PraxisForschungLehrer*innenBildung (PFLB) - Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung
Not a member yet
287 research outputs found
Sort by
Teaching "Friday Night Lights" Critically: Theoretical Considerations and Exemplary Sequences
Sports arenas have always been a mirror for societal changes and affairs, as player protests during the Covid-19 pandemic and the FIFA World Cup showed. Therefore, it was even more surprising when H.G. Bissinger\u27s Friday Night Lights (1990) “exposed” the open secret of institutionalized segregation and racism that run rampant in Texas high school football operations. While Black players were key contributors on the field, they were often excluded from “white” society once they were unable to perform. This article uses a critical foreign language pedagogy framework (Gerlach, 2020) to design exemplary teaching sequences based on the events described in Friday Night Lights. The goal of these sequences is to further the learner’s critical literacy using a framework designed by McLaughlin and DeVoogd (2004)
„Und wie gehen wir das nun an?“: Überlegungen zum methodischen Zugang und zur Zusammenarbeit aller Akteur*innen im Mathematik-FEP der Laborschule Bielefeld
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Mathematik an der Laborschule: Auf dem Weg zu einem stufenübergreifenden Curriculum von 0–10“ befasst sich, ausgehend von einem wahrgenommenen Praxisproblem, mit der Kernfrage, wie ein durchgängiges Curriculum von Klasse 0 bis 10 im Fach Mathematik gestaltet werden kann. Dieser Beitrag widmet sich diesem Forschungsprojekt mit besonderer Fokussierung auf die praxis-(forschungs-)bezogenen Wissensordnungen. Hierfür wird die Entstehung des Forschungsprojekts aus einem Praxisproblem nachgezeichnet, ehe das resultierende Mixed-Methods-Design dargestellt wird, welches die Erforschung und Bearbeitung des Praxisproblems ermöglicht. Abschließend wird kurz der Transfer der Ergebnisse zurück in die Praxis thematisiert
Situative Lernbegleitung in offenen materialbasierten Settings im Kindergarten: Eine Evaluation der Weiterbildung „Kunst trifft Mathematik im Kindergarten“
Lernbegleitung in offenen Settings spielt auf der Kindergartenstufe eine wichtige Rolle, um Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern und Lernprozesse anzuregen. Die Weiterbildung „Kunst trifft Mathematik im Kindergarten“ soll Lehrpersonen in der Lernbegleitung in offenen, materialbasierten Settings stärken. Die wissenschaftliche Evaluation macht die Vorstellungen gelingender Lernbegleitung der befragten Lehrpersonen in Bezug auf das Beobachten und Stützen in offenen materialbasierten Settings sichtbar. Nach der Weiterbildung zeigen sich drei verschiedene Grundhaltungen in Bezug auf Lernbegleitung: Allen gemein ist die Betonung der Wichtigkeit, die Tätigkeiten der Kinder lange zu beobachten, bevor gestützt wird
Aufgabenkultur als Rahmung und Mittel heterogenitätssensiblen Unterrichtens: Einführung in das Themenheft
Das Themenheft „Aufgabenkultur als Rahmung und Mittel heterogenitätssensiblen Unterrichtens“ dokumentiert die Bielefelder Frühjahrstagung 2023, die sich als Nachwuchstagung umfänglich mit dem Thema „Aufgaben und Aufgabenkultur“ aus der Perspektive der Lehrer*innenbildung und der Bildungsforschung beschäftigte. Dieses Editorial führt in das Themenheft ein und stellt die einzelnen Beiträge vor. Diese befassen sich mit verschiedenen Aufgabentypen, fachspezifischen Aufgabenkulturen sowie empirischer Forschung zu Aufgaben in den Fachdidaktiken Mathematik, Sport sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und verdeutlichen damit fachliche Differenzen von Aufgaben und ihre Bedeutung für heterogene Lerngruppen
Wirtschaftsbezogene Aufgaben in allgemein- und berufsbildenden Schulbüchern: Empirische Analysen der Fachdidaktiken der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
