Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Elektronische Zeitschriften
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    Fernerkundung und Geographische Informationssysteme: Zwei einander ergänzende Disziplinen

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    Zur Überwachung des ökologischen Systems Erde können Fernerkundung und GIS wertvolle Dienste leisten. In diesem Beitrag werden mehrere umweltrelevante Projekte (Bodenfeuchte aus ERS-Scatterometer-Daten, Gletscherkataster, Bewirtschaftung der Wasservorräte Wiens, Renaturisierungen, Deponieüberwachung, Landnutzung und ihre Veränderung) vorgestellt, die am Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (l.P .F.) bearbeitet wurden.Remote sensing and GIS may serve as valuable means for monitoring the ecological system Earth. In th is article several projects relevant to environmental matters and carried out at the Institute of Photogrammetry and Remote Sensing (1.P.F.) are presented (soil moisture from ERSscatterometer data, glacier catastre, management of water supply of the City of Vienna, re-naturalisation,monitoring of dump sites, landuse and its change)

    Operationalisierung einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung

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    Die Ambivalenz des Leitbildes nachhaltiger Siedlungs- und Stadtentwicklung wird am Beispiel der Auseinandersetzung um zentrale und dezentrale Siedlungskonzepte diskutiert. Sie zeigt, daß bereits bei der Konkretisierung des Paradigmas der nachhaltigen Stadtentwicklung und spätestens bei seiner Umsetzung die latent vorhandenen Konflikte zwischen den ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen aufbrechen und den gesellschaftlichen Konsens über die Bedeutung des Leitbildes wieder in Frage stellen. Die Operationalisierung des Leitbildes ist deshalb auf konsensfähige Ziele und Indikatorenangewiesen, die den Beitrag konkreter Einzelprojekte zum Globalprojekt nachhaltiger Entwicklung er- und vermitteln können. Die Auswahl geeigneter Indikatoren sollte deshalb bestimmten methodischen Anforderungen genügen und im Rahmen partizipativer Entscheidungs- und Planungsprozesse erfolgen. Am Beispiel der Modellstadt Münster im Forschungsprogramm "Städte der Zukunft" des BMBau wird die systematische Ableitung eines komplexen und politisch verbindlichen lndikatorensystems für die nachhaltige Stadtentwicklung vorgestellt und kurz bewertet.The controversial discussion about the ideal urban size and density serves to illustrate the ambivalence of the concept of sustainable urban development. The latent conflicts between its economic, environmental and social dimensions will surface and question the general consensus about its relevance as soon as the concept is being put into practice. To support its implementation generally acceptable objectives and indicators are required in order to quantify and illustrate the contribution of practical individual projects to the global project of sustainable development. Appropriate indicators have to be selectedaccording to methodological standards and in a participative planning environment. The German city of Münster which is a model city in the research programme "Cities of the Future" of the Federal Planning Ministry serves as a case to illustrate and evaluate the definition of a complex and politically accepted system of indicators for sustainable urban development

    Boden-Umweltstandards für Schwermetalle und Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) am Beispiel von Großsiedlungen in Halle und Leipzig

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    Urbane Böden unterliegen infolge punkthafter und diffuser städtischer Immissionen Belastungen, die auf längere Dauer zur Schädigung des Ökosystems an einzelnen Standorten führen und unter Umständen sogar zur Gefahr für die städtische Bevölkerung werden können. Basierend auf eigenen Untersuchungen an 32 Standorten in den Großsiedlungen Halle-Neustadt, Halle Silberhöhe sowie Leipzig-Grünau und den Ergebnissen des Schwermetalleintrags in ein Jahr lang exponierte Kontrollböden, werden für diese drei Untersuchungsgebiete Umweltstandards für Schwermetalle und Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) berechnet und Parameter eines standardisierten Untersuchungsprogrammes abgeleitet.As a result of selective and diffuse immissions urban soils can be polluted until then the ecosystem could be damaged in separate locations or it could be a danger for the urban inhabitants. Based on own investigations of 32 typical locations in the modern estates Halle-Neustadt, HalleSilberhöhe and Leipzig-Grünau and the results of the input of heavy metals in through one year exposed soils environmental-standards for heavy metals and PAH are calculated and parameters for a standardised investigation-program are deduced

