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Human sensorimotor behaviour in changed gravity and after physical exercise
SUMMARY
The current thesis evaluated human sensorimotor behaviour in altered gravity (Study 1 and Study 2) as well as after acute physical exercise (Study 3).
Study 1
12 right-handed human subjects were tested during the micro-Gz, high-Gz and normal normal-Gz episodes of parabolic flight. Holding an isometric joystick in their right hand, they produced forces of 5, 15, or 25 N in different directions, according to visually prescribed vectors. In some parabolas, 70 Hz vibration was applied to the flexor- and extensor side of the wrist, in order to reduce spinal segmental activity.
Study 2
12 right-handed human subjects were tested during the micro-Gz, high-Gz and normal normal-Gz episodes of parabolic flight. They produced isometric forces of different magnitudes and directions, according to visually prescribed vectors with their right, dominant hand and performed a choice reaction-time task with their left hand. Tasks were performed either separately (single-task) or simultaneously (dual-task).
Study 3
Subjects were randomly assigned to a running group, a tracking group, or a running followed by tracking group with 10 subjects assigned to each group. Treadmill running velocity was initially set at 2.0 m•s-1, increasing by 0.5 m•s-1 every 5 min until exhaustion. Tracking consisted of 35 episodes (each 40 s) where the subjects’ task was to track a visual target on a computer screen while the visual feedback was veridical (performance) or left-right reversed (adaptation). Resting electroencephalographic activity was recorded before and after each experimental condition (running, tracking, rest).
The main findings are:
• Compared to normal-Gz (36.6 N) produced forces were higher in high-Gz (39.1 N, p < 0.001) and still higher in micro-Gz (42.8 N, p < 0.001).
• This increase manifested as early as 100 ms after response onset, i.e., before proprioceptive feedback could become effective (p < 0.01).
• Wrist agonist-antagonist vibration reduced the magnitude of produced forces (p < 0.01) independent of the Gz-level (p > 0.05).
• Dual-task interference was present for both tasks (p < 0.05), indicating that either task was resources-demanding but this interference remained unaffected by the Gz-level (p > 0.05).
• Exercise had no effect on tracking performance and the final amount of adaptation (p > 0.05) but task adaptation was significantly faster after exercise (p < 0.05).
• Increased alpha (p < 0.01) and beta power (p < 0.001) following tracking in the non-exercising group although, exhaustive exercise failed to induce significant changes in these frequency bands (p > 0.05).
Based on these findings we concluded that the observed increase in force production was probably not related to degraded proprioception or inadequate allocation of the brain’s computational resources to the force production task. In combination with the literature, these findings support the view that changed-Gz modifies descending motor commands via afferent vestibular signals at the supraspinal level, probably in the brainstem or the cerebellum, and thus affect the responses from their onset on. Furthermore, it is concluded that exercise has the potential to facilitate sensorimotor adaptation processes and thus, reduces brain cortical activation after task adaptation.
ZUSAMMENFASSUNG
In der vorliegenden Arbeit wurde das sensomotorische Verhalten von Menschen in veränderter Schwerkraft sowie nach akuter körperlicher Arbeit untersucht.
Es wurden 12 Personen in 0 Gz, +1,8 Gz und +1 Gz während eines Parabelfluges getestet. Die Aufgabe bestand darin, mit der rechten, dominanten Hand isometrische Kräfte unterschiedlicher Größen und Richtungen gemäß einem visuell dargestellten Zielvektor zu produzieren und mit der linken Hand eine Wahlreaktionszeitaufgabe durchzuführen. Die Aufgaben wurden entweder einzeln (Einzelaufgabe) oder zusammen (Doppelaufgabe) durchgeführt. Darüber hinaus wurden in ausgewählten Parabeln die Sehnen des Handgelenks mit 70 Hz beidseitig vibriert, um die segmentale Erregbarkeit auf spinaler Ebene zu verändern.
Die wichtigsten Befunde sind überschüssige Kraftproduktionen in +1,8 Gz und insbesondere auch in 0 Gz. Dieser Überschuss wurde bereits 100 ms nach Beginn der Kraftproduktion und somit vor der propriozeptiven Wirkung registriert. Während der beidseitigen Handgelenksvibration wurden geringere Kräfte produziert. Dieser Effekt blieb jedoch sowohl in +1,8 Gz als auch in 0 Gz unverändert. Darüber hinaus konnte im Rahmen der Doppeltätigkeit sowohl bei der Kraftaufgabe, als auch bei der Wahlreaktionszeitaufgabe eine hochsignifikante Aufgabeninterferenz und somit eine Beanspruchung der Hirnressourcen beobachtet werden. Diese blieb jedoch unbeeinflusst von veränderter Schwerkraft.
In der aktuellen internationalen Literatur gibt es hinweise darauf, dass Schwerelosigkeit und akute körperliche Arbeit sehr ähnliche Veränderungen der Hirnaktivität auslösen können. Diese Veränderungen der Hirnaktivität könnten ein gemeinsamer Mechanismus für Modifikationen des sensomotorischen Verhaltens sein welche durch beide Bedingungen hervorgerufen werden. Aus diesem Grund wurde die sensomotorische Leistungs- und Adaptationsfähigkeit sowie die elektrische Hirnaktivität mittels Elektroenzephalographie nach intensiver körperlicher Belastung untersucht. Dabei wurden 30 Personen nach dem Zufallsprinzip in eine Laufgruppe, eine Trackinggruppe sowie eine Lauf- und Trackinggruppe mit jeweils 10 Personen pro Gruppe eingeteilt. Die Laufbelastung war ein standardisierter Laufbandstufentest bis zur subjektiven Erschöpfung. Die Trackingaufgabe (Verfolgungsaufgabe) bestand aus 35 Episoden und beinhaltete das Verfolgen eines Ziels auf einem Computerbildschirm unter Normalbedingungen (Leistung) sowie unter einer Rechts-Links-Umkehr des visuellen Feedbacks (Adaptation). Vor und nach einer jeden experimentellen Bedingung wurde ein Ruhe-Elektroenzephalogramm aufgezeichnet. Es konnte festgestellt werden, dass die Laufbelastung keinen Einfluss auf die Trackingleistung sowie das endgültige Ergebnis der Adaptation hatte. Jedoch verlief der Adaptationsprozess nach der Laufbelastung signifikant schneller. Weiterhin wurde eine erhöhte Leistung im Alpha- und Betaband nach der Trackingaufgabe in der nicht belasteten Gruppe gefunden, obwohl die Laufbelastung keinen direkten Einfluss auf die Leistung in den oben genannten Frequenzbändern hatte.
