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Praxisbericht: Interkulturelles Video-Tandem an der Hochschule Ansbach
Bei der Videoproduktion im Unterricht können neben Schlüsselqualifikation verschiedenste fachliche Kompetenzen trainiert und bewertet werden. Wenn Lernende zu Produzenten werden und im Fremdsprachenunterricht sich selbst und ihre Heimatinstitution vorstellen, kann dabei ein nachhaltiger interkultureller Austausch mithilfe moderner Medien geschaffen werden. In dieser Projektbeschreibung wird dargestellt, wie diese Ziele an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Ansbach in einem kürzlich initiierten „Video-Tandem“ mit Partnerhochschulen verfolgt werden. Producing videos in the classroom can be a means not only to train and assess key skills, but also various professional skills. When learners take on the role of producers and introduce both themselves and their home educational institutions in a foreign language classroom setting, sustainable intercultural exchange can be created with the help of modern media. The following description of a project depicts how these goals are pursued at Ansbach University of Applied Sciences in a so-called video tandem with partner universities that was initiated a short while ago.
Vorwort zum Themenheft „Sprachsensibler Fachunterricht“
Diese Ausgabe der ZIF zum Thema „Sprachsensibler Fachunterricht“ umfasst zwei zusammenhängende Themenbereiche, die in der derzeitigen Integrationsdebatte zu den am meisten diskutierten Aspekten von Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache, aber auch Deutsch als Muttersprache, gehören. Zum einen geht es um didaktisch-methodische Aspekte des sprachsensiblen und handlungsbasierten Fachunterrichts. Dabei kommen unterschiedliche Unterrichtskonzepte, Schularten und Zielgruppen sowie unterschiedliche Perspektivierungen von Handlungskonzepten zu Wort. Zum zweiten geht es um dazu passende Aus- und Weiterbildungskonzepte von Lehramtsstudiengängen und Weiterbildungsprogrammen, gemäß der föderalen Struktur der deutschsprachigen Bildungssysteme und illustriert an regionalen Schwerpunktsetzungen.
Die Versprachlichung räumlicher Relationen als Herausforderung im Erwerb des Deutschen als Erst- und Zweitsprache: Warum „Kommissar Wuschel“ in einer Sprachstands-App über Stämme steigt und auf Stühlen steht
Im Basismodul eines neuen, am natürlichen Kommunikationsverhalten von Vorschulkindern orientierten Verfahrens zur Sprachstandsdiagnose, der „Kommissar Wuschel“-App, kann im Rahmen eines Serious Game die Kompetenz von 4;6 bis 6 Jahre alten Kindern untersucht werden, räumliche Relationen zu versprachlichen. Der Beitrag begründet die Wahl dieser Art von Sprachhandlungsaufgaben unter Rekurs auf die Grundlagenforschung zu Erst- und Zweitspracherwerb, aber auch auf die überzeugenden Ergebnisse der Pilotierung. Die Pre-Tests haben gezeigt, dass die Herausforderung, Positionen von Gegenständen und Lebewesen im Raum sowie deren Bewegungen unmissverständlich sprachlich auszudrücken, ein gutes Mittel dafür ist, Kompetenzniveaus differenziert zu unterscheiden.A recently developed language assessment app, called „Kommissar-Wuschel“, uses a Serious Game Scenario to test aspects of language competence of 4;6 to 6;0 year old children. The main part of the app is particularly designed to investigate ways of expressing spatial relations and builds on basic research in first and second language acquisition. The paper argues that speech act tasks of this kind—aiming at describing how objects are located and move in natural environments—allow to differentiate levels of language competence on a fine-grained scale
Leseverstehen im Rahmen der integrierten Sprachendidaktik: Referenzketten und die Rolle des mehrsprachigen mentalen Lexikons
