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Auswirkungen eines 3-monatigen Kraft- und Ausdauertrainings versus Ausdauertraining auf die isometrische Maximalkraft, die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz
Einleitung: In den westlichen industrialisierten Ländern zeigte sich in den letzten 30 Jahren eine steigende Inzidenz und Prävalenz der Herzinsuffizi-enz. Während sich das aerobe Ausdauertraining zu einer wichtigen Kompo-nente in der Behandlung herzinsuffizienter Patienten etabliert hat, wird der Einsatz von Krafttraining in dieser Patientengruppe immer noch kontrovers diskutiert. Das Ziel dieser Studie bestand in der Evaluation der Auswirkung eines kombinierten Kraft-/Ausdauertrainings im Vergleich zum Standardpro-gramm auf die isometrische Maximalkraft, die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität von Patienten mit chronischen Herzinsuffizienz.
Methodik: Bei dieser randomisierten, kontrollierten Studie konnten n = 42 Patienten (n=5 Frauen, n= 37 Männer) eingeschlossen werden, die per Zufall in die Interventionsgruppe (IG) oder Kontrollgruppe (KG) eingeteilt wurden. Nach erfolgter Randomisierung wurden drei Patienten ausgeschlossen, die mit der Auslosung nicht einverstanden waren. Insgesamt konnten somit in die IG n = 20 Patienten (m = 18/ w = 2, Durchschnittsalter: 63,1 ± 12,2 Jahre) und in die KG n = 19 Patienten (m = 16, w = 3, Durchschnittsalter: 62,3 ± 9,6 Jahre) eingeschlossen werden. Die Patienten nahmen alle an der dreimonatigen Rehabilitation teil. Die Patienten der KG durchliefen das Standardprogramm der kardialen Rehabilitation, welches aus einem 3 mal pro Woche durchgeführten 40-minütigem Ausdauertraining auf dem Fahrradergometer bestand und einem 45-minütigen Gymnastikprogramm mit den Schwerpunkten Koordination, Flexibilität und Entspannung. Die Patienten der IG absolvierten das gleiche Ausdauertraining, anstelle des Gymnastiktrainings jedoch ein unilaterales Krafttraining (6 Geräte, Zwei-Satz-Training mit 10 Wiederholungen des 10 Repetition Maximum). Zu Beginn und am Ende der 3-monatigen Rehabilitation wurden eine Spiroergometrie, ein submaximaler Laktatstufentest, eine isometrische Maximalkraftmessung durchgeführt sowie der Laborparameter B-type natriuretic peptide (BNP) bestimmt. Um die subjektive Lebensqualität zu erheben, wurde der Short-Form Health Survey (SF-36) Fragebogen eingesetzt. Als krankheitsspezifischer Fragebogen kam der Minnesota Living With Heart Failure Questionaire (MLWHF) zum Einsatz.
Ergebnisse: Die Patienten im Gesamtkollektiv haben sich durch die Rehabilitation in allen erhobenen Messparametern verbessert. Die isometrische Maximalkraft des M.quadriceps wurde in der IG im rechten Bein von 346,0 ± 80.3 N auf 396,0 ± 97.8 N, p<0.001, ∆53 N, in der KG von 316,0 ± 108 N auf 319 ± 87 N, p<0.001, ∆3 N verbessert. Im linken Bein konnte sie in der IG von 316,0 ± 88 N auf 372,0 ± 103 N, p<0.001, ∆56 N, in der KG von 293,0 ± 105 N auf 280 ± 90 N, p<0.001, ∆-13 N verändert werden . Es ergab sich eine signifikante Wechselwirkung (p<0.003). Die IG konnte ihre isometrische Maximalkraft durch die Intervention signifikant mehr steigern als die KG. Die dynamische aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit verbesserte sich in beiden Gruppen signifikant. Zwischen den Gruppen konnte kein signifikanten Unterschied erreicht werden. Es ergaben sich zudem keine signifikanten Veränderungen der Angst- und Depressionswerte. Die subjektive Lebensqualität verbesserte sich in beiden Gruppen in der körperlichen Dimension. Das BNP konnte durch die Rehabilitation nicht signifikant reduziert werden.
Diskussion: Beide Gruppen konnten durch die Rehabilitation ihre Lebens-qualität und ihre körperliche Leistungsfähigkeit unabhängig von der Trai-ningsform signifikant verbessern. Die einzig signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen zeigten sich bezüglich den Werten der isometrischen Maximalkraft, die sich in der Interventionsgruppe durch die Intervention signifikant mehr verbesserte als in der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse zeigen, dass unabhängig von der konkret applizierten Trainingsform herzinsuffiziente Patienten bezüglich der körperlichen Leistungsfähigkeit, der peripheren Muskelfunktion und der Lebensqualität von einem Rehabilitationstraining profitieren. Das kombinierte Kraft-/Ausdauertraining führt im Vergleich zu einer Verbesserung der Maximalkraft, wobei mit den hier verwendeten Testinstrumentarien ein Übertrag der verbesserten Kraftfähigkeiten in den Alltag nicht nachgewiesen werden konnte.
Abstract
Background: The prevalence and incidence of chronic heart failure is increasing in western countries over the past three decades. While aerobic endurance training is recommended in the management of chronic heart failure, there is no consensus on the role of resistance training in the treatment of this patient population. This trial was designed to evaluate the impact of a combined resistance and endurance training on isometric maximal strength, exercise capacity and quality of life in chronic heart failure patients compared to standard treatment during a three months outpatient cardiac rehabilitation program.
Methods: Forty-two chronic heart failure patients (37 male, 5 female), who participated in a three months outpatient cardiac rehabilitation program, were randomly assigned to a combined resistance and endurance training (intervention group, IG) or gymnastics and endurance training (control group, CG). Three patients withdrew consent after randomization due to personal preference. Twenty patients (18 male; mean age 63,05 ± 12,2 years) participated in the IG and nineteen patients (16 male; mean age 63,05 ± 12,2 years) in the CG. There were no significant baseline differences between groups. The CG underwent the standard program three times a week consisting of a 40 minutes endurance bicycle ergometer training and 45 minutes gymnastics including coordination, stretching and relaxation. The IG participated in the same endurance training sessions, but instead of gymnastics, they performed unilateral resistance training twice including six different modules with ten repetitions at the tenth repetition maximum. Before and at the end of the three months program patients performed an incremental cardiopulmonary exercise stress test and a sub maximal lactate test on a bicycle ergometer. Isometric maximal force as well as B-type natriuretic peptide were measured. Quality of life was assessed by the “Short-Form Health Survey“ questionaire (SF-26) and the “Minnesota Living With Heart Failure Questionaire“ (MLWHF).