Aus den Befunden wird geschlossen, dass der Überschuss bei der isometrischen Kraftproduktion in veränderter Schwerkraft nicht auf Veränderungen der Propriozeption oder unzureichender Hirnressourcen zurückzuführen ist. Weiterhin wird deutlich, dass eine intensive körperliche Belastung sensomotorische Prozesse begünstigen kann. Dies deutet darauf hin, dass die in der Literatur beschriebenen Ähnlichkeiten im Hinblick auf Veränderungen der Hirnaktivität und sensomotorischem Verhalten in Schwerelosigkeit sowie nach körperlicher Arbeit nicht vergleichbar sind und demnach sehr wahrscheinlich unterschiedlichen Mechanismen unterliegen.
In Verbindung mit der internationalen Literatur wird durch die Befunde dieser Arbeit die Sichtweise unterstützt, dass in veränderter Schwerkraft motorische Befehle durch afferente vestibuläre Siganle modifiziert werden. Dies geschieht höchstwahrscheinlich auf supraspinaler Ebene; möglicherweise im Hirnstamm oder im Kleinhirn
The making of a team - der lange Weg zur Erfolgsmannschaft
ABSTRACT-DEUTSCH
Bei allen Unterschieden, die es zwischen Amateuren und Profis gibt, suchen Spieler während der Zeit, die sie bei Training oder Wettkampf mit den Mitspielern verbringen, ihren Platz in einer Mannschaftsstruktur, die klaren Richtlinien gehorcht, Orientierung gibt und im Kollektiv Charakter hat. Dafür bedarf es eines strategisch-situativen Füh-rungskonzeptes, dessen Hauptzweck die Realisierung von (inkrementellem oder grund-legendem) Wandel bei der Spielweise eines Teams ist. Dies geschieht auf Basis einer Standortbestimmung durch a) Situationsanalyse und Typologisierung des Teams und b) einer Vision des Wandels. Das situative Führungshandeln des Trainers eines „dritt-klassigen“ Typ-C Teams ist von einem Fokus auf die Mannschaftsebene geprägt, wo das Zusammenspiel entweder stabilisiert oder völlig eneuert werden muß. Bei „zweit-klassigen“ Typ-B Teams liegt ein zusätzlicher spezieller Fokus auf der Mannschafts-teilebene , wo notwendige Veränderungen für den Spielaufbau und das Zusammenspiel eines Teams getestet und umgesetzt werden. Der Eckpfeiler strategisch-situativer Führung von „erstklassigen“ Typ-A Teams ist ein zusätzlicher spezieller Fokus auf die Forcierung individueller technischer Stärken, v.a. bei Schlüsselspielern.
Die Umsetzung eines strategisch-situativen Führungskonzeptes durch Führungshandeln stellt also den eigentlichen Schwerpunkt dieser Arbeit dar. Der Fokus auf Effektivität (Realisieren der sportlichen Lern- und Entwicklungsziele der Spieler) ist dabei von Bedeutung. Letztendlich wird derjenige Trainer am erfolgreichsten „Wandel“ realisieren, der auf Lernerfolge durch eine stete leistungsmäßige Weiterentwicklung seiner Mannschaft abstellt und die Spieler dabei strategisch-situativ orchestriert. Effektivität wirkt sich dann positiv auf vier Effektivitätskomponenten, a) die subjektive Führungswirklichkeit der Spieler, b) deren Engagement für die Mannschaft, c) deren innovatives Spiel und d) die Qualität von deren Spiel, aus.
ABSTRACT-ENGLISH
No matter how big the differencies between amateurs and professional team players, during the time they spend together with their team mates each of them will look for his/her place in a team structure that follows clear guidelines, provides them with orientation and has a certain character. This asks for a strategic-situative leadership concept from the part of the coach aiming at (incrementally or fundamentally) changing the way a team plays. Such change will be acchieved on the basis of a) analysing the situation as well as classifying the type of team at hand, and b) a vision for change. Strategic-situational leadership for a “third class” type-C team should particularly focus on the team level where its´ playing style needs to be stabilized or completely renewed. With “second class” type-B teams, an additional special focus is put on SCPs. SCPs are team parts where necessary changes for a teams` playing style are tested and implemented. In additon to that, the basis of strategic-situative leadership for “first class” type-A teams is, yet, an additional special focus on the technical strengths of individual players – particularly of key players.
Implementing a strategic-situative leadership concept via leadership action is central to this book. Thereby, a focus on effective leadership (reaching an individual players´ goals for learning and development) is important. After all, it is the very coach who:
• focusses at successful learning on the part of individual players via continuous performance-driven developmental proceses of the entire team, and
• simultanously manages to orchestrate his/her players in a strategic-situative way
who will bring about change succesfully. This will contribute positively to the four components of effective leadership: a) the subjective leadership reality of a player, b) his/her team commitment, c) innovative playing style of individual players, and d) individual quality of play
Anwendung der ICF in der stationären Rehabilitation nach Totalendoprothese.Implementierung in Rehabilitationskonzeption und Ergebnismessung.
