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Unterhaltung durch Sport und Medien - Eine Analyse der Darstellung des Sports als nichtfiktives Unterhaltungsangebot in der Bundesrepublik Deutschland -
Sport ist seit den 1980er Jahren eine zunehmend wertvolle Ressource für die Produktion massenmedialer Unterhaltungsangebote geworden. Egal ob in TV, Hörfunk oder Print, Sport ist v.a. als nichtfiktives Unterhaltungsangebot ein wichtiger Quotengarant. Entsprechend werden Themen, Ereignisse und Akteure aus dem Sport in zunehmendem Maße in verschiedenen redaktionellen Kontexten (Reality-Shows, People- und Lifestyle-Sektor) als Unterhaltungsangebote eingesetzt.
Trotz der steigenden Relevanz des Sports als massenattraktive Unterhaltungsware hat sich die Forschung mit diesem Untersuchungsgegenstand wenig auseinandergesetzt. Der vorliegende Band wirft einen genauen Blick auf Konzeption, Produktion und Verwertung des Sports als Unterhaltungsware in den Massenmedien. Es werden Produktionsmuster und -logiken der Massenmedien durchleuchtet sowie das Ausmaß des Angebots seit den 1980er Jahren im TV- und Printsektor mittels umfangreichen empirischen Datenmaterials aufgezeigt. Es wird dabei verdeutlicht, welche Möglichkeiten, Notwendigkeiten, Risiken und Chancen mit der zunehmenden Unterhaltungsausrichtung für die Akteure im Sport- und Mediensystem einhergehen.
Since the 1980s, sport has become an increasingly valuable resource for the production of mass media entertainment. Sport guarantees high viewing rates especially within the non-fictional entertainment section, no matter whether on TV, in the radio or in print media. Accordingly, topics, events and participants from the field of sport are increasingly being established in various editorial contexts (reality shows, within the people and lifestyle area) for the means of entertainment.
Regardless of the ascending relevance of sport as an entertainment tool that attracts masses, scientific research has hardly recognised it as an object of investigation. This publication addresses aspects of conceptual design, production and utilisation of sport as an entertainment product in mass media. Mass media’s production patterns and their logic are analysed in detail, and the increasing dimension of the product range since the 1980s is also observed on the basis of extensive empirical data taken from TV and print media. The analysis enables the discussion of potentials, requirements, risks and chances that arise for the participants of the sport and media system due to the increasing focus on entertainment
Leistungsphysiologische Untersuchungen im Handbikesport bei Menschen mit einer Verletzung oder Erkrankung des Rückenmarks
Leistungsphysiologische Untersuchungen im Handbikesport bei Menschen mit einer Verletzung oder Erkrankung des Rückenmarks
Handbiken ist im letzten Jahrzehnt eine beliebte Sportart für Menschen mit einer Rückenmarksverletzung oder einer Amputation der unteren Gliedmaßen geworden. Innerhalb der letzten Jahre konnte eine enorme und permanente Leistungssteigerung im Spitzensport beobachtet werden. Dies spiegelt sich besonders in den Siegerzeiten wieder.
Da eine komplexe Schädigung des Rückenmarks in Abhängigkeit von der Lokalisation der Beeinträchtigung des autonomen Nervensystems einhergeht, wurde in der vorliegenden Arbeit (unter Berücksichtigung dieser Beeinträchtigungen) der Einfluss von leistungsphysiologischen, biomechanischen sowie taktischen Faktoren auf die Leistung beim Handbiken untersucht.
Die Untersuchung besteht aus folgenden Teilstudien:
Teilstudie I: „Leistungsreduzierung beim Handbiken durch Fahren im Windschatten bei drei definierten Geschwindigkeiten“
Teilstudie II: „Relevanz leistungsphysiologischer Verfahren und Parameter für die Wettkampfergebnisse sowie deren Prognose beim Handbiken“
Teilstudie III: „Hämatologische Parameter und der Eisenstatus von Athleten (Handbike) mit einer paraplegischen Lähmung“
Teilstudie IV: „Aktivierungsmuster von sechs Muskeln während einer Armergometrie bei einem stufenförmigen Belastungstest in Bezug zum vorliegenden Drehmoment“
Teilstudie V: „Einfluss unterschiedlicher Kurbelhöhen auf spirometrische, metabolische und elektromyographische Parameter“
Insgesamt nahmen 51 Probanden teil, davon 31 männliche Sportstudenten und 20 männliche Sportler mit einer Erkrankung oder Verletzung des Rückenmarks.
Weiterführende Studien in diesem Fachgebiet sollten die vorliegenden Ergebnisse zur weiteren Optimierung der Sportart Handbike einbeziehen sowie offen gebliebene Fragen beantworten.
Analysis of physiological, neuromuscular and haematological parameters at hand cycling in athletes with a spinal cord injury or an amputation
Hand cycling has become a popular kind of sport for people with spinal cord injury (SCI) or amputation of lower extremities last decade. Within last years an enormous and permanent improved performance could be observed in top-level sport. This is reflected particularly at the winner times.
Complete SCI is accompanied by failure of motor and sensitive functions as well as a strong impairment of autonomous nervous system into dependence of the localization of the paralysis. The influence of physiological performance, biomechanical as well as tactical factors (under consideration of these impairments) on the performance was examined in this work.
The examination consists of following five partial studies:
Part I: „Power output reduction at hand cycling by driving in slipstream at three defined speeds”
Part II: “Relevance of physiological tests and these parameters for competition results”.
