Herausforderung Lehrer_innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ - Universität Bielefeld)
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    Motivation increase through individual mathematical support: Entwicklung eines Veranstaltungskonzeptes zum Erwerb professioneller Kompetenzen zur Motivationsförderung für den Mathematikunterricht in inklusiven Settings

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    Heterogene Motivationslagen bei Schüler_innen sind von jeher ein konstitutives Merkmal der Unterrichtsrealität. Inklusive Pädagogik im Sinne einer Berücksichtigung von Diversität und Förderung der Potenziale aller Schüler_innen muss diese unterschiedlichen Ausgangssituationen berücksichtigen und darauf eingehen. Vor diesem Hintergrund haben wir an der Universität Bielefeld eine Veranstaltung konzipiert, durchgeführt und evaluiert, in der Mathematiklehramtsstudierende neben professionellen Kompetenzen der individuellen mathematischen Diagnose und Förderung auch Kompetenzen der Motivationssteigerung erwerben und in einer Praxisphase anwenden können. Inhaltlich befasst sich die Veranstaltung mit dem Konzept der Selbstwirksamkeit und setzt auf die erwiesenermaßen motivationsförderliche Wirkung regelmäßiger Erfolge beim Lernen. Dazu werden Methoden aus der Psychologie und Mathematikdidaktik, wie Diagnostik, Zielsetzung und Feedback zu einem Modell selbstwirksamkeits- und kompetenzförderlicher individueller mathematischer Förderung integriert. Das Besondere des Veranstaltungskonzepts ist die konsequente fachdidaktisch informierte Anwendung psychologischer Inhalte auf die Praxis mathematischer Förderung. Befunde einer informellen und formellen Evaluation weisen auf einen positiven Einfluss des Veranstaltungsformats auf die Lehrerselbstwirksamkeit und das professionelle Wissen im Bereich der Motivationsförderung der Studierenden sowie eine positive Bewertung des Seminars hin. Der Artikel beschreibt die Entwicklung und Konzeption des Veranstaltungsformats, deren didaktisch-methodische Rahmung sowie die spezifischen Inhalte der Motivationssteigerung.Heterogeneous motivational situations among students have always been a constitutive feature of the teaching reality. Inclusive pedagogy in the sense of taking into account diversity and promoting the potential of all students must take these different initial situations into account. Due to this fact, we have designed and conducted a workshop concept in which mathematics student teachers can acquire professional competencies not only of individual mathematical diagnostics and promotion, but also of motivational support, and apply them in a practical phase at the Bielefeld University. In terms of content, the workshop deals with the concept of self-efficacy and relies on the proven motivational effect of regular success in learning. For this purpose, we use methods from psychology and mathematics didactics, such as diagnostics, goalsetting, or feedback, and integrate them into a model of self-efficacy and competence-promoting individual mathematical support. The special feature of the concept is the consistent didactically informed application of psychological content to the practice of mathematical support. Findings of an informal and formal evaluation point to a positive influence of the workshop on the teacher self-efficacy and the professional knowledge in the area of motivating the students as well as a positive evaluation of the seminar. The article describes the development and conception of the seminar concept, its didactical-methodical framing, as well as the specific content of motivational support

    „Krass lehramtsbezogen“ – Lehramtsstudierende wünschen sich mehr Kohärenz in ihrem Studium

