu einer Online-Fragebogenstudie. Betrachtet man die Ergebnisse dann zeigt sich, dass der Erfolg allein nicht ausreicht, um eine gute Trainerleistung zu beschreiben. Vielmehr müssen ganzheitlichere Ansätze zur Lösung dieses Problems herangezogen werden. Die konkreten Anforderungen an einen Trainer im Profifußball lassen sich durch 15 Aufgaben charakterisieren. Die Optimierung der Ausbildung zum Fußball-Lehrer könnte über eine fächerübergreifende Vermittlung der Inhalte realisiert werden. Zukünftig sollten innerhalb experimenteller Untersuchungen vor allem untersucht werden, ob sich weitere Kriterien zur Beurteilung von Trainerleistung und konkrete Aufgaben finden lassen, um sicherzustellen, dass eine dynamische Entwicklung der Ausbildung zum Fußball-Lehrer Einzug hält. Summary The constant changes in professional soccer have great impact on the coach. The coach in professional soccer has ever-changing demands, which he has to cope with. These constant changes and new requirements have to be taken into account of the coach education at the Hennes Weisweiler Academy. This thesis aims to raise specific requirements of professional soccer coaches, in order to subsequently optimize the education for soccer coaches. Using a multimethodological approach, three issues are examined: Criteria for judging the performance of a coach, activities and responsibilities of coaches in professional soccer and suggestions for improving the education for soccer coaches. The used methods range from literature analysis to observation sheets, interviews, concentric circles, to an online questionnaire study. Results show that the outcome is not sufficient to describe a good coach performance. Rather holistic approaches are used to solve this problem. The specific requirements for a coach in professional soccer can be characterized by 15 tasks. The optimization of education for soccer coaches could be realized with a cross-disciplinary course content. In the future, additional criteria for judging the performance of a coach and concrete tasks should be investigated. Especially the ensureance that the dynamic development of the education of the soccer coach keeps on track within experimental investigations

    Force potential and functional adaptation of human toe flexor muscles

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    Zusammenfassung: Die Evolution des menschlichen Gangs wird weitreichend diskutiert. Es konnte gezeigt werden, dass sich das Skelettsystem, insbesondere Becken, Beine und Füße, durch die zweibeinige Fortbewegung über Millionen Jahre hinweg angepasst hat. So wird beispielsweise die Dorsalflexion der Zehen im Zehengrundgelenk als typisches Merkmal der aufrechten Fortbewegung des Menschen angesehen. Der moderne Mensch beugt die Zehen mehr Richtung Fußrücken als der Schimpanse oder der Gorilla. Durch die ständig wiederholte Dorsalflexion der Zehen während der aufrechten Fortbewegung sind die Gelenkflächen der proximalen Zehenglieder und der Metatarsalköpfchen beim heutigen Menschen mehr dorsal orientiert als bei unseren Vorfahren. Die Muskeln mussten sich dabei den neuen Aufgaben der zweibeinigen Fortbewegungsstrategie anpassen und ihre Struktur und Position verändern. So sind beispielsweise die langen Zehenbeugemuskeln des Menschen deutlich kleiner als die des Gorillas, da der menschliche Fuß seine greifende Funktion nahezu verloren hat. Die großen Beinstreckmuskeln des Menschen an Hüft-, Knie- und Sprunggelenk halten den Körper aufrecht und beschleunigen ihn in der Fortbewegung. Zahlreiche Studien befassten sich mit der maximalen Kraft dieser Muskeln und dem funktionellen Anpassungspotential durch isometrisches Maximalkrafttraining. Mit der Insertion des Triceps surae am Fersenbein endet jedoch die Kette der mehrgliedrigen Muskelantriebe. Das letzte Glied in dieser Kette, nämlich der Bereich zwischen Sprunggelenk, Zehengrundgelenk und den Zehen ist bezüglich seiner Muskulatur in der Literatur nur unzureichend beschrieben worden. Und das, obwohl der Fuß täglich hohen Lasten ausgesetzt ist und als letztes Glied dieser Kette die Energien auf den Untergrund überträgt. In diesem Bereich wirken Muskeln, die vom Unterschenkel bzw. vom Fersenbein bis vor zu den Zehen verlaufen, die sog. Zehenbeugemuskeln. Folgende Fragen stellten sich für diese Arbeit: (1) Welche Momente können menschliche Zehenbeuger generieren? (2) Wie hoch ist ihre funktionelle Anpassungsfähigkeit? (3) Welchen Effekt hat eine erhöhte Maximalkraft der Zehenbeuger auf die Funktionalität des Fußes in der alltäglichen Lokomotion und die sportmotorische Leistung? (4) Wie können Zehenbeuger in der sportpraktischen Anwendung trainiert werden? Die erste Studie der Arbeit untersuchte die Moment-Winkel-Relation der Zehenbeuger am Zehengrundgelenk bei maximalen, willkürlichen, isometrischen Kontraktionen in Abhängigkeit der Positionierung von Sprung- und Zehengrundgelenk. Zwanzig Männer führten in einem speziell konzipierten Dynamometer maximale, willkürliche, isometrische Kontraktionen der Zehenbeuger durch. Dabei wurden die externen Drehmomente am Zehengrundgelenk ermittelt. Sprung- und Zehengrundgelenkswinkel wurden nach jeder Kontraktion verändert. Die Momente schwankten zwischen 6.3 ± 2.6 Nm und 14.2 ± 5.8 Nm. Die höchsten Momente wurden bei 0°-10° Dorsalflexion im Sprunggelenk und 25°-45° Dorsalflexion im Zehengrundgelenk, die niedrigsten Momente bei 35° Plantarflexion im Sprunggelenk und 0° Dorsalflexion im Zehengrundgelenk generiert. Es konnte gezeigt werden, dass bei einer Plantarflexion im Sprunggelenk eine Dorsalflexion im Zehengrundgelenk notwendig ist, um einer ungünstigen Moment-Winkel-Relation der Zehenbeuger entgegenzuwirken. Die Dorsalflexion im Zehengrundgelenk sollte demnach in der Abstoßphase der Fortbewegung gewährleistet sein und nicht durch erhöhte Steifigkeiten von Schuhmittelsohlen oder Einlagen verringert werden. In der zweiten Studie der Arbeit wurden die Zehenbeugemuskeln über sieben Wochen einem kontrolliert erhöhten mechanischen Reiz ausgesetzt. Nach der Intervention wurden die funktionelle Anpassung der Zehenbeuger und der Effekt einer erhöhten Maximalkraft auf Fortbewegungsmuster und die sportmotorische Leistung untersucht. 15 Männer führten sieben Wochen (560 Kontraktionen) ein hochintensives Krafttraining der Zehenbeuger bei 90% der maximalen, willkürlichen, isometrischen Kontraktion durch. Vor und nach der Intervention wurden die maximalen Plantarflexionsmomente an Sprung- und Zehengrundgelenk in speziell konzipierten Dynamometern ermittelt. Bewegungs- und Belastungsanalysen (Inverse Dynamik) wurden während des Gehens, Laufens, Vertikal- und Horizontalspringens durchgeführt. Die sportmotorische Leistung wurde anhand der Flughöhe und Sprungweite bestimmt. Die linken (0.21 zu 0.38 Nm kg-1; P < 0.001) und rechten (0.24 zu 0.40 Nm kg-1; P < 0.001) Plantarflexionsmomente am Zehengrundgelenk im Dynamometer, die externen Dorsalflexionsmomente am Zehengrundgelenk während des Weitspringens (0.69 zu 0.75 Nm kg-1; P = 0.012) und die Sprungweite (2.25 zu 2.31 m; P = 0.006) erhöhten sich signifikant. Die Zehenbeuger reagierten bereits nach wenigen Wochen sehr deutlich auf die erhöhte mechanische Belastung und steigerten ihre Maximalkraft um 60-70%. Die erhöhte Maximalkraft steigerte die sportmotorische Leistung speziell in „lean-forward“ Situationen. In der dritten Studie der Arbeit wurde versucht, die Zehenbeugemuskeln durch Athletiktraining und spezielle Schuhmittelsohlkonstruktionen zu stimulieren. Die Studie untersuchte die Effekte eines dreiwöchigen Athletiktrainings mit unterschiedlichen Mittelsohlsteifigkeiten auf die Kraft der Zehenbeuger. 