Part III: “Haematological parameters and iron status of athletes (hand cyclists) with a spinal cord injury”
Part IV: “Neuromuscular patterns of six muscles during an arm cranking exercise at an incremental stage test with respect to torque production”
Part V: “Influence of different crank heights on pulmonary, metabolic and neuromuscular patterns”:
The present results should be included in secondary studies in this area for the further optimization of the kind of spot hand cycling
Verteilungsprofil kardiovaskulärer Risikofaktoren und deren Erfassung mittels computergestützter Risikoscores: Vergleichende Analyse des ESC-, Deutschland-, Framingham- und PROCAM-Scores im Rahmen der PräFord-Studie
Abstract:
Verteilungsprofil kardiovaskulärer Risikofaktoren und deren Erfassung mittels computergestützter Risikoscores: Vergleichende Analyse des ESC-, Deutschland-, Framingham- und PROCAM-Scores im Rahmen der PräFord-Studie
Kardiovaskuläre Erkrankungen stellen die häufigste Todesursache in den Industrienationen dar. Die PräFord-Studie ist zum einen eine prospektive multizentrische Kohortenstudie zur Bewertung des Risikos für ein kardiovaskuläres Akutereignis (Gesamtkollektiv), zum andern eine prospektive, randomisierte, kontrollierte, multizentrische klinische Interventionsstudie für das Hochrisikoteilkollektiv. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Datenpool der Ergebnisse der initialen Screening-Phase innerhalb der prospektiven Kohortenstudie zu evaluieren. In einer Querschnittsanalyse wurde das kardiovaskuläre Risikoprofil für 4810 (724 Frauen, 46,6±13,2 J., 166,2±7,1cm, 70,1±13kg, BMI 25,4±4,6kg/m2; 4086 Männer, 44,8±10,5 J., 178,8±7,5cm, 86,9±13,4kg, BMI 27,2±3,9, kg/m2) Probanden durch ein systematisches Screening ermittelt. Die Berechnung erfolgte anhand des Scores der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), welcher das Risiko für ein tödliches kardiovaskuläres Ereignis in den nächsten zehn Jahren ermittelt. Es wurde eine Stratifizierung in drei Risikogruppen (RG I-III) vorgenommen. Zum Vergleich berechneten wir die erhobenen Risikodaten des Kollektivs mit drei weiteren Score-Modellen, dem Framingham-Score, dem PROCAM-Score sowie dem Deutschland-Score. Die zentralen Ergebnisse lauten: 14,8% der Probanden wurden in die RG III berechnet und wiesen somit ein hohes Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis auf. Dies betraf 16,1% der Männer und 7% der Frauen. Bei mehr als einem Drittel der Probanden fand sich eine mittlere Gesamtgefährdung (RG II; 36,5%) und rund die Hälfte (RG I; 48,7%) galt als gering gefährdet. Das Alter war der entscheidende Grund für eine Eingruppierung in eine hohe RG. Der ESC- und der Deutschland-Score errechnen deutlich höhere Risiken für kardiovaskuläre Ereignisse als die Modelle nach PROCAM bzw. Framingham. Es können somit bedeutende Ergebnisunterschiede zwischen den angewandten Score-Modellen festgestellt werden. Sie betreffen zum einen die Wertigkeit der verschiedenen kardiovaskulären RF, zum andern die Fokussierung auf unterschiedliche kardiovaskuläre Ereignisse (Morbidität vs. Letalität). Allen Modellen gemeinsam jedoch ist die Empfehlung einer therapeutischen Lebensstilintervention in Verbindung mit einer medikamentösen Therapie auf Basis aktueller Leitlinien für die jeweilige Hochrisikogruppe III. Aus den Befunden wird geschlossen, dass die prospektive, zehn Jahre dauernde PräFord-Studie dazu beitragen könnte, die Sensivität und Spezifität des ESC- und Deutschland-Scores zu optimieren. Der PROCAM-Score blickt an dieser Stelle bereits auf retrospektive Daten zurück. Der regionalisierte europäische ESC-Score (Deutschland-Score) scheint die deutsche Bevölkerung präziser einzuschätzen, als es der „high-risk“ Score der ESC ermöglicht. Der Framingham-Score ist sicher ungeeignet, da die Studienpopulation auf Daten der USA basiert, die bis zu drei Jahrzehnte alt sind. Im Rahmen einer Präventionsstudie sollte dem Einzelnen bei vorhandenem hohem kardiovaskulärem Risiko die Notwendigkeit einer Lebensstilintervention aufgezeigt werden. Hier erscheint der Deutschland-Score als das geeignetste Score-Modell.
Abstract
Distribution profile of cardiovascular risk factors and their calculation by means of computer-assisted risk scores: Comparative analysis of the ESC-, Germany-, Framingham- and PROCAM-Scores in the framework of the PreFord study
Cardiovascular diseases represent the most frequent cause of death in the industrial nations. The PraeFord study is a prospective multi-centric cohort trial for the evaluation of the risk of suffering from an acute cardiovascular event (total collective). Furthermore the trial is a prospective, randomized, controlled, multi-centric clinical intervention for the evaluation of a high risk partial collective. The main objective of the trial was to evaluate the pool of data obtained from the results of the initial screening phase within the prospective cohort trial. In a qualitative cross case analysis the cardiovascular risk profile of 4810 (724 female, 46,6±13,2y, 166,2±7,1cm, 70,1±13kg, BMI 25,4±4,6kg/m2; 4086 male 44,8±10,5y, 178,8±7,5cm, 86,9±13,4kg, BMI 27,2±3,9, kg/m2) subjects was determined through systematic screening. The scores of the European society for Cardiology (ESC), which determine the risk of the occurrence of a deadly cardiovascular event for the next ten years, were implemented for the evaluation. The subjects were sub-grouped according to risk factors, three main groups were formed; RG I-III. Three further score models; the Framingham-Score, the PROCAM-Score as well as the Deutschland-Score were applied to allow the comparison of the data obtained. RESULTS: The primary results can be summarised as: 14,8% of all subjects, consisting of 16.1% of the male and 7% of the female subjects were classified into the RG III group, thus exhibiting a high risk for the occurrence of an acute cardiovascular event. More than one third of the subjects were classified as less endangered (RG II; 36,5%) and approximately half (RG I; 48,7%) were considered as least endangered. The fundamental reason for the classification into the RG III group was the age of the subjects. The ESC- and the Deutschland-Score clearly calculate a higher risk for the occurrence of a cardiovascular event than the models after PROCAM and/or Framingham. Thus crucial differences between the results of the applied Score models could be determined. The models are primarily concerned with the various cardiovascular risk factors as well as focussing on the different outcomes of the cardiovascular events (morbidity vs. lethality). However all models concededly recommend a therapeutic life-style intervention in addition to a medicamentous therapy based on the current guidelines for the respective group: RG III. CONCLUSION: A prospective ten year continuation of the PraeFord intervention could contribute to optimising the sensitivity and specificity of the ESC- and Deutschland-Scores. Currently the PROCAM-score retrospectively evaluates the obtained data. The regional European ESC-Score (Score-Deutschland) seems to estimate the German population more precisely, more so than the "high risk" Score of the ESC. The Framingham-Score proves to be unsuitable, as the trial population is based on the data from the USA, who are all older than 30 years. In the context of a prevention study with existing high cardiovascular risk, the necessity for a life-style intervention should particularly be highlighted. Thus the Deutschland-Score appears to be the most suitable Score model
GIS – gestützte Herleitung des Störungspotenzials von hochmontanen Tierlebensräumen durch Natursportaktivitäten
Abstrakt:
In drei ganzjährig durch den Erholungsverkehr genutzten Gebieten des Schwarzwaldes (Kaltenbronn, Rohrhardsberg und Hohtann) wurde innerhalb eines Untersuchungszeitraums von zwei Jahren anhand verschiedener Untersuchungsmethoden (Vollzählung, automatische Zählanlage, Momentaufnahme, Sichtmessungen, Schallmessungen) das ganzjährige Besucheraufkommen quantitativ und qualitativ dokumentiert und deren Auswirkungen auf Wildtierlebensräume, speziell Auerwildlebensräume, analysiert.
