Journal of Technical Education (JOTED)
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Einfluss eines elektrotechnischen Förder- und Interventionstrainings (Elektro-FIT) in Lernfeld 1 & 2 auf das Fachwissen von Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik
Die als Quasi-Experiment angelegte Untersuchung ist eine längsschnittliche Interventionsstudie, welche die Wirkungseffekte eines sechsmonatigen Elektro-Förder- und Interventions-Trainings (Elektro-FIT) auf die Fachwissensentwicklung analysiert. Die Inter‑ ventionsmaßnahmen wurden speziell für die elektrotechnische Grundbildung in Lernfeld (LF) 1 und 2 entwickelt und vorliegend bei Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik eingesetzt (N=213). Die Befunde zeigen, dass die Experimentalgruppe durch das Elektro-FIT einen signifikant höheren Lernzuwachs aufweist als die Kontrollgruppe. Dabei profitieren kognitiv stärkere Schüler eher vom Fördertraining als kognitiv schwächere Schüler. Durch tiefergehende Analysen mittels gemischter linearer Modelle (LMMs) lässt sich nachweisen, dass kognitive Voraussetzungen und der Migrationshintergrund, der über die Muttersprache erfasst wird, Einfluss auf das Fachwissen nehmen. Geringe kognitive Voraussetzungen und/oder eine nicht deutsche Muttersprache wirken sich hierbei limitierend auf Fachwissen aus.Schlüsselwörter: (Fach-)Wissenserwerb, förderbedürftige Schüler, gemischte lineare Modelle, Elektro-Förder- und Interventions-Training (Elektro-FIT
Editorial: Digitalisierung bizarr: Handwerker zukünftig aus dem 3D-Drucker
Woddy Allen hat angeblich einmal scherzhaft beklagt: „Not only is there no God, but try finding a plumber on Sunday“. Damit wollte er wohl weniger über seinen Glauben oder die Tiefen seiner Existenz und der seiner Mitmenschen äußern, als vielmehr über die vielen profanen Dinge die ihn und uns alle tagtäglich betreffen und damit fortlaufend davon abhalten, uns um „Das Wesentliche“ zu kümmern..
Editorial: Nachhaltigkeits-Audits mit Auszubildenden - Einblicke in den Modellversuch NAUZUBI
NAUZUBI ist das Akronym für einen BMBF / BIBB-Modellversuch mit dem Titel „Nachhaltigkeits-Audits mit Auszubildenden - Ein lernortkooperativer Modellversuch für eine nachhaltige Berufsausbildung“, der von 2015 - 2019 vom BMBF im BIBB-Programm „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung“ gefördert wird. In einem Konsortium aus zwei Universitäten, fünf Betrieben, drei berufsbildenden Schulen in Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie dem DGB und der IHK-NRW werden zentral Nachhaltigkeits-Audits mit Auszubildenden in den Betrieben entwickelt und erprobt. Übergreifendes Ziel des Modellvorhabens ist, 1) die teilnehmenden Betriebe als nachhaltige Lernorte aufzustellen, also (Ausbildungs-)Strukturen zu schaffen, die lernhaltige Zugänge auf Nachhaltigkeitsthemen gewährleisten und 2) ausbildungsbezogene Audits im Thema „Nachhaltigkeit“ zu konzipieren und umzusetzen.Schlüsselwörter: Nachhaltigkeit, Beruflicher Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE), Audit, berufliche Ausbildun
Studiengang Bachelor Ingenieurpädagogik - Kooperation der Hochschule Landshut mit der Technischen Universität München zur Nachwuchskräftesicherung
Die Hochschule Landshut und die Technische Universität München kooperieren in der Lehrerbildung an beruflichen Schulen in den beruflichen Fachrichtungen Elektro- und Informationstechnik sowie Metalltechnik. Nach dem Bachelorstudium Ingenieurpädagogik in Landshut kann, durch eine Kooperationsvereinbarung geregelt, unmittelbar das Masterstudium Berufliche Bildung an der TU München aufgenommen werden. Seit dem Studienstart zum Wintersemester 2015/16 hat sich der Studiengang mittlerweile konsolidiert. Die Entwicklung der Studierendenzahlen ist bisher sehr positiv. Der Beitrag greift aktuelle Fragestellungen einer beruflichen Lehrerbildung auf und zeigt im Kontext des vorgestellten Kooperationsmodells mögliche Herausforderungen, die sich aus dem Implementationsprozess ergeben.Schlüsselwörter: Ingenieurpädagogik, Lehramt an beruflichen Schulen, Metalltechnik, Elektro- und Informationstechnik, Kooperation____________Bachelor of Engineering - A cooperation of the University of Applied Sciences Landshut with the Technical University of Munich for the recruitment of junior staff for Vocational SchoolAs for teacher training programmes for prospective teachers at vocational schools, Hochschule Landshut (Landshut University of Applied Sciences) and Technische Universität München (Technical University of Munich) cooperate in the subjects Electrical and Information Engineering as well as Metalworking. A cooperation agreement ensures that holders of a Bachelor’s degree (B. Eng.) in Engineering Pedagogy who studied in Landshut are allowed to subsequently start the Master’s programme in Vocational Education at the Technical University. In the two years since winter term 2015/16, the study programme has become well established and student enrolments have constantly increased up to a very satisfactory level. The present essay addresses current issues in the training of vocational school teachers. Furthermore, it will analyse the aforementioned collaboration for potential challenges in the implementation process of such a cooperation model.Keywords: engineering education, vocational schools, teacher education, metal technology, electrical engineering and information technolog
