German Sport University Cologne

Deutsche Sporthochschule Köln: eSport
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    Der Volkstanz als Prozess des interkulturellen Lernens. Eine explorative Studie.

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    Zusammenfassung(deutsch) Tanz insbesondere der Volkstanz bietet die Möglichkeit andere Kulturen kennenzulernen. Basis der vorliegenden Studie ist Beobachtung an einer Hauptschule in Bonn Bad Godesberg, als multikulturelle Institution, über den Effekt des Volkstanzunterrichtes auf die interkulturelle Kompetenz. Diese Beobachtungen führen zu der zentralen Fragestellung, ob Volkstanz einen Beitrag zum Erwerb interkultureller Kompetenzen leisten kann und welche Bereiche er umfasst? Die Kontakthypothese durch Allport wird als Ausgangsthese zugrunde gelegt. Als theoretischer Hintergrund werden die Begriffe Kultur, interkulturelle Erziehung, interkulturelles Lernen sowie interkulturelle Kompetenz nach Auernheimer sowie Nieke expliziert. Ebenso wurde der Begriff Tanz und Volkstanz expliziert. Im Rahmen der qualitativen Forschung wurden Schülerinnen aus unterschiedlichen Herkunftsländern eines Wahlpflichtunterrichtes „internationaler Volkstanzunterricht“ interviewt. Über das problemzentrierte Interview wurden subjektive Sichtweisen im Bereich der Teilaspekte Sach-, Selbst-, und Sozialkompetenz vorher und nach Abschluss des Unterrichtes erhoben und untersucht. Insbesondere wurden Aspekte über Selbstdarstellung, Empathie und Fremdverstehen, Wissen über eigene und fremde kulturelle Werte und Einstellungen, sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung berücksichtigt sowie das Motiv zur Wahl des Unterrichtes. Hierbei zeigten sich, dass sich vor dem Volkstanzunterricht ein hohes Maß an Vorurteilen und Stereotypen identifizieren ließ und wenig Interesse fremde Kulturen kennenzulernen. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte bei drei repräsentativen Nationalitäten. Als Ergebnis des Interviews wurde ein Erwerb der interkulturelle Kompetenz beim Volkstanz bestätigt. Die Mehrheit der Schüler gaben an, dass Tänze ein gutes Medium sind, um andere Kulturen kennenzulernen und Vorurteile zu überwinden. Die Studie konnte Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte im schulischen Bildungs-bereich sowie Chancen für die multikulturelle Gesellschaft herauskristallisieren. Zusammenfassung(englisch) Dance, especially folk dance provides the opportunity to know other cultures. The present Study is based on observation of a multicultural secondary school in Bonn- Bad Godesberg. The study looks at the effect of folk dance lessons on intercultural competence. These observations lead to the central questions of whether folk dance can make a contribution to development of intercultural skills. The contact hypothesis of Allport is used as an initial hypothesis. As a theoretical background, the terms culture, intercultural education, intercultural learning and intercultural competence by Auernheimer and Nieke are explained. Likewise, the term dance and folk dance are explained. For the qualitative research, students from different countries were interviewed about international folk dancing. The interview, taken before and after the lessons, focused on the subjective perceptions with regards to aspects of self and social competence. In particular aspects of self expression, empathy, motivations and understanding of themselves and foreign cultures. The evaluation showed that before the folk dance class there was a high degree of prejudice and stereotypes existed. Little interest in foreign cultures was shown. The results were evaluated for three representative nationalities. As a result of the interviews development of intercultural competence was confirmed by the folk dance. The majority of students said that dance is good medium to learn about other cultures and overcome prejudice. The study could provide recommendations for teachers in schools and educational opportunities for multi cultural societies

    Gesundheitsrelevante Lebensstile von Kindern. Eine kulturvergleichende Untersuchung am Beispiel Deutschlands und Italiens.

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    Abstract (Deutsch) Ein Mangel an körperlicher Aktivität, Übergewicht und Fehlernährung zählen zu den häufigsten Risikofaktoren für ein gesundes Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen. Das Interesse an der Analyse gesundheitsrelevanter Lebensstile von Heranwachsenden ist darin begründet, dass sie mit ihren konstituierenden Merkmalen für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung auf lange Sicht bereits in der Lebensphase Kindheit von besonderer Bedeutung sind. Der Untersuchung liegt die Annahme komplexer Wirkungszusammenhänge bei der Bildung von Lebensstilen im Heranwachsendenalter zugrunde und zielt auf eine Lebensstiltypologie anhand von Clusterbildung in kulturvergleichender Perspektive. Sowohl in der deutschen (n=1998) als auch in der italienischen (n=1611) Stichprobe wurden nach eingehenden statistischen Berechnungen sechs Prototypen gesundheitsrelevanter Lebensstile identifiziert. Diese Lebensstiltypologien weisen im Kulturvergleich viele generelle Gemeinsamkeiten auf, auch wenn die Ausprägung einzelner Merkmale zwischen den Ländern variiert. Mit Blick auf die Gesundheitsrelevanz haben die Typologien ganz unterschiedlichen Charakter. Die bezeichnenden Namen der in dieser Untersuchung gefundenen Lebensstiltypen signalisieren unterscheidbare Grundausrichtungen, die bei den 10-jährigen Kindern ein Stück weit auch als Idealtypus eines gesunden und aktiven bzw. ungesunden und inaktiven Lebensstils bezeichnet werden können. Auf der positiven Seite kommen die „Sportaktiven“ und „Ernährungsbewussten“ durch die überdurchschnittlich hohen Anteile gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen den Vorstellungen eines Idealtypus nahe. Im deutlichen Kontrast dazu stehen auf der negativen Seite die „Medienjunkies“ und die „TV-Freaks“, die sich durch ihr Risikoverhalten, d. h. gesundheitsschädigendes Verhalten wie Fehlernährung und körperliche Inaktivität idealtypisch auszeichnen. Unter Berücksichtigung soziostruktureller Merkmale zeigt sich, dass die Zugehörigkeit zu einem gesunden, aktiven Lebensstil häufig durch einen hohen Status der Familie bestimmt ist. Insbesondere in Deutschland korrelieren inaktive, medienlastige Lebensstile der 10-jährigen Kinder sehr stark mit niedrigem Sozialstatus. Für Italien zeigen sich weniger auffällige Zusammenhänge hinsichtlich des sozio-ökonomischen Status, abgesehen von den „Medientypologien“ in denen Kinder mit hohem Status überrepräsentiert sind und damit ein kontroverses Bild zur deutschen Stichprobe abgeben. Abstract (English) A lack of physical activity, overweight and malnutrition rank among the most frequent risk factors for a healthy child and youth development. The interest in analyzing adolescents` health-related lifestyles is based on the fact that these (lifestyles) with their constitutive characteristics are important for a healthy personality development already from early age. The cross-cultural survey is based on the assumption of complex correlations concerning the formation of adolescents` lifestyles and aims at a lifestyle typology by clustering. In the German sample (n=1998) as well as in the Italian sample (n=1611) six prototypes of health-related lifestyles could be identified. These lifestyle typologies show mainly similarities although the peculiarity individual characteristics varie with regard to the two countries. On the one hand there are healthy and active lifestyles like the “Sportspeople” or “Healthy Eater”. Children who belong to one of these groups are characterized by health enhancing behavior above average. On the other hand there are unhealthy and inactive lifestyles like the “Mediajunkies” and TV-Freaks”. Children who join these groups show risk behavior like malnutrition or physical inactivity. Considering socio-structural characteristics the analysis shows that belonging to one of the healthy and active lifestyle-cluster is often associated with high socio-economic status. Especially in Germany the inactive lifestyles correlate with a low socio-economic status. With regard to the Italian sample this correlation is not as conspicuous as for the German sample. Only for the “Mediatypology” the Italian data point out that children with a high socio-economic status are overrepresented. This shows an opponent conspicuousness compared to the German data. In both countries the health enhancing lifestyles (typologies) “Sportspeople” and “Healthy Eater” have a share of 49% and provide the basis for a healthy development for almost half of the investigated children. But this also means that there are 51% of children who have an unfavorable lifestyle, meaning adverse health effects. The aim is to prevent inactive lifestyles to make sure that such don`t appear in youth and adulthood