Hierzu wurde ein Bewertungsmodell erstellt, das Freizeitaktivitäten in Abhängigkeit von der Jahreszeit flächenscharf bezüglich ihrer Nutzungsintensität einordnet, vergleicht und zusammenfasst, Konfliktpotentiale aufzeigt und die Effizienz von Lösungsvorschlägen zur Minimierung dieser Konfliktpotentiale prüfen kann. Die wichtigsten Parameter des Modells waren Besucherzahlen an Durchschnitts- oder Spitzentagen und die zum Teil von der Art der Freizeitaktivitäten abhängige Aufenthaltsdauer in den Untersuchungsgebieten, die als Aktivitätsmuster dargestellt wurden. Ebenso wurden typische Bewegungsmuster der einzelnen Freizeitaktivitäten und ihre Verteilung in den Untersuchungsgebieten einbezogen. Das Modell berücksichtigte schließlich auch die Qualität von Auerwildlebensräumen und den Tagesgang bzw. die saisonalen Aktivitätsmuster von Auerwildaktivitäten.
Die erholungsbedingten Nutzungsintensitäten werden im Sommer vor allem von Wanderern geprägt, im Winter von Skilangläufern. Für Konflikte mit Wildtierlebensräumen entscheidend sind vor allem die hohen Nutzungsintensitäten bei maximalem Besucheraufkommen an in der Regel wenigen Spitzentagen. Von der Waldstruktur abhängige Reichweiten von Sicht- und Schallreizen entlang der Wege geben Auskunft über die potentiell durch Erholungsnutzung beeinflussten Wildtierlebensräume (potentielle Reizräume, Störschleppen). Zur Entschärfung von Zielkonflikten werden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, wie zum Beispiel die Verlegung oder Stilllegung einzelner Wanderwege und Loipen, den Aufbau eines Sichtschutzes durch Gehölze und Gebüsche entlang der Wege und Loipen und die Verbesserung der Habitatqualität in den großen zusammenhängenden Flächen der Nettolebensräume.
Nach der Verifizierung des Modells in den drei Untersuchungsgebieten, bietet es sich an, das Modell an die Gegebenheiten anderer Gebiete zu adaptieren und zur Konfliktanalyse „Erholungsnutzung - Wildtierlebensraum“ zu nutzen.
Abstract:
In three areas in the Black Forest (Kaltenbronn, Rohrhardsberg and Hohtann), which are frequented all over the year by recreation an investigation was carried out about the effect of recreation activities and wildlife habitat. This study was executed by using various methods (complete count of the visitors, automatic count by photo-electric barrier, moment count, measurement of view and sound distance) within a period of 2 years.
For this, a new evaluation model has been created, which classifies, compares and resumes the recreation activities depending on season in terms of the intensity of utilisation. This model should also disclose conflict potential and test the efficiency of solutions to minimize this conflict potential.
The attendance on average or peak days and the duration of stay depending on the recreation activities in the areas of investigation, described as activity pattern, were the most important parameters of the model. Other characteristic activity patterns of the several recreation activities and their distribution within the areas of investigation were involved. Finally, the model also considered the quality of grouse habitats and the daily, respectively seasonal activity patterns of grouse activities.
The recreational utilisation intensities in summer are determined in the first instance by hikers, in winter by cross-country skiing. Important for conflicts with wildlife habitats are mainly the high utilisation intensities due to maximum attendances at usually only a few peak days.
Depending on the forest composition distances stimulus of sight and sound along the way give information about wildlife habitats which may be influenced by recreation utilisation (potential attraction areas, disturbance trail). For mitigating the conflicts of aims various arrangements have been proposed, for example the relocation, respectively closing of several hiking trails and cross-country ski runs, the construction of view-protection screens by wood and coppice along the hiking trails and cross-country ski runs and the improvement of habitat quality in the great interrelating areas of net habitats.
After the verification of the model in the three investigation areas it is recommended to adapt the model to the conditions in other regions and to use it for a conflict analysis: recreation utilisation vs. wildlife habitat
Das spirografische Arbeits-O2-Defizit
Zusammenfassung: Das spirografische Arbeits-O2-Defizit: Es wurde eine Untersuchung über den Einfluss von 100% Sauerstoffatmung auf ausgewählte metabolische, kardio-respiratorsiche sowie hämodynamische Parameter durchgeführt. Das Ziel der Arbeit war die Überprüfung des spirographischen Defizits (sD) nach HOLLMANN (1963), definiert als Sauerstoffmehraufnahme (VO2) von 100 ml/min nach Umschaltung von Raumluft (NO)- auf Hyperoxieatmung (HE) bei submaximaler Belastung. Ferner wurde die Beziehung des sD zur ermittelten 4 mmol/l Laktatschwelle überprüft. 12 männliche Probanden (VO2max:51,4±8,7ml/min/kg) absolvierten einen Rampentest und Stufentest[M1]. Nach jeweils dreitägiger Pause erfolgten 15-minütige steady-state-Dauertests (DT) bei 30 und 80, 40 und 70, 50 und 60% der Pmax. Jeder DT bestand aus drei Phasen à fünf Minuten. In der ersten (NO1) und dritten Phase (NO2) atmeten die Probanden Raumluft. In der zweiten Phase (HE) atmeten die VP reinen Sauerstoff (FinO2=100%). Ein hardwaremodifiziertes b-b-b Spirometer (Typ ZAN 600 USB) zeichnete sämtliche spirometrischen Parameter auf. Ein eigens für die Untersuchung entwickeltes Softwaremodul wertete im Anschluss die Parameter VO2, VCO2, Atemminutenvolumen (VE), Atemfrequenz (Af), Herzfrequenz (Hf) sowie in- und exspiriertes Atemzugvolumen (Vin/Vex) auf der Berechnungsgrundlage von BEAVER et al. (1981) aus. Die Befunde zeigen, dass das von HOLLMANN beschriebene, mit geschlossenen Spirometern gemessene sD mit einem offenen breath-by-breath-Spirometer reproduziert werden kann und bei einer Belastungsintensität ca. 70% Pmax auftritt. Das sD geht mit einer deutlichen La-Akkumulation einher. Die initiale Atemberuhigung zu Beginn von HE, ersichtlich durch eine Verringerung der VE, AF und HF, belegt die dominante atemregulierende Wirkung von O2 zu Beginn von HE.
