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Ökonomische Themen des Sports im Spiegel deutscher Tageszeitungen zwischen 1984 und 2006 dargestellt an den Titeln „DIE WELT“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Kölnische Rundschau“, „Stuttgarter Zeitung“, „Bild-Zeitung“, „B.Z.“, „Financial Times Deutschland“, „HANDELSBLATT“
Tageszeitungen besitzen durch die Auswahl und Präsentation bestimmter Mediencontente Profilierungsmöglichkeiten gegenüber anderen Massenmedien. Ein Themenkomplex ist die Berichterstattung über ökonomische Aspekte des Sports.
Mittels einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse wurden im Zeitraum von 1984 bis 2006 acht ausgewählte Tageszeitungen vollständig untersucht, d.h. nicht nur die „Sport-Seiten“ ausgewertet. Anhand eines Codierbogens wurden über 140.000 Tageszeitungsseiten nach Text- und Fotobeiträgen hinsichtlich 21 ökonomischer Teilthemen untersucht. 5.677 codierte Veröffentlichungen zeigen folgenden folgende Ergebnisse festzustellen: Deutsche Tageszeitungen berücksichtigen in nennenswertem Maße ökonomische Themen des Sports. So publizierten in 1984 die untersuchten Medien durchschnittlich 7,7 Veröffentlichungen pro Untersuchungstag (absolut 131 Artikel), 2006 waren es 35,5/1.065. Über 30 Prozent aller Veröffentlichungen stehen nicht auf ausgewiesenen „Sport-Seiten“. Im Fußball-WM-Jahr 2006 liegt dieser Wert bei den überregionalen Zeitungen sogar bei fast 60 Prozent.
Sportgroßveranstaltungen werden mit Bezug auf den Nachrichtenwert „Sensationalismus“ stärker zum Anlass für Berichterstattung über ökonomische Themen genutzt, als „alltägliche“ Ereignisse mit wirtschaftlichem Hintergrund. Insgesamt zeigen überregionale Tageszeitungen und die Wirtschafts-Tageszeitungen ausführliche Hintergrundberichterstattung; während sonst die Darstellungsform „Nachricht“ deutlich dominiert. Der Anteil der selbst recherchierten und geschriebenen Texte nimmt bei allen untersuchten Tageszeitungen zu; am stärksten bei den Regional-Zeitungen vor den über-regionalen Zeitungen.
Das unterschiedliche Medien-Framing spiegelt sich besonders bei der Anzahl und behandelten Thematik von Berichten wider. Wirtschaftszeitungen widmen sich vorrangig dem Bereich „Sportindustrie“, überregionalen Tageszeitungen den Themen „Finanzierung“ und „volkswirtschaftliche Be-deutung“, regionalen Blätter stellen „Vermarktungsrechten TV“ in den Focus und Boulevardtitel thematisieren „Gehälter“. Die Arbeit legt die Vermutung nahe, dass in den 2000er-Untersuchungsjahren bei den Wirtschafts- und überregionalen Zeitungen im Hinblick auf die Themenauswahl ein „intermediales Agenda Setting“ (Danielian/Reese 1989, Kepplinger 1998, Schauerte 2006, McCombs 2006) vorliegt. Dies ist nicht der Fall bei den untersuchten Regional- und Boulevard-Zeitungen
Abschiedsgedanken für Herrn Geßmann zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand am 29. Januar 2008
Herr Rolf Geßmann war Studiendirektor i.H. am Institut für Schulsport und Schulentwicklung der Deutschen Sporthochschule Köln. Das Dokument spiegelt die Abschiedsgedanken von Birgit Leger, Geschäftsführerin des Sportlehrer/innen-Ausbildungs-Zentrum (SpAZ) der Deutschen Sporthochschule Köln wider, welche sie als Rede zur Verabschiedung Herrn Geßmanns in den Ruhestand am 29. Januar 2008 gehalten hat
Reaktionen im Bereich des kardio-vaskulären Systems auf Interventionen akuter und chronischer Hypoxie unter normobaren Bedingungen
Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit werden vier Studien dargestellt, die akute und chronische Reaktionen von Parametern des kardio-vaskulären Systems auf normobare Hypoxiereize untersuchten.
In der ersten Studie erfolgte die Erfassung der Herzfrequenzvariabilität (HRV), der Herzfrequenz (HR) und der arteriellen Sauerstoffsättigung (SaO2) unter Ruhebedingungen in Normoxie (NN) und auf drei unterschiedlichen Höhen (2000 m, 3000 m, 4000 m). Die Ergebnisse zeigten bezüglich der HR und der HRV nur auf einer simulierten Höhe von 4000 m signifikante Veränderungen. Möglicherweise ist eine bestimmte Schwellenhöhe notwendig, um Effekte der autonomen Regulation des Herzens in der Höhe unter Ruhebedingungen auslösen zu können.