Lern- und Studienerfolg: Ein Vergleich von nichttraditionell und traditionell Studierenden in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Unterschiede im Lern- und Studien-erfolg zwischen traditionell Studierenden in einem grundständigen Bachelorstudiengang einer staatlichen Hochschule für angewandte Wissenschaften und berufsbegleitend (nichttraditionell) Studierenden in einem gleichartigen Präsenzstudienangebot bestehen.Nach der Einordnung der Themenrelevanz wird zunächst der Forschungsstand zu den Determinanten des Lern- und Studienerfolgs zusammengefasst. Im Hauptteil des vorliegenden Beitrages werden ausgewählte Befunde einer Untersuchung im Vergleichsgruppendesign zum Vorwissen, zu den Lernstrategien und zum Studienerfolg von traditionell und nichttraditionell Studierenden berichtet. Abschließend werden die Ergebnisse der Studie diskutiert und offene Forschungsfragen gestellt.Schlüsselwörter: Lern- und Studienerfolg, nichttraditionell und traditionell Studierende, berufsbegleitend Studierend
Die Entwicklung des technischen Systemdenkens im Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe
ZusammenfassungWelche grundlegenden technischen Denkweisen im Sachunterricht erlernt werden und wie sich diese in der Sekundarstufe weiterentwickeln, ist bisher weitgehend unerforscht. Am exemplarischen technischen System Wasserkraftwerk wird in einem querschnittlichen Vergleich untersucht, wie sich das technische Systemdenken von Schüler/-innen am Ende der Primarstufe in Klasse 7 der Gesamtschule weiterentwickelt. Zur Erfassung wird in Anlehnung an die Strukturlegetechnik von D. Wahl (2013) ein neuartiges Erhebungsinstrument entwickelt. Im Ergebnis zeigt sich ein moderater Zuwachs des technischen Systemdenkens, der dem Lernzuwachs eines Schuljahres entspricht. Bei der Entwicklung des Systemdenkens im Detail zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Anwendung in unterschiedlichen Teilgebieten und der Art der Denkprozesse.Schlüsselwörter: Technisches Systemdenken, Entwicklung, Sachunterricht___________The Development of Technical System Thinking in the Transition of Elementary to Secondary SchoolAbstractWhich technical way of thinking pupils basically learn in elementary schools and how this thinking develops in secondary schools are widely unresearched until now. With this in mind, we investigated pupils’ way of thinking about the technical system hydropower plant in a cross-sectional comparison of pupils at the end of elementary school in grade 4 and grade 7 in secondary school. Therefore, we develop a new test instrument based on the structure formation technique of D. Wahl (2013) to gather pupils’ way of thinking. The results show a moderate increase in pupils’ technical way of thinking comparable with the increase in knowledge of one school year. However, in detail there are significant differences in the development of system thinking for the application in different subcategories and the way of thinking.Keywords: Technical system thinking, development, general studies (Sachunterricht
Subjektorientierte Gestaltung von Unterrichtsprozessen in der dualen Berufsausbildung - zur iterativen Weiterentwicklung der Designbasierten Didaktik auf der Basis eines innovationsorientierten Forschungsdesigns
ZusammenfassungDas Erkenntnisinteresse des Design-Based Research Projekts fokussiert den Zusammenhang von Subjektentwicklungsprozessen und designbasierter Didaktik im Rahmen der dualen beruflichen Erstausbildung zur Kfz-Mechatronikerin bzw. zum Kfz-Mechatroniker. Der DBR-Ansatz wurde gewählt, weil er u. A. die Möglichkeit bietet, ein entwicklungs- und innovationsorientiertes Forschungsdesign zu implementieren. Der Vorteil der Verwendung des DBR-Ansatzes besteht für das vorliegende Forschungsvorhaben zudem darin, dass die Komplexität des Untersuchungskontextes in den Experimenten (Feld und Untersuchungsgegenstand) berücksichtigt werden kann. Im Beitrag werden zunächst die methodologischen und forschungsmethodischen Fragen erörtert, bevor das designbasierte Didaktische Konzept als Forschungsgegenstand, die Forschungsfragen und das konkrete Forschungsdesign beschrieben werden. Abschließend werden der Forschungsverlauf und vorliegende (Zwischen-) Ergebnisse vorgestellt.Schlüsselwörter: Design-Based Research, Designbasierte Didaktik, Subjektentwicklung, kfz4me, KFZ-Mechatronik, MediKo-Matrix__________Subject-centered