Abstract: Spirografic Oxygen Deficit: Several test procedures have been designed to quantify metabolic and respiratory function since KNIPPING introduced spiroergografic testing in 1929. Altering inspired oxygen content (FinO2) leads to several metabolic and cardio-respiratory reactions. HOLLMANN defined the spirografic oxygen deficit (SOD) in 1963 as the excess oxygen uptake (VO2) above 100 ml/min after changing FinO2 from normoxia (NO) to hyperoxia (HE) during steady state load. The SOD was measured by closed circuit spirographs and was regarded as the sufficiency limit of submaximal endurance performance due to the limiting factors of peripheral oxygen consumption. The goal of the study was to determine whether the intensity at which SOD appears relates to an increase in lactate (La) accumulation. The results document a non-invasive La-independent method of measuring submaximal endurance performance with a special breath-by-breath (bbb) apparatus. Twelve healthy male subjects VO2max:51.4±8.7 ml/min/kg) performed a ramp and incremental test on a cycleergometer. After three days rest, three test series were performed at 30 and 80%, 40 and 70%, 50 and 60% Pmax respectively. After five minutes of NO, FinO2 was increased to 100% O2 for five minutes. VO2, VCO2, ventilation (VE), inspired and expired volume (Vin/Vex), breath frequency (BF) and heart rate (HR) were calculated by a modified bbb spirograph. The results demonstrate a reproduction of the SOD with a modified open breath-by-breath spirografic device. The SOD occurs in healthy subjects at 70% Pmax accompanied with a significant increase in La and pH drop. The initial respiratory depression, visible by decrease in VE and BF, shows a dominant respiratory control of O2 at the beginning of HE. Subsequent hyperventilation occurs due to increasing paCO2. The results show that the measurement of SOD is a possible non-invasive tool for evaluating submaximal endurance performance with a special bbb apparatus
Freie Radikale in Ruhe und bei Körperarbeit unter modifiziert artifiziellen Vitamin-C-Beeinflussungen
Zusammenfassung<p>
Vitamin C (VC) gilt als effektiver Radikalenfänger, welcher das endogene antioxidative System beim Sport unterstützen könnte. Aufgrund der kurzen Verweildauer von VC im Körper wurden Retard-Produkte hergestellt, die längeren Schutz bieten sollen. Die Effektivität dieser Produkte im Hinblick auf den belastungsinduzierten Anstieg des oxidativen Stresses ist jedoch unbekannt.
Wir verglichen an 13 gesunden männliche Probanden (Alter 28±3,7 Jahre, VO2max 56,3±7,4 ml/kg·min-1) die Wirkung von je einem Placebo- und zwei VC Präparaten (1000 mg Brausetablette (Brause), 500 mg Retardkapsel (Retard)) vor, während und nach einer 60 minütigen Belastung auf dem Fahrradergometer bei 61 % VO2max. Zur Beurteilung des oxidativen Stresses wurde im venösen Bluts oxidiertes Glutathion (GSSG), reduziertes Glutathion (GSH), das Verhältnis von reduziertem zu oxidiertem Glutathion (GSH/GSSG) sowie die Konzentrationen an 8-Isoprostan (8-Iso) untersucht. Unter körperlicher Belastung kam es bei Placebo zu einem deutlichen Anstieg von GSSG und 8-Isoprostan (p < 0,05), auf den die zusätzliche Einnahme von VC (Brause und Retard) keinen Einfluss hatte. Die VC-Plasmakonzentration (mg/l) war direkt vor Arbeit in den drei Gruppen gleich. Bei Placebo blieb VC im Vergleich zum Basalwert unter Arbeitsbedingungen unverändert. In der Versuchsreihe mit der Brausetablette stieg die VC-Konzentration kontinuierlich unter Belastung an (Ruhewert 1,7±1,3; nach 30min Belastung 5,4±2,7 nach 60min 7,8±4,0, nach 60min Erholung 9,5±4,4, p < 0,01), während bei Retard VC nach 30min. Belastung signifikant, jedoch niedriger als bei Brause erhöht war und im weiteren Verlauf unverändert blieb (Ruhewert 2,39±1,19, nach 30min Belastung 3,62±1,99, nach 60min 3,92±2,19, nach 60min Erholung 4,64±2,69, p < 0,05).
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass das VC dem Metabolismus jeweils in erwarteter Form zu Verfügung stand. Einen vermehrte Entstehung Freier Radikale während körperlicher Arbeit konnten die VC-Präparate nicht verhindern. <p>
Abstract<p>
Vitamin C (VC) is known as one of the most effective antioxidants; witch is assumed to support the endogenous antioxidative system during exercise. Because of the short duration availability of VC in human organism slow-release tablets were developed to provide prolonged protection. It is unknown if the slow-release products can protect against exercise-induced oxidative stress. <br>
13 male participants (age 28.2±3.7 years; VO2max 56.4±7.5 ml/kg·min-1) exercised three prolonged exercise tests at 61% of VO2max for 60 min on a cycling-ergometer. The purpose of the study was to compare the effects of the supplementation of two VC-tablets (1000mg effervescent tablet [A], 500mg slow-release tablets [B]) and one placebo-tablet before, while and after performance. Venous blood sample was withdrawn before and two times during physical exercise (30. and 60. minute) and at 60 min post-exercise. Venous blood was analyzed for oxidized (GSSG), reduced (GSH) glutathione and 8-Isoprostane (8-Iso). <br>
Before exercise VC-concentration (mg/l) in blood plasma was equal in all 3 groups. Placebo ingestion had no effect on VC-differences compared with the initial value. For test A VC increased continuous (Rest 1.67±1.26, after 30min exercise 5.35±2.72, after 60min 7.81±3.98, after 60min recovery 9.54±4.4, p<0.01). In the course of the test B VC increased significant after 30min exercise, but not as much as in test A and remained unchanged after that (Rest 2.39±1.19, after 30min exercise 3.62±1.99, after 60min 3.92±2.19, after 60min recovery 4.64±2.69, p<0.05). During the workload of the placebo-test GSSG and 8-Iso (p<0.05) increased significantly. Additional VC-intake had no influence on this developing. <br>
Conclusion: For the metabolism VC is available in an anticipated manner. Furthermore these data suggested, that VC both slow-release and effervescent tablet, does not prevent the increased generation of free radicals
Sport- und Bewegungstherapie für den weiblichen Beckenboden. Alltagsrelevanz, Analyse und Therapie unter besonderer Berücksichtigung der neuromuskulären Ansteuerung
Hintergrund: Die Beckenbodenmuskulatur stellt eine wichtige Muskelgruppe zum Erhalt der Kontinenz sowie zur Stabilisierung des Rumpfes dar. Sie ist jedoch hinsichtlich ihrer neuromuskulären Aktivität in Physiologie, Analyse und Therapie bislang noch wenig erforscht. Es fehlen insbesondere gesicherte Erkenntnisse zur intermuskulär-koordinativen Einbindung in alltägliche Haltungen und Bewegungen sowie in unterschiedliche Übungskontexte. Darüber hinaus mangelt es an gesicherten Erkenntnissen in vergleichenden Analysekonzeptionen zwischen gesunden und belastungsinkontinenten Probandinnen. Ferner existieren keine expliziten Parameter als Grundlage eines therapeutischen Trainings.
Ziel: Das Ziel der vorliegenden Studien ist die Evaluation der neuromuskulären Ansteuerung der Beckenbodenmuskulatur bei physiologischen Haltungen und Bewegungen, ihre vergleichende Beurteilung zu belastungsinkontinten Frauen sowie die Evaluation eines Biofeedback-gestützten Therapiekonzeptes, welches explizit trainingssteuernde Parameter berücksichtigt.