47 Sportstudentinnen nahmen an der Studie teil und wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die Experimentalgruppe und die Trainingskontrollgruppe führten ein hochintensives Athletiktraining (3 Wochen, 5 Einheiten pro Woche, 30 Minuten pro Einheit) durch. Die Experimentalgruppe trug dabei einen Minimalschuh, die Trainingskontrollgruppe trainierte mit ihrem eigenen, konventionellen Sportschuh. Die Basiskontrollgruppe trainierte nicht. Um die Trainingseffekte auf die Kraft der Zehenbeuger zu analysieren, wurden vor und nach der Intervention maximale, willkürliche, isometrische Kontraktionen der Zehenbeuger in 0° und 25° Dorsalflexion des Zehengrundgelenks durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass (1) in der 0°-Position im Zehengrundgelenk die Drehmomente in der Experimental- (P < 0.01) und Trainingskontrollgruppe (P < 0.05) signifikant erhöht waren und sich zudem signifikant (P < 0.05) zur Basiskontrollgruppe unterschieden; (2) in der 25°-Position die Drehmomente in der Experimentalgruppe, jedoch nicht in der Trainings- und Basiskontrollgruppe (P > 0.05), signifikant (P < 0.01) erhöht waren. In dieser Gelenkwinkelposition unterschied sich die Experimentalgruppe signifikant (P < 0.05) zur Trainings- und Basiskontrollgruppe. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Zehenbeuger durch hochintensives Athletiktraining mit Minimalschuhen gekräftigt werden können. Die Zehenbeuger generierten in den drei Studien Drehmomente zwischen 6-31 Nm. Die Drehmomente waren abhängig vom Trainingszustand der Muskeln und den Winkelpositionen im Sprung- und Zehengrundgelenk. Die Zehenbeuger konnten ihre isometrische Maximalkraft je nach Trainingsreiz um 15-70% steigern und zu einer Erhöhung der sportmotorischen Leistung beitragen. Abstract: The evolution of human gait is widely discussed. It was shown that million years of bipedal locomotion enforced specialization of the skeleton, especially of the pelvis, the legs and the feet. For example, dorsal flexion of the toes is a typical feature of human gait. The modern human flexes the toes considerably more dorsal than the chimpanzee or the gorilla do. Due to a reiterate toe dorsal flexion during gait, the articular surfaces of the proximal phalanges and the metatarsal heads are oriented more dorsally in modern humans than in our ancestors. With the new bipedal strategy, muscles had to adapt to new tasks and changes in muscles’ structure or position were required. For instance, the long toe flexor muscles are much smaller than in the gorilla suggesting that the human foot lost its grasping capability. In humans, powerful extensor muscles of the hip, knee and ankle joints accelerate the body forward during locomotion. Force potential and functional adaptability of the major leg extensor muscles gluteus maximus, quadriceps femoris and triceps surae are widely investigated. Since the triceps surae muscle inserts at the calcaneus, it is interesting that no other studies in the current literature examined the missing link between the rearfoot and the forefoot represented by muscles proceeding from the shank and the calcaneus to the toes. Therefore, the aims of this work were to (1) examine the potential of human toe flexor muscles to produce force; (2) determine the functional adaptability of toe flexor muscles and the effects of increased force potential to walking, running and jumping performance; (3) provide a facility to stimulate toe flexor muscles by athletic training and footwear. Main findings and conclusions: The aims of this work were to (1) examine the potential of human toe flexor muscles to produce force; (2) determine the functional adaptability of toe flexor muscles and the effects of increased force potential on walking, running and jumping performance; (3) provide a facility to stimulate toe flexor muscles by athletic training and footwear. The results of this work imply that toe flexor muscles • produce maximal voluntary moments of about 14 Nm around the MPJ in 0°-10° ankle dorsal flexion and 25°-45° MPJ dorsal flexion. Lowest moments of 6 Nm are produced in 35° ankle plantar flexion and neutral MPJ position. • produce MPJ moments of 31 Nm after seven weeks training intervention. Toe flexor muscles highly respond (60-70%) to increased mechanical stimuli within a few weeks. Toe flexor muscle strengthening does not influence walking, running and vertical jumping performance in the sagittal plane but increases MPJ dorsal flexion moments (9%) and jump distance (3%) in horizontal jumping. • highly respond (13-20%) to increased mechanical stimuli applied by high intensive athletic training with minimal footwear within three weeks. Strength increases of nearly 10% (in 25° MPJ dorsal flexion) due to the choice of training footwear are expected. The force potential of toe flexor muscles is a function of ankle and MPJ angles. If the ankle is plantar flexed, dorsal flexion of the MPJ avoids a disadvantage of the moment-angle relationship of toe flexor muscles. Therefore, MPJ dorsal flexion is an advantageous function in the push-off phase of human locomotion to work against the loss of the mechanical output at the forefoot caused by plantar flexion of the ankle. Considering that, the stiffening of shoes and insoles to decrease energy dissipation at the MPJ seems to be controversial. Compared to other leg muscles, toe flexor muscles produce small moments (6-10% of the moments produced by ankle plantar flexor muscles and 3-8% of the moments produced by knee extensor muscles), but clearly adapt to increased mechanical stimuli (13-70%) within few weeks. Strength training and athletic training with flexible footwear increase the mechanical output of toe flexor muscles at the forefoot noticeably. This high potential of adaptation suggests that toe flexor muscles are not commonly used during daily activities and sports maybe due to the stiffening of shoes and the low willingness of walking or training barefoot or with minimal shoes. However, toe flexor muscles are able to contribute force to movements in which the athlete leans forward and therefore facilitate athletic performance enhancement. Typical lean-forward situations are found in phases of body’s high acceleration immediately after starting a movement in anterior direction (e.g. in sprint starts and cutting manoeuvres). In consideration of the potential of toe flexor muscles to enhance performance, strengthening of toe flexor muscles should be an important part of athlete’s training. The choice of training footwear provides an important opportunity to strengthen foot muscles and to make a contribution to performance enhancement. If TFM counteract dorsal metatarsal strain, one can assume that strong TFM should be advantageous in terms of fatigue resistance, metatarsal stress reduction and therefore injury prevention. But further studies are necessary to evaluate these assumptions

