Open Access Zeitschriften des Universitätsverlages der Technischen Universität Chemnitz
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Gestaltung von Führung, Strategie und Organisationskultur für ein erfolgreiches Produktivitätsmanagement in der digitalen Transformation
Eine hohe Produktivität leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Erfolgs von Unternehmen. Ein systematisches Management der Produktivität ist daher ein Erfolgsfaktor für die Unternehmensentwicklung. Dabei sind vielfältige Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Im Rahmen einer bundesweiten Befragungsstudie von Fach- und Führungskräften aus Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie wurden die drei Faktoren (1) Führung, (2) Strategie und (3) Organisationskultur hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Produktivitätsmanagement bzw. die Produktivität untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich eine gute Feedbackkultur sowie kleine Führungsspannen besonders förderlich auf die Produktivität auswirken. Zudem gaben die Befragungsteilnehmer an, dass eine klar formulierte und kommunizierte Mission, Vision und Ziele sowie die Umsetzung einer entsprechenden Strategie förderlich auf die Produktivität wirken. Fraglich ist bisher, wie diese Einflussfaktoren im Rahmen der digitalen Transformation gestaltet werden können, um gleichermaßen ein gesundes Arbeiten 4.0 und eine Steigerung der Produktivität zu erreichen. Hierzu werden im vorliegenden Beitrag Handlungsempfehlungen für kleine und mittelständische Unternehmen vorgestellt
Präventive Potentiale neuer Technologien erkennen und nutzen
Werden im Rahmen der digitalen Transformation neue Technologien eingeführt, lassen sich seitens der Beteiligten oftmals sehr unterschiedliche positive wie auch negative Erwartungen an die Technologien und deren mögliche Auswirkungen feststellen. Ob diese dann tatsächlich eintreten oder nicht, hängt aber weniger mit den eingeführten Technologien an sich zusammen, sondern wird maßgeblich durch die Auseinandersetzung mit zu erwartenden Effekten im Vorfeld der Einführung bestimmt. Welche Aspekte gilt es aber konkret in Betracht zu ziehen und wie können vor allem Potentiale identifiziert und genutzt werden? Diesen Fragen ist das Teilvorhaben der Universität Greifswald im Rahmen des Verbundprojektes „Gesunde Arbeit in Pionierbranchen“ (GAP) nachgegangen. Dazu wurde ein umfassendes Konzept entwickelt, welches personelle, organisationale und psychische präventive Potentiale im Kontext der Einführung neuer Technologien fokussiert. Dieses Konzept wird mittels qualitativer und quantitativer Daten in ein Manual überführt und soll vermittelt über Branchennetzwerke vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen. Durch den offenen und modularen Aufbau des Manualkonzeptes sind die Netzwerke in der Lage sowohl das Konzept als auch die Inhalte zu ergänzen und zu erweitern
Methodik zur Messung und Berechnung maximaler Gelenkmomente sowie die Berechnung von Maximalmomentkörpern am Beispiel der Schulter
Als Werkzeuge der virtuellen Ergonomie dienen arbeitswissenschaftliche digitale Menschmodelle zur ergonomischen Gestaltung von Produkten und Arbeitsplätzen. Einen hohen Bedarf für die Weiterentwicklung sehen Anwender vor allem in der Integration von Kraftanalysen. Eine Möglichkeit zur gelenkwinkel- und kraftrichtungsabhängigen Berechnung statischer Aktionskräfte basiert auf Gelenkmomenten, welche in Maximalmomentkörpern modelliert werden. Auf eine komplexe Muskelmodellierung kann dadurch verzichtet werden.
Der Beitrag beschreibt einen standardisierten technischen Aufbau und Workflow zur Berechnung von maximalen Gelenkmomenten menschlicher Bewegungen. Die definierten Haltungen eines Probanden werden mit einem Motion-Capture-System und die Maximalkräfte mit 3D-Kraftmessplatten aufgezeichnet. Im Anschluss werden die kombinierten Messdaten auf das Menschmodell übertragen und die Gelenkmomente berechnet. Dieser Aufbau wird dann an einem praktischen Beispiel angewandt und validiert.