Schaller, Andrea (2009)
Anwendung der ICF in der stationären Rehabilitation nach Totalendoprothese: Implementierung in Rehabilitationskonzeption und Ergebnismessung.
Dissertation an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Hintergrund und Ziel
Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) ermöglicht es Folgen chronischer Erkrankungen darzustellen und wurde von der Deutschen Rentenversicherung als konzeptionelle Grundlage in das „Rahmenkonzept zur medizinischen Rehabilitation“ implementiert (DRV 2007). Damit sind alle Einrichtungen aufgefordert Konzepte und Praxis an der ICF auszurichten.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Implementierung der ICF in die Rehabilitationskonzeption (Prozessqualität) und die Ergebnismessung (Ergebnisqualität) der stationären Rehabilitation nach Totalendoprothese (TEP). Im Rahmen der Implementierung in die Rehabilitationskonzeption wird die Rehakette nach TEP sowie indikationsspezifische Bedingungen und die Konzeption bewegungstherapeutischer Maßnahmen auf Grundlage des ICF-Modells dargestellt. Für die ICF-basierte Evaluation des Rehabilitationsverlaufs über zwölf Monate wird ein im stationären Therapiebetrieb praktikables ICF-basiertes Assessment entwickelt. Dabei ist die Frage nach der Operationalisierung von Aktivität und Teilhabe nach TEP zentral.
Methode
Das Assessment besteht aus einem Fragebogen und einem sportmotorischen Test und wurde sowohl ziel- als auch itemorientiert der ICF zugeordnet (Cieza et al. 2005).
Die Datenerhebung erfolgt zu vier Messzeitpunkten (T1: Beginn der stationären Rehabilitation, T2: Ende der stationären Rehabilitation, T3: drei Monate poststationär, T4: zwölf Monate poststationär). Die Operationalisierung von Aktivität (FFbH-OA) und Teilhabe (SF-36) wird zu vier Messzeitpunkten faktorenanalytisch geprüft. Der Rehabilitationsverlauf (T1–T4) wird mittels Varianzanalyse mit Messwiederholung unter Berücksichtigung der Indikation evaluiert. Der Einfluss von Kontextfaktoren auf Aktivität und Partizipation wird zu jedem Messzeitpunkt mittels Varianzanalyse berechnet. Die Stichprobe umfasst 226 Teilnehmer (w=126; m=100; 63,2 Jahre (± 8)). 146 Teilnehmer hatten eine Hüft-TEP und 80 eine Knie-TEP.
Ergebnisse:
Mit dem FFbH-OA und dem SF-36 können Aktivität und Teilhabe strukturell getrennt erfasst werden, allerdings nimmt die die Einfachstruktur der Faktoren im poststationären Rehabilitationsverlauf (T3, T4) ab.
Körperfunktionen, Aktivität und Teilhabe verbessern sich im Rehabilitationsverlauf signifikant mit mäßigen bis starken Effekten. Bei der Aktivität zeigt sich ein indikationsspezifischer Einfluss. Es zeigen sich keine indikations- oder zeitübergreifenden personenbezogenen Einflussfaktoren auf Aktivität bzw. Teilhabe.
Fazit (Schlussfolgerung):
Das ICF-Modell systematisiert rehabilitatives Denken und unterstützt eine partizipations- und kontextorientierte Rehabilitationspraxis. Für die Implementierung der ICF in die Ergebnismessung ist neben einer theoretisch-konzeptionellen Weiterentwicklung der Konzepte zu Aktivität und Teilhabe auch ICF-basierte Assessmentforschung bezüglich der Operationalisierung dieser Komponenten notwendig. Die Beurteilungsmerkmale sind in der vorliegenden Form zur Darstellung des Rehabilitationsverlaufs ungeeignet.
Die Ergebnisse zum Rehabilitationsverlauf nach TEP sind mit anderen Studien vergleichbar. Aufgrund der großen Bedeutung der Kontextfaktoren im ICF-Modell sollten diese in weiteren Studien untersucht werden.
Schaller, Andrea (2009)
Application of the ICF in in-patient rehabilitation after endoprothesis: implementation into rehabilitation concepts and evaluation
Doctoral thesis, German Sports University Cologne
Background
The newly available International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) provides a bio-psycho-social understanding of functioning (WHO 2001). Since 2007
the ICF-model of functioning and health is compulsory for clinical practice (DRV 2007). It is intended for use in needs of assessment, matching interventions to specific health states, rehabilitation and outcome evaluation.
The focus of this doctoral thesis is the implementation of the ICF in rehabilitation concepts (process quality) and outcome measurement (result quality) after hip and knee joint endoprothesis. The thesis has two main parts. First, using the ICF-model the rehabilitation process after joint endoprothesis is described including details about the indication and therapeutic concepts of exercise therapy. Second, based on the above, an ICF-compatible assessment tool was developed to measure health outcomes. The main aspect of the tool was the operationalisation of activity and participation.
Method:
The assessment tool comprises a questionnaire and a test of movement related functions. Both were linked to the ICF (Cieza et al. 2005).
Measurements were taken at the beginning (T1) and the end of inpatient rehabilitation (T2) as well as three (T3) and twelve (T4) months after in-patient rehabilitation. The operationalization of activity (condition-specific measure; FFbH-OA) and participation (generic measure; SF-36) was examined by factor analysis. Outcome measurement and impact of contextual factors were examined by variance analysis. Data of 226 patients were collected, 146 patients after hip endoprothesis and 80 after knee endoprothesis (w=126; m=100; age: 63,2 years (± 8)).
