Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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ADHS in Schule und Unterricht: Mit proaktiven Strategien zum störungsfreien Unterricht
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ist immer wieder Bestandteil von pädagogischen Gesprächen und Diskussionen. Oftmals stören betroffene Kinder und Jugendliche das Unterrichtsgeschehen mit ihrer unaufmerksamen, impulsiven und hyperaktiven Art. Folglich stellt sich die Frage, wie die Beschulung von Lernenden mit einer ADHS möglich sein soll. Wie sieht ein erfolgreicher Umgang mit der ADHS aus? Welche Massnahmen der Verhaltensmodifikation helfen Betroffenen? Die vorliegende Literaturarbeit befasst sich mit proaktiven Strategien, welche präventiv geplant und eingesetzt werden können, um Unterrichtstörungen zu minimieren und Lernende mit einer ADHS zu begleiten
Hilft Musik beim Lernen?
Musik begleitet die Menschen ständig in dessen Alltag. Viele Kinder und Jugendliche behaupten sogar, sich beim Lernen und Lösen von Hausaufgaben besser konzentrieren zu können. Anhand fälschlicher Theorien wurden Verbindungen zwischen der Konzentration, dem Lernverhalten und der Hintergrundmusik geschaffen, welche bis heute in den Köpfen verankert sind. Um der Frage auf den Grund zu gehen, ob sich die Hintergrundmusik tatsächlich positiv auf das Lernverhalten und die Konzentration auswirkt, soll zuerst eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Hirnforschung dargestellt werden. Nachdem der anatomische Aufbau des Gehirns genauer erläutert wurde, werden Zusammenhänge zur Musik geschaffen. Zentrale Fragestellungen sind dabei vor allem, wie sich Musik auf das Gehirn auswirkt und ob die Musik sich positiv auf die Konzentration und das Lernverhalten von Kindern auswirkt
Analyse von Produktbewertungen am Beispiel von Nussknackern
In dieser Arbeit wurde der Bewertungsvorgang bei Warentests und im Technischen Gestalten (TcG) genauer angeschaut. Die Arbeit wurde mittels einer Triangulation durchgeführt. Eine Triangulation wird verwendet, wenn mehrere Methoden notwendig sind, um eine Fragestellung zu beantworten. Das Ziel der Arbeit war es, Punkte zu finden, mit denen der Bewertungsprozess in der Schule verbessert werden kann. Dies wurde am Produktbeispiel des Nussknackers untersucht. Um den Bewertungsvorgang der verschiedenen Warentests zu verstehen, wurden mehrere Warentests und Vergleichsportale untersucht. Weiter wurde selbst eine Produktanalyse von verschiedenen Nussknackern durchgeführt und es wurde ein neuer Warentest mit n = 40 Teilnehmenden in vier Altersgruppen durchgeführt.
Um den Bewertungsvorgang im Technischen Gestalten besser zu verstehen, wurde einerseits ein Experteninterview mit einer Lehrperson durchgeführt und anderseits mit zwei TcG Gruppen im Freifach TcG Nussknacker hergestellt, welche anschliessend von TcG-Lehrpersonen und TcG-Studierenden bewertet wurden.
Die Untersuchungen ergaben, dass der Bewertungsprozess bei Warentests und in der Schule neben der Objektivität und Transparenz kaum Gemeinsamkeiten haben. Der Bewertungsprozess von Warentests hat das Ziel, die Produkte möglichst objektiv zu beurteilen, sodass der Konsument einen guten Kaufentscheid treffen kann. In der Schule und besonders im TcG-Unterricht dient die Bewertung der Förderung der Schülerin oder des Schülers. Dabei ist das Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren und ihre Kompetenzen zu fördern. Sowohl Warentests als auch die Bewertungen in der Schule, bewerten dieselben Produkte und Leistungen unterschiedlich. Das liegt daran, dass die Bewertungskriterien nicht standardisiert sind und auch nicht abgeschlossen standardisiert werden können. Unterschiedliche Produkte haben immer Vor- und Nachteile, welche mit standardisierten Bewertungskriterien nicht abgedeckt werden können. Die ist besonders in der Schule problematisch, weil dadurch gute Leistungen von Schülerinnen und Schülern nicht ausreichend gewürdigt werden
Certificat da lungatg: Romontsch sursilvan
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem sehr bedeutsamen Themenfeld im Kontext des Rätoromanischen, nämlich mit der empirischen Validierung eines Sprachleistungstests (hier im Idiom Sursilvan) im Rahmen eines Pilotprojektes an der PHGR. Ich habe als Lehrperson einer untersuchten Klasse an der Datenerhebung teilgenommen. Die Auswertung und Interpretation der Daten meiner Klasse(n) standen im Zentrum dieser Arbeit.
