Universitätsverlag Hildesheim (UV - Universität Hildesheim)
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    Entwicklung eines Monitoringkonzeptes für Niedermoore am Beispiel des Bergen-Weißacker Moores, Süd-Brandenburg

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    In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Wiedervernässungsmaßnahmen in degradierten Moorökosystemen umgesetzt und Handlungsempfehlungen für den Moorschutz erarbeitet (EUROPEAN COMISSION 2014, MLUL, LANDGRAF 2010:128). Ein speziell auf Niedermoore ausgerichtetes Monitoringkonzept ist bislang noch nicht realisiert (LUTHARDT 2014c:271). Ziel des vorliegenden Beitrages ist die Entwicklung eines Monitoringkonzeptes, welches als Erfolgskontrolle bzw. Evaluation einer Wiedervernässungsmaßnahme in einem revitalisierten Niedermoor Anwendung finden soll.Das Bergen-Weißacker Moor, welches in einer montanindustriell beeinflussten Region in Südbrandenburg lokalisiert ist, dient daher als beispielhaftes Moorgebiet. Das Konzept basiert auf einer Ist-Zustandsanalyse und einer sich daran anschließenden Selektion indikatorischer Parameter. Der Status-Quo des Moorgebietes wird durch eine standardisierte Recherche verschiedener Quellen, ein grundwasserhydrologisches Monitoring und eine bodenkundliche Inventarisierung abgebildet.Die Ergebnisse aus der Ist-Zustandsanalyse ermöglichen eine detaillierte Charakterisierung des Projektgebietes und bilden die Grundlage für die Selektion von Parametern. Diese können als Indikatoren für die Bewertung der Zielsetzungen der Revitalisierungsmaßnahme herangezogen werden. Die verschiedenen, selektierten Parameter erlauben eine Bewertung der Revitalisierungsmaßnahme in einem langfristig angelegten Monitoring. Um die Maßnahme hinreichend bewerten zu können ist eine Kombination verschiedener Aufnahmeparameter notwendig. Dabei sind neben hydrologischen Daten Informationen zur Vegetationsentwicklung sowie zum Zustand des Torfkörpers zu gewinnen. Bei der Interpretation der aufgenommenen Indikatoren kommt insbesondere den Ergebnissen aus der bodenkundlichen Inventarisierung eine besondere Relevanz zu

    Urbane Böden im Kontext von Ecosystem Services

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    Zu Ecosystem Services gibt es eine umfangreiche aktuelle Diskussion. Diese findet zum Großteil auf theoretischer Ebene statt, wobei sich unterschiedliche Ansätze ausweisen lassen. Der vorliegende Beitrag greift diese Auseinandersetzungen auf und diskutiert sie hinsichtlich der Bereitstellung von Services durch die Böden im urbanen Raum. Bei allen Diskussionen gibt es nahezu keine empirischen Befunde zur Bedeutung des Geofaktors Boden. Zum einen wird die Bedeutung der Böden im urbanen Ökosystem unterschätzt, um anderen liegt dies an der Vielfalt der urbanen Böden selbst. Letzterem kann mit dem Stadtstrukturtypenansatz begegnet werden, der Regelhaftigkeiten auch der urbanen Pedosphäre aufzeigt. Am Beispiel der Stadt Hildesheim wird aufgezeigt, wie Stadtstrukturtypenansatz und Bodenwissen perspektivisch räumliche Aussagen zur Bereitstellung von Ecosystem Services durch die urbane Pedosphäre zulassen

    Sechs Kurzandachten: ein Materialheft für den evangelischen Religionsunterricht in der Grundschule

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    Für viele Schülerinnen und Schüler eröffnen Kurzandachten die Möglichkeit, einen persönlichen Zugang zum Gespräch mit anderen zu erlangen, sich einmal auf einer Ebene zu äußern, die durch keinen Noten- oder Unterrichtsdruck gekennzeichnet ist. Die Gestaltung der Kurzandachten ist dabei durch feste Rituale gekennzeichnet und ist dennoch vielseitig. Es können sowohl durch Körper- und Sinnesübungen als auch durch Bodenbilder oder stumme Impulse Redebedarf ausgelöst werden. Die Schülerinnen und Schüler erfahren Wertschätzung und Verständnis für ihre individuellen Aussagen. In diesem Materialheft wird das Potenzial der Kurzandachten als spirituelle Wocheneinstiege vorgestellt und den Lehrerinnen und Lehrern eine kompakte Sammlung von Kurzandachten an die Hand gegeben, die zum Umsetzen und Weiterarbeiten einlädt

