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Estimating the Intangible Benefits of Hosting the 2016 Olympic and Paralympic Games for Potential Bid Cities: Berlin, Chicago, and San Francisco
(KURZFASSUNG)
Zu den wichtigsten möglichen Effekten, die durch die Ausrichtung von Olympischen und
Paralympischen Spielen erzielt werden, gehören intangible Effekte wie zum Beispiel
Nationalstolz, ein besseres Image des Austragungsorts, das historische Erbe im Anschluss an
eine erfolgreiche Austragung Olympischer Spiele sowie der “Wohlfühlfaktor“. Viele Ökonomen
haben bereits die ökonomischen Effekte der Austragung Olympischer Spiele anhand von
Einkommensmessung und ökonometrischen Verfahren analysiert, welche jedoch nicht die
möglichen enormen intangiblen Effekte messen. In dieser Dissertation werden mithilfe der
Contingent Valuation Methode die von den Einwohnern erwarteten intangiblen Effekte in drei
Städten gemessen, welche sich für die Teilnahme am Vergabeverfahren bewerben möchten:
Berlin, Chicago und San Francisco.
Zusätzlich zu den Schätzungen im Hinblick auf die intangiblen Effekte, welche die
Einwohner jeder Stadt erwarten, wird eine neue hypothetische Fragevariante zur Erfassung einer
bestimmten Bereitschaft in den Olympischen Kontext eingeführt, nämlich die Bereitschaft zu
ehrenamtlicher Arbeitszeit (willingness to volunteer time). Überdies werden die Bedingungen
untersucht, unter denen die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeitszeit als ein Proxy für die
herkömmliche Zahlungsbereitschaft für Steuern, Gebühren oder Spenden gebraucht werden
kann, falls die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeitszeit einen adäquaten hypothetischen
Fragevariante für zukünftige Contingent Valuation Studien in verschiedenen potenziellen
Austragungsstädten in Ländern mit niedrigem Einkommen darstellen kann. Des Weiteren wird
ein Maß bezüglich der Intensität der Befürwortung vorgestellt, welches mithilfe der Ergebnisse
der Contingent Valuation Frage und der Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeitszeit das Ausmaß
der öffentlichen Unterstützung der Bewerbung in verschiedenen potentiellen Bewerbungsstädten
vergleichbar machen kann.
Die Ergebnisse aus drei Städten werden miteinander verglichen und mithilfe
ökonometrischer Modelle werden Zusammenhänge im Hinblick auf die Bereitschaft der
Einwohner, Geld oder Zeit für die Unterstützung einer Olympiabewerbung aufzubringen,
analysiert. Im Rahmen weiterführender Ergebnisse wird dargestellt, wie das Geschlecht der
Befragten und die Begeisterung für populären professionellen Sport die Unterstützung der
Olympiabewerbung der eigenen Stadt beeinflussen.
(ABSTRACT)
Among the most significant potential benefits that can be gained from hosting the Olympic and Paralympic Games are intangible benefits such as community pride, an enhanced global image of the host city, the historic legacy that follows the successful hosting of an Olympic Games, and the “feel good factor”. Economists have analyzed the economic impact of hosting the Olympic Games using income accounting and econometric approaches that fail to formally assess the potentially enormous intangible impact. In this dissertation the contingent valuation method is used to estimate the intangible benefit anticipated by the residents of three potential Olympic bid cities; Berlin, Chicago, and San Francisco.
In addition to estimates of the intangible benefits residents expect to experience in each city, a new hypothetical payment method, willingness to volunteer time, is introduced in the Olympic context. The circumstances under which willingness to volunteer time might be used as a proxy for the traditional willingness to pay in taxes, fees or donations will be explored as well if willingness to volunteer might be an appropriate hypothetical payment method for future contingent valuation studies of potential host cities from lower income countries. I also propose a measure of intensity of preference that can use contingent valuation results and the willingness to volunteer measure to compare the depth of public support for potential bids to host the Olympic Games.
Results from the three cities are compared and empirical econometric models are used to understand the relationship between resident’s willingness to donate money or time in support of an Olympic bid. Other key results relate how gender and avid following of popular professional sports affect support for home city Olympic bids
Ergonomie in der Sportwissenschaft - Entwicklung eines Konzepts der Sportergonomie am Beispiel des Radfahrens unter besonderer Berücksichtigung von Gesundheit, Wohlbefinden und Komfort
Zusammenfassung
Stichworte:
Ergonomie, Sportergonomie, Technik, Technologie, soziotechnisches System, Kompatibilität, Schnittstelle, Sportgerät, Ausrüstung, Gesundheit, Wohlbefinden, Komfort, Fahrrad, Radfahren, Kontaktpunkte, Sattel, Lenkergriffe, Befragung, Elektromyografie, Druckmessung, Feldforschung, Mountainbikeetappenrennen
Ergonomie ist in der Sportwissenschaft ein noch wenig benutzter Begriff. Diese Arbeit stellt im ersten Schritt den Begriff der Ergonomie umfassend dar und leistet den Transfer zum Sport und der Sportwissenschaft. Ergonomie wird als Kunstbegriff oft als die Wissenschaft von der Arbeit verstanden. Diese Bedeutung hat sich nicht nur in bestehenden Anwendungen gewandelt, sondern muss insbesondere im Sport weiter interpretiert werden. Ergonomie wird heute als die Kompatibilität von Technik zum Menschen verstanden. Dabei geht Technik insbesondere im Sport weit über technische Artefakte, wie z.B. die Sportgeräte, hinaus, und betrifft das gesamte soziotechnische System. Als Ziel von Ergonomie im Sport kann eine humane Gestaltung des soziotechnischen Systems formuliert werden. Daran orientieren sich die Zielkriterien Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden. Vor allem Gesundheit und Wohlbefinden sind Bereiche, die im Sport, wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen, in den Vordergrund rücken. Der Bereich, der das Wohlbefinden des Menschen durch technische Artefakte verbessert, wird als Komfort bezeichnet. Dieser Begriff scheint dem klassischen Sportverständnis im Leistungssport entgegen zu stehen. Jedoch ist mit der Ausweitung des Sports auf den Freizeit- und Gesundheitssport der Aspekt des Komforts in seiner Bedeutung stark gestiegen. Auf wissenschaftlicher Ebene ist dieser Aspekt erst wenig erforscht.
