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Editorial: Stimmen aus der Redaktion
Was verbinden die Redaktionsmitglieder mit Fandom und Fanfiction und warum haben sie sich entschieden, das Redaktionsteam zu bilden? Ein Einblick in die studentische Redaktionsarbeit
a study in something beyond yourself: Eine Fanfiction aus dem Proseminar
An empty house. Dark, the windows broken and blocked by torn-out floorboards. A house held together by itself. Is it working? Does it matter? The house isn\u27t real, anyways. Well, not truly. The house is you but you are yourself and yourself lies within the charred, spindle-bone remains of a place you witnessed go up in flames, long before you took the matchstick in hand. Years before. An entire lifetime ago; a whole life ago
The Imperial Berāt and the Brand: Award for Feeding Wounded Ottoman Soldiers During the First Balkan War
The Imperial Berāt and the Brand: Award for Feeding Wounded Ottoman Soldiers During the First Balkan Wa
GfM-Jahrestagung 2025: *MACHT*: vom 16. bis 19. September 2025, in Paderborn
Die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) findet heuer vom 16. bis 19. September in Paderborn statt und möchte die *MACHT*frage in den Mittelpunkt stellen. Diesmal wird dazu aufgefordert, diese Leer- und Anschlussstellen von *MACHT* aus medienwissenschaftlicher Perspektive in den Blick zu nehmen. Kommen auch Sie vorbei, die Anmeldung über ConfTool ist bis August 2025 möglich.This year\u27s annual conference of the Society for Media Studies (GfM) will take place from September 16th to 19th in Paderborn and would like to focus on the *POWER* question. This time we are asked to look at these gaps and gaps in *MACHT* from a media studies perspective. Come along too, registration via ConfTool is possible until August 2025
Vom spielbasierten zum spielenden Lernen: Digitale Spiele als kognitive Aufgaben analysieren
Digitale Spiele sind essenzieller Teile der Freizeit- und Unterhaltungskultur und ihr Einsatz wird auch im Bildungsbereich etwa durch pädagogische Plattformen unterstützt. Der spieldidaktische Forschungsstand ist bislang unbefriedigend, da oftmals die ‚innere‘ Lernhandlungsseite von digitalen Spielen in bestehenden Modellen (etwa Genre-Lern-Zuordnung) nicht durchdrungen wird. Um digitales game-based learning auf der Lern-Mikroeben zu analysieren, verwendet der Aufsatz den Raster der Tübinger Aufgabenanalyse (Maier et al. 2014), ergänzt um für digitale Spiele spezifische Form des Feedbacks (Dunwell et al. 2011). Dadurch entsteht ein aus sieben Kategorien bestehendes Raster, das das Verständnis vom spielbasierten zum spielenden Lernen – als Tätigkeit gedacht – verschiebt und Games als Lernaufgaben analysiert. Damit können Spieldidaktisierungen konzeptualisiert oder evaluiert werden. Produktionsseitig können Developer Spiel- und Lernmechaniken effektiver verbinden.Digital games are an essential part of leisure and entertainment culture and their use is also supported in the education sector, for example through educational platforms. The current state of research on game didactics is unsatisfactory, as the ‘inner’ learning behaviour side of digital games is often not penetrated in existing models (e.g. genre as learning classification). In order to analyse digital game-based learning at the learning micro-level, the article uses the Tübingen task analysis grid (Maier et al. 2014), supplemented by a form of feedback specific to digital games (Dunwell et al. 2011). This results in a grid consisting of seven categories that shifts the understanding from game-based to learning through play – conceived as an activity – and analyses games as learning tasks. This allows game didactics to be conceptualised or evaluated. On the production side, developers can combine game and learning mechanics more effectively
Rezension: "Der Götzendiener" von Joann Sfar, aus dem Französischen von Marcel Le Comte