Anhand von drei Gelenkstellungen der Schulter werden mit je 72 Messungen in 26 Richtungen Aktionskräfte aufgebracht. Die daraus resultierenden Gelenkmomente werden in Maximalmomentkörper überführt. Dabei wird untersucht, inwieweit sich die Form der Momentkörper ändert und welche geometrische Modellierung diese Form am Besten wiederspiegelt
Gelächter im stummen Kode: Darstellungen des Lachens im Comic
Der Artikel untersucht die Darstellung von Lachen und Lächeln im Comic. Eingangs wird eine semiotische Abgrenzung des Comics als eigenständiger Kode vorgeschlagen, der im einkanaligen Medium operiert und eine rezeptive Synästhesie simuliert. Die Wurzeln der Darstellung des Lächelns im Bildkode werden bei den Karikaturisten des 18. und 19. Jahrhunderts verortet, die auch Bildsequenzen schufen, welche später die Tradition der Bildergeschichten und Comics einleiteten. Anschließend wird die akustische Dimension des Lachens fokussiert. Sie wird im Comic-Kode durch typographische Mittel repräsentiert, die auch andere Arten nonverbalen vokalen Verhaltens darstellen und Bedeutungen von verbalen Äußerungen präzisieren und modifizieren können. Die untersuchte Thematik wird anhand von Comicbeispielen demonstriert, die unterschiedlichen Comicgenres und -stilen (von der ligne claire bis zur realistischen Darstellung) angehören. Abschließend werden die Ergebnisse im Kontext der Erforschung von Emotionsdarstellungen im Comic diskutiert.The paper explores ways of representing smiles and laughter in comics. First a semiotic delimitation of comics is proposed, which can be understood as a code that operates in one sensory channel and simulates receptive synaesthesia. The roots of the expression of smiles within the pictorial code are found in the work of the cartoonists of the 18th and 19th centuries who created early examples of sequential art, thus establishing the tradition of later picture stories and comics. The paper then focuses on how the acoustic dimensions of laughter are represented by typographical means in comics, for example by using graphical conventions of lettering and font design. Different types of smiles and laughter are demonstrated by illustrative examples from a range of genres and styles, from the ligne claire through distinctive cartoon drawings to realistic artwork. The results are discussed in the broader context of the expression of emotions in comics
Introducing Biosemiotic Ethics
In dieser Einleitung zum Themenheft über biosemiotische Ethik stellen wir die wichtigsten Konzepte und Fragestellungen vor, die mit dem Thema zusammenhängen. Unter Bezug auf Ivar Puuras Vorstellung eines „Semiozids“ fragen wir: Welche ethischen Verantwortlichkeiten ergeben sich aus der semiotischen Betrachtung? Wir argumentieren, dass, wenn Leben fundamental semiotisch ist, Biosemiotik und Moraltheorie nicht getrennt betrachtet werden können. Biosemiotische Ethik wird immer dann relevant, wenn ein Zeichenkomplex auf einen anderen einwirkt, insbesondere dann, wenn menschlicher Zeichengebrauch sich auf das Wohlergehen oder nachhaltige Funktionieren menschlicher oder nicht-menschlicher semiotischer Akteure auswirkt. Die symbiotische Koexistenz von Zeichensystemen ist keinesfalls selbstverständlich, kann aber zur bedeutsamen Zielsetzung werden. So haben sich zum Beispiel in komplexen Ökosystemen bestimmte Typen koexistenter Beziehungen entwickelt, in denen trotz kompetitiver Bedürfnisse und Äußerungen der vorhandene Raum geteilt wird. Wir beschreiben die verschiedenen möglichen Begründungen für die moralische Relevanz von Semiose, die von den AutorInnen dieses Bandes geliefert werden. Berücksichtigt man diese Perspektiven bei der wachsenden Annäherung an das Verständnis moralischer Beziehungen, dann zeigt sich der entscheidende Vorteil biosemiotischer Ethik darin, die empirisch fundierte biologische Exaktheit der zeitgenössischen Biosemiotik innerhalb eines