Nach den theoretischen Überlegungen und der Entwicklung eines Konzepts der Sportergonomie zeigen verschiedene Untersuchungen am Beispiel des Radfahrens wie empirische Forschung in diesem Bereich aussehen kann. Das Fahrrad und der Radsport eignen sich durch die hohe Technisierung in besonderem Maß sportergonomische Sachverhalte darzustellen. Zudem ist die Bedeutung von Radfahren durch die große gesellschaftliche Partizipation und den starken Bemühungen der Fahrradindustrie hoch einzustufen. Das Studienkonzept hat drei Richtungen. Im soziologischen Ansatz wird durch eine Online-Befragung der Stand und Bedarf von ergonomischen Interventionen ermittelt. In Laborstudien wird die Wirksamkeit von ergonomischen Produkten untersucht. Die dritte Ausrichtung ermittelt die Wirkung von ergonomischen Produkten in einem Mountainbike-Etappenrennen und schließt damit die Lücke zur direkten Anwendung.
Alle durchgeführten Studien zeigen einen deutlichen Bedarf an ergonomischer Forschung und daraus sich ableitenden Maßnahmen. In einem abschließenden Resümee werden die Studien mit dem Konzept der Sportergonomie diskutiert. Es kann festgestellt werden, dass ergonomisch optimierte Produkte Gesundheit, Wohlbefinden und Komfort im Sport verbessern können. Darüber hinaus reicht es aber nicht aus, nur einen Fokus auf die technischen Artefakte, wie Geräte und Ausrüstung, zu legen. Vielmehr ist eine hohe Kompatibilität eines Systems auch von „soften“ Faktoren abhängig, wie die Selektion von Talent und Übung. Dieses schließt vor allem einen informatorischen und pädagogischen Bereich mit ein. Damit der Begriff der Ergonomie sich weiter im Sport entwickeln kann, sind neben Anstrengungen in Forschung und Industrie auch politische Eingaben wichtig. Ein Ausblick zeigt, dass sich Sportergonomie zu einem Fach innerhalb der Sportwissenschaft entwickeln kann. Damit im universitären Bereich die wissenschaftliche Diskussion forciert wird, sollten Inhalte bezüglich Sportergonomie in die universitäre Lehre einbezogen werden. Dieses kann durch den multidisziplinären Ansatz der Ergonomie über die Sportwissenschaft hinausreichen. Hierauf wirft diese Dissertation einen ersten Ausblick.
Abstract
Keywords:
Ergonomics, sport ergonomics, technique, technology, socio-technological system, compatibility, interface, sports ware, equipment, health, well-being, comfort, bicycle, cycling, contact points, saddle, handle bar, questionnaire, electromyography, pressure mapping, field research, mountain bike stage race
In the world of sports sciences, ergonomics is still a little used term. The first step of this study will be the presentation of the founding principles of the term ‘ergonomics’ and the ways that it transfers into sport and sports sciences. The meaning of ergonomics is often understood as an invented term describing the science of work. This meaning isn’t only something that it has evolved into, but is also something that must be redefined, particularly in relation to sports. Ergonomics contemporarily has come to be understood as the compatibility of people and technology. Technology in this respect, particularly in the field of sports, goes far beyond a piece of technology, e.g. the sport’s apparatus, and encompasses the complete socio-technological system. The aim of ergonomics in the field of sports can therefore be defined as the formation of a humane form of this socio-technological system. Within this the key criteria are performance, health and well being. Above all, health and well being are areas that within sport lurk just below the surface, as they do in society in general. The area of improving the well being of a person through the use of a technical artefact has been termed as comfort. This term seems to contradict the classical understanding of what a competitive sport is about, however with sport becoming more and more about enjoyment of free time and a way to look after one’s health, the comfort aspect has appreciably grown in its significance. On the scientific level there has been little research with this aspect as the subject.
Following the theoretical contemplation and the development of the concept of sports ergonomics, different studies concerning themselves with the example of cycling have shown how empirical research can look in this area. The bicycle and cycling as a sport unite through the high level of technically challenging measurement needed to present them in relation to sports ergonomics. Additionally the meaning of ‘cycling’ is different throughout the large section of society who partakes and extremely fragmented, mainly due to the conscious efforts of the cycling industry. This study will investigate three different areas. The sociological aspect will be assessed through an online questionnaire, looking at the current state of and demand for ergonomic inventions. In laboratory studies the effectiveness of ergonomic products will be investigated. The third area will investigate the effect of ergonomic products in a mountain bike stage race, and thereby looks directly at usage, closing the gap left by the other two elements.
