Universität Wien: OJS-Service
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    Liebes Schreiben

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    Du begleitest mich mittlerweile fast ein Jahrzehnt. Fast zehn Jahre warst Du immer verlässlich da, wenn ich Dich gebraucht habe, und fast jedes Mal hast Du mir geholfen. Angefangen bei meiner Liebe zum Lesen, bei der Du schon präsent warst. Ein kleines Echo in meinem Kopf, das mich ermutigt hat, es einfach selbst zu versuchen. Den Stift in die Hand zu nehmen, meine Gedanken zu Papier bringen und damit vielleicht andere Menschen genauso zu berühren, wie mich ihre Geschichten begleitet haben. Klein haben Wir angefangen. Mit Notizen in einem Block, grobe Skizzierungen einer Geschichte, an die ich mich heute noch genauso gut erinnere, wie damals, als sie nichts mehr war als ein Gedankenkonzept

    Die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Wissenschaftler*innen der englischen Sprache in der Wissenschaft: Eine Replikation der Studie von Olsson und Sheridan (2012)

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    Diese Studie untersucht, wie Wissenschaftler*innen an zwei geisteswissenschaftlichen Instituten an der Universität Wien die englische Sprache im wissenschaftlichen Publikationsbetrieb erleben und wahrnehmen. Die Studie ist eine Replikationsstudie von Olsson und Sheridan (2012). Das zentrale Anliegen der Studie ist es, diese Originalstudie auf ihre Aktualität 13 Jahre später zu überprüfen. Wir arbeiten dabei mit einer digitalen Umfrage, deren Ergebnisse wir quantitativ und qualitativ auswerten. Diese Studie unterstreicht die Ergebnisse von Olsson und Sheridan (2012). Unsere Ergebnisse weisen allerdings auch darauf hin, dass Englisch in der Wissenschaft 2025 als zunehmend wichtiger wahrgenommen wird als im Jahr 2012. Ferner wird Englisch auch als eine zunehmende Bedrohungerlebt

    Monster und Menschen: Die Entwicklung des Mr Hyde als Symbol des Bösen im Film

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    Dieser Artikel betrachtet die Entwicklung der Darstellung von Robert Louis Stevensons Teilfigur Mr Hyde in Filmadaptionen. Mithilfe von Jens Eders Uhr der Figur und besonderem Fokus auf den Symbolcharakter Hydes als Personifikation des Bösen werden im Zusammenhang mit gesellschaftlichen und politischen Ereignissen zur Zeit der Veröffentlichung der Filme Trends, Tendenzen und deren Wandel in der Adaptionsgeschichte gezeigt. Anfänglich werden dazu die im Robert Dury Archiv dokumentierten Adaptionen ausgewertet, wobei sich sechs verschiedene Kategorien von Hyde‐Darstellungen feststellen lassen: (1) marginalisierte, (2) animalische/monsterartige, (3) weibliche und (4) umgekehrte Hydes sowie (5) Schauspieler*innenwechsel und (6) Hydes mit minimalen bis keinen visuellen Unterschieden zu Jekyll. Der zweite Teil der Analyse untersucht die exemplarischen Adaptionen von Rouben Mamoulian (1931) und Maurice Phillips (2002) genauer und zeigt, dass sich vom 20. zum 21. Jahrhundert die Darstellung von einer Externalisierung des Bösen zu einem internalisierten Verständnis entwickelt hat und der Ursprung des Bösen im Menschen weniger in der ‚unzivilisierten‘ Vergangenheit der Menschheitsgeschichte gesehen wird als in unverarbeiteten Traumata und unbehandelten psychischen Krankheiten.&nbsp

    Environmental Protection and Ethnic Fears of Degeneration: Günther Schwab and the Ecological Right in Austria

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    This article examines the relationship between ecological movements and far-right ideologies in Austria. It focuses on Günther Schwab, a highly decorated environmental protection pioneer and writer, who is presented as an example of the ecological right combining völkisch ideologies, biologism, and social Darwinism with nature and environmental protection issues throughout the twentieth century. As well as looking at Schwab’s involvement in National Socialism, the article shows how he integrated right-wing ecology into new environmental movements, such as the anti-nuclear movement, in the post-war period. This analysis of the long tradition of the ecological right aims to raise awareness that protecting nature and the environment has never been exclusively the domain of the left, but that right-wing actors have also been involved.This article examines the relationship between ecological movements and far-right ideologies in Austria. It focuses on Günther Schwab, a highly decorated environmental protection pioneer and writer, who is presented as an example of the ecological right combining völkisch ideologies, biologism, and social Darwinism with nature and environmental protection issues throughout the twentieth century. As well as looking at Schwab’s involvement in National Socialism, the article shows how he integrated right-wing ecology into new environmental movements, such as the anti-nuclear movement, in the post-war period. This analysis of the long tradition of the ecological right aims to raise awareness that protecting nature and the environment has never been exclusively the domain of the left, but that right-wing actors have also been involved