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    In der vorliegenden Studie wurde untersucht, welche Vorstellungen und Wünsche die Studierenden bezüglich eines optimalen Lehramtsstudiums haben. In diesem Beitrag wird der Fokus auf Aussagen zu Kohärenz im Studium gelegt, da nach Darling-Hammond (2006) Kohärenzerfahrung einen wichtigen Aspekt eines guten Studiums darstellt. Die Fragestellung lautet: „Inwiefern äußern Lehramtsstudierende im Rahmen ihrer Vorstellungen von einem optimalen Lehramtsstudium Aspekte, die im Sinne von Kohärenz im Lehramtsstudium gedeutet werden können?“ Die Daten wurden in Gruppendiskussionen (n=120) und Interviews (n=50) mit Studierenden erhoben und mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) analysiert. Obwohl in den Impulsen und Fragen das Thema Kohärenz nicht angesprochen wurde, haben Studierende fehlende Kohärenz kritisiert oder vorhandene Kohärenz positiv hervorgehoben. Die Aussagen lassen sich zwei Oberkategorien zuordnen. Die erste Kategorie umfasst Wünsche nach mehr Kohärenz innerhalb des Studiums zwischen verschiedenen Veranstaltungen und Modulen. Die zweite Kategorie beinhaltet den Wunsch der Studierenden nach mehr Kohärenz zwischen den Anforderungen und Inhalten im Studium und dem angestrebten Berufsziel sowie zwischen theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen. Für ein optimales Studium erscheint es notwendig, mehr für Studierende wahrnehmbare Kohärenz zwischen Lehrveranstaltungen zu schaffen, verstärkt Praxisanteile ins Lehramtsstudium zu integrieren und diese intensiver mit den universitären Veranstaltungen zu verknüpfen. Wie die Entwicklung von Kompetenzen und die Vermittlung berufsbezogenen Wissens an den Universitäten erfolgen kann, muss stärker in den Blick genommen werden; auch müssen die Grenzen und die Chancen einer universitären Ausbildung klarer benannt und den Studierenden gegenüber transparent gemacht werden

    Diversity and inclusion in the training of teachers in Styria

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    Im österreichischen Bildungssystem vollzieht sich ein Paradigmenwechsel hin zu einem zunehmend inklusiven Bildungssystem, in dem Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf überwiegend Regelschulen besuchen. Gleichzeitig gibt es seit 2015 keine eigene Ausbildung mehr für das Sonderschullehramt, stattdessen wurde Inklusive Pädagogik curricularer Bestandteil der Ausbildung für das Primar- und Sekundastufenlehramt. Somit haben sich nunmehr Lehramtsstudierende aller Fächer und für alle Altersgruppen mit Aspekten von Diversität und Strategien zur Inklusion auseinanderzusetzen. In diesem Beitrag wird die konkrete Vorgehensweise in einer Lehrveranstaltung zu Diversität und Inklusion sowie die bisher gemachten Erfahrungen dargestellt und reflektiert. In der Lehrveranstaltung wird mit dem reformpädagogischen Konzept der Atelierarbeit versucht, eine inklusionssensible Grundhaltung der Studierenden sowie Kompetenzen für eine inklusive Schule (weiter) zu entwickeln. Dazu soll ein theoretisches Modell präsentiert werden, das die Vielschichtigkeit der Diversitätsmerkmale von Schüler_innen einerseits und die Rahmenbedingungen des schulischen Kontexts andererseits abbildet. Dafür bietet sich eine Weiterentwicklung jener Systematisierungsform an, die von Gardenswartz und Rowe (2002) für den unternehmerischen Bereich vorgelegt wurde. In diesem Modell wird deutlich, dass sich Schüler_innen  in zahlreichen Merkmalen voneinander unterscheiden. Gerade im Bemühen um mehr Chancengerechtigkeit braucht es Sensibilität für die verschiedenen Ausgangbedingungen von Kindern und Jugendlichen. Inklusives Handeln braucht zudem aber auch einen Fokus auf die organisationalen Dimensionen von Schule.The Austrian education system is undergoing a paradigm shift towards an increasingly inclusive education system: Children and young people with special educational needs mainly attend regular schools. Additionally there is no further teacher training program for Special Education teachers. Inclusive Education has been a curricular component of the training program of primary and secondary education teachers instead. Students of all disciplines and for all age groups now have to deal with aspects of diversity and inclusion strategies. This paper reflects a specific course on diversity and inclusion. Concepts of Progressive Education are used in the course to develop (or foster) an inclusion-sensitive attitude of the students as well as competences for an inclusive school. For this purpose, a theoretical model of diversity is introduced to illustrate the complexity of the diversity characteristics of pupils on the one hand and the institutional conditions of schools on the other hand. The systematization by Gardenswartz and Rowe (2002) for the entrepreneurial sector has bees adaptetd for the educational context. With this model, it is clarified that students differ in numerous characteristics. Especially in order to raise the equality of opportunities, there is a need for being sensitive to the different living conditions of children and adolescents. But Inclusive Education also requires a focus on the organizational dimensions of schooling