reichhaltigen semiotischen Rahmensystems fruchtbar zu machen.In this introduction to the special issue on Biosemiotic Ethics, we introduce major concepts and themes corresponding to the topic. With reference to Ivar Puura’s notion of “semiocide”, we ask: what are the ethical responsibilities that attention to semiotics carries? We argue that if life is fundamentally semiotic, then biosemiotics and moral theory should be explored in conjunction, rather than separately. Biosemiotic ethics becomes relevant whenever one complex of signs impinges on another; particularly whenever human sign usage impinges on the wellbeing or sustainable functioning of human or non-human semiotic agents. Stable coexistence of sign systems is far from inevitable, but it is a meaningful goal that can be pursued. In complex ecosystems, for example, certain types of coexistent relationships have evolved to share space despite competitive needs and expressions. We describe the ways in which authors in this volume articulate various justifications for the view that what is morally relevant is semiosis. Given these perspectives in a growing approach to understanding moral relationships, biosemiotic ethics has the decisive advantage of drawing on contemporary biosemiotics’ empirically-informed biological acuity within a rich semiotic framework
Achtsame Naturstudien: Tier-Performances in der Zeitgenössischen Kunst
In jüngster Zeit gibt es immer wieder Kunstwerke, in denen mit lebenden Tieren interagiert wird. Einige dieser Arbeiten kritisieren einen als unethisch empfundenen Umgang mit Tieren, andere fokussieren völlig tierfremde Themen. Egal welcher Ansatz verfolgt wird, sind Tiere in der Kunst oft struktureller und manifester Gewalt ausgesetzt. Sie werden als Motiv, Material oder Medium verwendet, ohne dass ihnen ein Eigenwert jenseits von symbolischen oder metaphorischen Zuschreibungen oder materieller Funktionalität zuerkannt wird. Mittlerweile entwickeln jedoch ethisch verantwortliche Künstler Strategien, um Tiere in Performances körperlich und psychisch möglichst wenig zu belasten und lassen Tieren Freiraum, um arteigene Aktivitäten auszuüben. Doch die im Kontext eines Kunstwerks produzierten tierlichen Handlungen werden dennoch meist im Sinne des übergeordneten künstlerischen Ansatzes interpretiert. Damit wird der semiotische Eigenanteil der beteiligten Tiere negiert und die betreffenden Tiere werden ungefragt zu Sprachrohren von Diskursen, die sie weder verstehen noch interessieren. Der Text fragt danach, wie eine ethisch verantwortliche Kunst aussehen kann, die lebende Tiere einbezieht. Dabei werden exemplarisch Arbeiten diskutiert, die insofern für die Biosemiotik relevant sind, als dass sie als Übersetzungen tierlicher Signale in künstlerische Form gelesen werden können. Die Werke werden als Bedeutungsgeneratoren aufgefasst, die tierliches Tun in Kunst überführen und damit Tieren eine höfliche Aufmerksamkeit entgegenbringen, die als ethisches Sich-Verhalten verstanden werden kann.Recently, works of art featuring interaction with living animals have kept appearing. Some of these works critizise a perceived unethical treatment of animals, others focus on themes having nothing to do with animals. No matter what approach is taken, animals in art are often victims of structural and manifest violence. They are used as motif, material or medium, without being acknowledged as having value in themselves, besides the value of their symbolic or metaphorical attributes or their material functionality. Meanwhile, ethically responsible artists are developing strategies for burdening animals in performances as little as possible physically and psychologically, and giving them the chance to carry out species-specific behaviours. Even so, the actions of animals that occur in the context of an artwork tend to be interpreted in light of the overall artistic expression. In this