Open Access Zeitschriften des Universitätsverlages der Technischen Universität Chemnitz
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    Löst Brandoms Inferentialismus bedeutungsholistische Kommunikationsprobleme?

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    Dieser Beitrag untersucht, inwieweit Brandoms in Making It Explicit (MIE) und Articulating Reasons (AR) entwickelte inferentialistische Semantik Probleme lösen kann, die sich aus dem im Inferentialismus unter relativ unkontroversen Zusatzannahmen entstehenden und von Brandom bewusst zugrundegelegten Bedeutungsholismus ergeben. Aus dem Inferentialismus folgt mit Bedeutungsholismus eine perspektivische Bestimmung sprachlichen Gehalts, die wegen der damit angenommenen Idiolektbasis ein Kommunikationsproblem erzeugt. Brandom betrachtet dieses systematische Informationsgefälle als natürliche Motivation zur Kommunikation. Er erklärt Kommunikation mittels eines Modells des „Navigierens zwischen Perspektiven“, das letztlich auf der Verfügbarkeit substitutioneller und anaphorischer Äußerungsverknüpfungen beruht. Semantisch entscheidend ist die These, dass anaphorische Ketten rein inferentieller, also referenzfrei semantisch bestimmter Natur sind, sowie die Behauptung, dass anaphorisch-inferentielle Mittel zu gegenseitig erfolgreicher „Informationsextraktion“ oder „Interpretation“ hinreichen. In diesem Aufsatz wird die These bestritten. Erstens lassen sich in Brandoms plausiblen Darstellungen anaphorischer Kommunikationsstrukturen systematische „Referenzinfiltrationen“ nachweisen. Dass dies die Behauptung unterminiert zeigt sich zweitens an einer Analyse der Durchführbarkeit einer semantisch entscheidenden inneranaphorischen Unterscheidung (zwischen Initiator und Glied) im Rahmen kontextsensitiver Ausdrucksformen. Brandoms Semantik kann entweder für Sprecher und Hörer bestimmbare Gehalte annehmen, muss aber dann irreduzibel referenzielle semantische Normen unterstellen, oder aber sie lässt Gehalte systematisch unbestimmbar.This article analyzes whether Brandom’s ISA (inferential-substitutional-anaphoric) semantics as presented in Making It Explicit (MIE) and Articulating Reasons (AR) can cope with problems resulting from inferentialism’s near-implied meaning holism. Inferentialism and meaning holism entail a radically perspectival conception of content as significance for an individual speaker. Since thereby ist basis is fixed as idiolects, holistic inferentialism engenders a communication problem. Brandom considers the systematic difference in information among individuals as the „point“ of communication and thus doesn’t want to diminish these effects of inferentialism. Instead, explains communication with a model of “navigating among perspectives without sharing contents”. The crucial element in this navigation-model is the functioning of anaphoric connections between tokens uttered in discourse that can be used by every individual speaker in their own perspectival semantic substitution-economies. The heart of Brandom’s semantics is the thesis of the purely inferential, hence non-referential nature of anaphora, coupled with the claim that anaphoric-inferential semantic mechanisms yield sufficient conditions for mutually successful “information-extraction” or interpretation. This article disputes the thesis and denies the claim. Regarding the former it is observed that all of Brandom’s plausible reconstructions of anaphoric discourse-structures rely on covert “reference-infiltrations” that can’t be eliminated. Regarding the latter, a new argument based on context-sensitive semantic phenomena in anaphoric settings shows that the crucial distinction between initiator or anaphoric antecedent and anaphoric dependent cannot be drawn according to Brandom’s own premises without overt and irreducible referential premises. The article concludes that either Brandom’s semantics can offer determinate contents, but then must accept genuinely referential semantic primitives, or else it leaves utterance-contents undeterminable and hence cannot explain communication

    Biosemiotische Ethik / Biosemiotic Ethics

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    This issue presents the rapidly growing field of biosemiotic ethics. In the past two decades, biosemioticians have began to tease out the ethical implications of semiosis as a capacity of living beings. The foundational argument is that if semiosis is a morally-relevant capacity, and if all living systems are semiotic, then biosemiosis can serve as the basis for justifying the attribution of moral status to humans, to animals and plants, and even to ecosystems. Biosemiotic ethics opens the road towards a perspective that connects ecological thinking with ethical perspectivesDas Heft stellt das dynamische Forschungsgebiet der biosemiotischen Ethik vor. Diese Forschungsrichtung argumentiert ausgehend von biosemiotischen Grundlagen, dass Zeichengebrauch eine ethisch relevante Eigenschaft ist, da sie Verständigung und Kooperation erst möglich macht. Da alle Lebewesen in der einen oder anderen Form Semiose betreiben, kann Menschen, Tieren, Pflanzen und sogar Ökosystemen mit diesem Argument ein moralischer Status zugeschrieben werden. Die biosemiotische Ethik öffnet den Weg zu einer Perspektive, die ökologisches Denken mit ethischen Prinzipien verbindet

    Smart Learning Platform 4.0 - Vermittlung von neuen Kompetenzen und Qualifikationsprofilen im Hinblick auf Industrie 4.0