    Die Effekte von Laktat und H+-Ionen auf die Hormonantwort und ihr Transport während hoch-intensiven Belastungen

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    Abstract Einleitung: Um Reaktionen und Adaptationen Trainingsbelastungen zuordnen zu können, bedarf es einer möglichst exakten qualitativen und quantitativen Beschreibung des (Trainings-)Reizes und einer Identifizierung potentieller Stimuli. Diesen wichtigen Aspekten wird aber bisher in der Sportwissenschaft zu wenig Rechnung getragen. Dies kann dazu führen, dass Resultate fehlinterpretiert und falsche Schlussfolgerungen für das Training gezogen werden. Ziel der Arbeit war es daher, durch genaue Beschreibung und gezielte Modulierung von Trainingsreizen (High Intensity Training (HIT)/High Volume Training (HVT)) anpassungsrelevante metabolische Stimuli (Laktat/pH) in vivo zu identifizieren und praxisrelevante Informationen für die Trainings- und Leistungsteuerung zu generieren. So sollte ein Bezug zwischen dem pH-Wert und der Hormonantwort hergestellt werden. Da der pH-Wert, neben den Puffersubstanzen der Zelle, auch durch Membrantransportsysteme reguliert wird, und bei hochintensiven Belastungen zu einem Großteil von den Monocarboxylat-Transportern (MCTs) abhängt, die Laktat und H+-Ionen im Symport transportieren, sollte ebenfalls der MCT-abhängige Transport und dessen Beeinflussbarkeit untersucht werden. Methoden: Um zum einen den pH-Wert möglichst maximal auszulenken und damit einen hohen Stimulus zu induzieren und zum anderen hohe Laktat/H+-Akkumulationen zur Testung des Laktattransports und der pH-Regulation zu erreichen, absolvierten die Probanden hochintensive „all-out“ Intervalle. Zur Modulierung des pH-Werts und damit des Stimulus und der pH-Regulation mittels MCTs, nahmen die Probanden Bikarbonat oder ein Placebo zu sich. Als „Kontroll-/Vergleichsintervention“ diente ein HVT. Ergebnisse: Durch die genaue Reizbeschreibung und die Modulierung konnten wir zeigen, dass die metabolische Azidose ein potenter metabolischer Stimulus ist, der die Hormonantwort auf hochintensive Belastungen beeinflusst und einen Teil der Hormonantwort induziert. Des Weiteren konnten wir zeigen, dass durch die Modulierung des pH-Werts auch der Laktat-/H+-Ionen-Transport in vivo beeinflusst wird. Diskussion: Die hier generierten Ergebnisse könnten in zweierlei Hinsicht für die Trainingspraxis relevant sein. Erstens könnten sie für die Verteilung von Intensitätsbereichen im Training interessant sein. Grundsätzlich scheint das HIT eine sehr potente Trainingsintervention, auch auf der Ebene der Hormone zu sein und ist in diesem Fall dem HVT als Stimulus „überlegen“. Ziel wäre es daher, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen HIT und HVT zu realisieren. Zweitens könnten die Ergebnisse für die Gestaltung von HIT-Protokollen relevant sein. Da auch durch aktive und passive Pausen zwischen Intervallen der pH-Wert beeinflusst werden kann, ist zu vermuten, dass solche pH-bedingten Unterschiede in der Hormonantwort auch durch unterschiedliche Pausengestaltungen beeinflusst werden können. Die Versuche zum Laktattransport geben weitere Einblicke in die Kinetik und Regulierbarkeit dieses Systems, die bisher fälschlicherweise in der Laktatleistungsdiagnostik nicht berücksichtigt wurden, den Blutlaktatspiegel aber erheblich beeinflussen dürften. Auf Dauer wäre es wünschenswert, dass diese und weitere Erkenntnisse in die (Laktat-) Leistungsdiagnostik einfließen und diese sinnvoll erweitern und ergänzen, um bessere Aussagen über die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Abstract (English) Introduction: In order to assign reactions/adaptations to physical activity, the training load needs to be described and characterized as accurate as possible and potential stimuli need to be identified. Unfortunately, the definition of exercise conditions in the past and present literature is insufficient. This may lead to the misinterpretation of results and the drawing of wrong consequences for training. Therefore the aim of this thesis was to identify metabolic stimuli (lactate/pH) which are relevant for hormonal responses and adaptations and to generate relevant information for the proper arrangement of training. Therefore different training stimuli (High Intensity Training (HIT) and High Volume Training (HVT)) were modulated systematically and were described as precisely as possible. As the pH is not only regulated by buffer components such as bicarbonate, proteins etc. (in vitro buffer capacity) but also by membrane transport systems, such as the monocarboxylate transporters (MCT) (in vivo buffer capacity), which co-transport lactate and H+-ion, we also investigated the lactate transport and its suggestibility. Methods: The goal was to achieve large decreases in pH-values and large increases in lactate concentrations. On the one hand these changes are believed to induce a large stimulus, and on the other hand to stress the lactate transport system. Therefore, subjects performed high intensity all-out intervals. In order to modulate the pH-level and therefore the stimulus and the pH-regulation via MCT, subjects ingested a bicarbonate- or a placebo- solution before the exercise. Results: According to the precise description of the stimuli and the modulation of pH, we were able to show, that the metabolic acidosis is a potent metabolic stimulus, which influences the hormonal response to high intensity exercise. Furthermore, it was shown that due to the modulation of pH, lactate/H+-transport can be influenced in vivo. Discussion: These findings might be relevant for arrangements of (interval) training in two ways. First of all, for the general arrangement of training, as HIT seems to be a potent training intervention also on the level of hormones in comparison to HVT. Therefore a balanced proportion between HIT and HVT should be the aim. Secondly, for the arrangement of interval training, due to the fact that active or passive recovery during rest periods influence the acid base status and may therefore influence the hormonal response as well. The results from lactate transport experiments deliver new insights into the regulation of pH, the function of transport systems, its kinetics, and its regulation. It would be desirable, that these and of course further results will be integrated into the performance diagnostics in order to expand and complete the information value

