Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Fürs Leben Lernen wir. Eine Studie über den Zusammenhang der überfachlichen Kompetenzen in der Schule und den geforderten überfachlichen Kompetenzen im Beruf
Das Vorhandensein überfachlicher Kompetenzen ist entscheidend für eine erfolgreiche Lebensbewältigung und durch den ganzheitlichen Bildungsauftrag, den die Schule zu leisten hat, eine Aufgabe der Lehrpersonen. Der Lehrplan 21 beinhaltet überfachliche Kompetenzen. Dazu gehören laut Lehrplan 21 die sozialen-, personalen-, und methodi-schen Kompetenzen. Jeder Beruf fordert sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen. In dieser Ar-beit wird untersucht, welche überfachlichen Kompetenzen von den Berufen am meisten gefordert werden und anschliessend wird abgeglichen, ob die wichtigsten überfachli-chen Kompetenzen vom Lehrplan abgedeckt werden. Dazu wurde eine Datenanalyse von 174 Berufe durchgeführt. Diese 174 Berufe in EFZ und EBA wurden auf ihre gefor-derten überfachlichen Kompetenzen analysiert. Des Weiteren wurden die zehn meist-gewählten Berufe von Schweizer Frauen detailliert ausgewertet. Anschliessend wurden die Kompetenzen mit dem Lehrplan abgeglichen. Die Ergebnisse legen eine Auflistung der zehn wichtigsten Kompetenzen über alle 174 Berufe hinweg dar. Zudem erfolgt eine Auflistung der zehn wichtigsten Kompetenzen über die zehn meistgewählten Berufe von Schweizer Frauen. Die Datenanalyse zeigt, dass der Lehrplan zwar überfachliche Kompetenzen beinhaltet, aber diese noch weiter ausgebaut werden sollten
Die Herausforderung von Nähe und Distanz für männliche Kindergartenlehrpersonen
Männliche Pädagogen leiden auch heute noch unter Vorurteilen durch Medien und Gesellschaft. Gerade im Bereich Nähe und Distanz zu den Kindern behaupten viele Lehrpersonen, dass sie speziell in der Ausbildung nicht genügend vorbereitet worden sind. Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, welche Schwierigkeiten sich für männlichen Pädagogen im Umgang mit Nähe und Distanz zeigen. Daraus resultierend wird der Fragestellung nachgegangen, wie männliche Pädagogen professionell mit Nähe und Distanz umgehen. Daraus stellt sich auch die Frage, ob markante Differenzen zu weiblichen Pädagoginnen im Umgang mit Nähe und Distanz vorliegen. Um konkret auf die Kindergartenstufe einzugehen, wird der Hauptfragestellung nachgegangen, was ein optimales Nähe-Distanz-Verhältnis von männlichen Kindergartenlehrpersonen gegenüber ihren Kindergartenkindern ist. Dabei werden drei episodische Interviews mit männlichen Fachpersonen, die auf der Kindergartenstufe tätig sind, geführt. Daraus resultierend wird eine qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt und die Resultate mit der Theorie gespiegelt. Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht die eine Lösung gibt, mit Nähe und Distanz umzugehen, weil jeder Pädagoge und jedes Kind eigenständig sind und so tagtäglich individuelle Situationen entstehen. Zudem ist der Bereich Nähe und Distanz noch unerforscht, was den korrekten Umgang durch Männer betrifft
Die Bedeutung der Körpersprache: Welchen Einfluss hat das Tragen der Gesichtsmasken von Lehrpersonen auf die Lehrer*innen-Schüler*innen- Beziehung?
