Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Elektronische Zeitschriften
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Computer-generated 3D models and digital storage for use in palaeontological collections, tested for xiphosurans of Eocene age from Saxony-Anhalt, Germany
Geologische und paläontologische Sammlungen sind oft unzureichend elektronisch erfasst, weshalb ein angemessener wissenschaftlicher Austausch oft erschwert wird bzw. nicht möglich ist. Sammlungsdatenbanken von Museen und Universitäten geben teilweise einen guten Überblick über die jeweiligen Sammlungsbestände, liegen jedoch häufig nicht in standardisierter Form vor und verfügen zudem über keine Visualisierungsmöglichkeiten. Ein Ansatz, dieses Problem zu lösen, ist die Erweiterung der Datenbankstruktur von „Specify 6“. Um die Anwendbarkeit zu testen, wurde eine Auswahl von Sammlungsstücken aus den Geologisch-Paläontologischen Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die im Institut für Geowissenschaften und Geographie in Halle (Saale) untergebracht sind und hier wissenschaftlich betreut werden, für diese Studie ausgewählt. Es handelt sich dabei um paläontologische Objekte, wie Xiphosuren (Schwertschwänze) aus dem Eozän von Sachsen-Anhalt, sowie um Teile der „Sammlung Johannes Walther“, die mit Hilfe eines Laserscansystems 3D-digitalisiert und in die modifizierte Datenbank eingepflegt wurden. Erste Ergebnisse zeigen, dass auf diesem Wege Wissenschaftler weltweit sehr schnell auf entsprechende Informationen zugreifen können und dass mit Hilfe der 3D-Scans zugleich erste Messungen und Visualisierungen möglich sind.Geological and palaeontological collections often suffer from an inability to disseminate samples and their scientific background appropriately. Databases of the collections of museums and universities already give good scientific overviews if they are set up properly, but they frequently lack standardization of the structure and visualization possibilities. To solve this problem, a new approach was started to enhance the standardized database structure of "Specify 6" to register geological and palaeontological samples in the collections of the Martin Luther University Halle-Wittenberg. To test the applicability, a subset of only a few samples was taken that comprised some of the most important fossils, including xiphosurans of Eocene age, and samples of the collection of Johannes Walther. To obtain realistic and accurate 3D models, this subset was digitalized with an inexpensive laser scanning technique. The results show that small amout of technical material and the highly differentiated structure of the hierarchical database "Specify 6" lead to a result that helps scientists all over the world to obtain the appropriate scientific background information about the samples and the possibility of obtaining their own measurements and interactive visualization of 3D scans
Räume durch geographische Exkursionen und Fragen erschliessen
Exkursionen zählen zu den traditionellen Methoden der Geographie. Sie dienen der Erkundung und Analyse von Räumen unter verschiedenen fachlichen Fragestellungen. Dabei kann die Methode des Fragenstellens eine bedeutende Rolle einnehmen, wenn Fragen direkt an den konkreten Exkursionsraum gerichtet werden. Ziel ist es dabei, dass sich Exkursionsteilnehmende intensiv und aktiv mit dem geographischen Raum auseinandersetzen. Potenziale dieser Methode sind weiterhin in der Betrachtung einer Landschaft unter der Perspektive von vier Raumkonzepten zu sehen. Ziel des Artikels ist es, Raumkonzepte sowie die Methode und Relevanz des Fragenstellens bei Exkursionen sowie konkrete Vorschläge für das Beispiel von Halle (Saale) vorzustellen.Field trips are concidered traditional methods of Geography. They are used for exploring and analysing the space based on different specific subject-related questions. The method of asking questions is an respence and important function when adressing the questions to the precise space. The main target of the participants of the field trip is to study and understand the space intensly and activly. Futhermore, the potencial of this method is concidered under the aspect of four space constructions. This article is aiming at introducing and presenting the method and the importants of forming questions during field trips and discussing precise proposals in order to draw the line to Halle (Saale)
Paragenetische und aufbereitungstechnische Untersuchungen silberhaltiger Erze der Baryt-Flussspatgrube „Clara“, Wolfach, Deutschland
In der weit über die Grenzen des Mittleren Schwarzwaldes hinaus bekannten Grube „Clara“ wird seit über 100 Jahren Schwerspat und seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts auch Flussspat abgebaut. Die Grube „Clara“ ist nicht nur für ihren außerordentlichen Mineralreichtum, sondern auch für ihre technischen Innovationen im Abbau und vor allem in der Aufbereitung der sehr komplex zusammengesetzte Roherze bekannt.
