Zeitschrift für Didaktik der Biologie (ZDB) - Biologie Lehren und Lernen (Universität Bielefeld)
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Exemplarische Analyse zur Einsetzbarkeit französischer Biologiebücher zum Thema „Die Atmung des Menschen“ im bilingualen Biologieunterricht in Deutschland
Wie aufgeklärt sind unsere Grundschüler? Befragung von 111 Kindern der 4. Jahrgangsstufe zum Thema Sexualität
Die Untersuchung fand 2006 in 5 Klassen der vierten Jahrgangsstufe in ländlicher Umgebung statt. Von den befragten 111 Schülern waren 45 Jungen und 66 Mädchen. 70 der 111 Schüler hatten bereits Sexualkundeunterricht. Dieser führte nach dem Ergebnis dieser Untersuchung nicht zu einem umfassenden Wissensstand. Im Rahmen der Lehrerausbildung in Niedersachsen ist eine Vorbereitung auf den Sexualkundeunterricht nicht verpflichtend und das, obwohl die Pubertät im Vergleich zu den vorhergehenden Generationen früher einsetzt. Eine qualitativ hochwertige sexuelle Aufklärung scheint daher für alle Kinder vor Einsetzen der Pubertät sinnvoll
„Frontalunterricht kontra Freiarbeit“ : Eine empirische Untersuchung zur Umsetzung botanischer Themen im Biologieunterricht der Sekundarstufe I
Der Frontalunterricht, die bekannteste Unterrichtsmethode, wird durch die dominierende, organisierende Lehrerrolle geprägt. Er stellt eine lehrerzentrierte Unterrichtsform dar, dem das selbstständige Lernen mit Handlungs- und Schülerorientierung gegenübersteht. Selbstständiges Lernen ist immer im Zusammenhang von Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbstkontrolle zu sehen. Das selbstständige Lernen kann in verschiedenen Unterrichtsformen praktiziert werden. In der vorliegenden Arbeit werden die Unterrichtsmethoden Freiarbeit und Frontalunterricht gegenübergestellt. Zum Thema Pfl anzen im Biologieunterricht wurden jeweils zwei fünfte Klassen an zwei Gymnasien über einen Zeitraum von vier Schulstunden mit jeweils einer der Unterrichtsmethoden unterrichtet. Die Untersuchung zeigt, dass die Freiarbeit in den meisten Fällen wesentlich bessere Lernerfolge bei den Schülern bewirkt als der Frontalunterricht
Naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnung durch Modelle – Modellverständnis als Grundlage für Modellkompetenz
Das Modellverständnis als Element von Modellkompetenz wird durch folgende Aspekte strukturiert: die Definition des Begriffs „Modell“, Kriterien für Modelle, Zweck von Modellen, Veränderbarkeit von Modellen und multiple Modelle. Schüleraussagen zu diesen Kriterien werden in Anlehnung an CAREY et al. (1989), DRIVER et al. (1996) und GÜNTHER et al. (2004) qualitativ drei Levels zugeordnet. 70 Schülern der neunten Jahrgangsstufe an zwei Berliner Gymnasien wurden im Biologieunterricht offene Fragen zu ihrem Modellverständnis zur schriftlichen Bearbeitung vorgelegt. Die Antworten wurden nach der qualitativen Inhaltsanalyse (MAYRING 2003) ausgewertet. Ein Schwerpunkt in den erfassten Schülervorstellungen sind die deskriptiven Aspekte von Modellen, das heißt sie werden vorwiegend in ihrer Anschauungsfunktion wahrgenommen. Die Rolle von Modellen im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess wurde in der Regel nicht erkannt. Darüber hinaus waren die Vorstellungen der Schüler bezogen auf die theoretischen Aspekte von Modellen häufi g inkonsistent. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung stellt sich demnach die Struktur des Modellverständnisses der Schüler als eher mosaikartig dar und weist auf ein kompartimentalisiertes Wissen über Modelle hin
Herbstlaubfärbung und Blattfall Vorstellungen von Schülern der Grundschule