Diese Bachelorarbeit geht der Fragestellung nach, welchen Einfluss das Tragen von Gesichtsmasken auf die Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung hat und inwiefern sich diese Beziehung seit dem Einführen des Tragens der Gesichtsmasken aufgrund der Corona Pandemie verändert hat. Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie einer Umfrage für Lehrpersonen der Unterstufe in der Schweiz und Österreich. Grund dafür ist das versetzte Einführen der Maskenpflicht in Schulhäusern. Wie sich gezeigt hat, ist diese Fragestellung von grosser Wichtigkeit, denn die Beziehung zwischen Schüler*innen zu Lehrer*innen trägt wesentlich zur Förderung eines gesunden Klassenklimas sowie einer gelungenen Klassenführung bei. Zudem wird die Entwicklung von sozialen Kompetenzen in den prägendsten Jahren für Primarschulkinder gefördert. Die Gestaltung dieser Beziehung sollte für Lehrpersonen deshalb eine bedeutende Rolle im Unterricht einnehmen. In der Ausarbeitung dieser Fragestellung wird besonders auf die Themen: ? Emotionen erkennen ? Emotionen deuten, ? Emotionale Entwicklung, ? Einfluss der Körpersprache in der Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung, ? Bedeutung der Körpersprache im Unterricht und in diesem Zusammenhang auch ? Umgang mit der Körpersprache im Unterricht eingegangen. In der Folge wird aufgezeigt, inwiefern das Erkennen/Deuten der Körpersprache, insbesondere der Mimik, die Beziehung zwischen den Schüler*innen zu der Lehrperson verbessern kann. Im Kontext mit dem Tragen von Gesichtsmasken stellt sich somit die Frage, inwiefern sich die Beziehung zwischen den Schüler*innen und den Lehrer*innen verändert hat und welche Folgen daraus für Primarschulkinder entstanden sind. Um Schüler*innen in Zukunft bei der weiteren Notwendigkeit des Tragens von Gesichtsmasken dennoch bestmöglich in der Schule sowie in der Entwicklung zu unterstützen, ist es sinnvoll darzustellen, welchen Einfluss die Körpersprache auf die Entwicklung von Kindern hat und wie wichtig es ist, dass diese auch von den Lehrpersonen richtig angewendet wird. Schüler*innen sind auf eine mitfühlende, fördernde, unterstützende und liebevolle Bezugsperson in der Schule angewiesen, weshalb das richtige Verwenden von Körpersprache unabdingbar ist. Keywords: Körpersprache, Mimik, Beziehungsentwicklung, emotionale Entwicklung, Klassenführung, Gefühle deuten, Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehun
Wenden Lehrpersonen aus dem Kanton St.Gallen literaturbezogene Strategien im Umgang mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung an?
Das Ziel dieser Arbeit ist es darzulegen, welche Massnahmen Lehrer:innen im Kanton Sankt Gallen anwenden, um Symptome von Kindern mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (folgend ADHS) lindern zu können. Mittels qualitativer Sozialforschung wurden Daten von vier Lehrpersonen erhoben und ausge-wertet. Lehrer:innen, welche Erfahrungen mit ADHS Kinder hatten, wurden anhand eines vor-strukturierten Leitfadens, offene Fragen zu den literaturbezogenen Massnahmen gestellt. Zu-sätzlich wurden in den Forschungsgesprächen die Auffälligkeiten der ADHS, die Herausforde-rungen im Umgang, die Ziele der Lehrpersonen und die erfreulichen Momente mit den be-troffenen Kindern thematisiert. Die Ergebnisse der Interviews konnten im Anschluss diskutiert und mit den literaturbezogenen Massnahmen verglichen werden. Dabei stellte sich heraus, welche literaturbezogenen Mass-nahmen im Kanton St.Gallen angewendet werden
Mündliche Leistungen sichtbar machen, beurteilen und fördern
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Beurteilung von mündlichen Leistungen im Deutschunterricht. Bei dieser Beurteilung sind in der Literatur viele Lücken zu finden. Dabei wird während der ganzen Arbeit folgender Fragestellung nachgegangen: «Wie kann ein Beurteilungsraster die Lehrperson, die Schüler und Schülerinnen und die Erzie-hungsberechtigten bei der Sichtbarmachung, Förderung und Beurteilung mündlicher Leistungen unterstützen?». Um diese Frage zu beantworten, werden zuerst theoretische Grundlagen erarbeitet. Anschliessend wird auf Beurteilungsfehler eingegangen und ver-schiedene Bezugsnormen werden aufgezeigt. Darauf folgt eine Erläuterung der Güterkri-terien. Anschliessend werden Fördermöglichkeiten aufgezeigt, welche sich durch die Be-urteilung ergeben. Die Arbeit zeigt folglich verschiedene Methoden zur Erhebung von mündlichen Leistungen auf. Abschliessend wird die Methode eines Beurteilungsrasters genauer beleuchtet und ein Raster anhand der zuvor aufgestellten Theorie erstellt. Dabei werden die Merkmale für das Beurteilungsraster bewusst ausgewählt, indem verschiede-ne Quellen miteinander verglichen werden. Dieses Raster kann nun für die Beurteilung mündlicher Leistungen im Deutschunterricht eingesetzt werden
Reformpädagogische Lernkonzepte im Vergleich zur Volksschule.