What all of the studies that have been carried out have shown is that there is clear requirement for further research into ergonomics, and the developments which result. The concluding resume discusses the studies in relation to the concept of sports ergonomics. It finds that it is clear that ergonomically optimised products can improve health, well being and comfort in sport. Beyond this, it is clear that it is not enough to simply focus on technology, like the apparatus. The system’s high level of compatibility is far more dependent on soft factors, such as skeletal structure of the subject and their experience. This also includes an educational area and information exchange. To advance the idea of ergonomics in sport further political will is needed, alongside that of industry and academics. It is a vision which sees sports ergonomics developing into a separate subject within sports sciences, and in order to force the subject into the forefront of discussions in universities, it is a topic that should be incorporated into lectures. This would see through a multidiscipline approach the relevance of ergonomics applied to and go beyond sports sciences. This dissertation is the first glimpse at this
Die Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Führungskräften im organisierten Sport als Spannungsfeld freiwilliger Vereinigungen -Bewältigungsmuster organisationsgenerierter Konfliktpotentiale unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechterdifferenzen-
Kurzzusammenfassung
Freiwillige Sportvereinigungen stehen aufgrund sich ausdifferenzierender Erwartungen und Möglichkeiten im Freizeitverhalten ihrer Mitglieder vor neuen Herausforderungen. Insbesondere größere Sportvereine und -verbände erleben dies als Professionalisierungsdruck. Dieser manifestiert sich dahingehend, dass traditionell ehrenamtliche Beschäftigungsressourcen überfordert und Hauptamtliche zunehmend in die Vereinigungen implementiert werden. Da haupt- und ehrenamtliche Beschäftigung grundlegend unterschiedliche Strukturen aufweist, lässt
eine Kooperation der beiden Strukturformen eine Fülle von Konfliktpotenzialen vermuten. In der organisations-soziologischen und sportwissenschaftlichen Literatur
werden diese Konflikte identifiziert und theoretisch beleuchtet, aber bislang kaum empirisch überprüft. Die vorliegende Arbeit will diese Forschungslücke schließen. Sie
konzentriert sich auf die Zusammenarbeit auf Führungsebene, d.h. auf die Kooperation von ehrenamtlichem Präsidium und hauptamtlicher Geschäftsführung.
Neben der Überprüfung real existierender Konflikte in der Zusammenarbeit werden insbesondere auch die Bewältigungs-formen bestehender Konflikte beleuchtet. Diese
Betrachtung erfolgt unter dem Fokus der Geschlechter-differenzierung.
Die Arbeit verfolgt somit drei inhaltliche Stränge: Die Fragen nach Art und Ausmaß bestehender Konflikte, nach dem Umgang mit strukturinduzierten Konflikten und nach geschlechtsspezifischen Unterschieden im Konflikt-lösungsverhalten. Den theoretischen Hintergrund bilden konflikttheoretische, insbesondere systemtheoretische und konstruktivistische Ansätze. Als Untersuchungsmethode
dient eine explorativ angelegte leitfadengestützte Interviewstudie mit erfahrenen Führungspersonen in Sportverbänden. Es wurden 12 Interviews mit den
hauptamtlichen und ehrenamtlichen Führungspersonen aus sechs
Landesfachverbänden der Sportarten Turnen und Judo durchgeführt. Die Zusammensetzung der Stichprobe berücksichtigte in erster Linie die Geschlechter-konstellation. So waren je zwei Führungsduos gemischt-geschlechtlich, ausschließlich männlich oder ausschließlich weiblich und rekrutierten sich paritätisch aus den alten und neuen Bundesländern.
Brief summary
Voluntary sports clubs and associations are posed with the challenge of growing expectations and increasing alternatives and possibilities of their members in terms
of their recreational behaviour. Larger sports clubs and associations in particular experience an increasing pressure to introduce professional structures. This is mainly due to the fact that engagement resources – which traditionally are based on a voluntary engagement – are overstrained and, thus, professional resources are
implemented. As voluntary and professional engagement fundamentally differ in structures and functions, a cooperation of both supposedly gives rise to an
ampleness of conflicts. These conflicts have been identified and described in sports science and organisational behaviour theory, however, so far based only on very little empirical assessment and verification.
The thesis at hand intends to close this research gap, thereby concentrating on the cooperation at top management level; I.e. voluntary chairmanship and professional
executive management. Existing conflicts in such cooperation are examined and the handling of these conflicts is reviewed in more particularity. This review is undertaken with a specific focus on gender differentiation.
This thesis follows three lines: (i) form and magnitude of existing conflicts, (ii)handling of conflicts induced by structures, and (iii) gender specific differences in
conflict resolution. The theoretical background of this thesis is based on theories of conflict, especially referring to system theory as well as to constructivist approaches.