    Qualifying Mentors – Clarifying Roles with Reflexion

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    In der ersten und zweiten Phase der Lehrerbildung begleiten Mentor*innen Studierende und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst in ihrem schulischen Alltag (Hascher 2001). Sie sind Vermittler*innen zwischen den Anforderungen aus Universität und Studienseminaren und der schulischen Realität (Oettler 2009). Ihre Aufgaben sind vielfältig: Beratung und Begleitung bei Unterrichtsversuchen und die Unterstützung in der Entwicklung einer eigenen Lehrpersönlichkeit, und erfordern Handlungskompetenzen in Prozess- und Beziehungsgestaltung (Crasborn und Hennissen 2014). Die Veranstaltungsreihe „Mentor*innen qualifizieren“ hat das Ziel, Mentor*innen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen und ihre Handlungskompetenzen weiterzuentwickeln. Hierbei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Reflexion der eigenen Rolle. Im Beitrag wird die Arbeit mit Rollenkarten als Impuls zur Reflexion dargestellt. Es wird ferner über Evaluationsergebnisse berichtet, in die das Feedback der Teilnehmenden eingeflossen ist.During teacher education, mentors support pre- and in-service teachers while planning, enacting, and reflecting on instruction (Hascher 2001). They serve as mediators between university and seminar requirements on the one hand and school reality on the other (Oettler 2009). Mentors’ tasks are manifold: they advice and attend pre- and in-service teachers’ activities at school and they support the development of an individual teaching personality. The variety of tasks require mentors to have skills in process as well as in designing appropriate relationships (Crasborn and Hennissen 2014). The training „Qualifying Mentors“ aims at supporting mentors in their practice and helping them to enhance their skills. The training has a particular focus on mentors’ reflection of their own role. In this paper, an element of the training is reported: role card

    Potentials of Conversation and Discourse Analysis for Research-based Learning in University Teacher Education

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    Im Zusammenhang mit dem Konzept des Forschenden Lernens werden verschiedene Kompetenzen postuliert, die Studierende durch die Teilnahme an den jeweiligen Formaten erwerben können. Gerade im Kontext der Lehrer*innenausbildung besteht die Hoffnung darin, dass die Teilnahme an entsprechenden Angeboten dazu beiträgt, das Theorie-Praxis-Problem zu bearbeiten und Studierende so dabei zu unterstützen, zwischen den unterschiedlichen Logiken von universitärer Ausbildung und späterem Beruf hin- und herzupendeln: Einerseits geht es um die Entwicklung berufsbezogener Routinen und den Aufbau entsprechend unmittelbar handlungsrelevanten und per se schwer zu explizierenden Routinewissens, andererseits geht es um die Fähigkeit, sich (doch wieder) distanziert und auf Explikation und Verstehen abzielend mit ebendiesem Routinewissen auseinanderzusetzen. Um diese strukturelle Hin und Her-Bewegung in der universitären Lehre aufzufangen und einer Reflexion zugänglich zu machen, wird eine hochschuldidaktische „Wendung“ von Methoden aus dem Bereich der qualitativen Sozialforschung vorgeschlagen. Im Aufsatz soll skizziert werden, welches hochschuldidaktische Potenzial in der Konversations- und Gesprächsanalyse steckt, um das Thema Unterrichtskommunikation als Forschungsgegenstand zugänglich zu machen und darüber hinaus gleichzeitig Professionalisierungsprozesse zu initiieren. Der Beitrag schließt mit Überlegungen zur hochschuldidaktischen Umsetzung der entwickelten Ideen.Studies on research-based learning often claim that students can learn a wide array of competencies by taking an active part in different formats that focus on exploration and research orientation. Especially in the area of uni-versity teacher education, research-based learning is hoped to have an effect on the transfer of competencies from theory to practice. Furthermore, through re-search-based learning, the different structures of university training on the one hand, and the job as a teacher on the other could be addressed: while academic knowledge focuses on the ability to distance oneself from and reflect this practi-cally oriented knowledge, professional teaching aims at the development of prac-tically orientated routines and knowledge relevant for the job at hand. To balance the relationship between the two structurally different requirements, and to make it a subject of reflection in university teaching, I suggest a didactic “turn” of methods in the context of higher education that sets qualitative social research as its center. In this article, the potential of conversation and discourse analysis for teaching in higher education is outlined. In doing so, I aim at making classroom discourse a research topic and furthermore initiating and fostering processes of professionalization concerning classroom discourse. Finally, basic considerations for the didactic implementation of these ideas are outlined.&nbsp

    From Observation to Reflection – The Interactive Emergence of Profes-sional Reflections on a German Lesson