Die mehrphasig mineralisierten Gänge der Grube sind teilweise mit hohen Anteilen sulfidischer Erze durchsetzt. Die vorliegende Arbeit hatte die petrographisch-geochemische Untersuchung der sulfidischen Erze zum Ziel. Dabei lag der besondere Schwerpunkt auf dem in den Sulfiden enthaltenen Silber und einer möglichen optimierten Aufbereitung dieses als Silberspat bezeichneten Teils des Schwerspatganges.
Der Hauptsilberträger im Schwerspatgang ist tennantitisches Fahlerz, welches in den sehr stark sulfidisch vererzten Gangabschnitten Silbergehalte zwischen 0,5 und 2,5% aufweist. Es konnten noch weitere, sehr viel silberreichere Erzphasen identifiziert werden. Diese bestehen zum Teil aus einem antimonreicheren Fahlerz mit Silbergehalten bis über 8%, das von seiner Menge hat allerdings weniger bedeutend ist, einer Pearcit-Polybasit-Phase und dem Silber-Bismut-Sulfid Matildit. Pearcit und Matildit enthalten sehr viel höhere Gehalte an Silber von über 40% und tragen deswegen erheblich zum Gesamtsilberanteil des Schwerspatroherzes bei.
Durch sekundäre Oxidationsprozesse und/oder Umlagerungen innerhalb der Lagerstätte entstanden lokale Silberanreicherungen durch Silberglanz, Stromeyerit, gediegen Silber oder Silbereinlagerungen in Covellin und Chalkosin.
Die Silberkonzentration im Fahlerz ist unabhängig vom Arsen-Antimon-Verhältnis. Der deutliche Unterschied im Silbergehalt zwischen den silberreichen rissgebundenen Fahlerzen und dem Gros des Fahlerzes deutet auf eine zweite Fahlerzmineralisationsphase hin, die von dem bekannten Mineralisationsstil der höheren Sohlen abweicht. Die Fahlerzmineralisation entlang von Rissen im Nebengestein des Schwerspatganges tritt in der Grube ebenfalls erstmals unterhalb der 14. Sohle auf. In Chalkopyriten eingewachsene Fahlerze sind, im Gegensatz zu den umgebenden und in Fluorit eingewachsenen, relativ silberarm. Dieser Unterschied deutet auf die Zufuhr silberreicherer Lösungen im Laufe von fluoritischen Mineralisationsphasen hin.
In oxidativ veränderten Zonen sind in Covellin und Chalkosin geringere Silberkonzentrationen bis über 1% möglich. In den nur noch reliktisch vorkommenden und durch Kupfersekundärminerale gekennzeichneten Bereichen des Schwerspatganges kommt das früher in den Primärsulfiden gebundene Silber in elementarer Form von Silberlocken zwischen Malachiten vor.
Das Fahlerz im Bänderspat ist durch kleine Aggregate gekennzeichnet, die im Gegensatz zu den großflächig vererzten Abschnitten aber silberreicher sind. Peacirt wurde vorwiegend im massiven Sulfiderz gefunden. Matildit trott sowohl im Bänderspat als auch im massiven Schwerspat auf.
Die Fahlerze im Bänderspat sind sehr klein und daher schlecht mittels Flotation gewinnbar. Sie sind entweder im Inneren von Chalkopyritkristallen oder Baryt, seltener mit Quarz, verwachsen. Der zweite Silberträger im Bänderspat ist Matildit (Schapbachit).
Ein geringer Anteil an Metall(hydro)oxiden im Kläranlagesand und im Filterkuchen und die sehr kleine Korngröße der in diesen Bergestoffen enthaltenen reinen Sulfidkörner und ihre feine Verwachsung mit Fluss oder Schwerspat machen Gewinnung schwierig.
