Interculture Journal (Universität Jena)
Not a member yet
68 research outputs found
Sort by
Strengthening relationships between Erasmus+ students and residents of the host country – impact factors and policies
Beziehungen zu den Bewohner*innen des Gastlandes beeinflussen, wie Erasmus+-Studierende durch ihren Auslandsaufenthalt Fähigkeiten und Kenntnisse entwickeln. In der hier vorgestellten Studie wurde untersucht, welche Faktoren diese Beziehungen begünstigen oder behindern. Hierfür wurde ein Modell erstellt, welches die Wirkungen der Variablen Wichtigkeit kultureller Identität, Stärke des stereotypen Bildes von der lokalen Bevölkerung, Einstellung gegenüber kulturellen Unterschieden und Sprachkenntnisse auf die Qualität und Quantität der betrachteten Beziehungen beinhaltet. Darauf aufbauend wurden Erasmus+-Studierende zu ihren Beziehungen zu den Bewohner*innen des Gastlandes befragt. Die Daten wurden mithilfe eines Online-Fragebogens von Erasmus+-Studierenden in Göttingen erhoben. Aus den Ergebnissen und den theoretischen Überlegungen wurden Maßnahmen entwickelt, um die Beziehungen zu stärken und negative Auswirkungen auf die Beziehungsbildung zu vermeiden. Besonders fokussiert wurden Faktoren, die Erasmus+-Studierende selbst beeinflussen können. Als entscheidende Einflussvariablen erwiesen sich die Stärke und der Inhalt des stereotypen Bildes Erasmus+-Studierender, ihre Einstellung gegenüber kulturellen Unterschieden, beziehungshinderliche Aspekte intergruppaler Kommunikation sowie bestehende soziale Netzwerke. Zukünftig gilt es, die daraus erarbeiteten Maßnahmen empirisch zu erproben.Relationships with the residents of the host country influence how Erasmus+ students develop skills and knowledge during their stay abroad.The study presented here investigated which factors favor or hinder these relationships. For this purpose, a model was created which includes the effects of the variables importance of cultural identity, strength of the stereotypical image of the local population, attitude towards cultural differences and language skills on the quality and quantity of the relationships under consideration. Building on this, Erasmus+ students were asked about their relationships with the residents of the host country. The data was collected from Erasmus+ students in Göttingen using an online questionnaire. Based on the results and theoretical considerations, measures were developed to strengthen relationships and avoid negative effects on relationship building. Particular focus was placed on factors that Erasmus+ students themselves can influence. The strength and content of the stereotypical image of Erasmus+ students, their attitude towards cultural differences, aspects of intergroup communication that hinder relationships and existing social networks proved to be decisive influencing variables. In the future, it will be necessary to empirically test the resulting measures
Linguistic Awareness of Cultures. Grundlagen eines Trainingsmoduls.: Bernd Müller-Jaquier
Was ist Globalisierung? Irrtümer des Globalismus – Antworten auf Globalisierung.: Ulrich Beck
Intercultural Entrepreneurship: Exploring a Terra Incognita
Die bisherige international ausgerichtete Entrepreneurship-Forschung beschäigt sich hauptsächlich mit kontrastiven und statischen Wertevergleichen. Vernachlässigt wird jedoch eine kontextualisierte und systemische Sichtweise, die das soziokulturelle Umfeld von Entrepreneuren und ihre spezifischen Ressourcen berücksichtigt. Bisher ist dies auch ein nicht erforschter Bereich des interkulturellen Managements. Da interkulturelle Phänomene eine zentrale Rolle für Entrepreneure und Start-ups spielen, ist das neue Praxis- und Forschungsfeld des Intercultural Entrepreneurships bedeutend und notwendig. Es erscheint daher sinnvoll, die beiden Felder interkulturelles Management und Entrepreneurship zusammenzuführen. Die Forschung interessiert sich für Auswirkungen von Kultur und interkulturellen Interaktionen auf Entrepreneurship. Der Praxis ist daran gelegen, die zahlreichen (inter)kulturellen Ressourcen von Entrepreneuren zielgerichtet für die unternehmerische Wertschöpfung zu nutzen. Anhand des Unternehmensfallbeispiels BioNTech des deutsch-türkischen Entrepreneur-Paares Uğur Şahin und Özlem Türeci illustrieren wir diese Verknüpfung von Entrepreneurship und interkulturellem Management.The internationally oriented entrepreneurship research to date is mainly concerned with contrastive and static value comparisons. Entrepreneurship research so far neglects a contextualized and systemic view that considers the socio-cultural environment of entrepreneurs as well as their specific resources. At the same time, this is also an unexplored area of intercultural management. However, intercultural phenomena play a central role for entrepreneurs and start-ups, which makes the new practice and research field of inter-cultural entrepreneurship indispensable. This is why it is highly relevant to merge the two fields of intercultural management and entrepreneurship. On one hand, researchers are interested in the effects of culture and intercultural interactions on entrepreneurship. Practitioners on the other hand can use the numerous (inter)cultural resources of entrepreneurs for entrepreneurial value creation. We illustrate this link between entrepreneurship and intercultural management through the case study of the German-Turkish entrepreneurial couple Uğur Şahin and Özlem Türeci and their company BioNTech