Joann Sfars autobiographische Comics sind wie seine fiktiven Geschichten eine faszinierende Mischung aus Realem, Erträumten, Möglichem und Unmöglichem. Stand in seinem Buch Die Synagoge sein Vater im Mittelpunkt, so kreist Der Götzendiener um seine früh verstorbene Mutter und ihrem bestimmenden Platz im pittoresken Universum des französischen Zeichners und Erzählers.Joann Sfar’s autobiographical comics, like his fictional stories, are a fascinating mixture of the real, the dreamed, the possible and the impossible. While his book Die Synagoge focuses on his father, Der Götzendiener revolves around his mother, who died young, and her defining place in the picturesque universe of the French illustrator and storyteller
Ideology Critique in the Age of Algorithmic Governance: On the Transformative Power of Critical-Reflexive Media Pedagogy in a Platformized Society
Christian Filk entwickelt Ideologiekritik als wesentlichen Bestandteil der Medienpädagogik in der plattformisierten Gesellschaft. Auf der Grundlage deutscher und englischer Forschungsarbeiten analysiert er anhand eines dreidimensionalen Rahmens, der diskursive Narrative, strukturelle Arrangements und Subjektivierungseffekte untersucht, wie digitale Plattformen neoliberale Machtverhältnisse im Bildungskontext naturalisieren. Gegen die hegemoniale Logik des Plattformkapitalismus schlägt Filk eine kritisch-reflexive Medienpädagogik vor, die auf vier normativen Prinzipien basiert: digitale Reife, technologische Solidarität, digitale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Sein Artikel integriert deutsche und internationale Forschung und zeigt Konvergenzen in kritischen Ansätzen zum digitalen Kapitalismus auf. Er kombiniert rigorose Analyse mit transformativen Praktiken wie algorithmischer Dekonstruktion und commons-basierter Produktion und geht damit über herkömmliche Ansätze der digitalen Bildung hinaus. Filk kommt zu dem Schluss, dass die Verwirklichung dieser kritisch-reflexiven Praxis einen nachhaltigen internationalen Dialog und den Aufbau von Koalitionen über Disziplinen und geopolitische Grenzen hinweg erfordert.Christian Filk develops ideology critique as essential for media pedagogy in the platformized society. Drawing on German and English scholarship, he analyzes how digital platforms naturalize neoliberal power relations in educational contexts through a three-dimensional framework examining discursive narratives, structural arrangements, and subjectivation effects. Against platform capitalism’s hegemonic logic, Filk proposes critical-reflexive media pedagogy based on four normative principles: digital maturity, technological solidarity, digital justice, and ecological sustainability. His article integrates German and international research, demonstrating convergence in critical approaches to digital capitalism. He combines rigorous analysis with transformative practices like algorithmic deconstruction and commons-based production, transcending conventional digital literacy approaches. Filk concludes that realizing this critical-reflexive practice requires sustained international dialogue and coalition building across disciplines and geopolitical boundaries
Zur Unfähigkeit des Extremismus. Eine ideologiekritische Analyse
Der Beitrag blickt auf den Begriff „Extremismus“ und setzt sich mit dessen epistemologischer und ideologiekritischer Produktivität auseinander. Handelt es sich um eine Kategorie innerhalb einer Taxonomie politischer Gruppen und Ideologien? Was sind die wesentlichen Merkmale, die mit dem Begriff „Extremismus“ beschrieben werden? Und: für welche Zielgruppen kann der Begriff ein brauchbares Instrument im Rahmen der Ideologiekritik sein?The article looks at the term “extremism” and examines its epistemological and ideology-critical productivity. Is it a category within a taxonomy of political groups and ideologies? What are the essential characteristics that are described by the term “extremism”? And: for which target groups can the term be a useful tool in the context of ideology criticism
Brigitte Peucker, Ido Lewit (Hg.): New Approaches to Ernst Lubitsch. A Light Touch.: Amsterdam: Amsterdam University Press 2024. ISBN: 9789048558063. 326 Seiten, 140,99 €.