Die zweite Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, akute Reaktionen einer maximalen Belastung in Form von VO2max-Tests in Normoxie sowie unter drei simulierten normobaren Hypoxiebedingungen (2000 m, 3000 m, 4000 m) zu untersuchen. Die untersuchten Parameter können in vier Gruppen unterteilt werden: Variablen der Leistung und Versorgung, Gefäßparameter, Laktatkonzentrationen (Vollblut, Plasma und Erythrozyten) und die HRV. Die Parameter der Leistung und Versorgung nahmen während der drei Hypoxietests erwartungsgemäß signifikant gegenüber den Werten der Diagnostiken auf NN ab. Die Reaktionen der Parameter des Gefäßwachstums (Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF), Matrixmetalloproteasen (MMP), Endostatin) deuten darauf hin, dass eine etwa zehnminütige, maximale Belastung auf 4000 m Höhe ausreicht, um deren Freisetzungen zu initiieren. Die mit der differentiellen Laktatdiagnostik bestimmten Laktatkonzentrationen lagen im Plasma stets signifikant über denen in den Erythrozyten und diese wiederum signifikant unter den im Vollblut bestimmten Laktatspiegeln. Bezüglich der HRV-Parameter waren auf den niedrigeren Belastungsstufen nur auf 4000 m Höhe und vereinzelt auf 3000 m Höhe zusätzliche signifikante Abnahmen gegenüber den Tests auf NN zu verzeichnen. Die niedrigere Höhe von 2000 m könnte demnach als zusätzlicher Reiz, zu der bereits signifikanten Abnahme mit zunehmender Belastungsintensität, nicht ausgereicht haben.
Aus der nach dem Konzept SL – TH durchgeführten Höhenstudie konnten Verbesserung der Schwellenleistung sowie der VO2max ausgemacht werden, die aber eher ein Ergebnis des durchgeführten Trainings und weniger des Hypoxiereizes zu sein schienen. Die ausgebliebenen signifikanten Veränderungen der Blutparameter könnten aber auch auf die geringe Probandenzahl und somit auf den, daraus mit einer größeren Wahrscheinlichkeit resultierenden, Fehler zweiter Art zurückzuführen sein.
Die Ergebnisse der SH – TL Höhentrainingsstudie zeigten Verbesserungen in den Leistungskenngrößen sowohl in der Höhen- als auch in der Kontrollgruppe. Diese fielen mit einem Unterschied zwischen den beiden Gruppen von 1,1 % bis 2,7 % in der Höhengruppe größer aus und auch die zu erwartenden Veränderungen in den Blutparametern (3,7 - 4,2 %) waren nur bei den Probanden dieser Gruppe zu verzeichnen. So kann hier ein Netto-Höheneffekt in diesen Dimensionen nach einem Höhenaufenthalt unter kontrollierten Bedingungen im Labor geschlussfolgert werden.
Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass für weiterführende Forschungsprojekte im Bereich des Höhentrainings die folgenden Aspekte berücksichtigt werden sollten. Die Untersuchungen sollten mit einer möglichst großen Stichprobenzahl von Leistungssportlern absolviert, intermittierendes Höhentraining möglicherweise auf großen Höhen und Höheninterventionen mit langen Nachtestphasen durchgeführt werden Auf diese Weise kann dem Ziel einer erfolgreichen Umsetzung von Höheninterventionen in die Praxis näher gekommen werden.
The present paper includes four studies, which determined acute and chronic responses of parameters of the cardiovascular system under artificial normobaric hypoxic conditions.
In the first study the heart rate variability (HRV), the heart rate and the arterial oxygen saturation were measured at rest under sea level (NN) and three different hypoxic (2000 m, 3000 m, 4000 m) conditions. Regarding the HR and the HRV the results show significant changes only at a simulated altitude equivalent to 4000 m. Maybe a critical altitude is necessary to cause an autonomic regulation of the heart under resting conditions.
The second study was carried out to examine acute reactions during maximal exercise (VO2max-test) at sea level and three different altitudes (2000 m, 3000 m, 4000 m). The analysed parameters were divided in four groups: variables of performance and supply, vascular parameters, lactate concentrations (whole blood, plasma and erythrocytes) and the HRV. As expected the variables of performance and supply decreased significantly during the three hypoxic tests compared to values measured at sea level. The responses of the parameters of angiogenesis (Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF), Matrixmetalloproteases (MMP), Endostatin) suggest that a maximal exercise of about ten minutes at an altitude of 4000 m is sufficient to initiate their release. The lactate concentrations analysed by the differential lactate diagnostic in the plasma were always significant higher than in the erythrocytes. In turn these values were significant lower than the concentrations in whole blood. The HRV parameters showed only at an altitude of 4000 and 3000 m significant decreases compared to the NN-tests. So the lower altitude of 2000 m could not act as an additive stimulus to the significant decrement with the incremental exercise load.
The results of the hypoxic training study of the concept „sleep low – train high” (SL – TH) could analyse increments of the anaerobic threshold and the maximal oxygen uptake. These findings appear to be a result of the training and not the hypoxic stimulus. Significant changes in the blood parameters failed to appear and this may be attributed to the small number of subjects.