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    Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Studierenden in einem Setting Forschenden Lernens gemeinsam Wissen aktualisieren und bearbeiten. Dabei liegt das Hauptinteresse auf einer exemplarischen Analyse einer Interaktionssequenz über ein Unterrichtsprotokoll. Während dieser Interaktion kommt es zu einem sukzessiven Aufkommen unterschiedlicher Bewertungspraktiken der beobachteten Praxis, die den rekonstruktiven Blick auf zugrundeliegende Wissensressourcen der Studierenden erlauben. Im weiteren Verlauf wird Wissen von der impliziten Verwendung im Rahmen der Bearbeitungspraktiken zum Gegenstand aktiver Reflexion transformiert. Die Rekonstruktion der Interaktion erlaubt Rückschlüsse auf die Lern- und Reflexionspotenziale forschungsorientierter Veranstaltungsformate im Rahmen der Lehramtsausbildung im Fach Deutsch.In this article, I aim at showing how students use and reflect on knowledge in a university setting of research-based learning. The focus will be on an interaction between three students exchanging views on a written ethnographic observation protocol of a German lesson in a primary school. In this interaction, the students engage in different evaluation practices. Within a conversation ana-lytical framework, the evaluation practices allow to reconstruct the knowledge re-sources the student rely on in conversation. As the interaction progresses, knowledge evolves from being a resource for evaluation to becoming the topic of the conversation and, thus, an object of reflection. The analysis which is part of a larger study allows conclusions about the learning potentials of such research-based seminar settings in the context of teacher education in the field of German.&nbsp

    Norm and normality: Reflection on One’s Own Positions of Student Teachers within Dynamics of Social Power in School and Creating Non-Normative Spaces in Teaching

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    Die Lehrperson befindet sich in einer machtvollen Situation im Lernsetting; sie produziert durch ihr Handeln und ihre Einstellungen Kontexte der Normalität in Bezug auf die Heterogenität der Lernenden. Damit sind primär nicht die bewussten Exklusionsprozesse gemeint, sondern Prozesse des Otherings oder der Normherstellung, die unreflektiert verlaufen. Z.B. mag die Annahme bestimmter äußerlicher Spezifika, wie Hautfarbe, Nicht-Behinderung, kulturelles Wissens sowie Genderbinaritäten, als normal unreflektiert stattfinden und zu Exklusionserfahrungen der Lernenden führen. Diese Otheringprozesse un-terstellen Normalitäten und sind damit Konstruktionen eines hegemonialen Machtdiskurses. Obwohl auf unterschiedliche Differenzlinien ausgerichtet, sind die Mechanismen der Exklusion und Normalitätsherstellung ähnlich. Diese werden im Seminar mithilfe der Theorien aus Antirassismus, Disability Studies, Feminismus, Post-Kolonialismus sowie Gender- und Queer Studies reflektiert, um der Exklusion vorzubeugen und somit inklusive Schule zu ermöglichen. Das Ziel des Seminars, das hier beschrieben wird, ist es, Studierende im Lehramtsstudium für die Machtprozesse und Konstruktionen der Norm (auch durch die Lehrperson) zu sensibilisieren und sie zur Reflexion über die Formen der Normierung zu qualifizieren. Der Beitrag zeigt mithilfe unterschiedlicher Methoden und hoch-schuldidaktischer Ansätze (Powerflower, Simulationsspiele, Empörungsposter, Expert_inneneinladungen), wie Reflexion über Normen und eigene Rollen im Norm-/Machtgefüge entsteht. Der Beitrag beschreibt die Konzeption und die Praxisherausforderungen des Sprechens über Privilegienbewusstsein in der Lehramtsausbildung.Teachers find themselves in a powerful situation in the learning setting; through their actions and attitudes they produce contexts of normality in relation to the heterogeneity of the learners. This does not primarily refer to conscious exclusion processes, but to less or non-reflected processes of othering or norm production. For example, the assumption of certain external specifics as normal, such as skin color, ability, cultural knowledge, and gender binarities, may take place without reflection and lead to the learners’ experiences of exclu-sion. These othering processes assume normalities and thus represent constructions of a hegemonic power discourse. Although oriented towards different forms of heterogeneity lines of difference, the mechanisms of exclusion and the production of normality are similar. These are reflected in the university teacher trainings seminar with the help of the theories from anti-racism, disability studies, feminism, post-colonialism, as well as gender and queer studies in order to prevent exclusion and thus make inclusive school possible. The aim of the seminar, described in the article, is to sensitize students in teacher training to the power processes and norm constructions (as performed within educational institutions and by the teachers) and to qualify them to reflect about those dynamics. The contribution shows how reflection on norms and one’s own roles in the norm/structure of power can be achieved by means of different methods and approaches of university didactics (power flower, simulation games, outrage posters, invitations to experts). The article describes the concept and practical challenges of talking about privilege awareness in teacher..

