Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
Not a member yet
4052 research outputs found
Sort by
Kommentar
Die Wertebildung ist für Kinder sowie für Erwachsene im 21. Jahrhundert eine bedeutende Angelegenheit, weshalb diese Thematik in der Schule behandelt werden sollte. In dieser produktorientierten Arbeit wird ein Bilderbuch erstellt, das der Wertebildung in der Unterstufe dienen soll und mit Hilfe dessen die Kinder basierend auf dem 5-Finger-Modell mit Philo über Werte philosophieren können. Die Arbeit wird von der folgenden Fragestellung geleitet:
Welche Kriterien, Merkmale, Inhalte und fachdidaktischen Bezüge soll ein Bilderbuch enthalten, mit dem in der Unterstufe Wertebildung realisiert werden kann?
Anhand einer ausführlichen Literaturrecherche wird das Bilderbuch «Die Reise eines kleinen Ich-Dörflers» entworfen, in dem es um den kleinen Egoisten aus dem Ich-Dorf geht, welcher sich auf den Weg zum Du-Dorf macht. Das Bilderbuch vergleicht zwei Dörfer, welche zwei verschiedenen Welten darstellen: Das Ich-Dorf ist völlig ich-zentriert und stellt die schlechten Werte dar, während das Du-Dorf die guten Werte repräsentiert. Das Bilderbuch nimmt grundlegende Werte auf und bietet viele Möglichkeiten zum Philosophieren. Die vorliegende Arbeit umfasst die Theorie zum Bilderbuch und beschäftigt sich mit Fragen rund um die Wertebildung, grundlegende Werte, gute Bilderbücher und deren Verknüpfung mit Werten sowie dem Philosophieren mit Kindern anhand von Bilderbüchern. Zuletzt gibt es noch einen didaktischen Kommentar zum Bilderbuch, welcher beschreibt, wie Lehrpersonen konkret mit diesem Bilderbuch anhand des 5-Finger-Modells mit Philo Wertebildung in der Unterstufe realisieren können. Der didaktische Kommentar ist nicht in dieser Arbeit aufgeführt
Lehrmittel
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie ein landwirtschaftliches Thema unter Berücksichtigung von Exkursionen und kompetenzfördernden Aufgaben gestaltet werden kann. Dabei wird die Bachelorarbeit anhand folgender Fragestellungen geführt:
- Wie kann ich ein landwirtschaftliches Thema unter Berücksichtigung von Exkursionen mit kompetenzfördernden Aufgaben aufarbeiten (zur Thematik «Obstbau im Appenzellerland»)?
- Wie kann ich Exkursionen im LUKAS-Modell passend einbauen und inwiefern passt das LUKAS-Modell zu Exkursionen?
- Worauf ist bei Exkursionen zu achten, damit sie für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler gewinnbringend sind?
Im Theorieteil wird untersucht, wie das «LUKAS-Modell» aufgebaut ist und was das Ziel der unterschiedlichen Aufgabenarten ist. Die Lehrplanverankerung und die Umsetzung von «ausserschulischem Lernen» werden ebenfalls beleuchtet. Der darauffolgende Teil «Erklären und Verstehen» befasst sich mit dem von der Lehrperson ausgehenden Erklären und dem Aneignen und Verstehen der Inhalte der Schülerinnen und Schüler. Die gewonnenen Kernpunkte dieser drei Teilbereiche werden mit dem theoretischen Hintergrund im Teil «Bschorle» kombiniert. Die Fakten fliessen zusammen und werden zu einer praktischen Umsetzung in Form einer Unterrichtsreihe zusammengefügt.