Methode: Bei den 3 Studien handelt es sich um zwei Querschnittstudien (Studie 1,2) sowie eine Längsschnittstudie (Studie 3). Insgesamt standen 102 Probandinnen zu Verfügung. Bei der Gruppe der Patientinnen (N=67) handelte es sich um belastungsinkontinente Frauen (N=67) im Alter zwischen 28 und 88 Jahren. Die gesunde Probandengruppe (N-37) befand sich im Alter zwischen 23 und 46 Jahren. Mittels Fragebogenevaluation wurden die anamnestischen und symptombezogenen Daten der Probandinnen erfasst. Die Evaluation der neuromuskulären Ansteuerung erfolgte mittels Oberflächen-Elektromyographie. Folgende Muskeln werden abgeleitet: Mm. pelvic floor, M. obliquus internus, M. rectus abdominis, M. glutaeus maximus (Studie 2, 3). Für die Studie 1 wurden zusätzlich der M. obliquus externus, der M. multifiduus, der M. erector spinae und die Mm. adductores abgeleitet. Die Ableitung der Beckenbodenmuskulatur erfolgte mittels intravaginaler Sonde. In der Studie 3 wurden die prozessgestützten Parameter für ein Muskeltraining definiert und über Biofeedback gesteuert. Zur qualitativen und quantitativen Datenanalyse wurde das Roh-EMG-Signal den gängigen signalverarbeitenden Prozessen Gleichrichtung, Glättung und Normalisierung unterzogen. In den hier vorliegenden Studien wurden die EMG-Signale mit einem gleitenden Mittelwert von 100 Datenpunkten geglättet (Root Mean Sqare 100 ms Zeitkonstante). Die Daten aller Probandinnen wurden auf uV-Niveau ausgewertet, die Ergebnisse der gesunden Probandinnen zusätzlich MVC-normalsiert. Die statistische Auswertung erfolgte für die EMG-Daten durch eine multifaktoirielle Varianzanalyse. Die Fragebögen wurden mittels dem Mann-Whitney-U-Test (Studie 2) und dem Wilkoxon Test (Studie 3) statistisch ausgewertet.
Ergebnisse: Studie 1: In nahezu allen untersuchten Haltungen und Bewegungen des täglichen Lebens sowie in Übungssituationen ist die Beckenbodenmuskulatur die prozentual aktivste Muskelgruppe. Bei den untersuchten Übungen wurden die höchsten neuromuskulären Aktivitäten bei apparativ-gestützter Durchführung erreicht. Eine initiale bewusste Anspannung führt zu einem signifikanten Anstieg der neuromuskulären Aktivität. Insgesamt wurde eine intermuskuläre Koordination mit der gesamten posturalen Muskulatur belegt. Studie 2: Die Gruppe der belastungsinkontinenten Probandinnen unterschied sich in allen Items signifikant zur Gruppe der gesunden Probandinnen. Die Ergebnisse der EMG-Analyse belegten signifikante Unterschiede für alle untersuchten Testsequenzen im Vergleich der Gruppen. Durch eine isolierte Anspannung konnte keine maximale Aktivität der Beckenbodenmuskulatur erreicht werden. In stehender Position konnte die posturale Sicherung beurteilt werden. Studie 3: Durch Biofeeback-gestützte Therapiekonzept konnten signifikante Verbesserungen der neuromuskulären Ansteuerung sowie der Inkontinenz-Symptomatik erreicht werden. Sportliche Aktivität und Beteiligung am gesellschaftlichen Leben stiegen signifikant an.
Schlussfolgferung: Die Beckenbodenmuskulatur ist in sämtliche Haltungen und Bewegungen intermuskulär eingebunden und stellt somit einen enormen Beitrag zur Stabilisierung des Rumpfes dar. Im Falle einer Belastungsinkontinenz ist sie dysfunktional beeinträchtigt. Biofeedback bietet sich zur Trainingssteuerung in therapeutischen Konzepten an.
Key words Elektromyographie, Belastungsinkontinenz, neuromuskuläre Ansteuerung, Biofeedback, Training, Haltungskontrolle, Krafttraining.
Sport and exercise therapy for the pelvic floor muscles. Relevance to daily life, analysis and therapy with regard to neuromuscular activation.
Background: The pelvic floor muscles represent an important group of muscles in respect to the preservation of continence as well as trunk stabilisation. There are no randomised controlled reports or trials concerning the neuromuscular activation in physiology and analysis or even in regard to the effectiveness of any treatment of stress urinary incontinence. The assessment of intermuscular-coordiantion integrated into daily life regarding posture and various physical activities as well as different training aspects have largely been neglected. Furthermore, consolidated findings comparing analysis concepts between healthy and stress urinary incontinence subjects have not been made. Moreover explicit parameters as a basis for therapeutic intervention fail to exist.
Purpose The objective of the trials lies in the evaluation of the neuromuscular activation of the pelvic floor muscles. The first trial determines the neuromuscular activation whilst maintaining the physiological posture during physical activities and the activities of daily living as well as under exercise conditions. The second trial, using an EMG-based analysis-concept is evaluated by comparing healthy and stress urinary incontinent subjects. In a third trial an EMG-based Biofeedback therapy concept that focusses the explicit muscle training parameters is evaluated.
Method The three trials consist of two cross-sectional trials (trial 1 and 2) as well as one longitudinal trial (trial 3). The trials involved 102 female subjects in total, who were subgrouped by diagnosis. One group consisting of healthy female subjects (N-37) were between the ages of 23 and 46 years. The other group consisting of stress urinary incontinent subjects (N=67) were between the ages of 28 to 88 years. The anamnesis and symptom data of the subjects was assessed using two questionnaires. Neuromuscular activation was evaluated by means of sEMG. The following muscles were derived: Mm. pelvic floor, M. obliquus internus, M. rectus abdominis, M. glutaeus maximus (trial 3). In addition the M. obliquus externus, the M. multifiduus, the M. erector spinae and the Mm. adductores were derived in the first trial (trial 1). In the third trial the process based parameters for the specific strength training were defined and controlled via Biofeedback. The EMG-signals were raw-EMG without any filter detection and the data of all subjects were interpreted on uV-level. The results of the healthy group were additionally MVC-normalised. The obtained data was analysed using the RMS 100 filter. The EMG data was statistically analysed by means of the multifactor variance analysis and the questionnaires were evaluated using the Mann-Whitney-U-test and the Wilcoxon Test.
Results Trial 1: In almost all evaluated movements concerning posture, activities of daily life as well as movements conducted during exercise, the Mm. pelvic floor is significantly the most active muscle group. The highest neuromuscular activation was achieved during the apparative-based strength training. The intentional initial activation leads to a significant increase of the neuromuscular activation. All postural muscles participating in the intermuscular coordination were documented in the trials. Trial 2: The results show that stress urinary incontinence patients differ significantly in all items in comparison to the healthy group. The results of the EMG-analysis show a significant difference for all test sequences. The maximum activity during an isolated activation of the pelvic floor muscle can not be achieved. The basis positions standing and supine differ significantly in the active test sequences. Trial 3: Significant changes concerning neuromuscular activation and incontinence symptoms were achieved through the Biofeedback-based therapy concept. Physical activity and the participation in daily life increased significantly aswell.