layout of education processes within dual VET - advancement of the design based didactic concept on the basis of a Design Based ResearchAbstractThe cognitive interest of this Design-Based Research (DBR) project is to explicate in how far subject development within the scope of the dual VET (automotive mechatronics fitters/KFZ MechatrinikerIn) can be supported through the advancement of a design-based didactic concept. The developmental component of the DBR project focusses the development, implementation, and evaluation of various didactic scenarios which aim at optimising the interconnection of theory and practice. The incentive behind choosing a DBR approach is based on the possibility to implement an innovation-oriented research design. Therefore, the benefit of using the DBR approach consists in the possibility to consider the complexity of the study context (field and object). In the article, the methodological frame of reference will initially be discussed before the design-based didactic concept as a research object, the research question, and the research design in concrete terms are described. Finally, the course of research and, if applicable, (interim) results will be analysed.Keywords: Design-Based Research, automotive/car mechatronic fitters, design-based didactic concept, subject development, kfz4me.de, MediKo-Matri
Interessenstrukturen von Studierenden und damit verbundene Potentiale für die Gewinnung von Lehramtsstudierenden
Der Lehrkräftemangel an beruflichen Schulen in gewerblich-technischen Domänen gab auch in der Vergangenheit immer wieder Anlass, durch die Umgestaltung der Ausbildungsangebote oder auch die Schaffung von Quereinstiegen zusätzliche Rekrutierungspotentiale zu schaffen (Nickolaus 1996; Ziegler 2004). Die dauerhafte und unterschiedliche Ausbildungsmodelle übergreifende Rekrutierungsproblematik, verweist vermutlich auf dahinterliegende Grundprobleme, die unabhängig von den jeweiligen Ausbildungsmodellen wirksam sind. Anlehnend an die Interessentheorie von Holland (1997) wird unterstellt, dass die für Technikpädagogikstudierenden notwendigen bzw. wünschenswerten Interessenprofile eher selten aufzufinden sind. Vor dem Hintergrund partieller fachlicher Überschneidungen der Studiengänge Berufspädagogik und der Ingenieurwissenschaften mit dem Studiengang Technikpädagogik wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise sich deren Interessenprofile unterscheiden und ob bzw. in welchem Ausmaß, sich die Studiengänge der Berufspädagogik und der Ingenieurwissenschaften als Rekrutierungspotential für die Technikpädagogik eignen. Hierbei zeigt sich, dass bezogen auf die Interessenprofile, insbesondere Studierende ingenieurwissenschaftlicher Fächer Schnittmengen mit Studierenden der Technikpädagogik aufweisenSchlüsselwörter: Lehrkräfterekrutierung, Technikpädagogik, berufliches Interesse, Berufswahltheorie_________The structure of vocational interests from students and the involved potential for the recruitment from students of lectureshipThe dearth of teaching staff at technical vocational schools led to the creation of additional recruitment potentials. Examples thereof are the reorganisation of the training programs, and the possibility of different entrance models (Nickolaus 1996; Ziegler 2004). The enduring recruitment difficulty which spans a wide range to the different kinds of training models underscores the ubiquity of this problem. In agreement with the theory of vocational choice of Holland (1997), it is imputed, that the necessary or desirable characteristic interests for vocational education teachers are lacking. Partial overlaps of the interest profiles of vocational education teachers with that of students of vocational education studies can also be assumed. Given this background, the question of how the interest profiles of the aforementioned fields of studies differ, and to what extent vocational education studies and engineering sciences offer a recruitment potential for engineering pedagogy, is being investigated. It was apparent that in particular students of engineering sciences had intersections in their interest profiles with students of engineering pedagogy.Keywords: recruitment of teachers, engineering pedagogy, vocational interest, theory of vocational choic
Entwicklung eines Instruments zur Erfassung der Wechselwirkung von Lernortkooperation und Ausbildungsqualität