The research method is a guideline based interviewsurvey. A total of 12 interviews were conducted with voluntary and professional leaders from provincial gymnastics
and judo sports associations. The sampling for the survey predominantly considered the gender constellation. Two of the leadership-duos (chairman and chief executive)which were interviewed are solely male, two are solely female and the remaining two are mixed. The sample equally represents leaders from both the ‘old’ West German and the ‘new’ East German federal states
Die Selbstdarstellung von Spitzensportlerinnen und –sportlern auf persönlichen Homepages im Internet – Eine Analyse der sozialen Konstruktion von Geschlechterverhältnissen
Kurzzusammenfassung
Die Medien werden vielfach dahingehend kritisiert, dass sie Sportlerinnen und Sportler in der Berichterstattung ungleich behandeln. Zahlreiche empirische Untersuchungen bestätigen, dass über Athletinnen zum einen deutlich seltener berichtet wird als über Athleten, und dass darüber hinaus Frauen und Männer in den Sportmedien zum Teil auf eine sehr unterschiedliche Art und Weise präsentiert werden. Während die Ebene der Medienprodukte ebenso wie die Ebene der Medienproduktion im Zusammenhang mit der Frage nach möglichen Geschlechterverhältnissen in der sportwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung sowie in der Kommunikationsforschung bereits umfangreiche Berücksichtigung fand, blieben Untersuchungen dazu, welchen Anteil die Sportlerinnen und Sportler selbst möglicherweise an dieser ungleichen Darstellung in den Medien haben, bis dato weitestgehend aus. Zudem ging kaum eine der bisherigen Studien auf das Medium Internet ein. Die vorliegende Arbeit verfolgte das Ziel, den erwähnten Defiziten Rechnung zu tragen, indem sie zum einen die „Input-Ebene“ fokussierte und gleichzeitig das Medium Internet berücksichtigte. Als Untersuchungsobjekt fungierten 32 persönliche Homepages von deutschen Spitzensportlerinnen und -sportlern. Bei der Studie stand die Frage im Mittelpunkt, inwieweit Athletinnen und Athleten durch die Art ihrer Selbstpräsentation „Geschlecht“ aktualisieren, neutralisieren oder gar umkehren. Darüber hinaus wurden die in diesem Zusammenhang wirkenden Mechanismen vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen des Sportsystems und des Mediensystems näher analysiert. Nur eine solch kombinierte Vorgehensweise – in diesem Fall aus einer quantitativ-qualitativen Inhaltsanalyse und leitfadengestützten Interviews mit einigen derjenigen Sportlerinnen und Sportlern, deren Webseite zuvor inhaltsanalytisch untersucht worden war – versprach genauere Aussagen über die „Täter-Opfer-Konstellation“ zwischen Medien und Athletinnen. Die theoretische Grundlage der Untersuchung bildeten Konzepte zur Konstruktion von Geschlecht in Verbindung mit akteurtheoretischen Ansätzen und Spezifika zum Sportsystem. Angenommen wurde, dass die gängige Geschlechterordnung, wie sie in den Medien in Erscheinung tritt, von Sportlerinnen und Sportlern durch die Art der Selbstdarstellung auf persönlichen Homepages eher aktualisiert und aufrechterhalten als in Frage gestellt wird. Diese Vermutung ließ sich durch die Untersuchung eher nicht bestätigen. Zwar offenbarte sich hinsichtlich einiger Aspekte eine geschlechterdifferente Darstellungsweise, die eine Orientierung an traditionellen Geschlechterstereotypen implizierte und durch Weiblichkeits- und Männlichkeitsrituale zum Ausdruck kam. Jedoch ist die Selbstpräsentation von Spitzensportlerinnen und –sportlern auch durch zahlreiche Gemeinsamkeiten von Frauen und Männern geprägt. Ferner ließen sich neue „Trends“ beobachten, die mit stereotypen Darstellungen der Geschlechter brechen und verschiedene Ausprägungen von „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ skizzieren.
Brief summary
Media are often criticised for treating female athletes and male athletes different in their coverage. Numerous empirical studies confirm that on the one hand sportswomen are underrepresented in reporting and that – furthermore – sportsmedia partially refer to women and men in a very unequal way. The level of media output already was explored in conjunction with possible gender relations: in women´s studies and gender research in the field of sports science as well as in communication research. In almost the same manner the level of media production was investigated. In contrast surveys about the matter which part female and male athletes themselves play concerning the unequal presentation as far as possible are missing yet. While the level of media output as well was explored in context of possible gender relations in women´s studies and gender research in the field of sport science as well as in communication research as the level of media production, surveys about the matter which part female and male athletes themselves play concerning the unequal presentation as far as possible are missing yet. Besides, hardly any of the existing studies focused the Internet. The present study set itself the target to make good the mentioned deficiencies by regarding on the one hand the level of input and coevally the Internet. As subject matter served 32 personal homepages of female and male top athletes from Germany. The study focused on the question, to what extent sportswomen and sportsmen by the way they present themselves refresh, neutralize or even invert “gender”. In addition, the associated mechanisms which are effective against the background of surrounding conditions of the sport system as well as the media system were analysed in detail. Only such a combined approach – in this case a combination of a quantitative-qualitative content analysis and guideline orientated interviews with some of the sportswomen and sportsmen whose personal homepages were analysed before – promised accurate conclusions about the “contravener-victim-constellation” between media and female athletes. The theoretical background of the study was composed by concepts of social construction of gender in conjunction with protagonist-theoretical approaches and specifications of the sport system. It was supposed that the established gender arrangement, as it appears in the media, by the way female and male athletes present themselves on personal homepages will rather be updated then put into question. This assumption could not be affirmed by the present study necessarily. Indeed the survey in several aspects revealed different self-presentations of men and women, which implicated orientation on gender stereotypes and were expressed by rituals of masculinity and femininity. But self-presentations of female and male top athletes also were affected by several mutualities between women and men. Furthermore new trends were noticed, which break with stereotypical presentations of both gender and outline diverse occurrences of “femininity” and “masculinity”
Neues aus der ZBSport Neuerscheinungsdienste und Hochschulschriftenserver
Ein kurzer Bericht über den Stand beim Hochschulschrifternserver eSport und eine Einladung zur Partizipation an Neuerwerbungslisten und Neukatalogisaten der ZBSport
Kortikale Aktivierung und mentale Repräsentationen von komplexen Bewegungen. Ein integrativer Ansatz zur Erfassung neuro-kognitiver Zusammenhänge der Bewegungsorganisation.
Kortikale Aktivierung und mentale Repräsentation von komplexen Bewegungen
Ein integrativer Ansatz zur Erfassung neuro-kognitver Zusammenhänge der Bewegungsorganisation
Komplexe Bewegungshandlungen im Sport entstehen aus der funktionalen Interaktion mit der Umwelt unter Rückgriff auf sensorische Informationen, welche über kortikale Prozesse vermittelt werden.