In diesem Beitrag wird ein Experiment zur integrierten Sprachendidaktik vorgestellt, bei dem ein Bereich des Leseverstehens, und zwar die Rekonstruktion der Referenzketten, fokussiert wird. Ausgehend von den Ergebnissen psycholinguistischer Untersuchungen zum Leseverstehensprozess sowie zum (mehrsprachigen) mentalen Lexikon soll gezeigt werden, wie eine mehrsprachig angelegte Aufgabenstellung (Italienisch-Englisch-Deutsch) eine Vernetzung der Einträge im mentalen Lexikon sowie einen Transfer von Lesekompetenz und (text-)grammatischer Kompetenz fördern kann.The aim of this paper is to present an experiment based on the integrated didactic approach, which focuses on reading comprehension, in particular on the reconstruction of reference chains. Supported by the results of psycholinguistic studies on the reading process as well as on the (multilingual) mental lexicon, the author shows how a multilingual didactics (Italian-English-German) can foster links in the mental lexicon and contribute to a transfer of reading skills and (text-)grammatical competence
Roche, Jörg & Schiewer, Gesine Lenore (Hrsg.) (2017), Identitäten – Dialoge im Deutschunterricht. Schreiben – Lesen – Lernen – Lehren unter konzeptueller Assistenz und mit Originalbeiträgen von José F. A. Oliver, Zehra Cirak, Akos Doma und Michael Stavaric. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag
Nonverbale Elemente im Fremdsprachenunterricht: Eine quantitative Studie zum emblembezogenen Wissen angehender Französischlehrkräfte
In einer quantitativen Fragebogenstudie wurde untersucht, welche emblembezogenen Kenntnisse bei angehenden, nichtmuttersprachlichen Französischlehrkräften vorliegen und ob sie sich diesbezüglich von fachfremden und muttersprachlichen Probanden unterscheiden. Weiterhin wurde analysiert, ob personen- und ausbildungsbezogene Parameter mit dem Emblemscore korrelieren. Und schließlich wurden die Probanden zur Unterrichtshäufigkeit nonverbaler Merkmale in ihrer eigenen Ausbildung befragt. Im Ergebnis fand sich, dass angehende Französischlehrkräfte signifikant mehr französische Embleme erkannten, als dies fachfremde Probanden taten. Trotzdem blieben sie weit hinter den Werten der MuttersprachlerInnen zurück. Personenbezogene Parameter korrelierten bei gleichzeitiger Kontrolle der Variable „Romanistikstudium“ nicht mit dem Emblemscore. Eine Ausnahme hiervon bildete lediglich die Menge der gelernten Fremdsprachen.In a quantitative questionnaire study, we examined the non-verbal skills of future, non-native French teachers in comparison to a control group of non-romance-language students. Furthermore, it was analyzed whether personal or educational parameters correlate to a score for non-verbal knowledge. Finally, subjects were asked about the frequency of teaching non-verbal traits in their own education. As one result, prospective French teachers recognized significantly more French emblems than non-specialist subjects did. However, their scores were significantly lower than those of the native-speaker group. Personal parameters didn’t correlate with the score outcome, but with the only exception of the amount of foreign languages learned
CLIL, sprachsensibler Fachunterricht, sprachbewusster Unterricht, Bildungssprache, DaZ, Language Awareness? Welche Konzepte brauchen Lehrkräfte in der Primarstufe in Österreich?
Ausgehend von einem Vergleich der Konzepte CLIL-DaF und sprachsensibler Unterricht DaZ entwickelt die Autorin Kompetenzprofile für Lehrkräfte in der Primarstufe, die einen solchen sprachsensiblen Sachunterricht gestalten müssen. Die Frage, wie die Ausbildung der Lehrkräfte gestaltet sein muss, um sie auf diese Aufgabe vorzubereiten, steht im Mittelpunkt des Beitrages.Starting from a comparison between the concepts of CLIL in GFL and language-sensitive teaching in GSL, the author is developing competency profiles for those teachers at primary level who have to design language-sensitive general social and science classes. At the centre of this paper is the question of what teacher training should be like in order to prepare them for these challenges