ZusammenfassungDieser Beitrag befasst sich mit der theoriegeleiteten Erstellung eines Erhebungsinstruments zur Erfassung von Ausbildungsqualität und Lernortkooperation in der dualen Berufsausbildung. Hierzu wurden 1329 Auszubildende mittels eines standardisierten Fragebogens zu ihrer Wahrnehmung der Input-, Prozess- und Outputqualität sowie der Lernortkooperation in ihrer Ausbildung befragt. Diese Daten wurden mithilfe einer explorativen Faktorenanalyse in ihren Dimensionen reduziert, sodass vier Faktoren übrigblieben. Diese Faktoren beschreiben betriebliche bzw. schulische Qualitätsindikatoren, Indikatoren zur Lernortkooperation und erwarteten Outputqualität. In einem späteren Projekt soll dies zur Überprüfung des Zusammenhangs von Lernortkooperation und Ausbildungsqualität genutzt werden.Schlüsselwörter: Lernortkooperation, Ausbildungsqualität, explorative Faktorenanalyse, duale Berufsausbildung, Auszubildendenbefragung__________Development of an instrument to measure the interdependency between the cooperation of learning venues and quality of vocational training in the awareness of the traineesAbstractThis article is concerned with the generation of a survey instrument for the capture of the quality of education and the cooperation of learning venues in the technical-industrial section of vocational training. Therefore 1329 trainees were interviewed about their awareness of input-, process- and output quality as well the cooperation between their learning venues. The collected data were analysed using an explorative factor analysis. After the analyzation four factors remained. Those coefficients describe scholastic and operational quality indicators, indicators for the cooperation between the learning places and the expected output quality. Later on, this project shall be used for the validation of a correlation between the cooperation of learning places and the quality of education.Keywords: cooperation of learning venues, quality of vocational training, explorative factor analysis, vocational education and training, trainee surve
Abstracts Bd. 6 Nr. 3 (2018)
Alexandra JürgensLern- und Studienerfolg: Ein Vergleich von nichttraditionell und traditionell Studierenden in ingenieurwissenschaftlichen StudiengängenZusammenfassungDie vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Unterschiede im Lern- und Studienerfolg zwischen traditionell Studierenden in einem grundständigen Bachelorstudiengang einer staatlichen Hochschule für angewandte Wissenschaften und berufsbegleitend (nichttraditionell) Studierenden in einem gleichartigen Präsenzstudienangebot bestehen. Nach der Einordnung der Themenrelevanz wird zunächst der Forschungsstand zu den Determinanten des Lern- und Studienerfolgs zusammengefasst. Im Hauptteil des vorliegenden Beitrages werden ausgewählte Befunde einer Untersuchung im Vergleichsgruppendesign zum Vorwissen, zu den Lernstrategien und zum Studienerfolg von traditionell und nichttraditionell Studierenden berichtet. Abschließend werden die Ergebnisse der Studie diskutiert und offene Forschungsfragen gestellt.Schlüsselwörter: Lern- und Studienerfolg, nichttraditionell und traditionell Studierende, berufsbegleitend Studierende_______________________Learning and study success: Empirical evidence from a comparison of non-traditional and traditional students in engineering study coursesAbstractThis paper addresses the question if there are differences in learning success and academic achievement between traditional students at a state university of applied sciences and non-traditional students in a similar type of presence-study course. After pointing out the relevance, the current state of research concerning the determinants of learning success and academic achievement is summarized. Within the main part selected results of an own research in a comparing group design of traditional and non-traditional students on prior knowledge, learning strategies and study achievement will be reported. As a conclusion the study results are discussed and further research questions are pointed out.Keywords: study success, learning strategies, academic achievement, non-traditional and traditional students, part-time students_____________________________________________________________________________________________________________Christina Keimes / Volker RexingDas Modell der Didaktischen Rekonstruktion im inklusiven Fachunterricht - eine Pilotstudie in der (Fach-)Didaktik BautechnikZUSAMMENFASSUNG: Im Kontext einer inklusiven Fachdidaktik bedarf es der Ermittlung individueller Lernbarrieren, um daraus Ansatzpunkte für eine individuelle Förderung gewinnen zu können. Relevant erscheint hierbei insbesondere die Frage nach bearbeitungsbedürftigen Fehlkonzepten, deren Kenntnis für die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen bedeutsam ist. Berichtet wird nachfolgend über eine Pilotstudie zum Modell der Didaktischen Rekonstruktion, in der Schülervorstellungen zu einem exemplarisch ausgewählten Lerngegenstand im Berufsfeld Bautechnik erhoben wurden. Im Rahmen des Modells werden fachwissenschaftliche Erkenntnisse und schülerseitige Vorstellungen so miteinander in Beziehung gesetzt, dass auf Basis eines wechselseitigen Vergleichs (individuelle) Lernangebote und Lernwege fachdidaktisch rekonstruiert werden können. Dieser Zugang hat sich bereits in den naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken