Open Access Zeitschriften des Universitätsverlages der Technischen Universität Chemnitz
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    Poetic Objectivity: Toward an Ethics of Aliveness

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    In diesem Aufsatz erkunde ich, inwieweit eine objektive ökologische Ethik möglich ist. Dafür werde ich das verkörperte Ethos untersuchen, Beziehungen, Ausdruck und Praxis gegenseitigen Teilens in der Biosphäre. Organismen streben auf vielfältigen Ebenen ihrer Identität (zelluläre Selbste, Individuen und Ökosysteme) nach mehr Lebendigkeit. Sie bringen sich selbst hervor, heilen sich selbst und entwickeln produktive Beziehungen, ganz ohne Zutun menschlicher ethischer Erwägungen. Ökosysteme tendieren dazu, über die Zeit komplexer zu werden, und Organismen versuchen ihre eigene Zerstörung zu vermeiden. Beide Tendenzen bringen einen Normhorizont hervor, etwas, das man als „natürliche Werte“ bezeichnen könnte. Diese Werte sind nirgendwo festgeschrieben und können nicht auf eine abstrakte Ebene extrahiert werden. Sie sind zutiefst in den Handlungen lebender Wesen und lebender Systeme verkörpert. Eine Ethik, die auf diesen Prinzipien und Einsichten beruht, schließt alle Wesen im Sinne einer „poetischen Objektivität“ ein. Sie zentriert das ethisch Gute in einem schwachen Sinn als „Lebendigkeit“, die von anderen Wesen geteilt werden kann. Eine Ethik der poetischen Objektivität gibt Raum, um Beziehungen und Lebenserzählungen zu verhandeln. Lebendigkeit ist ein Allmendeprozess. Die natürlichen Werte, die durch das Teilen von Beziehungen, die beide Seiten verwandeln, zustande kommen, bringen eine ethische Allmende hervor. Ein solches Denken kann auch den menschlichen Austausch auf ethischer, aber auch auf ökonomischer Ebene neu strukturieren.In this essay I will explore the possibility of an objective ecological ethics. To do this, I follow the embodied ethos of relationships: meaningful expression and mutual sharing occuring in living organisms and systems. Living beings on various levels of identity (cellular selves, individuals, and ecosystems) strive toward increased aliveness. They are self-healing, and generate meaningful relationships, all without the need or interference of human ethical thinking. Ecosystems tend toward complexity and organisms tend to avoid their own destruction. Both tendencies create “natural values” – values not extractable into abstraction, yet nonetheless fundamentally embodied in the actions of living beings and living systems. An ethics based on these principles (or insights) is inclusive in that it can be conceived as a sort of “poetic objectivity”. Here the ethically good is the increase in “aliveness”, which can be shared by other beings, and which is only possible as “being through the other”. Aliveness is ineffable and cannot be extracted analytically. Hence it is objective only in a poetic sense that can be shared through participation. An ethics of poetic objectivity leaves room to negotiate individual relationships and narratives while providing goodness as an encompassing context tuning into the degree of sharing and mutual inspiration to be more alive. The natural values generated by sharing transformative relationships produce the whole of nature as an “ethical commons”. Its principles can be instructive in reorganising human exchange on ethical and economical levels

    Zwischen Analytischem Pragmatismus und Quietismus: Brandom und McDowell über die Rolle der Philosophie