Adina puspei audan e legian ins da certificats, seigi quei ella veta privata ni cunzun ella veta
professiunala. La suandonta lavur tracta la tematica d'in certificat da lungatg, numnadamein
dil lungatg romontsch. La Scol'aulta da pedagogia dil Grischun ei vegnida incumbensada igl
onn 2018 da crear in certificat da lungatg per il romontsch e ses idioms. Persunas en mira
per quei certificat ein per exempel persunas d'instrucziun futuras. La gruppa da lavur dalla
Scol'aulta da pedagogia dil Grischun ha sinaquei entschiet culla lavur. Igl emprem vegn
luvrau cun igl idiom che vegn discurrius il pli frequent, pia igl idiom sursilvan.
La primavera digl onn 2021 han ils emprems tests da pilot giu liug en differents loghens. La
gruppa da lavur ha anflau probands per quei certificat d'emprova ellas scolas popularas
superiuras da Trun/Sumvitg e Lumnezia, ellas scolas gimnasialas da Mustér e Cuera, sco
era aunc en differentas instituziuns che lavuran cul lungatg, denter auter in'universitad ni la
Lia Rumantscha.
Ella lavur da master che suonda ei igl aspect central l'analisa dils emprems resultats da quei
test da pilot. Igl autur ei sefocussaus sin differents puncts en si'analisa, per exempel: ina
survesta generala dils resultats, cumparegliaziuns dallas differentas scolas e gruppas da
probands, amplitudas ellas gruppas, co ils probands han schazegiau lur atgnas
cumpetenzas en cumparegliaziun cul resultat final ed in focus special sils resultats dalla
scola superiura Lumnezia, damai ch'igl autur ha in connex persunal e professiunal cun quella
scola sco persuna d'instrucziun.
Ils resultats ein cumpigliai ella secunda part da questa lavur, ferton che differentas
informaziuns davart il lungatg romontsch sco tal, la scola romontscha e teorias che tractan la
tematica da lungatg e co certificar in lungatg sesanflan ell'emprema part teoretica da questa
lavur
Sprachkompetenz im Fremdsprachenunterricht. An Gesprächen teilnehmen
Die sprachliche Vielfalt des Kanton Graubündens ist nicht nur für die Politik und Kultur von besonderer Relevanz, sondern zeigt sich auch in der Bildung. Schülerinnen und Schüler der Schulsprache Deutsch haben als erste Fremdsprache die Nationalsprache Italienisch und als zweite international anerkannte Sprache Englisch. In Anlehnung an die Gesellschaft Dante Alighieri, welche sich zum Ziel gesetzt hat, die italienische Sprache und Kultur zu wahren und zu fördern, setzt sich der Forschungsgegenstand mit den kommunikativen Kompetenzen der dritten Sekundarstufenklasse in Davos auseinander und untersucht, ob es möglich ist, diese anhand der Plida Examen zu erweitern. Die Untersuchung stützt sich auf eine Unterrichtssequenz, welche durch zwei Plida Examen validiert wird, einer zu Beginn und einer am Ende der Einheit. Die Ergebnisse verweisen auf einen Kompetenzzuwachs in den Bereichen Grammatik, Lexikon, Aussprache, Interaktion und Effektivität auf. Weitaus bewegender und gewinnbringender ist die Tatsache, dass das Voraugenführen eines Zieles, wie in diesem Falle das Erlangen des Sprachzertifikates, die Motivation der Gruppe steigert und den Schülerinnen und Schülern den Sinn des Erlernens der Fremdsprache Italienisch aufzeigen
Organspende als Thematik im Unterricht im Zyklus 3. Eine qualitative Untersuchung der Bereitschaft von Lehrpersonen der Stadt St. Gallen zur Einbettung der Thematik «Organspende» in den Unterricht auf der Sek-1-Stufe
Die Organspende ist ein Thema, das im vergangenen Jahr in der Schweiz heiss diskutiert wurde.