    Innerstädtischer Einzelhandel und Konsum in Hildesheim: Ergebnisse der Datenerhebung 2013

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    Der tiefgreifende Strukturwandel im Einzelhandel führt vielerorts zu einem Bedeutungsverlust der Innenstädte. So sind seit den 1980er Jahren in Deutschland vermehrt Einzelhandelsstandorte „auf der grünen Wiese“ in nicht-integrierten städtischen Randlagen entstanden, und zahlreiche Einzelhandelsbetriebe haben sich von den Innenstädten dorthin verlagert. Auch in Hildesheim als einem von neun Oberzentren in Niedersachsen sind diese Tendenzen, vor allem durch die Einzelhandelsentwicklungen am Cheruskerring/Römerring und an der Bavenstedter Straße erkennbar. Im Jahr 2012 wurde mit der Arneken Galerie ein innerstädtisches Shopping Center eröffnet, das zur Aufwertung des Einzelhandels in der Hildesheimer Innenstadt beitragen soll. Basierend auf einer Datenerhebung, die im Juni 2013 durchgeführt wurde, wird in dieser Studie eine vorläufige Bewertung dieser Flächenentwicklung vorgenommen. Es zeigt sich, dass die Arneken Galerie alles in allem einen positiven Einfluss hat und die Hildesheimer Innenstadt als Konsumort stabilisiert. The profound structural change in retail sale has led to a decrease of importance of inner cities. Since the 1980s there have been numerous greenfield developments of retail sites in not-integrated urban outskirts in Germany that challenge inner city retail. In Hildesheim, which is one of nine higher-order central places in Lower Saxony, these trends are visible, too, especially with respect to the retail developments at Cheruskerring/Römerring and at Bavenstedter Straße. In 2012, the inner city shopping center Arneken Galerie was opened. It is supposed to help revalue the inner city of Hildesheim by attracting visitors and increasing retail sales. On the basis of a data collection, which was carried out in June 2013, this paper aims at evaluating this project. The analysis shows that altogether the shopping center Arneken Galerie has a positive influence and stabilizes the inner city of Hildesheim as a place of consumption

    Einkaufen in der Hildesheimer Innenstadt: Auswirkungen der Arneken Galerie auf den innerstädtischen Einzelhandel

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    Im März 2012 eröffnete in Hildesheim die Arneken Galerie als innenstadt-integriertes Shopping Center. Sowohl vor der Eröffnung als auch seither wurde kontrovers diskutiert, welche Auswirkungen diese Shopping Mall auf den etablierten innerstädtischen Einzelhandel und die Stadtentwicklung Hildesheims insgesamt hat. Die vorliegende Studie zeigt, dass die Arneken Galerie bislang trotz einer ausgeprägten Leerstandsproblematik überwiegend positive Impulse setzen konnte, die sich beispielsweise in der Erhöhung der Einzelhandelszentralität ausdrücken. Eine Benachteiligung der angestammten Einzelhändler im Hauptgeschäftsbereich der Fußgängerzone durch eine zu starke Verlagerung der Passantenströme in die Arneken Galerie ist ausgeblieben. Vielmehr sind intensive Kopplungsbeziehungen zwischen dem neuen Einkaufszentrum und der Fußgängerzone feststellbar. An die Arneken Galerie sollten jedoch nicht zu hohe Erwartungen hinsichtlich der Generierung zusätzlicher Umsätze oder der Erweiterung des Marktgebietes gestellt werden, welche vor dem Hintergrund schwieriger allgemeiner Rahmenbedingungen für den Einzelhandel in Deutschland nicht realistisch sind. Stattdessen ist den Einzelhändlern in der Fußgängerzone und in der Arneken Galerie zu empfehlen, zusammenarbeiten, um sich gemeinsam für das digitale Zeitalter zu rüsten und Lösungen zur Integration von Online-Handel und stationärem Handel zu entwickeln. Denn die zukünftige Attraktivität der Innenstädte wird nicht zuletzt dadurch bestimmt werden