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    Dieser Artikel untersucht den meta-philosophischen Graben, der sich durch die  P i t t s b u r g h e r  S c h u l e  der zeitgenössischen Philosophie zieht. Es handelt sich dabei um eine Meinungsverschiedenheit über die Angemessenheit und Erfolgsaussichten philosophischer Erläuterungsversuche, in denen begriffliche Praktiken, welche wir nur implizit beherrschen, durch die Kombination einfacher und einfach zu überblickender praktischer Regeln nachkonstruiert werden. Während solche philosophischen Rekonstruktionen für Robert Brandom zu einem besseren Verständnis der relevanten Begriffe bzw. Vokabulare führen und damit ein taugliches Mittel für die analytische Philosophie sein können, hält John McDowell sie für Symptome eines fehlerhaften Verständnisses diskursiver Praxis und ihr Scheitern für unvermeidbar. Nach McDowell liegt die Aussichtslosigkeit („linearer“) philosophischer Rekonstruktionen im Holismus der Sprachkompetenz und der Intentionalität begründet: Zwischen konkreten begrifflichen Fähigkeiten gibt es holistische (und damit letztlich zirkuläre) Voraussetzungsverhältnisse. Dieser Artikel verteidigt Brandoms These der Kompatibilität zwischen dem von McDowell zitierten Holismus und der Möglichkeit philosophischer Rekonstruktionen mit einem konkreten Beispiel einer glückenden Rekonstruktion, welche in einer zentralen Hinsicht als „linear“ bezeichnet werden könnte. Schließlich werden zwei mögliche Antworten McDowells skizziert, aus denen sich Raum für eine Fortführung der Debatte ergeben könnte.This article examines the meta-philosophical rift which runs through the Pittsburgh School of contemporary philosophy. The rift is a disagreement about the appropriateness and likelihood of success of the kind of attempt at philosophical explanation in which implicitly mastered conceptual practices are reconstructed by way of combining simple and easily surveyable practical rules. While for Robert Brandom, such explanations can yield a genuinely better understanding of the target practice or vocabulary, and are thus an appropriate instrument for analytical philosophy, John McDowell considers them symptomatic of a wholly mistaken view of discursive practice, and takes their failure to be inevitable. According to McDowell, the futility of (“linear”) philosophical reconstructions is due to the holistic structure of linguistic competence and hence intentionality itself: distinct concrete conceptual practices presuppose each other in holistic (and hence circular) ways. This article defends Brandom’s thesis of the compatibility of the holism cited by McDowell on the one hand, and the possibility of philosophical explanation on the other, using a concrete example of a successful reconstruction which could be described as “linear” in McDowell’s sense. Finally, two possible answers in support of McDowell’s scepticism are discussed with a view to establishing room for a continuation of the debate

    Robert Brandoms Inferentialismus und das Problem der Kommunikation

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    Es ist allgemein anerkannt, dass sich für Vertreter des holistischen Inferentialismus die Frage stellt, wie sprachliche Kommunikation möglich ist. Diese These führt nämlich anscheinend unausweichlich dazu, dass Behauptungen für verschiedene Sprecher verschiedene Bedeutungen haben. In seinem Buch Expressive Vernunft (EV) vertritt Brandom einen solchen Inferentialismus und gibt auch zu, dass sich das Problem der Kommunikation für seine Theorie stellt. Im ersten Teil meines Beitrags möchte ich genauer erläutern, wie sich dieses Problem im Rahmen von Brandoms Theorie propositionalen Gehalts darstellt, bevor ich im zweiten Teil Brandoms Antwort darauf vorstelle. Bezüglich dieser Antwort hat allerdings Daniel Whiting in seinem Aufsatz Meaning Holism and De Re Ascription gezeigt, dass sie eine Lücke aufweist. Im dritten Teil dieses Aufsatzes stelle ich kurz dar, worin diese Lücke besteht, und schlage eine Ergänzung zu Brandoms Antwort vor, die man im theoretischen Rahmen von EV vornehmen könnte.It is generally acknowledged that proponents of a holistic inferentialism face the question of how linguistic communication is possible because their thesis seems to commit them to the view that claims have different meanings for different speakers. In his book Making It Explicit (MIE), Brandom defends a holistic inferentialism and he also concedes that his theory faces the problem of communication just mentioned. In the first part of my contribution, I will offer an account of how exactly this problem arises in the context of Brandom’s theory of propositional content. Following that, I will reconstruct Brandom’s answer to this problem in part two of my paper. With regard to this answer, however, Daniel Whiting has argued in his article Meaning Holism and De Re Ascription that it contains a gap. In the third part of my paper, I will briefly discuss the nature of the gap in Brandom’s answer and propose a way in which this gap could be filled within the theoretical context of MI