    The effects of motor and visual experience on judgment and decision making of judges and referees in sport

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    Abstract Die vorliegende Arbeit befasste sich mit „Embodiment“-Effekten kognitiver Urteile. Als experimentelle Basis wurden Kampf- und Schiedsrichter sowie Sportexperten anhand entscheidungsspezifischer Aufgaben untersucht, um auf diese Weise Entscheidungsexperten in ihrem unmittelbaren Expertise-Umfeld zu analysieren. Studien haben gezeigt, dass Kampf- und Schiedsrichter während Wettkämpfen und Spielen hohen Anforderungen ausgesetzt sind. Aufgrund der Tatsache, dass weitere Einflüsse und Verzerrungen ihre Arbeit zusätzlich erschweren, besteht die Notwendigkeit zugrunde liegende Faktoren zu untersuchen, um Trainingsprogramme zur Verbesserung, Optimierung und Unterstützung der Entscheidungsleistung zu entwickeln. In drei Studien konnte gezeigt werden, dass eine Verbindung zwischen der Entscheidungsleistung von Kampf- und Schiedsrichtern und deren motorischen, visuellen und kampf-/schiedsrichterspezifischen Vorerfahrungen in den analysierten Sportarten besteht. Darüber hinaus erwies sich in den Studien II und III, dass motorische und visuelle Vorerfahrungen weiter in generelle und spezifische Vorerfahrung unterteilt werden sollten. Auf der einen Seite zeigten sich „Embodiment“-Effekte durch einen größeren Anteil sowie höhere Niveaus der Vorerfahrungen; auf der anderen Seite zeigten sich sehr spezifische Effekte durch die Fokussierung auf die Eigenerfahrung mit spezifischen Bewegungen oder Situationen. Mit Blick auf die in der Einleitung der vorliegenden Arbeit dargestellten Aussage, basiert die Genauigkeit und Korrektheit menschlicher perzeptueller Entscheidungen auf verschiedenen Faktoren. Es zeigte sich, dass einer dieser Faktoren die motorische und visuelle Vorerfahrung darstellt. Die vorliegende Arbeit konnte nachweisen, dass sich dieser Zusammenhang auf Entscheidungsexperten wie beispielsweise Kampf- und Schiedsrichtern im Sport ausweiten lässt. Intuitive Aussagen wie z. B. „Das konnte nur ein Schiedsrichter sehen, der früher selbst gespielt hat“, können somit auf Theorien aus dem Bereich der „embodied cognition“ zurückgeführt werden. Damit bieten sich sowohl theoretische als auch praktische Implikationen für den Forschungsbereich von Kampf- und Schiedsrichtern im Sport. Abstract In sum, in the present thesis I have studied embodiment effects of cognitive judgments. Using sports officials and judging specific tasks on an experimental basis, I was able to analyze expert decision makers in their fields of expertise. Studies have shown that sports officials are faced with high demands during games and competitions. Due to the fact that additional influences and biases complicate their job even more, there is a growing need to understand factors that underlie expert decision making in order to develop training tools that enhance, optimize and support their decision-making performance. In three studies, the present thesis has shown that there is a link between the sports officials’ decision-making performance and their motor, visual and officiating experiences to different degrees in the analyzed sports. Moreover, studies II and III revealed that motor and visual experiences need to be sub-divided into general and specific experience. First, embodiment effects can be found through greater amounts and higher levels of experience in general; second, the effects can be very specific by focusing on the ability to perform certain skills or experience certain situations. In view of the statement in the introduction, the accuracy and correctness of people’s perceptual judgments are based on different factors. One of these factors has shown to be their own bodily experience. The current work provided evidence that this also applies to decision-making experts such as sports officials. Intuitively generated statements such as “This could have only been seen by a referee who has played himself in the past”, can now be traced back to theories of embodied cognition, providing a basis for theoretical and practical implications in the field of sports official research

    Experimentelle Untersuchungen zum Einfluss extrakorporaler Stoßwellen auf die Signaltransduktion des porcinen Schultergelenkknorpels