    Über Analphabetismus

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    Der Beitrag gibt einen Einblick in bildungspolitische und in lerntheoretische Fragen des Schriftspracherwerbs. Den Ausgangspunkt bilden Befunde, die zeigen, dass weit weniger Menschen in Deutschland angemessen lesen und schreiben lernen, als es in einem Land mit neunjähriger Schulpflicht erwartbar ist. Eine der Ursachen wird in fehlgehenden Lehr-Lern-Verfahren lokalisiert, die zusammen mit der Auffassung, jedes Kind nehme seinen eigenen Weg, dazu führen, dass Probleme weder rechtzeitig erkannt noch angemessen gelöst werden. Die Individualisierung wird zudem als Deutungsmuster profiliert, das die Bildungspolitik und mithin die Gesellschaft in Bezug auf problematische Lese- und Schreiberwerbsbiographien unterhält. Zu zeigen wird sein, dass dieses Deutungsmuster eine erfolgreiche Problemlösung verhindert. Wie ein Lösungsweg aussehen könnte, wird abschließend zur Diskussion gestellt

    Goal-Framing in der Kompetenzdiagnostik: Effekte einer theoriegeleiteten Variation der Testinstruktion bei einem Test zum biologischen Fachwissen

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    In dieser Studie wurde untersucht, inwieweit sich unterschiedliche Testinstruktionen auf die Testleistung von Schülerinnen und Schülern auswirken. Basierend auf der Framing-Theorie wurden drei unterschiedliche Instruktionen umgesetzt: neutrales, negatives und positives Goal-Framing. Bei negativem Goal-Framing wird ein mögliches Versagen betont, während positives Goal-Framing einen möglichen Testerfolg hervorhebt. Die neutrale Instruktion diente als Kontrolle. Schülerinnen und Schüler (N = 312; 7.-10. Jahrgangsstufe) bearbeiteten 20 Aufgaben zum biologischen Fachwissen und wurden entweder neutral, negativ oder positiv geframet instruiert. Die Befunde zeigen keinen signifikanten Haupteffekt des Framings auf die Testleistung der Schülerinnen und Schüler. Es ergeben sich aber signifikante Interaktionseffekte zwischen Framing und Jahrgangsstufe sowie zwischen Framing und Geschlecht. Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs zeigen bei positivem Framing eine signifikant bessere Testleistung als bei negativem und neutralem. Für die unteren Jahrgangsstufen ergeben sich keine Unterschiede in der Testleistung zwischen den Instruktionen. Schülerinnen erzielen bei neutralem Framing bessere Testleistungen als bei negativem und positivem, für Schüler ist das Muster genau umgekehrt. Die Befunde werden im Zusammenhang des Forschungsstandes über Goal-Framing diskutiert und mögliche Moderatorvariablen (Aufgabenschwierigkeit, akademisches Selbstkonzept) für die Erklärung herangezogen. Es werden Implikationen für die fachbezogene Kompetenzdiagnostik und weitere Studien über Goal-Framing in diesem Bereich diskutiert. This study investigated to what extent test instruction influences students’ test performance. Adapted from the framing theory, three different test instructions were applied: neutral, negative and positive goal framing. Within negative goal framing, a possible failure in the test is emphasized, whereas positive goal framing emphasizes on a possible pass of the test. The neutral instruction served as a control. Students (N = 312; 7.-10. grade) answered 20 tasks testing biological conceptual knowledge while being instructed either neutrally, negatively or positively framed. Findings show no significant main effect of framing on the students’ test performance. However, there are significant interaction effects between framing and grade level as well as framing and sex. 10th graders performed significantly better with positive framing than with negative or neutral framing. For the other graders, no differences in test performance between the different instructions occurred. Female students showed better test performances with neutral framing than with negative or positive framing, whereas for male students, the effect seems to be reversed. The findings are discussed with regard to the state of research about goal framing. Possible moderator variables (task difficulty, academic self-concept) are consulted in order to explain the findings. Implications for competence assessment as well as for possible further studies within this field are considered