Die Erkenntnis aus dieser Arbeit ist, dass Exkursionen sehr gut im LUKAS-Modell integriert werden können. Zuvor muss aber bereits ein Basiswissen aufgebaut werden, damit alle Schülerinnen und Schüler dieselben Vorkenntnisse haben und so profitieren können. Die Exkursionen wurden im praktischen Teil bei den Vertiefungsaufgaben angesiedelt. Auf den Exkursionen wird das Wissen geübt und vertieft und die Schülerinnen und Schüler können hier die Perspektive wechseln und das Wissen wird in einen anderen Kontext übertragen
Analyse der erworbenen überfachlichen Kompetenzen in der Schule im Vergleich zu den geforderten überfachlichen Kompetenzen im Beruf. Inhaltsanalyse der überfachlichen Kompetenzen für die zehn von männlichen Jugendlichen meistgewählten Berufe in der Schweiz
Während der obligatorischen Schulzeit spielt der Erwerb von überfachlichen Kompetenzen für die Kinder eine wichtige Rolle, um auf das spätere Berufsleben vorbereitet zu sein. Der Lehrplan 21 unterteilt diese überfachlichen Kompetenzen in personale, soziale und methodische Kompetenzen (vgl. D-EDK, 2017, S. 44). In der vorliegenden Arbeit werden die erworbenen überfachlichen Kompetenzen in der Schule gemäss Lehrplan 21 mit den geforderten überfachlichen Kompetenzen im Berufsleben verglichen. Die zehn wichtigsten resp. häufigsten überfachlichen Kompetenzen für die zehn von den männlichen Jugendlichen meistgewählten Berufe wurden als Stichprobe eruiert und gemäss Lehrplan 21 den in der Schule vermittelten überfachlichen Kompetenzen gegenübergestellt. Das Ziel der Arbeit ist herauszufinden, ob die Berufseinsteiger in Bezug auf die überfachlichen Kompetenzen für die zehn von männlichen Jugendlichen meistgewählten Berufe in der Schweiz von der Schule aus genügend vorbereitet werden. Die wichtigsten zehn überfachlichen Kompetenzen für die zehn von den männlichen Jugendlichen meistgewählten Berufe wurden durch eine Inhaltsanalyse erarbeitet. Die Auswertung ergab, dass nur vier der zehn wichtigsten resp. häufigsten überfachlichen Kompetenzen für die männlichen Berufseinsteiger im Lehrplan 21 konkret abgedeckt werden. Die anderen sechs überfachlichen Kompetenzen sind im Lehrplan 21 nicht spezifisch unter den überfachlichen Kompetenzen wiederzufinden, wobei drei der sechs in anderen Bereichen des Lehrplan 21 Erwähnung finden
Gender & Diversity im Classroom-Management
Wie ist das mit dem ‚Gender – Star’ oder mit der Toilette für die Menschen mit dem ‚dritten
Geschlecht’ oder von was reden wir eigentlich, wenn es um Gender und Diversity geht?
Relevante Genderkompetenzen gewinnen in allen gesellschaftlichen Bereichen, auch in der Bildung
und im direkten Umgang mit jungen Menschen in der Berufsschule, an massgeblich zunehmender
Bedeutung.
Der Frage, wie ein gendersensibles Classroom- Management von Lehrpersonen erlernt werden kann
und wie damit Genderkompetenz bei jungen Berufslernenden gefördert werden kann, wird in der
vorliegenden Arbeit nachgegangen.
Empfehlungen für konkrete Optimierungsmöglichkeiten, die von der Lehrpersonenbildung bis zur
möglichen Unterrichtsgestaltung reichen, werden zur Verfügung gestellt. Aus ihren literarischen
Recherchen schliesst die Autorin, dass Wissen allein nicht ausreicht für einen reflektierten,
wertschätzenden und echten Umgang mit der Gendervielfalt.
In den Curricula für Lehrpersonen ist das Gender und Diversity Thema bis heute nicht verankert.
Die Gleichstellungsstrategie bis ins Jahr 2030 vom Bund, vermittelt weiterführende Perspektiven für
die Verankerung der Gendervielfalt in den Schulen. Von zentraler Bedeutung ist es z.B. wie eine
geschlechtsuntypische Berufsbiographie von einer jungen Person mit Genderkompetenz
unterstützend beeinflusst werden kann
Burnout-Prävention bei Ostschweizer Oberstufenlehrpersonen. Präventive Massnahmen und ressourcenschonende Arbeitsstrategien mit Berücksichtigung der Retrospektive von Betroffenen
Der enorme Fundus an wissenschaftlichen Publikationen zur Burnout-Problematik im Lehrberuf betont
die Dringlichkeit präventiver Massnahmen gegen eine Erkrankung. Während das Burnout-Risiko unter
Lehrpersonen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen besonders hoch ausfällt, werden allerdings nur
spärlich Methoden der Entspannung und Stressreduktion angewendet. Da bisher jedoch kaum
praxiserprobte Strategien publiziert wurden, geht die vorliegende Masterarbeit der Frage nach:
Welche präventiven Massnahmen treffen Ostschweizer Oberstufenlehrpersonen gegen eine Burnout-Erkrankung? Es wird untersucht, welche ressourcenschonenden Arbeitsstrategien diese begünstigen
und inwieweit jene Massnahmen Burnout-Betroffenen in der Retrospektive geholfen hätten.