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    Zusammenfassung Zielsetzung: Gegenstand dieser Studie war die Untersuchung des Einflusses radialer extra-korporaler Stoßwellen auf die Signaltransduktion des hyalinen Gelenkknorpels. Zu diesem Zweck wurden mit der Akt1/PKBα sowie der eNOS zwei Markermoleküle ausgewählt, deren Einfluss auf die Mechanotransduktion bereits in einigen Geweben als erwiesen gilt und in Bezug auf den Gelenkknorpel ebenfalls relevant erscheint. Material und Methoden: In Kooperation mit dem Institut für Kardiologie sowie der Expermimentellen Medizin der Universität zu Köln wurde das Tierexperiment in Form eines quasi in vivo Großtiermodells unmittelbar post mortem am Schwein durchgeführt. Nach Arthrotomie des Schultergelenks wurden insgesamt 21 Tiere (14,2 (±1,9) Wochen, 45,2 (±4,7) kg) mittels Stoßwellen unterschiedlicher Parameter am Gelenkknorpel behandelt (Geräte Swiss Dolorclast®, Fa. EMS, Nyon, Schweiz und Piezoson 100 plus, Fa. Wolf, Knittlingen, Deutschland). Es erfolgte eine Einteilung in Gruppen à 2-6 Tiere zur Differenzierung einer direkten bzw. indirekten Behandlung des Gewebes, des Einflusses einer Druckerhöhung von 2,5 auf 4 bar im Sinne einer Auslastung des radialen Stoßwellengerätes, zur Prüfung einer Auswirkung der Gelenkform (konkav/konvex) sowie des Unterschiedes zwischen fokussierter und radialer Stoßwellen. Unmitelbar infolge der Stoßwellenapplikation (Zeitpunkt 0 min) sowie nach weiteren 2, 5, 10, 20 und 40 min wurden Proben entnommen, fixiert und für daran anschließende Färbungen in Paraffin konserviert. Ergebnisse und Interpretation: Anhand der H.E.-Färbungen wurde der mikroskopisch beurteilbare Erhalt der Strukturintegrität des Knorpels sichergestellt. Mit Hilfe der beobachteten basalen Aktivierung der pAkt1/PKBα (Thr308) sowie der eNOS (Ser1177) in allen Versuchen, gelang der immunhistochemische Nachweis relevanter Signalmoleküle aus derzeit bekannten Mechanotransduktionswegen. Es zeigte sich ein zonenspezifisches Muster im Hinblick auf die Intensität der Kinasenphosphorylierung in Form einer signifikant stärkeren Anfärbung in den tieferen Knorpelzonen gegenüber den oberflächlicheren Schichten. Dies könnte Ausdruck einer vermehrten Grundaktivität der Kinasen infolge einer nachweislich erhöhten PG-Synthese in den betreffenden Knorpelabschnitten sein (Mow et al. 1984). Ferner geht aus den Daten hervor, dass die eNOS (Ser1177) – analog zu Studien in anderen Geweben (Fulton et al. 1999; Michell et al. 1999; Hess et al. 2006) – als ein direkt nachgeschaltetes Signalmolekül im Transduktionsweg der pAkt1/PKBα angesehen werden könnte. Ihr Aktivierungsmuster war nahezu identisch zur mutmaßlich vorgeschalteten Kinase. Diese scheint somit in der Lage zu sein, die Expression der eNOS und folglich die Aktivität des NO/cGMP Signalweges zu beeinflussen. Die exakte Bedeutung dieser beobachteten Ausschnitte der Zell-Matrix-Kommunikation bedarf einer ergänzenden Analyse weiterer plausibler Bausteine in den einzelnen Signalkaskaden. So würde beispielsweise der Nachweis einer Induktion der Caspase 9 oder des Wachstumsfaktors NF-κB auf Veränderungen in Bezug auf die DNA-Transkription hindeuten und beispielswiese die Einleitung der Apoptose kennzeichnen (Wong und Carter 2003). Der angenommene Einfluss der Stoßwelle auf die Signaltransduktion fiel dagegen bzgl. der untersuchten Markermoleküle gering aus. Dies traf sowohl auf die radiale als auch auf die fokussierte Wellenform zu. Erklärungsansätze hierfür wären zum einen ein zu geringer mechanischer Impact der Stoßwelle, um Veränderungen der Signaltransduktion zu bewirken; zum anderen könnte die relativ geringe Fallzahl in den einzelnen Gruppen nicht ausreichend sein, um etwaige Unterschiede zum Vorschein zu bringen. So brachte die mehrfaktorielle Varianzanalyse keinen allgemein gültigen signifikanten Unterschied zwischen den behandelten und unbehandelten Knorpelproben hervor, wohingegen sich im Duncan-Test vereinzelt statistisch relevante Differenzen ergaben, die im Rahmen einer größer angelegten Studie evtl. deutlicher ausfallen könnten. Fazit: Die vorliegende Arbeit liefert somit erste Einblicke in die Signaltransduktion des hyalinen Gelenkknorpels und gibt Anlass zu der Vermutung, dass die gelenknahe Applikation von Stoßwellen nicht zu einer Beeinträchtigung der Knorpelstruktur führt. Abstract Introduction / Purpose: This study was meant to analyse the activation of Akt (Thr308) and phosphorylation of the endothelial nitric oxide synthase (eNOS Ser1177) in porcine shoulder joint cartilage, as well as their regulation by radial extracorporeal shock waves (rESW). Protein kinase Bα/Akt1 and eNOS are signalling molecules which have been identified in mechanotransduction pathways of various biological tissues. Concerning joint cartilage, there is first evidence for its regulation by mechanical loading. The detailed biochemical mechanisms behind these functional adaptations, however, still remain unknown. Materials and Methods: In cooperation with the Institutes of Cardiology and the one of Experimental Medicine, University of Cologne, the study was performed as a quasi in vivo animal model. Arthrotomy of 21 porcine shoulder joints (14 ( 2) weeks old, 45 ( 5) kg) was carried out directly after sacrifice. Radial ESW of varying parameters were applied onto the left shoulder joints while the right ones served as control (device Swiss Dolorclast®, EMS, Nyon, Switzerland). The animals were divided into groups of 3-6 pigs each in order to differentiate between a direct and an indirect application of rESW, the pressure applied (2,5 and 4 bar), the shape of the joint surface (convex versus concave) as well as the usage of focused or radial SW. Specimen were harvested at 6 different points in time (0, 2, 5, 10, 20 min), fixated and embedded into paraffin. Results: H.E.-stainings verified the structural microscopic integrity of the tissue. Immunohisto-chemistries revealed the basal activation of both, Akt and phospho-eNOS (Ser1177) as well as a zone-specific pattern with the upper radial cartilage layer showing significantly higher staining indices than the remaining ones. However, neither the application of rESW nor the difference in time did cause any alterations in the phosphorylation of the two molecules. Discussion: The structural staining pattern might be due to the architecture of the tissue as well as to its particular metabolism. The plane shape of the chondrocytes within the superficial layer, the fewer PGs and the tangential alignment of the collagen fibres predispose this section for tensile loads and shear stresses. The lower cartilage zones, however, consist of chondrocytes with a rounder shape, a higher amount of PGs and a horizontal arrangement of the collagen fibres. They are primarily meant to resist axial compressive loads and to compensate the pressure by a release of water. Thus, it seems consistent to detect zone-specific variations within mechanotransduction pathways in order to meet the different requirements of the respective zones. The parallels between the immunohistochemical staining pattern of phospho-Akt and phospho-eNOS (Ser1177) support the theory of eNOS (Ser1177) being a downstream target in signalling pathways of the activated Akt. The missing effect of low energy rESW upon the investigated molecules may derive from a mechanical stimulus being too weak / inadequate to cause any alterations in signalling pathways. Besides, the small sample sizes within the groups may be insufficient in order to reveal potential differences. Conclusion: This study provides first insides into the signal transduction of porcine joint cartilage and gives reason to believe that the application of rESW in the vicinity of joints may not lead to adverse effects

