Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Elektronische Zeitschriften
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Leaking sewers and the consequences or soil and groundwater - detection, quantification and assessment
Erhebungen zeigen, daß Kanalnetze z.T. starke bauliche Mängel aufweisen und daß durch Undichtigkeiten Grundwasser- und Bodenkontaminationen zu befürchten sind. Die Auswertung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Detektion und Quantifizierung von Abwasserexfiltrationen aus undichten Kanälen durch hydrogeologisch-hydrogeochemische, hydraulische und geophysikalische Methoden ermöglicht eine zusammenfassende Bewertung im Hinblick auf Anwendung und Aussage der jeweiligen Verfahren. Ergebnisse aus hydrochemischen und geochemischen Untersuchungen zur Exfiltration von überwiegend häuslichem Schmutzwasser werden dargestellt. Als Randbedingungen sind unterschiedlichste Schadensarten und -klassen in Sohl-, Kämpfer- und Scheitellagen des Rohrquerschnitts sowie die Untergrundverhältnisse, die schwer bis gut durchlässige Sedimente bei Grundwasserständen < 50 cm bis 500 cm unterhalb der Rohrsohle umfassen, berücksichtigt. Anhand von Leitparametern wurden Abwasserinhaltsstoffe in der unmittelbaren Umgebung, insbesondere von schweren Schäden nachgewiesen. Sie sind auf eine nur wenige dm müächtige Infiltrationsschicht beschränkt, im Grundwasser jedoch nicht belegt.Umweltrelevante Stoffbelastungen schränken die multifunktionelle Nutzungsmöglichkeit von Aushubmassen bei Kanalbaumaßnahmen ein.Surveys have shown that sewer systems are quite often damaged, causing a pollution hazard for soil and groundwater. Hydrogeological, hydrogeochemical, hydraulic and geophysical methods for the detection and quantification of leaked sewage have been compared. The main results of the project are illustrated using case studies on liquids leaked from sewers carrying mainly domestic waste water and exhibiting different types and categories of damage at he bottom, sides and top of the pipe. The condition of the underlying soil was characterized, i.e. sediments of variable permeability, ranging from good to poor, with groundwater levels of less than 50 cm to as much as 500 cm below of the pipe bottom. Using indicator parameters, waste waterconstituents were detected in the immediate vicinity of categories 0, 1 and 2 damage. Infiltration is limited to a zone only a few tens of centimetres thick, so that the occurrence of environmentally relevant concentrations is assumed to be mainly confined to the damage categories mentioned. Nevertheless, such contamination limits the possible uses of soil excavated during sewer reconstructio
Structure and evolution of Mesozoic fault zones in southwestern Altmark
Der Bau der mesozoischen Störungszonen in der Südwest-Altmark wurde anhand zahlreicher Bohraufschlüsse und reflexionsseismischer Vermessungen detailliert bearbeitet sowie ihr strukturelles Inventar und ihre Entwicklung für die Teilstockwerke Subsalinar, Salinar (Zechstein) und Suprasalinar rekonstruiert. Die im Kartenbild einheitlichen Störungszonen des suprasalinaren Deckgebirges sind intern sehr unterschiedlich gebaut. In NW - SE bzw. in W - E Richtung überwiegen lineare, kompressiv überprägte Deformationszonen, z. T. mit Salzdurchbrüchen. In N - S bzw. NNE - SSW Richtung dominieren Weitungsstrukturen. An Durchkreuzungen der Hauptrichtungen brachen Salzdiapire durch. Die meridionalen Störungen in der West-Altmark-Scholle folgen dem Gifhorner Tiefenbruch, die Störungen mit W - E Streichen in der Zentralen Altmark-Scholle und mit NW - SE Streichen in der Südwest-Altmark-Scholle dem Gardelegener Abbruch als tektonischen Leitlinien. Die Störungszonen entstanden mehraktig. Altkimmerische Bewegungen sind nur in der West-Altmark festgestellt worden (bereits Salzdiapirismus). Die jungkimmerischen Weitungsstrukturen wurden während der Oberkreide (subherzynisch-laramische Bewegungen), der Zeit der intensivsten Strukturbildung, kompressiv umgeformt. Dieser Beanspruchungswechsel war mit tektonischen Inversionen verbunden, wodurch aus Abschiebungen Rückaufschiebungen entstanden. Die Vertikalbewegungen waren von horizontalen Scherungen begleitet. Sie fügen sich den aus den Spannungsfeldern für Mitteleuropa abzuleitenden Bewegungsbildern