Die vorliegende Arbeit möchte herausfinden, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten reformpädagogischer Schulen wie Montessori und Rudolf-Steiner-Schulen im Vergleich zur Volksschule haben. Die Stärken eines bestimmten Schulsystems werden betont und Kritikpunkte beleuchtet. Überdies wird der Frage nachgegangen, ob es für Lehrpersonen der Volksschule möglich ist, gewisse Ansätze in den Volksschulunterricht zu integrieren. Maria Montessori ist die Gründerin einer nach ihrer benannten reformpädagogischen Schule. Folgende ihrer Begrifflichkeiten werden genauer beleuchtet und beschrieben: der absorbierende Geist, die sensiblen Phasen, die Polarisation der Aufmerksamkeit, Ordnung, Freiheit und die Altersdurchmischung. Rudolf Steiner ist ein weiterer Gründer einer reformpädagogischen Schule. Seine Pädagogik wird anhand folgender Begriffe erläutert: Epochenunterricht, früher Fremdsprachenerwerb und das einzigartige Fach Eurythmie. Die Gegenüberstellung der beiden reformpädagogischen Schulen und der Vergleich zur Volksschule wird mit Hilfe einer Schuldokumentation und des Interviewverfahrens dargelegt. Dabei geht es insbesondere um folgende Themen: die Schüler:innen, die Gestaltung des Klassenzimmers, Schulfächer und die dazugehörigen Materialien, die Unterrichtsformen, die Aufgabe der Lehrperson, die Beurteilung und das Thema Finanzierung
Herausforderungen der Elternarbeit und wie sie gelingen kann
Im Hinblick darauf, dass die Autorin bald Berufseinsteigerin sein wird, wurde ihr im Winter 2020 bewusst, dass sie bis dahin im Bereich der Elternarbeit wohl kaum Erfahrungen sammeln wird. Sie wollte sich selbst daher bestmöglich auf dieses Aufgabengebiet vorbereiten, weswegen sie sich dazu entschieden hat, ihre Bachelorarbeit zu diesem Thema zu verfassen. Die vorliegende Arbeit geht daher der Frage nach, was die Gelingensbedingungen für eine gelungene Zusammenarbeit mit Eltern sind. Es wurde zu zehn Elternarbeitskonzepten von Schulen eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt (Mayring, 2015). Das Ziel der qualitativen Inhaltsanalyse war es herauszufinden, wie die Gelingensbedingungen, welche sich in der Theorie finden liessen, in der Praxis aufgenommen werden konnten und welche Gelingensbedingungen sich vielleicht erst aus den Konzepten ableiten liessen. Die ersten Kategorien, auf welche hin die Konzepte analysiert werden sollten, wurden aus der Literatur abgeleitet. Weitere Kategorien haben sich also im Laufe des Prozesses aus dem Datensatz selbst ergeben. Die Elternarbeitskonzepte der verschiedener Schulen wurden mit Hilfe der Software MAXQDA codiert und ausgewertet. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Theorie und den analysierten Elternarbeitskonzepten, hat die Autorin anschliessend ihr eigenes Elternarbeitskonzept erstellt. Nachdem das eigene Konzept geschrieben war, wurde dieses von einer Schulleiterin und zwei erfahrenen Lehrerinnen gegengelesen. Diese konnten im Anschluss in einer gemeinsamen Besprechung durch Ihre Erfahrung anbringen, welche aufgeführten Punkte in der Praxis so nicht umsetzbar sind, welche Inhalte Ihnen noch fehlten und wie was abgeändert werden sollte. Nach der gemeinsamen Evaluation hat die Autorin besprochene Entwicklungsbereiche des Konzeptes weiter ausgearbeitet und angepasst. Es zeigte sich, das unteranderem die gegenseitige Information, der Aufbau von gegenseitigem Vertrauen und die Koordinierung von pädagogischen Massnahmen bei Bedarf, Gelingensbedingungen für eine gelungene Zusammenarbeit darstellen. Keywords: Elternarbeit, Gelingensbedingungen, Qualitative Inhaltsanalyse, Elternarbeitskonzep
Leitfaden für Primarlehrpersonen zum Vorgehen bei einer Kindeswohlgefährdung