    Auswirkungen eines 12-monatigen Ausdauertrainings bei Personen mit Multipler Sklerose – Betrachtung in Abhängigkeit des Schweregrads der Fatigue

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    Bei Personen mit MS stellt die Fatigue nicht nur eines der häufigsten Symptome dar, es ist außerdem ein Symptom mit besonders weitreichenden negativen Folgen auf die Lebensqualität der Betroffenen. Ziel dieser Arbeit war es, die Auswirkungen eines moderaten Ausdauertrainings in Abhängigkeit der Fatigue auf die Parameter Lebensqualität und depressive Symptome sowie auf ausgewählte physiologische Parameter zu untersuchen. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Veränderungen der Fatigue bei Personen mit hoher Ausgangs-Fatigue durch ein moderates Ausdauertraining. Bisweilen liegen keine langfristigen Trainingsinterventionsstudien bei Personen mit MS vor, die die genannten Parameter in Bezug zum Schweregrad der Fatigue stellen. Um die Auswirkungen eines langfristigen Ausdauertrainings in Abhängigkeit der Fatigue zu untersuchen, wurden zwei Interventionsgruppen (Non-Fatigue-Group, nFG und Fatigue-Group, FG) mittels der Fatigue-Severity-Scale (FSS) gebildet. Beide Gruppen vollzogen dasselbe Trainingsprogramm bestehend aus 3 x 30 Minuten aeroben Ausdauertraining pro Woche über eine Dauer von zwölf Monaten. Die Erhebung der psychometrischen und physiologischen Parameter sowie die Ableitung der Trainingsintensitäten erfolgten anhand einer durchgeführten Laufbandergometrie im Abstand von zwölf Wochen. Die Trainingsintensitätssteuerung wurde mittels Herzfrequenz und die Trainingsdokumentation anhand eines Trainingstagebuchs vorgenommen. Das Training wurde durch die Probanden selbstständig als Heimtrainingsprogramm durchgeführt. Die gewählte methodische Herangehensweise sollte zur Klärung folgender Fragestellungen führen: 1. Bestehen Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich der Endpunkte Lebensqualität, depressive Symptome und den physiologischen Parametern? 2. Lassen sich Veränderungen innerhalb der Gruppen im Verlauf der Trainingsintervention bezogen auf die Endpunkte Fatigue, Lebensqualität, depressive Symptome und den physiologischen Parametern feststellen? 3. Unterscheiden sich die Gruppen in ihrer Trainingsaktivität hinsichtlich Trainingsumfang und Trainingshäufigkeit? 4. Unterscheiden sich die Gruppen retrospektiv hinsichtlich der angegebenen Anzahl der Schübe? Das Studienprotokoll sah eine gleichbleibende relative Trainingsintensität und einen absolut gleichbleibenden Trainingsumfang über die zwölfmonatige Intervention vor. Diese Herangehensweise führte zu den hier vorliegenden Ergebnissen und den abgeleiteten Erkenntnissen. Bereits vor Beginn der Trainingsintervention zeigte sich ein signifikanter Gruppenunterschied bezogen auf die Parameter Lebensqualität und depressive Symptome. So weist die FG gegenüber der nFG eine herabgesetzte Lebensqualität und vermehrt depressive Symptome auf. Dies zeigte sich auch im Vergleich zu einer deutschen Normstichprobe, von der die FG ebenfalls signifikant negativ abweicht. Die Auswertung der durch die Studienteilnehmer ausgefüllten Trainingsdokumentationen ergab hinsichtlich des Trainingsumfangs und der Trainingshäufigkeit keinen Unterschied zwischen den Interventionsgruppen. Mit Fortschreiten der Trainingsintervention stellte sich innerhalb der FG eine sukzessive Abnahme und damit Verbesserung der subjektiv wahrgenommenen Fatigue ein, während die Fatigue-Werte der nFG unverändert blieben. Veränderungen der Lebensqualität konnten für den Parameter „Allgemeine Gesundheitswahrnehmung“ festgestellt werden. So konnte die FG innerhalb der Trainingsintervention hier eine Steigerung gegenüber der nFG erzielen. Keine Veränderungen ließen sich bei den depressiven Symptomen durch die Trainingsintervention feststellen. Der signifikante Gruppenunterschied blieb hier im Zeitverlauf bestehen. Hinsichtlich der physiologischen Parameter wurde vor Beginn der Intervention kein Unterschied zwischen den Gruppen festgestellt. Beide Gruppen zeigten eine Verbesserung der physiologischen Parameter im Zeitverlauf. Ein Interaktionseffekt ließ sich durch die Trainingsintervention nicht feststellen. Retrospektiv betrachtet führte die Trainingsintervention zu keinem Unterschied in der Anzahl der angegebenen Schübe zwischen beiden Gruppen. Die hier vorliegenden Daten belegen, dass bereits ein moderates und regelmäßiges Ausdauertraining zu wünschenswerten Anpassungen bei Personen mit MS führt. So konnten in beiden Gruppen Verbesserungen der physiologischen Parameter erzielt werden, was wiederum positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nach sich zieht und damit einen protektiven Schutz in Bezug auf mögliche Komorbiditäten bedeutet. Bei keinem der Probanden kam es durch das angewandte Testprotokoll im Rahmen der durchgeführten Laufbandergometrie oder der Trainingsintervention zu unerwünschten Ereignissen oder Nebenwirkungen. Das hier verwendete Testprotokoll sowie die durchgeführte Trainingsintervention können demnach als sicher und einfach anwendbar für Personen mit MS angesehen werden. Zudem konnte durch die Trainingsintervention bei der Interventionsgruppe mit hoher Ausgangs-Fatigue eine Verbesserung der subjektiv wahrgenommenen Fatigue nachgewiesen werden. Diese Erkenntnis ist umso bedeutender, da dem Symptom der Fatigue im Rahmen der Erkrankung ein besonderer Stellenwert zukommt und dadurch weitreichende sozio-ökonomische Folgen für den Betroffenen resultieren können. Bezogen auf das ICF-Modell betrifft die Fatigue demnach nicht nur die Körperfunktion, sondern erstreckt sich darüber hinaus auf die Bereiche der Aktivität und der Teilhabe des Betroffenen. Für künftige Studien wird empfohlen, den mannigfaltigen Hintergründen der Fatigue und darüber hinaus dem Ausmaß der Fatigue verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken, um die Wirkungsweise eines moderaten Ausdauertrainings bei Personen mit MS differenziert betrachten zu können. --- In people with MS, fatigue is one of the most common symptoms and a symptom with far-reaching negative effects on quality of life. The aim of this study was to examine the effect of endurance training in dependency to the severity of fatigue on the following parameters: quality of life, depressive symptoms and a selection of physiological parameters. Specific attention was paid to the changes in fatigue in subjects with high fatigue at baseline. Current, there are no long-term exercise intervention studies in people with MS, which set the stated parameters in relation to the severity of fatigue. To investigate the effect of long-term endurance training in dependency to fatigue, two intervention groups (Non-Fatigue-Group, nFG and Fatigue-Group, FG) was formed by using the Fatigue Severity Scale. Both groups underwent the same training program consisting of 3 x 30 minutes aerobic endurance training per week over a period of twelve months. The survey of psychometric and physiological parameters and the derivation of training intensities were performed at an interval of twelve weeks. The training intensity was controlled by using a heart rate monitor and the training was documented by a training diary. The training was conducted independently by the subjects as a home exercise program. This methodological approach should clarify the following issues: • Are there differences between the groups regarding the endpoints quality of life, depressive symptoms and selected physiological parameters? • Are there changes within the groups during the intervention regarding the endpoints fatigue, quality of life, depressive symptoms and selected physiological parameters? • Are there differences between the groups regarding their training activity in terms of volume and frequency of training? • Are there differences between the groups considered retrospectively in terms of reported number of relapses? Over the twelve months intervention, the study protocol provided a constant relative exercise intensity and an absolutely constant training volume. This approach led to the results presented here and the derived knowledge. There was a significant group difference before the intervention related to the parameters quality of life and depressive symptoms. In comparison to the nFG, the FG showed a reduced quality of life and increased depressive symptoms. This was also shown to a German general population, from which the FG also differs significant negatively. The evaluation of the training diary showed no difference in regard to volume and frequency of training. In progress of the intervention the FG showed a gradual decrease of perceived fatigue, while the values in nFG remained unchanged. Changes in quality of life were observed for the parameter "general health perception". Thus, the FG was able to achieve an increase within the intervention compared to the nFG. No changes could be detected by the intervention in regard to the depressive symptoms. The significant group difference remained over time. Before the intervention, no differences between the groups were observed regarding the physiological parameters. However, both groups showed an improvement in the physiological parameter over time. An interaction effect could not be determined by the intervention. Retrospective, the intervention led to no difference in the number of reported relapses between both groups. The data presented here demonstrate that moderate and regular exercise training leads to desirable changes in people with MS. Improvement of the physiological parameters were achieved in both groups, which turn into attract positive effects on the cardiovascular system by itself and thus represents a protection in relation to possible comorbidities. None of the participants showed in cause of the performed treadmill test or the exercise intervention adverse events or side effects. The test protocol used here, as well as the conducted exercise intervention can therefore be considered as safe and easy to use for people with MS. For the group with high baseline fatigue at study start, it could be likewise demonstrated that the intervention leads to an improvement of the perceived fatigue. This finding is substantial because the symptom of fatigue, in context of the disease, plays a special role and has far-reaching socio-economic consequences for the person who is affected. Based on the ICF-model the symptom of fatigue therefore affected not only the body function, but also extends to the areas of activity and participation. For further studies it is recommended to look at the various causes of the fatigue and spent increased attention to the level of fatigue

    Glaukom und Sport. Auswirkungen einer Trainingsintervention auf den intraokularen Druck bei Patienten mit medikamentös eingestelltem primären chronischen Offenwinkel- und Normaldruckglaukom