Ernst Lubitsch wurde lange Zeit in der Filmwissenschaft vernachlässigt. Ein Hollywood-Studioregisseur hat es gewohnheitsmäßig schwerer als markanter Auteur wahrgenommen zu werden. Doch auch das frühe deutsche Werk des späteren Emigranten wollte nicht in die Filmgeschichte passen, die ein Siegfried Kracauer oder eine Lotte Eisner erzählten. Unterhaltungsfilme, noch Komödien dazu, hatten lange keinen Platz neben den Meistern des Deutschen Expressionismus wie Friedrich Wilhelm Murnau oder Fritz Lang. Einen ersten wichtigen Vorstoß für solche im System agierenden Künstler:innen wie Lubitsch konnte dann der von der Auteur-Theorie geleitete Hitchcocko-Hawksianismus der Nouvelle Vague leisten. Doch so sehr François Truffaut Lubitschs Sublimität auch pries, dauerte es nach den 1960er-Jahren noch einige Zeit, bis die Fachliteratur Lubitsch nachhaltig für sich entdeckte. Heute scheint Lubitschs Zeit endlich gekommen zu sein. Nicht nur stieg die Publikationsdichte an Monografien in den letzten Zehn Jahren (Novak 2014, Allred 2017, McBride 2018, McCormick 2020), auch machen neue Heimvideo-Veröffentlichen (die Murnau Stiftung legte 2022 ein neues Box-Set der Weimarer Stummfilme vor), Restaurationen (die Berlinale zeigte 2024 neue Versionen von Kohlhiesels Töchter und The Love Parade) und Retrospektiven (wie etwa vom Filmarchiv Austria Anfang 2025) das Werk einer breiten Masse zugänglich. New Approaches to Ernst Lubitsch reiht sich nun darin ein mit dem Anliegen, zu zeigen, wie lohnend und variantenreichen die Auseinandersetzung mit diesem nun teilweise schon hundert Jahre alten Œuvre sein kann.
Denn dies ist der primäre Akzent der Publikation: durch eine breite Aufstellung Ansätze zeigen, die weiter verfolgt werden können. Die Beiträge des Sammelbandes werden dabei in vier Teile aufgegliedert: (1) Identität und Historie, (2) Theatralität und Performance, (3) Objekte und Räume sowie (4) die Ungreifbarkeit von Lubitschs Kino. Dies sorgt für Schwerpunkte verschiedenster Art: Diese können soziologisch oder geschichtswissenschaftlich geprägt sein, intersektionale genauso wie intermediale Perspektiven anlegen, humanistische wie neo-materialistische Diskurse aufgreifen. Obwohl der Band insgesamt einen autorentheoretischen Ansatz verfolgt und sich dezidiert vor dem großen Filmkünstler Lubitsch verneigen will, ist er also in seiner Anlage überaus differenziert, offen und weiß sich in der gegenwärtigen Forschungslandschaft zu verorten. Das Interesse am Auteur ist hier trotz aller Begeisterung kein Geniekult, vielmehr wird Lubitsch als Knotenpunkt verschiedenster Stränge gesehen, die man zwar auch aus ihm heraus gehend nachvollziehen kann, deren komplexe Verstrickung aber als besonders bemerkenswert betrachtet wird. Nicht nur führt Lubitschs persönliche Identität als deutscher Jude, der seine Karriere in der Weimarer Zeit begann und der dann im amerikanischen Exil Filme über die politische Lage auf seinem ehemaligen Heimatkontinent schuf, allerlei Stränge zusammen. Sein Schaffen als Künstler führt auch allerlei Personen zueinander. Es werden daher unter anderem die Rolle des österreichischen Filmarchitekten Kurt Richter, die Zusammenarbeit mit Schauspielerinnen wie May McAvoy oder Miriam Hopkins sowie exemplarisch an Charlie Chaplin die gegenseitige künstlerische Beeinflussung unter Kolleg:innen betrachtet. Eine klassische Kritik an konventioneller Auteur-Theorie wie ein Truffaut sie zelebrierte wird also gezielt unterlaufen, indem Lubitsch gerade durch seine relationale Verfasstheit begriffen wird. Der Impuls, sich mit Lubitsch zu beschäftigen, ist hier daher auch einer, um sich mit der Fülle der Filmgeschichte und -theorie zu beschäftigen. Das macht die einleitenden Verweise des Bandes darauf, welche Themen ebenfalls noch ausführlich behandelbar wären – Einflüsse auf spätere Filmschaffende, queere Rezeption der Filme, die Rolle von Tanz, von race uvm. – umso anregender. Der Titel New Approaches to Ernst Lubitsch ist daher implizit mit einem Ausrufezeichen zu lesen: Weder wird hier eine grundlegende Neuinterpretation des Werkes unternommen noch werden letzte, nur für ohnehin schon mit der Materie vertraute Spezialist:innen interessante Ausfransungen nachvollzogen. Stattdessen dient der Band als ein das gesamte Œuvre durchschneidender Überblick der Möglichkeiten zur Beschäftigung mit Lubitsch: einleuchtend für Neulinge, erfrischend für Kenner, an beide appellierend, selber von Neuem auf Lubitsch zuzugehen.