Conclusion: The pelvic floor muscles are integrated in all postural movements and physical activities and therefore make an enormous contribution to the trunk stabilisation. In the case of stress urinary incontinence the muscles are dysfunctionally affected. Biofeedback helps to control and optimise strength training in various therapeutical concepts.
Key words Electromyography, stress urinary incontinence, neuromuscular activation, Biofeedback, postural activity, strength training
Entwicklung eines Messsystems für die Leistungsdiagnostik im Sporttauchen
Zusammenfassung: In dieser Arbeit wurde ein neues Messsystem entwickelt, dass es erlaubt, Taucher schwimmtauchend zu untersuchen und somit erstmalig einen spezifischen Feldtest anzuwenden. Eine gezielte Leistungsdiagnostik für Taucher, welche die besonderen Umweltbedingungen im Wasser berücksichtigt, wird heute für Taucher noch nicht angeboten; mit klassischen standardisierten Verfahren wird nur eine Aussage über den allgemeinen Leistungszustand gemacht (Steinbach et al. 1985, Bräuer et al. 1994). Das Messsystem wird autonom unter Wasser eingesetzt, macht Geschwindigkeitsvorgaben für den Taucher und bietet eine Datenaufzeichnung verschiedener Parameter. Während der praktischen Erprobung des Messsystems wurden 14 Probanden in zwei Versuchsserien getestet. Durch die Nutzung von Kreislauftauchgeräten konnten neben der Herzfrequenz (HF) auch die Sauerstoffaufnahme (_O2), Ventilation und Atemwiderstand bestimmt werden. In der ersten Untersuchungsreihe (5 Probanden) wurden während eines Schwimmstufentests HF und _O2 aufgezeichnet. In der zweiten Untersuchungsreihe (9 Probanden) wurden Ventilation und Atemwiderstände ermittelt. Im laufe der Erprobung des Messsystems konnten Schwächen des ersten Lösungsansatzes bereinigt werden. Eine präzise Geschwindigkeitsaufzeichnung ist essentiell für die gewählten Methoden. Hier ist die Messtechnik teilweise an seine Grenzen gestoßen. Eine genauere Ventilationsmessung könnte durch druckunabhängige Messmethoden erreicht werden. Die Ergänzung des vorhandenen Systems um weitere Komponenten wie eine Schleppboje und eines 'Head up Display' bieten einen Ausblick auf weiterführende Untersuchungen. Die verwendeten Methoden und das Messsytem lieferten brauchbare Daten. Da das Messsystem sich auch als praktikabel erwiesen hat, kann es für Feldtests genutzt werden.
Abstract: A new measuring system was developed and utilised to examine scuba divers underwater, thus a specific field test was applied for the first time. As yet no special test of performance capacity exists that takes into account the particular environmental conditions of diving. Classic standardised procedures such as bicycle ergometer tests only provide an assessment of general physical performance levels (Steinbach et al. 1985, Bräuer et al. 1994). The present system informs the diver about the desired and actual speed and it allows to measure and record several parameters. Field tests were performed in 14 subjects. Heart rate (HR), oxygen uptake (_O2), ventilation and airway resistance were recorded by use of a closed circuit diving apparatus. HR and _O2 during swim tests were recorded in 5 subjects. Ventilation and airway resistance were determined in further test runs (n=9). During the tests some technical drawbacks of the original approach could be eliminated. Towed buoy and a head up display further improve the system. While the pivotal determination of swim speed is limited by the technical devices presently available, the quantification of ventilation can be improved by using pressure independent measurements. The developed measuring system and the applied methods delivered useful data and turned out to be practible. Therefore, it can be used for field test purposes
Über den Einfluss von Vitamin C auf die Oxidation von LDL bei körperlicher Arbeit
Abstract
Eine der wichtigsten Funktionen von Vitamin C (VC) ist die Bewahrung von LDL-Cholesterin vor oxidativen Schädigungen. Es wird davon ausgegangen, dass unter körperlicher Arbeit vermehrt freie Sauerstoffradikale entstehen. Diese schädigen die Zellmembrane und die zirkulierenden Lipoproteine, wodurch z. B. über die Oxidation von LDL (oxLDL) und immunologischen Folgereaktionen die Ausbildung von arteriosklerotischen Gefäßschäden begünstigt wird. In dieser Studie wurden VC Brausetabletten und Retardkapseln eingesetzt. Es ist bisher noch unbekannt, ob das Retardsystems Cetebe® Sportler effektiv vor der vermehrten Oxidation von LDL schützen kann bzw. einen Vorteil gegenüber den Einmaldosen bringt.
In unserer Studie nahmen 13 männliche Probanden teil (Alter 28,2±3,7 Jahre, BMI 23,3±2,1 kg/m2, VO2max 56,4±7,5 ml/kg•min-1). Drei einstündige Dauertests (Placebo (B), Brausetablette (A), Retardsystem (C)) wurden bei 61% der VO2max auf dem Fahrradergometer durchgeführt. Um die VC-Konzentration und Oxidation von LDL zu untersuchen, wurde venöses Blut in Ruhe, in der 30. und 60. Belastungsminute und 60min nach Belastungsende entnommen.
Beim Test A stieg die VC-Konzentration unter Belastung (Ruhe 1,67±1,26mg/l, 30min 5,32±2,72mg/l, 60min 7,81±3,98mg/l) und bis zur 60min nach Belastung (9,54±4,40mg/l) signifikant an (p<0,01). Ein schwächerer Anstieg ist im Test C zu beobachten (p<0,05, p<0,01) (R 2,39±1,19mg/l, 30min 3,62±1,99mg/l, 60min 3,92±2,19mg/l, nach Erholung 4,64±2,69mg/l). Im Test B gab es keine Veränderung.
Die oxLDL-Konzentration verändert sich im Test A zu keinem Zeitpunkt. Beim Test C zeigt sich ein hochsignifikanten Unterschied zwischen dem Ruhewert und den anderen Belastungswerten (p<0,01). Beim Test B stieg der oxLDL-Wert in der Belastung (30min) um 19% über den Ruhewert an (p<0,05).
Beide Vitaminpräparate zeigen ein unterschiedliches Einflutungsverhalten im Blut während der Belastung. Das Retardsystem hilft besonders gegen die Oxidation von LDL in der Ruhe, hat aber unter Belastung keine bessere Wirkung als die Brausetablette. Legt man die tendenziellen Befunde zu Grund, ist eine geringere LDL-Oxidation unter dem Einfluss von Vitamin C zu verzeichnen.