Results: Both groups significantly improved their exercise capacity during the rehabilitation program. Patients of the IG improved the isometric strength of their right quadriceps muscle from 346,0 ± 80.3 N to 396,0 ± 97.8 N (p<0.001, ∆53 N), while patients of the CG had an increase from 316,0 ± 108 N to 319 ± 87 N (p<0.001, ∆3 N). The IG improved the strength significantly more than the CG (test for interaction p<0.003). Both groups significantly improved their aerobic endurance exercise capacity without differences between the IG and CG. Concerning the SF-36 and MLWHF quality of life improved in both groups, but there were no changes in anxiety or depression during rehabilitation. BNP did not change during the program.
Conclusion: The significant improvements in exercise capacity and quality of life during cardiac rehabilitation were independent from group assignment to the IG or the CG. Only the change in isometric maximal strength was different between groups at the end of rehabilitation, with the IG having a significantly higher increase in strength than the CG. Our study demonstrates that a three months outpatient cardiac rehabilitation program significantly increases exercise capacity, muscle strength and quality of life in chronic heart failure patients. How this increase in strength translates to better functioning in daily life still needs to be proven
Motivating active lifestyle by low intensity exercises in the workplace
German Abstract:
Gesundheitsförderung durch körperliche Aktivität ist eine Herausforderung für Public Health-Interventionen. 17% der Weltbevölkerung über 15 Jahren leidet unter Bewegungsmangel und 31 bis 51% bewegen sich körperlich zu wenig. Obgleich die Vorteile eines aktiven Lebensstils insbesondere im Hinblick auf ein Herz-/Kreislauftraining bestens bekannt sind, ist die Bindung an entsprechende Aktivitäten schwierig und oft erfolglos. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass niedrig dosierte Aktivitäten von Personen, die überwiegend Tätigkeiten im Sitzen ausüben und/oder sehr wenig körperlich aktiv sind, leicht zu erreichen sind. Wenn jedoch auf Dauer ein gesundheitlicher Effekt erreicht werden soll, ist eine langsame, kontinuierliche und stufenweise Steigerung der Intensität erforderlich.
Ein solches niederschwelliges Bewegungsprogramm am Arbeitsplatz, das drei Monate lang dreimal wöchentlich mit einer Dauer von je 20 Minuten durchgeführt wurde, sollte bei den Teilnehmern der vorgestellten Studie zu einer höheren körperlichen Aktivität führen. 53 Mitarbeiter einer Deutschen Telekommunikations-Firma wurden randomisiert einer Interventions- und einer Kontroll-Gruppe zugeteilt. Die zu überprüfende Hypothese ging davon aus, dass Teilnehmer, die wenig körperlich aktiv waren, nach der Teilnahme am Programm einen aktiveren Lebensstil führen würden.
Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass es bei den Teilnehmern zu einer signifikanten Steigerung der „Tage mit körperlicher Aktivität“ kam (Gruppe x Zeit Interaktion F(1,39)=4.25, p<=.05 vor Untersuchung (T1)= 2.6 Tage/Woche; nach Untersuchung (T2)= 3.6 T/W). Dieses wurde durch die Reduzierung der „sitzenden Zeit“ (Gruppe x Zeit Interaktion F(1.37)= 8,67, p<=.001; ca. 43 Min/Tag) und durch eine Zunahme von „mittleren Aktivitäten“ und „intensiven Aktivitäten“ bestätigt. Sechs Monate nach Beendigung des Programms (T4) waren die Teilnehmer immer noch aktiver als zu Beginn des Programms (Mittelwert körperlicher Aktivität 4,2 T/W).
Die zuvor wenig körperlich aktiven Teilnehmer haben aus dem Übungsprogramm mehr Nutzen gezogen als jene, die vorher schon “genügend aktiv” waren. Sie zeigten im Vergleich zu jenen eine höhere Zunahme an körperlicher Aktivität (T1= 1,8 T/W; T2= 3,3 T/W, p<=.05), ihre Selbstmotivation korrelierte signifikant mit der körperlichen Aktivität (r=0,79). Sechs Monate nach Beendigung des Programms zeigten sie eine höhere Zunahme an körperliche Aktivitäten von mittlerer und intensiver Intensität.
Die Ergebnisse bestätigten die Annahme, dass niederschwellige Bewegungsangebote am Arbeitsplatz zur Steigerung körperlicher Aktivitäten führen können. Dieses gilt insbesondere für zuvor wenig aktive Personen. Zur besseren Untermauerung dieser Aussagen sind allerdings noch weitere Untersuchungen mit einerseits größeren Stichproben und andererseits längeren Nacherhebungszeiten notwendig.
English Abstract:
The promotion of physical activity is a great public health challenge. At least 17% of the world population over 15 years of age is sedentary, and between 31% and 51% perform insufficient levels of physical activity. The health benefits of regular physical activity are well known, particularly regarding the cardiovascular system. Despite this fact, the adoption and maintenance of active behavior is a difficult challenge. It has been suggested that low-intensity exercises may be the best way of engaging sedentary individuals in physical activity (Biddle & Mutrie, 2008). Health benefits, however, are only gained with higher intensity exercises. This approach is therefore based on two steps. During the first stage, physical activity should be easy in order for it to become a habit. Only then is exercise intensity increased so as to provide the necessary health benefits.
Aiming at engaging individuals in active behavior, a low-intensity exercise program was offered to employees of a German telecommunication company. The program consisted of 20 minute classes offered at the workplace, 3 time a week during a period of 12 weeks. Assessments were performed before the start of the intervention, immediately after its terminus and on a 6-months follow up period. A group of 53 individuals volunteered to participate. The individuals were randomly allocated to the experimental or to the control group. The main focus of the study was to verify whether the participants were able to adopt an active lifestyle or to enhance their practice of physical activity after the completion of the program. The hypothesis was that the intervention program would be specially effective for the less active or chronically inactive individuals.
The participants significantly increased their level of physical activity practice immediately after the intervention. This effect was verified in three different ways. First, the individuals increased from 2.6 days to 3.6 days a week the frequency they spent exercising. Second, they decreased in 43 minutes a day the time they spent in sitting positions. Finally, the intensity of physical activity practiced also increased (i.e. specific increases in moderate and vigorous activities were observed). In the long term (6 months after the end of the program), the participants continued to exercise significantly more (4.2 days a week) as compared to the pre-intervention levels.