The findings of the hypoxic study of the concept „sleep high – train low“ (SH – TL) showed increases in the performance parameters in the hypoxic (HG) as well as in the control group (CG). The differences between the groups regarding these variables were about 1.1 to 2.7 % with higher increments in the HG. Also the blood parameters were enhanced only in this group about 3.7 to 4.2 %. So a net hypoxic effect in this dimension can be reasoned after a hypoxic intervention under controlled conditions in laboratory.
In summary the results of the four studies show that continuative investigations have to contain the following aspects. The studies should be realised with a great sample of competitive athletes. Intermittent hypoxic training should be carried out at possibly high altitudes and hypoxic interventions with a long post test phase. Thus the aim of a successful realisation of hypoxic intervention can be approached
The Potential of Whole Body Vibration Training during 14-Days of 6°-Head Down Tilt Bed Rest to Counteract Effects on Muscle Performance, Balance and Articular Cartilage
Im Rahmen der ‚Vibration-Bed-Rest-Study’ (VBR-Studie) wurde der Einsatz von Vibrationstraining als Gegenmaßnahme für die degenerativen Auswirkungen von Bettruhe in 6°-Kopftieflage (6°-head-down-tilt (6°-HDT)) untersucht. Dazu wurden 8 Probanden für 14 Tage in Bettruhe mit 6°-HDT immobilisiert. Die Auswirkungen von Bettruhe mit und ohne Einsatz von Vibrationstraining auf unterschiedliche Gewebe und Organe wurden untersucht, darunter z.B. die muskuläre Leistungsfähigkeit, die Gleichgewichtsfähigkeit, sowie Gelenkknorpel im Knie. Gegenstand der Untersuchung waren die folgenden allgemeinen Hypothesen:
a) 14 Tage HDT-Bettruhe führen zu einer allgemeinen Dekonditionierung des menschlichen Körpers.
b) Die Anwendung von Vibrationstraining während 14-tägiger Bettruhe in 6°-HDT kann dieser Dekonditionierung entgegenwirken. Das zeigt sich in einer Verlangsamung oder Aufhebung der zuvor beobachteten Effekte.
In dieser Dissertation werden die Ergebnisse der folgenden Untersuchungen präsentiert und diskutiert:
- Muskuläre Leistungsfähigkeit der unteren Extremität (Kapitel 4)
- Gleichgewichtsfähigkeit (Kapitel 5)
- Gelenkknorpelbiologie und –morphologie (Kapitel 6)
Acht gesunde männliche Probanden (Alter: 26 ± 5 Jahre; Gewicht: 78 ± 10 kg; Größe: 179 ± 10 cm) nahmen an der VBR-Studie teil, die im ‚Crossover-Design’ mit zwei Studienphasen durchgeführt wurde. Jeder Proband erhielt in einer Phase Vibrationstraining und in der zweiten Phase eine Kontrollintervention. Während der Trainingsintervention in der Bettruhephase trainierten die Probanden 2 mal täglich für 5 mal 60 Sekunden auf der Vibrationsplatte (Galileo900) bei ein Frequenz von 20 Hz und einer Amplitude von ~ 3 mm. Die Strecke zum und vom Trainingsraum wurde zweimal täglich gegangen. Die Abläufe waren identisch für die Kontroll- und die Trainingsintervention, lediglich die Vibrationsplatte wurde während der Kontrollintervention nicht angestellt. Dieses Studiendesign ermöglichte es daher, den isolierten „Vibrations-Effekt“ zu untersuchen. Die Experimente zur muskulären Leistungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und Kniegelenksknorpel wurden jeweils vor und nach der Bettruheintervention durchgeführt. Blutabnahmen für Biomarker fanden in regelmäßigen Abständen während der gesamten Untersuchung statt.
Die Kraftleistungsdiagnostik zeigte keine Veränderungen in der Maximalkraft der Kniebeuger und Kniestrecker durch Bettruhe. Vibrationstraining führte zu einer Verschlechterung der Maximalkraft in den Kniebeugern, nicht aber in den Kniestreckern. Die maximale Leistung zeigte in den Kniebeugern keine Veränderung durch Bettruhe, Vibrationstraining veränderte das Ergebnis nicht. In den Kniestreckern nahm die maximale Leistung nach Bettruhe signifikant ab, was durch Vibrationstraining aufgehalten werden konnte. Die Ergebnisse zeigten, dass eine Veränderung der Maximalkraft sowie der maximalen Leistung nach einer 14-tägigen Bettruhe unter den gegebenen kontrollierten Bedingungen sehr muskel- und probandenspezifisch auftritt, was an der initialen Leistungsfähigkeit liegen kann. Betrachtet man die maximale Leistung, so konnte Vibrationstraining den Bettruheeffekt für die Kniestrecker signifikant beeinflussen.