Results:
Using the questionnaire data of FFbH-OA and SF-36 a structurally separate operationalization of activity and participation is possible, although the factors show double-barreled items at T3 and T4.
Body functions, activity and participation show significant improvement with moderate to strong effects. There is an impact of indication on activity.
Various personal factors show an impact on activity and participation but none on both indications or on all four measurements.
Conclusion:
The ICF-model is an exciting landmark event for rehabilitation. It systematises rehabilitative thinking and supports a participation- and context-orientated clinical practice. ICF-based measurement provides some challenges to ICF implementation. Therefore the concepts of activity and participation and the qualifiers should be developed further.
Outcome results after joint endoprothesis are comparable to other studies. Contextual factors should be examined in further studies because of their importance in the ICF-model
Kraft und Beweglichkeit der Schulter bei koreanischen Volleyballspielern unterschiedlicher Spielklassen und Spielpositionen
Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, mit isokinetischen und kinematischen Methoden umfassendere und präzisere Ergebnisse für die Prävention im Volleyball aufzuzeigen. Hierfür wurden isokinetische Kraft- und kinematische Beweglichkeitsmessungen durchgeführt, um die muskulären Verhältnisse des Schultergelenkes genauer zu untersuchen.
Bei der vorliegenden Studie nahmen 86 Probanden aus vier unterschiedlichen Spielklassen teil. 21 Probanden wurden aus der Profiliga rekrutiert, 24 aus der Uni-Liga, 21 aus dem Schulsport-Turnier, 20 in der Kontrollgruppe. Für die Innen- und Außenrotation des Schultergelenkes wurden konzentrische Messungen des maximalen Drehmoments durchgeführt. Sowohl die dominante, als auch die nichtdominante Schulter wurden bei Winkelgeschwindigkeiten von 60 °∕s und 180 °∕s auf das maximale Drehmoment getestet. Die Beweglichkeitmessung der Schulter wurde mit einer dreidimensionalen Bewegungsanalyse durchgeführt.
Die vorliegenden Ergebnissen zeigen, dass die Profiligaspieler bei den Winkelgeschwindigkeiten von 60 °/s mit 65,9 Nm die höchsten Werte aller Spielklassen beim maximalen Drehmoment der IRO an der dominanten Seite aufwiesen. Die Profi - Spielerinnen zeigten mit 48 % das niedrigste Verhältnis von ARO / IRO. Bei den Profiligaspielern ergab die Messung der maximalen Innenrotationsbeweglichkeit an der dominanten Seite eine deutliche Einschränkung gegenüber der nichtdominante Seite. Die Profi - Spieler zeigten mit 45 % das niedrigste Verhältnis von maximaler IRO zu ARO von allen Spielklassen. Beim Vergleich der Ergebnisse von Angriffsspielern zeigten sich Unterschiede des maximalen Drehmoments (60 °/s) mit IRO und ARO (DS), der maximalen Schulterrotation (DS) und Verhältnis von maximaler Außen- zu Innenrotation an der dominanten Seite. Die Spieler mit früheren Schultergelenkverletzungen zeigten Unterschiede im maximalen Drehmoments bei ARO (60 °/s) (DS), maximalen Drehmomentverhältnis zwischen ARO und IRO (60 °/s), sowie der maximalen Schulterrotation.
Die Prävention sind hier der Ausgleich der muskulären Dysbalance mit Behebung sowohl der Verkürzungen, als auch der Abschwächungen. Solche Dysbalancen lassen sich frühzeitig diagnostizieren. Die untersuchten Ligen in der vorliegenden Studie gleichen sich bezüglich des Verletzungsrisikos, wobei dies für die Schulsportspieler nur in vermindertem Umfang galt. Wie schon seit einigen Jahren gefordert wird, muss der Verletzungsprävention im Training eine größere Bedeutung beigemessen werden.
Abstract
The Shoulder overuse injuries are common in volleyball players, especially during spike motion. Muscle strength and range of motion of the shoulder rotation are considered to be important during spiking. It would also be worth to find out if there were differences in shoulder strength and range of motion among these volleyball players with and without shoulder injury history in order to design appropriate shoulder injury rehabilitation and prevention training programs for each player.
In this study, 86 players from 4 different levels were tested, 21 from the professional league, 24 from the university league, 21 from the middle- and high school league and the rest 20 from the control group.
Isokinetic concentric strength of the shoulder rotators were tested at angular velocities of 60°/s and 180°/s by using the Biodex, and passive range of motion of the shoulder rotation was assessed using with the Simi-motion.
The strength test shows that the highest torque of 65.9Nm (60 °/s) on the dominant side was measured in the professional league players and it was the highest among the 4 test groups.
The 48% of professional players show the lowest level of the ER/IR values and the 45% on the dominant side of professional players the lowest level of “max. IR to ER,” which is the lowest of all test player groups. According to the test results, the dominant side shows the clear limitation of elasticity of inner rotation among professional league players (compared to the non-dominant side).
According to the test results in the attackers, the differences are to see in following factors like a isokinetic strength (60 °/s) of IR and ER (DS), maximal value of shoulder rotation (DS) and the ratio between the maximal ER and the IR on the dominant side.
The players who were injured in the history of shoulder show the differences in the isokinetic strength of ER (60 °/s), the strength ratio between ER and IR (60 °/s) and the maximal shoulder rotation (compared to the players without injury in the past).