Mit der Annahme des Referendums vom 15. Mai 2022 wurde das Transplantationsgesetz angepasst. Die Thematik ist jedoch nicht nur politisch und allgemein gesellschaftlich, sondern kann
auch pädagogisch sein. Die Auseinandersetzung mit der Organspende im Schulkontext kann den
Erwerb von Kompetenzen ermöglichen. Untersucht man die Einbettung der Thematik in den
Unterricht, erkennt man diverse Möglichkeiten zum Kompetenzerwerb. Die Organspende ermöglicht den Erwerb von überfachlichen Kompetenzen, kann in den Ethik- und BNE-Unterricht
eingebettet werden.
Da der Lehrplan 21 des Kantons St. Gallen die Bearbeitung der Thematik aber nicht als Pflicht
vorgibt, ist es den jeweiligen Lehrpersonen überlassen, ob sie die Thematik «Organspende» in
den Unterricht einbetten möchten. Ziel dieser Arbeit war es, diese Bereitschaft der Lehrpersonen zu untersuchen. Daraus entstand dann die Fragestellung dieser Arbeit: «Wie stehen Lehrpersonen der Stadt St. Gallen des Zyklus 3 einer Bearbeitung der Thematik «Organspende» im
Unterricht gegenüber?»
Um diese Frage zu beantworten wurden 8 Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen der Stadt St.
Gallen durchgeführt. Der Leitfaden wurde selbständig erstellt, da es wenig Literatur zu einer
solchen Untersuchung gibt. Die Interviews wurden anhand eines Kodierleitfadens qualitativ
ausgewertet. Die Ergebnisse wurden als Übersicht quantitativ dargestellt und mit qualitativen
Inhalten der Interviews ergänzt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die befragten Lehrpersonen grundsätzlich einer Einbettung der
Thematik «Organspende» in den Unterricht positiv gegenüberstehen. Zweifel bestehen jedoch in
Bezug auf die pädagogische Relevanz und die Altersgerechtigkeit der Thematik. Die «älteren»
Lehrpersonen sind zudem deutlich skeptischer eingestellt als die «jüngeren». Vor allem die beiden «älteren» weiblichen Lehrpersonen fürchten den Gegenwind der Eltern, bei der Bearbeitung
einer solchen Thematik.
Allgemein ermöglicht die Untersuchung eine Beantwortung der Fragestellung und zeigt Tendenzen für eine Allgemeinheit auf. Diese Tendenzen müssten vertieft quantitativ ermittelt werden,
um repräsentative Argumentationen schliessen zu können. Die Arbeit betritt ein neues Forschungsfeld und bildet somit ein Fundament für weiterführende Untersuchungen
Aber es ist doch nur ein Lied - Musik und Rassismus. Eine Analyse von Deutschschweizer Schulliederbüchern der letzten 50 Jahren aus der Mittel- und Oberstufe
Rassismus ist eine Thematik, die historisch gesehen unsere Gesellschaft schon immer prägte und
auch heute noch in unterschiedlichen Bereichen, wie beispielsweise im Bildungssystem aktuell ist.
Trotzdem stellt das Thema Rassismus im Lehrplan Volksschule keinen eigenständigen Bereich
dar, sondern verordnet lediglich eine Auseinandersetzung mit alltäglichen Situationen im Hinblick
auf Diskriminierung, Gerechtigkeit und Menschenwürde. Aus der Theorie geht hervor, dass Rassismus nicht nur in unterschiedlichen Bereichen, sondern auch in Form unterschiedlicher Ausprägungen in Erscheinung treten kann. In der vorliegenden Arbeit wird zwischen biologisch rassistischen, kulturell neorassistischen und alltagsrassistischen Ausprägungen unterschieden. Um zu
untersuchen, inwieweit und in welcher Ausprägung Rassismus im Bildungswesen vorkommt,
wurde im Rahmen dieser Arbeit eine inhaltlich strukturierte qualitative Inhaltsanalyse nach
Kuckartz (2014) an sechs Schulliederbüchern aus der Mittel- und Oberstufe der letzten 50 Jahren
durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass in den älteren wie auch in den aktuellen Schulliederbüchern rassistische Inhalte, verteilt über alle Ausprägungen und verschiedensten betroffenen
Individuen und Gruppen, vorkommen. Die meisten Inhalte lassen sich dabei dem Alltagsrassismus
zuweisen, welcher sich in Formen von Mikroaggressionen präsentiert. Dabei geht es um das Benutzen rassistischer Begrifflichkeiten zwecks subtiler Beleidigung bestimmter Gemeinschaften
oder deren Ausgrenzung aufgrund ethnischer, kultureller oder religiöser Unterschiede. Im Hinblick
auf biologisch rassistische Inhalte, deren Liedgute mit gewerteten Unterschieden bei Menschen
aufgrund realen oder fiktiven biologischen Merkmalen zugeordnet werden können, ist eine deutliche Abnahme in den Schulliederbüchern im Verlaufe der Zeit ersichtlich. Dieser Rücklauf gilt jedoch nicht für die Betonung der Sklaverei, wie sie in Spirituals oder Worksongs vorkommt, sondern
nur für die Lieder, welche von sich aus problematische biologisch rassistische Inhalte besitzen.