    Teaching-Learning-Modules for a teacher education sensitive to inclusion: Development, realization and evaluation in the framework of “design-based-research”

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    Ausgehend von der Notwendigkeit einer inklusionssensiblen Lehrkräftebildung konzipiert das Projekt „Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin“ (FDQI-HU) Seminare für Studierende innerhalb der Fachdidaktiken. Der Fokus liegt neben der Sensibilisierung für heterogene Lerngruppen auf der Entwicklung adaptiver Lehrkompetenzen. Nach den Prinzipien des „Design-Based-Research“-Ansatzes (DBR) werden im Rahmen von FDQI-HU Lehr-Lern-Bausteine in Kooperation von sechs Fachdidaktiken mit den „Querlagen“ Allgemeine Didaktik, Rehabilitationswissenschaften und Sprachbildung konzipiert, erprobt und evaluiert. Die inhaltliche Ausrichtung der Bausteine folgt den Subfacetten des Kon-strukts „adaptive Lehrkompetenz“ nach Beck et al. (2008). Daneben werden elementare Inhalte zur Sprachbildung und Heterogenitätssensibilität sowie Grundsätze des „Didaktischen Modells für inklusives Lehren und Lernen“ in der Bausteinentwicklung berücksichtigt. Die didaktische Umsetzung orientiert sich am Prinzip des „Didaktischen Doppeldeckers“, der methodisch dieselben Standards bedient, die im Inhalt vermittelt werden. In diesem Beitrag wird zunächst die Notwendigkeit einer inklusionssensiblen Lehrkräftebildung dargestellt und der Forschungsrahmen für die Seminarentwicklung (DBR) charaktierisert. Im Anschluss werden die zwei Zyklen der Seminarentwicklung vorgestellt. Dabei werden jeweils die dem Design zugrundeliegende Theorie, die Inhalte und Charakteristika der Lehrveranstaltungen sowie die begleitende Evaluation der Semi-nare und exemplarische Ergebnisse dargelegt. Abschließend wird der Ansatz im Hinblick auf die Verstetigung für die universitäre Lehrer_innenbildung diskutiert.Given the importance of a teacher education sensitive to inclusion, the project FDQI-HU develops new seminars for students of specific subject didactics in cooperation between six subject didactics and the cross-disciplines general didactics, rehabilitation studies, and language education. In addition to sensitizing future teachers for heterogeneous learning groups, the seminars aim at increasing the students’ adaptive teaching competencies. Following the principles of “design-based research” (DBR), FDQI-HU develops, tests and evaluates corresponding learning and teaching modules. The modules’ contents are based on Beck et al.’s (2008) concept of “adaptive teaching competency”. In addition, issues of language education, sensitivity towards heterogeneity, and principles of the “didactic model for inclusive teaching and learning” feed into the development of the modules. First, the text outlines the need for a teacher education sensitive to inclusion and summarizes the DBR framework. Second, the paper presents the two cycles of the seminar’s development by outlining the theory that the design is based upon, the contents and characteristics of the courses, as well as the accompanying evaluation and exemplary results. Finally, the text discusses the FDQI-HU approach with regard to sustainability in the field of teacher education

    Science Classes – An opportunity for scientific promotion: Empirical evaluation of a teaching model

