Universitätsverlag Hildesheim (UV - Universität Hildesheim)
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    Der Antikolonialdiskurs im deutschen Reichstag am Beispiel der Debatte um den Nachtragshaushalt 1906

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    Während in der geschichtswissenschaftlichen Literatur häufig der Eindruck entsteht, die europäischen Mächte hätten in ihrer Kolonialpolitik als monolithische Einheit gehandelt, werden im vorliegenden Beitrag insbesondere die kolonialkritischen Stimmen im deutschen Reichstag betrachtet. Bereits vor 1906 gab es vonseiten der SPD, des Zentrums sowie der liberalen Parteien immer wieder Kritik an der Kolonialpolitik der Reichsregierung. Die Debatten um den Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Niederschlagung des sog. „Herero- und Nama-Aufstandes“ in Deutsch-Südwestafrika (DSWA) vom 08.11. bis 13.12.1906 stellen hier sowohl einen Höhepunkt als auch einen Wendepunkt in der parlamentarischen Kolonialkritik in Deutschland dar. Anhand dieser Debatte wird auf Basis der Stenographischen Berichte des Reichstages analysiert, was die Argumentationslinien der parlamentarischen Kolonialgegner in der Reichstagsdebatte um den Nachtragshaushalt 1906 sind. DOI 10.18442/hp-1-

    Editorial: Historia Prima – das erste studentische, historiographische Jahrbuch Niedersachsens stellt sich vor

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    Was steckt hinter Historia Prima? Ein Plädoyer für mehr output- und ergebnisorientierte Lehre Historia Prima – Geschichte und Ablauf Danksagun

    Christoph August Heumann: Methodische Überlegungen zur Philosophiegeschichtsschreibung: Eine Auswahl aus den Stücken 1 bis 4 der Acta Philosophorum (1715–1716)

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    C. A. Heumanns (1681–1764) Acta Philosophorum sind heute in Vergessenheit geraten, obwohl sie im 18. Jahrhundert maßgeblich dazu beitrugen, Philosophiegeschichtsschreibung als Disziplin sowie Philosophie als eine rein europäische Denkform zu etablieren. Darum werden in diesem Band die ursprünglich verstreut publizierten Textstellen erstmals gesammelt herausgegeben, um so Heumanns weitreichendes Projekt sichtbar zu machen. Eine ausführliche Einleitung soll das Verständnis erleichtern, indem die wesentlichen Motive von Heumanns Philosophiegeschichtsschreibung präsentiert und sein eurozentrisches Narrativ kritisch diskutiert werden. Eine umfangreiche Kommentierung und ein erweitertes Literaturverzeichnis komplettieren die Neuausgabe. DOI 10.18442/hpgp-ii-

    Historisches Lernen auf YouTube? Ein Analyseraster für zentrale Prinzipien des historischen Lernens in YouTube-Erklärvideos

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    MrWissen2go, @ichbinsohiescholl oder simpleclub - Historische Vermittlungsangebote verlagern sich zunehmend in den digitalen Raum und erfreuen sich bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen hoher Beliebtheit, doch in wie fern eignen sie sich für das Historische Lernen? Die Untersuchung von Erklärvideos als digitales Angebot historischer Sinnbildung ist für die Geschichtsdidaktik und die Public History ein neues, allerdings nicht minder bedeutsames Feld. Der vorliegende Aufsatz begegnet dieser Forschungslücke, mit der Entwicklung eines Analyserasters zur Untersuchung von Erklärvideos hinsichtlich fünf zentralen Prinzipien des historischen Lernens. DOI 10.18442/hp-1-

    Historia Prima Bd. 1: Studentisches historisches Jahrbuch Niedersachsen

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    Historia Prima versteht sich als die historiographische Fachzeitschrift für Studierende aller geschichtswissenschaftlichen Institute Niedersachsens. Ziel ist es, exzellente studentische Arbeiten nach einem gründlichen peer-review-Verfahren und einer genauen redaktionellen Überarbeitung zu publizieren und damit einer breiten Leserschaft zur Verfügung zu stellen. In dieser ersten Ausgabe finden sich sieben ausgewählte Beiträge, von der Antike bis in die neueste Geschichte, die sich mit aktuellen Fragen und Methoden in der geschichtswissenschaftlichen Forschung beschäftigen. In einem eigenen Rezensionsteil finden interessierte Leser:innen zudem Rezensionen zu publizierten wissenschaftlichen Abschlussarbeiten. DOI 10.18442/hp-

    Schulinspektionen und Inklusion – Inhalte und Entwicklung von Messinstrumenten im Bundesländervergleich

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    In verschiedenen Bundesländern evaluieren Schulinspektionen mithilfe von (standardisierten) Messinstrumenten die Qualität von Einzelschulen. Im Rahmen des Beitrags wird zunächst aufgezeigt, inwiefern Inklusion als ein Teilaspekt von Schulqualität in den Datenerhebungen der Schulinspektionen berücksichtigt wird, und im nächsten Schritt, wie die herausgearbeiteten Unterschiede zwischen den Bundesländern erklärt werden können. Als theoretischer Rahmen dienen Arbeiten aus der Inklusionsforschung sowie der Sensemaking-Ansatz. Im empirischen Abschnitt werden Ergebnisse der Analyse von Messinstrumenten verschiedener Inspektionen sowie von Interviews mit Mitarbeiter*innen der Schulinspektionen vorgestellt. Im Beitrag wird herausgearbeitet, dass sich die bundeslandspezifischen Messinstrumente u.a. darin unterscheiden, welche Inklusionsverständnisse verwendet und welche Erwartungen an Schulen formuliert werden. In Bezug auf die Entwicklung von Messinstrumenten spielen sowohl Rahmenbedingungen auf Bundeslandebene sowie auf individueller Ebene eine Rolle. DOI 10.18442/hibsu-