Die Gleichgewichtsfähigkeit wurde mit Hilfe des Posturomed® untersucht, die Messgrößen waren die Haltezeit und die Auslenkung des Posturomed® bei der Ausübung vorgegebener Übungen. Bettruhe führte zu keiner generellen Veränderung in beiden Parametern. Wurde Vibrationstraining angewendet, so verschlechterten sich Haltezeit und Auslenkung signifikant. Beide Ergebnisse stützen die Ausgangshypothese nicht, dass Bettruhe zu einer Abnahme der Gleichgewichtsfähigkeit führt. Im Gegenteil, Vibrationstraining verschlechterte den Bettruhe-Effekt. Als Grund kann der frühe Messzeitpunkt genannt werden, der keine adäquate Zeit zu einer Trainingsanpassung zuließ, zusätzlich zu der relativ kurzen Bettruhe- und Trainingsintervention. Außerdem stellt Vibrationstraining einen sehr komplexen und anspruchsvollen Reiz für die Propriozeptoren und das zentrale Nervensystem dar, was zu einer akuten Irritation führen kann.
Knorpeldicke wurde mit Hilfe der bildgebenden Magnet Resonanz (Magnet Resonance Imaging (MRI)) gemessen. Zusätzlich wurden die Serum-Konzentrationen von ‚Cartilage Oligometric Matrix Protein’ (COMP) untersucht. Eine Abnahme der mittleren sowie der maximalen Knorpeldicke nach 14.Tagen Bettruhe konnte an den Tibia-Kondylen festgestellt werden, nicht aber für den Femur. Vibrationstraining führte zu einer Zunahme der mittleren und maximalen Knorpeldicken. Serum-COMP-Konzentrationen nahmen nach 24 Stunden in Bettruhe signifikant ab und stiegen direkt nach der Bettruhe wieder auf das Ausgangsniveau an. Vibrationstraining veränderte diese Reaktion nicht.
Die Ergebnisse der Knorpeluntersuchungen zeigten eine Abnahme der Knorpeldicke in der Tibia und eine Umkehr des Effektes durch Vibrationstraining, was auf eine Veränderung in den mechanischen Eigenschaften von Knorpel durch die Kontroll- sowie die Trainingsintervention zurückzuführen sein könnte. Die Veränderungen der Serum-COMP-Konzentration ist möglicherweise auf veränderte Transportbedingungen der Fragmente aus dem Gelenk zurückzuführen und könnte auf eine Veränderung im Knorpelstoffwechsel durch die mangelnde mechanische Belastung in Bettruhe hinweisen.
Zusammenfassend konnten die allgemeinen Hypothesen der Untersuchung nicht vollständig bestätigt werden. Degenerative Veränderungen durch 14 Tage in HDT-Bettruhe konnten für muskuläre Leistungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und Kniegelenksknorpel mit den hier angewendeten Methoden nicht in dem erwarteten Ausmaß festgestellt werden, beziehungsweise waren parameter- und probanden-spezifisch sehr unterschiedlich. Die Gründe dafür können vielfältig sein, beigetragen dazu haben sicher die sehr kontrollierten Bedingungen, der ausgeglichene Energiehaushalt, das Aufstehen, um zum Trainingsraum zu laufen, sowie der initiale Trainingszustand der Probanden. Das Vibrationstraining wurde in seiner Intensität so gewählt, dass es Organe und Gewebe vor Degeneration bewahren oder den Prozess verlangsamen sollte. Die zum Teil ausbleibende Degeneration führte dazu, dass der Trainingsreiz unter Umständen nicht mehr angemessen war. Wenn Bettruhe keinen negativen Effekt auf das jeweilige System hatte, so konnte Vibrationstraining dann auch nicht mehr als Gegenmaßnahme wirken. Die zum Teil gefundenen negativen Effekte waren so nicht erwartet worden.
Auf Grundlage der hier vorgestellten Ergebnisse kann isoliertes Vibrationstraining nicht generell als Gegenmaßnahme für Effekte von Bettruhe in 6°-HDT auf muskuläre Leistungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und Gelenkknorpel empfohlen werden. Dennoch sollten weitere Untersuchungen folgen, um die Kombination von Vibrationstraining mit herkömmlichen Krafttrainingsmethoden im Rahmen von Bettruhestudien zu untersuchen, und um die Ergebnisse für Gelenkknorpel zu spezifizieren. Dabei sollte schon im Auswahlprozess der Probanden dem initialen Trainingsniveau gesteigerte Beachtung geschenkt werden. Wünschenswert wäre eine bezüglich des Leistungsniveaus homogene Probandengruppe. Generell sind höhere Intensitäten in der Trainingsplanung empfehlenswert und im Weiteren sollte der Schwerpunkt zukünftig auf eine individuellere, progressive Steigerung der Trainingsintensität im Rahmen von Bettruhestudien gelegt werden.
The Vibration-Bed-Rest-Study (VBR-Study) was performed to investigate the potential of whole body vibration training to counteract degenerative effects of 14 days of 6° head down tilt bed rest (6°-HDT bed rest) on the human body. The effects of immobilization with and without vibration training on different tissues and organs, including skeletal muscle performance, balance performance and articular cartilage, were determined. The following general hypotheses were tested: a) 14 days of 6°-HDT bed rest lead do a general deconditioning of the human body b) Vibration training has the potential to counteract deconditioning during 14- days of 6°-HDT bed rest in terms of slowing down the effects or even preventing them. In this thesis, the results of the following experiments were presented and discussed: Skeletal Muscle Performance (Chapter 4), Balance Performance (Chapter 5), Cartilage biology and morphology (Chapter 6).