    Augmented Reality als Lernmedium: Potenziale und Implikationen

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    Durch den technischen Fortschritt der letzten Jahre rücken Augmented Reality – Anwendungen (AR) als Lernmedien immer mehr in den Fokus der aktuellen Lehr-Lern-Forschung. Aus didaktischer Sicht besitzt AR als Lernmedium Potenziale, die es von bisherigen Medien unterscheidet. Andererseits ergeben sich durch die Nutzung von AR jedoch auch neue Herausforderungen, die noch zu lösen sind. Am Beispiel eines konkreten Lernszenarios werden die didaktischen Potenziale von AR vorgestellt und die sich ergebenden Herausforderungen beschrieben. Das Lernszenario wurde mit Hilfe der App AugView realisiert und in die Lehre im Fachbereich Umweltingenieurwesen integriert. Die App stellt im Untergrund verborgene leitungsgebundene Wasserinfrastruktur dar. Zu den positiven didaktischen Eigenschaften zählt u.a. die zeitlich und örtlich kohärente, gemeinsame Darstellung von Objekt und erklärenden Zusatzinformationen (Kontiguitätsprinzip). Durch kollaboratives Arbeiten mit der App im Rahmen von Exkursionen wird situatives Lernen und gemeinsame Wissenskonstruktion gefördert. Zu den ungelösten Herausforderungen zählt aktuell noch der technische Aufwand. Da die GPS-Positionierung auf handelsüblichen Tablets nicht ausreichend genau ist, sind vergleichsweise teure Zusatzsysteme zur exakteren Positionierung notwendig. Weitere Herausforderung ist der Datenschutz. Digitale Repräsentationen der Leitungsnetze sind zwar beim lokalen Versorger vorhanden. Jedoch gibt es Sicherheitsbedenken, diese für die Lehre vollständig öffentlich verfügbar zu machen

    Mechanismenentwicklung eines Assistenzsystems für die oberen Extremitäten

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    In diesem Beitrag werden mobile Assistenzsysteme, sog. Exoskelette, mit ihren charakteristischen Eigenschaften vorgestellt. Schwerpunkte bilden die Entwicklung der Mechanik für die Nachbildung der menschlichen Bewegung und das Antriebssystem. Auf Grundlage der menschlichen Anatomie, mit Bezug zum Schultergürtel, Schultergelenk und Ellenbogengelenk, wird ein Mechanismus entwickelt, der die Armbewegung beim Heben, Halten und Tragen von Lasten nachbilden kann. Weiterführend wird die Entwicklung eines aktiven Antriebssystems für die Unterstützung der zuvor genannten Aufgaben beschrieben. Für die Auslegung werden Richtwerte der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) herangezogen. Der Einsatz pneumatischer Muskeln als Aktuator bringt Vorteile hinsichtlich eines hohen spezifischen Arbeitsvermögens mit sich. Ein Nachteil ist jedoch die charakteristisch nichtlineare Kraft-Kontraktionskennlinie. Es folgt eine Beschreibung für die ungleichmäßige Übersetzung pneumatischer Muskeln mit einem Bandmechanismus. Die verwendete Methode gestattet nicht nur eine Kompensation der nachteiligen, degressiven Kraftkennlinie. Sie erlaubt darüber hinaus die anwendungsspezifische Veränderung des Arbeitskennfeldes. Abschließend erfolgt die Überführung des Bandmechanismus in eine zweistufige Übersetzung, welche die Voraussetzungen pneumatischer Muskeln für den Einsatz in mobilen Anwendungen verbessert

    Workshop »Arbeit 4.0: Gesundheit erhalten – Arbeit gestalten«

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    „Arbeiten 4.0 ist ein Kürzel für die Veränderungen in der gesamten Arbeitswelt und ihre Folgen für die Gesellschaft.“ (BMAS, 2017) Bei Diskussionen um die „Vierte industrielle Revolution“ stehen technikzentrierte Visionen, die Technologien und technischen Lösungen bis hin zu komplexen Prozessarchitekturen in cyber-physischen Systemen vielfach im Mittelpunkt. Problemstellungen zur Gestaltung guter Arbeitsbedingungen treten oftmals in den Hintergrund und werden häufig vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund sollte unser Workshop »Arbeit 4.0: Gesundheit erhalten – Arbeit gestalten« zum einen zur Sensibilisierung für eine gesundheitsfördernden Arbeitsgestaltung beitragen und zum anderen nach Ansätzen für eine ergonomische und rechtsichere Ausgestaltung von stationärer Telearbeit suchen und dabei Anregungen aus der Praxis aufgreifen. Der erste Schwerpunkt lag auf der Arbeit mit dem Analyseinstrument INQA-Check „Gesundheit“ durch die Teilnehmer mit dem Fokus einer Weiterentwicklung des Instrumentariums für die Anforderungen einer „Arbeit 4.0“. Im Ergebnis liegen Erfahrungen und Anregungen für die Fortentwicklung des INQA-Check „Gesundheit“ und eine Checkliste als Ausgangspunkt für eine Gefährdungsbeurteilung einer stationären Telearbeit vor. Im zweiten Teil des Workshops konnten die Teilnehmer zum Thema Work-Life-Balance mit Lego®-Steinen hantieren und das „Lego® Serious Play®“ (LSP) ausprobieren. &nbsp