Eine besondere Qualität ist dabei die Filmauswahl des Bandes: Man bearbeitet einschlägige Klassiker, vor allem aber richtet man auch den Scheinwerfer auf vernachlässigte Titel der Filmografie. Nicht nur in der Literatur ansonsten im Grunde unsichtbare Filme aus dem Weimarer Stummfilmwerk wie Der Stolz der Firma, Schuhpalast Pinkus oder Der Blusenkönig finden dabei Beachtung. Dies alleine wäre schon ein Verdienst, da Lubitsch in diesen entweder noch primär, wenn nicht gar ausschließlich als Darsteller auftrat oder die Werke nach späterem Standard bloß als Kurzfilme gelten. Der Blusenkönig ist wie fast alle jüdischen Komödien Lubitschs größtenteils verschollen und bloß als Fragment erhalten. Über die Beschäftigung mit Richter erfahren zudem Lubitschs frühe Kostüm- und Monumentalfilme Aufmerksamkeit, die allzu oft in Diskussionen um den Komödienregisseur ausgeblendet werden. Darüber hinaus werfen andere Kapitel aber auch einen Blick auf vernachlässigte Filme der Hollywoodzeit, darunter das Melodram Angel mit Marlene Dietrich oder That Uncertain Feeling, ein bei Lubitsch seltener Blick auf das moderne Amerika. Gerade die Analyse von Ersterem unter dem Gesichtspunkt des Umgangs mit der Zensur arbeitet dabei besonders anschaulich die Qualität des berühmten und doch nie wirklich konkretisierbaren Lubitsch-Touch heraus. Dessen Dezenz, Implizitheit und Ungreifbarkeit werden dabei nicht nur in die Tradition modernistischer Avantgarde wie Luigi Pirandello oder Luis Buñuel gestellt. Sie sind exemplarisch für das Anliegen dieses Bandes, den Lubitsch-Touch als Gegenansatz zur zeitgenössischen ideologischen Verhärtung und manipulativen Direktheit der Debattenkultur zu entwerfen, die sich auch im Kino niederschlägt. Dieser Hinweis auf die Relevanz einer erneuten Lubitsch-Analyse erscheint als besonders potent. Der erneute Blick auf etwa To Be or Not to Be mit Fokus auf die Migrationsperspektive lässt sich ähnlich aktuell anschließen, erscheint aber eher als Vertiefung bereits existierender Diskussionen dieses Anti-Nazi-Klassikers. Im Vergleich wirkt der Blick auf Ninotschka mit Fokus auf Dekor und Kostüm durch diese ungewöhnliche Akzentverschiebung hingegen inspirierender. Besonders originell erscheint das Kapitel, das die reziproken Einflüsse zwischen Chaplin und Lubitsch beleuchtet. The Marriage Circle, einer von Lubitschs prestigeträchtigsten Stummfilmen, wird hierbei mit A Woman of Paris und A Countess from Hong Kong in Dialog gesetzt, zwei tendenziell aus den üblichen Besprechungen von Chaplins Werk herausfallende Titel, da er in beiden nur hinter der Kamera wirkt. Indem die Ähnlichkeiten, aber auch gerade die Unterschiede der Filme herausgearbeitet werden, wird nicht nur ein tieferes Verständnis der Herangehensweisen beider Regisseure, sondern auch allgemeiner Genremechaniken gegeben. Denn erneut spielen Wissen und Unsicherheit, Explizitheit und Implizitheit die Schlüsselrollen. Gerade dass Lubitsch uns zwar die Irrungen und Wirrungen seiner Charaktere vorführt, aber insgesamt die Instabilität und Ambiguität der uns wahrnehmbaren Realität daran illustriert, wird zum prägnantesten Thema des Bandes.