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    Science-Klassen entstehen als naturwissenschaftliche Profil- bzw. Neigungsklassen besonders an Gymnasien. Diese Science-Klassen zeichnen sich vorwiegend durch ein fächerübergreifendes Unterrichtskonzept in den Naturwissenschaften aus. Das Modell und erste Ergebnisse einer Evaluation einer Science-Klasse aus OWL werden in diesem Beitrag vorgestellt. Das Unterrichtsmodell zeichnet sich durch eine zusätzliche Stunde in den Naturwissenschaften pro Woche aus. Daneben wird der Unterricht in den Science-Klassen durch eine Vielzahl an naturwissenschaftlichen Unterrichtsgängen, Exkursionen und der Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften ergänzt. In einer Pilotstudie erfolgt die Evaluation des Unterrichtsmodells auf Basis einer Erhebung des Fachinteresses an den Naturwissenschaften zu zwei Testzeitpunkten (N = 122). Als Testinstrument wird ein Fragebogen eingesetzt. Die Ergebnisse der Pilotstudie legen dar, dass das Unterrichtsmodell nicht alle angenommenen Aspekte fördert. Das Fachinteresse an den Naturwissenschaften sinkt zwischen den Testzeitpunkten. Ausgehend von diesen Ergebnissen wird ein Lehrplan für Science-Klassen entwickelt. Especially in grammar schools, new concepts of Science Classes emerge. The Science Class is an interdisciplinary teaching model for scientific promotion. This article gives an overview of one specific teaching concept of a Science Class in OWL and first results of an evaluation. The teaching concept is characterized by an additional lesson in science per school term. Besides the regular teaching, the students of the Science Class are offered a wide range of extracurricular offers like excursions and participation in after-school activities. A preliminary study examined the extent to which the concept of science classes promotes students\u27 interest in the natural science at two test times (N = 122). A questionnaire was used as a survey instrument. However, the results of this preliminary study show that science classes do not promote all the presumed aspects of this study uniformly. The interest in natural sciences decreases between the test times. Based on the results, a Science Class specific curriculum will be developed

    Competence Orientation and Inclusion – An Integration on Classroom Level

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    Kompetenzorientierung und Inklusion stellen im Rahmen zeitgenössischer Bildungsreformen zwei zentrale, doch vermeintlich unvereinbare Konzepte dar  –  zumindest, wenn Kompetenzorientierung als Standardisierung erwarteter Leistungen und Inklusion als Integration von Schüler_innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf verstanden wird. Damit wird jedoch der elementare  Zusammenhang  ausgeblendet,  dass  sowohl  kompetenzorientierter  als  auch inklusiver Unterricht auf eine umfassende Entwicklung der Lernenden abzielen. In diesem Beitrag werden prozessorientierte Standards für den kompetenzorientierten, inklusiven Unterricht erarbeitet, die zur individuellen Kompetenzentwicklung  beitragen  sollen.  Dafür  wird  eingangs  aufgezeigt,  dass  die  Konzepte  der Kompetenzorientierung und der Inklusion häufig verkürzt rezipiert und damit als unauflösbares Spannungsfeld dargestellt werden. Folgt man sowohl der Etymologie des  Kompetenzbegriffs als auch seiner gängigsten Definition nach Franz E. Weinert, lassen sich sechs Kompetenzdimensionen ableiten, die es im Unterricht zu  fördern  gilt.  Auf  Basis  dieser  Dimensionen  –  der  individuellen,  kognitiven, motivationalen, sozialen, ethisch-normativen und performativen  –  werden Unterrichtsstandards  formuliert,  die  weder  Leistungsanforderungen  an  Schüler_innen noch  sonderpädagogische  Förderbedarfe  fokussieren,  sondern  die  Prozesse  des Lehrens und Lernens betreffen, um individuelle Entwicklung zu ermöglichen.In the context of recent educational reforms, competence orientation and inclusion are often viewed as two central, yet incompatible concepts  – that is, if competence orientation is understood as standardizing learning-outcomes and inclusion as integrating students with special educational needs. However, these interpretations  ignore  an  elementary  relation:  both  competence -oriented  and  inclusive education aim at a broad and comprehensive support  of all learners. This paper develops process-oriented standards for competence-oriented and inclusive teaching and learning, which are to contribute to the individual development of competences. First, I argue that the concepts of competence orientation and inclusion are often reduced to limited definitions and therefore presented as contradictory approaches. Second, following its etymology and its most influential definition by Franz E. Weinert, the term “competence” is divided into six dimensions of  educational  support.  Based  on  these  dimensions  –  the  individual,  cognitive, motivational, social, ethical-normative and performative dimension –, the text introduces educational standards, which neither relate to learning outcomes, nor do they  focus  on  special  educational  needs.  Instead,  they  concern  the  processes  of teaching and learning in order to pave the way for individual development

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