o-bib - Das offene Bibliotheksjournal (VDB - Verein Deutscher Bibliothekare e.V.)
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Begegnungen schaffen – aber wie? Bibliotheken als gesellschaftliche Begegnungs- und Kooperationsorte
Eine Frage der Einstellung: Von Repositorien, Fächern und Menschen im Zuge der digitalen Transformation
Am Beispiel des medienwissenschaftlichen Open-Access-Fachrepositoriums media/rep/ wird exemplarisch illustriert, wie Fachrepositorien in ihren Fächern die fachkulturelle Transformation als Teilaspekt einer übergreifenden digitalen Transformation unterstützen können und warum es hierfür notwendig ist, soziale und technische Aspekte konsequent zusammenzudenken. Mit Blick auf das Forschungsdatenmanagement wird dargestellt, wie sich der fachkulturelle Wandel in einer Disziplin wie der Medienwissenschaft vollzieht, was dies letztlich für die entsprechenden Fachrepositorien bedeutet und welche Maßnahmen sich daraus ergeben, um diesen Herausforderungen zu begegnen.Using the example of the Open Access media studies repository „media/rep/“, this article illustrates how subject repositories can support the transformation in their communities according to the culture of their domain as a partial aspect of an overarching digital transformation and why it is necessary to consistently think together social and technical aspects for this purpose. With a view to research data management, it is shown how the domain-specific transformation takes place in a subject area such as media studies, what this ultimately means for the corresponding subject repositories and what the resulting measures are to meet these challenge
Alles online – alles easy – oder doch nicht? : Warum wir den Mikrofilm für Zeitungen in Bibliotheken und Archiven auch im digitalen Zeitalter noch brauchen
Das Informationsbudget: Konzept und Werkstattbericht
Die Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens in den Open Access ist Anstoß zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Ausgaben für den Zugriff auf wissenschaftliche Literatur einerseits und für das Publizieren andererseits. Was in einem Publish & Read-Vertrag im Kleinen geschieht, muss ebenso insgesamt der Ansatz sein, so auch die Forderung aus Forschungsförderung (DFG) und Politikberatung (Wissenschaftsrat). Dieser Beitrag spannt – vermutlich erstmals – ein Informationsbudget sowohl in seiner ganzen Breite als auch in der für die praktische Umsetzung notwendigen Detaillierung auf, und zwar sowohl für die Ausgabenseite wie auch für die Finanzierungsquellen. Mit einem eingebundenen „Werkstattbericht“ wird am Beispiel des Forschungszentrums Jülich die Praxistauglichkeit des Konzepts gezeigt.The transformation of scientific publishing into Open Access is the impetus for a holistic view of the expenditure both for access to scientific literature and for publishing. What happens in a Publish & Read contract on a small scale must also be the approach overall, in accordance with the demands from funders (DFG, German Research Foundation) and policy advice (WR, German Science and Humanities Council). This article presents – probably for the first time – an information budget in its entire breadth as well as in the detail necessary for practical implementation, both for the expenditure side and for the sources of funding. Included is a “workshop report” which demonstrates the practical suitability of the concept using the example of Forschungszentrum Jülich
Organisationsentwicklung an der Freien Universität Berlin: Ergebnisse aus dem Change-Projekt "Wandel@FU-Bib"
An der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin sind zwischen Mai 2019 und Mai 2021 im Rahmen eines umfassenden Change-Projekts weitreichende Veränderungen in der Organisation auf den Weg gebracht worden. Mit dem Ziel einer Ausrichtung an den Bedürfnissen der Nutzenden und einer Fokussierung auf die digitale Zukunft von wissenschaftlichen Bibliotheken wurde erstmalig eine Strategie formuliert. Außerdem ist die Organisation an verschiedenen Stellen umgestaltet worden, um die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen produktiv und zusammen mit den Angehörigen der Universität bearbeiten zu können. Dieser Beitrag erläutert den Verlauf des Projekts und seine wichtigsten Ergebnisse, beleuchtet einzelne Aspekte des Prozesses und wirft einen Blick auf die nächsten Schritte der Organisationsentwicklung.At the University Library of Freie Universität Berlin, far-reaching changes in the organization have been initiated between May 2019 and May 2021 as part of a comprehensive change project. A strategy was formulated for the first time with the aim of aligning the library with the needs of users and focusing on the digital future of academic libraries. In addition, the organization has been redesigned at various points to be able to work productively and together with the members of the university on current and future challenges. This article explains the course of the project and its most important results, highlights some aspects of the process, and takes a look at the next steps in organizational development
Keine falsche Scheu: Wie geisteswissenschaftliche Fachreferate von den Digital Humanities profitieren können