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    Obwohl heutige Studierende mit Computern und dem Internet groß werden, fehlt ihnen häufig der Bezug zu grundlegenden Technologien. Dieser wird allerdings von Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieuren erwartet, um neue Impulse für Forschung und Praxis liefern zu können. Aufgrund der geänderten Anforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt hat sich der Studiengang Informationslogistik, der Hochschule für Technik Stuttgart das Ziel gesetzt, den Studierenden eine realitätsnahe Industrieumgebung, in Form eines Industrie 4.0 Labors mit mobilen, stationären und virtuellen Bestandteilen einzurichten. Studierende erwerben in der hybriden Laborumgebung in praxisnahen Übungen ein fundiertes theoretisches und praktisches Wissen über das Zusammenspiel von Hardware, Software und Telekommunikation. Didaktisch flankiert wird der Kompetenzerwerb der Studierenden auf der Smart Learning Platform 4.0 (SLP), einer virtuellen Lernplattform, die als studienbegleitendes Element im Pflichtcurriculum des Studiengangs verankert werden soll. Um den Lernprozess der Studierenden durch unterschiedliche Feedbackformen zu verbessern, sowie um die laborbasierte Lernumgebung weiterzuentwickeln, wird auf der SLP aktuell der Einsatz von Learning Analytics erprobt. Langfristig ist geplant das vorgestellte Modell auf weitere Studiengänge zu übertragen, um die vorgestellten Lösungsansätze vollumfänglich auszuschöpfen und um einen optimalen Wissenstransfer zwischen Studium und Berufspraxis zu gewährleisten

    Lachen als Zeichenprozess

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    Einführung in das Themenheft „Lachen als Zeichenprozess“, Zeitschrift für Semiotik 37, 1-2 (2015).Introduction to the special issue “Laughing as a sign process”, Journal of Semiotics 37, 1-2 (2015)

    Gätschenberger über das „Gegebene“ und Carnaps „Aufbau“

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    In seinem Aufbau kritisiert Carnap Gätschenbergers Vorstellung von der Unmöglichkeit einer reinen Sprache des „Gegebenen“. Für Carnap ist das Gegebene ein Gegenstand und die Erkenntnis die Konstruktion („Konstitution“) der Gegenstände aus dem Gegebenen. Der Begriff des Gegebenen ist entscheidend auch für die als Alternative zur traditionellen Erkenntniskritik formulierte semiotische Theorie Gätschenbergers. Gätschenberger betrachtet das Gegebene oder jedes einzelne Erlebnis als natürliches Symbol, das einen Gegenstand setzt. Der Gegenstand kann durch die Wirkungen des Erlebnisses und insbesondere Handlungen, die das Erlebnis auslöst, identifiziert werden. Das Gegebene kann sich dank seiner symbolischen Natur auf jeden möglichen Gegenstandsbereich beziehen und fungiert als Fundament der Erkenntnis. Gätschenberger glaubt, dass sich diese Eigenschaften des Gegebenen vor allem in dessen „demonstrierender“ Funktion in Bezug auf Satzsysteme zeigen. Ich behaupte, dass diese Annahme problematisch ist und dass Gätschenbergers Auffassung des Gegebenen als Symbol sie nicht rechtfertigt. Carnaps Begriff des Gegebenen kann als eine Lösung dieses und einiger anderer Probleme der Theorie Gätschenbergers angesehen werden.In his Aufbau, Carnap argues against Gätschenberger’s claim that a pure language of the “given” is impossible. Carnap understands the given as an object, and cognition as the process of constructing further objects out of the given. The notion of the given is essential for Gätschenberger’s theory of semiotics which he formulates as an alternative to the traditional critique of knowledge. Gätschenberger holds the given, in the sense of every particular experience, to be a natural symbol that posits some object, which is identifiable by the effects of this experience, and in particular by the actions induced by it. Due to ist symbolic character, the given can refer to every realm of objects and therefore play a fundamental role in cognition. Gätschenberger believes that this character of the given is displayed in particular in ist demonstrative function with respect to systems of propositions which represent knowledge. I argue that this assumption is problematic, and that Gätschenberger’s own treatment of the given as a symbol does not support it. Carnap’s concept of the given can be considered as a solution to this and some other problems of Gätschenberger’s theory

    „Vitale“ Intralogistik - Integration von Vitaldaten in die Prozesse auf dem betrieblichen Hallenboden

