Interculture Journal (Universität Jena)
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    “Interaction first“: The Synergy between transcultural Learning and Focusing

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    Dieser Artikel untersucht die Verbindung zwischen transkulturellem Lernen und Focusing (nach dem austroamerikanischen Philosophen und Psychotherapeuten Eugen Gendlin, 1926–2017). Hintergrund von Focusing ist Gendlins Experiencing Theory, die in diesem Artikel in Bezug zum relationalen Paradigma, insbesondere zu Kenneth Gergens Theorie des Relational Being gesetzt wird. Ausgehend von der Annahme, dass relationales Denken richtungsweisend beim Umgang mit kultureller Komplexität ist, geht der Text folgenden Fragen nach: Wie kann ich lernen, mich selbst (mehr) relational und prozesshaft zu denken und zu erleben? Wie kann ich konkret üben, nicht unbewusst in trennende Sichtweisen zu verfallen? Oder anders formuliert: Wie lässt sich relationales Denken und Handeln praktisch kultivieren? Es wird untersucht, inwiefern die Praxis des Focusing einen effektiven Lernweg in diese Richtung darstellt. Schrittweise wird herausgearbeitet, wie in einem Focusing-Setting relationales Dasein erlebt, reflektiert und konzeptuell begriffen werden kann. Daran anschließend wird beschrieben, was sich daraus für transkulturelles Lernen gewinnen lässt. Abschließend werden konkrete Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt. This article explores the connection between transcultural learning and Focusing (after the Austro-American philosopher and psychotherapist Eugen Gendlin, 1926–2017). The background of Focusing is Gendlin’s Experiencing Theory, which in this article is related to the relational paradigm, in particular to Kenneth Gergen’s theory of Relational Being. Based on the assumption that relational thinking points the way forward in dealing with cultural complexity, the text explores the following questions: How can I learn to think and experience myself (more) relationally and processually? How can I practice not unconsciously falling into divisive perspectives? Or to put it another way: How can relational thinking and acting be cultivated in practice? In this article, the extent to which the practice of Focusing represents an effective learning path in this direction is being investigated. Step by step, we will work out how relational existence can be experienced, reflected upon and conceptualized in a Focusing setting. This is followed by a description of what can be gained from this for transcultural learning. Finally, concrete possibilities for implementation are presented

    Editorial

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    Rapport in Intercultural Interaction : Analysing Relational Alignment/Misalignment via the TRIPS Framework

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    Dieser Artikel untersucht Rapport in interkulturellen Interaktionen auf interdisziplinäre Weise. Er stützt sich insbesondere auf konzeptionelle Arbeiten aus der zwischenmenschlichen Pragmatik zu Höflichkeit und Beziehungsarbeit und analysiert eine problematische Beziehung am Arbeitsplatz unter Anwendung des TRIPS-Frameworks für Rapportmanagement. TRIPS ist ein Akronym für die fünf wichtigsten pragmatischen Variablen, die die Kommunikation beeinflussen und die bei Management und/oder Analyse von Rapport berücksichtigt werden müssen. Dieser Ansatz stellt nicht Kultur in den Vordergrund, sondern nimmt die Interaktion als Ausgangspunkt und berücksichtigt dann die verschiedenen Faktoren, die beeinflussen, wie Menschen auf die Interaktion reagieren und sie interpretieren, wenn sie nicht mit dem übereinstimmt, was sie wollen oder erwarten.This article takes an interdisciplinary approach to studying rapport in intercultural interaction. Drawing particularly on conceptual work within interpersonal pragmatics on politeness and relational work, it analyses a problematic workplace relationship by applying the TRIPS rapport management framework. TRIPS is an acronym for the five key pragmatic variables that affect communication and that need to be taken into account when managing and/or analysing rapport. This approach does not foreground culture, but rather takes interaction as the starting point and then considers the various factors that affect how people react to, and interpret, the interaction when it is not in line with what they want or expect

    Social Cohesion and Cultural Sensitivity in a Multicultural Nursing Home: A Relational Approach from a Communication Theory Perspective

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    Im vorliegenden Beitrag werden die Konzepte des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Kultursensibilität entlang desempirischen Beispiels einer multikulturellen Senioreneinrichtung diskutiert und an einen relationalen und kommunikationstheoretisch fundierten Zugang zu kultureller Komplexität angebunden. Anhand von (a) Diskursfragmenten innerhalb der institutionellen Rahmung der Pflegeeinrichtung, (b) Interviews mit Mitarbeitenden des Seniorenzentrums und (c) ethnografischen Feldnotizen wird das Zusammenspiel zwischen Diskursen, individuellen Einstellungen und ihrer interaktionalen Aushandlung herausgearbeitet. Auf dieser Grundlage werden Kultur und kulturelle Komplexität über den adressierten Pflegekontext hinaus als ein relationaler Prozess entworfen, der individuelle Deutungsmuster, gesellschaftlich und medial etablierte Narrative, aber auch situative, institutionelle bzw. organisationale Kontexte interaktional miteinander verschränkt.In this article, the concepts of social cohesion and cultural sensitivity are discussed along the empirical example of a multicultural nursing home and linked to a relational and communication theory-based approach to cultural complexity. Based on (a) discourse fragments within the institutional framing of the care facility, (b) interviews with employees of the nursing home and (c) ethnographic field notes, the interplay between discourses, individual attitudes and their interactional negotiation is elaborated. On this basis, culture and cultural complexity are conceptualized beyond the addressed care context as a relational process that interweaves individual patterns of interpretation, socially and medially established narratives, as well as situational, institutional, and organizational contexts through interaction