We recommended functional exercises that improve both external rotators strength and stretching exercise for internal rotation in the dominant side during the prevention programs in volleyball players. In addition, hypermobility in the external rotation of dominant side for volleyball players should be looked over to prevent the injury
Untersuchungen zum 13C/12C- und 2H/1H-Verhältnis endogener urinärer Steroide
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Nachweis einer verbotenen Steroidapplikation im Zusammenhang mit einem Dopingverstoß zu ermöglichen bzw. zu verbessern. Hierzu wurden die Isotopenverhältnisse der stabilen Isotope des Wasserstoffes und des Kohlenstoffes verwendet. Untersucht wurden die 13C/12C und 2H/1H – Verhältnisse folgenden urinären Steroide: 11_-Hydroxyandrosteron, 5_-Androst-16-en-3_-ol, Pregnandiol, Androsteron, Etiocholanolon, Dehydroepiandrosteron, Testosteron, Epitestosteron, 5_-Androstan-3_,17_-diol und 5_-Androstan-3_,17_-diol. Zusätzlich wurden für den Nachweis einer Epitestosteronapplikation die 13C/12C – Verhältnisse von 5_-Androstan-3_,17_-diol und 5_-Androstan-3_,17_-diol untersucht. Die Validierung der entwickelten Methoden erfolgte unter Verwendung Linearer Mischungsmodelle und durch die wiederholte Aufarbeitung eines Blindwertes. Zur Bestimmung der natürlich vorkommenden Isotopenverhältnisse wurden Referenzpopulationen untersucht. Mit Hilfe dieser Werte war es möglich, Referenzlimits für die unterschiedlichen Steroide festzulegen und diese dann zur Beurteilung von auffälligen Dopingproben zu verwenden. So konnten die Nachweiszeiten für einen Dopingverstoß verlängert werden bzw. die Applikation von kleinen Mengen Steroid (insbesondere Testosteron) zuverlässig im Urin nachgewiesen werden.
Darüber hinaus erlaubten die ermittelten Referenzwerte und die durchgeführten Ausscheidungsstudien einen tieferen Einblick in den Steroidmetabolismus und die dabei auftretenden Isotopenfraktionierungen.
Aim of the present study was the improvement of the detection of anabolic steroids misused by athletes in order to enhance their performance. Therefore a comprehensive analytical method was developed to enable the determination of 13C/12C – and 2H/1H – ratios of ten analytes (11_-hydroxy-androsterone, 5_-androst-16-en-3_-ol, pregnanediol, androsterone, etiocholanolone, testosterone, epitestosterone, 5_-androstane-3_,17_-diol, 5_-androstane-3_,17_-diol and dehydroepiandrosterone) from a single urine specimen. To enhance the detection of an epitestosterone application, the carbon isotope ratios of 5_-androstane-3_,17_-diol and 5_-androstane-3_,17_-diol were investigated as well. The methods were validated by means of linear mixing models for each steroid, which covers the items repeatability and reproducibility as well as by repeated preparations of a blank urine.
In order to determine naturally occurring isotopic ratios of all implemented steroids, reference populations were measured to enable the calculation of reference limits for all relevant steroidal values. So it was possible to prolong the detection time of steroid misuse and to enable the detection of even small amounts of ingested steroids (especially for testosterone).
Additionally, the performed excretion studies and the ascertained reference values provided an insight into steroid metabolism and according isotopic fractionation
Sportökonomische Einflussfaktoren und Besonderheiten für die strategische Planung multifunktionaler Sportanbieter im Lichte des Wandels der Sportstrukturen - eine empirisch analytische Langzeitbetrachtung -
Abstract
Die Fitnessbranche umfasst mittlerweile ein Umsatzvolumen von mehr als 3 Mrd. Euro und beschäftigt rd. 100.000 Menschen. Dennoch hat die Branche bisher wissenschaftlich kaum Beachtung gefunden. Dies betrifft insbesondere die Branche der sog. „Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren“, die über die letzten 10 Jahre stetig an Bedeutung gewonnen hat. Die Größenordnung der Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren verlangt hinsichtlich der Mitarbeiterzahl, der Umsatzdimension sowie der Dynamik des Marktes nach professionellem Management. Dabei spielt das Thema „strategische Unternehmensplanung“ eine existenziell wichtige Rolle. Bislang gibt es aber hier kaum fundierte Erkenntnisse darüber, wie professionell dieser Markt funktioniert und wie er strategisch geplant und geführt wird. Die vorliegende Arbeit möchte dieses Defizit beheben und beschäftigt sich daher sehr detailliert mit diesem Markt. Hierbei werden u.a. auch die strategischen Einflussfaktoren, die verwendeten Planungsinstrumente, die Trends dieser Branche sowie die Chancen und Risiken der Branche beleuchtet. Basis der Analyse bildet dabei eine 1997 vom Autor durchgeführte, umfassende empirische Studie bei einer Vielzahl „Multifunktionaler Sport- und Freizeitzentren“ in Deutschland. Mit Hilfe einer weiteren Vergleichsstudie im Jahr 2008 konnte dann die „Überlebensquote“ der Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren über die letzten 10 Jahre aufgezeigt und bewertet werden. Das Ergebnis ist ernüchternd, fast schon schockierend. Fast 38% der 1997 untersuchten Zentren haben die letzten 10 Jahre nicht überlebt. Weitere 33% konnten ihre Überlebensfähigkeit nur dadurch sichern, dass sie größere Veränderungen in ihrem Angebot und meist auch baulicher Art vorgenommen haben. Deutlich erkennbar wurde hierbei eine „strategische Planungslücke“. Denn offensichtlich haben gerade jene Zentren überlebt, die eine vorausschauende strategische Planung betrieben haben. Da eine derartige professionelle strategische Planung aber nur von wenigen Multifunktionalen Sport- und Freizeitzentren betrieben wird, ist eine derart „hohe Sterberate“ auch nicht verwunderlich. Dies ist umso bedenklicher, als dass es durchaus eine Reihe einfacher und nützlicher Planungsinstrumente aus der klassischen Betriebswirtschaftslehre gibt, die auch für diese Branche verwendbar wären. Auch dies hat die vorliegende Arbeit anhand von Beispielen aufzeigen können.