Abstract
Vitamin C (VC) is a well known antioxidant in blood plasma and protects lipids such as LDL from oxidative damage. It is assumed that physical exercise induces the production of free oxygen radicals. The oxygen radicals damage cell membranes und circulating lipoproteins. The oxidation of LDL (oxLDL) and consecutive immune reactions promote the development of arteriosclerotic vessel damage. In this study we have investigated the antioxidative potential of vitamin C effervescent tablets versus sustained-release tablets. It is unknown if the sustained release-tablets (Cetebe®) can protect athletes against increased levels of oxidation of LDL that occurs during exercise. Moreover it is unknown if the sustained release-tablets have an advantage over single doses of vitamin C.
13 male participants (age 28,2±3,7 years, BMI 23,3±2,1 kg/m2, VO2max 56,4±7,5 ml/kg•min-1) participated in our study. We conducted three long time ergometer tests over one hour (effervescent tablets (A), placebo (B), sustained-release tablets (C)) during 61% of VO2max . Venous blood samples were taken during the resting state, two times during physical exercise (30. and 60. minute) and 60 minutes after the exercise.
In test A the VC concentration ascended during physical exercise (resting: 1,67±1,26mg/l, 30min: 5,32±2,72mg/l, 60min: 7,81±3,98mg/l) and rose until 60 min after exercise significant (9,54±4,40mg/l; p<0,01) relative to resting values. We could monitor an attenuated rise in test C (p<0,05, p<0,01) (resting: 2,39±1,19mg/l, 30min 3,62±1,99mg/l, 60min: 3,92±2,19mg/l. Recovery: 4,64±2,69mg/l). No changes of VC concentration were observed in blood samples from test B.
OxLDL levels remained unchanged in test A. In test C we could detect a significant difference between the resting value and the exercise value (p<0,01). In test B the increase in oxLDL concentration during exercise (30min) was 19% higher than the resting value (p<0,05).
Both vitamin C supplements are characterized by different bloodstream-uptake kinetics during physical exercise. The sustained-release tablets protect against the oxidation of LDL in the resting state, but no additional beneficial effects were observed during exercise compared to the effervescent tablets. Both forms of VC have a limited capacity to protect against LDL oxidation
Zur Wirksamkeit von präventivmedizinischen Maßnahmen in der Gesundheitsförderung – ein praktischer Ansatz zur Entwicklung eines präventivmedizinischen Konzepts zur Erreichung einer langfristigen gesundheitskonformen Verhaltensweise
usammenfassung: Die vorliegende Arbeit untersuchte die Wirksamkeit eines präventivmedizinisch orientierten Minimalprogramms, basierend auf einem Bewegungstraining und einem unterstützenden Ernährungskonzept, als eine Möglichkeit der nachhaltigen Lebensstiländerung über einen Zeitraum von 62 Wochen.
Die Untersuchung erfolgte an 72 gesunden männlichen und weiblichen Probanden. Hiervon stellten sich 36 Männer und 13 Frauen für die Untersuchungsgruppe zur Verfügung (Männer: Alter 45,92 ± 6,5 Jahre, Gewicht 86,87 ± 15,4 kg, Größe 177,15 ± 5,5 cm; Frauen: Alter 44,53 ± 6,1 Jahre, Gewicht 78,83 ± 10,6 kg, Größe 167,21 ± 6,2 cm).
Die Vergleichsgruppe bildeten 15 Männer und 8 Frauen (Männer: Alter 42,73 ± 5,6 Jahre, Gewicht 89,20 ± 14,0 kg, Größe 176,60 ± 5,9 cm; Frauen: Alter 42,62 ± 3,9 Jahre, Gewicht 70,38 ± 6,9 kg, Größe 161,37 ± 4,3 cm).
Die Probanden wurden einer ärztlichen Eingangsuntersuchung unterzogen. Die Personen waren untrainiert und bewegungsungewohnt. Ein regelmäßiges körperliches Training wurde von keinem der Teilnehmer in den letzten Jahren durchgeführt. Zudem befolgte keiner der Probanden bis zum Untersuchungsbeginn spezielle Ernährungsrichtlinien.
Die Untersuchung gliederte sich in drei Messzeitpunkte: am Untersuchungsbeginn (T1), 12 Wochen später bei der Zwischenuntersuchung (T2), und 50 Wochen nach (T1) im Rahmen der Abschlussuntersuchung (T3). Während des ersten Studienabschnitts wurde die Untersuchungsgruppe individuell betreut (T1-T2). Jedem Teilnehmer stand für 12 Wochen ein persönlicher Betreuer informierend und beratend zur Verfügung. Ziel war es, die Probanden zur Umsetzung des Bewegungs- und Ernährungsprogramms zu motivieren. Der Informationsaustausch erfolgte über Telefon, Telefax, elektronische Post (eMail) oder auf dem Briefweg. Folgende Parameter wurden untersucht: Körpergewicht, Bauchumfang, Gesamtcholesterin, LDL - Cholesterin, HDL - Cholesterin, Triglyceride, Glukose sowie systolischer und diastolischer Blutdruck.
Den Probanden wurde ein einfaches Bewegungsmangelausgleichprogramm in Form eines Minimalprogramms vorgestellt. Dieses beinhaltete ein herzfrequenzgesteuertes aerobes Ausdauertraining mit einem energetischen Mehrverbrauch von 500 Kilokalorien (2093 kj) pro Woche.
Als wesentlichste Befunde ergaben sich nach 62 Wochen in der männlichen Untersuchungsgruppe:
Reduktion des Körpergewichts um 4,9 kg auf 81,97 ± 13,81 kg (p < 0,01). Verringerung des Bauchumfangs um 3,58 cm auf 93 ± 6,37 cm (p < 0,01). Verminderung des Gesamtcholesterins um 16,3 mg/dl auf 188,81 ± 29,92 mg/dl (p < 0,01). Reduktion des LDL-Cholesterins um 12,83 mg/dl auf 112,39 ± 25,02 mg/dl (p < 0,01). Steigerung der HDL-Cholesterinwerte um 3,74 mg/dl auf 54,08 ± 11,53 mg/dl (p < 0,01). Verbesserung der Triglyceride um 33,39 mg/dl auf 114,33 ± 48,68 mg/dl (p < 0,01). Verbesserung der Glukosewerte um 3,25 mg/dl auf 82,47 ± 9,42 mg/dl (p = 0,083). Reduktion des systolischen Blutdrucks um 6,67 mmHg auf 130,69 ± 9,79 mmHg (p < 0,01) sowie des diastolischen Blutdrucks um 4,53 mmHg auf 83,39 ± 6,07 mmHg (p < 0,01).