Es wird eine empirische Studie (Fragebogen und halbstrukturierte Interviews) vorgestellt, in welcher Kenntnisse und Vorstellungen in der 4. Jahrgangsstufe zu den herbstlichen Veränderungen an Bäumen ermittelt wurden. Die Erhebung hat sowohl häufi ger vorkommende Vorstellungen zu einzelnen Aspekten aufgezeigt als auch solche von großer Heterogenität. Aufgrund der Interviews werden drei unterschiedliche, besonders markante Konzepte vorgestellt. Abschließend wird erörtert, wie man die Vorstellungen zu Blattfall und Verfärbung im Unterricht ausdifferenzieren könnte. Schwerpunkte sind zunächst die Beobachtung der Phänomene, dann die Erarbeitung von Ursache und Wirkung (z.B. bei Vorbereitung und Bedeutung des Blattfalls; die endogene Komponente), des Zusammenhanges zwischen Nährstoffrücktransport und der Verfärbung
Eine Analyse von Biologie-Schulbüchern - unter besonderer Berücksichtigung des Experimentierens mit Pflanzen
Eine knappe Erläuterung zum Untersuchungsgegenstand „Schulbuch“ und „Experiment“ und zur wissenschaftlichen Schulbuchforschung dient als theoretischer Hintergrund für die Schulbuchanalyse. Ausgewählt wurden hierzu die aktuellen nordrhein-westfälischen Schulbücher für die fünfte und sechste Jahrgangsstufe der Hauptschule. Es wird ein eigenständig entwickeltes Analyseschema vorgestellt, welches Kriterien zur Charakterisierung und Beurteilung der Bücher enthält und als Vorschlag für eine Schulbuchanalyse durch Lehrer verstanden wird. Die Ergebnisse der Schulbuchanalyse und des Schulbuchvergleichs werden diskutiert. Die Durchführung einer Meinungsbefragung von Schülern bezüglich Schulbüchern und Versuchen wird in diesem Heft gesondert vorgestellt
Freilandforschung im Unterricht – Erforschung ökologischer Grundprinzipien am Beispiel von Laufkäfern verschiedener Lebensräume : Ein Unterrichtsvorschlag für die gymnasiale Oberstufe
Ökologische Grundprinzipien sind ohne Beispiele oft schwer zu vermitteln. Ziel der in dieser Arbeit vorgestellten Unterrichtsreihe ist die Vermittlung ökologischer Grundprinzipien anhand einer Freilandstudie, die von Schülern selbst geplant und durchgeführt wird. Auf Basis von in unterschiedlichen Lebensräumen gefangenen und mit Hilfe eines speziell angefertigten Bestimmungsschlüssels bestimmten Laufkäfern können die Schülerinnen und Schüler zuvor aufgestellte Hypothesen zu folgenden ökologischen Fragestellungen prüfen: (1) Unterscheiden sich Lebensräume durch ihre Artenspektren? (2) Gibt es Unterschiede hinsichtlich bestimmter morphologischer Merkmale der betrachteten Arten? (3) Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten dieser Merkmale und gewisser Eigenschaften der die Arten beherbergenden Lebensräume? Der Artikel enthält ausführliche methodisch-technische Hinweise zur Durchführung des Experimentes und zur Auswertung der Ergebnisse. Ebenso werden inhaltliche Informationen zu relevanten ökologischen Grundbegriffen, den untersuchten Lebensräumen und über die Gruppe der Laufkäfer gegeben. Die Ergebnisse einer Beispielstudie sind ebenfalls dargestellt
Missliche Missverständnisse bei dem Begriff Evolution, sachlogisch/didaktische Lösungs-Vorschläge
Praxisrelevante Sicherungsmethoden im bilingualen Biologieunterricht
Von den naturwissenschaftlichen Fächern wird Biologie am häufi gsten bilingual unterrichtet. In diesem Fall ist das Fach Biologie von dem bekannten Dilemma betroffen, dass die teilnehmenden Schüler gelegentlich die Unterrichtsinhalte kognitiv besser bewältigen, als sie sich (fremd-)sprachlich artikulieren können. Auch aus diesem Grund bedarf es besonderer Maßnahmen, um eine inhaltliche und sprachliche Festigung der Unterrichtsinhalte sicher zu stellen. Der Beitrag diskutiert den Stellenwert dieser besonderen Sicherungsmethoden und nennt Kriterien zu ihrer Auswahl. Praxiserprobte und bewährte Sicherungsmethoden für den bilingualen Biologieunterricht werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Kriterienprofile miteinander verglichen