Die musikalische Kulturwende in den 1980er-Jahren hat dafür gesorgt, dass die Schulliederbücher mit neuen Liedern in diversen Sprachen aus unterschiedlichen Kulturräumen ausgestattet
wurden. Bezüglich kulturell neorassistischen Inhalten, welche verabsolutierte Wertungen von Kulturen, Ethnien oder Religionen verfügen, gibt es nicht viele Funde. So wurde nur ein kritisches
Lied, welches sich dem antimuslimischen Rassismus unterordnen lässt, gefunden.
Bei der Aufbereitung der Schulliederbücher spielt deren Aufarbeitung durch die Autorenschaft
eine bedeutende Rolle. Abgestützt auf die qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2014) wurde
auf der Basis eines halbstrukturierten Leitfadeninterviews mit einem Mitglied aus der Autorenschaft des Verlags Schweizer Singbuch ein Interview durchgeführt. Es hat sich herausgestellt,
dass es seitens Lehrmittelverlag oder Kanton keine Vorgaben bezüglich den Inhalten in den Liederbüchern gibt. So gelte allein die eigene Ethik und Wertevorstellung, was dem Autorenteam
eine grosse Verantwortung auferlegt. Dies führe für ihn zunehmend zu einer Bewusstseinsbildung
aber auch zu einer gewissen Verkrampfung aufgrund der gesellschaftlichen Meinungsverschiedenheiten aufgrund der Rassismusthematik. So bestätigt das Interview zusätzlich, dass der Alltagsrassismus eine Grauzone ist und ein Grossteil mit einem verschmitzten Lächeln darüber hinweg schaut
Stressbewältigung von Lehrpersonen. Die Anwendung der Coping-Strategien nach Endler und Parker bei Berufseinsteiger:innen im Lehrerberuf
Besonders berufseinsteigende Lehrkräfte gelten vermehrt als (Hoch-)Risikogruppe für psychische
Erkrankungen oder Burnouts. Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Frage,
welche der drei Coping-Strategien von Endler und Parker Berufseinsteiger:innen auf der Sekundarstufe
I anwenden. Dabei wird die Bewältigung von Belastungen untersucht, welche in
direktem Zusammenhang mit der Ausübung des Lehrerberufs stehen. Die Arbeit befasst sich
nicht primär mit den Reaktionen der Berufseinsteiger:innen auf akute Stressoren im Unterricht,
sondern mit der langfristigen Bewältigung von berufsbedingtem Stress. Da diese akuten Stressoren
nachgewiesen einen wesentlichen Einfluss auf das allgemeine Stressempfinden von Lehrpersonen
haben, wird auch ermittelt, welche Faktoren Berufseinsteiger:innen selbst in ihrem
Alltag als Stressquellen betrachten. Mittels halbstrukturierten Interviews wurden sechs Berufseinsteiger:
innen des Kanton St. Gallens zu ihren Bewältigungsstrategien befragt. Die erstellen
Transkripte wurden anschliessend mit der Methodik der strukturierenden Inhaltsanalyse weiterverarbeitet.
Die Ergebnisse zeigen eine klare Tendenz der Berufseinsteiger: innen zu aufgabenorientierten
Bewältigungsstrategien, wobei häufig auch emotionsorientierte Strategien eine Rolle spielen.
Interessanterweise konnten nur begrenzt vermeidungsorientierte Strategien ermittelt werden,
was in Bezug auf die langfristige Berufsausübung als positiv eingeordnet werden kann.