Aufgaben sind im Schulunterricht von zentraler Bedeutung, wie Blömeke et al. (2006) und Leuders (2014) zeigen. Dieser Artikel richtet ein besonderes Augenmerk darauf, wie Aufgaben in allgemein- und berufsbildenden Schulbüchern der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften formuliert sind und wie sich dies zu prinzipiellen Vorstellungen der entsprechenden Fachdidaktiken verhält. Dazu werden die Konzeption und ausgewählte Ergebnisse einer breiten Analyse von Aufgaben aus jeweils zwei einschlägigen Unterrichtswerken der Sozialwissenschaften in der gymnasialen Oberstufe und des Ausbildungsgangs Industriekaufmann/-frau vorgestellt. Im Rahmen einer strukturierend qualitativen Inhaltsanalyse wird ein Kategoriensystem mit den Kategorien Wissensart, kognitiver Prozess und Lebensweltbezug adaptiert, weiterentwickelt und angewandt (Bloemen et al., 2010; Maier et al., 2013). Neben der Reflexion der genannten Kategorien wird sowohl für den Bereich des allgemein- als auch den des berufsbildenden Aufgabenspektrums deutlich, dass sich disziplinäre Bezüge und auch unterschiedliche Fachkulturen zwar auf deren Aufgabenkonstruktion auswirken, in den Werken allerdings nicht in der Form, die ein Erstzugriff über die Organisation des Bildungssystems vermuten lassen würden: Keineswegs zeigt sich, dass Aufgaben im allgemeinbildenden Sozialwissenschaftsunterricht grundsätzlich lebensweltöffnend angelegt und die Aufgaben im berufsbildenden Bereich demgegenüber funktionsbezogen auf die individuelle Ausbildung zu verstehen sind. Didaktisch gewendet dienen die Ergebnisse der Untersuchung der differenzierten Arbeit mit Schulbuchaufgaben, bspw. vor dem Hintergrund der zunehmenden Heterogenität der Lerngruppen
Didaktisches Modell zur Förderung von Selbstreflexion in der Lehrpersonenbildung
Die Fähigkeit zur Selbstreflexion als Bestandteil von Selbstkompetenz ist in pädagogischen Berufen neben Sozial- und Fachkompetenz ein wichtiger Aspekt professioneller Handlungsfähigkeit. Sie ermöglicht Lehrpersonen den Aufbau von Vertrauen zu Schüler*innen, Eltern sowie Kolleg*innen, eine entwicklungsfördernde Beratung und individuelle Förderung im Unterricht sowie einen professionellen Umgang mit Lernbeeinträchtigungen, Störungen und schwierigen Gruppendynamiken. Zudem trägt sie zu grundlegender Selbstfürsorge und Stressbewältigung im Lehrberuf bei. Obwohl Selbstkompetenz ein anerkanntes Bildungsziel ist, wird sie in der ersten Ausbildungsphase der Lehrpersonenbildung kaum gefördert. Es mangelt bislang an einem einheitlichen Kompetenzverständnis sowie darauf bezogenen konsistenten Lehrkonzepten. Vor dem Hintergrund eines entwicklungspsychologisch und neurobiologisch fundierten Verständnisses von Selbstreflexion werden in dieser Arbeit die Bedingungen eines die Selbstreflexion fördernden Hochschulunterrichts umrissen und Unterrichtsformen und Instrumente für Hochschullehrende in ein grundlegendes didaktisches Modell integriert. Selbstreflexion wird als Erleben und Verstehen von sich selbst in Beziehung zu anderen konzeptualisiert, womit Vertrauensbildung, Beziehungsgestaltung, Selbsterfahrung sowie kommunikativer Austausch auf emotionaler Ebene in den Fokus gerückt werden. Wünschenswert ist die systematische Verankerung einer professionalisierten Förderung in universitären Curricula
Kompetenzorientierte Seminarbausteine für adaptives Klassenmusizieren: Eine Analyse aus der Perspektive des Handlungsmodells adaptiver Lernunterstützung
Innerhalb des Artikels werden modulare Seminarbausteine für die Lehrkräftebildung im Fach Musik an das Handlungsmodell adaptiver Lernunterstützung (Lemmrich et al., S. 6–23 in diesem Heft) angebunden und dieses hinsichtlich der musikdidaktischen Passung und Potenziale untersucht. Als ein Ziel dieser Untersuchung wird das Potenzial der Verknüpfung bildungswissenschaftlicher Erkenntnisse sowie schulpraktischer und universitärer Erfahrungen (Ehmke et al., 2022) mit Inhalten und Methoden des Musikunterrichts diskutiert. Die in einem interprofessionellen Team erarbeiteten Bausteine führten zunächst zur Identifikation und Ausdifferenzierung von Kompetenzbereichen zur Planung und Durchführung adaptiven Klassenmusizierens in heterogenen Lerngruppen (Klieme & Warwas, 2011). Nachfolgend entstand eine darauf aufbauende, offen teilbare Ressource zum adaptiven Klassenmusizieren für die Hochschullehre in Form digital gestützter Blended-Learning-Bausteine. Dabei bieten sie den Lehramtsstudierenden Möglichkeiten der Entwicklung von Fähigkeiten in den Bereichen Professionswissen (Harris et al., 2009) und situationsspezifische Kompetenzen (Blömeke & Kaiser, 2017). Die Kompetenzbereiche des adaptiven Klassenmusizierens bilden dann in Verbindung mit videobasierter Fallarbeit (Krammer & Reusser, 2005) die didaktisch-methodische Grundlage der Bausteine. Der Beitrag liefert somit neue Einblicke in Kompetenzfacetten des schulischen Klassenmusizierens unter Berücksichtigung von Aspekten der Adaptivität und des Professionswissens