Egal ob in seinen Stumm- oder Tonfilmen, egal ob in Weimar oder Hollywood, Lubitschs Schaffen entzieht sich einer einfachen Lesart. Filme, die als Unterhaltungsprodukte eines Studiosystems erscheinen, entpuppen sich als thematisch wie formal komplexe Kunstwerke, zu denen es nicht nur die eine richtige Lesart gibt. New Approaches to Ernst Lubitsch fordert uns daher auf, nicht bloß zusammen mit seinen Autor:innen die Filme neu zu lesen, sondern auch selbst zu ergründen, was sich alles hinter Greta Garbos Hüten, Miriam Hopkins\u27 Zwinkern und all den vielen Türen zwischen Budapest und Paris verbirgt. Der Band ist gerade deswegen lesenswert, weil er trotz seiner Breite keine vollständige Studie von Lubitsch bietet. Die Größe des Auteurs zeigt sich darin, dass dessen Werk nie zu Ende besprochen, nie vollständig gesehen ist. Der Untertitel A Light Touch erscheint daher sinnfällig, weil es um keine finale Durchdringung, sondern um mögliche Annäherungen geht. Die Berührung behält aber auch dahingehend ihre Leichtigkeit, dass trotz aller illustrierten Komplexität, der Humor und das Unterhaltsame der Filme nie verdrängt werden. So bleibt sowohl das Schauen, als auch das Analysieren von Ernst Lubitsch bei jeder neuen Annäherung ein Vergnügen
Tracy C. Davis/Paul Rae: The Cambridge Guide to Mixed Methods Research for Theatre and Performance Studies.: Cambridge: Cambridge University Press 2024. ISBN: 9781009294881. 348 Seiten, 85.00 £.
In recent years, theatre scholars at German-speaking universities have shown increasing interest in rethinking methods and methodologies, which is demonstrated by the publication of two edited volumes in 2020. (Balme/Szymanski-Düll 2020, Wihstutz/Hoesch 2020) Also the Department of Theatre, Film and Media Studies at the University of Vienna, publisher of rezens.tfm, hosted a methodological lecture series from 2019 to 2022 to encourage discussion on research methods among staff members and students, and published selected talks in 2023. (Seier/Hulfeld/Schätz 2023) The Cambridge Guide to Mixed Methods Research for Theatre and Performance Studies1 by Tracy C. Davis and Paul Rae resonates with this debate, as it does not only share a wealth of tools for research, but sets a new focus on interdisciplinary intersections and the benefits of "mixing methods".
In the 21st century, interest in Mixed Methods Research (MMR) has flourished across disciplines and countries. According to a data-driven definition commonly used in the social sciences, MMR is defined as the meaningful combination and integration of "both quantitative and qualitative data in a single study or a multiphase program of inquiry". (Creswell/Plano Clark 2007, p. 119) However, in particular arts-based research, blending traditional research methods with artistic approaches, follows a conceptual definition of MMR: the integration of different methodologies and epistemologies, which goes beyond the qualitative-quantitative binary. (Smith/Shannon-Baker 2023, p. 704) In The Cambridge Guide to Mixed Methods Research for Theatre and Performance Studies, every contributor seems to discover, explore, and develop their own concept of MMR. Thus, the book invites readers to embark on a journey to new modes of blending research activities and approaches in Theatre and Performance Studies (TaPS).
The Cambridge Guide is structured in three sections, correlating with the three phases of a research process: The chapters subsumed under the heading "Planning" are dedicated to the conception and design of a research project; "Doing" focuses on methods for garnering information; and "Interpreting" discusses methodologies for explaining research phenomena. Four of the altogether fifteen chapters have the format of dialogues, i.e. conversations between the editors and scholars on methodical approaches of their research projects. The multifaceted guide presents a great variety of methods and methodologies in TaPS; but how is the "mixing" understood and accomplished by the individual contributors?
Ben Spatz interprets methods as ontological and epistemological frameworks. In the chapter "Methods Dialogue: Difference", he describes having experienced his scholarly practice of the humanities and his post-Grotowskian artistic practice as separate streams of research. By bringing together "these two meanings of the term research" (p. 47), Spatz discovered the benefits of moving back and forth between the scholarly and artistic position. "When we mix methods, we are mixing worlds. It is part of ourselves that are being mixed, not only at an individual level, but the worlds that we are part of, that we are, that are part of us" (p. 51). In 2017, Spatz founded the Journal of Embodied Research, a peer-reviewed, open-access, academic journal that exclusively publishes video articles – a new format that also investigates and contests the relationship between textuality and audio-visuality in academic research.