way, the semiotic contributions of the involved animals are neglected, and the affected animals are made into representatives for discourses they do not understand and have no interest in. This article asks how ethically responsible art involving living animals might look like. Illustrative works of art are discussed. The examples analysed are relevant for biosemiotics in that they can be read as presenting translations of animal signals in artistic form. These works of art are interpreted as generators of meaning that carries animal behaviour over to art and thereby greet animals with a respectful attention that can be understood as symptomatic of ethical consciousness
AUXILIA: Nutzerzentriertes Assistenz- und Sicherheitssystem zur Unterstützung von Menschen mit Demenz auf Basis intelligenter Verhaltensanalyse
Durch den demographischen Wandel in Verbindung mit fehlendem Pflegepersonal gewinnt die Entwicklung technischer Assistenzsysteme im Feld des Active and Assisted Living (AAL) zunehmend an Bedeutung. Zukunftsorientierte Instrumente, die in der Altenp?ege zum Einsatz kommen, sind neuartige, nutzerzentrierte Gesundheitssysteme für Personengruppen mit speziellen Anforderungen. In diesem Beitrag werden das Konzept sowie erste Ergebnisse des Projekts AUXILIA gezeigt, welches ein nutzerzentriertes Assistenz- und Sicherheitssystem zur Unterstützung von Menschen mit Demenz auf Basis intelligenter Verhaltensanalyse beschreibt. Das Assistenz- und Sicherheitssystem richtet sich vor allem an Patienten mit beginnender Demenz. Das Projektziel ist der längere Verbleib von Demenzpatienten in ihren eigenen vier Wänden. Das System unterstützt nicht nur die Patienten, sondern richtet sich darüber hinaus an Nutzer aus dem P?egeumfeld sowie an Angehörige. Mithilfe einer neuartigen Smart Sensor Technologie, die es ermöglicht, den gesamten Raum zu erfassen, können menschliche Verhaltensmuster bestimmt und an die Nutzergruppen weitergegeben werden. Basierend auf diversen Sensordaten werden Objekte kontextbasiert und selbstständig vom System erkannt und daraus Sicherheits- und Assistenzfunktionen, wie beispielsweise eine Sturzdetektion, abgeleitet. Neben der Entwicklung des Sensors wird untersucht, welchen Anforderungen eine Mensch-Maschine-Schnittstelle genügen muss, um für alle Nutzergruppen einen Mehrwert zu bieten
Leitfaden zur Gestaltung einer gebrauchstauglichen instruktiven Mensch-Roboter-Kollaboration am Produktionsarbeitsplatz
Steigende Bedarfe, kürzer werdende Produktlebenszyklen und zunehmende Variantenvielfalt führen zu einer erhöhten Komplexität in Produktionsprozessen. Eine Möglichkeit, diesen Herausforderungen zu begegnen, ist die Kombination manueller und automatisierter Arbeit in Form einer instruktiven Mensch-Roboter-Kollaboration (iMRK). Ein Assistenzroboter erhält Instruktionen, wo und wie die nächsten Produktionsschritte durchzuführen sind. Der Roboter wird von einem Mitarbeiter flexibel für Paralleltätigkeiten eingesetzt, ohne die ursprüngliche Roboterprogrammierung anzupassen. Notwendig dafür sind jedoch gebrauchstaugliche Mensch-Roboter-Schnittstellen (MRS). Gestaltungskonzepte für gebrauchstaugliche iMRK an einem Produktionsarbeitsplatz sind aktuell weder in der Wissenschaft noch in der Praxis zu finden. Verortet im Forschungsparadigma der gestaltungsorientierten Forschung präsentiert der Beitrag die Grundlagen und Voraussetzungen zur Umsetzung einer iMRK. Diese dienen als Basis für einen theoriegeleiteten Leitfaden zur nutzerzentrierten Gestaltung solcher Systeme. Die strukturierte und methodisch ausgestaltete Vorgehensweise unterstützt Planer und Entwickler von Produktionsassistenzsystemen in der industriellen Automobilproduktion. Der Beitrag zeigt die theoriegeleite Konzeption als Grundlage für die Instanziierung des Leitfadens zur Entwicklung eines Assistenzroboters in der Anwendungsdomäne
Mehr Zeit für Innovationen durch Digitalisierung
