Open Access Zeitschriften des Universitätsverlages der Technischen Universität Chemnitz
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    vor freude lachen, one herze lachen, vor lachen sterben: Zu Zeichenhaftigkeit und Semantik von lachen im Frühneuhochdeutschen

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    In diesem Beitrag wird Lachen zunächst als ein Körperzeichen mit einer doppelten Zeichenstruktur definiert. Einerseits lässt es sich als unbeabsichtigtes Anzeichen einer Stimmung, Haltung oder Gefühlslage des Lachenden deuten; andererseits kann dem Lachenden unterstellt werden, dass er es intentional zu einem kommunikativen Zweck einsetzt, um beispielsweise eine Beziehung anzubahnen, zu festigen, sich zu distanzieren, jemanden herabzusetzen oder auszugrenzen. Anhand des frühneuhochdeutschen Ausdrucks lachen wird der Frage nachgegangen, wie Lachen als Körperzeichen in frühneuhochdeutschen Texten, das heißt in der Zeit des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, in der es unterschiedliche Konzepte des Lachens gibt, gedeutet und bewertet wird. Im Diskurs über das Lachen im Frühneuhochdeutschen erweist sich die Frage nach einer eindeutigen Lesbarkeit des Lachens in seiner Zeichenhaftigkeit als ein wesentlicher Bestandteil der Praktiken seiner Beurteilung, Kontrolle und Regulierung.In this article laughter is defined as a double structured bodily sign. On the one hand, laughter can be read as an unintentional indicator of the mood, the attitude and the feeling of the laughing person, while on the other hand it may also be assumed that laughter is deliberately used for a communicative purpose, for instance to cement a friendship, to distance oneself from someone, or to degrade someone. Subsequently, by means of the Early Modern High German expression lachen, it is examined how laughter as a bodily sign is interpreted in Early Modern High German texts, that is, in the late Middle Ages and the Early Modern Age, which possess different concepts of laughter. It is demonstrated that in the discourse on laughter, the question of meanings and sign functions play an important role in assessing, controlling and regulating it

    Die Struktur und Funktion von mimischen Emotikons in Deutschland und in China

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    In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich Emotikons zu einem der effizientesten Mittel für den Ausdruck von Emotionen in geschriebenen Texten entwickelt. Besonders beliebt sind Emotikons, in denen lachende und lächelnde Gesichter dargestellt werden. Der vorliegende Beitrag analysiert die Ergebnisse einer vergleichenden Studie von chinesischen und deutschen Emotikons unter besonderer Berücksichtigung der Beziehung zwischen Zeichen und Objekten.In the last two decades emoticons have become one of the most efficient means for the expression of emotions in written texts. Especially popular are emoticons with the facial traits of laughing and smiling persons. The present article analyzes the results of a comparative study of Chinese and German emoticons with special consideration of the relation between signs and objects

    Ethics and the Semiosis-Semiotics Distinction

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    Dieser Essay behandelt die Wende zur Ethik innerhalb der Biosemiotik. Der Unterschied zwischen Semiose und Semiotik wird reformuliert, um die Biosemiotik an die fundamentale Bedeutung menschlicher Verantwortung innerhalb und gegenüber der Semiosphäre anzuschließen.This essay focuses on the turn to ethics within biosemiotics and rearticulates the difference between semiosis and semiotics in order to orient biosemiotic ethics to the fundamental importance of human responsibility in and to the semiosphere

    Lyrik ist Sprache als Fest: Zum Tode Chris Bezzels

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    Content of Issue

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    Here listed all titles of published articles of Issue: Unmanned Aerial Systems and Its Applicatio

    Augenphysiologische Reaktion auf Schreck – Perspektive für den Arbeitsschutz durch Eye-Tracking

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    Eye-Tracking und Pupillometrie bieten einen umfangreichen Einblick in Wahrnehmung und Erleben von Personen in verschiedensten Kontexten. So lassen sich aus den Pupillen- und Blickbewegungsdaten beispielsweise Informationen über Aufmerksamkeitsprozesse, visuelle Suchmechanismen, kognitive Beanspruchung oder Erregung gewinnen. Da augenphysiologische Reaktionen sehr anfällig für Störvariablen sind, finden Datenerhebungen bislang nur in standardisierten Experimentaldesigns unter kontrollierten Helligkeitsbedingungen und stabiler Kopfposition statt. Zur Nutzbarmachung dieser Erkenntnisse für Alltagssituationen wurde ein mobiles Eye-Tracking-System zum Einsatz gebracht. In 2 alltagsnahen Einzelfallstudien (während einer Autofahrt und einer handwerklichen Tätigkeit) fanden sich spezifische Muster in den Pupillendaten, wenn Probanden in eine Schrecksituation versetzt wurden. Die Daten lassen die Vermutung zu, dass dieses Muster mit steigender „echter Bedrohung“ für den Organismus stärker ausgeprägt ist. Weiterführende Studien diesbezüglich sind in Vorbereitung. Gegenwärtig erfolgt die Entwicklung geeigneter Filter, mit denen sich diese Muster in Echtzeit in einem alltagstypischen Eye-Tracking-Datenstrom identifizieren lassen. Ziel ist die Entwicklung eines Algorithmus, der schreckbezogene augenphysiologische Reaktionen in Echtzeit nutzbar gestalten lässt. Dieser Algorithmus kann Anwendung in verschiedenen arbeitsbezogenen und industriellen Kontexten finden, z.B. als ergänzendes Sicherheitssystem im Umgang mit autonomen Systemen oder Mensch-Roboter-Kollaborationen sowie als ergonomische Einrichtung