    Retroactive Politics: On the Secret Service Logic of Inventing Reasons

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    Die Geheimdienste bzw. Staatssicherheitsdienste der Parteidiktaturen in Osteuropa haben zur Zeit des Kalten Krieges die Opposition bzw. Kritker:innen des Systems nicht einfach beobachtet, um Gründe für eine Verhaftung zu suchen, sondern sie haben diese Gründe oft selbst produziert. Ich bezeichne eine solche Erfindung von Gründen als eine ‚retroaktive Politik‘. Retroaktivität, Ex-Post-Intentionalität oder auch Metalepse fasst in unterschiedlichen Disziplinen die Verkehrung von Ursache und Wirkung oder von vorher und nachher. Dabei geht es darum, etwas hervorzubringen, was im Nachhinein als Grund vorausgesetzt werden soll. In diesem Artikel zeige ich, wie diese Erfindung von Gründen vonstatten ging und wie eine ganz ähnliche Praxis aktuell Praxis autokratischer Politik ist.During the Cold War, the secret services and state security services of the party dictatorships in Eastern Europe did not simply observe the opposition and critics of the system in order to find reasons to arrest them, but often produced these reasons themselves. I refer to such fabrication of reasons as “retroactive politics”. Retroactivity, ex-post intentionality or metalepsis summarises the reversal of cause and effect or of before and after in various disciplines. The aim is to produce something that can be assumed to be the reason in retrospect. In this article, I show how this invention of reasons took place and how a very similar practice is currently the practice of autocratic politics

    The Grand Strategy of Cultural Intrinsic Logic: Or: What Is Actually “Indian” about the Indian Secret Service and Its New Global Significance?

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    Mit der verstärkten Multipolarität globaler Beziehungen geht auch ein gesteigertes Bedürfnis nach je eigenen Deutungsmustern und kulturellen Narrativen dieser Beziehungen einher. So vollzieht sich etwa die von Indien angestrebte politische Emanzipation vom Westen auch ganz explizit auf der Ebene kultureller Erzählungen. Ausgehend von der zunehmenden globalen Bedeutung des indischen Geheimdienstes R&AW untersucht der Beitrag die kulturellen Narrative und Darstellungsweisen dieser nationalen Emanzipationserzählung und legt dabei besonderes Augenmerk auf den Stellenwert, der darin dem etwa 2000 Jahre alten Arthaśāstra des Kautilya zugeschrieben wird.With the increasing multipolarity of global relations comes a heightened desire for culturally distinct interpretive frameworks of these relationships. In the case of India, for example, the pursuit of political emancipation from the West is also, and to a significant extent, carried out on the level of cultural narratives. Taking the growing global significance of India\u27s intelligence agency, R&AW, as a starting point, this article examines the narrative strategies that shape India’s story of political and cultural emancipation, focusing in particular on the importance attributed to the approximately 2,000-year-old Arthaśāstra by Kautilya

    Digital Editorial Work and Networking in the OA Transformation: A Report by OJSRed

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    Mit der fortschreitenden Open Access-Transformation verändert sich das Publikationswesen im Wissenschaftssystem stark und bringt dabei sowohl neue Möglichkeiten als auch Herausforderungen redaktioneller Arbeit mit sich. Neben einem deutlichen Anstieg an Open Access-Zeitschriften und Dienstleitungsangeboten ist hierbei auch eine vielseitige Organisation von Initiativen zu vermerken, welche auf verschiedenen Ebenen Vernetzungsarbeit leisten und wissenschaftspolitische Forderungen organisieren. Das 2022 gegründete Redaktionsnetzwerk ‚OJSRed‘ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vernetzung von Redaktionen verlagsunabhängiger und mit Open Journal Systems (OJS) arbeitender Open Access-Zeitschriften im DACH-Raum voranzureiben. Die vornehmlich digitale Vernetzungsarbeit ermöglicht hier ein Mit- und Voneinander-Lernen, welches auch über die redaktionelle Ebene hinaus wirksam ist und sich als nützliche Ressource in der Open Access-Transformation erweist.With the ongoing open access-transformation, publishing in the academic system is changing significantly, bringing up new opportunities and challenges for editorial work. In addition to the increased appearance of open-access journals and related services, there is a diverse organization of initiatives that foster networking at various levels and organize policy demands in the sciences. The editorial network “OJSRed”, founded in 2022, has set itself the task of promoting the networking of editorial offices of open access journals in the DACH-region that are independent of publishers and work with Open Journal Systems (OJS). The primarily digital networking work enables learning with and from each other, which shows to be effective beyond the editorial level and proves to be a useful resource within the open access-transformation