ein.Die Hauptstrukturzonen des Suprasalinars liegen über Schollenrampen des Subsalinars. Ihre Deformation wurde durch bruchtektonische Impulse aus dem Untergrund verursacht. Grundsätzlich ist der Rückschluß aus der strukturellen Entwicklung im Suprasalinar auf diejenige im Subsalinar möglich.The structures of the Mesozoic fault zones in the SW Altmark were determined from detailed investigation of numerous wells and reflection seismic surveys. The paper deals with the reconstruction of the different tectonic levels and their structural evolution: the pre-salt rocks, the Zechstein salt, and the post-salt rocks. The fault zones in the post-salt cover appear to be structurally similar on the map, but in fact they are of very different type. The tensional NW - SE and W - E faults are subsequently superimposed by a compressive phase which was locally accompanied by salt diapirism. The N - S and NNE - SSW faults are dominantly tensional structures. At the intersections of the main faults, salt diapirs have penetrated the cover. In the West Altmark block the N -S fault zones follow the Gifhorn fault zone, while the E - W faults in the Central Altmark block and the NW - SE faults in the SE Altmark block are associated with the Gardelegen fault. Both the Gifhorn fault zone and the Gardelegen fault are major, deep structures of regional extent. The fault zones have a multiphase development. Early Kimmerian tectonic movements are only observed in the West Altmark region (early salt diapirism). The late Kimmerian tensional structures were superimposed by compressional forces during Late Cretaceous times (Subhercyman-Laram1de events). The change in tectonic stress was accompanied by tectonic inversion which caused backthrusting. The vertical movements were accompanied by horizontal shearing. These observations agree with the pattern of movements derived from the stress fields of Central Europe. The main structural zones of the post-salt cover are situated above block ramps in the pre-salt beds. Their deformation was caused by tectonic movements in the basement. In principle it is possible to draw conclusions about the structural evolution of the pre-salt rocks on the basis of the structural history of the post-salt rocks
The Brandenburger Method - a concept for disposal of non-recyclable waste in the State of Brandenburg
Abfälle, die nicht vermieden oder verwertet werden können, müssen behandelt und umweltgerecht beseitigt, d.h. deponiert werden. Der Bundesgesetzgeber schreibt durch die Technische Anleitung Siedlungsabfall, Anhang B, durch den Parameter Glühverlust < 5 % mittelbar die thermische Abfallbehandlung spätestens ab dem 1. Juni 2005 vor. Das Land Brandenburg empfichlt dagegen seinen Körperschaften als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger (Landkreise, kreisfreie Städte, Abfallzweckverbände) die Planung sog. alternativer, d.h. mechanisch - biologischer (kalter) Abfallbehandlungsanlagen aus Gründen der besseren Wirtschaftlichkeit sowie der größeren Flexibilität unter den spezifischen Bedingungen eines dünn besiedelten Flächenlandes.Waste that cannot be avoided or recycled must be processed and disposed of in an environmentally friendly way; normally this means on a landfill. Federal law states in the Technical Guidelines on Municipal Waste (Appendix B) that, by the 1 June 2005, this kind of waste should be processed so that loss on ignition (LOJ) is < 5 %, thus making incineration more or less obligatory. However, the Federal State of Brandenburg recommends ist counties, urban boroughs and waste-disposal associations, all public bodies reponsible for the safe disposal of wastes, to draw up plans for a different method. This so-called alternative method consists of cold, mechanical and biological processing of wastes in special facilities and promises to be more economical and more flexible under the prevailing conditions, i.e. in the sparely populated lowlands of Brandenbur
Untersuchung zu den natürlichen Schwermetallgehalten von Lößen im mitteldeutschen Raum