This approach of conducting and presenting research outside textuality correlates with Katerina Teaiwa’s demand that decolonizing knowledge must go hand in hand with decolonizing the form. "Pacific people come from embodied oral cultures, where nothing was written down until Christianity and colonization and Europeans arrived in the Pacific" (p. 273). Teaiwa found an embodied approach to research: Instead of using written notes during field work, "I try to commit everything to memory as I experience it, and I let it settle in my body" (p. 275). During her PhD project on the impacts of colonial phosphate mining on Banaba in Kiribati, she discovered dance as knowledge system that conveyed a different story to what locals were telling her. "The words and the actions were not in sync" (p. 273). Teaiwa used dance as embodied research practice; "so the mixed model approach is a creative survival technique as much as an actual method for research or a way of teaching or presenting knowledge. It is my ontological reality: how things are" (p. 276).
Comparably, Julia M. Ritter developed an improvisational, compositional approach, when analysing the immersive experience of the New York City production of Sleep No More (SNM) in February 2012. In her position as spectator, audience participant observer, and ethnographer, she simultaneously navigated between the roles of analytic instrument and analyst. In this regard, the research process as itself unfolded as "a compositional one that emerges in \u27tandem\u27 with the work being researched" (p. 150). Through an additive mixed methods approach, Ritter collated data from her own experience of improvised performance, interviews with audience members, and writings of fans. Internet-based research on SNM fans’ written and visual responses inspired Ritter to physically improvise to recall sensations and to engage in prose-style writings, which "provided me with opportunities to be self-reflexive about my experiences" (p. 161) and "drove my theory-building" (p. 162). Her work is exemplary for combining creative ways of analysis as valid approaches to enquiry, which she describes as "Lived Bricolage" (p. 146).
Also Natalie Alvarez uses the concept of bricolage, when describing the field research conducted for her 2018 book Immersions in Cultural Difference: She draws on Norman K. Denzin and Yvonna S. Lincoln’s idea of the "methodological bricoleur-theorist, who moves within and between multiple overlapping paradigms, methods, and perspectives in order to get at competing visions and understandings of a given phenomenon" (p. 119). Witnessing encounters between soldiers and actors playing Afghan villagers during immersive military training exercises, she used intersecting discursive fields (e.g., affect theory, postcolonial theory, ethical philosophy) as interpretative frameworks to explain her observations. Alvarez describes her research experience as not merely a shifting between disciplinary and theoretical vantage points, but an "overlaying of frameworks" (p. 120), and notes, "I’ve come to recognize that qualitative methods are inherently mixed" (p. 119).
Several contributors experience the "mixing" in an overlap between the research activity and the activity researched. Julius Bautista investigated self-inflicted physical pain of the namamaku (ritual nailees) during the annual commemoration of Christ’s passion in the Philippine province of Pampanga. Relating to Dwight Conquergood’s concept of "co-performative witnessing", Bautista joined the rehearsals and performance in the role of San Juan and observed that "the proximal intimacy prioritized by a radically empirical approach avoids the objectification of research subjects by directly sharing in their temporary and sensory world" (p. 182). He experienced his body being "both the instrument and the key to understanding" (p. 180), comparable to Ritter who describes her position as both "analytic instrument and an analyst" (p. 150).
When describing their projects, some authors do not explicitly use the term "Mixed Methods Research"; it is thus left to the readers’ interpretation. In Tony McCaffrey’s contribution on Different Light Theatre, an ensemble of learning-disabled artists in Christchurch, I view his understanding of MMR in the interchangeability of who is researcher and who is researched. Since 2005, the theatre company has pursued and presented research in different contexts. After a performance of The Lonely and the Lovely at the Disability Studies in Education conference in 2013, the actors went amongst the audience of academics with questionnaires. McCaffrey notes, "[t]his was an attempt to flip the script on the expected research relationships between non-disabled researchers and disabled research subjects" (p. 264). The integration of research activity permits learning-disabled artists to give and take voice. McCaffrey convincingly demonstrates how "Different Light’s research-informed performance feeds performance research" (p. 266).
Other contributors understand MMR as the cross-over of different research traditions. Michael McKinnie points out, "[e]very field has observational biases, in terms of both its predispositions to look for data and its understanding of what the best position for perceiving that data will be" (p. 74). Therefore, practising interdisciplinarity – borrowing "moves and trick" from other disciplines – is useful because "they make disciplinary gaps generative for studying the real world" (p. 85). Jonas Tinius discusses the benefits of using "fieldwork as method" (p. 199) for investigating theatre and theatricality, performance and performativity.