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    Hintergrund: Das Glaukom zählt neben der altersbedingten Makuladegeneration und der diabetischen Retinopathie in der westlichen Welt zu den häufigsten Erblindungsursachen. Beim primären chronischen Offenwinkelglaukom (POWG) und Normaldruckglaukom (NDG) stellt ein individuell zu hoher intraokularer Druck (IOD) den wichtigsten Risikofaktor der Erkrankung dar. Die langfristige IOD-Senkung ist derzeitig der klinisch entscheidende Therapieansatz. Im Rahmen einer multifaktoriellen Glaukompathogenese bedarf es in der modernen Glaukomtherapie der Berücksichtigung der weiteren Risikofaktoren. Nicht-medikamentöse, den IOD günstig beeinflussende Maßnahmen inklusive Lebensstilmodifikationen gewinnen in der Glaukomtherapie zunehmend an Bedeutung. Eine Reihe von Studien hat einen positiven, senkenden Einfluss von körperlicher Aktivität und Sport auf den intraokularen Druck bei Gesunden sowie bei Patienten mit Glaukomverdacht bzw. diagnostiziertem POWG/NDG belegt. Bei Glaukompatienten sind die IOD-senkenden Akuteffekte von körperlicher Belastung nach Absetzen der Medikation besser untersucht als unter Glaukommedikation. Zum Langzeiteffekt besteht sowohl bei Gesunden als auch bei Glaukompatienten ein erheblicher Mangel an Interventionsstudien. Aktuell weist die wissenschaftliche Datenlage keine Trainingsintervention mit medikamentös eingestellten Patienten mit POWG und NDG auf. Zielstellung: In der vorliegenden Studie wurden die Akut- und Langzeiteffekte einer 6-monatigen Trainingsintervention auf den IOD bei Patienten mit medikamentös eingestelltem primären chronischen Offenwinkel- und Normaldruckglaukom untersucht. Zusätzlich wurde die körperliche Leistungsfähigkeit, der Blutdruck und das Lipidprofil über den Studienzeitraum betrachtet. Methode: An der randomisierten Untersuchung nahmen insgesamt 39 Patienten mit behandeltem POWG und NDG teil. 19 Patienten der Trainingsgruppe und 18 Patienten der Kontrollgruppe beendeten die sechsmonatige Interventionsstudie. Die Patienten der Trainingsgruppe absolvierten jeweils einmal wöchentlich ein Gruppentraining und ein individuelles Fahrradergometertraining. In den Gruppenstunden wurde ein koordinatives Herzkreislauftraining (Aerobic) mit einem Ganzkörperkräftigungszirkel kombiniert. Die Kontrollgruppe führte während des Studienzeitraums kein Training durch. Für die Erfassung der akuten Wirkung von körperlicher Belastung (Akuteffekt) wurde der IOD vor und unmittelbar nach dem Gruppen- bzw. Fahrradergometertraining zu drei Messzeitpunkten (Woche 2, 14/15 und 25) innerhalb der sechsmonatigen Trainingsintervention gemessen. Die Wirkung eines kontinuierlichen Trainings auf den IOD und weitere sportwissenschaftliche/medizinische Parameter (Langzeiteffekt) wurde anhand ophthalmologischer und (sport-)medizinischer Untersuchungen erfasst. Diese wurden während des Studienzeitraumes zu drei Testzeitpunkten (vor Studienbeginn, nach drei und sechs Monaten) durchgeführt. Ergebnisse: Die Akuteffekte des Gruppentrainings zeigten zu allen Messzeitpunkten eine nicht signifikante IOD-Senkung (akute IOD-Senkung -0,91 mmHg (-4,8 %) in Woche 2, -0,59 mmHg (-3,2 %) in Woche 14/15 und -0,23 mmHg (-1,2 %) in Woche 25). Nach dem individuellen Fahrradergometertraining zeigten die Akuteffekte auf den IOD hingegen eine große Streubreite (von -0,82 mmHg (-4,2 %) bis 0,68 mmHg (3,3 %)). Die Werte des Ausgangs-IOD lagen bei den Messungen der Akuteffekte zwischen 18,45 mmHg und 20,73 mmHg. Die Untersuchung der Langzeiteffekte offenbarte in der Trainingsgruppe eine signifikante Senkung des Ruhe-IOD von 15,97 mmHg auf 14,81 mmHg (-1,17 mmHg bzw. -7,3 %) und des systolischen Ruhe-Blutdrucks von 121,14 mmHg auf 115,68 mmHg (-5,46 mmHg bzw. -4,5 %) nach dreimonatigem Training. Nach weiteren drei Trainingsmonaten zeigte sich ein geringer Anstieg beider Parameter, so dass nach dem gesamten Interventionszeitraum von sechs Monaten ein abgeschwächter senkender Effekt (Ruhe-IOD -0,81 mmHg (-5,0 %), systolischer Blutdruck -0,77 mmHg (-0,6 %)) resultierte. Es waren keine signifikanten Gruppenunterschiede nachweisbar. Die körperliche Leistungsfähigkeit verbesserte sich signifikant innerhalb der Trainingsgruppe und im Vergleich zur Kontrollgruppe. Eine positive, jedoch nicht signifikante Wirkung auf das Lipidprofil konnte über den Untersuchungszeitraum für die Trainingsgruppe festgestellt werden. Zusammenfassung und Fazit: Die aufgezeigten, belastungsinduzierten IOD-Senkungen verdeutlichen die Bedeutung eines regelmäßigen und strukturierten Trainings für medikamentös eingestellte Patienten mit Offenwinkel- oder Normaldruckglaukom. Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse sowie unter Einbezug der generellen Empfehlungen für ein präventives Ausdauertraining können vorwiegend aerobe, zyklische Ausdauerbelastungen kombiniert mit Kräftigungsübungen (Organisationsform Zirkeltraining) für den POWG- und NDG-Patienten empfohlen werden. Für einen langfristigen Therapieerfolg ist eine regelmäßige Durchführung von körperlicher Aktivität und Sport unerlässlich. Die Langzeiteffekte einer begleitenden Bewegungstherapie auf die Progression der Glaukomerkrankung müssen in künftigen prospektiven Interventionsstudien bei medikamentös eingestellten Patienten mit POWG und NDG weiter untersucht werden. Das langfristige Ziel aufbauender Forschungsprojekte sollte in der flächendeckenden Implementierung von Glaukomsportgruppen als innovative, nicht-medikamentöse Therapiemaßnahme für Patienten mit POWG und NDG liegen. Background: Glaucoma, along with macular degeneration and diabetic retinopathy, is among the most frequent causes of blindness in the Western world. In cases of primary chronic open-angle glaucoma (POAG) and normal-tension glaucoma (NTG) excessive individual intraocular pressure (IOP) represents the most significant risk factor regarding the illness. The long-term reduction of IOP currently represents the essential clinical approach. In modern glaucoma therapy the multifactorial nature of glaucoma pathogenesis requires the study of further risk factors. General non-pharmacological treatment with favourable effects on IOP, including changes to lifestyle, is becoming increasingly significant in glaucoma therapy. A series of studies has provided proof that physical activity and exercise have a positive, reductive influence on intraocular pressure among both healthy people and those with suspected glaucoma or diagnosed POAG/NTG. The acute IOP-reductive effects of exercise on glaucoma patients following the ceasing of medication treatment have been the subject of more thorough research than is the case of patients on glaucoma medication. With regard to long-term effects there is a considerable lack of intervention studies both on healthy patients and on those with glaucoma. The scientific data available currently features no physical-exercise intervention on patients with POAG and NTG on medication treatment. Objective: This study examined the acute and long-term effects that a six-month physical-exercise intervention produced on the IOP of patients on medication with primary chronic open-angle and normal-tension glaucoma. In addition, physical performance capacity, blood pressure and lipid levels were monitored during the course of the study. Method: 39 patients with POAG and NTG, all of them receiving treatment, participated in the random study. 19 patients in the training group and 18 patients in the control group complet-ed the six-month intervention study. Once a week each of the patients in the training group completed a group session followed by individual cycling cardio training on a separate day. During the group sessions cardio training (aerobics) was combined with circuit training for whole-body strengthening exercises. During the course of the study the control group did not take part in any physical exercise workouts. In order to survey the acute effect of physical exercise (acute effect) the IOP was measured before and immediately after the group or cycling cardio training at three measuring sessions (week 2, 14/15 and 25) within the six-month intervention study. The effect of regular exercise on the IOP and further sport-scientific/medical parameters (long-term effect) was surveyed by means of ophthalmological and (sport-) medical examinations. These were carried out at three test sessions throughout the course of the study (before the study, after three months and after six months). Results: At all measuring sessions the acute effects of the group training showed a non-significant reduction in IOP (acute IOP reduction -0.91 mmHg (-4.8 %) in week 2, -0.59 mmHg (-3.2 %) in week 14/15 and -0.23 mmHg (-1.2 %) in week 25). Following the individual cycling (ergometer) cardio training, however, the acute effects on IOP revealed a broad range (from -0.82 mmHg (-4.2 %) to 0.68 mmHg (3.3 %)). The measurements of the acute effects showed levels of baseline IOP of between 18.45 mmHg and 20.73 mmHg. The study of the long-term effects revealed a significant decrease in resting IOP among the training group from 15.97 mmHg to 14.81 mmHg (-1.17 mmHg, i.e. -7.3 %) and of the systolic resting blood pressure from 121.14 mmHg to 115.68 mmHg (-5.46 mmHg, i.e. -4.5 %) after three months of training. Following a further three months of training there was a slight increase of both parameters, resulting in a reduction in the decreasing effect after the entire intervention period of six months (resting IOP -0.81 mmHg (-5.0 %), systolic blood pressure -0.77 mmHg (-0.6 %)). No significant differences were detectable between the groups. The physical performance capacity improved significantly within the training group and in comparison to the control group. A positive yet non-significant effect on lipid distribution was detectable in the training group during the course of the study. Summary and Conclusion: The observed decrease in IOP through physical exercise illustrates the significance of regular and structured training for patients with open-angle or normal-tension glaucoma who are on medication. Based on the study's results along with general recommendations for preventive endurance training the use of predominantly aerobic, endurance exercise in combination with muscular strengthening training (organisational form: circuit training) maybe endorsed for the treatment of POAG and NTG patients. To ensure long-term treatment success regular physical activity and exercise are indispensable. The long-term effects of additional exercise therapy on the progression of the glaucoma illness will require further investigation in future prospective intervention studies on patients under medication with POAG and NTG. The objective of future research projects should lie in the comprehensive implementation of glaucoma exercise groups as innovative, non-pharmacological treatment for patients with POAG and NTG

    Die Public Relations von Mega-Events Die Fußball-WM 2010 und die Hadsch 2009 und 2010 im Vergleich