Als theoretische Grundlage der Masterarbeit dient eine breit abgestützte qualitative Literaturanalyse,
sowie sechs halbstrukturierte Leitfadeninterviews, welche mit Burnout-präventiv arbeitenden
Lehrpersonen, Lehrer:innen mit Burnout-Erfahrung und Fachexpert:innen geführt wurden. Als
empirischer Nachweis fungiert eine erneute, spezifischere qualitative Literaturanalyse, anhand
welcher die aus den Interviews gewonnenen Daten theoretisch abgesichert wurden.
Es zeigen sich unterschiedliche Ansätze, wie Ostschweizer Oberstufenlehrpersonen präventiv gegen
Burnout vorgehen können. So besteht ein erstes Präventionskonzept darin, dass Massnahmen an
äusseren Faktoren angesetzt werden. Hierzu zählen etwa eine wohlwollende und tief verankerte
Teamarbeit im Kollegium oder eine nährende soziale Unterstützung im Privatleben von Lehrkräften,
auf welche zurückgegriffen werden kann. Auch eine gesunde Lebensweise, die sich auf bewegungs-,
konsum- und verhaltensrelevante Aspekte bezieht, unterstützt ein erfolgreiches Vorbeugen gegen
Burnout. Das zweite Konzept enthält Massnahmen und Strategien, die einem Ansatz an inneren
Prozessen bei Lehrpersonen folgen. Insbesondere der Umgang mit Stress und wie dieser etwa durch
Abgrenzung zu beruflichen Belastungen gemanagt werden kann, wirkt sich direkt auf die Burnout-Prophylaxe aus. Das dritte Präventionskonzept bezieht sich auf Ansätze, die auf systemischer Ebene
der Schule vollzogen werden. Beispielsweise über ein Angebot von themenrelevanten Fort- und
Weiterbildungen, welche Betroffene belegen können, bietet sich die Möglichkeit einer Sensibilisierung
oder direkten Belastungsreduktion. Da jene Ansätze allerdings wesentlich schwieriger modifizierbar
sind und der Zugang dazu weniger niederschwellig ausfällt, empfehlen sich vornehmlich Massnahmen
an äusseren Faktoren oder inneren Prozessen, um präventiv gegen ein Burnout vorzugehen
Zusammenhang zwischen der Schüler:in–Lehrer:in-Beziehung, der Disziplin im Unterricht und dem Wohlergehen der Lehrperson
Ziel und Fragestellungen. Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit war es, den Zusammenhang
zwischen der Schüler:in-Lehrer:in Beziehung und der Disziplin im Unterricht sowie dem
Wohlergehen der Lehrperson zu untersuchen. Folgende Fragestellungen wurden durch die
Arbeit beantwortet: Wie beurteilen die Schüler:innen ihre Beziehung zu der
Klassenlehrperson? Wie beurteilen die Schüler:innen die Disziplin im Unterricht bei ihrer
Klassenlehrperson? Wie beurteilen die Schüler:innen das Wohlergehen der
Klassenlehrperson? Besteht ein Zusammenhang zwischen der Einschätzung der Schüler:inLehrer:in Beziehung und der Einschätzung der Disziplin im Unterricht? Besteht ein
Zusammenhang zwischen der Schüler:in-Lehrer:in Beziehung und dem Wohlergehen der
Lehrperson? Besteht ein Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Disziplin und einem
hohen Wohlergehen der Lehrperson? Methoden. Die Fragestellungen wurden mittels einer
quantitativen Onlinebefragung untersucht. Es wurden N= 199 Schüler:innen befragt, welche
in 3 Schulen rekrutiert wurden. Die Daten wurden mit Hilfe von Korrelationen und
Gruppenvergleichen analysiert. Resultate und Schlussfolgerungen. Es konnten signifikant
positive Zusammenhänge zwischen der SLB, der Disziplin und dem Wohlergehen der
Lehrperson nachgewiesen werden. Es konnte festgestellt werden, je besser die SLB von den
Schüler:innen eingeschätzt wird, desto besser wird die Disziplin im Klassenzimmer von den
Schüler:innen eingeschätzt. Je besser die Disziplin im Klassenzimmer von den Schüler:innen
eingeschätzt wird, desto besser wird das Wohlergehen der Lehrperson von den Schüler:innen
eingeschätzt. Je besser die PSLB eingeschätzt wird, desto höher wird das Wohlergehen der
Lehrperson wahrgenommen
Die subjektiv empfundene Arbeitsbelastung von Lehrpersonen. Ein Vergleich zwischen berufseinsteigenden und berufserfahrenen Lehrpersonen
Die hohe Berufsbelastung von Lehrpersonen ist ein bekanntes und aktuelles Thema, welches
unter anderem durch den Lehrkräftemangel in den letzten Monaten an Relevanz gewonnen hat.