Eight healthy male subjects (age: 26 ± 5 years; mass: 78 ± 10 kg; height: 179 ± 10 cm) participated in the study after giving their informed consent. The study was performed in a cross-over-design where each subject received vibration training in one phase and a control intervention in the other. During the training intervention, subjects trained 2 x 5 minutes per day at 20 Hz with ~ 3 mm amplitude on a vibration plate (Galileo 900). Subjects walked a defined path to the training room and back twice daily. The schedules during the control and the vibration intervention were identical except for the vibration of the plate. By this study design we were able to interpret the real ‘vibration effect’. The experiments on muscle performance, balance performance and cartilage morphology were scheduled before and after the 14 days of 6°-HDT bed rest. Blood sampling for the analysis of biomarkers was done regularly at predefined times during the whole study.
Muscle performance was measured in maximum voluntary contraction (MVC) and maximal power. MVC did not change due to bed rest for the knee flexor and knee extensor muscles. When subjects received vibration training there was a significant decrease in MVC for the knee flexor muscles, but not for the knee extensor muscles. Maximal power did not change due to bed rest for the knee flexor muscles. However, there was a significant decrease in maximal power of the knee flexors when subjects received vibration training. In the knee extensors, bed rest lead to a significant decrease in maximal power which could be prevented by vibration training. The results indicated that changes in MVC and power after 14 days of 6°-HDT bed rest under the given conditions were muscle and subject specific and may have depended on their initial physical status. In reference to the power of the knee extensors, the used training protocol was sufficient to cause a significant difference in bed rest effects with and without training. Thus, vibration training with the protocol used had the potential to affect the response of muscle to bed rest induced immobilization.
Balance performance was measured with the Posturomed® device, using the parameters ‘holding time’ and ‘displacement’. Bed rest did not lead to a general deterioration in both parameters. Vibration training lead to a significant decrease in holding time and an increased in displacement of the Posturomed®, which reflected a decline in the performance level. The results may have been impacted by the early point in time of the measurement, which did not allow for adaptation to the training process, in addition to the relatively short duration of the bed rest and the training period. Also, vibration training is a very complex and demanding input for our postural receptor system and the central nervous system, which may possibly have caused an acute disorientation that lead to the results.
Articular cartilage thickness was measured using magnet resonance imaging (MRI) of the right knee. Additionally, serum concentrations of ‘Cartilage oligometric matrix protein’ (COMP) were analysed from 10 blood samples taken throughout the study.
Decreases in average and maximum cartilage thickness after bed rest were observed for the tibial condyle and the effects inverted into an increase when subjects received vibration training. No changes were obtained for the femoral condyle. After 24h of 6°-HDT bed rest, serum COMP concentration decreased significantly and the values returned to baseline after bed rest. Vibration training did not alter the response of serum COMP concentrations. This study showed that decreases in cartilage thickness after a 14-day bed rest can be observed and that vibration training may be able to counteract this effect. Changes in cartilage thickness could reflect a change in mechanical properties of articular cartilage due to the bed rest and the control intervention. Bed rest resulted in a reduction of serum COMP concentrations within less than two days which might have been caused by decreased diffusion of COMP molecules from the cartilage into serum due and / or might reflect a change in cartilage metabolism in response to a lack of exposure of the joint to mechanical loading.
Summarizing the results, our general hypotheses were not completely substantiated. It can be stated that the degenerative effects of immobilization did not reach the degree that was previously expected. Amongst others, the effect of the very controlled study conditions, the normo-caloric diet and the allowance to stand up and walk to the training room and back twice a day might have contributed to this outcome. Also, the pre-study training status may impact the bed rest effects more than expected. The training intensity was chosen in order to prevent or decelerate the de-conditioning of the human body due to bed rest. As this deconditioning was missing in some parts, the training intensity was not appropriate to impact the bed rest effects anymore. The observed decline in performance due to the vibration training has not been expected before.
Based on the findings of the VBR-Study, we cannot recommend generally pure vibration training as a countermeasure for changes in muscle performance, balance performance and articular cartilage morphology. For the latter, our results showed that cartilage in the knee joint is responsive to both unloading and vibration training. However, further research is encouraged in order to specify the responses. It is likely that the combination of whole body vibration with resistance training will lead to more promising results. Additionally, we suggest considering the initial training status when recruiting and screening subjects. With this in focus, a homogeneous group of subjects should be aspired. Generally, higher training intensities are recommended, in addition to an individually tailored vibration training protocol for each subject with a progressively increasing training intensity
Sportästhetik
Was ist/hat der Sport, dass er immer wieder Menschen auf eine spezielle und eigene Weise zu begeistern vermag? Wie ist das faszinierende, bisweilen süchtig machende Gefühl des Athleten und ebenso des Zuschauers zu erklären und zu verstehen? Den Grundfragen, warum Menschen ihr Herz an den Sport hängen (können) und was das komplexe – meist diffus und unreflektiert verbleibende – Erleben im Sport ausmacht, wird in der Arbeit systematisch nachgegangen.