Less active individuals profited more from the exercise classes as compared to the participants that were already active before the start of the program. They showed higher increases in the frequency of physical activity performance (from 1.8 to 3.3 days a week), their self-motivation was positively correlated with the amount of exercising (r=0.79), and they practiced relatively higher levels of moderate and vigorous exercises six months after the completion of the intervention.
These results confirm that low-intensity exercises offered in the workplace are effective in promoting active behavior. The effects of the intervention were particularly beneficial for those individuals who were sedentary or low active before the start of the program. Further studies with larger population sizes and longer follow up assessments are required in order to verify the extent of the findings here reported
Psychological factors and performance: the influence of emotions on athlete's decision making
TITEL
Psychologische Faktoren, welche die Leistung beeinflussen: Der Einfluss von Emotionen auf die Entscheidungsleistung eines Sportlers
ZUSAMMENFASSUNG
Das Ziel dieser Doktorarbeit bestand darin, den Einfluss von Emotionen auf die Entscheidungsfindung eines Athleten zu untersuchen. Folgende Fragen sollten hier beantwortet werden: Welches sind die Konsequenzen und die Antezedenzien von dysfunktionalen Emotionen? Welche individuellen Unterschiede können die Beziehung zwischen Emotionen und Entscheidungsfindung beeinflussen? Welches sind die Einflüsse von Emotionen auf das Options-Generierungs-Modell? Der erste Teil bestand aus einer detaillierten Feldstudie, in der inter- und intraindividuelle Prozesse analysiert wurden. Sie zeigte, dass dysfunktionale Emotionen vor einem Spiel die Coping-Effektivität während des Spiels negativ beeinflussten. Durchgeführte Interviews – basierend auf dem Prinzip der Grounded Theory – haben die Antezedenzien dieser in der Mannschaft vorherrschenden dysfunktionalen Emotionen aufgezeigt. Der zweite Teil konnte belegen, dass die Emotionale Intelligenz und die Präferenz für Intuition und Deliberation einen Einfluss auf die Leistung und auf die Affekte der Athleten haben, wenn diese einer stressigen Situation ausgesetzt sind. Schließlich zeigte der dritte Teil einen Einfluss der physiologischen Komponente von Emotionen auf die Entscheidungsfindung. Genauer gesagt, führt eine höhere Aktivierung des parasympathischen Systems zusammen mit einer niedrigeren Aktivierung des sympathischen Systems zu besseren und schnelleren Entscheidungen. Die Gesamtheit der Resultate unterstreicht die Wichtigkeit, die affektiven Zustände von Athleten, wenn sie Entscheidungen treffen, zu berücksichtigen, und bietet Hinweise zur Integration dieser Zustände in das Training der Athleten.
Schlüsselwörter: Entscheidungsfindung, Options-Generierungs-Modell, Emotionale Intelligenz, Präferenz für Intuition und Deliberation
TITLE
Psychological Factors and Performance : The Influence of Emotions on Athletes’ Decision Making
ABSTRACT
The aim of this doctoral work was to understand the influence of emotions on athletes’ decision making. We sought here to answer some crucial questions: What are the consequences and antecedents of dysfunctional emotions? Which individual differences might influence the relationship between emotions and decision-making? What is the influence of emotions on the option-generation model of decision-making? The first part was an in-depth study through inter- and intra-individual processes on the field. It showed that dysfunctional emotions influence negatively coping effectiveness, and researched the specific antecedents of dysfunctional emotions in this team. The second part showed that there is an influence of trait emotional intelligence and of the preference of intuition and deliberation in athletes’ performance and affects when they face a stressful situation. The third part showed that the physiological component of emotions influenced the option-generation process of athletes. More specifically, a higher increase of the parasympathetic system and a lower increase of the sympathetic system lead to better and faster decisions. Moreover, trait emotional intelligence was found to lower the increase of stress. Altogether, these findings pointed out the necessity to take into account the affective states of athletes when they make decisions, in order to improve our understanding, and therefore to integrate this part to training.
Keywords: Decision-making, emotions, option-generation model, trait emotional intelligence, preference for intuition and deliberation
TITRE
Facteurs psychologiques et performance : L’influence des émotions sur la prise de décision du sportif
RÉSUMÉ
L’objectif de ce travail doctoral était d’étudier l’influence des émotions sur la prise de décision des athlètes. Nous tenterons ici d’apporter des éléments de réponses aux questions suivantes : Quelles sont les conséquences et les précurseurs des émotions dysfonctionnelles ? Quelles sont les différences individuelles qui peuvent influencer la relation entre les émotions et la prise de décision ? Quelle est l’influence des émotions sur le modèle de la génération d’options ? La première partie est constituée par une étude approfondie de terrain, analysant les processus inter- et intra-individuels. Nous avons ici montré que les émotions dysfonctionnelles d’avant-match influençaient négativement l’efficacité du coping pendant le match. Des interviews menées selon les principes de la théorie ancrée ont révélé les précurseurs des émotions dysfonctionnelles au sein de cette équipe. La seconde partie a montré que le trait d’intelligence émotionnelle et que la préférence pour l’intuition et la délibération avaient une influence sur la performance et sur les affects des athlètes lorsqu’ils étaient confrontés à une situation stressante. Finalement, la troisième partie a montré l’influence de la composante physiologique des émotions sur la prise de décision. Plus particulièrement, une activation supérieure du système parasympathique liée en parallèle à une activation inférieure du système sympathique conduit à prendre de meilleures décisions, et de manière plus rapide. L’ensemble de ces résultats souligne l’importance de prendre en compte les états affectifs lors de l’étude de la prise de décision, et offre des clés pour les intégrer à l’entraînement des athlètes.