Gewalt an Kindern ist häufig verbreitet und längst keine Privatsache mehr. Lehrpersonen werden mit Kindeswohlgefährdungen im Schulalltag konfrontiert, für deren Umgang (erkennen, begleiten, handeln) sie nicht ausgebildet sind oder es ihnen an Fachwissen und Erfahrungswerten fehlt. Die Autorin hat im Praktikum ein 9-jähriges Mädchen kennengelernt, bei welchem das Kindeswohl deutlich in Gefahr schien. Sie war sich im Unklaren, wie sie vorgehen sollte, vermutete aber Handlungsbedarf. Hier sieht die Autorin ihren Auftrag bestätigt, spezifisch auf die Situation der Lehrperson einzugehen und für sie die nötige Hilfe bereitzustellen, um im Falle einer vermuteten oder sicheren Kindeswohlgefährdung adäquat handeln zu können. Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen praktischen Leitfaden für Lehrpersonen herzustellen, welcher den Erkennungs- und Handlungsprozess einer Kindeswohlgefährdung aufzeigt. Als Grundlage zur Entwicklung des Leitfadens dient die erarbeitete Theorie und ein Interview mit einer Schulsozialarbeiterin, die über Erfahrung in der Begleitung von Lehrpersonen im Zusammenhang mit einer Kindeswohlgefährdung verfügt
Didaktische und methodische Gestaltungsmassnahmen für lernschwache Lernende
Diese theoretische Diplomarbeit widmet sich dem Thema, welche Lernumgebung lernschwache Lernende benötigen, um während ihrer beruflichen Grundausbildung einen Lernerfolg zu erzielen. Im Fokus steht die Berufsgruppe der Haustechnik: in dieser Gruppe finden sich tendenziell eher schulisch schwächere Lernende. Die wissenschaftliche Fragestellung dazu lautet: Welche didaktischen und methodischen Gestaltungsmassnahmen fördern den Lernerfolg von lernschwachen Lernenden an der Berufsfachschule im berufskundlichen Unterricht? Aus der Bildungsverordnung und dem daraus ausgearbeiteten Bildungsplan und Schullehrplan geht hervor, dass der Unterricht nach Handlungskompetenzen aufgebaut ist. Dabei muss der bestehenden Heterogenität Rechnung getragen werden, um sie als bereichernde Ressource einzusetzen. Lernschwache oder auch frustrierte Lernende haben oftmals eine negative Konditionierung in ihrer bisherigen Schullaufbahn erfahren, welche es zu verstehen und im besten Fall ins Positive zu drehen gilt. Da neues Wissen am einfachsten an bestehende Strukturen angehängt wird, ist das Vernetzen von Wissen gerade für lernschwache Lernende von grosser Bedeutung. Wie dies im Unterricht geschehen kann, wird massgeblich in der Unterrichtsvorbereitung festgelegt und gesteuert; daher sind die Lernprozess-Modelle wie RITA oder AVIVA von grosser Relevanz. Daneben ist ein lernförderliches Klima von gegenseitigem Respekt, Regeln die eingehalten werden, Gerechtigkeit und Fürsorge durch die Lehrperson ein Faktor für Lernerfolg. Spielerisches Lernen liegt uns seit der frühsten Kindheit; dieser Umstand hilft gerade den lernschwachen Lernenden sich auf einen Lernprozess einzulassen und kann mit der Wahl der Methoden berücksichtigt werden. Auch kommen etliche Lernende ohne passende Lernstrategien aus der Oberstufe in die berufliche Grundbildung. Es soll eine Aufgabe für die Lehrperson sein, die Lernenden an die aktive Anwendung von geeigneten Lernstrategien heranzuführen und sie dabei zu unterstützen. Das erlernte Wissen kann kaum genutzt werden, wenn die Transfer-Fähigkeit nicht vorhanden ist; diese im Unterricht bewusst und gezielt zu fördern gehört zum Lernprozess und soll hauptsächlich für lernschwache Lernende mit nahem Transfer geschehen
Open Drum School. Schaffung eines Prototyps für ein individuell einsetzbares Schlagzeuglehrmittel
Die individuelle Anpassung von verschiedenen Unterrichtssequenzen auf die lernenden Personen und
deren Bedürfnisse ist ein Ziel, das viele Lehrpersonen seit geraumer Zeit verfolgen. Im Setting des Klassenunterrichtes scheint eine Anpassung auf hohem Niveau in der heutigen Zeit kaum möglich. Die Möglichkeiten der modernen Technik verändern nun mehr und mehr die Art und Weise, wie individualisierter Unterricht erreicht werden kann. In einem Instrumentalunterrichtssetting sind nun die Chancen auf
qualitativ hochwertige Anpassung der Lerninhalte optimal. Es fehlen aber die darauf ausgerichteten
Lehrmittel. Die populärsten Lehrmittel sind linear aufgebaut, das heisst, sie werden von vorne nach
hinten durchgearbeitet. Der lineare Aufbau verhindert in diesem Fall individuelle Anpassung, ausser die
Instrumentallehrperson entscheidet sich dafür, nur Ausschnitte aus dem Lehrmittel zu bearbeiten. Dies
führt wiederum zur Problematik, dass jeweils gleichzeitig mehrere Lehrmittel vorhanden sein müssen
und die Instrumentallehrperson zur richtigen Zeit die richtigen Abschnitte bereithalten muss.