Im Rahmen einer Diplomarbeit (BIERING 1998) wurden Lößproben (aus dem CcHorizont) von 23 unterschiedlichen Standorten der mitteldeutschen Lößprovinz hinsichtlich ihrer natürlichen Schwermetallgehalte untersucht. Vorrangiges Ziel war es, nicht nur die absoluten Metallgehalte (Königswasseraufschluß) zu ermitteln, sondern vor allem zu prüfen, ob sich diesbezüglich Unterschiede zwischen den einzelnen Lößsubprovinzen ergeben. Neben den Schwermetallen wurden auch die Textur und die Karbonatgehalte bzw. pH-Werte in diesen Vergleich einbezogen. Die Ergebnisdiskussion erfolgte zum einen auf der Basis jeder einzelnen Lößsubprovinzen, zum anderen wurden diese miteinander verglichen. Dabei zeigten sich sowohl bei den Karbonat- als auch bei den Schwermetallgehalten signifikante Unterschiede. Diese lassen einen West-Ost-Gradienten erkennen. Ursächlich sind hierfür einerseits rezente sowie paläoklimatische Differenzen zwischen den Untersuchungsräumen verantwortlich. Zum anderen geben die Befunde auch Hinweise auf mineralogischen Variationen. Diese werden durch die Genese der äolischen Ablagerungen verursacht.In the framework of a diploma study (BIERING 1998), and using loess probes (from the Cchorizon), an investigation was undertaken to determine the variations in heavy metal concentrations at 23 different loess locations in eastern Germany. The main aim was not only to determine the heavy metal concentrations using nitric acid but also, above all other factors, to determine and compare any signifikant variations between the individual loess provinces. Near to the heavy metals, the carbonate content, texture and pH-values were also included in this comparison. Discussion of the results was given first for every individual loess subprovince, and then by comparison of each province with all others across the whole region. In this way signifikant variations in both carbonate concentration and heavy metal concentration could be compared and contrasted. These results revealed the presence of an east-west gradient. Both the Recent and Palaeo climate differences across the investigated region play a role in causing th is gradient. The results also provide clues to the mineralogical variation, generated by the aeolian deposition conditions of the loess
On the fauna of hoppers, true bugs and psyllids of Palatine, Germany (Hemiptera: Auchenorrhyncha, Heteroptera und Psylloidea)
Die 27. mitteleuropäische Zikadentagung fand vom 16.-18. Juli 2021 in Landau, Rheinland-Pfalz, Deutschland, statt. Beprobt wurden mehrere für die Region typische Lebensräume: ein Binnendünengebiet, eine neu geschaffene Waldweide mit Quellmoor im Pfälzerwald, extensiv genutzte Streuobstbereiche mit Schafbeweidung sowie Rinderweiden entlang des Flusses Queich westlich von Landau. Insgesamt wurden 188 Zikaden-, 35 Wanzen- und 14 Blattfloharten gesammelt. Zu den seltenen und ungewöhnlichen Arten gehörten Sardius argus auf einer extensiv genutzten Streuobstwiese und Scottianella dalei im Quellmoor. Viele der nachgewiesenen Arten sind Bewohner artenreicher Grünlandbereiche und durch die Intensivierung der Landwirtschaft bedroht. Sie sind auf eine extensive Bewirtschaftung ihres Lebensraums durch Beweidung oder Mahd und einen geringen Nährstoffgehalt angewiesen.The 27th Central European Auchenorrhyncha meeting took place in Landau, Rhineland-Palatinate, Germany, on 16-18 July 2021. Several typical habitats for the region were sampled: an inland dune area, a newly-created wood pasture with a spring mire in the Palatinate Forest, two extensively used orchard areas, as well as riparian pastures along the river Queich. In total, 188 Auchenorrhyncha species, comprising 29 % of the German fauna, were collected. In addition, 35 Heteroptera species and 14 Psylloidea species were found. Rare and unusual hopper species for Germany include Sardius argus in an extensively used traditional orchard area and Scottianella dalei in a spring mire. Many of the species that were collected depend on species-rich grasslands, an extensive management and low nutrient levels. They are thus threatened by agricultural intensification and the abandonment of traditional management practices and subsequent shrub encroachment
Leafhopper diversity in home gardens – results of a survey in four countries across Europe (Hemiptera, Auchenorrhyncha)