MOTS-CLÉS
Prise de décision, émotions, modèle de la génération d’options, trait d’intelligence émotionnelle, préférence pour l’intuition et la délibération
DISCIPLINE
SCIENCES ET TECHNIQUES DES ACTIVITES PHYSIQUES ET SPORTIVES
UFR STAPS – IOA (Information, Organisation et Action) EA 4260
Campus 2, Côte de Nacre
2 boulevard du Maréchal Juin
14000 Cae
Ausweissysteme im deutschen Verbands- und Vereinsmanagement Erste Schritte in einem neuen Forschungsfeld
Zusammenfassung
Untersuchungsgegenstand: Die vorliegende Arbeit zielt auf die Generierung von neuem (Marketing-)Wissen zur optimierten Konzeption, Organisation und Steuerung von Ausweissystemen im deutschen Verbands- und Vereinsmanagement ab. Betrachtet wird diese Thematik aus dem Blickwinkel der Vereinsmitglieder und nicht der Wirtschaft oder der Politik. Das Vorhaben begründet sich aus einer hohen praktischen Relevanz dieser Thematik im deutschen Sport bei gleichzeitig mangelndem wissenschaftlichem Forschungsstand. Wissenschaftstheoretisches Konzept: Als methodischer Leitfaden dient der induktive Weg einer Theoriebildung. Dabei wird operativ einem Modell zur empirischen Marketingforschung von Kuß gefolgt. Gemäß der auch praktischen Zielstellung folgt die Arbeit damit den Ausführungen von Grunow, Wohlfahrt und Beuels, die „Theorie als wissenschaftliche Anleitung für die Praxis“ beschreiben. Auf Grund des mangelnden Forschungsstandes werden jedoch nur die Grundsteine für eine Theorie zum funktionalen Marketing von Ausweissystemen im deutschen Verbands- und Vereinsmanagement und somit für ein neues Forschungsfeld gelegt. Zentral ist dabei die Formulierung und Überprüfung von fünf forschungsleitenden Fragestellungen zu o. g. Untersuchungsgegenstandes. Empirische Vorgehensweise: Die empirische Überprüfung o. g. fünf forschungsleitender Fragestellungen erfolgt mit Hilfe der realitätsnahen Conjoint-Analyse und somit mit einem Verfahren der Präferenzmessung. Über einen dreistufigen Prozess werden zunächst die für die Untersuchung relevanten Eigenschaften und Ausprägungen von Ausweiskonzepten ermittelt, um diese dann mittels einer Online durchgeführten Conjoint-Analyse von den Umfrageteilnehmern bewerten zu lassen. Die Auswahl der Befragungsteilnehmer erfolgte an Hand eines Random- bzw. Zufallsverfahren, konzentrierte sich jedoch auf Mitglieder deutscher Sportvereine. Ergebnisse: Mit fünf wissenschaftlich verifizierten Aussagen zum o. g. Forschungsfeld stellt die Arbeit neues (Marketing-)Wissen für Ausweiskonzepte im deutschen Vereins- und Verbandsmanagement zur Verfügung. Dieses neue Wissen bildet den Grundstein für ein neues Forschungsfeld und eine Theorie zum funktionalen Marketing von Ausweissystemen. Auf Grund der positiven Generalisierung der Untersuchungsergebnisse auf die Grundgesamtheit der rund 28.000.000 Vereinsmitglieder ergeben sich gleichfalls handlungsunterstützende Impulse für die operative Arbeit mit Ausweiskonzepten auf Vereins- und Verbandsebene für die Entscheider im Verbands- und Vereinsmanagement. Darüber hinaus werden Anregungen für weitere Forschungsvorhaben in diesem neuen Forschungsfeld gegeben. Als Nebeneffekt erfolgt eine kritische Betrachtung einiger Ergebnisse der Motivationsforschung zum ehrenamtlichen Engagement.
Abstract
Research purpose: The goal of following dissertation is to generate new (marketing) knowledge in order to optimize the conception, organization, and management of identification cards (ID cards) within German organization and club management. This topic will be addressed from the aspect of the organization members and not from an economic or political view. The purpose is justified based on the high practical relevance of this topic in German sports corresponding with a lack of existing scientific research. Scientific Theory Concept: The inductive method of theory construction serves as the methodical guideline. In this process an operational model of empirical marketing analysis from Kuß is used. In accordance with the practical aims, the dissertation follows the format of Grunow, Wohlfahrt und Beuels, as described in „Theorie als wissenschaftliche Anleitung für die Praxis“ . However, due to the insufficient state of research, only the foundation can be laid for a theory on functional marketing of identification systems in German organization and club management - consequently resulting in a new research field. The formulation and verification of five research guiding problems on the a.m. object of study plays an essential role. Empirical procedure: The empirical verification of the a.m. five research guiding problems is carried out with the help of realistic conjoint analysis and therefore with a process of preference measurement. Based on a three-level process, characteristics and specifications of identification concepts which are relevant for the analysis are determined first. These are then evaluated by survey participants using conjoint analysis which is carried out online. The selection of survey participants is based on a random process, however it does concentrate on members of German sports clubs. Results: This dissertation provides new (marketing) knowledge for ID conception in German organization and club management based on five scientifically verified assertions. This new knowledge lays the foundation for a new field of research and a theory for the functional marketing of identification systems. Based on the positive generalization of the research results from the statistical population of approximately 28,000,000 club members, action supporting impulses are provided for the operative work with identification concepts at a organizational and club level for decision-makers in organization and club management. In addition, suggestions are provided for additional research projects in this new field of research. A critical observation of some results of motivational research on volunteer dedication is a secondary benefit
-Primärprävention der Adipositas- Eine Frage des mütterlichen Lebensstils in der Schwangerschaft?
Einleitung: Das Krankheitsgeschehen des Menschen wird neben dem genetischen Profil und Umweltbedingungen auch von Umgebungsbedingungen in der frühen intrauterinen Entwicklungsphase determiniert. Vor diesem Hintergrund rückt die Rolle der pränatalen bzw. metabolischen Prägung im Sinne möglichst frühzeitiger Prävention der weltweit ansteigenden Prävalenz von Übergewicht und Adipositas zunehmend in den Fokus der Wissenschaft, aber auch der Anwendung. Ein inadäquater maternaler Lebensstil in der Schwangerschaft, der unter anderem durch körperliche Inaktivität sowie eine positive Energiebilanz charakterisiert ist, kann zu einer exzessiven Gewichtszunahme und den damit verbundenen Erkrankungen wie dem Gestationsdiabetes führen, die wiederum mütterlicherseits aber auch bei der Nachkommenschaft zu möglichen Folgeerscheinungen, u.a. Übergewicht beitragen.
Zielformulierung: In der vorliegenden Arbeit werden die Einflüsse eines individuellen Interventionsgesprächs in der Frühschwangerschaft auf den Lebensstil der Schwangeren, die maternale Gewichtszunahme, das Auftreten einer gestörten Glukosetoleranz bzw. eines Gestationsdiabetes, den Nüchternblutzucker und das Blutdruckverhalten im Schwangerschaftsverlauf sowie auf fetale und geburtshilfliche Parameter überprüft. Des Weiteren werden die Zusammenhänge gesundheitsförderlicher und ggf. lebensstiländernder Maßnahmen unter besonderer Berücksichtigung körperlicher Aktivität vor und während der Schwangerschaft auf die genannten Parameter untersucht. Vor dem Hintergrund, dass die ansteigende Prävalenz von Übergewicht und Adipositas auch Frauen im gebärfähigen Alter betrifft, werden in weiteren Schritten die Folgen dessen auf den Schwangerschaftsverlauf sowie die Einflüsse gesundheitsförderlicher und ggf. lebensstiländernder Maßnahmen in diesem Kollektiv überprüft.