    Justifying Moral Standing by Biosemiotic Particularism

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    In diesem Essay untersuchen wir eine fundamentale Frage der Biosemiotik: Warum sollte Semiose eine moralisch relevante Fähigkeit sein, oder eine Fähigkeit, die den moralischen Wert lebender Wesen oder Systeme, die über sie verfügen, steigert? Wir argumentieren, dass biosemiotischer Partikularismus, also die Ansicht, dass normative Bewertung auf der jeweiligen Erfüllung der semiosischen Kapazität eines Organismus oder einer anderen biologischen Entität fußen sollte, eine gerechtfertigte normative Position für den biosemiotischen Ethiker bereithält. Wenn das, was es rechtfertigt, allen lebenden Wesen und Systemen moralischen Stellenwert beizumessen, ihr semiosischer Charakter ist, dann muss Semiose etwas ethisch Motivierendes beinhalten. Wir untersuchen verschiedene Argumente, um diese Frage zu beantworten: Argumente für semiotische Handlungsfähigkeit, also die Behauptung, dass alle lebenden Entitäten als Ergebnis ihrer semiosischen Kapazitäten Handlungsträger sind; Argumente dafür, dass alle lebenden Wesen subjektive oder quasi-subjektive Erfahrungen haben und dass sie moralisch relevant sind; und Argumente dafür, dass die Erzeugung von Bedeutung moralische Relevanz hat und ausreicht, um moralische Bedeutsamkeit zu begründen. Wir gehen auch auf das Negativargument ein, dass Semiose mindestens so vertretbar ist wie das Empfindungsvermögen, das eine alternative Kapazität zur Begründung moralischer Relevanz darstellt, wie auch andere wahrnehmungsverwandte Kapazitäten. Schließlich fragen wir noch weiter: Selbst wenn Semiose eine moralisch relevante Fähigkeit lebender Organismen darstellt, ist sie die moralisch relevante Fähigkeit? Das heißt, ist Semiose der kleinste gemeinsame Nenner für die Zuschreibung moralischen Werts, mit dem Ergebnis, dass empfindungsbasierte Konzepte, unter anderen, auf biosemiotischer Ethik als einer begründenden meta-ethischen Theorie aufbauen könnten?In this essay we examine a fundamental question in biosemiotic ethics: why think that semiosis is a morally relevant property, or a property that supports the moral value of living beings or systems that possess it? We argue that biosemiotic particularism, the view that normative assessment should be based on the particular fulfillment of an organism’s or other biological entity’s specific semiosic capacity, offers a justifiable normative position for the biosemiotic ethicist. If what justifies offering moral standing to all living beings and systems is that these entities are semiosic, then there must be something ethically motivating about semiosis. We examine several arguments in answer to this question. These include arguments for semiotic agency, the claim that all living entities are agential as a result of their semiosic capacities; arguments for subjective or quasi-subjective experience, that all living beings have it and that it matters morally; and arguments for the moral relevance of meaning-making as sufficient for moral considerability. We also address the negative argument that semiosis is at least as defensible as sentience, an alternative candidate capacity for grounding moral relevance, and other cognition-related capacities. Finally, we push further to ask: even if semiosis is a morally relevant capacity of living organisms, is it the morally relevant property? That is, is semiosis the least common denominator for attribution of moral worth, to the effect that sentience-based approaches, among others, could build on biosemiotic ethics as a foundational meta-ethical theory

    Menschenaffe, Eisvogel und Mimose: Biophänomenologische Überlegungen zu Zeichen, Emotion und Kognition im Vorfeld der Ethik