    Flow-Erleben im Tennis

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    Die Konstrukte Aufmerksamkeit und Konzentration stellen einen zentralen Aspekt innerhalb der psychischen Faktoren dar. Die unwillkürliche Aufmerksamkeit kann sich zur unwillkürlichen, intensiven Konzentration entwickeln, die als Vorstufe des Flow-Erlebens angesehen wird. Das Flow-Erleben zeichnet sich neben der unwillkürlichen Konzentration u. a. durch die subjektive Wahrnehmung von Raum und Zeit sowie Selbstvergessenheit aus und charakterisiert Spitzenleistungen. Auf elektroenzephalographischer Ebene korreliert das Flow-Erleben mit Alpha-Wellen – einem speziellen Bewusstseinszustand auf dem Kontinuum zwischen Tiefschlaf und Übererregung, der als „entspannter Wachzustand bei gleichzeitiger Konzentration“ beschrieben werden kann. In der vorliegenden Studie wurde der Effekt von Übungen des psychologischen Trainings auf das Flow-Erleben im Tennis untersucht. Obwohl die quantitative Auswertung der Daten aufgrund der kleinen Stichprobe (N = 12) und der einmaligen Anwendung erwartungsgemäß keine statistisch signifikanten Verbesserungen zeigte, konnte in den retrospektiven Interviews im Einzelfall durchaus ein positiver Effekt psychologischer Trainingsformen auf das Flow-Erleben festgestellt werden. Hier sind insbesondere Relaxationstechniken im Rahmen der Psychoregulation hervorzuheben. Da die Befundlage bisher allerdings nicht eindeutig ist, müssen in diesem Zusammenhang weitere Studien folgen. Insbesondere kommt dem interdisziplinären Austausch zwischen der Psychologie und der Neurowissenschaft große Bedeutung zu, um das Flow-Erleben in seiner Komplexität in Zukunft besser zu verstehen. Schlüsselwörter: Flow-Erleben, Aufmerksamkeit und Konzentration, intrinsische Motivation, Gehirnstrommessung, Alpha-Zustand, Relaxation, Meditation, Mentales Training, Neuroplastizität. abstract The constructs awareness and concentration are central aspects of psychological factors. The automatic awareness can develop to automatic intensive concentration which is considered as a pre-stage of the flow experience. The flow experience is marked by the automatic concentration on the task, the transformation of space and time as well as being oblivious and characterizes peak performance. On an electroencephalographic level the flow experience correlates with alpha waves, which characterize a special state of mind on the continuum between sleep and over-arousal which can be described as “relaxed state of mind with contemporaneously concentration”. The purpose of this study was to examine the effect of psychological exercises on the flow experience in tennis. Although the quantitative analysis of the data did not show a statistic significant advancement (as expected) because of the small sample (N = 12) and the non-recurring practice, in the retrospective interviews could be found evidence that psychological exercises show a positive influence on the flow experience. We especially have to emphasize the relaxation techniques in line with psychoregulation. Because of the fact that the diagnostic findings are not well-defined, further studies have to succeed. Especially the interdisciplinary exchange between psychology and neuroscience is important to understand the flow experience in its complexity. Key words: Flow experience, awareness and concentration, intrinsic motivation, elektroencephalogramm, alpha waves, relaxation, meditation, mental training, neuroplasticity

    Autobiografische Formen des Selbstmanagments bei Bühnentänzerinnen und Bühnentänzern