Bei dem weiter anhaltenden Trend der stetigen Erhöhung der Silbergehalte im Kupfer-Silber-Konzentrat, der primär durch den höheren Anteil an Silberkomplexsulfiden wie z.B. Pearcit, Polybasit oder Matildit hervorgerufen wird, unter räumlich immer größer werdenden Silberspatvererzung im Schwerspatgang ist zu erwarten, dass das bisher als Nebeneprodukt der Schwerspatflotation anfallende Silfidkonzentrat steigende wirtschaftliche Bedeutung erlangen wird. Die Aufbereitung des Roherzes wird dem Rechnung tragen müssen. Eine Erhöhung des Silbergehaltes im Fahlerz selbst trägt dieser Entwicklung nur untergeordnet bei
Die Bedeutung der fossilen Pollengattung Mediocolpopollis KRUTZSCH 1959 (fam. Santalaceae) für die Gliederung des Obereozän im mitteldeutschen Ästuar
Etwa 45 Profile (mit zusammen über 400 Einzelproben) aus dem ca. 3,8 Ma langen Obereozän sind palynologisch neu bearbeitet worden. Sie umfassen regional den südlichen Teil des mitteldeutschen Astuars. Sie stammen aus vielen ehemaligen Braunkohlentagebauen und aus zahlreichen Bohrungen. Die Erstuntersuchungen ab 1955 (durch diverse Autoren) all dieser Proben vollzogen sich in einem Zeitraum von etwa einem halben Jahrhundert.
Ab dem Jahr 2000 wurden methodisch neue Wege bei der Quantifizierung auch seltener Formen entwickelt, speziell für die Formen der Pollengattung Mediocolpopollis (Santalaceen). Im Ergebnis kann in ökoklimatischen und sequenzstratigraphischen Auswertungen die Zeit des Obereozän in Mitteldeutschland in 13 Abschnitte unterschiedlicher Dauer unterteilt werden: 6 davon in humiderer und 7 in etwas wechselfeuchter-sommertrockener Ausbildung, wobei sich in Letzteren mehrere zwischengeschaltete Erosionsphasen befinden. Es haben sich brackische und marine Einflüsse von Nordwesten her etappenweise in die versumpften (paralischen) Randgebiete in die von Süden kommenden Flussablagerungen vorgeschoben und damit vielfache fazielle Verzahnungen geschaffen. Erst im folgenden Unteroligozän wird dann nach einer verbreiteten Schichtlücke fast das gesamte Gebiet weitgehend flächenhaft von marinen (nicht entkalkten) Bildungen von Norden her überlagert, wobei im Südosten an der Basis ein palustrischer Randsaum entsteht. Zur Erläuterung sind 7 paläogeographische Darstellungen beigefügt
Der Eichberg bei Memleben, Burgenlandkreis: Erkenntnisse zur mehrtausendjährigen Nutzungsgeschichte auf der Grundlage einer archäologischen Ausgrabung, archäologischer Feldbegehungen und eines Laserscans
Im Zusammenhang mit der Ausgrabung eines stein-/bronzezeitlichen Grabhügels, der durch Raubgrabungen beschädigt worden war, wurden die anthropogenen Geländestrukturen auf dem Eichberg bei Memleben, Burgenlandkreis, im Rahmen archäologischer Feldbegehungen und durch Analyse eines LIDAR-Laserscans erfasst. Festgestellt wurden weitere Grabhügel, Hohlwege, Meilerplätze, Steinbrüche, Grenzwälle und Ackerterrassen. Die anthropogenen Geländerelikte geben Hinweise zur Landschafts- und Nutzungsgeschichte des Eichberges seit dem Neolithikum.Anthropogenic landscape structures were recorded by archaeological field surveys and analysis of the LIDAR-Laserscan during the rescue excavation of a Neolithic to Bronze Age burial mound on the Eichberg hill near Memleben, Burgenlandkreis, which had been damaged by illegal excavation. This led to the discovery of further burial mounds, hollow ways, remains of charcoal kilns, quarries, boundary banks und terraces of arable fields. These anthropogeniclandscape markers illustrate the landscape history and particularly anthropogenic land use of the Eichberg since Neolithic times
Symmetrien Die 32 Punktgruppen Minerale und ihre Formen: التماثل ـ الإثنتا والثلاثون مجموعة نقطية ـ المعادن وأشكالها
Über das Vorkommen des Schmalblättrigen Federgrases, Stipa stenophylla Cern., im nördlichen Harzvorland
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