    Lob der Brandstifterin: An Excerpt

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    In dem Textausschnitt einer Erzählung wird ein verdeckter Ermittler für einen letzten Auftrag reaktiviert: Er soll die Brandstifterin, eine gefährlich gewordene Agentin, ausfindig machen und zur Strecke bringen. Angesiedelt in einer düsteren Zukunft macht sich der Ermittler auf, die Brandstifterin, mit der ihn auch eine romantische Vergangenheit verbindet, zu suchen. Es entspinnt sich eine Agenten-Geschichte, in der Jäger und Gejagte öfter die Rollen tauschen, als ihnen lieb ist, in ihren Verkleidungen täuschen sie einander. Vor dem Hintergrund einer dystopischen, weitläufigen Kulisse entfalten sich die tragischen Schicksale Einzelner. Die Wirklichkeit, wie der Ermittler sie kennt, wird brüchig und doch lässt er sich immer mehr in die Angelegenheiten der Brandstifterin als auch des langsam zusammenbrechenden Staates verwickeln. Immer mehr muss er erkennen, welche Irrwege er beschritten hat, und es höchste Zeit ist, sich neu entscheiden. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Edition Atelier (Wien).In this excerpt from a novella, an undercover investigator is reactivated for one last assignment: he is to hunt down the arsonist, a rouge agent. Set in a bleak future, the investigator sets out to find the arsonist, with whom he also shares a romantic past. An agent story unfolds in which the hunter and the hunted switch roles more often than they would like, deceiving each other in their disguises. Against the backdrop of a dystopian, expansive setting, the tragic fates of individuals unfold. The reality as the investigator knows it becomes fragile, yet he allows himself to become increasingly involved in the affairs of the arsonist and the slowly collapsing state. He is forced to recognize the wrong turns he has taken and, while it is still possible, make new decisions. Published with the kind permission of Edition Atelier (Vienna)

    Zur Geschichte des numerus Maurorum Optatianensium

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    Die vorliegende Studie untersucht die Inschriften, die während der archäologischen Kampagne 2023 in Optatiana/Sutor gefunden wurden, und die von einer Mauer stammen, die die porta principalis sinistra des römischen Kastells blockierte. Die Mauer, die aus wiederverwendeten Monumenten und Inschriften besteht, verdeutlicht die Krise in Dakien in der Mitte des 3. Jhts. Die Funde deuten darauf hin, dass die numeri Maurorum, leichte Kavallerieeinheiten, die an Grenzpatrouillen beteiligt waren, in turmae organisiert waren, die von decuriones geführt wurden. Der numerus Maurorum Optatianensium, der wahrscheinlich 500 berittene Soldaten umfasste, unterstreicht die strategische Bedeutung von Optatiana für die dakische Provinz.his study examines the inscriptions found during the 2023 archaeological campaign at Optatiana/Sutor, recovered from a wall blocking the porta principalis sinistra of the Roman fort. The wall, constructed from reused monuments and inscriptions, highlights the crisis in Dacia in the mid-3rd century AD. The evidence suggests that the numeri Maurorum, light cavalry units involved in border patrols, were organised into turmae led by decuriones. The numerus Maurorum Optatianensium, probably comprising 500 mounted troops, underlines the strategic importance of Optatiana for the Dacian province

    Biographical, poetic, and academic storytelling

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    What makes a personal story worth remembering, worth telling, even worth bringing into a seminar room? Why should everyone collect and use their stories? And could these stories make academic life less boring—and more truthful to life? In November 2025, Wolfram Aichinger offered two workshops on academic storytelling at the University of Tirana in Albania. On that occasion, he discussed some of the concerns of storytellers with Anxhela Lepuri. University teaching, he argues, cannot do without the great traditions of storytelling. But it should also draw on the small myths preserved in family picture books and on the tales told by taxi drivers on the road from Durrës to Tirana

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