Methodik: 101 Teilnehmerinnen wurden in eine Interventions- (n=51) und eine Kontrollgruppe (n=50) randomisiert. Zu Beginn der Studie wurde ein Anamnesebogen erhoben. Das Interventionsgespräch beinhaltete neben der Aufklärung möglicher Risikofaktoren auch Empfehlungen zur Einhaltung eines gesunden Lebensstils, speziell hinsichtlich eines adäquaten Bewegungs- und Ernährungsverhalten während der Schwangerschaft. Die ausführlichen Messwerterhebungen (Gewicht, Umfänge, Blutdruck, Nüchternblutzucker) fanden alle vier Wochen während den regulären Mutterschaftsvorsorgeterminen statt. In der 24. – 28. Schwangerschaftswoche wurde ein oraler Glukosetoleranztest durchgeführt. Nach Geburt des Kindes wurde der jeweilige Abschlussbericht aus den Krankenhäusern angefordert. Bei der regulären Schwangerschaftsnachsorge wurde ein erneuter Anamnesebogen erhoben. Zur Überprüfung des Einfluss von körperlicher Aktivität bzw. des prägraviden BMI auf den Schwangerschaftsverlauf wurden die Teilnehmerinnen unabhängig von Interventions- und Kontrollgruppe in Subgruppen eingeteilt.
Ergebnisse: Die Teilnehmerinnen waren zu Beginn der Studie im Durchschnitt 30,7 ± 5,4 Jahre alt, 167,1 ± 6,3 cm groß und wogen 71,3 ± 16,2 kg, der BMI betrug 25,5 ± 5,6 kg/m². Ein signifikanter Unterschied lag hinsichtlich der Prävalenz von Gestationsdiabetes und gestörter Glukosetoleranz zwischen Interventions- und Kontrollgruppe vor (p=0,044). Dabei wiesen die Teilnehmerinnen der Kontrollgruppe mehr Fälle eines Gestationsdiabetes und die der Interventionsgruppe mehr Fälle einer gestörten Glukosetoleranz auf. Es konnten keine Zusammenhänge zwischen dem Interventionsgespräch und konkreten Lebensstilmodifikationen detektiert werden. Des Weiteren zeigten sich keinerlei Interventionseffekte auf die maternale Gewichtszunahme, den Nüchternblutzucker und das Blutdruckverhalten im Schwangerschaftsverlauf sowie auf fetale und geburtshilfliche Parameter. Insgesamt fanden sich zu Beginn der Studie 4,0 % unter-, 59,4 % normal-, 15,8 % übergewichtige Teilnehmerinnen, Adipositas I - III bei 20,8 % der Teilnehmerinnen. Die übergewichtigen und adipösen Teilnehmerinnen wiesen neben einem erhöhten Risikoprofil vor und in der Schwangerschaft (sozioökonomischer Status, körperliche Inaktivität, Nikotinabusus, übermäßige Gewichtszunahme) auch in den Längsschnitterhebungen (Gewicht, Umfänge, Blutdruck, Nüchternblutzucker) stets höhere Werte als die normalgewichtigen Frauen auf und waren somit für schwangerschaftsassoziierte Komplikationen und Erkrankungen am stärksten prädestiniert. Des Weiteren zeigte sich, dass 19,4 % der Teilnehmerinnen sowohl vor als auch in der Schwangerschaft aktiv, jedoch 55,1 % in beiden Phasen inaktiv waren und weitere 22,4 % ihre Aktivitäten in der Schwangerschaft aufgaben. Es traten keine Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und den verschiedenen Parametern im Schwangerschaftsverlauf auf.
Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie konnte die Prävalenz von Gestationsdiabetes durch ein individuelles Interventionsgespräch reduziert werden. In Anbetracht der Subgruppenverteilung scheint ein großer Handlungs- aber auch Forschungsbedarf innerhalb des Schwangeren-Klientels vorhanden zu sein. Vor dem Hintergrund der fetalen Programmierung ist die Schwangerschaftsphase ein bislang zu selten genutzter Zeitraum für die Prävention der juvenilen Adipositas. Insbesondere dem pränatalen aber auch prägraviden maternalen Lebensstil, dem Ernährungsverhalten und speziell körperlicher Aktivität als Teile dessen, sind in der Prävention schwangerschafsspezifischer Komplikationen und Erkrankungen konsekutiv deren Ko- und Folgemorbiditäten und somit Übergewicht und Adipositas Schlüsselrollen beizumessen. Die durch einen gesunden prägraviden Lebensstil induzierte physiologische Gewichtsregulation kann bereits vor der Schwangerschaft eine adipositasabhängige Erhöhung schwangerschaftsassoziierter Komplikationen und Erkrankungen einschränken. Ein adäquater pränataler Lebensstil kann sowohl durch den Einfluss auf die maternale Gewichtszunahme als auch unmittelbar Risiken eines Gestationsdiabetes, einer schwangerschaftsinduzierten Hypertonie, von geburtshilflichen sowie fetalen Komplikationen senken.
Introduction: The state of human disease is determined by means of the genetic profile as well as environmental conditions, also during early intrauterine development. Accordingly, the role of prenatal or metabolic programming to prevent the worlds’ rising prevalence of overweight and obesity is of growing interest in both, scientific and applied fields. An inadequate maternal lifestyle during pregnancy, which is characterized by physical inactivity and a positive energy balance, can lead to excessive weight gain and related diseases, such as gestational diabetes including further consequences (i.e. overweight) on the mother’s side but also on the descendant’s side.
Purpose: The present study examines the effects of an individual intervention-interview in early pregnancy on maternal lifestyle, weight gain, prevalence of impaired glucose tolerance or a gestational diabetes, fasting blood glucose as well as blood pressure in pregnancy and on fetal and obstetric parameters. Additionally, correlations were analyzed between pre-pregnant BMI just as physical activity and the last named parameters during pregnancy.
Methods: 101 participants were randomized into an intervention (n = 51) and a control group (n = 50). Prior to the study a medical history form was collected. The intervention included a discussion on possible risk factors in addition to recommendations for maintaining a healthy lifestyle, particularly in terms of adequate exercise and eating habits during pregnancy. The detailed measurement surveys (weight, circumferences, blood pressure, fasting blood glucose) were held every four weeks during the regular prenatal care. Between the 24th to 28th week of pregnancy an oral glucose tolerance test was performed. After childbirth individual final report has been requested from the hospitals. In the regular pregnancy aftercare a medical history form was collected. To analyze the influence of physical activity and pre-pregnant BMI, the participants were classified in sub-groups independently by intervention and control group.