Zwar gibt es einige Konzepte und Skizzen, doch im Ganzen steckt die Sportästhetik noch in ihren Anfängen. In dieser Arbeit wird eine Zusammenschau über diejenigen sportästhetischen Entwürfe gegeben, die den Sport in ihrer ganz eigenen und besonderen Erlebnissphäre in den Blick nehmen (u.a. P. Frayssinet, H. Lenk, S. Güldenpfennig, W. Welsch, M. Seel, H. U. Gumbrecht). Daran anschließend werden insbesondere am Beispiel des Flow-Erlebnisses die Dimensionen des Erlebens im Sport erörtert (u.a. M. Csikzentmihalyi, M. Roth, H. Slusher, E. Fink). Vornehmlich durch einen vergleichenden Blick auf das mit dem Sport verwandten Spiel anhand der Spieltheorie F. J. J. Buytendijks zeigt sich, dass eine pathische Grundhaltung Spiel und Sport zu einem ästhetischen Erlebnis werden lässt.
Es werden folgende Thesen im Buch behandelt und diskutiert:
· These 1: Sport und Kunst sind kompatibel.
· These 2: Sport ist ein ästhetisches Phänomen bzw. Erlebnis.
· These 3: Sport ist als Medium der Selbst- und Existenzvollendung zu begreifen.
· These 4: Das Pathische ist der Ermöglichungsgrund, Spiel und Sport ästhetisch zu erleben.
· These 5: Die Reflexion des Erlebens ist eine Herausforderung für die Sportphilosophie.
What is it in/about sports that continuously mesmerizes people (again and again) by its unique, special way? How can we explain and understand this fascinating almost addictive feeling that athletes and even spectators experience? This paper wants to answer the basic question why people are so committed to sport/physical activity. What is the basis of its complex – mainly unreflected and vague - experience?
Despite the existing concepts the philosophic discipline Aesthetics of sport is just developing. This paper gives an overview of these sport aesthetic drafts that analyse sport in its very own and special sphere of experience (among others: P. Frayssinet, H. Lenk, S. Güldenpfennig, W. Welsch, M. Seel, H. U. Gumbrecht). Followed by the discussion of different dimensions of experiencing sport with special reference to ‘flow-experiences’ (among others: M. Csikzentmihalyi, M. Roth, H. Slusher, E. Fink). Especially by comparing F. J. J. Buytendijks play theory to those theories of sport it shows that with an attitude in which you are “seized“ (a pathic attitude) play and sport become an aesthetic experience.
This book deals with the following theses:
· Thesis 1: Sport and art are compatible.
· Thesis 2: Sport is an aesthetic phenomenon/experience.
· Thesis 3: Sport can be understood as a medium to complete your own identity and existence.
· Thesis 4: The “to be seized” (pathic attitude) allows an aesthetic experience of play and sport.
· Thesis 5: The reflection of the experience is a challenge for the philosophy of sport
Referat? Hausarbeit? Diplomarbeit?
Diese Präsentation ist Basis eines Tutoriums in der Zentralbibliothek der DSHS Köln zum Thema "Referat? Hausarbeit? Diplomarbeit?. In dieser Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten wird in ca. 1,5 Stunden formale und inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten erklärt:
· Vorgehen und notwendige Arbeitsschritte (z.B. Exposé, etc.)
· Schriftbild, Seitengestaltung, Schreibstil, Gliederung und Textaufbau, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungen, Tabellen, Abbildungen, Anmerkungen, Anhang und sonstige Formalien
· Textzitate und Angaben im Literaturverzeichnis nach APA-Standar
Zeitgenössische deutsche und chinesische Sportpädagogik im Vergleich: Ausgewählte Beispiele
Vorliegende Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Vergleich zwischen der deutschen und chinesischen Sportpädagogik. In ihr wird einerseits ein geschichtlicher Überblick der chinesischen Sporterziehung sowie andererseits der gegenwärtige Stand der chinesischen Sportpädagogik skizziert. Der Vergleich und die Analyse werden durch fünf theoretische Themen (Bildung und Erziehung, Sozialisation, Sportlehreausbildung, Hochleistungssport, Sport und Umwelt als ausgewählte Problemfelder) sowie anhand von drei Beispielen durchgeführt (Curriculum des Lehramts, Kinder-Spitzenathleten und „Grüne Olympiade“).
Die Kernergebnisse des Vergleichs lauten: (1) Der chinesische sporterzieherische Gedanke entstand relativ früh, entwickelte sich jedoch vergleichsweise langsam. Der neuzeitliche Sportgedanke in China wurde von den westlichen Ländern beeinflusst. Die chinesische Sportpädagogik entstand als eigenständige Wissenschaftsdisziplin relativ spät und wird bis in die Gegenwart nur auf den „engen Sinn“, und zwar den Schulsport beschränkt. (2) Wegen der unterschiedlichen Verständnisse bezüglich Bildung und Erziehung weisen sowohl die Erziehungsziele im Sportunterricht als auch die Sportlehrerausbildung in beiden Ländern große Differenzen auf. (3) Im Sport wird zwischen der Sozialisation „zum“, „im“, und „durch“ Sport unterschieden. Der chinesische Hochleistungssport hat unter sportpädagogischen Gesichtpunkten mit drei Problemen zu kämpfen: einem ideologischen, einem trainingsmethodischen sowie einem Bildungsproblem. (4) Obwohl „Sport und Umwelt“ ein wichtiges Thema im Rahmen der globalen Umweltproblematik ist, ist die sportbezogene Umwelterziehung in China noch weitgehend Desiderat. Die „Grüne Olympiade“ bietet eine gute Gelegenheit für China, die sportbezogene Umwelterziehung durchzuführen.