Abstract
The fitness sector encloses meanwhile a sales volume of more than 3 billion euros and occupies about 100,000 people. The line of business has nevertheless received hardly attention scientifically till now. This concerns in particular the branch of so-called„ multifunctional sports and leisure centres“ which constantly gained over the last 10 years significance. The range of the multifunctional sports and leisure centres requires with regard to the number of employees, the sales dimension as well as the dynamics of the market for a professional management. In this context the subject "strategic business planning" plays a vitally important role. However, up to now there is here hardly cognition about how this market works professionally and how it is planned and led strategically. The present work would like to repair this deficit and therefore occupies itself with this market very in detail. On this occasion, are lighted up among other things also the strategical factors of influence, the used planning instruments, the trends of this branch as well as the chances and risks of the branch. Base of the analysis is a comprehensive empiric study at a variety of "multifunctional sports and leisure centres" in Germany which is carried out 1997 by the author. Then with the help of another comparative study in 2008 the "survival rate" of the multifunctional sports and leisure centres about the last 10 years could be indicated and be appraised. The result is sobering, almost quite shocking. Nearly 38% of the centres examined in 1997 did not survived the last 10 years. Further 33% could protect their survival ability only by the fact that they have carried out bigger changes in their offer and mostly also of architectural kind. Clearly recognizably became, on this occasion, a „strategical planning gap“. Since obviously just those centres which have pursued a foresighted strategic planning have survived. Because such a professional strategic planning is pursued only by few multifunctional sports and leisure centres, such a “high death rate” is also not surprising. This is all the more amazing, as that there are a number of easy and useful planning instruments from the classical science of business management which would be also usable for this line of business. Also this could indicate the present work on the basis of examples
Zum Anteil der Aufmerksamkeit an der erhöhten Sturzhäufigkeit im Alter - Eine experimentelle Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Fähigkeit zur Aufmerksamkeitsverschiebung
Zusammenfassung
Stürze sind im Alter eine der häufigsten Ursachen für schwere Verletzungen. Darüber hinaus stürzen Ältere häufig in Situationen, in denen sie während des Gehens gleichzeitig eine weitere Tätigkeit ausführen. Die nachlassende Fähigkeit der Älteren mehrere Dinge gleichzeitig zu tun ist gut belegt (z.B. Craik & Byrd, 1982). Teasdale (1993) begründet diese nachlassende Fähigkeit zum einen mit einer reduzierten Verarbeitungskapazität und zum anderen mit der Unfähigkeit die Aufmerksamkeit angemessen zwischen zwei Aufgaben zu verteilen.
Die vorliegende Arbeit prüft, ob aufmerksamkeitsbedingte Defizite das erhöhte Sturzrisiko der Älteren erklären können, indem sie die Auswirkungen einer zweiten Aufgabe auf die Hindernisvermeidungsleistung bei jungen und älteren Erwachsenen vergleicht. Dabei wurden altersspezifische Defizite in der Fähigkeit zur Aufmerksamkeitsverschiebung angenommen. Des Weiteren wurde geprüft, inwiefern ausgewählte Persönlichkeitseigenschaften (Ängstlichkeit, Extraversion, Sensation Seeking, Gewissenhaftigkeit, Kontrollüberzeugungen) die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitsverschiebung beeinflussen.
An der Studie nahmen 30 sportlich aktive junge (20 - 34 Jahre; M = 25.37; SD = 3.13) und 42 sportlich aktive ältere Probanden (58 - 71 Jahre; M = 65.64; SD = 3.56) teil. Keiner der Teilnehmer hatte in der Vergangenheit einen Sturz erlitten.
In mehreren Analysen wurden die Aufgabenleistungen verschiedener Alters- und Persönlichkeitsgruppen in einer Signalentdeckungsaufgabe und einer Hindernis-vermeidungsaufgabe unter Einfach- und Mehrfachaufgabenbedingung miteinander verglichen. Dabei wurden sowohl absolute (Anzahl erkannter Signal, Anzahl Hinderniskontakte) als auch relative (Doppelaufgabekosten) Werte betrachtet. Während der Aufgabenbearbeitung gingen die Teilnehmer in einer festgelegten Geschwindigkeit auf einem Laufband (0.8 m/sec für die älteren Erwachsenen; 1.2 m/sec für die jüngeren Erwachsenen).
Festzuhalten ist, dass altersspezifische Unterschiede in den Auswirkungen einer Signalentdeckungsaufgabe auf die Hindernisvermeidungsleistung ebenso wenig gefunden werden konnten, wie altersspezifische Unterschiede in den Auswirkungen auf die Hindernisvermeidungsstrategie. Ein Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften auf die Aufgabenleistungen unter Mehrfachaufgabenbedingung konnte lediglich für die Verletzungsangst nachgewiesen werden. Während die Hindernisvermeidungsleistung in der Gruppe der eher mehr verletzungsängstlichen Personen um 22.40% abnimmt (15.16% in der Gruppe der moderat verletzungsängstlichen Personen), sinkt die Entdeckungsleistung nur um 4.53% (4.55% in der Gruppe der moderat verletzungsängstlichen Personen). Darüber hinaus zeigte sich unabhängig vom Alter und den Ausprägungen in den Persönlichkeitseigenschaften immer eine Priorisierung der Signalentdeckungsaufgabe. Während die Hindernisvermeidungsleistung von der Einfach- zur Mehrfachaufgabenbedingung durchschnittlich um 22.69% abnimmt, sinkt die Signalentdeckungsleistung lediglich um 4.16%.
Abstract
Falls are a major cause of severe injuries in older age. Frequently, the elderly fall when they are engaged in an additional task while walking. In recent years, empirical research provided evidence that the ability to perform several task simultaneously is decreased in older age (see Craik & Byrd, 1982). According to Teasdale (1993) this is due to a decreased attentional capacity and difficulties to shift attention adequately between two simultaneously performed tasks.