Only few contributors follow a data-driven definition of MMR: Awo Mana Asiedu combines qualitative (participant observation, group discussions, interviews, performance analyses) and quantitative methods (questionnaires) for audience research in Ghana. Derek Miller demonstrates the utility of computer technologies for humanist scholarship and argues, "[d]igital methods give us a handle on this larger universe of theatre […] and help us explain the theatrical system within which individual shows, buildings, or careers thrives or fail" (p. 142f). This observation correlates with my argumentation on the utility of mixed methods for festival research: While quantitative data evaluation helps investigate and visualise an entire festival network, qualitative methods like performance analysis or archival case studies permit researchers to zoom in on individual shows and venues. In combination, quantitative and qualitative methods grant a richer understanding of a complex phenomenon. (Huber 2023, p. 36)
Combining different methods also helps researchers meet the requirements of a research field. Emine Fişek’s multi-sited, multi-authored project on performance and migration in the context of the European migrant crisis combines performance analyses, semi-structured interviews, and archival research on institutional and production history. The project demonstrates that the practicability of methods depends on the sites’ material context, availability of archives, feasibility of ethnographic documentation, and the political situation. "Certain methods will harvest a great deal of material in one context, while unearthing far less in another" (p. 95).
Taken together, the volume’s contributors interpret the activity of "mixing" methods and methodologies in relation to interdisciplinary approaches, researchers’ positionalities, scholarly and artistic activities, textual and embodied practices, intersecting discursive fields, and interpretative frameworks. Paul Rae begins the conclusion by pointing out that TaPS research "conventionally […] involves the specific combination, sequence, or blending of research activities and the explanatory frames used to interpret the diverse kinds of data they produce" (p. 300). In other words, the mixing of methods and methodologies is inherent in TaPS research but was not labelled as MMR before. Rae goes one step further and proposes "a different way of thinking about mixing", namely "the mixing of methods and non-methods" (p. 300) or – referring to John Law’s recommendation of "method assemblage" in After Method (2004) – the combination of conventional research activity and "the other activities underway in any given situation where researchers find themselves" (p. 301). Several contributors (e.g. Spatz, Teaiwa, Ritter, Bautista, McCaffrey) describe occasions "when the moment of research becomes aesthetically indistinguishable from or coextensive with what is being researched" (p. 310), alluding to enactive and performative dimensions of their research activities. Following the observation that an "aesthetic overlap of performance research and performance practice" that can "intensify and energize both activities" may also "produce a blind spot", Rae advocates for greater methodological transparency (p. 319). The Cambridge Guide to Mixed Methods Research for Theatre and Performance Studies does justice to this demand and gathers a wide variety of sincere insights into international researchers’ practice and experience. By extending the data-driven definition of MMR (i.e., the combination of qualitative and quantitative methods) and approaching a conceptual definition (i.e., the combination of different methodologies and epistemologies), the volume invites readers to be curious to discover the wealth and creativity of TaPS researchers in applying and mixing (inter)disciplinary tools and tactics.
[1] Editor\u27s note: We commissioned a review of this volume on methodology, although Anke Charton, a member of our Department, contributed to it. This exception seemed legitimate to us because we consider the volume to be highly relevant for Theater and Performance Studies. In return, however, we have excluded Anke Charton\u27s contribution from the review.
Literature:
Balme, C., & Szymanski-Düll, B. (Eds.). (2020). Methoden der Theaterwissenschaft. Narr Francke Attempto; Wihstutz, B., & Hoesch, B. (Eds.). (2020). Neue Methoden der Theaterwissenschaft. transcript.
Seier, A., Hulfeld, S., & Schätz, J. (Eds.). (2023). Methoden der Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Böhlau.
Creswell, J. W., & Plano Clark, V. L. (2007). Designing and conducting mixed methods research. Sage.
Smith, L., & Shannon-Baker, P. (2023). Integrating art and artistic practices in mixed methods research in education. In R. J. Tierney, F. Rizvi, & K. Ercikan (Eds.), International Encyclopedia of Education (4th ed., pp. 702–710). Elsevier.
Huber, H. (2023). Combining Qualitative and Quantitative Methods for Festival Research. In A. Seier, S. Hulfeld, & J. Schätz (Eds.), Methoden der Theater-, Film- und Medienwissenschaft (pp. 21–36). Böhlau.
Wihstutz, B., & Hoesch, B. (Eds.). (2020). Neue Methoden der Theaterwissenschaft. transcript