Results: Prior to the study participants were on average 30.7 ± 5.4 years old, 167.1 ± 6.3 cm tall and weighed 71.3 ± 16.2 kg. BMI was 25.5 ± 5.6 kg/m². A significant difference was shown in the prevalence of gestational diabetes and impaired glucose tolerance between intervention and control group (p = 0.044). Participants in the control group revealed more cases of gestational diabetes, whereas participants in the intervention group revealed more cases of impaired glucose tolerance. No correlations between the intervention and lifestyle modifications were observed. Furthermore, results showed no intervention effects on maternal weight gain, fasting blood glucose and blood pressure in pregnancy as well as on fetal and obstetric parameters. At baseline there were 4.0% underweight, 59.4% normal weight and 15.8% overweight participants. Obesity was diagnosed with 20.8% of the participants. In addition, the overweight and obese participants showed an increased risk profile before and during pregnancy (socio-economic status, physical inactivity, smoking, excessive weight gain) as well as higher values in the longitudinal surveys (weight, circumferences, blood pressure, fasting blood glucose), indicating high predestinations for pregnancy-associated complications and diseases. Furthermore it was found that 19.4% of the women were active before and during pregnancy, whereas 22.4% gave up their activity in pregnancy. However, 55.1% were inactive in both periods. There were no correlations between physical activity and the various parameters in the course of pregnancy.
Conclusion: In the present study, the prevalence of gestational diabetes could be reduced by an individual intervention-interview. Further research within the prenatal clientele should be conducted. According to fetal programming, the gestational period is a previously underutilized period for preventing overweight and obesity. In particular, the prenatal but also pre-pregnant maternal lifestyle, the physical activity and dietary habits play key roles in the prevention of pregnant specific complications and consecutive their co-morbidities, and thus overweight and obesity. The healthy lifestyle through a pre-pregnant period induced physiological weight regulation and can already restrict a pre-pregnancy obesity-dependent increase in pregnancy-associated complications and diseases. An adequate prenatal lifestyle could reduce risks through its impact on maternal weight gain and immediately of gestational diabetes, a pregnancy-induced hypertension, obstetric and fetal complications
Acute und chronic effect of aerobic and resistance exercises on ambulatory blood pressure in hypertensive patients
Diese Dissertation hatte das Ziel, die chronische und die akute Auswirkung des Ausdauertrainings bzw. Krafttrainings sowie einer Kombination aus beiden auf den Langzeitblutdruck (ABPM) zu untersuchen.
Chronischer Effekt: 62 sportlich inaktive Patienten (Alter: 54.411.4 J) mit arterieller Hypertonie Grad I, die keine antihypertensive Medikation in den letzten drei Monaten eingenommen hatten, wurden in 4 Gruppen randomisiert: (1) AT (Ausdauertraining), (2) KT (Krafttraining), (3) AKT (kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining) und (4) KG (Kontrollgruppe). Das Training erfolgte individualisiert in vergleichbarer Dosierung (Training 3x/Woche) und Intensität (50-75% maximale Intensität). Vor und nach den 12 Trainingswochen wurde der 24 Std. systolischen und diastolischen Langzeitblutdruck (sABDM und dABDM) gemessen. Mittels zweifaktorieller Varianzanalysen wurde bestimmt, dass die 3 Trainingsformen eine signifikante Reduktion des sABDM erreichten (-3,29, -4.93 and -5.98 mmHg bzw. p=0.03) im Gegensatz zur Kontrollgruppe, deren sABDM keine Reduktion zeigte. Bei der dABDM gab es keine Reduktion, obwohl die Werte der 3 Trainingsgruppen zu einer Senkung neigen (p=0.16). Akuter Effekt: 17 sportlich aktive Patienten (15 Männer und 2 Frauen, Alter: 5512 J), mit hoch-normalem Blutdruck aber ohne antihypertensive Medikation nahmen an der Studie teil. Vier Untersuchungseinheiten wurden an vier verschiedenen Tagen unter einer randomisierten Messwiederholung durchgeführt: (1) AT: 30-min Radfahren bei 70% HF-Reserve; (2) KT: 2 mal 14 Einzelübungen bei 70% 1RM, (3) AKT: beide Trainingsformen (Ausdauer und Krafttraining zusammen) (4) KK: Kontrollkondition 30 min in Ruhe. Die BP-Messungen erfolgten 5 min vor und 5 min nach jeder Einheit, gefolgt von einer 24 Std. ABDM. Die einfaktorielle Varianzanalyse zeigt keine Unterschiede zwischen dem Mittelwert des Langzeitblutdrucks nach den 4 Trainingsformen, und zwar weder die sABPM noch die dABPM. Mittels zweifaktorieller Varianzanalyse wurde eine signifikante Interaktion auf den diastolischen 6 Stunden-Blutdruck (p = 0.02) bestimmt. Post-hoc-Analysen zeigten, dass die diastolische signifikante Reduktion 1 Stunde nach dem KT (-6 mmHg) und zwei Stunden nach dem AT (-3.5 mmHg) und AKT (-5mmHg) andauerte.
Schlussfolgerung: Krafttraining allein, bzw. in Kombination mit Ausdauertraining ist in der Lage die sABDM nach 12 Trainingswochen und die dABDM sofort nach dem Training zu reduzieren. Dies gilt für Patienten mit milder arterieller Hypertonie.
The present thesis had the purpose to clarify, in two randomized controlled trials, the acute and chronic effects of aerobic training vs. resistance training vs. the combination of both on the ambulatory blood pressure monitoring (ABPM).
Chronic effect: 62 sedentary patients (17 females and 45 males, aged 54.4 ± 11.4 yrs.), with grade I hypertension without antihypertensive medication were randomly-allocated to 4 groups: (1) AG: aerobic training group; (2) RG: resistance training group; (3) ARG: aerobic-resistance training group; (4) CG: control group. Apart from the CG, all subjects trained 12-wk, 3 d/wk at 50-75% intensity. Before and after the experimental phase were measured the 24-h systolic and diastolic ambulatory blood pressure (sABPM and dABPM, respectively). The two-way ANOVA detected a significant sABPM reduction following AG, RG and ARG (-3.29, -4.93 and -5.82 mmHg respectively, p=0.03), whereas BP of the CG remained unchanged. A trend towards reduction on the 24-h dABPM was found after three exercise interventions compared to CG; however, this change did not reach statistical significance (p=0.16).
