Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB): Qucosa
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Ein kurzer Beitrag über einen kurzen Beitrag zu einem rätselhaften Liederheft: Nebel von Boris Blacher: Variable Schwaden im Kleinformat
Der Leipziger Rat im Mittelalter: Die Ratsherren, Bürgermeister und Stadtrichter 1270 - 1539
Bericht über die Maßnahmen zur diskriminierungsfreien Ausübung des Netzgeschäfts / DREWAG: Gleichbehandlungsbericht ...
EMOTIONEN im Raum: Erkenntnisse aus dem Projekt „Kompetent Emotional – Chancen und Risiken von Emotionen für die politische Bildung”
Im Rahmen des Projektes „Kompetent Emotional – Chancen und Risiken von
Emotionen für die politische Bildung“ wurden im Zeitraum von November 2021 bis
Dezember 2022 Konzepte zur Nutzung von Emotionen erarbeitet und in Bildungsveranstaltungen
erprobt. Zum einen wurden innerhalb des entstandenen Workshops
Emotionen aktiv als lernförderlicher Faktor in den Bildungsprozess eingebunden.
Zum anderen gab es das Bestreben, die Teilnehmenden durch Emotionsbildung vor
emotionaler Vereinnahmung zu wappnen
Richard Strauss als publizierender Komponist: Quellen eines »langen 19. Jahrhunderts«
Richard Strauss ist ein musikalischer Protagonist des späten 19. Jahrhunderts und zugleich einer der meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Dieses Grenzgängertum spiegelt sich in den Quellen wider. Besonders authentisch ist seine Musik durch die vollständigen Kompositionsautographe repräsentiert. Sie enthalten – in der Regel nach vorangegangenem Skizzenstadium – die Werke in all ihren Feinheiten und verströmen häufig die Aura von Perfektion. Diese Anmutung ist kritisch zu hinterfragen; das gilt nicht nur für Quellen aus Strauss’ Jugendzeit, sondern auch für spätere Manuskripte, die als Vorlagen für den Notenstich dienten. Strauss war in die Drucklegung seiner Werke involviert. Davon künden Korrekturabzüge und die umfangreich erhaltene Korrespondenz als weitere wichtige Quellengattungen der Strauss-Philologie. Gegenüber den Verlagshäusern erwies sich Strauss schon in jungen Jahren als selbstbewusster Geschäftspartner, der hochwertige Publikationen einforderte, für seine eigenen Rechte an den Werken eintrat und prägnante Honorarverhandlungen führte. Damit einher ging auch Strauss’ Entschluss um die Jahrhundertwende, seine Autographe als Dokumente von dinglichem Wert nicht mehr aus der Hand zu geben. Deshalb entstanden nun Stichvorlagen von fremder Hand, die als neuer Quellentyp auf die Qualität des Notentextes und dessen kritische Edition erhebliche Auswirkungen haben. Als Kuriosum gelten die sogenannten Spätabschriften: Um für seine Familie Werte zu schaffen, hat Strauss einige Werke aus den 1890er Jahren in den 1940er Jahren noch einmal höchstpersönlich zu Papier gebracht. Natürlich beschränkte sich der Komponist dabei nicht auf ein bloßes Abschreiben. Zahlreiche Korrekturen und Verbesserungen, aber auch altersbedingte Nachlässigkeiten und neue Fehler machen die Spätabschriften als gleichsam verspätete Quellen des 19. Jahrhunderts zu einem editorischen Sonderfall.Richard Strauss is a musical protagonist of the late 19th century and at the same time one of the most frequently performed composers of the 20th century. This border-crossing character is reflected in the sources. His music is most authentically represented by the complete autograph scores. They contain the works in all their subtleties – usually after a preliminary sketch phase – and often radiate an aura of perfection. This impression must be critically scrutinised; this applies not only to sources from Strauss’s youth, but also to later manuscripts that served as engraver’s models. Strauss was involved in the printing of his works. Proofs and the extensive surviving correspondence are further important sources of Strauss philology. Even at a young age, Strauss proved to be a self-confident business partner with publishers, demanding high-quality publications, standing up for his own rights to the works and conducting concise fee negotiations. This also went hand in hand with Strauss’s decision at the turn of the century to no longer let his autographs out of his hands as documents of material value. This led to the production of engraver’s models by foreign hands, which, as a new type of source, have a considerable impact on the quality of the musical text and its critical edition. The so-called Late Copies are a curiosity: in the 1940s, in order to create value for his family, Strauss once again personally put to paper a number of works from the 1890s. Of course, the composer did not limit himself to mere copying. Numerous corrections and improvements, but also age-related carelessness and new errors make the late copies, as quasi-delayed sources of the 19th century, a special editorial case