Open Access-Zeitschriften an der WWU Münster (Westfälische Wilhelms-Universität)
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    Unterwegs mit doppelter Seele: Volksreligiöse Praktiken und postkoloniales Wir in Bolivien

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    Bolivien ist voneiner Vielzahl ethnischer, kultureller und religiöser Fragmentierungengekennzeichnet, aber auch von einer reichen Volksfrömmigkeit. Vor allem die Marienwallfahrten verbinden performativ Elemente aus der andinen und christlichen Religion. Indem religiöse Zeichen umgedeutet werden, entstehen doppelte Lesbarkeiten, die es der subalternen Bevölkerung ermöglichen, Teile ihrer Identität zu erhalten. Zugleich lassen sich so gesellschaftliche, aber auch individuelle Fragmentaritäten reduzieren. Schließlich eröffnet die abduktive Kreativität der bolivianischen Volksfrömmigkeit der Theologie neue Modelle der Rede und Praxis von Gott.   Bolivia is characterized by a multitude of ethnic, cultural and religious fragmentations, but also by a rich popular piety. In particular, the Marian pilgrimages performatively combine elements from the Andean and Christian religions. By reinterpreting religious symbols, double readings emerge that enable the subaltern population to retain parts of their identity. At the same time, social and individual fragmentariness can be reduced. Finally, the abductive creativity of Bolivian popular piety opens up new models for theology of speaking and practicing (about) God

    Fragment und Unterbrechung: Das Verständnis der menschlichen Identität bei Henning Luther

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    Hennig Luthers Verständnis einer fragmentarischen Identität hat die deutschssprachige protestantische wie römisch-katholische Theologie stark beeinflusst. In diesem Aufsatz werden die zentralen Elemente seiner Sicht auf Identität rekonstruiert. Dabei werden seine theologischen und philosophischen Bezugspunkte besonders berücksichtigt. Hennig Luther\u27s understanding of a fragmentary identity had a strong influence on German-speaking Protestant and Roman Catholic theology. This essay reconstructs the central elements of his view of identity. Particular attention is paid to his theological and philosophical points of reference

    „Ach Gott, jetzt fällt mir das Wort nicht ein, wenn evangelisch und katholisch zusammen …?“: Ansätze zum „Doing Ökumene“ in der Bahnhofsmission

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    Bahnhofsmissionen sind niedrigschwellige Hilfseinrichtungen, die von Diakonie und Caritas getragen werden und sich selbst als „Ökumenische Einrichtungen“ verstehen. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung der ökumenischen Zusammenarbeit der Bahnhofsmission, fragt dann aber gezielt danach, wie Ökumene in der gegenwärtigen Arbeit konkret hergestellt und in actu vollzogen wird. Dazu wird mit der Praxistheorie eine Forschungsperspektive vorgeschlagen, die zur Untersuchung des Sozialen nicht mentale Eigenschaften oder Diskurse heranzieht, sondern dem Vollzug der Praxis eine eigene Qualität zugesteht. Für das „Doing Ökumene“ der Bahnhofsmission kann als Kernpraktik ein „Differenzmarking“ und als dahinterliegendes Backgroundphänomen ein „Kohärenzliving“ festgestellt werden. Differenzmarking bezieht sich auf die Betonung konfessioneller Unterschiede in der Praxis, wodurch die Gäste und Mitarbeiter*innen aber auch die Trägereinrichtungen gezielt in ihrer konfessionellen Identität angesprochen werden. „Kohärenzliving“ beschreibt hingegen den gelebten Zusammenhalt, der keine konfessionelle Trennung erkennen lässt. Die Bahnhofsmissionen zeigen sich in ihrer Praxis wesentlich durch die gemeinsamen Ziele und geteilten Werten wie „Nächstenliebe“ und „Menschenfreundlichkeit“ bestimmt. Diese stellen das unhintergehbare Gerüst des gelebten Zusammenhalts dar, sodass sogar Einrichtungen, die nur von einer Konfession getragen sind, eine Ökumene-Praxis erkennen lassen.Am Beispiel der Bahnhofsmission wird damit gezeigt, wie der praxistheoretische Fokus auf die Ereignishaftigkeit, Materialität und Zeitlichkeit der Ökumene-Praxis insgesamt eine sinnvolle Weiterentwicklung für die Ökumenik sein kann, die den Hiatus zwischen trennender Lehre und verbindender Praxis heuristisch überbrückt.   Railway missions are low-threshold assistance facilities that are supported by Diakonie and Caritas and see themselves as “ecumenical institutions”. The article gives a brief overview of the historical development of ecumenical cooperation in the railway mission, but then asks specifically how ecumenism is actually established in current work. To this end, practice theory is proposed as a research perspective that does not draw on mental characteristics or discourses to examine the social, but instead grants the execution of practice its own quality. For the “doing ecumenism” of the railway mission, “difference marking” can be identified as a core practice and “coherence living” as an underlying background phenomenon. “Difference marking” refers to the emphasis on denominational differences in practice, whereby guests, employees and also the institutions are specifically addressed in their denominational identity. “Coherence living” describes the lived cohesion that does not reveal any denominational separation. In their practice, the railway missions are essentially defined by common goals and shared values such as “charity” and “philanthropy”. These represent the inescapable framework of lived cohesion, so that even institutions that are supported by only one denomination can recognize an ecumenical practice.The example of the railway mission thus shows how the practice-theoretical focus on the eventfulness, materiality and temporality of ecumenical practice as a whole can be a meaningful further development for ecumenism, which heuristically bridges the hiatus between divisive doctrine and unifying life