Die Ursachen für die Unterschiede in der Sportpädagogik zwischen China und Deutschland gehören zur Kategorie System und Kultur, und zwar zum Politik-, Wirtschafts-, Bildungs- und Sportsystem einerseits, sowie zur Kultur und Tradition auf der anderen Seite. Deswegen muss das Konzept „Sportpädagogik chinesischer Prägung“ sich unter den chinesischen Rahmenbedingungen entwickeln.
The objective of this paper is to compare the sport pedagogy between Germany and China. The history of Chinese physical education and current status of Chinese sport pedagogy were reviewed. Five main topics are discussed theoretically, including education, socialization, sports teachers’ training, professional athletics and sports & environment. In addition, three selected examples, curriculum in sports teachers’ training, child professional athletes and “Green Olympics”, were described to better illustrate the similarities and differences.
The main results are: (1) the concept of Chinese physical education appeared relative early, but the development was quite slow. Chinese modern sports concept was influenced by western thoughts. Chinese sport pedagogy appeared relative late as independent scientific subject with narrow sense concept limited in school sports only. (2) The objective of education in school sports course was different in these two countries due to different understanding of education, as well as sports teachers’ training. (3) The socialization of sport is the results “to”, “in” and “through” the sport. From the sport pedagogy’s aspect, Chinese professional athletics has three problems in terms of ideology, training method and education. (4) The environment education in sport is a quite new topic in China, although “sport and environment” is an important issue in the global picture. The “Green Olympics” provide a good opportunity for China to further develop the environment education in sport.
The reasons for the differences in the sport pedagogy between China and Germany can be interpreted from two aspects, system and culture, including politic system, economic system, educational system, sports system and history and tradition as well. As a prospective suggestion based on above discussion, the development of Chinese sport pedagogy must in accordance with Chinese characteristic country situation
Force enhancement phenomena after shortening-stretch cycles in electro stimulated human calf muscles
ZUSAMMENFASSUNG
Die muskuläre Kraft hängt nicht ausschließlich von der Anfangslänge und der Kontraktionsgeschwindigkeit des Muskels ab. Sondern sie wird zusätzlich von zeitabhängigen Phänomenen beeinflusst. Heutzutage sind die sogenannten „force depression“ (Kraftverminderung) und „force enhancement“ (Kraftsteigerung) Phänomene allgemein bekannte und akzeptierte Eigenschaften bezüglich der Muskelkontraktion. Die Mechanismen, diesem zeitabhängigen Phänomenen zugrunde liegen, sind jedoch noch nicht vollständig geklärt und stehen somit im Fokus der wissenschaftlichen Debatte. Nach unserem Wissen existieren heutzutage keine Studien in der Literatur, die zeitabhängige Phänomene der Kraftentwicklung, wie Kraftverringerung und Kraftsteigerung nach Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen im menschlichen Muskel in vivo untersuchen.
Das Ziel der gegenwärtigen Dissertation wird in drei Themengebiete gegliedert: (1) Die Untersuchung des Vorhandenseins einer Momenterhöhung nach Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen im menschlichen M. trizeps surae während maximaler und submaximaler Aktivierungslevel in vivo. (2) Die Fragestellung, ob die Verkürzungsgeschwindigkeit die Momentenerhöhung nach Verkürzungs-Dehnungszyklen in vivo gleichen Ausmaßes beeinflusst. Sowie (3) die Untersuchung, ob die Dehnungsgeschwindigkeit die Momentenerhöhung nach Verkürzungs-Dehnungszyklen gleichen Ausmaßes in vivo beeinflusst.
Vierzehn männliche Probanden führten einige Serien von elektrostimulierten Verkürzungs-Dehndungszyklen durch. Die Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen wurden mit drei konstanten Winkelgeschwindigkeiten (25°/s, 50°/s, 100°/s), mit zwei Amplituden (15° und 25° Sprunggelenkswinkel Veränderung) und unter zwei verschiedenen Stimmulationsfrequenzen (15° und 25°) durchgeführt. Unter Verwendung von Ultraschall wurde der Fiederungswinkel und die Faszikellänge des M. gastrocnemius medialis bei Ruhe und während Kontraktion gemessen.