“You’re Not Allowed to Give Us the Solution, but Can You Guide Us towards It?” : Insights into Adaptive Teaching Interventions through a Study of Mathematics Teachers
In task-based mathematics classes, where several solution approaches may be valid, diagnosing students’ solution processes and adaptively supporting them is a significant challenge for teachers. The question arises as to how mathematics teachers can successfully support students in solving these mathematical tasks and which aspects constitute adaptive teaching interventions. However, few studies have analyzed adaptive teaching interventions in the context of mathematics didactics. This paper first presents a detailed model of adaptive teaching interventions. Based on this model, the interventions of four secondary school mathematics teachers were analyzed using two methodological approaches. The applicability of the model was analyzed, and factors that hinder the adaptivity of teachers’ interventions were identified. The results show that 41–63 % of all identified teaching interventions were adaptive. Up to 55 % of the teachers’ interventions took place even though the students were not facing barriers within their learning processes. The sampled teachers faced major difficulties in diagnosing and in addressing the barriers in students’ solution processes. Furthermore, up to 65 % of all teaching interventions analyzed did not enable students to overcome barriers in their solution processes
Aufgabenkultur im Sportunterricht: Konzepte, Formate und empirische Erkenntnisse
Die Sportpädagogik und die Sportdidaktik haben sich mit einem gewissen zeitlichen Verzug gegenüber den Didaktiken der naturwissenschaftlichen Fächer und der Mathematik den Anforderungen einer „neuen“ Aufgabenkultur zugewendet. Die Lernaufgabe wird als ergänzendes Aufgabenformat zur Bewegungsaufgabe diskutiert. Zur konzeptionellen Ausdifferenzierung in eine sportorientierte, eine künstlerisch-pädagogische und eine bewegungspädagogische Auslegung der Bewegungsaufgabe finden sich eine Reihe empirischer Studien zur aufgabenorientierten Gestaltung des Sportunterrichts. Jüngst wird die Aufgabenanalysefähigkeit von Sportlehrkräften in den Blick genommen. Zielebenen der entfalteten Aktivitäten sind die Entwicklung guter Aufgaben und die Qualifizierung von Sportlehrkräften für die Erteilung guten Sportunterrichts
Fachdidaktische Tagespraktika im Potsdamer Modell der Lehrer*innenbildung: Ausgewählte Befunde zum Kompetenzerleben der Studierenden im zweiten Unterrichtspraktikum
Das Unterrichtspraktikum im Potsdamer Modell der Lehrer*innenbildung, das Fachdidaktische Tagespraktikum (FTP), wird von den Studierenden zweifach realisiert: Unterrichten im Fach 1 (FTP 1) und im Fach 2 (FTP 2). Beide Unterrichtspraktika werden im Rahmen des PSI-Projekts „Kompetenzerwerb in Schulpraktischen Studien – Spiralcurriculum“ und auf der Grundlage des Konzepts „Standards und Kompetenzen in Schulpraktischen Studien“ (kurz: Spiralcurriculum) erstmals umfassend evaluiert. Aufbauend auf der Analyse zum FTP 1 wird im vorliegenden Beitrag das Kompetenzerleben der Studierenden durch die „Unterrichtsbesprechungen“, die „Zusammenarbeit in der Kleingruppe“ und die „Seminaristische Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung“ im FTP 2 untersucht, um Gelingensfaktoren für die Gestaltung qualitativ hochwertiger Unterrichtspraktika zu prüfen und zu konkretisieren. In vergleichender Perspektive zum FTP 1 kann festgehalten werden, dass im FTP 2 verstärkt die „Unterrichtsnachbesprechungen“ und die empfundene „Wichtigkeit des FTP für den professionellen Kompetenzzuwachs“ zum Kompetenzerleben beitragen, während die vorbereitenden, begleitenden und nachbereitenden Lehrveranstaltungen keinen Einfluss mehr nehmen. Zudem zeigen sich erstmals Effekte durch die im Praktikum wahrgenommenen Hospitationen. Die Umsetzung der vorbereitenden Unterrichtsplanung, die laut quantitativer Analyse den Kompetenzzuwachs der Studierenden eher nicht beeinflusst, gilt es weiter zu prüfen