Wird davon ausgegangen, dass Wahrnehmungseindrücke und Handlungsaktionen in einem gemeinsamen Code repräsentiert sind, dann liegt die Vermutung nahe, dass sich auch strukturelle und funktionale Merkmale von Handlungen auf mentaler und kortikaler Ebene abbilden.
Vor dem Hintergrund dieser Annahme war es zentrales Ziel der vorliegenden Arbeit, mentale Handlungsrepräsentationen und zugrunde liegende kortikale Prozesse bei komplexen sportlichen Bewegungen im Hinblick auf ihre funktionelle Verschaltung experimentell zu analysieren.
In vier aufeinander aufbauenden Experimenten wurden dabei die Struktur und lernbedingte Veränderung mentaler Handlungsrepräsentationen sowie ihre zugrunde liegenden kortikalen Verarbeitungsprozesse experimentell analysiert. In der ersten Untersuchung konnte in einer Stichprobe von n = 30 Experten und Fortgeschrittenen strukturelle Unterschiede hinsichtlich der mentalen Organisation von Bewegungsknotenpunkten (Basic-Action-Concepts) nachgewiesen werden. Bei Experten findet sich eine funktionale, an den Erfordernissen der Bewegungsaufgabe ausgerichtete Struktur mentaler Repräsentationen während Fortgeschrittene eine eher unfunktionale Strukturierung aufweisen, welche sich auf Ebene der Bewegungsausführung in signifikanten Bewegungsfehlern manifestiert. Die Ergebnisse bestätigen vorherige Studien, nach denen die Struktur mentaler Repräsentationen unmittelbar mit der beobachteten Bewegungsausführung zusammenhängt.
In der zweiten Untersuchung wurde an einer Stichprobe von 20 Studierenden und 15 Schwimmern konnte eine lernbedingte Veränderung mentaler Repräsentationen experimentell induziert. Nach lernbasierter Intervention über ein Studiensemester näherte sich die von Schwimmanfängern signifikant der Struktur der mentalen Repräsentation einer Referenzstruktur an.
So kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass beobachtbare Bewegungsausführungen im Zusammenhang mit entsprechenden mentalen Repräsentationen stehen.
In der dritten Untersuchung der vorliegenden Untersuchung wurden kortikale Verarbeitungsprozesse bei der Wahrnehmung von Schwimmexperten in Abhängigkeit der Art des Stimulusmaterials (sportartspezifisch vs. allgemein). Neben einem Symbol-Distanz Effekt konnten beispielsweise signifikante Unterschiede an der P4 Elektrode gefunden werden, welche mit einer Aktivität des hinteren Scheitellappens in Verbindung steht, der bei komplexer Raum- und Bewegungsorientierung aktiv ist, assoziiert werden. Sportler nehmen auf kortikaler Ebene offenbar sportartspezifisches Stimulusmaterial anders wahr, als allgemeines Stimulusmaterial, da bei der Wahrnehmung auch Areale aktiviert werden, welche funktional an der Bewegungssteuerung der wahrgenommenen Bewegung beteiligt sind.
Das Ziel der vierten Untersuchung war die Überprüfung des funktionalen Zusammenhangs zwischen der Verarbeitung unterschiedlicher Stimulusmaterialien und der Struktur zugrunde
liegender mentaler Repräsentationen. Dabei konnte festgestellt werden, dass unabhängig vom Stimulusmaterial die gleichen Clusterlösungen quantifiziert wurden. die Verarbeitung hingegen sich signifikant unterschied.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die hier gefundenen Ergebnisse einen amodalen
Ansatz der Repräsentation bewegungsbasierter Wissensbestände unterstützen. Dabei
scheinen die Basic Action Concepts auch auf kortikaler Ebene eine integrierende Funktion für komplexe sportliche Bewegungen zu übernehmen. An dieser Stelle werden beispielsweise Anknüpfungspunkte zum Ansatz des common codings oder der Theory of event coding offensichtlich.
Cortical activation and mental representation of complex motion
An integrated approach to record neuro-cognitive connectivity of motion
In sport, complex movements develop through functional interaction with the environment and through the help of sensory information. This information is being transmitted through a cortical process.
The underlying assumption is that impression of perception and action are represented within one code. Furthermore, structural and functional characteristics of actions are displayed on a mental and cortical platform.
Based on these assumptions, the central goal of this work analyzes mental representation of actions and their cortical process of motion in terms of functional neuronal networks.
Through a series of four interconnected experiments, structures and changes of memorized mental actions and their cortical processes were analyzed.
The first experiment proved that in a sample of n=30 experts and advanced athletes, structural differences in their mental organization of junctional motion nodes (basic-action-concepts). Expert athletes showed a functional mental representation of the demanded motion, while advanced athletes showed a less functional structure which manifested itself in considerable flaws for the demanded motions. These findings confirm earlier studies, which demonstrated that the structure of mental representations and the observed motion are related to one another.
The second examination of 20 students and 15 swimmers showed an induced change of their mental representation through correct instructions. With the help of this intervention, beginning swimmers significantly changed their mental representation of motion within a semester. This reveals that observed motion is directly interconnected with their mental representation.
In the third experiment of this examination, swimming experts were evaluated with respect to their cortical evaluation and analysis of perception in connection with the kind of stimulus (sport specific or general) they received. Next to the symbol-distance-effect, significant differences could be found on the P4 electrode. This stands in direct relation with the activity of the posterior parietal lobe, which plays an important role in complex ambient perception and motion. On a cortical platform, it appears that athletes experience sport specific stimuli differently then general stimuli. Specifically, areals are being activated which have a functional impact on motion control.