Acute effect: 17 trained subjects (15 males and 2 females, aged 55.06 ± 12.26 yrs.) with pre-hypertension or Grade I Hypertension without antihypertensive medication participated in 4 training treatments, each carried out on different days under a randomized repeated measures design as follows: (1) AC: aerobic training condition (30-min cycling at 70% HRreserve); (2) RC: resistance training condition (2 sets of 14 exercises at 70% 1RM); (3) ARC: aerobic and resistance training condition; and (4) CC: control condition (30-min resting). Resting BP was measured 5-min before and 5-min following each experimental condition, followed by a 24-hr ABPM. One-way ANOVA showed no significant differences between the 24-hr ABPM for the experimental conditions. In addition, a two-way ANOVA detected no significant interaction between the 4 conditions and the following 6-hr sABPM (p=0.23), but a significant interaction on the 6-hr dABPM (p=0.02). Post-hoc analyses showed that the diastolic significant reduction lasted one-hour with the RC and two-hours following the AC and ARC.
Conclusion: resistance training alone or in combination with aerobic training reduces the sABPM following 12-wk of exercise and the dABPM during 1-h after training in patients with mild hypertension
Androgenic anabolic steroids, exercise and the heart
Zusammenfassung
Es wurden Untersuchungen über den Einfluss androgener anabole Steroide bei körperlichem Training auf die Herzmuskelzellen und der Kapillarisierung des Myokardards durchgeführt. 10 Wochen alte weibliche SPF-NMRI Mäuse wurden in zwei Gruppen unterteilt. Die eine trainierte 5 Tage/Woche, 30 Minuten lang auf dem Laufband, mit 3%iger Inclination, über 3 oder 6 Wochen. Die Laufgeschwindigkeit wurde progressiv erhöht bis zu einer Endgeschwindigkeit von 33 m/min. Die andere Gruppe wurde nicht trainiert. Beide Gruppen wurden unterteilt in eine Gruppe die keine Medikamente eingenommen hat, eine mit Dianabol-, eine mit Oral-Turinabol- und eine mit Testosteron-propionatverabfolgung (Dosis: 3 mg/kg Körpergewicht pro Woche). Zusätzlich wurden sowohl trainierte als auch untrainierte Gruppen untersucht, die keine Medikamente erhielten. Von der linken Ventrikelwand wurden Gewebesproben entnommen, während die Papillarmuskeln als ganze einer morphometrischen Untersuchungen unterzogen wurden. Im einzelnen bestimmten wir den minimalen Myozytendurchmesser, die Kapillardichte, den interkapillären Abstand und die Anzahl der Kapillaren an einem Myozyten.
Die wesentlichsten Befunde lauten:
● Sowohl nach einem drei- als auch nach einem sechswöchigem Training bewirkten die Steroide eine geringe Myozytenhypertrophie.
● Bei den trainierten Tieren ohne Medikamentverabfolgung war keine Hypertrophie der Myozyten zu beobachten.
● Bereits das dreiwöchige Training bewirkte bei den unbehandelten Tieren eine Zunahme der Kapillarisierung des Herzens (Angiogenese - Kapillarneubildung).
● Alle angewandten Steroide (Dianabol, Oral-Turinabol, Testosteron-propionat) hoben die trainingsbedingte Kapillarvermehrung auf (Hemmung der Angiogenese). So lag die Kapillardichte in den Papillarmuskeln der nicht mit Anabolika behandelten trainierten Tiere signifikant höher (p<0.05) als bei allen anderen Gruppen.
● Die einzelwerten waren (drei Wochen, Kapillaren/mm2, Mittelwert ± Standard Abweichung): Kontrolle (4538 ± 162), Training (5298 ± 112), Dianabol (4455 ± 273), Dianabol + Training (4164 ± 449), Oral-Turinabol + Training (4308 ± 602), Testosteron-propionat (4460 ± 90), Testosteron-propionat + Training (4408 ± 554).
● Die genannten Differenzen traten nach einem sechswöchigen Training noch deutlicher zur Tage.
● Die beschriebenen Befunde gelten sowohl für den Papillarmuskel als auch für den Ventrikelwand.
Aus den Befunden lässt sich schließen, dass anabole Steroide und Testosteron-propionat die Trainingsinduzierte Angiogenese verhindern und die Kapillarisierung des Herzens beeinträchtigen. Dazu ist eine geringfügige Myozytenhypertrophie zu beobachten. Unter der Bedingungen einer intensiven aeroben dynamischen körperlichen Arbeit, könnte hierdurch ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot im Myokard auftreten.
Bald werden Teile des Buches auf die Internetseiten http://www.antibaro.gr/ und ---DSHS veröffentlicht. Titel:
Androgenic anabolic steroids, exercise and the heart (Foreword Wildor Hollmann). Tagarakis Christos.
Androgene anabole Steroide, körperliches Training und das Herz (Vorwort Wildor Hollmann). Tagarakis Christos.
Ανδρογόνα αναβολικά στεροειδή, μυïκή άσκηση και η καρδιά (Πρόλογος Βίλντορ Χόλμαν). Ταγαράκης Χρήστος
Der Beitrag wird beinhalten mit eine kürze Einleitung in drei Sprachen (Englisch, Deutsch, Griechisch).
1 Summary
The present studies investigated the effect of androgenic anabolic steroids and physical exercise on the cardiac myocyte hypertrophy and capillarization. 10 week old female SPF-NMRI mice were devided in two groups. One group was subjected to running for 5 days/week, 30 min/day, with 5% inclination of the treadmill, over 3 or 6 weeks. The running speed increased progressively until it was attained a final speed of 33 m/min. The other group was sedentary. Both groups were further divided into those that did not receive any drugs and to those that were injected either with Dianabol or Oral-Turinabol or Testosterone-propionate (dosage: 3 mg/kg body weight per week). The entire papillary muscles and tissue specimens from the left ventricular wall have been proceeded for morphometric studies. More specifically, the minimal myocyte diameter, the capillary density, the intercapillary distance and the number of capillaries around a single myocyte were evaluated.
The most important findings are:
● Over three as well as over six weeks anabolic steroids combined with exercise led to a mild myocyte hypertrophy.
● No hypertrophy of the muscle cells could be observed in the exercised drug free groups.
● Already after three weeks training without steroid treatment induced an improved cardiac capillarization (angiogenesis – new capillary formation).
● All applied steroids (Dianabol, Oral-Turinabol, Testosterone-propionate) impaired the exercise induced increase in the capillary supply (angiogenesis inhibition). Thus, the capillary density in the papillary muscles of the exercised drug free mice was significantly higher than that of all other groups (p<0.05).