Im Allgemeinen ist dieses Thema bereits gut erforscht, doch die Belastungen und Herausforderungen, welche die neu im Beruf arbeitenden Personen erwarten, scheinen hingegen weniger
erforscht zu sein. Aus diesem Grund verfolgt diese Arbeit das Ziel, die subjektiv empfundene
Arbeitsbelastung von berufseinsteigenden und berufserfahrenen Lehrpersonen genauer zu untersuchen. Hierzu leitet folgende Forschungsfrage durch die Arbeit:
«Welche Unterschiede zeigen sich bezüglich der subjektiv empfundenen Arbeitsbelastung von
berufseinsteigenden und berufserfahrenen Lehrpersonen?»
Um die Forschungsfrage zu beantworten, werden insgesamt sechs halbstandardisierte Leitfadeninterviews durchgeführt, wovon je drei erfahrenen beziehungsweise unerfahrene Lehrperson befragt werden. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach U.
Kuckartz (2016), sodass die Antworten der beiden Gruppen im Anschluss gegenübergestellt
und verglichen werden können.
Die Auswertung der Daten macht ersichtlich, dass in mehreren Bereichen Unterschiede zwischen den berufseinsteigenden und erfahrenen Lehrkräften vorhanden sind. Vor allem in den
Bereichen Elternarbeit, Unterricht und Klasse zeigt sich, dass die Arbeitsbelastung im Laufe
der Berufskarriere abnimmt. Auch die Trennung von Arbeit und Freizeit scheint den erprobten
Lehrkräften besser zu gelingen. Die Zusatzämtli sind hingegen eine der Tätigkeiten, welche vor
allem für die erfahrenen Lehrpersonen zur Belastung werden können. Auch die digitalen Medien scheinen eher die erfahrenen Lehrkräfte zu belasten. Bezüglich der administrativen Arbeiten waren sich jedoch alle der Befragten einig, dass eine Reduktion dieser Tätigkeiten eine Entlastung im Lehrberuf bewirken würde
Das Quartier Lachen in St. Gallen im Umbruch. Sozialräumliche Entwicklung und Gentrifizierung
Das Lachenquartier hat sich über die Jahre vom stigmatisierten «Problemquartier» zum
Vorzeigequartier der Stadt St.Gallen entwickelt. Während der Imagewandel zunehmend auch
breite Teile der Bevölkerung erreicht, ruft die bauliche Entwicklung und der visuelle
Quartierwandel schleichend das Thema der Gentrifizierung auf den Plan. Die vorliegende
Arbeit beschäftigt sich dabei im ersten Teil mit der sozialräumlichen Entwicklung im
Lachenquartier und untersucht dieses anschliessend im Hinblick auf Gentrifizierung. Die Arbeit
bedient sich unterschiedlicher methodischer Verfahren, wobei die qualitative Inhaltsanalyse
basierend auf Expertengesprächen in der ganzen Arbeit zum Tragen kommt. Gerade für das
Feld der Gentrifizierung bietet es sich aber an, auch numerische Daten beizuziehen, weshalb
die Arbeit nach einem Mixed-Methods-Ansatz vorgeht.
Das Quartier Lachen erfüllt mit Ausnahme der Stigmatisierung die Kriterien eines Problemquartiers nicht. Die Frage nach Segregation im Zusammenhang mit Migrant:innen und sozioökonomisch schwächerer Bevölkerung konnte nicht vollumfänglich beantwortet werden, wobei
die formale Diagnose von Segregation aber ohnehin nicht im Zentrum stand. Vielmehr kann
erzwungene Segregation als negative Ausprägungsform im Quartier Lachen ausgeschlossen
werden, da die Stadt St.Gallen einerseits auf durchmischte Quartiere mit leistbarem
Wohnraum setzt und die hohe Leerziffer der Stadt St.Gallen andererseits einen entspannten
Wohnungsmarkt beschert. Der Stigmatisierung zum Trotz lässt sich das Quartier Lachen
immer mehr in die Theorie von erfolgreicher Quartierentwicklung einbetten. Dank punktueller
Neubauprojekte und integraler Entwicklung «von innen» hat das Lachenquartier an Attraktivität
und Lebensqualität gewonnen, wodurch auch einkommensstärkere Bevölkerungsgruppen in
das Quartier zogen.