The goal of the fourth examination was to verify the functional interrelationship between the processing of different stimuli and the structure of their mental representations. It was ascertained that independently from the stimuli received, the same Results of Cluster solution were quantified. The evaluation and analysis of different stimuli on the other hand vary.
To recapitulate, the results of these studies support an amodal approach of the presented motion-based knowledge model. The basic-action-concepts hereby assume an integrated role of complex motion in sport on a cortical platform. Based on these results, the interconnected factors to the approach of the common coding and the theory of event coding become evident
Virtual Library of Sport Science – A Project under the Control of the Central Library of Sport Science in Cologne/German
Name of the project: Virtual Library of Sport Science, German abbreviation: „ViFa Sport“
URL: www.vifasport.de
Start of the project: February 1, 2006
Termination of the project phase and presentation to the public: September 26-28, 2007
Financial support: German Research Society (DFG
The effects of coaching behaviors on motivation in handball players - An analysis of the effects of verbal and non-verbal coaching behaviors on the grounds of self-determination theory
Abstract
Background and Purpose: Using self-determination theory as an analytical framework, the present study investigated the influence of coaching behaviors in handball on different types of motivation of the players. As several authors have outlined the importance of the coach as a social factor which has an influence on motivation and its mediators, the three main goals of the study were to (1) analyze the correlation between observed coaching behaviors and motivation of athletes based on self-determination theory, (2) analyze the perceived coaching behaviors and their relation to motivation, and (3) compare the observed coaching behaviors with the coaching behaviors as perceived by the players.
Method: Three different instruments were used in order to assess the relationship between coaching behaviors and motivation. An observational design of two observers was used to count every displayed coaching behavior of seventeen coaches during one game observation and one training observation according to an assessment system with ten categories, the Coaching Behavior Assessment System (CBAS). The perceived coaching behaviors were measured by a questionnaire, the Coaching Feedback Questionnaire (CFQ). The different types of motivation were assessed with the sport motivation scale (SMS).
Results: One hundred seventy-seven handball players of seventeen teams returned their questionnaires (response rate 99.44%). The results indicated few significant relationships between coaching behaviors and motivation and they were weak and insignificant for most items. Exceptions were mostly related to the coaching behavior Reinforcement and different types of motivation.
Conclusion: The results indicate that for the present sample a relationship between coaching behaviors (perceived and observed) and athletes’ motivation was not present. Different levels of assessment of the study design, i.e. observations on the situational level and questionnaires assessing motivation and perceived coaching behaviors on the contextual level, may have had an influence on the results. Further research is needed on other social factors that may influence the different types of motivation as proposed by self-determination theory.
Zusammenfassung: Die Arbeit beschaeftigt sich mit dem Einfluss von verbalen und non-verbalen Coachingverhaltensweisen und deren Wirkung auf Motivation unter Beruecksichtigung der Selbstbestimmungstheorie bei Handballspielern verschiedener Amateur-Leistungsklassen. Es wurden drei Hauptuntersuchungsgegenstaende definiert. 1. Korrelation zwischen beobachtetem Coachingverhalten und Motivation. 2. Korrelation zwischen von den Spielern wahrgenommenen Coachingverhaltensweisen und Motivation. 3. Zusammenhang zwischen beobachtetem Coachingverhalten und von den Spielern wahrgenommenem Coachingverhalten.
Es konnten dabei nahezu keine signifikanten Zusammenhaenge zwischen (beobachteten oder von den Spielern wahrgenommenen) Coachingverhaltensweisen und Motivation nachgewiesen werden
Effects of hypergravity on manual forces and displacements: causes and practical implications
ZUSAMMENFASSUNG
Zahlreiche Studien haben die menschliche Motorik in Phasen erhöhter Erdbeschleunigung (+Gz) untersucht und Defizite z.B. bei Folge-, Zeige- und Kraftproduktionsaufgaben gefunden. Im letzteren Fall führte +Gz zu stark überhöhten Armkräften, wenn die Probanden einen isometrischen Joystick verwendeten. Da viele Hochleistungsflugzeuge durch solche Joysticks kontrolliert werden, könnten diese überhöhten Kräfte die Flugstabilität beeinträchtigen und daher die Sicherheit der Piloten während +Gz Flugmanövern wie Loopings und Kurven gefährden. Jedoch bleiben zahlreiche Fragen in diesem Kontext unklar: Reduziert sich die Krafterhöhung in +Gz durch ein Training? Zeigt sich bei +Gz-erfahrenen Piloten die gleiche Krafterhöhung wie bei +Gz-unerfahrenen Probanden? Sind manuelle Auslenkungen mit einem regulären Joystick wie er in anderen Flugzeugmodellen genutzt wird ebenfalls durch +Gz beeinträchtigt? Hat +Gz auch einen Einfluss auf Prozesse des motorischen Lernens? Solche Fragen beziehen sich alle auf den operativen Hintergrund von Piloten, die Hochleistungsjets fliegen, und entsprechende Antworten könnten helfen, die Flugausbildung und den Arbeitsalltag solcher Piloten zu verbessern.
