Interculture Journal (Universität Jena)
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Kultur und Kulturwissenschaft ; Kultur, Kollektiv, Nation ; Das Paradigma Kollektiv. Neue Einsichten in Vergesellschaftung und das Wesen des Sozialen: Klaus Peter Hansen
Muster und Institution: Untersuchungen zur schulischen Kommunikation: Konrad Ehlich / Jochen Rehbein
Teaching and Assessing Intercultural Communicative Competence. Revisited.: Michael Byram
The Construction of Intercultural Discourse. Team Discussions of Educational Advisers.: Tom Koole / Jan D. ten Thije
Organizations and Management in Cross-Cultural Context: Zeynep Aycan / Rabindra N Kanungo / Manuel Mendonca
Home as intercultural practice
Wie ist Heimat unter Einbeziehung von Migrations- und Fluchtdynamiken sowie anderer disruptiver Veränderungen zu denken? Diese Frage wird anhand von narrativen Interviews mit geflüchteten Menschen und mithilfe von Weiterentwicklungen der Kulturansätze von Volker Hinnenkamp und Michael Agar betrachtet. Der interkulturelle Ansatz wird aufgegriffen, um ihn auf Heimatkonzepte von geflüchteten Menschen in Deutschland zu übertragen und daraus das Konzept des Übergangs „von having Heimat zu doing Heimat“ zu entwerfen. Doing Heimat entspricht dabei einem kollaborativen Prozess interkultureller Interaktionen, der alle Bürger*innen betrifft. Heimat wird in diesem Beitrag als interkulturelle Praxis, die erst durch Interaktionen und Aushandlungsprozesse entsteht und bei der Reziprozität sowie Beziehungsaufbau ausschlaggebend sind, erschlossen. Perspektiven auf die Ausgestaltung von Heimat können sich durch neue Aushandlungsprozesse und deren Reflexion verschieben, wie es anhand des gesellschaftlichen Wandels bei Gastarbeiter*innen der 1950er und 1960er Jahre bis zu den aktuellen Zugewanderten (zu denen die Interviewpartner zählen) gezeigt wird.How can we think of home in terms of migration, refuge dynamics, and disruptive change? This question is addressed by means of narrative interviews with refugees and by further developing the cultural approaches of Volker Hinnenkamp and Michael Agar. The intercultural approach is transferred to concepts of refugees’ home in Germany and from this to design the concept of a transition „from having home to doing home“. ‘Doing home’ corresponds to a collaborative process of intercultural interactions that affects all citizens. In this paper, home is developed as an intercultural practice that emerges through interactions and negotiation processes and in which reciprocity and relationship building are crucial. New negotiation processes and their reflection can shift perspectives on the shaping of home, as the social transformation from guest workers of the 1950s and 1960s to today’s immigrants (to which the interviewees also belong) shows