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    Zusammenfassung Entgegen stereotyper Auffassungen über den Bühnentanz klassischer Prägung ent-wickeln Bühnentänzer/innen mit klassischem Ausbildungshintergrund spezifische Vor-stellungen über sich als Tänzer/in und die Bedeutung ihres Tanzens für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. In Bezug auf das berufliche Selbstkonzept wurden Verbal-daten zu drei Berufsphasen erhoben: • Ausbildungsphase: Studierende einer führenden Ausbildungsstätte des klassischen Tanzes (Transkriptionen nach einer Fernsehdokumentation des Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris von 2005) • Berufsphase: derzeit aktive Bühnentänzer/innen an deutschsprachigen Theatern (schriftliche Beantwortungen eines Fragebogens 2009) • Choreografiephase: ehemalige Bühnentänzer/innen, die ein autobiografisches Werk zur Aufführung gebracht haben, das sich mit ihrer Ausbildungs- und Berufsphase auseinandersetzt (Transkriptionen der Interviews 2009). Die Selbstbeschreibungen zum Aufbau des Berufszieles Bühnentänzer/in, der Erlangung und dem Erhalt einer Tätigkeit im Theaterbetrieb, das künstlerische Selbstverständnis und die berufliche Zukunftsgestaltung in der Welt des Tanzes wurden in einer explora-tiven Pilotstudie qualitativ ausgewertet. Erfolgreiche Bühnentänzer/innen entwickeln in der Regel von Kindheit an selbstständig professionelle Ziele, die sie kleinschrittig und konsequent zu erreichen suchen.Trotz häufiger körperlicher Einschränkungen und potentieller psychischer Belastungssituatio-nen favorisieren sie realitätsorientierte Lebenseinstellungen und einen rational geprägten Verbalisierungsstil. Reichen berufliche Anstrengung und adaptive Copingstrategien zum Stressmanagement nicht aus, um das eigene Tanzen als Lebensmittelpunkt zu erhalten, wird die bisherige Fokussierung um geeignete lebensweltliche Elemente erweitert. Entsprechende Selbstreflexionen können insbesondere in der Übergangsphase vom Tanz zur Choreografie in einer autobiografischen Choreografie ihren Ausdruck finden. Hier erweist sich die Lebensführung umso mehr als komplexes und auf früheren Erfah-rungen aufbauendes Selbstmanagement, das durch spezifische tanzbezogene Faktoren (z.B. die Entwicklung einer Lebensphilosophie) differenziert ausgestaltet wird. Bewusster als bei der Gruppe der aktiven Bühnentänzer/innen wird das eigene Tanzen auch mit therapeutischen Vorstellungen verbunden. Partiell lassen sich gesundheitlich selbstsor-gende Aspekte erkennen, die Parallelen zur Selbstmanagement-Therapie nach Kanfer/ Reinecker (aktives Problemlösen), der pädagogischen Kunsttherapie nach Richter-Rei-chenbach (biografische Selbstthematisierung im Kunstwerk) und der Lebenskunstphilo-sophie (in der Diskussion der Selbstformung nach Kipke) aufweisen. Aus autobiografi-schen Reflexionen werden so Ressourcen der Lebensbewältigung gewonnen, auf die bei persönlichen Grenzerfahrungen stabilisierend zurückgegriffen werden kann. Gleichzeitig bilden sie eine wesentliche Grundlage der künstlerischen Gestaltung, aus der im Arbeits-, Aufführungs- und Rezeptionsprozess retrospektiv Erkenntnisse und zukünftige Orientierungen hervorgebracht werden. Notwendige persönliche Veränderungen und Neugewichtungen künstlerischer und lebensweltlicher Herausforderungen über den Tanz zu reflektieren und dies zu kommunizieren, unterstützt das Erleben von Kongruenz innerhalb der Berufsidentität auch über das Ende der Bühnentanzkarriere hinaus. Gelingendes autobiografisches Selbstmanagement bei Bühnentänzerinnen und Bühnen-tänzern hängt davon ab, wie autonom die eigenen künstlerischen und lebensweltlichen Bedingungen über einen möglichst langen Zeitraum in Einklang zu bringen sind. Die Entwicklung von Distanzierungsfähigkeit gegenüber selbstschädigenden Effekten spielt dabei eine zentrale Rolle. Abstract Contrary to stereotypical views on classical stage dance, dancers with a classical training background develop specific perceptions about themselves as dancers and the relevance of their dance for their own personality development. To define the professional dancers’ self-concept, verbal data has been gathered. Qualitative methods have been applied to three study groups: • Educational Phase: young students of a leading educational institution of classical dance (transcriptions from a television documentary of the Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris in 2005) • Professional Phase: current active stage dancers at German theatres (written respon-ses to a questionnaire in 2009) • Choreography Phase: former stage dancers, who have demonstrated autobiographi-cal work, dealing with their training and professional phases (transcriptions of inter-views in 2009). The exploratory pilot study analyses mainly retrospective descriptions of the dancer’s career path, obtaining and maintaining a position in the theatre, the artistic self-under-standing and the career outlook in the world of dance. Successful stage dancers usually develop, from childhood, clear career goals which they seek to achieve consistently step-by-step. Despite frequent physical limitations and po-tential psychological stress situations, they favour a realistic attitude to life and a rational style of verbalisation. If professional effort and adaptive coping strategies for stress ma-nagement are not sufficient to maintain their own dancing in the centre of their life, appro-priate lifeworld elements will complement the previous focus. Respective self-reflections can be found in particular in the transition from dance to cho-reography expressed as autobiographical choreography. Here the lifestyle is proving all the more complex and based on previous self-management experience, which is deve-loped comprehensively and by dance-oriented factors (e.g. the specific representation of a life philosophy). Compared to group 2 the dancing is more aware of the idea of a therapeutic and self-caring component. Parallels with the self management therapy can be partially seen here after Kanfer/Reinecker (active problem solving), educational art therapy according to Richter-Reichenbach (biographical self-thematisation in artwork), and the philosophy of art of living (in the representation of continuous self-forming by Kipke). From autobiographical reflections biographical resources are extracted, which can have a stabilizing effect in critical life events. At the same time, they form the basis of artistic creation, which are produced in the work, performance and its reception of biographical evidence and future directions. Necessary changes and adjustments of artistic and per-sonal lifeworld challenges to reflect on the dance and to communicate this, the experien-ce of congruence in the professional identity extends beyond the professional dance career phase. Successful autobiographical self-management of stage dancers depends on bringing one's own autonomous artistic and everyday life over a potentially long period. The development of this distancing ability to self-defeating effects plays a central role

    Zum Umgang mit Wissen und Informationen in Nonprofit-Organisationen.Eine organisationstheoretische Betrachtung von Sportverbänden.