    Religiöse Erfahrung. Bestandsaufnahmen und Perspektiven zu einer strittigen Kategorie, hg. v. Magnus Lerch / Christian Stoll

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    Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien – ihr religiöses Problem

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    Der sehr zitierfreudige Beitrag, mit dem ich mich im Folgenden an der kollegialen Diskussion von Krechs groß angelegtem Grundriss beteiligen möchte, bezieht sich nur auf ein kleines Stück im Teil I des Buches, in dem im Anschluss an Luhmann die »Medien der Kommunikation« verhandelt werden (Krech 2023: 185 ff.: 191 ff.; 2021: 59-76). Krechs Darlegungen halten sich hier, ausgehend von der Unterscheidung von »Medium und Form«, eng an die vertrauten Begriffs- und Theorievorgaben Luhmanns. Im Zentrum steht die Dreiheit von Sprache, Verbreitungsmedien (insbesondere Schrift, Buchdruck) und symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien (auch ›Erfolgsmedien‹) (vgl. nur Luhmann 1984: 220 ff.). Krech (insbes. 2021: 69 ff.) hat diese Dreiheit religionsbezogen aufgenommen und seinem evolutionären Forschungsprogramm integriert, wobei ihm insbesondere die Kommunikationsmedien wichtig sind. Dies einerseits, weil diese Medien ihre strukturelle Relevanz vor allem darin haben, dass sie, wie er formuliert, »zur Ausdifferenzierung gesellschaftlicher Funktionssysteme« ›disponieren‹ (Krech2021: 70); natürlich richtet sich der Blick dabei primär auf die Religion als Funktionssystem. Andererseits ist es die Frage nach dem spezifischen Kommunikationsmedium der Religion, zu deren Klärung es Krech drängt (Krech 2021: 71 ff.). Es sei schon hiererwähnt, dass das Kernquartett der Erfolgsmedien, das Luhmann typisch in der Form einer Kreuztabelle präsentiert, einen religiösen Teilhaber nicht vorsieht

    Marriage catechesis and pastoral care in a European comparison of particular standards

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    Universalkirchliche Dokumente betonen die Verantwortung der Ortskirchen im Hinblick auf die Vorbereitung zur Ehe und fordern zum Erlass entsprechender Normen auf. Der Autor untersucht die Partikularnormen von vier europäischen Bischofskonferenzen. Gewählt wurden die Bischofskonferenzen von Italien, Irland, Österreich und Deutschland, die für drei unterschiedliche Sprachfamilien und Ziviltrauungsregelungen stehen. Für jede dieser Bischofskonferenzen werden die Quellen partikularer Regelungen zur Ehekatechese und –pastoral benannt. Anschließend werden diese im Hinblick auf Struktur und Inhalt der Ehevorbereitung im jeweiligen Land befragt. In einer Schlussbetrachtung werden die Ergebnisse miteinander verglichen.Universal Church documents emphasize the responsibility of local churches with regard to marriage preparation and call for the adoption of corresponding norms. The author examines the particular norms of four European bishops\u27 conferences. The bishops\u27 conferences of Italy, Ireland, Austria and Germany were chosen, representing three different language families and civil marriage regulations. For each of these bishops\u27 conferences, the sources of particular regulations on marriage catechesis and pastoral care are named. These are then examined with regard to the structure and content of marriage preparation in the respective country. In a final analysis, the results are compared with each other

    Arbeitskreis I-IV

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    Pastorale

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    Bischöfliche Seelsorgeämter

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    Arbeitskreis II: Exeler

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