    Criminal relationality on the net: The brouteurs in francophone West Africa

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    Die digitale Technologie hat der Globalisierung neue Impulse verliehen, wobei neue zwischenmenschliche Beziehungen auf der Basis virtueller Nähe entstanden sind. Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Erkundung virtueller Interrelationen zwischen Akteuren aus zentralen und peripheren Weltregionen. In diesem Sinne geht die Studie darauf ein, wie junge afrikanische Männer Dating-Plattformen missbrauchen, um ‚westliche‘ Liebespartner zu umwerben und schließlich zu erpressen. Dies avanciert zu einer Subkultur im Kontext der globalen Moderne, wobei diese betrügerischen Beziehungen sich in eine gesamtgesellschaftliche Wahrnehmung von ‚weißen‘ Menschen in afrikanischen Gesellschaften einbetten.Digital technologies enhance the gesture of globalization where new interindividual relationships emerge based on virtual proximity. My paper analyses these virtual interactions involving people from central and peripheral regions. For this instance, it explores how young Africans misuse internet to abuse their western dating partners. This leads to a subculture in the context of global modernism, in which the fake relationship is embedded in general perceptions of white men in African societies

    Deutschland. Globalgeschichte einer Nation: Andreas Fahrmeir

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    ECILP – European Certificate for Intercultural Learning Professionals: Ein europaweiter Zertifizierungsrahmen für Berufstätige im interkulturellen Kontext

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    In den letzten Jahren haben sich Sichtweisen und Zugänge zur Erforschung interkultureller Kompetenzen deutlich verändert. Aufgrund zunehmender Differenzierung der Definition(en) des Forschungsgegenstandes selbst sowie der Diversifizierung von Vermittlungstätigkeiten wie Trainings, Coachings, Beratungen etc. wird nicht mehr allein der kognitive Aspekt in den Vordergrund der Kompetenzen interkulturell Berufstätiger gestellt; vermittelt werden ebenfalls Aspekte von Erfahrung, Verhalten, praktischen Fähigkeiten, (Selbst-)Reflexion u.v.m. Als Konsequenz daraus ergibt sich, dass Berufstätige im interkulturellen Kontext über Kompetenzen verfügen sollten, die über den – lange Zeit erfolgreich gelehrten – kognitiven Ansatz, Länder miteinander zu vergleichen, hinausgehen. Umso mehr gilt dies für diejenigen, die interkulturelle Kompetenzen lehren und vermitteln. Diese Anforderungen auf europäischer Ebene sicherzustellen und sichtbar zu machen, ist das Ziel des durch die Europäische Union geförderten Projektes ECILP (European Certificate for Intercultural Learning Professionals).1 Durch die Schaffung eines europaweiten Zertifikats für Berufstätige im interkulturellen Kontext soll diesen, vor allem in der Bildung Tätigen, ermöglicht werden, eine konkrete Einschätzung ihrer interkulturellen Kompetenzen vorzunehmen, um Anforderungen der internationalen Wirtschaft, Verwaltung, sozialen Arbeit etc. entsprechen zu können. In diesem Artikel werden die Zielsetzung des Zertifizierungsrahmens vorgestellt und seine Hauptelemente beschrieben.The field of intercultural competences has changed significantly in recent years. Due to an increasing differentiation of the definition(s) of the research object itself as well as the diversification of facilitating activities such as training, coaching, counselling, etc., the cognitive aspect is no longer the sole focus of the competences of intercultural professionals; aspects of experience, behaviour, practical skills and self-reflection etc. are also taught. Consequently, professionals in the intercultural context should have competences that go beyond the cognitive approach of comparing countries, which was successfully taught for long time. This applies even more to those who teach and impart intercultural competences. In order to ensure these requirements at the European level and to make them visible, the ECILP (European Certificate for Intercultural Learning Professionals) project, funded by the European Union, aims to create a Europe-wide certificate for professionals working in an intercultural context). It will enable especially trainers, coaches, mediators, etc. to assess their intercultural competences to meet today’s requirements in international economy, administration, social work and other fields. The project’s objective is to create a European certificate for Intercultural Learning Professionals. The article presents the objective of the certificate and describes its main elements

    Editorial

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    oai:journals.uni-jena.de:article/

    Gibt es eine kulturelle Identität? Yves Bizeul und Dennis Bastian Rudolf

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