    HANS GALLWITZ, Member of Leopoldina, the German Academy of Natural Scientists

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    Seit 1946 lehrte der Geologe HANS GALLWITZ in Halle und war an der Universität und in der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina engagiert tätig. Sowohl im Kollegenkreis der Fakultät als auch im Kreis der halleschen Leopoldinamitglieder war er sehr geschätzt und übernahm in beiden Institutionen wichtige Funktionen als Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät bzw. als Sekretär der Naturwissenschaftlichen Abteilung der Leopoldina. An der Universität kam er aus politischen Gründen in Konflikte. Eine erste große politische Auseinandersetzung mit der Universitätsleitung ergab 'sich 1953, als die FDJ (Freie Deutsche Jugend) eine Kampagne gegen die Studentengemeinde durchführte. 1958 wurde gegen GALLWITZ ein Disziplinarverfahren angestrengt, weil er einem jungen Studenten eine Westreise „unberechtigt“ befürwortet hatte. Ein weiterer Vorwurf erwuchs ihm aus seiner Mitgliedschaft im „Spirituskreis‘“ , der 1958 in einer außerordentlichen Senatssitzung verboten wurde. Der massive politische Druck, der auf GALLWITZ lastete, bewegte ihn dazu, eine Dienstreise nach Wien anzutreten, obwohl er nach ärztlichem Rat aus gesundheitlichen Gründen nicht hätte fahren sollen. Auf der Rückreise von der Tagung in Wien, wo er auch die Leopoldina vertreten hatte, starb HANS GALLWITZ.After arriving in Halle in 1946, HANS GALLWITZ became an active member of the Martin-LutherUniversity and Leopoldina, the German Academy of Natural Scientists. He was valued by his colleagues in both institutions and held several important positions, including Dean of the University and Secretary of the scientific section of the Academy. He had political difficulties at the university, beginning in 1953, when the East German youth organization FDJ campaigned against students who established an ecclesiastical student group. In 1958, GALLWITZ was the object of a politically motivated disciplinary investigation, partly because of his association with the "Spiritus" group, which was dissolved in the same year by a special meeting of the academic senate of the university. Under political pressure, GALLWITZ attended a meeting in Vienna, despitepoor health and against his doctor's advice. He died on the return journey from Vienna

    65. Geburtstag von Prof. Dr. habil. MAX SCHWAB

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    Memories of HANS GALLWITZ in photographs

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    Urban groundwater: a new research field in hydrogeology?

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    „Urbanes Grundwasser“ ist seit 1993 Gegenstand von lebhaften Aktivitäten der „Commission on Groundwater in Urban Areas“ (CGUA) der Internationalen Assoziation der Hydrogeologen (JAH). Es werden Angaben zum Inhalt dieses Ressorts gemacht und Entwicklungen aufgezeigt, die für die kommenden Jahre und Jahrzehnte auf internationaler Ebene zu erwarten sind. Urbane Hydrogeologie erscheint danach ein vielversprechendes zukünftiges Forschungsfeld.Urban groundwater is the subject dealt with by the Commission on Groundwater in Urban Areas (CGUA), which was get up by the International Association of Hydrogeologists (IAH) in 1993. Information is given on the work of the Commission and the trends of future development at international level. Urban hydrogeology appears to offer a rich field of research for generations to come

    Analysis of the concealed basement in the Altenburger Land and the geotectonic setting of the surrounding area (Thuringia)

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    Das verdeckte Grundgebirge des Altenburger Landes im Grenzgebiet zwischen Thüringenund Sachsen wird anhand der Resultate von Bohrungen der Uranprospektion dargestellt und mit dertektonischen sowie lithostratigraphischen Situation in den Nachbargebieten verglichen. Die Entwicklung tektonischer Palimpseststrukturen sowie die blocktektonische Gliederung werden diskutiert. Die stratigraphische und tektonische Entwicklung weisen im Altenburger Teilblock signifikante Unterschiede gegenüber derjenigen im Zeulenrodaer Teilblock auf. Im Kambrium bis tiefstem Ordovizium ist die Sedimentationsrate doppelt so groß, im restlichen Ordovizium dagegen nur halb so groß wie im Zeulenrodaer Teilblock. Die „reußischen“ und „bretonischen“ Krustenbewegungen haben ähnlich wie im Greizer Gebiet zu weitgehend diskordanter Lagerung geführt, während im Zeulenrodaer Teilblock nur akkordante Lagerung bekannt ist.An analysis of the basement in the Saxothuringian Zone is presented for part of the borderland between Thuringia and Saxony based on the results from deep boreholes, drilled for uranium prospecting, and comparision of the tectonic and lithostratigraphic setting of the neighbouring areas. The existence of palimpsest structures and the regional tectonic framework are discussed. The stratigraphic and tectonic evolution in the Altenburg block is different from the Zeulenroda block. The tectonic movements in the Altenburg block are responsible for the discordant bedding, in contrary to the concordant bedding in the Zeulenroda block

    The “Parkhöhle‘“ - a new, underground geolocical and mining museum in Weimar

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    Im Untertagemuseum „Parkhöhle“ in Weimar ist einer der jungpleistozänen Travertine des Ilmtals mit den darunterliegenden Terassensedimenten einer eiszeitlichen Ilm vorzüglich aufgeschlossen und seit 1996 öffentlich zugänglich.The “Parkhöhle“ underground museum in Weimar was opened to the public in 1996. It offers excellent exposures of one of the Late Pleistocene travertines of the Ilm valley, as well as the underlying terrace deposits laid down by the River Ilm during Glacial times

    Bericht über das Gedenkkolloqium und Absolvententreffen am 22. und 23. November 1996

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