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    In den letzten Jahrzehnten hat die Digitalisierung alle Bereiche des Lebens durchdrungen. Internet, Computer und Smart Devices sind nicht mehr wegzudenken. In der Produktion wird die Digitalisierung mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“ beschrieben. Ziel ist hierbei die Vernetzung von Mensch, Maschine und Produkt zu einem Internet der Dinge, Dienste und Daten. Ein weiterer Trend ist ein gesunder Lebensstil sowie eine ausgewogene Work-Life-Integration. Besonders die Generation Y strebt nach einem fitten, starken Körper und einer gesunden Ernährung. Zahlreiche Workshops und Apps unterstützen diesen Trend. Im beruflichen Umfeld gestaltet sich dieser Lebensstil jedoch schwierig. „Warum diese beiden Trends also nicht verbinden!“, dachte sich das Unternehmen viastore SOFTWARE GmbH aus Stuttgart, „Arbeit, Fitness und Spaß an einem Arbeitsplatz“. Was sich für viele unvorstellbar anhört, wird im Rahmen des Forschungsprojektes „MyCPS“, in der Intralogistik umgesetzt. Ein handelsüblicher Fitness-Tracker stellt dem Warehouse-Management-System Vitaldaten wie Herzfrequenz oder ein Aktivitätsprotokoll zur Verfügung. Mithilfe dieser Daten können die auftretenden Beanspruchungen des Mitarbeiters in Relation zu seiner Tätigkeit gesetzt und somit Aspekte einer ergonomischen Arbeitsgestaltung bei gleichzeitiger Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter verwirklicht werden

    Motivierende und gesundheitsförderliche Gestaltung von Leitständen in der Automobilproduktion

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    Überwachungstätigkeiten in Leitständen der Automobilproduktion sind durch die Beobachtung von Anlagendaten gekennzeichnet. Ein Erfolgsfaktor für eine effiziente Produktion ist, dass Operateure auftretende Störungen im Leitstand schnell erkennen und beheben. Die hierfür nötige Dauerbeobachtung ist für die Operateure eine Herausforderung. Cummmigs, Gao und Thornburg (2016) haben beobachtet, dass bei einer geringen Arbeitsbelastung die Aufmerksamkeit der Operateure bei der Überwachung von automatisierten Systemen mit der Zeit abnahm. Zum anderen müssen die Operateure ein gutes Situationsbewusstsein über Veränderungen ihrer Anlage haben, um Störungen schnell beheben zu können. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer Interviewstudie zur Untersuchung psychischer Bedürfnisse in der Mensch-Technik-Interaktion an Leitständen beschrieben. In 20 semi-strukturierten Experteninterviews wurden Operateure nach beanspruchenden und intrinsisch motivierenden Faktoren bei Überwachungstätigkeiten befragt. Die Ergebnisse zeigen die zentralen Nutzerbedürfnisse der Operateure auf, mithilfe deren in Folge motivierende Nutzerelemente für den Leitstand der Zukunft entwickelt werden sollen

    A Finite State Machine Based Adaptive Mission Control of Mini Aerial Vehicle

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    This paper describes a finite state machine for adaptive mission control of mini aerial vehicles. The purpose of a finite state machine is to support mission control during aerial inspection of high voltage transmission lines and insulators independently from environmental and other conditions. One of the basic application of our mini aerial vehicle research is inspection of high voltage transmission lines during its load mode. Around high voltage transmission lines and towers generating a strong electromagnetic field. An electromagnetic fields can be influence negatively to autonomous flight and mission control should be predicted such us situation to avoid possible accident. Moreover environmental and weather condition always unpredictable and mission control have to adapt for various type of additional constrains which can be make problem for pre-defined mission map and trajectory. Therefore, it needs to develop mission control for autonomous flight with an adaptive option or capability. Such mission control provides less workload and safety guarantee for the inspection team during the process

    Medical Drone Delivery in Developing Countries: Case Study Mongolia

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    Developing countries often have difficulties in the field of medicine, and many of these problems do not relate to missing knowledge but on the transportation possibilities to bring patient, doctor and the necessary medical supplies together. In a research study for the country of Mongolia the advantages of a drone delivery system are shown and the unique challenges such as temperature, elevation and range are discussed to choose a suitable system design for countries with enormous size and low population. Airplane like drones with their wider distances seem to be the most promising solution to connect rural areas to the medical logistics network

    Auswirkungen von Produktivitätsmanagement und Digitalisierung auf die Work-Life-Balance

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    Die Digitalisierung bietet Möglichkeiten zur besseren Gestaltung von Arbeit und ihren Bedingungen, wodurch sowohl Beschäftigte als auch Unternehmen (z. B. im Sinne einer Optimierung der Produktivität) profitieren kön­nen. Durch Änderungen der Arbeitsorganisation und -gestaltung ergeben sich Auswirkungen für die Beschäftigten, insbesondere wenn durch die Digitalisierung Möglichkeiten zur Erweiterung der zeitlichen Arbeitsflexibilität entstehen und Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben verschwimmen. Alle diese Aspekte können sich auf physische und psychische Belastungen auswirken. Des­halb stellt sich die Frage, wie die digitale Transformation von Unternehmen umgesetzt werden sollte, um die zunehmende Integration von Privat- und Arbeitsleben so zu gestalten, dass sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe profitieren und negative Auswirkungen ver­mieden werden. Hierfür stellen die Autoren ausgewählte Studienergebnisse zur Nutzung der Digitalisierung für das betriebliche Produktivitäts­management in der deutschen Metall- und Elek­tro­industrie vor. Der Schwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen zwischen Digita­li­sie­rung und Produktivitätsmanagement und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten. Ab­schlie­ßend nennen die Autoren Handlungs­empfehlungen für die Gestaltung der Digitalisierung

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