Neben der drei Kategorien von Endler und Parker konnten zudem drei weitere Copingstile identifiziert
werden, durch welche das Coping Inventory for Stressful Situations (CISS), erweitert werden könnte
Methodischer und didaktischer Aufbau von Schulsport-Gerätelektionen anhand einer Kurzanleitung zu den Geräteturnfächer von Brändli und Meier (2010)
Basierend auf der aktuellen Forschungslage zum Geräteturnen im Schulsport geht hervor, dass Lehrpersonen gewisse Vorbehalte aufgrund unzureichender Fachkompetenz vorweisen (Kuss, 2004). Um diesen Vorbehalten entgegenzuwirken, soll die Professionskompetenz der Lehrpersonen im Fachbereich erhöht werden. Vogler et al. (2017) definieren diese Professionskompetenz nicht durch die sportiven Fähigkeiten der Lehrperson, sondern durch das fachdidaktische Wissen und Können. Daraus lässt sich schliessen, dass Hilfestellungen bezüglich der didaktischen und methodischen Umsetzung des Geräteturnunterrichts benötigt werden. Folglich hat diese Bachelorarbeit zum Ziel, eine Kurzanleitung in Ergänzung zu den Geräteturnfächern von Brändli und Meier (2010) zu erstellen, welche Tipps zur methodischen und didaktischen Umsetzung von bewegungsorientiertem Geräteturnunterricht enthält. Dadurch sollen die Vorbehalte der Lehrpersonen gegenüber dem Geräteturnen reduziert, die aktive Bewegungszeit erhöht und die Zeit für die Geräteorganisation gesenkt werden.
Um die Wirksamkeit der «Kurzanleitung Geräteturnfächer» zu prüfen, führten drei Lehrpersonen den Geräteturnunterricht mittels des Produkts durch. Ausgewertet wurde mittels Videoaufnahmen der Geräteturnlektionen sowie Fragebögen vor und nach dessen Durchführung. Diese haben ergeben, dass die Vorbehalte nur bei einer Lehrperson etwas gesenkt werden konnten. Die aktive Bewegungszeit fiel, verglichen mit Werten aus der Literatur, hoch aus. Trotzdem konnte keine valide Erhöhung aus der empirischen Erprobung festgestellt werden. Die Zeit für die Geräteorganisation wurde mit Hilfe des Produkts gesenkt.
In weiterführenden Studien sollte eine grössere Stichprobe sowie ein längerer Zeitraum für die empirische Erprobung gewählt werden. Zudem müssten die Ausgangswerte für die aktive Bewegungszeit sowie die Zeit für die Geräteorganisation valide, beispielsweise anhand einer Videoanalyse ohne Gebrauch des Produkts, erhoben werden
Schriftliche Arbeit
Die Wertebildung ist für Kinder sowie für Erwachsene im 21. Jahrhundert eine bedeutende Angelegenheit, weshalb diese Thematik in der Schule behandelt werden sollte. In dieser produktorientierten Arbeit wird ein Bilderbuch erstellt, das der Wertebildung in der Unterstufe dienen soll und mit Hilfe dessen die Kinder basierend auf dem 5-Finger-Modell mit Philo über Werte philosophieren können. Die Arbeit wird von der folgenden Fragestellung geleitet:
Welche Kriterien, Merkmale, Inhalte und fachdidaktischen Bezüge soll ein Bilderbuch enthalten, mit dem in der Unterstufe Wertebildung realisiert werden kann?
Anhand einer ausführlichen Literaturrecherche wird das Bilderbuch «Die Reise eines kleinen Ich-Dörflers» entworfen, in dem es um den kleinen Egoisten aus dem Ich-Dorf geht, welcher sich auf den Weg zum Du-Dorf macht. Das Bilderbuch vergleicht zwei Dörfer, welche zwei verschiedenen Welten darstellen: Das Ich-Dorf ist völlig ich-zentriert und stellt die schlechten Werte dar, während das Du-Dorf die guten Werte repräsentiert. Das Bilderbuch nimmt grundlegende Werte auf und bietet viele Möglichkeiten zum Philosophieren. Die vorliegende Arbeit umfasst die Theorie zum Bilderbuch und beschäftigt sich mit Fragen rund um die Wertebildung, grundlegende Werte, gute Bilderbücher und deren Verknüpfung mit Werten sowie dem Philosophieren mit Kindern anhand von Bilderbüchern. Zuletzt gibt es noch einen didaktischen Kommentar zum Bilderbuch, welcher beschreibt, wie Lehrpersonen konkret mit diesem Bilderbuch anhand des 5-Finger-Modells mit Philo Wertebildung in der Unterstufe realisieren können. Der didaktische Kommentar ist nicht in dieser Arbeit aufgeführt