Despite urbanisation being one of the main drivers of habitat destruction and biodiversity loss, home gardens can provide habitat for a wide range of species. Here we report the results of a leafhopper survey in 12 gardens in four European countries (Germany, Serbia, Austria and Bulgaria). Sampling was conducted in a semi-standardised way across the summer 2020. In total, 143 Auchenorrhyncha species with 2,361 adult specimens were recorded, including several red-listed species. The number of species per garden varied between 9 and 58. On average, around 26 species were found. Leafhopper diversity was positively influenced by garden area, age, plant diversity, extensive management and the cover of forests and parks in the surroundings, but also by the number of sampling dates. We conclude that extensively managed home gardens across Europe can support diverse communities of leafhoppers which is crucial in times of severe insect declines.Despite urbanisation being one of the main drivers of habitat destruction and biodiversity loss, home gardens can provide habitat for a wide range of species. Here we report the results of a leafhopper survey in 12 gardens in four European countries (Germany, Serbia, Austria and Bulgaria). Sampling was conducted in a semi-standardised way across the summer 2020. In total, 143 Auchenorrhyncha species with 2,361 adult specimens were recorded, including several red-listed species. The number of species per garden varied between 9 and 58. On average, around 26 species were found. Leafhopper diversity was positively influenced by garden area, age, plant diversity, extensive management and the cover of forests and parks in the surroundings, but also by the number of sampling dates. We conclude that extensively managed home gardens across Europe can support diverse communities of leafhoppers which is crucial in times of severe insect declines
Untersuchungen über das Morphoklima in einem subarktisch-ozeanisch geprägten Periglazialgebiet in Ost-Island {Austfiröir, Austdalur)
Im Rahmen prozeßgeomorphologischer Untersuchungen erfolgt die Kennzeichnung des gegenwärtigen Klimas bis heute noch häufig ausschließlich über monatliche und jährliche Mittel- bzw. Summenwerte der Windgeschwindigkeit, der Temperatur und des Niederschlages. Da die meisten geomorphologischen Prozesse jedoch aus diskreten Prozeßereignissen bestehen, die nur wenig bzw. keinen Bezug zu derartigen meteorologischen Mittel- und Summenwerten aufweisen, ist eine aus geomorphologischer Sicht sinnvollere statistisch-quantitative Auswertung von meteorologischem Rohdatenmaterial erforderlich. In der vorliegenden Untersuchung wird am Beispiel des subarktisch-ozeanisch geprägten periglazialen Berglandes der Isländischen Austfiröir das gegenwärtige "Morphoklima" (AHNERT 1982, 1987, 1996) analysiert, wobei die Betrachtung der Häufigkeiten bzw. Wiederkehrzeiten von meteorologischen Ereignissen bestimmter Größe und der Häufigkeiten geomorphologisch relevanter Schwellenwerte im Mittelpunkt des Interesses steht. Es werden Eigenschaften des aktuellen Wind-, Temperatur- und Niederschlagsregimes aufgezeigt, welche die Art, Häufigkeit, Dauer und Intensität bzw. die absolute und relative Bedeutung der im rezenten periglazialen Prozeßgefüge auftretenden Formungsprozesse inwesentlichem Maße steuern.In process-geomorphological investigations, until today, the present-day cl imate is often only characterized by monthly and annual means or sum values of wind speed, temperature, and precipitation. Because most geomorphological processes consist of discrete process events which are only little or not correlated to these meteorological means or sum values there is a need for a more useful statistical analysis of meteorological data. In this investigation the "morphoclimate" (AHNERT 1982, 1987, 1996) of the periglacial mountains of the lcelandic Austfiröir is analyzed with special interest (1) in the frequencies or recurrence intervals of meteorological events of given magnitudes, and (2) in the frequencies of geomorphologically important thresholds. Characteristics of the current wind-, temperature-, and precipitation regime which control the type, frequency, duration, and intensity or the absolute and the relative importance of the geomorphological processes operating in the recent periglacial process structure are presented
Großmaßstäbige Landschaftsgliederung von Braunkohlentagebauen für geoökologische und naturschutzfachliche Untersuchungen in Mitteldeutschland - Methodik und Anwendungsbeispiele