    PeerLeaders: Herausbildung interpersonaler Kompetenzen durch Peer-Gruppen

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    Interpersonale Kompetenzen sind im IT-Bereich sehr wichtig, da in diesem Sektor viele Teams und Kleingruppen gebildet werden. Das PeerLeaders-Konzept, bei dem höhere Semester Kommilitonen im Basisstudium unterstützen, festigt den Studienerfolg durch gruppendynamische Prozesse und verbessert Verantwortungsübernahme, Empathiefähigkeit und Networking. Da die Peer-Gruppen für jedes Modul neu gebildet werden, ergibt sich automatisch ein Netzwerk zwischen den Studierenden. Die Grundidee basiert darauf, dass Studierende höherer Semester diejenigen aus den ersten Semestern im Basisstudium unterstützen. Die Peers erhalten ECTS-Punkte, da das Programm im Rahmen des Seminars „Kommunikations- und Führungstechniken“ stattfindet. Die Unterstützung kann sowohl organisatorisch sowie fachlich erfolgen. Durch die fachliche Unterstützung setzen sich die Studierenden erneut mit dem Stoff aus dem Basisstudium auseinander

    Herstellung elektrischer Motoren mittels 3D-Multimaterialdruck

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    Der Beitrag stellt ein neuartiges additives Fertigungsverfahren für elektrische Maschinen bzw. für Komponenten dieser vor. Das Verfahren wurde entwickelt, um konventionelle polymerbasierte Isolationsstoffe in elektrischen Maschinen, durch keramische Werkstoffe zu ersetzen. Diese weisen bessere thermische Eigenschaften, wie eine höhere thermische Beständigkeit und eine größere Wärmeleitfähigkeit auf. Dadurch ist eine Erhöhung der Leistungsdichte möglich und die Grenze der Einsatztemperatur kann deutlich nach oben verschoben werden. Das Verfahren ermöglicht ebenso eine vollständig freie dreidimensionale Geometriegestaltung, wodurch Maschinentopologien möglich werden, die mit konventionellen Fertigungsverfahren nur mit großem Aufwand bzw. gar nicht realisierbar waren. Zusätzlich lassen sich während des Druckprozesses spezielle Kühlstrukturen herstellen, die zu einer weiteren Steigerung der Leistungsdichte beitragen können. Damit stellt der 3D Multimaterialdruck eine zielorientierte Entwicklung zur Lösung eines vorhandenen Problems dar, wodurch es sich in dieser Hinsicht von den meisten anderen als 3D-Druck bezeichneten Herstellungsverfahren unterscheidet

    Kommunikation, Sprache und das Inklusionsproblem der Umweltethik

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    Der Artikel liefert einen Beitrag zur Lösung des Inklusionsproblems der Umweltethik. Ausgehend von einer diskursethischen Rahmenkonzeption wird „Kommunikationsfähigkeit“ als Kriterium direkter moralischer Brücksichtigungswürdigkeit eingeführt. Es werden im Anschluss an einige Beispiele für Kommunikation in der außermenschlichen Natur vier Kommunikationsebenen unterschieden, von denen zwei in der außermenschlichen Natur vorkommen und zwei humanspezisch sind (in Sprechakten eine Sprache sprechen, Diskurs). Die Ebene der lautlichen und lautgestischen Kommunikation wird als moralisch relevant ausgewiesen. Zuletzt erfolgt ein Vergleich der drei in sich unterschiedlich definierbaren Kriterien „Empfindungsfähigkeit“, „Interesse“ und „Kommunikationsfähigkeit“. Dieser Vergleich zeigt parallele Strukturen auf und führt zu einem Vorschlag zum Umgang mit dem Inklusionsproblem.This article contributes to solving the demarcation problem in environmental ethics. From within a discourse-ethical framework a criterion for the “capability to communicate” is proposed. After presenting some paradigm examples of communication within the non-human biotic world, four layers of communication are distinguished. Two layers occur in the non-human world, two remain specific to humans (“speaking a language by using speech acts” and “discourse”). It is argued that vocal and vocal-gesture communication is of moral relevance. Finally, three criteria for moral considerability are compared: “sentience”, “interests”, and “capability to communicate”. This comparison points to parallels and implies a proposal of how to deal with the demarcation problem

    A World of Signs: In Memory of John Deely (1942–2017)

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    Nachruf auf den amerikanischen Philosophen und Semiotiker John Deely (1942–2017).Obituary for the American philosopher and semiotician John Deely (1942–2017)

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