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    Public Relations von Mega-Events bedeuten, wie die Veranstalter u.a. mit Teilnehmern, Journalisten, der Bevölkerung, der Internet Community, Mitarbeitern und Volunteers im Normalfall, aber auch bei Krisen kommunizieren. Auf diese Weise trägt die PR eine Verantwortung für den Erfolg, aber auch für Krisen eines Mega-Events. Vor diesem Hintergrund lag dieser Doktorarbeit die Frage zugrunde, welches die gemeinsamen PR-Merkmale der Fußball-WM 2010 in Südafrika und der Hadsch1- Veranstaltungen der Jahre 2009 und 2010 in Saudi-Arabien waren. Durch theoretische Überlegungen wurde in einem weiteren Schritt ermittelt, welche PR-Merkmale auch auf andere Mega-Events wie z.B. Olympische Spiele oder der EXPO zutreffen könnten. In der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema konnte keine wissenschaftliche Arbeit festgestellt werden, die vergleichend die Public Relations von mehr als einem Mega-Event analysiert hat. Klenk (1999) und Al-Ken (1995) waren bis dato die einzigen Studien, die sich jeweils mit der Kommunikation (allerdings nur) eines Mega-Events auseinandergesetzten. Zudem liegen ihre Ergebnisse so lange zurück, dass ihre Ergebnisse nur bedingt Aussagen für heutige Mega-Events zulassen. Die relativ junge Erforschung von Mega-Events im Allgemeinen hat erst wenige Definitionen für Mega- Events hervorgebracht (Murati & Shen, 2008; Roche, 2000; Weiß, 2008). Da diese als wenig geeignet für die vorliegende Forschungsarbeit betrachtet wurden, war es eine der ersten Aufgaben, eine eigene Definition für Mega-Events zu entwickeln: Mega-Events sind langfristig geplante, zeitlich begrenzte Ereignisse in einem Land, an denen direkt und über Medien multinationale Massen teilnehmen.“ Den theoretischen Hintergrund für die PR bildete die organisationsbezogene Theorie der vier Modelle (Grunig & Hunt, 1984). Sie teilt PR danach ein, welchen Beitrag sie dafür leistet, dass eine Organisation (Unternehmen, NGO, staatliche Stelle) ihre Ziele erreicht. Da für die Erforschung der PR von Mega-Events Pionierarbeit geleistet werden musste, schien es angebracht zu sein, qualitativ und explorativ vorzugehen. Es wurde eine Triangulation der Erhebungstechniken Inhaltsanalyse (z.B. Regierungsnachrichten, Protokolle, Broschüren, Websites), Beobachtung (z.B. Medienprogramm, Workshops, Volunteers-Relations) und Interviews (z.B. Pressesprechern, Staatssekretäre, Journalisten) eingesetzt. Die gesamten Daten wurden dann mittels der Inhaltsanalyse und der Software MaxQDa analysiert und ausgewertet. Eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit war die Erkenntnis, dass sich bei beiden Mega-Events PR-Aktivitäten, -Maßnahmen, -Vorgehensweisen und -Instrumente in den Tätigkeitsfeldern Medienarbeit, Krisen-, Gesundheits-, Teilnehmer- und Interne Kommunikation, Community und Volunteers Relations, Online und Internationale PR 1 Mit Hadsch ist die ca. zweiwöchige Pilgerfahrt der Muslime nach Mekka (Saudi-Arabien). An dieser nehmen jährlich mehr als 3 Mio. Menschen aus über 180 Ländern teil. sowie Kampagnen ausdrücken. Auf dieser Basis wurde ein theoretisches Schema von Kategorien entwickelt, mit deren Hilfe die PR von anderen Mega-Events analysiert, beschrieben und eingeordnet werden kann. Zu den Kategorien gehören neben den obengenannten Tätigkeitsfeldern die “PR-Funktion innerhalb der Organisationsstruktur“, “Strategisches Vorgehen“, “PR-Personal“. Die Forschungsarbeit erkannt, dass es eine mega-eventspezifische Zusammensetzung von PR-Tätigkeitsfeldern gibt, die sich von staatlicher, Unternehmens- oder NGO-PR unterscheidet. Die Teilnehmerkommunikation sowie Volunteers Relations sind in diesen Dimensionen (Zeit und Anzahl der Individuen in der Zielgruppe) ebenfalls megaeventspezifisch. Ein weiteres wichtiges gemeinsames Merkmal war die Verselbstständigung von PR: Unabhängig von den offiziellen Mega-Eventveranstaltern setzen sie Unternehmen, NGOs, wenig organisierte Gruppen und auch Individuen um. Auf der anderen Seite konnten die Unterschiede herausgearbeitet werden. Am deutlichsten wurde diese im Tätigkeitsfeld Medienarbeit, wo die WM-Organisatoren mit internationalen 20.000 Journalisten kommunizierten (bei der Hadsch waren es 200). Es konnte festgehalten werden, dass die verschiedenen PR-Bereiche und -Strukturen der Fußball-WM insgesamt höher in den PR-Modellen Grunigs eingeordnet werden müssen als die der Hadsch 2009 und 2010. Weiter zeigt die Studie, dass die Theorie der vier PR-Modelle dazu geeignet ist, die PRWirklichkeit von Mega-Events zu beschreiben. Die meisten PR-Vorgänge konnten eindeutig den Modellen zugeordnet werden. Theoretische Ergänzungen erfolgten in der Arbeit bezüglich einer bisher in den Wissenschaft wohl übersehenden Lücke in der Theorie. Unabhängig von der Hadsch wurde deutlich, dass in Saudi-Arabien die Huldigung der Königsfamilie ein wichtiger inhaltlicher Bestandteil von PR ist. Zudem konnten Ergebnisse zu Mega-Events gesammelt werden, die über die PR hinausgehen: In beiden Fällen gab es Veranstaltungsvisa, Schnellgerichte, Extra-Terminierung der Schulferien und es wurden Arbeitskräfte aus dem Ausland angeheuert. Bezogen auf Südafrika muss festgehalten werden, dass die Transparenz politischer Entscheidungen unter der WM gelitten hat. Hinsichtlich der Hadsch konnten neue Erkenntnisse zu Volunteerszahlen, Pilgerzahlen, Organisationsstrukturen und Infrastrukturen akquiriert werden. Neben dem Beitrag für die Wissenschaften konnte die Doktorarbeit auch für die Praxis wertvolle Erkenntnisse liefern. Zu den 18 Implikationen gehören Anregungen für ein Betreuungssystem, das zeigt, wie Mitarbeiter auf einer persönlicheren Ebene mit Teilnehmern kommunizieren können. Die Erkenntnisse dieser Arbeit bilden den Anfang und eine Basis für weitere Untersuchungen über die PR anderer Mega-Events wie Olympische Spiele oder die Weltausstellungen. Die Erforschung anderer Mega-Events würde die Aussagen dieser Arbeit zu den gemeinsamen PR-Merkmalen von Mega-Events weiter festigen oder auch falsifizieren. The Public Relations (PR) of Mega-Events refers to the ways in which organizers communicate with participants, journalists, the general population, the Internet community, employees, and volunteers, both in normal and in crisis situations. In this way, PR carries a certain responsibility for the success and failure of a Mega-Event. Against this backdrop, this dissertation asks about the PR features in common at both the 2010 FIFA World Cup in South Africa and the 2009 and 2010 Hajj events in Saudi Arabia. In a second step, the dissertation theorizes and identifies PR features that could apply to other Mega-Events (e.g. the Olympic Games, or the EXPO). In the theoretical discussion of the topic, no academic work has been done comparing the Public Relations of more than one Mega-Event. Until now, Klenk (1999) and Al-Ken (1995) were the only studies that dealt with the communication involved at a Mega- Event—though each only looked at a single event. In addition, their results are out-ofdate; their findings can only be conditionally applied to today’s Mega-Events. Relatively new research on Mega-Events provide only minimal definitions (Murati & Shen, 2008; Roche, 2000; Weiß, 2008). Since none of these were well-suited for this research project, this dissertation offers its own definition of a Mega-Event: Mega-Events are events that occur at a specific time in a specific country, that involve long-term planning, in which multi-national masses take part either directly or through media. Grunig’s (1984) Four Models organizational theory constitutes the theoretical background for PR. The theory classifies different types of PR according to the kind of contribution it makes towards ensuring that an organization achieves its goals. Since pioneering research on the PR of Mega-Events had yet to be done, it seemed appropriate to proceed in a qualitative and exploratory way. The dissertation triangulates distinct data collection techniques including content analysis (e.g. by government news reports, brochures, websites), observation (e.g. of media programs, workshops, volunteer relations), and interviews (e.g. with press officers, state secretaries, journalists). All the data were then analyzed through content analysis and with the software MaxQDa, and evaluated. One of the most important findings of this dissertation is that a number of PR activities, measures, approaches, and instruments were present at both Mega-Events in the following areas: media work, crisis communication, health communication, internal communication, participant communication, community and volunteer relations, online and international PR, as well as campaigns. On this basis, the dissertation develops a theoretical schema of categories with which the PR of other Mega-Events can be analyzed, described and classified. In addition to the areas of activity just listed are the categories: the “PR function within the organizational structure,” “strategic planning,” and “PR personnel.” The research shows that Mega-Events have a specific composition of PR activities—they are distinct, that is, from state, corporate, or NGO PR. Communication with participants as well as volunteer relations were likewise specific to Mega-Events, in terms of time and the number of individuals in the target group. A further common characteristic was the autonomy of PR: companies, NGOs, less-organized groups and also individuals implemented PR for Mega-Events independent of the official organizers. On the other hand, a number of differences are highlighted. This was most evident in the media work, where the World Cup organizers communicated with 20,000 international journalists, whereas at the Hajj, it was 200. It could be noted that, overall, the various PR areas and structures of the World Cup must be classified higher in Grunig’s PR models than that of Hajj 2009 and 2010. The study also shows that the theory of the four PR models is well-suited to describe the PR reality of Mega-Events. Most of the PR approaches could clearly be correlated to the models. One theoretical gap in the theory, however, could be closed. It became clear that in Saudi Arabia, even independent of the Hajj, homage to the royal family is an important component of PR content. In addition, the study gathers findings on Mega-Events that go beyond PR: in both cases there were special visas associated with the event, instant meals, special scheduling of school vacation, and workers were hired from other countries. In the case of South Africa, the study finds that the transparency of political decisions suffered under the World Cup. With respect to Hajj, the study was able to gather new insights on the number of volunteers and pilgrims, the organizational structures and infrastructures. In addition to its academic contribution, the dissertation also delivers valuable insights for practice. Among the eighteen implications offered are proposals for a customer assistance system that shows how employees can communicate with participants on a more personal level. The findings of this study form the beginning and a foundation for further inquiry about the PR of other Mega-Events, such as the Olympic Games or the World Fairs. These future research findings will either further confirm or falsify the statements of this study as to common PR characteristics

    Lebensstil von Typ-2-Diabetikern unter Berücksichtigung soziodemografischer Variablen