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    Der Stellenwert von Wissen und Informationen in Organisationen im Allgemeinen und in Sportverbänden im Speziellen ergibt sich aus ihren Eigenschaften als Problemlösungsinstanzen gelten zu können, eine Orientierungsfunktion zu besitzen und damit über eine Potentialität zur Erreichung von gesetzten Zielen zu verfügen (vgl. Mittelstraß, 2000, S. 7). Wohl gerade auch vor dem Hintergrund eines beschleunigten sozialen Wandels, der aufgrund anwachsender Kontingenzen und Alternativen zu einem steigenden Informationsbedarf führt (vgl. Rosa, 2005, S. 129-134 und 411), wird der intentionalen Beeinflussung von Wissens- und Informa-tionsprozessen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Aus einer solchen Perspektive erscheint der gezielte Umgang mit Wissen und Informationen jedoch nicht ausschließlich auf bestimmte Wissensbestände abzuzielen, sondern letztlich auch auf die Fähigkeit eine bestimmte Praxis aufrechtzuerhalten und sich damit an veränderte Umweltbedingungen anpassen zu können (vgl. Neuweg, 2007, S. 400). Für eine intentionale Beeinflussung von Wissen und Informationen erscheint es wichtig die Ebenen und Kontexte zu beachten, in denen Personen in Organisationen agieren und inter-agieren. Wichtige organisationale Ebenen sind dabei die individuelle, die kollektive, die ge-samtorganisationale und die supraorganisationale Ebene. Als relevante Kontexte ergeben sich die „organisatorisch-instrumentelle Infrastruktur“, die „Kompetenzen der Mitarbeiter“, die „Formen des vorhandenen Wissens bzw. der vorhandenen Informationen“ und die „Struktur der Lernprozesse“. Im Rahmen der Betrachtung von Wissens- und Informationsprozessen in Sportverbänden zeigt sich, dass bürokratische und professionelle Strukturen (vgl. Gukenbiehl, 2000, S. 88-89; Scott, 1968, S. 202-204) eng miteinander verschränkt sind, und damit beide Strukturelemente Einfluss auf die Wissens- und Informationshandhabung nehmen. Die erhebliche Bedeutung impliziter Wissensbestände für die organisationale Praxis von Sportverbänden und die in ihr getroffenen Entscheidungen, die sich daraus ergebende Perso-nengebundenheit von entscheidungsrelevanten Informationen, die Wichtigkeit informeller Kontakte für den Austausch und eine verstärkte Orientierung der Mitarbeiter an verbandsin-ternen Informationen lassen sich als die wissens- und informationsbezogene Kristallisation professioneller verbandlicher Strukturen deuten. Hingegen sind mehr oder weniger definierte Ordnungsprinzipien beim Umgang mit Wissen und Informationen sowie festgelegte Informa-tionsaufbereitungsverfahren zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern bzw. zwischen Verbandsmitarbeitern und -mitgliedern als das Ergebnis bürokratischer Strukturen zu interpretieren. Bei dem Versuch der intentionalen Beeinflussung von Wissens- und Informationsprozessen in Organisationen gilt es mögliche Interventionen auf die bestehenden Spannungsfelder der je-weiligen Situation zu beziehen, da jede Interventionsentscheidung potentielle positive und negative Folgen bereits enthält (vgl. Romhardt, 1998, S. 61). Knowledge and information are of great importance for organizations in general and especial-ly for sports associations. This circumstance is based on the character of knowledge as an instrument for problem solving, on giving an orientation in decision making and on having a potential to achieve certain objectives (cp. Mittelstraß, 2000, S. 7). Against the background of an accelerated social change which induces an expanded information demand because of an increase of contingencies and alternatives (cp. Rosa, 2005, S. 129-134 and 411) the intentional influence of knowledge and information attracts more and more interest. From this perspec-tive the well-directed handling of knowledge and information is not only to be targeted on special areas of knowledge but also on the competency to maintain a code of practice in order to achieve an adaption to the environmental conditions (cp. Neuweg, 2007, S. 400). For the intentional influence of knowledge and information it seemed to be important to take into account the different levels and contexts in which individuals in organizations operate and interact with each other. Important organizational levels are the individual, the collective, the overall organizational and supra-organizational level. Furthermore the “organizational-instrumental context”, the “competencies of the employees”, the “mode of the available knowledge respectively the available information” and the “structure of learning processes” are considered as important contexts. In line with the reflection of knowledge and information processes in sports associations it becomes apparent that bureaucratic and professional structures (cp. Gukenbiehl, 2000, S. 88-89; Scott, 1968, S. 202-204) are closely connected so that both structural elements effect the handling of knowledge and information. Different findings could be interpreted as a result of professional structures in sport associa-tions working with information and knowledge everyday. These research results are the great importance of tacit knowledge for the organizational code of practice of sports associations as well as for the executed decisions in these associations, the close ties of crucial information to single employees as an consequence of the partial tacit character of knowledge, the importance of informal contacts for the information exchange and an increased orientation of the employees on internal information. In contrast other findings appear to be an outcome of bu-reaucratic structures. These bureaucratic structures produce more or less defined principles of order for handling information and constitute determined preparation processes for informa-tion in order to be valid for the communication between full-time and voluntary employees or also for the communication between the employees of associations and the members of asso-ciations. Every intentional influence of knowledge and information processes in organizations has to take special contexts of single situations into account and should balance between dif-ferent opposing poles. This kind of balance is of such an importants because every decision for an intervention already contains potential positive and negative outcomes as it is illustrated in the model of the Intervention Quadrants (cp. Romhardt, 1998, S. 61)

    Derivate im Risikomanagement von Fußballunternehmen

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    Zusammenfassung Dissertation: Auf der einen Seite erzielen Fußballunternehmen im In- und Ausland seit Jahren steigende Erlöse. Auf der anderen Seite reißen Berichte über hoch verschuldete und kurz vor der Insolvenz stehende Clubs nicht ab. Als prominente Beispiele der jüngsten Vergangenheit aus dem deutschen Fußball gelten hierbei der FC Schalke 04, Arminia Bielefeld sowie der TSV 1860 München. Die finanziellen Schwierigkeiten sind oftmals der Tatsache geschuldet, dass die Erlöse der Fußballunternehmen deutlich stärker vom sportlichen Erfolg abhängen als die Aufwendungen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, anhand verschiedener Strategien aus dem Risikomanagement diese Abhängigkeitsbeziehung zu reduzieren. Hierzu werden zum einen Strategien, die aktuell von den Fußballunternehmen angewandt werden, um insbesondere die Einnahmen unabhängiger vom sportlichen Werdegang der Clubs zu gestalten, auf Ihre Effizienz hin zu überprüfen. Zum anderen wird im zweiten Teil der Arbeit mit derivativen Instrumenten eine Alternative vorgeschlagen und eingehend analysiert, die aktuell zwar im Risikomanagement der Unternehmen der Normalwirtschaft Berücksichtigung finden, jedoch nicht im Risikomanagement von Fußballunternehmen. Bei der Analyse bisheriger Strategien wie beispielsweise Diversifikationsstrategie, geschlossenes Ligasystem oder auch der Aufbau einer starken Marke wird deutlich, dass alle vorgestellten und diskutierten Strategien das Ziel der Arbeit, das wirtschaftliche Risiko der Fußballunternehmen zu reduzieren und die Einnahmen unabhängiger vom sportlichen Erfolg zu gestalten, aus unterschiedlichen Gründen nicht erreichen bzw. andere Risikoquellen hervorrufen. Aus diesem Grund wird anhand der derivativen Instrumente eine Alternative vorgeschlagen. Die Effizienz dieser Instrumente wird anhand einer Einperioden- sowie einer Mehrperiodenbetrachtung analysiert. Von den in der Analyse berücksichtigten Derivaten – Forwards, Swaps sowie Optionen – stellen sich die Optionen als die beste Alternative zur Reduzierung der Abhängigkeit des finanziellen vom sportlichen Erfolg bei Fußballunternehmen heraus. Nur diesen gelingt es, das Risiko zu reduzieren ohne dass sich dabei die Einnahmen signifikant verringern. Abstract: National and international football clubs realise increasing revenues for a long time. In contrast reports about highly indebted clubs do not rupture. Prominent examples in the recent past from German Football are FC Schalke 04, Arminia Bielefeld and TSV 1860 München. Financial distress often happens because of dependency of revenues from sporting results. The aim of this thesis is to reduce this dependency by the help of adequate strategies. For this different strategies were analysed, which are applied by football clubs to get revenues more independently from sporting results. In addition in the second part of this thesis derivative instruments will be propose as an alternative. In opposition to football clubs derivatives are taken into consideration in the context of risk management in other sectors of the economy. By analysing actual strategies like diversification, closed league systems or development of a strong brand it is to notice that all presented and discussed strategies do not reach the aim of the thesis to reduce the economic risk of football clubs and to gain revenues more independently from sporting criteria. For this reason with the help of derivatives an alternative is proposed. The efficiency of these instruments is analyzed by a single period and a long period observation. From the included derivatives in the analysis – forwards, swaps and options – options are identified as the best alternative to reduce the dependency of financial from sporting success in football clubs. They are able to reduce the risk and to halt the revenues quite stable