The aim of the present thesis was to examine whether age related differences in the ability to shift attention can provide further explanation for the increased risk of falling of elderly. Therefore, it was examined whether an additional signal detection task influences the obstacle avoidance performance in young and older adults differently. Moreover, it was investigated whether specific personality traits (anxiety, extraversion, sensation seeking, conscientiousness, control beliefs) influence the ability to shift attention.
Altogether 30 physically active young (20 – 34 years, M = 25.37; SD = 3.13) and 42 physically active old (58 – 71 years; M = 65.64; SD = 3.56) adults participated in this study. None of them had suffered of a fall in the past.
The performance of different age- and trait-groups in a signal detection task and an obstacle avoidance task were compared during single- and dual-task conditions. Both absolute (number of detected signals, number of obstacle contacts) and relative (dual-task costs) values were considered. During both tasks participants were walking on a treadmill (pace was 0.8 m/sec for the elderly and 1.2m/sec for the young).
No age related differences were found regarding the influence of the additional signal detection task on the performance in the obstacle avoidance task. An effect of personality traits on task performances in dual-task conditions could only be confirmed for fear of injury. While the obstacle avoidance performance in the rather more afraid-of-getting-injured group decreases by 22.40% (versus 15.16% in the moderate afraid-of-getting-injured group) the signal detection performance decreases by 4.53% only (versus 4.55% in the moderate afraid-of-getting-injured group). Moreover, in all age- and trait-groups the signal detection task was prioritized during dual-task conditions. Whereas the obstacle avoidance performance decreases by 22.69% in average in the dual-task condition compared to the single-task condition, the signal detection performance decreases by 4.16% only
Bewegungsraum-Management als strategisches Instrument der kommunalen Sportentwicklung. Ein Ansatz für die Planung und Organisation von naturnahen Bewegungsräumen.
Kurzfassung
Die ungleichmäßige Forschungslage - in den Themenfeldern Stadtentwicklung, Sportentwicklung, örtliche Landschaftsplanung - und die herrschende Entwicklungsdynamik urbaner, naturnaher Bewegungsräume bedingt durch Veränderungen des Bewegungsverhaltens der städtischen Bevölkerung, lassen zunächst kein Patentrezept für eine Bewegungsraumentwicklung zu.
Die Fragestellung der vorliegenden Arbeit zum Modellkonzept "Bewegungsraum-Management" (BEMA) ist auf die praxisnahen Erfahrungswerte der befragten Experten unterschiedlicher kommunaler Fachbereiche ausgerichtet. Die präsentierten Resultate ergeben sich aus der Analyse der Leitfadengespräche, deren Interpretation und dem Abgleich mit der relevanten Fachliteratur. Insbesondere liegt der Mittelpunkt des Interesses auf den Akzeptanz- und Verknüpfungsproblemen der (örtlichen) Landschaftspla-nung und der Stadtentwicklungsplanung mit der Sportentwicklungsplanung.
Es hat sich gezeigt, dass eine grünplanerische Strategie bereits stark ausgeprägt ist. Insbesondere die Schnittstelle "Sport & Grün" gewinnt in ihrer Existenz an Bedeutung, da naturnahe Bewegungsräume sich keiner klassischen Verwaltungsdisziplin noch den vorhandenen Sportvereinen eindeutig zuordnen lassen. Es geht um das Schließen der Lücke "Sport & Grün". Die Vertretung des Sportsektors weiß um die Dysfunktion der Sportentwicklungsplanung und ihr Versagen, wenn es um die Organisation und Disposition naturnaher Bewegungsräume geht.
Die präsentierten Forschungsergebnisse belegen, dass es kein idealtypisches BEMA quasi als Prototyp für eine Kommune geben kann. Sowohl der stadtpolitische Pla-nungsprozess mit seinen vielfältigen fachübergreifenden Kompromisslösungen, querschnittsorientierten Kommunikationshemmnissen als auch die Ausrichtung an den lokalen Bedürfnissen und Besonderheiten ziehen zwangsläufig eine "Individualisierung" eines BEMA nach sich. Zusammenfassend muss ein BEMA als ein Konzept für Planung und Management von naturnahen Bewegungsräumen betrachten werden, welches in seinen Grundzügen problemlos auf jede Stadt und Gemeinde übertragbar ist. Erfolgs-faktoren für das Erreichen nachhaltiger Entwicklung wie für den integrativen Anspruch des BEMA sind Koordination, Kooperation, Kommunikation und Partizipation zwischen allen Beteiligten.
Abstract
The unbalanced state of research – on the topics of urban development, sports development, local landscaping – as well as the current trend in the design of urban, natural exercising spaces (ES), don’t allow a global solution for an exercising space design, also due to the shift in exercise behaviour of urban population.
The present dissertation about the model concept "Exercise Space Management" (ESM) focusses on practical experiences of the polled experts out of different municipal departments. The presented results are based on the analysis of the guided thematic discussions, their subsequent interpretation and the comparison to the relevant scientific literature. The focus of interest lies in particular on the acceptance and combination problems of (local) landscaping and urban design planning with sports development planning.
The results show that a "Sports & Green" planning strategy is already implemented on a high level. Most notably the junction "Sports & Green" becomes more important due to the fact that naturelike ES’s cannot yet be distinctly attributed to a classical administrational field or the local sport clubs. The goal is to fill the "Sports & Green" gap. Representants of the sport sector know of the dysfunctional sports planning and it’s failure in organising and provision of natural ES’s.