● The values of the various groups were (three weeks, capillaries/mm2, mean values ± standard deviation): control (4538 ± 162), exercise (5298 ± 112), Dianabol (4455 ± 273), Dianabol + exercise (4164 ± 449), Oral-Turinabol + exercise (4308 ± 602), Testosterone-propionate (4460 ± 90), Testosterone-propionate + exercise (4408 ± 554).
● The reported differences became more pronounced over six weeks.
● The findings in the papillary muscles and in the ventricular wall were comparable.
It can be concluded that anabolic steroids and Testosterone-propionate inhibit the exercise induced angiogenesis and impair the cardiac capillary supply. Furthermore, they lead to a mild myocyte hypertrophy. During intensive aerobic dynamic physical work, these alterations could lead to an imbalance between the myocardial oxygen supply and demand.
Soon some parts of the book will be published in the Internet Sites http://www.antibaro.gr/ und ---DSHS. Title:
Androgenic anabolic steroids, exercise and the heart (Foreword Wildor Hollmann). Tagarakis Christos.
Androgene anabole Steroide, körperliches Training und das Herz (Vorwort Wildor Hollmann). Tagarakis Christos.
Ανδρογόνα αναβολικά στεροειδή, μυïκή άσκηση και η καρδιά (Πρόλογος Βίλντορ Χόλμαν). Ταγαράκης Χρήστος
The contribution will include a short introduction in three languages (English, German and Greek)
Der Einfluss einer Ausdauerinterventionsmaßnahme auf die Proteinexpression des Monocarboxylat- Transporters und CD147 im Erythrozyten und der Skelettmuskulatur bei nicht insulinpflichtigen Diabetes Typ- 2- Patienten
Insbesondere unter Belastung stellen die Monocarboxylat- Transporter (MCT) einen essentiellen Bestandteil für den Transport von Laktat sowie die pH-Homöostase dar. Die gegenwärtige Literatur beschreibt nur in wenigen Untersuchungen die Zusammenhänge zwischen pathologischen Stoffwechselveränderungen und den Regulationsmechanismen des Laktattransporters. Die vorliegende Studie untersuchte diese Regulationsmechanismen und deren Beeinflussung in Folge eines dreimonatigen Ausdauerinterventionsprogrammes im Vergleich zu einer Kontrollgruppe an männlichen nicht- insulinpflichtigen Diabetes- Typ 2-Patienten im Alter von über 30 Jahren (n=43, Alter: 59,7 ±9,9 Jahre, BMI: 31,8 ±4,0 kg/m^2 ). Das Ziel der Studie bestand einerseits in der Untersuchung der langfristigen, trainingsbedingten Proteinexpression des MCT1 im Erythrozyten und des MCT1- und 4- Proteins in der Skelettmuskulatur. Andererseits wurden ebenfalls die kurzfristigen, belastungsbedingten Regulationsmechanismen dieser Transportproteine in der Skelettmuskulatur und dem Erythrozyten untersucht. Neben dem MCT als Transportprotein lag das Augenmerk der Untersuchungen auch auf dem Protein CD147, welches in der aktuellen Literatur als ein evtl. für den MCT obligates Chaperon beschrieben wird.
Im Vergleich zu der Kontrollgruppe, welche lediglich ein belastungsunspezifisches Bewegungsprogramm absolvierte, konnten neben einer signifikant gesteigerten Leistungsfähigkeit auch Veränderungen in der MCT- Dichte nachgewiesen werden. Die MCT1- Proteinexpression in den Erythrozyten nahm in Folge des Ausdauertrainings signifikant zu. Des Weiteren zeigte sich im trainierten Zustand eine signifikante Reduktion der MCT1- Dichte unter Belastung, welches für eine mögliche Translokation des Proteins in die Membran spricht.
In Bezug auf die MCT1- und MCT4- Dichte in der Skelettmuskulatur wurde im Rahmen der Auswertung der immunhistochemischen Analyse zwischen membranöser und cytoplasmatischer Dichte differenziert. Über den Zeitraum der dreimonatigen Ausdauerintervention konnte bei den Diabetespatienten eine signifikante trainingsbedingte Zunahme der cytoplasmatischen MCT1- Proteinexpression nachgewiesen werden. Indes nahm die cytoplasmatische MCT4- Dichte signifikant ab. Die membranöse MCT1- und MCT4- Dichte zeigte keine signifikante Veränderung.
In Rahmen der Muskelfasertypisierung konnte nach den insgesamt zwölf Wochen eine signifikante Zunahme der Typ-I Muskelfasern und eine analoge Abnahme der Typ-II Muskelfasern nachgewiesen werden.
In Folge des für den MCT vorliegenden gewebespezifischen Verteilungsmusters und der Zunahme der oxidativ arbeitenden Typ-I Muskelfasern ist die cytoplasmatische Zunahme durch das vorrangig in diesen Fasern exprimierte MCT1- Protein zu erklären.
Die CD147- Dichte erfuhr in Folge des Ausdauertrainings keine signifikanten Änderungen. In der Kontrollgruppe zeigte sich hingegen eine signifikante Zunahme dieses häufig in pathophysiologischen Zusammenhängen beschriebenen Proteins. Dieses könnte als ungünstiger Prognosefaktor gewertet werden.
Die körperliche Aktivität nimmt in der diabetischen Sporttherapie einen hohen Stellenwert ein. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Ausdauertraining in der Primär- und Sekundärprävention die diabetische Stoffwechsellage positiv beeinflusst. In der vorliegenden Diabetes-Typ-2-Studie konnten diese Daten bestätigt und eine progressive Verbesserung des Laktattransportes nachgewiesen werden.
Weitere Forschungsarbeit ist erforderlich, um zelluläre und molekulare Auswirkungen einer Sporttherapie auf die pathologische diabetische Stoffwechsellage aufzuklären. Die optimal auf den Patienten abgestimmte Sporttherapie stellt eine Möglichkeit dar, die steigenden Patientenzahlen mit der Erkrankung ‚Diabetes Mellitus Typ 2‘ zu reduzieren und so das Gesundheitssystem kostengünstig und nachhaltig zu entlasten
Neue Möglichkeiten mobiler Anwendungen für die Sportwissenschaft
Dieser Vortrag vermittelt zunächst einen Überblick über die
Möglichkeiten von Smartphones, konzentriert sich dann auf die
Anwendungen in Sport und Sportwissenschaft, zeigt ausführlicher das Beispiel von zbsport.de/m und vifasport.de/m und schließt mit einem Ausblick in die Zukunft
Online-Volltexte vom Meyer&Meyer-Verlag auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule Köln
Einen Überblick zum Stand des Projekts für die AGSB-Tagung 2011 in Wien