Neben diesen anwendungsorientierten Fragen ist eine andere, grundlegende Frage auffallend: Warum produzieren Probanden erhöhte isometrische Kräfte in +Gz? Entsprechend der Literatur sind einige potentielle Gründe wie mechanische Aspekte, gestörtes Sehvermögen oder propriozeptive Defizite nicht in der Lage diesen Effekt zu erklären, wohingegen andere Aspekte, wie kognitive Belastung, körperliche Aktivität, vestibulo-spinale Aktivität oder psycho-physiologischer Stress tatsächlich die beobachtete Krafterhöhung in +Gz erklären könnten. Allerdings fehlen nützliche wissenschaftliche Daten, die diese letzten Theorien unterstützen würden.
Daher beinhaltet diese Promotion die Untersuchung sowohl von Fragen zur Motorik in Bezug auf fliegerische Tätigkeiten, als auch von möglichen Gründen für die +Gz-bedingte Krafterhöhung, um so das aktuelle Wissen in anwendungs- und grundlagenorientierten wissenschaftlichen Themen zur Motorik in +Gz zu erweitern.
Hinsichtlich der wissenschaftlichen Fragestellungen bezogen auf fliegerische Tätigkeiten konnten wir zeigen, dass die beobachtete Erhöhung isometrischer Kräfte in +Gz partiell durch ein anhaltendes Training in +Gz ausgeglichen werden konnte, wohingegen ein gleichwertiges Training bei normaler Erdbeschleunigung entsprechend eines Simulatortrainings auf der Erde unwirksam war. Darüber hinaus konnte eine längerfristige Gewöhnung an die +Gz Umgebung nicht beobachtet werden, da professionelle Jetpiloten, die in Trainingsflügen regelmäßig +Gz ausgesetzt sind, nur eine geringfügig kleinere Verschlechterung bei der isometrischen Kraftproduktion zeigen als +Gz-unerfahrene Probanden. Ferner konnten wir zeigen, dass weder manuelle Auslenkungen eines regulären Joysticks, noch die Fähigkeit der Probanden, ihre Motorik an unbekannte Situationen anzupassen, negativ durch +Gz beeinträchtigt sind.
Die Untersuchung möglicher Gründe für die beobachtete Krafterhöhung in +Gz zeigte, dass auch eine kognitive Belastung als zugrundeliegender Mechanismus für den Kraftanstieg in +Gz unwahrscheinlich ist, da der kognitive Aufwand bei der Untersuchung mittels der Doppeltätigkeitsmethode nicht mit dem +Gz-Level variierte. Darüber hinaus konnten wir zeigen, dass körperliche Aktivität die isometrische Kraftproduktion beeinträchtigt, sich dieser Effekt aber qualitativ von der beobachteten Krafterhöhung in +Gz unterscheidet, so dass körperliche Aktivität wahrscheinlich ebenfalls nicht der Grund für die erhöhte Kraftproduktion in +Gz ist. Im Gegensatz dazu beschreibt die vorliegende Promotion Experimente zur Kraftproduktion während Phasen von linearer Vektion, welche die Vermutung unterstützen, dass eine gesteigerte vestibulo-spinale Aktivität ein Grund für die erhöhte Kraftproduktion in +Gz ist. Zusätzlich könnten auch +Gz bedingte psycho-physiologische Veränderungen ein relevanter Faktor sein, da wir zeigen konnten, dass +Gz zu einem umfassenden Anstieg in unterschiedlichen Stresshormonkonzentrationen führt, welche einhergeht mit einer Reduktion der wahrgenommenen körperlichen und mentalen Verfassung. Da manuelle Auslenkungen weder in +Gz, bei vestibulärer Stimulation noch bei körperlicher Aktivität beeinträchtigt waren, scheinen die zugrundeliegenden Mechanismen nur Kräfte, jedoch keine Bewegungen zu beeinflussen.
SUMMARY
Several scientific studies have examined human motor performance during phases of increased terrestrial gravitational acceleration (+Gz), and found deficits e.g. in tracking, pointing and force production tasks. In the latter case, +Gz provoked highly exaggerated arm forces when subjects used an isometric joystick. Since several high-performance aircraft are controlled by such sticks this force exaggeration might impair flight stability and could therefore compromise pilots’ safety during +Gz flight maneuvers as loops and turns. However, several questions in this context remain unclear: Is the observed force exaggeration in +Gz reduced by training? Do +Gz-experienced fighter pilots show the same force exaggeration like +Gz-inexperienced subjects? Are manual displacements with a regular joystick used in different aircraft affected by +Gz as well? Does +Gz have an impact on motor learning processes? Such questions all relate to the operational background of pilots flying high-performance aircraft and answers might help to improve pilots’ flight trainings and their working lives.
Besides these applied questions, another fundamental question is striking: Why do subjects produce exaggerated isometric forces in +Gz? According to literature some possible reasons like mechanical aspects, disturbed vision or proprioceptive deficits cannot explain this effect, while other aspects, like computational stress, physical activation, vestibulo-spinal activity or psycho-physiological stress might indeed explain the observed force exaggeration in +Gz. However, valuable scientific data supporting these latter theories are missing.
Therefore, in order to enhance the current knowledge of applied as well as basic research topics on motor performance in +Gz, this thesis contains the investigation of both questions on motor performance related to flight operations as well as possible causes of the +Gz-induced force exaggeration.
Pertaining to the research questions on motor performance related to flight operations we could show that the observed isometric force exaggeration in +Gz can be partly compensated by a prolonged task practice in +Gz, while an equivalent practice conducted in normal gravitational acceleration adequate to simulation training on the ground was ineffective. Furthermore, long term adaptation to the +Gz environment could not be observed, since professional jet pilots frequently exposed to +Gz during practice flights only showed a slightly smaller deficit in isometric force production than +Gz-inexperienced subjects. We could further demonstrate, that neither manual displacements with a regular joystick nor subjects’ ability to adapt their motor performance to unknown situations are affected negatively by +Gz.