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    Abstract (Deutsch) Einleitung - In Folge eines veränderten Lebensstils in den westlich geprägten Industrienationen zeigt sich eine zunehmende Prävalenz von Diabetes mellitus Typ 2. Bisher konnten Interventionsmaßnahmen zeigen, dass durch eine Lebensstilmodifikation eine relative Reduktion der Diabetes-Inzidenz um 28-58 % erreicht werden kann. Dennoch ist bislang zu wenig über den Status quo des Lebensstils von Typ-2-Diabetikern in Deutschland bekannt. In der DOM-Studie wurde der individuelle Lebensstil von Typ-2-Diabetikern mit dem Schwerpunkt der körperlichen Aktivität unter Berücksichtigung soziodemografischer Variablen untersucht. Methodik - 153 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes (50,3 % männlich, 49,7 % weiblich) nahmen an der Untersuchung teil (Alter: 66,0  10,8 Jahre, Größe: 169,8  10,2 cm, Gewicht: 91,0  20,0 kg, BMI: 31,6  6,6 kg/m2). Mittels eines modifizierten internationalen Fragebogens wurden Anthropometrie, Laborparameter, sozialer Status, körperliche Aktivität, sowie die Motivation der Probanden, eine Lebensstilmodifikation durchzuführen, erhoben. Ergebnisse – 85,9 % der getesteten Diabetiker waren übergewichtig oder adipös, 73,0 % der Männer und 85,3 % der Frauen wiesen eine abdominelle Adipositas auf. 63,5 % des DOM-Kollektivs hatten eine diagnostizierte Hyperlipoproteinämie und 64,7 % der Probanden eine arterielle Hypertonie. Der Großteil der Stichprobe weist ein niedriges Bildungsniveau auf (60,7 % mit Hauptschulabschluss). Das Aktivitätsniveau der Typ-2-Diabetiker hatte keinen Einfluss auf den BMI, die BMI-Klassifikation, den Blutdruck, den sozialen Status und die Diabetesdauer in der DOM-Studie. Lediglich Alter, Bauchumfang und ausgewählte Laborparameter (Gesamt-Cholesterin, HDL-C, LDL-C, TG, HbA1c-Wert) wiesen einen Zusammenhang mit dem Aktivitätsmuster auf. Der wöchentliche Gesamtkalorienverbrauch lag mit 5.088 ± 4.920 kcal/Woche (Alltag: 3.229 ± 3.104 kcal/Woche; Freizeit: bei 1.907 ± 1.866 kcal/Woche) weit über den internationalen Empfehlungen. Jüngere Probanden, Männer, Probanden mit einem hohen Nüchternblutzucker und der Motivation, allgemein mehr in ihre Gesundheit zu investieren, zeigten eine höhere körperliche Aktivität in der Freizeit. Die Varianzaufklärung war in diesem Regressionsmodell mit 25,3 % am höchsten. Die Probanden gaben eine hohe Bereitschaft (74,4 %) für eine Lebensstilmodifikation an. Diskussion - Zwar wurde in dieser Studie ein hohes Aktivitätsniveau festgestellt, dennoch wiesen die Studienteilnehmer ein hohes kardiovaskuläres Risiko auf (Adipositas, Hyperlipoproteinämie, Hypertonie). In weiteren Untersuchungen sollten deshalb objektive Messverfahren eingesetzt werden. Es ist gesichert, dass die Motivation der Probanden bei zukünftigen Interventionsmaßnahmen von Typ-2-Diabetes eingebunden werden muss. Mögliche Lösungsansätze sind die motivationale Gesprächsführung und Hilfestellungen durch körperlich aktive Paten oder Coaches. Abstract (Englisch) Introduction - As a result of a changed lifestyle in westernized industrial nations, there is an increasing prevalence of diabetes mellitus type 2. Recent studies show that lifestyle modifications reduce the relative risk for the incidence of diabetes by 28-58 %. Nevertheless, little is known about the status quo of the lifestyle of type-2-diabetes in Germany. In the DOM-study, the individual lifestyle of type-2-diabetics with a focus on physical activity was studied, taking into account socio-demographic variables. Methods - 153 adults with type-2-diabetes (50.3 % male, 49.7 % female) participated in this study (age: 66.0 ± 10.8 years, height: 169.8 ± 10.2 cm, weight: 91.0 ± 20.0 kg, BMI: 31.6 ± 6.6 kg/m2). Anthropometric data, laboratory parameters, social status, physical activity, as well as the motivation of individuals to conduct a lifestyle modification were collected using a modified international questionnaire. Results - 85.9 % of the tested diabetics were overweight or obese, 73.0 % of the men and 85.3 % of the women had an abdominal obesity. 63.5 % of the subjects had a diagnosed hyperlipoproteinemia and 64.7 % of the subjects arterial hypertension. The majority of the tested subjects show a low level of education (60.7 %). The level of activity of the diabetics had no effect on the BMI, the BMI-classification, blood pressure, the social status and the duration of diabetes in the DOM-study. Only age, waist circumference, and selected laboratory parameters (total cholesterol, HDL-C, LDL-C, TG, HbA1c) showed a correlation with the activity pattern. The total caloric expenditure was 5.088 ± 4.920 cal/week (daily expenditure: 3.229 ± 3.104 cal/week; leisure-time expenditure: 1.907 ± 1.866 cal/week), which is well above the international recommendations. Younger subjects, men, subjects with high fasting blood glucose and the motivation to invest more in their general health, showed a higher physical activity during leisure-time. The explained variance in the regression analysis was 25.3 %. The subjects reported a high level of motivation (74.4 %) for a lifestyle modification. Discussion - Although a high level of activity was found in this study the participants still showed high cardiovascular risks (obesity, hyperlipoproteinemia, hypertension). In further studies, objective measures should be used. However, it seems certain that the motivation of the diabetics should be involved in future interventions. Possible solutions are motivational interviewing and physically active mentors or coaches

    Aikido üben: Motivationsgefüge - Selbstregulierung im Erwachsenenleben und Erwerb entsprechender Kompetenzen

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    Abstract deutsch key words: Aikido – wettkampffrei – Schmerz – Motivation – psychomotorische Defizite – psychomotorische Reorganisation – Amae (Nachsichtigkeitsbeziehung) und Fürsorglichkeit – Fragebogen und Interviews – Selbstregulation (Physiologie, Motorik, seelische Gestimmtheit) – soziale Regulation – Erwerb (selbst)regulatorischer Kompetenz In der japanischen Kampfkunst Aikido werden die meist runden, dynamischen Bewegungen mit Würfen oder Haltetechniken beendet. Es werden keine Wettkämpfe ausgetragen. Die komplexen Techniken sind schwer zu lernen; die Verdrehungen der Gelenke und das sog. „Laufen“ auf den Knien sind schmerzhaft. Die Motivation der Aikidoka wurde untersucht. Es wurde angenommen, dass die Besonderheiten der Aikidobewegung (u.a. die haptonomische Feinabstimmung im paarweisen Training) eine Reorganisation defizitärer Psychomotorik ermöglichen. Dies wird unterstützt durch Elemente des japanischen Beziehungsangebotes wie die ruhige, höfliche und respektvolle Haltung der Lehrenden. Ein selbst erstellter Fragebogen wurde in einer Feldstudie an Aikidoka als Untersuchungsgruppe ausgegeben sowie zum Vergleich an Karateka und Standard-Tänzer. Aufbauend auf den quantitativen Ergebnissen wurden Interviews mit durch eine Cluster-Prozedur ermittelten prototypischen Aikidoka aller Schülerstufen durchgeführt. Ergebnisse: Aikido ermöglicht vielfältige kurzfristig wirksame sowie erst nach längerem feststellbare positive Effekte. In kritischen Situationen half Fürsorglichkeit von Lehrern und Fortgeschrittenen. Selbstmotivierende Strategien bildeten sich ab. Als zu Grunde liegendes Anliegen erwies sich der Wunsch, mit Hilfe des Aikido eine umfassende Regulation physiologischer, emotionaler, mentaler und sozialer Parameter zu realisieren und entsprechende Kompetenzen zu erwerben. Aikido scheint hierfür vergleichsweise das breiteste Spektrum an facilitatorischen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Abstract englisch key words: aikido – no competition – pain – motivation – psychomotor deficit – psychomotor reorganisation – amae (sweet dependency) and caring – questionnaire and interviews – self-regulation (physiology, motor system, moods) – social regulation – gain of (self)regulative competence In aikido, a Japanese martial art, round and dynamic movements are ended with projections or immobilizations. There is no competition. The complicated techniques are hard to learn; the torsions of the joints are painful. The study investigates into the motivation of aikidoists. It was assumed that unique elements of aikido (e.g. haptonomic attunement processes in training in twos) help to reorganize psychomotor deficits. Elements of Japanese relationships as the quiet, polite and respectful teaching attitude are supportive. A self-constructed questionnaire was handed out to aikidoists as well as karate students and standard-dancers (field study). Statistical findings lead to a cluster-procedure which yielded prototypes of aikidoists in different stages of learning. Individuals fitting these types were asked to be interviewed. Results: Aikido renders multiple immediate or long term positive effects. Teachers’ and advanced students’ caring was helpful in critical situations. Self-motivating strategies were displayed. The ultimate goal to be achieved by aikido seems to be a comprehensive regulation of physiological, emotional, mental and social functions and to acquire the necessary regulatory competences. In comparison, aikido seems to offer the widest range of facilitatory conditions

    Einfluss von körperlicher Aktivität auf antioxidative Enzyme und mitochondriale Signalproteine in der Skelettmuskulatur von TypII-Diabetikern