The presented research results show that there can’t be a general model ESM in terms of a default prototype for a municipality. The urban political planning process with it’s various interdisciplinary compromises, cross-sectional communication obstacles and the orientation toward local needs and particularities necessarily demand an individual approach to a possible ESM. In conclusion an ESM must be seen as a conceptual tool to plan and manage natural ES’s, which can basically be transferred to every town and municipality. Crucial success factors to reach a sustainable development and an interactive level of ESM are, as for all enduring processes, coordination, cooperation and participation of all those involved
Quantitative Verfahren zur Leistungsdiagnostik im Leistungsfußball Empirische Studien und Evaluationen verschiedener leistungsrelevanter Parameter
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit quantitativen Verfahren zur Leistungsdiagnostik im Leistungsfußball.
Sie soll dazu beitragen, leistungsrelevante Komponenten zu entwickeln bzw. zu prüfen und das Verständnis der komplexen Spielstruktur verbessern und Rückschlüsse für die alltägliche Trainingspraxis gewinnen.
Die Arbeit beinhaltet fünf Kapitel, die sich mit verschiedenen Themen und wissenschaftlichen Untersuchungen im Fußball beschäftigen.
Im ersten Kapitel werden Laufprofile im Leistungsfußball dargestellt. Mit Hilfe moderner Spielanalysesysteme, wie „Amisco Pro“, werden präzise und objektive Informationen über die Anzahl und den Ausprägungsgrad der Aktionen eines Fußballspielers mit und ohne Ball geliefert.
Das zweite Kapitel beinhaltet, aufbauend auf dem ersten Kapitel, Evaluierungen von Laufprofilen bezüglich der Zusammenhänge der mittleren Laufdistanzen in unterschiedlichen Geschwindigkeitsbereichen.
Das dritte Kapitel setzt sich mit den Zusammenhängen zwischen isometrischen und dynamischen Kraftparametern in den unteren Extremitäten sowie zwischen labordiagnostischen Sprungparametern und dynamischen Kraftparametern in den unteren Extremitäten von Leistungsfußballspielern auseinander.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Ausdauerleistungsfähigkeit.
Im ersten Abschnitt dieses Kapitels geht es um Längs- und Querschnittsanalysen anhand von Feldstufentestergebnissen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Grundlagenausdauer, gemessen an der V4, im Laufe der Saison variieren kann. Ebenfalls wird gezeigt, dass kaum saisonale Entwicklungen der V4 vorliegen, sondern die Trainingssteuerung den wichtigsten Einfluss ausübt.
Im zweiten Abschnitt zum Thema Ausdauerdiagnostik und Trainingssteuerung wird der Feldstufentest (V4) der Spiroergometrie (VO2max) gegenübergestellt. Spiroergometrisch erhält man im Vergleich zum FST ungleich mehr Informationen, was eine genauere Beschreibung und Profilerstellung von Ausdauerkapazitäten ermöglicht.
Im abschließenden Kapitel dieser Dissertation geht es um das Individual- und Mannschaftsverhalten. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Kapiteln, wo Hypothesen orientiert gearbeitet wurde, werden in diesem Kapitel Methoden der explorativen Datenanalyse eingesetzt. Der erste Teil beschäftigt sich mit individuellen und kollektiven Verhaltensweisen. Mit Hilfe von 2D-Bewegungen werden erste Ansätze für dynamische und quantitative Analysen durchgeführt.
Das moderne Fußballspiel ist im Vergleich zur Spielweise früherer Jahre deutlich schneller, athletischer und dynamischer geworden. Die konditionelle Verfassung der Spieler und speziell das Leistungsniveau der (psycho ) physischen Fähigkeit Schnelligkeit gewinnen dadurch zunehmend an Bedeutung. Dies bedingt eine konsequente Auseinandersetzung mit den physischen Leistungsfaktoren, deren Analysemöglichkeiten sowie den daraus resultierenden Trainingsprinzipien ein-schließlich der praktischen Umsetzung.
The dissertation deals with quantitative methods for performances diagnostics in top level football.
It contributes to the development and evaluation of performance-relevant components and tries to contribute to a better understanding of the complex structure of the game and provide conclusions for every-day training.
The dissertation includes five chapters dealing with various issues and scientific testing in football.
In the first chapter, analyses running profiles in top level football are presented. With the help of modern game analysis systems such as "Amisco Pro", precise and objective information is delivered about all kind of actions of a football player with and without the ball.
The second chapter offers evaluations of the running profiles with respect to inter-relations of the mean running distances in different speed sectors.
The third chapter concentrates on the correlation between isometric and dynamic strength parameters in the lower extremities as well as between laboratory diagnostic jump parameters and dynamic strength parameters in the lower extremities of high level football players.
The fourth chapter deals with endurance performance aptitude.
The first part of this chapter discusses results longitudinal and cross-sectional analyses with the help of the so-called Feldstufentest (V4) endurance test results. The results show that the basic endurance - measured by the V4 - can vary over the course of a season. They also show that there are hardly seasonal developments in the V4. Instead, training supervision exerts the most important influence.
The second section on endurance diagnostics and training supervision compares the so-called Feldstufentest (V4) with Spiro-Ergometry (VO2max). In Spiro-Ergometry more information is received compared to the V4, making possible a more exact description and profile development of individual endurance capacities.
The final chapter of this dissertation deals with individual and team behaviour. In contrast to the previous chapters - which were orientated on hypotheses - this chapter uses methods of explorative data analysis. The first part discusses individual and collective behavioural patterns. With the help of 2D movements, first approaches for dynamic and quantitative analyses have been carried out..
The modern game of football is considerably faster, more athletic and more dynamic compared the past years. And because of that the fitness of the players and especially the performance level of the (psycho) physical quickness are becoming increasingly more important. This requests a consequent examination of the physical performance factors, their development potential as well as the resulting training principles, including the practical implementation