    Die Ursachen des Peloponnesischen Krieges aus völkerrechtlicher Perspektive

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    In der vorliegenden Untersuchung geht es um die Betrachtung der Ursachen des Peloponnesischen Krieges aus einer völkerrechtlichen Perspektive. Unter Rückbezug auf Ernst Baltruschs Buch Symmachie und Spondai sollen die bisher erforschten Ursachen des Peloponnesischen Krieges neu beleuchtet werden. Hierfür sollen Baltruschs Forschungsansätze und -ergebnisse auf die Ursachen angewendet werden, die die allgemeine geschichtswissenschaftliche Forschung bereits hervorgebracht und erläutert hat. Während besagte Forschung die Ursachen des Krieges vor allem aus einer politischen Perspektive heraus betrachtet hat, soll in der vorliegenden Analyse der Fokus nicht nur auf den in den griechischen Quellen und heutigen Abhandlungen rein politisch beschriebenen Ursachen basieren, sondern der Krieg stattdessen aus völkerrechtlicher Perspektive heraus beurteilt werden. DOI 10.18442/hp-1-

    Rural tourism, resilience and sustainability transitions: The influence of tourists and tourism businesses on the production of space

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    The discourse about pathways of sustainability transitions is dominated by two opposing approaches. On the one hand, the transition studies literature follows a green growth efficiency-driven approach and argues that technological innovations will pave the way to more sustainable modes of living. On the other hand, postcapitalist scholars reject the efficiency paradigm and advocate an alternative, sufficiency-driven turn to sustainability characterized by degrowth-oriented downscaling and rightsizing.This habilitation thesis contributes to this field of research and investigates how transitions towards more sustainable paths can be initiated and fostered. It focuses on tourism in rural regions that have been growing intensely in recent years and are characterized by mass tourism causing ecological and socio-cultural pressure. The thesis thus analyses what influence particularly tourists and tourism businesses have on the production of rural space regarding sustainability and rural tourism resilience and what role rural regions may generally play in sustainability transition processes.The study recognizes that tourists and tourism businesses have a strong influence on the production of rural space while their sustainability orientations are heterogeneous. Rural tourism resilience and sustainable change are challenged by the growing popularity of rural tourism and the still dominantly growth-oriented rural tourism sector. Future rural development paths will be positioned within a spectrum of green growth-oriented mass tourism on the one hand and degrowth-oriented tourism on the other hand. With respect to shared responsibilities of urban and rural regions, this thesis pleads for financial compensation as a degrowth-oriented incentive for those rural tourism regions that are willing to follow a concept of reduced use of economic resources for the sake of greater ecological and socio-cultural goals that are of value for our societies on different geographical scales. DOI 10.18442/higs-1

    Rechtsextreme Gewalt zu Beginn der 1990er Jahre. Welche Ursachen hatten die rechtsextremen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen?

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    Im vorliegenden Beitrag wurde rechtsextreme Gewalt zu Beginn der 1990er-Jahre mit der Fragestellung: „Welche Ursachen hatten die rechtsextremen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen?“ untersucht. Dabei werden zunächst die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Ost- und Westdeutschland und deren Einfluss auf die Entwicklung rechtsextremer Einstellungen in der Bevölkerung betrachtet. Zudem wird der Einfluss der in den 70er-Jahren beginnenden und in den 80er-Jahren zunehmend populistisch geführten Asyldebatte auf rechtsextreme Überzeugungen in der deutschen Öffentlichkeit ermittelt. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Analysen von regionalen Rostocker Zeitungsartikeln sowie der Beschlussempfehlung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses des Landtags Mecklenburg-Vorpommern vom 16.06.1993. DOI 10.18442/hp-1-

    Kommunikative Bedingungen maschineller Übersetzbarkeit

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    Kann ein regelbasiertes maschinelles Übersetzungssystem eine annehmbare Zieltextqualität generieren? Und wenn ja, wie? Diese Arbeit verbindet die beiden großen Themen Übersetzung und die Redaktion über den Untersuchungsgegenstand der Optimierung maschinell übersetzter Texte. Es werden unter anderem Gemeinsamkeiten in der digitalen Auszeichnung von Sprachdaten für informationsverwaltende Systeme und in der semantischen Kennzeichnung für regelbasierte MÜ-Systeme betrachtet. Neben den Untersuchungsergebnissen liefert die Arbeit Vorschläge zur Optimierung der kommunikativen Bedingungen für die regelbasierte MÜ. Neben diesen Inhalten beleuchtet die Autorin Prozesse und Akteure sowie Herausforderungen im Fachgebiet der mehrsprachigen Fachkommunikation. DOI 10.18442/fsk-

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