    Gender-specific Mechanisms of Skeletal Muscle Regeneration & Adaptation

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    Abstrakt (deutsch) In meinen Studien habe ich den Einfluss von männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen auf Mechanismen der Skelettmuskelregeneration – und Adaptation untersucht. Das wichtigste Ergebnis dieser Untersuchungen ist der Befund, dass eine Substitution ovarektomierter (OVX) weiblicher Ratten mit natürlichen oder synthetisch hergestellten Estrogenen, speziell solche mit hoher Bindungsaffinität zum Estrogenrezeptor Beta (ERβ), regenerative Prozesse in der Skelettmuskulatur begünstigt. Männliche sowie weibliche Geschlechtshormone verändern die Myosinschwerketten (MHC) Expression der Skelettmuskulatur. Der Einfluss einer Behandlung mit 17β-estradiol (E2), dem Phytoestrogen Genistein (Gen), Estrogenrezeptor Subtyp selektiven Liganden (Alpha, Beta) in Kombination mit intensivem Training hängt von der Fasertypzusammensetzung der Muskulatur ab. Das wichtigste männliche Geschlechtshormone Testosteron, sowie die Designersteroide 19- Norandrostenedione (NOR) und Desoxymethyltestosterone (Madol) bewirken eine Veränderung der Typ II MHC Expression hin zu einer reduzierten MHC IIb und einer erhöhten MHC IId/x Expression. Dies zeigt, dass endokrine Faktoren die Muskelfaserzusammensetzung und das MHC Profil entscheidend modifizieren können. Die erhöhte Skelettmuskelmasse des Musculus levator ani nach der Behandlung mit dem ERβ selektiven Liganden 8β-VE2 (Beta), gemessen im Rahmen eines klassischen Hershberger Assays, ist ein starkes Indiz für die anabole Wirkung weiblicher Geschlechtshormone mit hoher Bindungsaffinität zum ERβ. Die Mechanismen verantwortlich für die anabolen Effekte durch Androgene und anabole Steroide wurden in kultivierten Myoblasten untersucht. Dihydrotestosterone (DHT) und Tetrahydrogestrinone (THG) regen sowohl die Myoblastenproliferation als auch die Differenzierung an. Regenerative Prozesse der Skelettmuskulatur weiblicher OVX Ratten nach Toxin-induzierter Verletzung werden durch E2, Gen und Beta angeregt. Mechanistisch verantwortlich hierfür sind veränderte chemotaktische Prozesse, eine verbesserte Satellitenzellaktivierung sowie eine Modulation der inflammatorischen Immunantwort. Die Abwesenheit des ERβ in ‘Knockout’ Mäusen (βErko) hat einen negative Einfluss auf regenerative Prozesse der Skelettmuskulatur. Die Ergebnisse meiner Arbeit unterstützen das Konzept, dass männliche und weibliche Geschlechtshormone regenerative und adaptative Prozesse der Skelettmuskulatur fördern. In my studies I have investigated key mechanisms involved in the regulation of skeletal muscle regeneration and adaptation by male- and female sex hormones. The most important finding of my research was the fact that substitution of ovariectomized (OVX) female rats with natural or synthetic estrogens, especially those with a high binding affinity to the estrogen receptor beta (ERβ) positively regulates skeletal muscle regenerative processes. Both male and female sex hormones were shown to alter the skeletal muscle myosin heavy chain (MHC) composition. The response of skeletal muscles to hormonal treatment with 17β-estradiol (E2), the phytoestrogen genistein (Gen), estrogen receptor isotype selective ligands (Alpha, Beta) and intense exercise depends on the muscle fiber type composition. The most important male sex hormone, testosterone as well as the designer steroids 19-norandrostenedione (NOR) and desoxymethyltestosterone (madol) caused a shift in the expression of the type II myosin heavy chain (MHC) isoforms towards reduced MHC IIb and increased MHC IId/x content in the absence of exercise. This shows that endocrine factors are able to influence muscle fiber composition and MHC expression, the major determinant of contractile properties, causing a shift in the MHC distribution of fast fibers towards reduced levels of the fast MHC IIb. The elevated muscle mass of the levator ani muscle after application of the ERβ selective agonist 8β-VE2 (Beta) analyzed by a classical Hershberger assay, is a strong indication for the anabolic potency of female sex hormones, especially those with a high binding affinity to the ERβ. Mechanisms responsible for the anabolic actions of androgens and anabolic steroids were elucidated in cultured myoblasts. In a complex, time-dependent expression pattern, dihydrotestosterone (DHT) and tetrahydrogestrinone (THG) stimulated both proliferation and differentiation of myoblasts. Regenerative processes in skeletal muscle of female rats were stimulated by E2, Gen and 8β-VE2 (Beta) after toxin-induced injury and involved satellite cell activation, modulation of the immune response and chemotactic processes. The absence of the ERβ in knockout mice (βErko) negatively influenced the muscle regeneration process. My results advocate the concept that male and female sex hormones are important for skeletal muscle health and regeneration by regulating satellite cell function as well as factors involved in immune responses and contractile properties

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