Durch den seit mehreren Jahrhunderten in Mitteldeutschland umgegangenen Braunkohlenbergbau (Tagebau) sind etwa 470 km2 Fläche direkt in Anspruch genommen worden. Mit der bergbaulichen Tätigkeit verbunden waren und sind gravierende Störungen des Naturhaushaltes und Veränderungen der gesamten landschaftsökologischen Situation. Beispiele dafür sind regionale Grundwasserabsenkungen, die Umverlegung von Vorflutern, die Abtragung sowie die Beseitigung der Boden- und Vegetationsdecke bis hin zur Schaffung völlig neuer, anthropogener Oberflächenformen. Was bleibt, ist die Bergbaufolgelandschaft. Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und energiepolitischen Umstrukturierungsprozessen in Ostdeutschland Anfang der 90er Jahre wurden die aktiven Tagebaue in Größenordnungen stillgelegt und ein in seiner Dimension einmaliges ökologisches Sanierungsprogramm in Gang gesetzt. Neben der rechtlich geforderten Herstellung der bergtechnischen Sicherheit in den Böschungs- und Kippensystemen sowie der Schaffung eines sich weitestgehend wieder selbst regulierenden Wasserhaushalts sind auch Fragen einer ökologisch vertretbaren Nachnutzung der Flächen zu beantworten. Ein in den letzten Jahren immer stärker in das fachliche und öffentliche Interesse rückendes Thema ist die Erfassung, Bewertung und Sicherung von naturschutzfachlichen Potentialen in der Bergbaufolgelandschaft. Neuste Erkenntnisse haben dabei zu einer Umbewertung der einst als "Mondlandschaften" abgewerteten Tagebau-, Kippen- und Haldenflächen geführt. Um den enormen Informations- und Handlungsbedarf für geoökologische Fragestellungen abdecken zu können, werden kurzfristig anwendungsorientierte Untersuchungs- und Forschungsergebnisse benötigt. Das im Beitrag vorgestellte Physiotop-Konzept wendet die Methodik der großmaßstäbigen physisch-geographischen Landschaftsgliederung auf den Landschaftstyp "Bergbaufolgelandschaft" an. Entscheidende Arbeitsprämissen sind: flächendeckende Bearbeitung, kurzfristige Verfügbarmachung von Ergebnissen, digitale Da:tenhaltung und -bearbeitung, Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse, Nutzbarkeit der Resultate im Prozeß der Braunkohlensanierung. Die Untersuchungen sind im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) in den Jahren 1995 - 1998 geförderten und finanzierten Projektes "Konzepte für die Erhaltung, Gestaltung und Vernetzung wertvoller Biotope und Sukzessionsflächen in ausgewählten Tagebausystemen" durchgeführt worden
HANS GALLWITZ (1896 - 1958) and the history of the Institute of Geology and Palaeontology, Halle
Im Beitrag wird zuerst auf die Entwicklung der halleschen geognostischen Bildungsstätte und danach auf die Rolle von HANS GALLWITZ als ihr erster Direktor nach dem Zweiten Weltkrieg eingegangen. Das Geologische Institut in Halle war fast ständig von Raumnot geplagt, wuchs aber dennoch zu einer Bildungs- und Forschungsstätte der Geologischen Wissenschaften von beachtlicher Größe. Die Einrichtung war während ihrer über zweihundertjährigen wechselhaften Geschichte von Anfang an in einem alten, bis etwa 1539 erbauten ehemaligen Residenzgebäude des Kardinals ALBRECHT untergebracht. Professor HANS GALLWITZ (1896 - 1958) ragte durch menschliche Größe und durch sein Schicksal unter den namhafteren Wissenschaftlern dieses Hauses, wozu H. GERMAR, K. V. FRITSCH, JOH. WALTHER und JOH. WEIGELT gehören, besonders heraus. Er hatte unter den politischen Bedingungen von 1946 bis zu seinem frühen Tode 1958 eine übermenschliche Last zu tragen.The historic evolution of the Institute of Geology and Palaeontology of the University of Halle, Germany, was characterised by a continuous lack of space for both museum and teaching facilities. The Institute has a history of more than 200 years and.is housed in the former residence of Cardinal ALBRECHT, an impressive building ‘completed’ in 1539. Amongst the scientists who lectured at the Institute are famous names such as H. GERMAR, K. V. FRITSCH, JOH. WALTHER and JOH. WEIGELT. However, the name of HANS GALLWITZ (1896 - 1958), Director of the Institute between 1946 and 1958, is an especially honourable one on account of his fate. His particular burden of responsibility from 1946 to his death in 1958 was an immeasurable one, mainly due to the ruling political system