Jeder von uns hat das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht bzw. Arbeiten immer kurzfristiger fertiggestellt sein müssen. Besonders deutlich wird dies im Spannungsfeld von täglich abzuarbeitenden Routineaufgaben und der Anforderung immer innovativer und kreativer Denken zu müssen. Parallel ergeben sich durch die neuen IT-Technologien Möglichkeiten durch Digitalisierung Routineaufgaben zu automatisieren. Wir als IT-Lösungsanbieter sehen uns als Partner und Umsetzer solcher Digitalisierungsprojekte und unterstützen unsere Kunden bei der Erschließung von Produktivitätsreserven oder der Entwicklung neuer datengetriebener Geschäftsmodelle.Im Fokus des Beitrages stehen sowohl der Engineering-Bereich als auch datengetriebene Services und die Automatisierung der Produktion. Anhand 5 konkreter Digitalisierungsszenarien werden erzielte Potenziale zur Produktivitätssteigerung aufgezeigt und Anregungen zur Optimierung von Bestandsprozessen gegeben, welche maßgeblich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit führen
Psychologische Ansätze zur Erforschung des Lachens
Der folgende Aufsatz gibt eine selektive Zusammenfassung der mehr als 130-jährigen Geschichte und des gegenwärtigen Forschungsstandes zu Definition, Arten und Funktionen des vokalen Lachens von Erwachsenen aus psychologischer Perspektive. Der Überblick zeigt, dass das Lachen bisher zwar nur sporadisch untersucht wurde, zugleich aber als vielversprechendes Thema betrachtet wird. Im Laufe der Zeit ist in empirischen Untersuchungen die kommunikative Funktion des Lachens in gesprochenem Dialog in den Mittelpunkt gerückt. Methodologisch ist dieser Forschungsansatz interdisziplinär mit Phonetik, Linguistik und Konversationsanalyse verknüpft. In unserer eigenen Feldforschung haben wir das Lachen speziell als ein rhetorisches Mittel konzeptualisiert, das von ExpertInnen (Hannah Arendt) und PolitikerInnen (Hillary und Bill Clinton) in Medieninterviews sowie von SchauspielerInnen in dem Film The Third Man und in der BBC Mini-Serie Pride and Prejudice verwendet wird, um individuelle Einstellungen mit Hilfe von paralinguistischen Mitteln indirekt auszudrücken. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass HA-HA-Lachen und suprasegmentales Lachen unterschiedliche kommunikative Funktionen haben können, dass das soziale Geschlecht wesentlich die Art, die Häufigkeit und die Funktion des Lachens bestimmen kann, dass Lachen nicht notwendig im Kontext humorvoller Äußerungen auftritt und dass HA-HA-Lachen funktionale Ähnlichkeiten mit Interjektionen aufweist.The following article provides a selective review of more than 130 years of research on the definition, types, and functions of adult vocal laughter from the point of view of psychology. The review shows that laughter has not been extensively researched, although it has been claimed to be a promising topic for psychologists. Empirical approaches have, in the course of time, focused increasingly on the communicative functions of laughter in spoken dialogue. Methodologically, this approach has included the interdisciplinary efforts of phonetics, linguistics, and conversation analysis. The field-observational research of the present authors, presented in summary fashion, has conceptualized laughter as a paralinguistic, nuanced rhetorical tool in the hands of experts (Hannah Arendt) and politicians (Hillary and Bill Clinton) in media interviews, and actors in the movie The Third Man and in the BBC mini-series Pride and Prejudice. The findings indicate that the two types of laughter (HA-HA laughter and suprasegmental laughter) may have different communicative functions, that gender may be an important variable in determining type, amount, duration, and function of laughter, that vocal laughter is not necessarily related to humorous content, and that HA-HA laughter may be functionally similar to interjections