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TIB Open Publishing
TIB Open Publishing ist ein Diamond-Open-Access-Verlag, der im Jahr 2021 ins Leben gerufen wurde und ein Set an Publikationsdienstleistungen für Herausgeber:innen wissenschaftlicher Zeitschriften und Konferenzpublikationen anbietet. Der Verlag legt großen Wert auf verlegerische Best Practices und standardisierte Workflows und hat bei der Auf- und Ausgestaltung des Dienstes folgende essentielle Aspekte berücksichtigt: die Nutzung einer offenen technischen Infrastruktur (OJS), die Implementierung formaler Standards zur Konformität mit den Ansprüchen von Forschungsförderern sowie der Sichtbarkeit in Nachweisdiensten, das APC-freie Open-Access-Publizieren (Diamond Open Access) und die Vernetzung mit anderen Angeboten (z.B. solchen der TIB). Konferenzpublikationen bilden einen Schwerpunkt der Aktivitäten, da sie insbesondere in technischen Fächern eine wichtige Rolle in der Wissenschaftskommunikation spielen. TIB Open Publishing ergänzt das Angebot der TIB in diesem Bereich und hat bereits von der internen Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen TIB-Konferenzdienstleistungen profitiert. Die Herausforderungen und Strategien bei der Etablierung eines neuen, nicht-kommerziellen, bibliotheksbasierten OA-Verlags werden in dem Vortrag behandelt
Das erste Jahr im Projekt „Policy Alignment of Open Access Monographs in the European Research Area” (PALOMERA)
Bücher spielen eine wichtige Rolle in der Wissenschaftskommunikation - besonders in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Im Hinblick auf die Open-Access-Transformation haben sich die Bemühungen von (politischen) Entscheidungsträgern und Forschungsförderern bisher allerdings weniger auf wissenschaftliche Bücher als auf Artikel in Fachzeitschriften fokussiert. Das seit Januar 2023 laufende und von der Europäischen Union geförderte Projekt PALOMERA adressiert diese Asymmetrie im europäischen Forschungsraum und erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von Open-Access-Policies für Bücher.
Der Vortrag stellt das Projekt PALOMERA vor, fasst die Arbeiten des ersten Jahres zusammen und präsentiert Ergebnisse aus einer PALOMERA-Umfrage zum Thema Open-Access-Bücher und -Policies
Einführung eines Informationsbudgets an der Universität Bielefeld
Der Vortrag diskutiert die Einführung eines Informationsbudgets zur systematischen Erfassung und Auswertung des Publikationsaufkommens einer wissenschaftlichen Einrichtung sowie der zentral und dezentral anfallenden Kosten für das Publizieren und die Literaturversorgung.
Ausgehend von zentralen Empfehlungen von Akteuren in Wissenschaftspolitik und Forschungsförderung und einer Begriffsbestimmung werden konkrete Schritte der Umsetzung eines Informationsbudgets an der Universität Bielefeld skizziert
Das Forschungsinformationssystem der Universität Bielefeld
Im Rahmen der Landesinitiative CRIS.NRW hat die Universität Bielefeld nach einer umfangreichen Implementierungsphase ein Forschungsinformationssystem und -portal eingeführt. Dieses wird in diesem Jahr 2023 in den Regelbetrieb übergehen und den Forschenden an der Universität zur aktiven Nutzung bereitgestellt. Der Vortrag skizziert die Bedeutung von Forschungsinformation und legt die Gründe für ein institutionelles Forschungsinformationssystem dar. Mit besonderem Fokus auf das Publikationsmanagement werden die verschiedenen Funktionen des Systems demonstriert
European Open Science Cloud (EOSC) onboarding
The European Open Science Cloud (EOSC) offers researchers, innovators, companies and the general public a federated and open multi-disciplinary environment. Using the e-infrastructure of this environment, users can publish, search and reuse data-sets, various tools and services for research, innovation and education. Data and related services in EOSC are established on FAIR principles.In this presentation, we will give a short introduction to the EOSC and show the process by which the providers - organizations like universities - of services can register themselves and then onboard their respective services. Examples related to Bielefeld University are presented. We will also present the benefits that the users of the EOSC gain by using the tools and e-infrastructure of the EOSC
Evidence Based Selection (EBS) an der Universitätsbibliothek Bielefeld - ein Projektbericht
Drei Jahre lang (2020 - 2023) erhielt die Universitätsbibliothek vom Rektorat der Universität Projektmittel, um alle in Deutschland angebotenen EBS-Angebote lizenzieren zu können. Ziel dieses Projekts war es, festzustellen, welche Verlags- bzw. Plattforminhalte für die Universität am wichtigsten sind, um diese nach Abschluß der Projektphase auf Dauer zu lizenzieren. Der Vortrag präsentiert Nutzungsstatistiken über den gesamten Zeitraum, berichtet über die inzwischen gefällten Beschlüsse zum weiteren Vorgehen an der Universität Bielefeld und im Land NRW und gibt einen Einblick, welche Auswirkungen derartige Lizenzierungsmodelle auf die Prozesse in Bibliotheken, aber auch im Buchhandel haben