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    Zusammenfassung TypII-Diabetes geht mit einer systemisch erhöhten Bildung von ROS bei gleichzeitig verminderten antioxidativen Enzymen und mitochondrialen Signalproteinen einher. Der Fokus dieser Arbeit lag daher auf muskulären Veränderungen oder molekularen zellulären Adaptationsmechanismen durch 12-wöchige körperliche Aktivität in Form von Ausdauer- oder Krafttraining bei TypII-Diabetikern. Zu Beginn und am Ende des dreimonatigen Ausdauer- und Krafttrainings wurde den Studienteilnehmern eine Biopsie aus dem M. vastus lateralis entnommen. An Gewebeschnitten wurden morphologische und histochemische Untersuchungen durchgeführt. Es wurden der Isoformshift der Skelettmuskelfasern, die Muskelfaserquerschnitte, der Leistungszuwachs und die Herzfrequenz bei Laktat 2 und 4 mmol/l als Parameter der Leistungsverbesserung untersucht. Weitere entscheidende Untersuchungen dieser Arbeit waren die molekulare zelluläre Anpassung des oxidativen Stresses (8-Isoprostan als Marker für oxidativen Stress), der antioxidativen Enzymen (MnSOD, GPx und Prx 1-6) und der mitochondrialen Signalproteine (PGC1α, NRF1 und TFAM) durch körperliche Aktivität in Form von Ausdauer- und Krafttraining. Weiterhin wurden die Basalexpression der antioxidativen Enzyme und mitochondrialen Signalproteine bei nicht-insulinpflichtigen TypII-Diabetikern (NIDDM) und adipösen nicht-diabetischen Männern (NDM) verglichen. Die körperliche Leistungsfähigkeit verbesserte sich in beiden Trainingsgruppen. Die anderen erfassten morphologischen Parameter wie Muskelfasershift und Faserquerschnitt erreichten über beide Gruppen hinweg keine signifikanten Veränderungen. Das 8-Isoprostan als Marker für oxidativen Stress war vor dem Training bei den TypII-Diabetikern signifikant gegenüber der Kontrollgruppe vermindert und blieb jedoch nach dem Training unverändert. Bei der MnSOD zeigte sich im basalen Vegleich kein Unterschied, aber eine signifikant geringere GPx bei TypII-Diabetikern. Und die Expression von SOD und GPx erhöhten sich signifikant in beiden Trainingsformen. Die Expression von Prx 2 und 6 war bei den TypII-Diabetikern signifikant zur Kontrolle erhöht. Ausdauertraining bewirkte bei den TypII-Diabetikern einen signifikanten Anstieg von Prx 1 und eine tendenzielle Zunahme der Prx 4-6, wobei sich in der Kraftgruppe nur bei Prx 5 eine tendenzielle Zunahme der Expression zeigte. PGC1α und TFAM verringerten sich vor dem Training bei den TypII-Diabetikern signifikant gegenüber der Kontrollgruppe und blieb nach dem Training unverändert. NRF1 war vor Beginn des Trainings in allen Gruppen gleich, verminderte sich signifikant in beiden Gruppen durch Training. Im Vergleich der beiden Interventionsgruppen ergab sich kein gruppenspezifischer Effekt hinsichtlich der Isoformshift der Skelettmuskelfasern, der Muskelfaserquerschnitte, der Verbesserung der körperlichen Leistung, Erhöhung der Expression von antioxidativen Enzymen (SOD, GPx) und mitochondrialen Signalproteine (PGC1α, NRF1 und TFAM). Einzige Unterschiede in den Trainingsgruppen waren die Expression von Peroxiredixin-Isoformen, trotz der meist nur tendenziellen Ergebnisse scheint das Ausdauertraining eine effiziente Belastungsform zu sein. Außerdem lässt eine signifikante oder teilweise tendenzielle Herauf- bzw. Herunterregulierung von mitochondrialen Signalproteinen vermuten, dass körperliche Aktivität im Muskel eine Regulierung der mitochondrialen Signalproteine beeinflussen kann. Daher ist empfehlenswert, bei künftigen Unter-suchungen mehrere Protokolle (von unterschiedlicher Intensität und Dauer) mit mehreren Samples post-Training (über verschiedene Zeitpunkte) in einen Versuch zu nehmen, um gültige und aussagekräftige Ergebnisse zu Anpassungsmechanismen als Reaktion auf Training zu erhalten. In weiteren Studien müsste auch nachgewiesen werden, ob die Prx, TFAM in den TypI-Fasern generell eine höhere Expression zeigt und ob die NRF1 und TFAM durch einen weiteren alternativen Transkriptionsfaktor mitreguliert werden. Zusammenfassend lässt sich schließen: Systematisch geplante Trainingsinterventionen mit TypII-Diabetikern, die über 12 Wochen (2- bis 3-mal die Woche) mit submaximalen Intensitäten durchgeführt werden, verbessern die beim Diabetiker oftmals verminderte Leitungsfähigkeit und ungünstige oxidative Stress-Situation durch Hochregulierung von antioxidativen Enzymen wie der Superoxiddismutase, Glutathionperoxidase sowie auch der antioxidativ wirkenden Peroxiredoxine, vor allem auch in den Mitochondrien. Körperliche Aktivität kann somit einen protektiven Beitrag im Hinblick auf die Entstehung der Krankheit und die Progression diabetischer Sekundärkomplikationen leisten. Abstract Type-II diabetes mellitus is associated with systemically increased formation of ROS with simultaneously decreased antioxidative enzymes and mitochondrial signal proteins. Consequently, the focus of this study was on muscular changes or molecular cellular adaptation mechanisms as a result of 12 weeks of physical activity in the form of endurance or strength training by type-II diabetics. At the beginning and end of the three-month endurance and strength training a biopsy was taken from the m. Vastus lateralis of the study participants. Morphological and histochemical examinations were carried out on the tissue sections. The isoform shift of the skeletal muscle fibers, muscle fiber cross-sections, performance increase and heart frequency at lactate 2 and 4 mmol/l as parameters of performance improvement were examined. Additional decisive investigations of this study were the molecular cellular adaptation of oxidative stress (8-isoprostane as marker for oxidative stress), of the antioxidative enzymes (MnSOD, GPx and Prx 1-6) and the mitochondrial signal proteins (PGC1α, NRF1 and TFAM) as a result of physical activity in the form of endurance and strength training. Furthermore, the basal expression of antioxidative enzymes and mitochondrial signal proteins in non-insulin dependent type-II diabetics (NIDDM) and adipose non-diabetic men (NDM) were compared. Physical performance improved in both training groups. The other morphological parameters recorded, like muscle fiber shift and fiber cross-section, did not achieve any significant changes across both groups. 8-isoprostane as a marker for oxidative stress was significantly reduced among the type-II diabetics compared to the control group and yet remained unchanged after the training. There was no difference in the basal comparison in the case of MnSOD, but GPx was significantly lower among type-II diabetics. The expression of SOD and GPx increased significantly in both training forms. Expression of Prx 2 and 6 was significantly increased among type-II diabetics when controlled. Among type-II diabetics, endurance training produced a significant increase in Prx 1 and a trend towards higher Prx 4-6; among the strength group there was only a trend to higher Prx 5 expression. PGC1α and TFAM decreased significantly before training among the type-II diabetics compared to the control group and remained unchanged after training. NRF1 was the same in all groups before training; it was reduced significantly in both groups through training. There was no specific group effect when comparing both intervention groups regarding the isoform shift of the skeletal muscle fibers, the muscle fiber cross-sections, improvement in physical performance, increase in expression of antioxidative enzymes (SOD, GPx) and mitochondrial signal proteins (PGC1α, NRF1 and TFAM). The only differences in the training groups were the expression of peroxiredixin isoforms; despite the results being expressed mostly as trends, the endurance training appears to be an efficient form of exertion. Moreover, down- or up-regulation of mitochondrial signal proteins was in some cases significant or in part evident as a trend, which may indicate that physical activity in muscles can influence regulation of mitochondrial signal proteins. Consequently, it would be advisable to include several protocols (of different intensity and duration) in future studies with several post-training samples (at various times) in an experiment to obtain valid and meaningful results on adaptation mechanisms as reactions to training. It would also be necessary to demonstrate in further studies whether Prx and TFAM generally show higher expression in type-I fibers and whether NRF1 and TFAM are co-regulated through another alternative transcription factor. In summary, one may conclude that systematically planned training interventions with type-II diabetics carried out over 12 weeks (two to three times a week) with sub-maximum intensity, improve the frequently reduced performance and unfavorable oxidative stress situation among diabetics through up-regulation of antioxidative enzymes, such as superoxide dismutase, glutathione peroxidase as well as the antioxidative peroxiredoxins, above all also in the mitochondria. Hence physical activity can make a protective contribution with regard to the origins of the illness and the progression of diabetic secondary complications

    Age-related deficits in dual-task walking and motor control: The role of cognitive functions and task demands