The investigation of possible causes of the observed force exaggeration in +Gz showed that also computational stress seems unlikely as an underlying reason for the force increase in +Gz, since the cognitive demand investigated by the dual task approach did not vary with the +Gz-level. We could further show that physical exercise impairs isometric force production, but since this effect differed qualitatively to the observed force exaggeration in +Gz, physical activation does probably not explain this force exaggeration in +Gz, either. In contrast, the present thesis describes experiments on force production during phases of linear vection supporting the assumption that increased vestibulo-spinal activity might be a cause of the observed force exaggeration in +Gz. Additionally, +Gz-related psycho-physiological changes might also be a relevant factor, as we could demonstrate that +Gz induces a comprehensive increase in various stress hormone concentrations going along with a decrease in perceived physical and mental state. Since manual displacements were neither affected by +Gz, vestibular stimulation nor physical activity, these underlying mechanisms seem to affect only forces, but do not apply for displacements
Datenbankgestützte Informationstechnologie zur Unterstützung multidisziplinärer Forschung in der Sportwissenschaft
Die sportwissenschaftliche Forschung, als deren zentraler Gegenstand das Phänomen der menschlichen Leistung angesehen werden kann, hat sich in den letzten 35 Jahren deutlich ausdifferenziert und so in ihrem Binnenverhältnis die Voraussetzungen für eine notwendige multi- und interdisziplinäre Forschung geschaffen.
Diese zu realisieren, erfordert konsolidierte Datenerfassungs-, Speicherungs-, Bewertungs- und Austauschsysteme, die trotz vorhandener, leistungsstarker IT-Infrastruktur häufig fehlen. Deshalb erfolgt der Datenaustausch immer noch oft über den kleinsten gemeinsamen Nenner der vorhandenen Software (d.h. Office-Lösungen), was die Durchführbarkeit komplexer multidisziplinärer Projekte sehr erschwert.
Zur Unterstützung komplexer multidisziplinärer Forschung an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) wurde im Rahmen dieser Arbeit, basierend auf einer umfassenden Anforderungsanalyse, ein Systemkonzept erstellt und umgesetzt. Sowohl das Konzept als auch der implementierte Prototyp sind das Ergebnis einer iterativen Vorgehensweise, die in der Arbeit ausführlich dokumentiert wird.
Betrachtet man die vor Projektbeginn definierten Ziele, wie die Erweiter- und Anpassbarkeit des Systems ohne Programmierkenntnisse, die Schaffung einer dynamischen selbstlernenden Such-möglichkeit durch alle forschungsrelevanten Daten, eine hohe Systemsicherheit oder die Integration der Lösung in die bestehende IT-Infrastruktur der DSHS, so sind aus konzeptioneller Sicht diese Ziele erreicht worden. Dies wurde durch den Einsatz neuester Technologien, wie z.B. xml-basierter Formulare, einer hybriden Datenbank und einer flexiblen Portalanwendung, ermöglicht. Der implementierte Prototyp stellt jedoch erst einen Teil der konzeptionell erarbeiteten Funktionen zur Verfügung.
Es wurde bereits eine Datenbasis von ca. 330 X 2150 Attributen aufgebaut (Stand 31.01.2009), die stetig erweitert wird. Suchergebnisse können zur weiteren Auswertung in speziellen Statistik¬anwendungen exportiert werden.
Die leistungsstarke Suchmaschine bietet die Möglichkeit beliebiger Attribut- Verknüpfungen und schafft auf diese Weise einen empirischen Zugang, der in dieser Breite und Tiefe bisher nicht möglich war. So können konventionelle, deskriptive und inferenzstatistische Verfahren mit unkonventionellen Ansätzen der Massendatenanalyse (Mustererkennung, Data Mining) problemlos kombiniert werden.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass durch die Entwicklung dieses Systems Forschungs-kooperationen in einer Weise möglich geworden sind, die völlig neue Einsichten in komplexe Datenstrukturen erlauben.
Sport science research, with the phenomenon of human performance as its central topic, has been considerably refined within the past 35 years. Thus, internally it has established conditions for essential multi- and interdisciplinary research.
The implementation of this approach requires consolidated systems of data collection, storage, evaluation and exchange, which are lacking in many cases, although high-performance IT infrastructure would be available. As a consequence, data exchange is frequently carried out by using the least common denominator of software available (i.e. office solutions), which highly complicates the realisation of complex multi-disciplinary projects.
In order to support complex multi-disciplinary research at the German Sport University Cologne (GSU), a system concept based on a comprehensive requirement analysis has been developed and implemented within this thesis. Both, the concept and the implemented prototype result from an iterative approach, which the thesis documents in detail. From a conceptional point of view, all objectives defined for the project have been achieved, including expandability and adaptability of the system without programming skills, a dynamic and auto-adaptive search function for all relevant data as well as high system security and integration into the existent IT infrastructure of the GSU. This was possible by using most recent technologies, such as xml-based forms, a hybrid database and a flexible portal application. However, the implemented prototype provides only part of the conceptually developed functions.
A database of about 330 x 2150 attributes has already been established (date 31.01.2009) and is continuously being expanded. Search results can be exported into special statistical applications for further evaluation.
The high-performance search engine offers the possibility to link attributes in any required way, thus allowing an empirical access, which to this extent has been unavailable before. In this way, conventional, descriptive and inferential statistical procedures can be easily combined with unconventional approaches of mass data analysis (pattern recognition, data mining). To summarize, through the development of this system, it is now possible to allow research cooperations brand new insights into complex data structures