OpenAIRE-Nexus Scholarly Communication Services for EOSC users - ein abschließender Blick
Das EU-finanzierte Projekt "OpenAIRE-Nexus - Eine zugänglichere offene Wissenschaft" (https://cordis.europa.eu/project/id/101017452/de) hatte zum Ziel, in der Welt der offenen Wissenschaft eine faire, benutzerfreundliche und offene Kommunikation sowie Informationsweitergabe zu fördern. Um Forschung zu unterstützen, müssen Inhalte und Informationen daher leicht zu finden und anzuzeigen sein. OpenAIRE Nexus stellte ein Diensteportfolio zusammen, das bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, zum Monitoring ihres Impacts und zur Verbreitung des neuen Wissens wesentlich beitragen kann. Diese in Europa und darüber hinaus bereits etablierten Dienstleistungen werden von öffentlich-rechtlichen Institutionen und Einrichtungen bereitgestellt. Ziel war es, dieses Portfolio in die European Open Science Cloud (EOSC) und die globale offene Wissenschaftsgemeinschaft einzubinden. Der erste Teil des Vortrages wird eine Übersicht über das Projekt und dessen Ziele geben. Im zweiten Teil werden beispielhaft Ergebnisse des Projektes, insbesondere solcher Arbeitspakete, an denen die Universitätsbibliothek Bielefeld beteiligt war, präsentiert. Dabei handelt sich unter anderem um die Integration von OpenAPC in den OpenAIRE Research Graphen, sowie die Bekanntmachung von OpenAPC im internationalen Kontext. Arbeiten an der Integration von Forschungsinformationssystemen (FISs), sowie Open Research Europe (ORE, https://open-research-europe.ec.europa.eu/) - der Open Access Publishing Plattform der Europäischen Kommission, gehörten gleichfalls zu den erfolgreich abgeschlossen Aufgaben
Harvesting-Strategien - Erfahrungen bei BASE und OpenAIRE
Ende des letzten Jahrtausends setzte sich die Erkenntnis durch, dass wissenschaftliche Dokumente, die bereits in Archiven verfügbar waren, in standardisierter Form über das Internet ausgetauscht werden sollten. Aus dieser Erkenntnis hat sich ein Standard für die Bereitstellung von Metadaten bei Archiven und Repositorien entwickelt, der weit verbreitet und noch immer im Einsatz ist.Auf der Grundlage dieses Standards haben Aggregatoren damit begonnen, Metadaten aus Repositorien und Forschungsinformationssystemen (FIS) automatisch zu sammeln und sie der wissenschaftlichen Gemeinschaft über Suchplattformen zur Verfügung zu stellen.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Strategien zum Einsammeln von Metadaten aus Repositorien, FIS und Publikationsplattformen in großem Maßstab, basierend auf den Erfahrungen von BASE und OpenAIRE. Dabei werden alltägliche Probleme exemplarisch erörtert und abschließend ein möglicher Ausblick gegeben
Aktuelle Entwicklungen zu DEAL
Das Jahr 2023 war von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung des DEAL-Projekts. Erstmals wurde mit den großen Wissenschaftsverlagen, Elsevier, Springer Nature und Wiley, gleichzeitig verhandelt. Mit Elsevier gelang der erste Vertragsabschluss. Die seit 2019/2020 laufenden Verträge mit Springer Nature und Wiley laufen Ende 2023 aus und treten ab 2024 in eine neue Phase.
Für alle drei Verlage musste jeweils ein adäquates Teilnahme- und Kostenverteilungsmodell gefunden werden, das insbesondere auch die Erfahrungen aus der ersten Phase der DEAL-Verträge berücksichtigt. Der Vortrag stellt die Entwicklung der Modelle sowie die Auswirkungen auf die UB Bielefeld, das Reporting in OpenAPC sowie das openCost-Projekt dar
“International Generic Sample Number”. Eine Schnittstelle am Übergang zwischen realer Welt, „Linked Data“ und wissenschaftlicher Interoperabilität
Persistent Identifikation von wissenschaftlichen Proben in wissenschaftlichen Studien und Publikationen ist von mehreren Organisationen als Problemfeld bereits vor mehr als 10 Jahren erkannt worden. Die „International Society for Biological and Environmental Repositories (ISBER), die Biorepositories and Biospecimen Research Branch (BBRB) als Teil des “National Cancer Institute “(NCI), “Global Alliance for Genomics and Health” (GA4GH) oder Biospecimen Reporting for Improved Study Quality (BRISQ) arbeiten an Standards zur Probenidentifikation oder haben Richtlinien für Ihre Mitglieder herausgegeben.
Die „International Generic Sample Number“ (IGSN) bietet hier bereits eine Möglichkeit zur Umsetzung und lokalen Implementation, aufgrund ihrer offenen ID-Syntax. Die Nutzung der Resolving Technologie und eines flexiblen Metadaten Konzeptes, ist die IGSN Disziplinunabhängig und generell nutzbar sowie anpassbar.
Dieser Vortrag stellt die grundlegenden Konzepte der IGSN und zeigt an exemplarischen Anwendungen deren Nutzung