Diese Dissertationsarbeit zeigt erstmalig das Vorhandensein einer Kraftsteigerung nach Verkürzungs-Dehnungszyklen gleichen Ausmaßes im Menschen. Es wurde gezeigt, dass sich die isometrischen Plantarflexionsmomente 1,5s-2,0s nach Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen im Verhältnis zum isometrischen Anfangsmoment um 2-3% erhöhen. Darüber hinaus weist die Analyse der Architektur des M. gastrocnemius medialis während der Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen auf eine Unterschätzung (1-3%) der beobachteten Momentensteigerung hin. Hieraus kann geschlussfolgert werden, dass die reale Kraftsteigerung des menschlichen M. trizeps surae nach Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen gleicher Größe wahrscheinlich annähernd 3-6% beträgt.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass trotz einer Variation der Dehnungsgeschwindigkeit eine mittlere Kraftsteigerung von 2% nach Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen bestehen bleibt. Dies führte zu der Schlussfolgerung, dass in vivo Kraftsteigerungen nach Verkürzungs-Dehnungszyklen im aufsteigenden Bereich der Kraft-Längen-Kurve der Wadenmuskulatur nicht durch Änderungen der Dehnungsgeschwindigkeit beeinflusst werden. Änderungen der angewandten Verkürzungsgeschwindigkeiten hatten keinerlei Effekt auf die Kraftsteigerung oder auf Unterschiede der Muskelarchitektur vor und nach Verkürzungs-Dehnungs-Zyklen. In allen Experimenten unterschieden sich die Sprunggelenkswinkel, die Faszikellängen und die Fiederungswinkel signifikant von den isometrischen Anfangsbedingungen. Eine Kraftsteigerung scheint somit stark durch Veränderungen der Muskelarchitektur beeinflusst zu sein. Dies führte uns zu der Annahme, dass die Berücksichtigung der Muskelarchitektur für die Untersuchung zeitabhängiger Phänomene in der Generierung der Muskelkraft nach Verkürzungs- oder Dehnungskontraktionen in vivo unentbehrlich ist.
ABSTRACT
Muscle force is not simply correlated with the instantaneous length and velocity of the muscle. Instead, muscle force is also influenced by history dependent phenomena. Today, force depression and force enhancement are well-recognized and well-accepted properties associated with muscle contraction; however, the mechanisms underlying these history-dependent phenomena and their functional significance are not well understood and are the focus of scientific debate. To the best of our knowledge, to date there have been no studies reported in the literature investigating history dependent phenomena of force production such as force depression or force enhancement after shortening-stretch cycles in human muscles in vivo.
The purpose of the present thesis can be summarised in three points: (1) examine the presence of a moment enhancement after shortening–stretch cycles in the human triceps surae muscles in vivo during maximal as well as submaximal activation levels and investigate the relevance of muscle architecture, (2) examine whether the shortening velocity can affect the moment enhancement after shortening-stretch cycles of equal magnitude in vivo, and (3) investigate whether the stretch velocity can affect the moment enhancement after shortening-stretch cycles of equal magnitude in vivo.
Fourteen male subjects performed a series of electro-stimulated shortening–stretch plantar flexion contractions. The shortening–stretch cycles were performed at three constant angular velocities (25°/s, 50°/s, 100°/s), two amplitudes (15° and 25° ankle angle changes) and at two different stimulation frequencies (15° and 25°). The resultant ankle joint moments were calculated through inverse dynamics. Pennation angle and fascicle length of the m. gastrocnemius medialis at rest and during contractions were measured using ultrasonography.
This thesis demonstrates for the first time the presence of force enhancement after shortening-stretch cycles of equal magnitude in humans. We found that 1.5 to 2.0s after shortening-stretch cycles the isometric plantar flexion moments were enhanced by 2-3% relative to the initial isometric moment. Moreover, the analysis of the gastrocnemius medialis muscle architecture during the shortening stretch cycle suggests an underestimation (1 to 3%) of the observed moment enhancement. We conclude that in humans the real force enhancement of the triceps surae muscle after shortening stretch cycles of equal magnitude might be ~3 to 6%. Our results show that despite varying the stretch velocity after a shortening-stretch cycle of equal magnitude a mean enhancement of 2% persists. This led us to conclude that force enhancement after shortening-stretch cycles in the ascending limb of the force length curve of the calf muscles in vivo is insensitive to stretch velocity changes. Different shortening velocities applied had no effect on the force enhancement or on the differences in muscle architecture before and after the shortening-stretch cycles. In all experiments, after a shortening-stretch cycle the ankle angles, fascicle lengths and pennation angles were significantly different from the initial isometric condition. Thus the force enhancement seems to be strongly influenced by changes in muscle architecture. This led us to deem it indispensable to consider the muscle architecture when studying history dependent phenomena of muscle force generation after shortening or stretching contractions in vivo
Satzung über die Erhebung von Studienbeiträgen und Hochschulabgaben an der Deutschen Sporthochschule Köln
Inhaltsübersicht
§ 1 Studienbeiträge und Hochschulabgaben
§ 2 Beginn der Beitragspflicht
§ 3 Beitragssatz
§ 4 Entstehen der Beitragspflicht
§ 5 Fälligkeit der Beitragspflicht
§ 6 Auskunftspflicht, Nachweis der Beitragszahlung
§ 7 Abgabenermäßigung und Abgabenbefreiung
§ 8 Sicherung der Qualität der Lehre und der Studienorganisation
§ 9 Inkrafttrete