Die wichtigsten Ergebnisse der weiblichen Probanden der Untersuchungsgruppe lauteten:
Verminderung des Körpergewichts um 2,73 kg auf 76,11 ± 10,94 kg (p < 0,01). Reduktion des Bauchumfangs um 2,31 cm auf 86,46 ± 5,09 cm (p < 0,01). Verringerung der LDL-Konzentration um 16,08 mg/dl auf 108,42 ± 18,29 mg/dl (p < 0,01). Absinken des systolischen Blutdrucks um 4,42 mmHg auf 141,15 ± 12,27 mmHg (p < 0,01). Verminderung des diastolischen Blutdruckwertes um 3,46 mmHg auf 86,92 ± 6,63 mmHg (p < 0,01). Leichte Verbesserung von Gesamtcholesterin (p = 0,456), HDL-Cholesterin (p = 0,852), Triglyceriden (p = 0,607) und Glukose (p = 0,456).
Die bedeutsamsten Befunde der Vergleichsgruppe waren bei den Männern:
Das LDL-Cholesterin erhöhte sich signifikant um 6 mg/dl (p < 0,05). Tendenziell, aber nicht signifikant erhöhten sich der Bauchumfang (p = 0,153), das Körpergewicht (p = 0,187), das Gesamtcholesterin (p = 0,201), die Triglyceride (p = 0,093) sowie die Glukose (p = 0,129), während das HDL-Cholesterin leicht sank (p = 0,079). Die systolischen (p < 0,05) und diastolischen (p = 0,718) Blutdruckwerte veränderten sich ebenfalls nicht signifikant.
Als wesentlichste Befunde ergaben sich bei den weiblichen Teilnehmern der Vergleichsgruppe:
Der Bauchumfang erhöhte sich signifikant um 2,43 cm auf 86,81 cm (p < 0,01). Analog dazu stieg das mittlere Körpergewicht ebenfalls signifikant um 2,88 kg auf 73,27 kg an (p < 0,01). Der systolische Blutdruck stieg signifikant um 4,38 mmHg auf durchschnittlich 135,63 mmHg (p < 0,01). Der diastolische Blutdruck (p = 0,260), das Gesamtcholesterin (p = 0,272), das LDL-Cholesterin (p = 0,092) und die Triglyceride (p = 0,607) verzeichneten leichte Anstiege, wobei die HDL-Cholesterinkonzentration (p = 0,852) und die Glukose (p = 0,456) leicht erniedrigt waren. Die Veränderungen zeigen einen tendenziellen Verlauf, waren aber nicht signifikant.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das untersuchte Minimalprogramm nachhaltig eine Lebensstiländerung unterstützen konnte.
Abstract: The work at hand studies the effectiveness of a minimal programme orientated on preventative medicine, based on an exercise programme and supported by a nutritional concept. This was seen as a possibility to sustain a change in life style for a period of 62 weeks.
The study was carried out on 72 healthy male and female subjects. From this 36 men and 13 women were available in the test group (Men: Age: 45,92 ± 6,5 years, Weight: 86,87 ± 15,4 kg, Height: 177,15 ± 5,5 cm; Women: Age: 44,53 ± 6,1 years, Weight: 78,83 ± 10,6 kg, Height: 167,21 ± 6,2 cm).
The comparison was made up of 15 men and 8 women (Men: Age: 42,73 ± 5,6 years, Weight: 89,20 ± 14,0 kg, Height: 176,60 ± 5,9 cm; Women: Age: 42,62 ± 3,9 years, Weight: 70,38 ± 6,9 kg, Height: 161,37 ± 4,3 cm).
All subjects took part in an initial examination. They were all untrained and not used to exercise. None of the subjects had undertaken a regular training programme over the few last years. Furthermore up until the start of the trial none of the subjects had followed any specific nutritional guidelines.
The trial was split into three measuring points: The beginning of the trial (T1), 12 weeks later a test during the trial (T2), and 50 weeks later (T1) as part of the concluding tests (T3).
During the first part of the study the test group was coached individually (T1-T2). Every participant had a personal coach for 12 weeks. The aim was to motivate the subjects to follow the exercise and nutrition programme. The communication of information was done by telephone, fax, and e-mail or by post.
The following parameters were tested: Abdominal girth, weight, glucose, triglyceride, total cholesterol, HDL - cholesterol, LDL - cholesterol, systolic blood pressure, diastolic blood pressure. The subjects were introduced to a simple exercise deficiency adjustment programme in the form of a minimum programme. This included heart rate controlled aerobic endurance training with an energy efficient consumption of more than 500 kilocalories per week.
The most important findings after 62 weeks from the male test subjects of the test group were:
A reduction in body weight of 4,9 kg to 81,97 ± 13,81 kg (p < 0,01). A decline of the abdominal girth of 3,58 cm to 93 ± 6,37 cm (p < 0,01). A decline in the total cholesterol of 16,3 mg/dl to 188,81 ± 29,92 mg/dl (p < 0,01). A reduction in the LDL-cholesterol of 12,83 mg/dl to 112,39 ± 25,02 mg/dl (p < 0,01). An increase in the HDL-cholesterol values of 3,74 mg/dl to 54,08 ± 11,53 mg/dl (p < 0,01). An improvement of triglyceride of 33,39 mg/dl to 114,33 ± 48,68 mg/dl (p < 0,01). An improvement of the glucose values of 3,25 mg/dl to 82,47 ± 9,42 mg/dl (p = 0,083). The systolic blood pressure reduced by 6,67 mmHg to 130,69 ± 9,79 mmHg (p < 0,01) as well as the diastolic blood pressure by 4,53 mmHg to 83,39 ± 6,07 mmHg (p < 0,01).
The most important findings from the female subjects of the test group were:
A reduction in body weight of 2, 73 kg to 76, 11 ± 10, 94 kg. A reduction in the abdominal girth of 2, 31 cm to 86, 46 ± 5, 09 cm. The LDL-concentration was reduced by 15, 08 mg/dl to 108, 42 ± 18, 29 mg/dl. The systolic blood pressure sank by 4,42 mmHg to 141,15 ± 12,27 mmHg, The diastolic blood pressure was also reduced by 3,46 mmHg to 86,92 ± 6,63 mmHg. The total cholesterol, as well as the HDL cholesterol, the triglyceride and the glucose all improved slightly.
The most important findings from the male subjects of the comparative group were:
The LDL-cholesterol increased significantly by 6 mg/dl. The abdominal girth, weight, total cholesterol, the triglyceride, as well as the glucose tended towards, however insignificantly, a slight increase. Whereas the HDL sank slightly. The systolic and the diastolic blood pressure remained insignificantly hardly changed.
In the female subjects of the comparison group, the significant findings were:
The abdominal girth increased significantly by 2,43 cm to 86,46 cm. In a similar manner the average weight also significantly increased by 2,88 kg to 73,27 kg. The systolic blood pressure increased by 4,38 mmHg to an average of 135,63 mmHg. The diastolic blood pressure, the total cholesterol, the LDL-cholesterol and the triglyceride showed a slight increase, whereas the HDL-cholesterol concentration and the glucose were slightly brought down. The changes showed a trend in tendencies however of no great significance.
In summary it can be concluded that the minimum programme that was researched can effectively support a change in life style