Das Quartier Lachen ist trotz der erfolgreichen Quartierentwicklung aktuell nicht von
Gentrifizierung betroffen. Zwar erfüllt das Quartier mit der baulichen Aufwertung und der
veränderten Konsumlandschaft zwei visuelle Merkmale von Gentrifizierung. Allerdings legen
nebst den Aussagen der Experten sowohl die Bevölkerungsstruktur als auch die bislang
fehlenden Belege für Verdrängungsprozesse den Schluss nahe, dass Gentrifizierung im
Quartier Lachen noch ein Randphänomen darstellt. Zudem weisen die Eigentumsverhältnisse
darauf hin, dass das Quartier Lachen auch in Zukunft vor grossflächigen Gentrifizierungsprozessen geschützt ist. Trotzdem sind das Quartier Lachen als auch die Stadt St.Gallen dazu
angehalten, die aktuellen Entwicklungen behutsam zu beobachten und frühzeitig
Massnahmen zu ergreifen, um Gentrifizierung und insbesondere Verdrängung weiterhin
präventiv vorbeugen zu können
Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit zwischen Lehrperson und Eltern auf der Bundes-, interkantonalen und kantonalen Ebene sowie auf der Ebene zweier Schulgemeinden: Eine Synopse
Mit dem erfolgreichen Abschliessen der Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen und dem Einstieg in das Berufsleben, beginnt für jede Lehrperson zunächst eine Phase der Orientierung in der neuen, facettenreichen Rolle. Zahlreiche Anforderungen werden an die Lehrperson gestellt. Neben der Arbeit im Schulzimmer, hat die Lehrperson zusätzliche Aufgaben, wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit mit Eltern für die Lehrperson seitens am Bildungssystem beteiligter Akteure vorliegen. Hierzu werden auf unterschiedlichen Ebenen, namentlich der Bundes-, kantonaler und interkantonaler Ebene, sowie auf Ebene Schule und Eltern, geltende Rahmenbedingungen zusammengetragen und ausgewertet. Es wird deutlich, dass mehrheitlich der Kanton, welchem das Schulwesen untersteht, rechtliche Grundlagen für die Zusammenarbeit zwischen Lehrperson und Eltern vorgibt. Darüber hinaus definieren andere, am Bildungssystem beteiligte Akteure, wie interkantonale Berufsorganisationen oder Elternverbände, nicht rechtsbasierte Rahmenbedingungen. Diese sollen aber ebenso die Zusammenarbeit zwischen Lehrperson und Eltern zum Wohle des Kindes regeln. Übereinstimmend nennen die Akteure auf alle Ebenen die Einhaltung der rechtlichen Grundlagen, die beidseitige transparente Kommunikation, sowie eine wohlwollende Kooperationsbereitschaft als Rahmenbedingungen für eine gewinnbringende Zusammenarbeit. Die gesteckten, rechtlich Rahmenbedingungen geben einen verbindlichen Rahmen vor, welcher allerdings in der Praxis des Schulalltags die nötige individuelle Adaption finden muss. Dies erfordert von der Lehrperson mehr Kompetenzen als das sture Befolgen rechtlicher Grundlagen
Integration eines Kindes mit Asperger-Syndrom in die Regelklasse
Während des Langzeitpraktikums wurde die Autorin mit einer Inklusion eines Kindes mit besonderem Bildungsbedarf konfrontiert. Der Frage, wie eine Integration eines Kindes mit Asperger-Syndrom in der Regelklasse gelingen kann, wollte die Autorin nachgehen. In der vorliegenden Arbeit wurden zu Beginn die theoretischen Grundlagen erläutert und basierend auf dem aktuellen theoretischen Wissensstand wurde der Interview-Leitfaden angefertigt. Parallel zur Erarbeitung der Theorie wurden wöchentliche Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt, welche den Inhalt der Theorie präzisierten. Zusätzlich wurde für das betroffene Kind eine Einzelfallstudie durchgeführt, in der Interviews mit den Eltern, dem Kind, der Lehrperson und der schulischen Heilpädagogin geführt wurden. Dadurch wurde die Inklusion des Kindes aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und eine umfassende Analyse erstellt. Zusätzlich wurde anhand des Vergleichs der Theorie und der bereits umgesetzten Massnahmen weitere Förderungsmöglichkeiten vorgeschlagen