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    Die Zeichengebung von Lebewesen setzt Grundphänomene und Zustände voraus, auf die sich die unterschiedlichen Zeichen beziehen können. Insofern setzt Biosemiotik elementare und unterschiedliche Daseinsformen von Biophänomenen, z.B. von Motion, Emotion oder Kognition, voraus, die wiederum biosemiotische Mittel und Referenten in Zeichenprozessen sein können. Es bedarf daher biophänomenologischer Kategorien, die nachfolgend in modifizierter Anlehnung an Helmuth Plessner vorgestellt werden, die aber auch kritisch vor dem Hintergrund der Evolution und Wissenschaftstheorie der Biologie zu beurteilen sind. Daraus resultieren unterschiedliche Formen der Zeichengebung, die nachfolgend an konkreten Beispielen (Menschenaffen, Eisvogel, Mimose) im Hinblick auf ihre ethische Relevanz diskutiert werden. Sowohl die vorprädikativen Biophänomene selbst als auch die spezifischen auf diese Biophänomene bezogenen Zeichen sind wichtige Ausgangspunkte für die ethische Beurteilung der Beziehung von Menschen zu Tieren und Pflanzen. Ein pragmatischer Dualismus von Biophänomenen und Zeichen ist daher die Basis einer jeder Ethik, die subjekttheoretisch weder in bloße Zeichen noch in bloße Biophänomene monistisch aufgelöst werden kann. Die Ideen- und Wissenschaftsgeschichte gibt weitere Einblicke in den Wandel der Deutungen und Vorstellungen zu Menschenaffen, zum Eisvogel und zur Mimose – bis hin zur modernen Pflanzenneurobiologie.The sign production of living beings presupposes basic phenomena and states, which can correlate with different signs. Hence biosemiotics presupposes fundamental and various forms of biophenomena, e.g. motion, emotion or cognition, which can be biosemiotic media and references. Therefore, biophenomenological categories are necessary. Here, these categories are adopted and modified based on Helmuth Plessner‘s approach; but they are also discussed against the background of evolutionary theory and the philosophy of science of biology. This results in different forms of sign production, discussed with reference to concrete examples (great apes, kingfishers, mimosa pudica) regarding their ethical relevance. The pre-predicative biophenomena themselves as well as the specific signs referring to these biophenomena are important starting points for ethical judgment for human relations with animals and plants. Thus a pragmatic dualism between biophenomena and signs is the basis of bioethics, which may not be reduced in a monistic manner neither in mere signs nor in mere biophenomena. The history of ideas and of science delivers further insights into the change of interpretations and of suppositions about the great apes, the kingfisher and the sensitive plant (mimosa pudica) up to modern plant neurobiology

    wege. zeichen. erinnerungen: Rede bei der Trauerfeier für Martin Krampen

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    Am 28. Juni 2015 verstarb der international renommierte Semiotiker und Designer Professor Dr. Martin Krampen in Ulm. Seine langjährige Lebensgefährtin, Reintraut Semmler, und sein Freundeskreis trafen sich am 3. Juli 2015 zu einer Trauerfeier im historischen Gebäude der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm. Martin Krampen hatte dort von 1953 bis 1957 studiert. Neben den persönlichen Erinnerungen von Hanne Tächl und Prof. Eugen Gomringer sprach Prof. Dr. Dagmar Rinker über den wissenschaftlichen und gestalterischen Weg von Martin Krampen. Dagmar Rinker leitete von 1997 bis 2012 das Archiv der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm. Seit 2012 ist sie als Professorin für Designgeschichte und Ausstellungstheorie an der HfG Schwäbisch Gmünd tätig. Während ihrer Ulmer Zeit begleitete sie zahlreiche Projekte von Martin Krampen. In Erinnerung an den Wissenschaftler Martin Krampen publiziert die Zeitschrift für Semiotik die Rede von Dagmar Rinker.Obituary for Martin Krampen

    Referenzarchitektur eines Ressourcen-Cockpits zur Unterstützung der Instandhaltung

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    Durch die Trends der Digitalisierung und der Industrie 4.0 steigen die Anforderungen an die handelnden Personen im produzierenden Gewerbe. Unterstützende Prozesse wie die Instandhaltung trifft dieser Wandel besonders stark, da dort das Wissensmanagement auch wegen zunehmenden Alters der beteiligten Personen stark an Bedeutung zunimmt. Informationssysteme, wie ein Ressourcen-Cockpit, die den Instandhalter durch zielgerichtete und gebündelt dargestellte Informationen und Auswertungen unterstützten, stellen eine Lösung dieser Herausforderung dar. Die Entwicklung eines solchen Ressourcen-Cockpits ist jedoch kostspielig und erfordert ein tiefes Verständnis der technischen Möglichkeiten sowie der Domäne der Instandhaltung. Zusätzlich führen fehlende Standards und Architekturen zu dem Problem, dass unabhängig voneinander entwickelte Systeme inkompatibel zueinander sind. Dies erschwert eine branchen- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, die in der Instandhaltung nötig ist. Um eine zukunftssichere Entwicklung zu ermöglichen, soll in diesem Beitrag die Referenzarchitektur eines Ressourcen-Cockpits zur Unterstützung der Instandhaltung vorgestellt werden, die die Entwicklung eines individuellen Ressourcen-Cockpits erleichtert

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