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    Summary:<br> Background: Several studies have shown that the gait, especially that of older persons, is affected by varying secondary tasks and their cognitive demands in different ways. Some of the previously utilized tasks were able to create age-related deficits in dual-task walking while other tasks were not. The main question that arises when reviewing present literature is which task characteristics a secondary task needs to cover in order to create age-related deficits in human locomotion. The presented thesis tries to answer this question by evaluating the influence of different task characteristics and their cognitive demands on the gait behavior of young and older persons. Additionally, the experiments utilize several cognitive measures (e.g. attention, planning, executive function, etc) to determine subjects cognitive capacities and its influence on deficits found in locomotion. Methods: In the course of the present thesis five experiments were implemented that elaborated a series of dual-tasks while walking with different consequences for information processing systems and demands to the subjects’ cognitive and motor performances. The author applied continuous and brief secondary tasks as well as tasks affecting different cognitive abilities, e.g. the visual system, the motor system and verbal or arithmetic processes, etc. The author also expanded the paradigm used to non-walking task and examined the influence of eye-movements and attention on bimanual tracking performance in young and older people. Results: The experiments showed that age-related deficits of walking are accentuated under dual-task conditions when the secondary non-walking task creates high demands to the human visual system and the integration of visual information. The emergence of deficits in human locomotion could be shown when using continuous secondary task (e.g. checking boxes on a sheet of paper) and when using brief visual distraction (e.g. presentation of mental rotation task for 2 seconds) as well. Conclusion: The results confirm the role of visual demand for age-related deficits in human locomotion, but do not support a similar role for tasks requiring manual or verbal skills. This thesis documents for the first time that visual demanding tasks influence the entire spatio-temporal gait structure, especially that of older people. <br><br> Zusammenfassung:<br> Hintergrund: Studien haben gezeigt, dass der menschliche Gang, besonders der von älteren Menschen, durch verschiedene Zweitaufgaben und deren kognitiven Anforderungen in unterschiedlicher Weise betroffen ist. Einige der bisher verwendeten Aufgaben waren in der Lage, altersbedingte Defizite im Gehen unter Doppeltätigkeit zu erzeugen, während andere Aufgaben das nicht konnten. Bei der Überprüfung des gegenwärtigen Literaturstands stellt sich hauptsächlich eine Frage: Welche Merkmale und Anforderungen muss eine Zweitaufgabe haben, um altersabhängige Defizite im menschlichen Gangverhalten zu erzeugen? Die vorliegende Arbeit versucht, diese Frage durch die Untersuchung des Einflusses verschiedener Zweitaufgaben und deren kognitiven Anforderungen an das Gangverhalten von jungen und älteren Menschen, zu beantworten. Darüber hinaus nutze der Autor dieser Arbeit mehrere kognitive Testverfahren (z.B. Aufmerksamkeit, Planung, exekutive Funktion, etc.), um die kognitiven Fähigkeiten der Probanden zu erheben und deren Einfluss auf altersbedingte Defizite in der Fortbewegung zu bestimmen. Methodik: Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden fünf Experimente durchgeführt, welche eine Reihe von Zweitaufgaben während des Gehens nutzen, die alle unterschiedliche Auswirkungen auf die Datenverarbeitungssysteme (z.B. das visuelle System, das motorische System und verbale oder arithmetische Prozesse, etc.) des Einzelnen hatten und unterschiedliche Anforderungen an die kognitive und motorische Leistungsfähigkeit der Probanden stellte. Zudem nutzte der Autor sowohl kontinuierliche Zweitaufgaben, als auch zeitliche kurze Nebenaufgaben, um den Einfluss von kurzen Ablenkungen auf den menschlichen Gang zu untersuchen. In einem letzten Schritt erweiterte der Autor das bestehende Untersuchungsdesign und untersuchte den Einfluss von Augenbewegungen und Aufmerksamkeit auf bi-manuelle Trackingleistung von jungen und älteren Menschen. Ergebnisse: Die hier durchgeführten Experimente konnten zeigen, dass altersbedingte Defizite beim Gehen unter Doppeltätigkeit besonders dann auftreten, wenn die Zweitaufgabe hohe Anforderungen an das visuelle System und die Integration von visuellen Informationen stellt. Die Entstehung von Defiziten in der menschlichen Fortbewegung konnte zudem sowohl bei der Verwendung von kontinuierlichen Zweitaufgaben (z.B. ankreuzen von Kästen auf einem Blatt Papier), als auch bei der Verwendung von kurzen visuelle Ablenkungen (z. B. Präsentation einer mentalen Rotationsaufgabe für 2 Sekunden) gezeigt werden. Fazit: Die Ergebnisse bestätigen die Rolle der visuellen Informationsverarbeitung und des visuellen Systems für altersbedingte Veränderungen im menschlichen Gang, aber sie verneinen eine ähnliche Rolle für Zweitaufgaben, die eine manuelle oder verbale Komponente beinhalten. Die vorliegende Arbeit dokumentiert zum ersten Mal, dass visuelle anspruchsvolle Aufgaben die gesamte räumliche und zeitliche Struktur des menschlichen Gangs, vor allem den der älterer Menschen, beeinflussen

    Der Einfluss intermittierender Hypoxie auf den Laktattransport in den Erythrozyten und Skelettmuskelzellen des Typ-2-Diabetikers

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    Zusammenfassung Das Laktatanion als ein energiereiches Molekül und der Transport zwischen Zellen und Geweben über die Monocarboxylattransporter (MCT) sind im pathologischen Stoffwechsel der Diabetes-Typ-2-Patienten noch wenig erforscht. Einerseits wird ein erhöhter Ruhelaktatspiegel als eigenständiger Risikofaktor für DT2 gesehen, andererseits könnte die Oxidation von Laktat als Surrogat bei einer eingeschränkten Glukoseverwertung infolge der Insulinresistenz die Energieversorgung vor allem unter körperlicher Belastung sicherstellen. Die Forschungsergebnisse zu erhöhtem Glukose-verbrauch (Pasteur-Effekt) sowie Hinweise auf einen Anstieg der MCT- Proteindichte unter Hypoxie lassen ein Synergiepotential erkennen, welches durch belastungsbedingten zellulären Sauerstoffmangel begünstigt werden kann. Insbesondere Patienten mit einer hyperglykämischen Stoffwechsellage könnten so ihr kardiovaskuläres Risikoprofil verbessern. Die vorliegende Arbeit untersuchte daher die Wirkung eines moderaten Bewegungs-programms unter intermittierender normobarer Hypoxie in der Gegenüber-stellung mit einem Ausdauertraining und einem moderaten Bewegungs-programm an zuvor körperlich inaktiven männlichen nicht-insulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern (n = 55, Alter 59.9 ± 9.4 Jahre, BMI 31.6 ± 4.0). Es wurde immunhistochemisch überprüft, ob die sechswöchigen Interventionen in der Skelettmuskulatur und den Erythrozyten zu Anpassungen der MCT- Proteindichten führen. Außerdem wurden mögliche Veränderungen der Muskelfaserzusammensetzung und Faserdicke sowie der Verteilung des Laktatanions im Blut untersucht. Alle Interventionen führten zu einem signifikanten Anstieg von Parametern der körperlichen Leistungsfähigkeit: Die relative maximale Sauerstoff-aufnahme, die maximale Wattleistung und die Leistung bei 2 mmol/l- sowie 4 mmol/l Laktat wurden bei gleichzeitiger Reduktion des Ruheblutdruckes verbessert. Die Muskelfaserdicke blieb in allen Gruppen unverändert. Das Verhalten der Verteilung des Laktatanions im Blut in Ruhe und unter körperlicher Belastung wurde durch keine der Interventionsformen verändert und es zeigten sich keine Unterschiede im Vergleich zu Ergebnissen in Studien mit gesunden Probanden. Nur in der Ausdauergruppe konnten signifkante Änderungen der MCT-Proteindichten und der Muskelfaserzusammensetzung gesichert werden: Im Sarkoplasma stieg die MCT1-Proteindichte bei gleichzeitiger Abnahme der MCT4-Dichte und es kam zu einer prozentualen Zunahme der Typ1-Muskelfasern gegenüber den Typ2-Fasern. In den Erythrozyten bewirkte das Ausdauertraining eine basale Zunahme der MCT1-Proteindichte und nach der Intervention konnte unter akuter körperlicher Belastung eine Abnahme der MCT1-Dichte nachgewiesen werden. Die Änderungen der MCT-Proteindichten in der Skelettmuskulatur könnten durch den Fasershift erklärt werden, da in den Typ1-Fasern mehr MCT1-Proteine exprimiert werden als in den Typ2-Muskelfasern. Der Abfall der MCT1-Proteindichte in den Erythrozyten unter Belastung könnte ein Hinweis auf eine Translokation der MCT1-Proteine aus dem Zytosol in die Membran sein. Obwohl es in der Hypoxiegruppe weder in der Muskulatur noch in den Erythrozyten zu signifikanten Änderungen der MCT-Proteindichten kam, ist ein moderates Bewegungsprogramm unter intermittierender normobarer Hypoxie in der initialen Phase zu einer körperlich aktiveren Lebensweise von Typ-2-Diabetikern eine wirksame alternative Therapieform. Weitere Forschungen zu den Regulationsmechanismen auf zellulärer und molekularer Ebene sind notwendig, um dadurch gezielter mit sportherapeutischen Interventionsmaßnahmen gegen die Progredienz dieser Erkrankung vorzugehen und die Lebensqualität der Typ-2-Diabetiker nachhaltig zu verbessern. Abstract The role of lactate as a metabolic fuel and its transport via monocarboxylate transporters (MCTs) are only partially investigated in connection with the pathological metabolism of diabetes-type-2. On the one hand, increased resting lactate values are considered to be a risk factor in type-2-diabetes, on the other hand the oxidation of lactate could provide the energy (during physical activity) which is lacking from restricted glucose uptake due to insulin resistance. As glucose uptake into the cell is one major problem in type-2-diabetes, possibilities or interventions increasing this uptake or alternative pathways (lactate metabolism) could be beneficial. Studies showed that hypoxia and/or exercise increase glucose metabolism and the expression of MCTs. It can be speculated that these hypoxia/exercise induced changes could be beneficial for patients with a hyperglycemic status. Therefore the present study investigated the effects of six weeks of moderate exercise under intermittent normobaric hypoxic conditions. As a reference, a second group performed the same moderate exercise under normoxia, and a third group performed moderate endurance training in normoxic conditions. All subjects were sedentary male non-insulin-dependent type-2-diabetics (n = 55, age 59.9 ± 9.4 years, BMI 31.6 ± 4.0 kg/m²). Before and after the interventions, fibre type distribution, cross sectional area and MCT-density in skeletal muscle and red blood cells (RBC) were investigated. Furthermore the lactate distribution between plasma and RBC under resting and exercise conditions was analyzed. All interventions showed a significant increase in endurance capacity (VO2peak, peak power and lactate threshold) and a reduction in resting blood pressure, without differences between the groups. Skeletal muscle MCT1- density showed a significant increase accompanied by a significant decrease of MCT4 in the endurance group only. Furthermore the percentage of type-1 muscle fibres increased. The density of MCT1 in RBC under resting conditions was significantly higher; under exercise conditions MCT-density significantly decreased after the endurance training only. Lactate distribution between plasma and RBC was not altered in any group. The changes in skeletal muscle MCT might be explained by the fibre type shift, as type-1 fibres express more MCT1. The decrease of MCT1 in RBC after exercise might give a hint of a possible translocation of lactate transporters. Even though the changes in lactate transport and fibre type composition were present in the endurance group only, all training regimes showed beneficial effects on endurance performance. These results show that moderate exercise with or without hypoxia could be a promising alternative to conventional endurance training in the initial phase of a more active life style of type-2-diabetes-patients

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