Dieser Beitrag widmet sich in unterschiedlichen Perspektiven dem Zusammenspiel von Fachreferat und Digital Humanities. Insbesondere wird dabei der Frage nach dem Potential der Digital Humanities für spezifische Tätigkeiten im Fachreferat nachgegangen. Da die Autor*innen vor ihrem Einstieg ins Fachreferat selbst in den Digital Humanities tätig waren, wird im Beitrag auch thematisiert, welche für ein Fachreferat gewinnbringende Qualifikationen sich durch die vorherige Tätigkeit in den Digital Humanities ergeben können. Dabei wird aber auch auf Grenzen und Gefahren eingegangen, die mit einer Überforderung des Fachreferats im Kontext neuer digitaler Arbeitsweisen einhergehen können.The article – a compendium of different perspectives on the interaction between subject librarians and digital humanities – explores the potential impact of digital humanities on specific activities of subject librarians. Given the authors’ experience in the field of digital humanities over several years before joining academic libraries, the article also discusses the skills that a subject librarian can gain through previous experience in digital humanities. This includes possible limitations and dangers that may arise from overstraining subject librarians in the context of new digital work style
Erste Open Science Policy an einer Universität in Deutschland: Grundsätze zur Umsetzung von Open Science an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
Multiplikator*innen für eine offene Wissenschaft: Das Konzept der Train-the-Trainer-Workshops von open-access.network
Volltexte für die Forschung: OCR partizipativ, iterativ und on Demand
Für die Forschungsarbeit mit digitalisierten Quellen stellt die Leistung der Volltexterkennung, also die Genauigkeit der Optical Character Recognition (OCR), eine wesentliche Grundlage dar. Die Volltexterkennung avanciert damit zu einem Qualitätskriterium von digitalen Sammlungen und Bibliotheken müssen als zentrale Digitalisierungsakteure ihrer Verantwortung im Hinblick auf die Evidenz von auf Volltexten basierenden wissenschaftlichen Ergebnissen gerecht werden. Ausgehend von einer Digitalisierung, die explizit an der Zielgruppe der digitalen Forschung ausgerichtet ist, greift der folgende Beitrag Formate und Workflows zur Organisation der Volltexterkennung als partizipativen und iterativen Prozess in Zusammenarbeit mit der Forschung auf. Vor dem Hintergrund der aktuellen OCR-D-Förderphase wird ein on-Demand-Ansatz, bei dem OCR-Prozesse nach spezifischen Bedarfen durchgeführt werden, vorgestellt.For working with digitized sources in research, the quality of full-text recognition, i.e. the accuracy of Optical Character Recognition (OCR), is essential. Full-text recognition is thus advancing to become a quality criterion of digital collections, and libraries – as central actors in digitization – must live up to their responsibility regarding the evidence of scientific results based on full text. Starting from a digitization process that is explicitly oriented towards digital research, the paper discusses formats and workflows for organizing full-text recognition as an iterative and participatory process in collaboration with researchers. Against the background of the current OCR-D funding phase, the paper also presents an on-demand approach for OCR processes according to specific requirements
Der Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement in NRW: Eine modular aufgebaute Weiterqualifikation für das professionelle Datenmanagement
Die Digitalisierung hat das Potential, in allen Forschungsfeldern die Qualität und Effizienz und damit auch den gesellschaftlichen Mehrwert signifikant zu erhöhen. Um diese Prozesse zu ermöglichen und zu gestalten, braucht es geschultes Personal zur Unterstützung der Forschenden. Für die konsequente Umsetzung von Open-Science und der FAIR-Prinzipien an Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Initiativen wie der Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) oder der European Open Science Cloud (EOSC) ist ein professionelles Forschungsdatenmanagement ein Kernelement, welches neben technischer Infrastruktur eben auch Personen mit einem breiten Spektrum an Expertisen – von Metadatenstandards bis zu domänenspezifischen Konventionen – beinhaltet. Aufgrund der Nachfrage in der gesamten Forschungsgemeinschaft sind solche Expert*innen an der Schnittstelle zwischen Forschung und Infrastruktur aktuell in unzureichender Zahl verfügbar. Um gezielt Personen für diese Rollen umfassend und berufsbegleitend fortzubilden, wurde der Zertifikatskurs „Forschungsdatenmanagement“ von der Technischen Hochschule Köln, ZBIW – Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung, ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften (ZB MED) und der nordrhein-westfälischen Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement – fdm.nrw als Weiterbildungsangebot konzipiert. Der erste Durchlauf wurde im Sommer 2021 gestartet und wird im Sommer 2022 enden. In diesem Artikel werden die Zielsetzungen, das Design und die Zukunft des Zertifikatskurses im Detail beleuchtet.The digitalisation has the potential to significantly increase the quality and efficiency in all fields of research and thus its value to society. Trained staff to support researchers is needed to enable and shape these processes. The key to a consistent implementation of open science and FAIR principles at research institutions, universities and initiatives such as the National Research Data Infrastructure (NFDI) or the European Open Science Cloud (EOSC) is professional research data management, which entails not only technical infrastructure but also staff with a wide range of expertise – from metadata standards to domain-specific conventions. Due to the demand across the research community, such experts working at the intersection of research and infrastructure are currently available in insufficient numbers. In order to train people specifically for these roles, the Certificate Course in Research Data Management was developed by TH Köln (University of Applied Sciences), the ZBIW – Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung, ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften and fdm.nrw – Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement NRW. The first run of this programme was launched in summer 2021 and will end in summer 2022. This article will look in detail at the objectives, design and future of the certificate course