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, ein Lehrmittel zu entwickeln, das den agilen Unterrichtsstil unterstützt.
Als Prototyp soll es die Möglichkeiten des modularen Aufbaus erforschen und nach der Entwicklung
und Testphase die folgende Forschungsfrage beantworten:
Welche Aspekte müssen bei der Entwicklung eines individuell adaptierbaren Lehrmittels beachtet werden?
• Welche Möglichkeiten und Hürden gibt es bei der Arbeit mit Open Source?
• Ist der Zugriff über GitHub/GitBooks einer Lehrperson zumutbar?
• Welchen Nutzen bringt eine grafische Bedienoberfläche?
Dabei beinhaltet die Beantwortung des ersten Frageteils die Beobachtung der Schaffungsphase und die
Beantwortung des zweiten Teils der Frage beruht auf den Beobachtungen, die während der Testphase
gemacht werden. Der Prozess der Beantwortung der Forschungsfrage lief in vier Hauptschritten ab.
Um den Bedarf an einem neuen Lehrmittel und dessen Inhalt zu überprüfen, fanden zuerst vier Expertenbefragungen statt. Die Aussagen der Expert:innen stellten in Kombination mit verschiedener Schlagzeug- und Didaktikliteratur die Grundsätze zur Entwicklung des Lehrmittels dar. Nach der Befragung
stand die Wahl der Plattform an und die Schaffung des Prototyps fand statt. Anhand dieser Schritte
wurden Aspekte untersucht, die es während der Lehrmittelentwicklung zu beachten gibt. Auch begannen
sich bereits Möglichkeiten und Hürden bei der Arbeit mit Open-Source Technologie herauszustellen.
Die Testphase fand primär zur Forschung nach Problemen bei der Bedienung des Lehrmittels und zur
Klärung der Frage, ob einer Instrumentallehrperson die Arbeit mit GitBooks zugemutet werden kann,
statt. Sie dauerte einen Monat. Aus den Ergebnissen der Testphasen wurden dann die Schlüsse gezogen,
die gezogen werden konnten und das Lehrmittel wurde auf Basis der Rückmeldungen der Instrumentallehrpersonen überarbeitet. Die Auswertung ergab folgende Resultate:
Die Ergebnisse der Entwicklung und Auswertung des Lehrmittels zeigen auf, dass während der Entwicklung eines agil einsetzbaren Lehrmittels insbesondere auf zwei Punkte geachtet werden muss: Der
modulare Aufbau und die konzeptuell formulierten Übungen. Zur Arbeit an einem Open-SourceProjekt entstanden drei Kernaussagen: Die Problematik der Finanzierung, die Möglichkeit des liveReviewens und die vergrösserte Reichweite. Ob die Arbeit mit der Plattform GitBooks einer Instrumentallehrperson zumutbar ist, hängt von zwei Faktoren ab: Die technischen Voraussetzungen im
Raum und die Nutzungskompetenzen der Lehrpersonen. Der zentrale Nutzen eines graphical User
Interfaces ist die Möglichkeit der Interaktion während des Lernens, um die Inhalte auf die Bedürfnisse der Lernenden anzupassen. Das Interface ermöglicht grundliegende Funktionen, wie zum Beispiel die Navigation. Dazu kommt die Bedienung der eingebetteten Medien und anderer interaktiver
Inhalte. So werden durch das User Interface die Agilität und eine verstärkte Individualisierung erst ermöglicht