als Forschungsparadigma etabliert und wird dort als theoretischer und methodischer Rahmen sowohl für die Unterrichtsplanung als auch für die fachdidaktische Lehr-Lernforschung verwendet. Im Rahmen dieses Beitrags wird das Potenzial des Modells im Hinblick auf die Idee einer inklusiven (Fach-)Didaktik der beruflichen Fachrichtung Bautechnik reflektiert.Schlüsselwörter: Berufsbildung, Modell der Didaktischen Rekonstruktion, inklusive Fachdidaktik, Schülervorstellungen, Berufsfeld Bautechnik_______________________The model of didactic reconstruction in inclusive subject teaching - A pilot study in teaching methodology in structural engineeringAbstract Inclusive teaching methodology requires identifying individual learning barriers to provide the basis for individual support. The question of misconceptions in need of processing seems particularly relevant in this context, and knowing what these are is important for designing teaching and learning processes. This paper reports on a pilot study on the model of didactic reconstruction, in which pupil presentations were collected for a selected illustrative learning topic in the field of structural engineering. Within the framework of the model, scientific knowledge and pupils\u27 perceptions are correlated in such a way that (individual) learning opportunities and learning paths can be reconstructed in terms of teaching methodology on the basis of mutual comparison. This approach has already established itself as a research paradigm in teaching methodology for natural sciences, where it is used as a theoretical and methodological framework for lesson planning as well as for subject-based pedagogical and learning research. Within the scope of this paper, the potential of the model is reflected with regard to the idea of an inclusive teaching methodology in the field of structural engineering. Keywords: vocational training, model of didactic reconstruction, inclusive teaching methodology, pupil presentations, the field of structural engineering_____________________________________________________________________________________________________________Stefanie Siegel / Matthias Wyrwal / Bernd ZinnBerufliche oder akademische Bildung - Übergangsverhalten im Rahmen der Fachschule TechnikZusammenfassung Der Beitrag beschäftigt sich erstens mit den Motiven und Interessen von Schülerinnen und Schülern der Fachschule Technik im Spannungsfeld zwischen postsekundärer Berufsbildung und akademischer Weiterbildung. Die Untersuchung geht der Frage nach, warum sich trotz bestehender akademischer Bildungsoptionen beruflich Qualifizierte aus dem gewerblich-technischen Bereich für einen beruflichen Bildungsweg und nicht für ein Studium entscheiden. Im Rahmen der Untersuchung werden die motivationalen und interessenbezogenen Merkmale von Schülerinnen und Schülern der Fachschule Technik (N = 716) mit den Schwerpunkten Bau- und Maschinenbautechnik analysiert (Studie 1). Da davon auszugehen ist, dass entsprechende Bildungswahlentscheidungen auch vom aktuellen Arbeitsmarkt beeinflusst sind, wird zweitens in einer Stellenanzeigenanalyse (Studie 2) und einer Arbeitsmarktdatenanalyse in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Hessen (Studie 3) systematisch untersucht, wie sich die berufliche Konkurrenz- und Beschäftigungssituation von Technikern darstellt.Schlüsselwörter: Postsekundäre Weiterbildung, Wiedereinstieg, Übergangsverhalten, Techniker, Fachschule_______________________Vocational training or academic education - transitional behaviour within the technical school for technologyAbstractThis article initially deals with the motives and interests of pupils in the technical school for technology between the conflicting priorities of post-secondary vocational training and continuing academic education. The study looks into the question of why young people with vocational qualifications from the commercial-technical sector decide on a vocational course of education instead of a degree program, despite the existence of options for academic education. In the course of the study, the motivational and interest-related characteristics of pupils in the technical school for technology (N = 716) majoring in structural and mechanical engineering will be analysed (study 1). Since it can be assumed that decisions on the corresponding choice of program also depend on the current situation on the labour market, a systematic investigation is carried out through an analysis of job postings (study 2) and of labour market data in the German states of Baden-Württemberg, Bavaria and Hesse (study 3) into the vocational competitive and employment situation of technicians and engineers.Keywords: post-secondary continuing training, comeback, transitional behaviour, technician/engineer, technical school____________________________________________________________________________________________________________