    Band 2

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    Eine ca. 5000 Jahre zurückreichende problemorientierte Religionsgeschichte ist notwendigerweise eine ausgewählte transkulturelle Geschichte: Jürgen Stillig nimmt Leser/innen mit auf eine empirische Weltreise zu «Heiligen Bergen». Der Jerusalemer Tempelberg veranschaulicht seine historische Beziehung zum «Exodus» der Israeliten aus Ägypten um 1200 v. Chr. Diesem normativ geordneten Raum von Vergangenheit und Erinnerung, den dann Expansionen jüdisch-christlicher Orientierungen in Europa, Amerika und Asien porträtieren, widerfährt ein Wechsel vom biblischen Zauber des Anfangs in die selbstgewisse Fiktion eines begriffenen Konstruktionssystems. Modernisierungstheoretiker präformieren menschliches Denken, das mit der wissenschaftlichen Rückschau zugleich emphatische Möglichkeiten eines kognitiven Richtungssinns der Zukunft modelliert: Die kaum beweisbare «Gleichsetzung» neuronaler Prozesse bei bewussten und unbewussten Entscheidungen würde nicht nur in welthaltiger Theorie den metaphorischen Sprachgebrauch steuern, sondern auch in Wirklichkeit das Denken und Handeln sowie die Sprache, Fiktion und Imagination determinieren. Ist Interdisziplinarität ein exzellenter Königsweg? Bisher haben Menschen auf das kultursprachlich Erschaffene mit Aneignung und Anerkennung oder Abweichung und Ablehnung reagiert - Menschen sind weder szientifische Produkte noch programmierbare Funktionsträger

    Auswertung landwirtschaftlicher Kalender aus der Hildesheimer Börde zur Analyse lokaler Klimaveränderungen und deren Auswirkungen auf Vegetation und Landwirtschaft

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    Der Klimawandel ist seit Jahren eine unbestreitbare Tatsache. Seine bisherigen und möglichen zukünftigen globalen Auswirkungen lassen sich dementsprechend modellieren. Wie jedoch zeigt sich der Klimawandel auf kleinräumiger, lokaler Ebene? Und lassen sich Veränderungen nicht nur in Bezug auf die Klimaparameter, sondern auch auf Vegetation und Landwirtschaft beobachten?Mit Hilfe der landwirtschaftlichen Kalender eines Landwirtes aus Machtsum im Gebiet der Hildesheimer Börde aus den Jahren 1932 – 1983 wurden Veränderungen verschiedener Klimaparameter und der Vegetationsphasen der Ackerfrüchte nachgezeichnet, zudem wurden Niederschlags- und Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) herangezogen, um die Werte der Kalender überprüfen und eine längere Zeitreihe (bis 2010/11) überblicken zu können.Anhand dieser Daten konnte nachgewiesen werden, dass die durchschnittlichen Jahresniederschlagsmengen signifikant zugenommen haben sowie sich die Frostperiode verkürzt hat. Die anderen Parameter wiesen im Jahresdurchschnitt jedoch keine deutlichen Veränderungen auf. Seitens der Vegetationsphase der Ackerfrüchte ist eine Verlängerung ableitbar. Diese zeigt sich jedoch stark anthropogen überprägt. Klimaveränderungen und Verlängerung der Vegetationsphase können auf Grundlage dieser Daten nicht zweifelsfrei in Zusammenhang gebracht werden, sodass der Einfluss des Menschen bei Betrachtung der Ergebnisse nicht vernachlässigt werden darf. Climate Change has been an undeniable fact for years. It’s global previous and possible future impacts can therefore be modelled quite well. But how does Climate Change arise on small-scale, local level? And how can changes be observed, not only in matters of parameters of climate but also of vegetation and agriculture?By means of the agricultural almanacs of a farmer from the village of Machtsum, located at the Hildesheimer Börde, available from 1932 – 1983, it was possible to reproduce transformations of various climate parameters and growing season of agricultural crops. Furthermore, from the Deutsche Wetterdienst (DWD) precipitation and temperature data was used to check the almanacs data and overview longer time series (up to 2010/11).On the basis of these data a significant increase of annual average precipitation and shortening of the freezing season could be proved. The other climate parameters did not show any explicit changes in annual average. On the part of growing season there is an apparent extension. However, this is highly anthropogenic affected so that transformations in climate and extension of the growing season cannot be pulled together without a doubt. So the impact of mankind must not be neglected by considering this results

    Editorial Band 5

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