Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Forschergeschichten zu den Sinnen
Der Bereich Natur, Mensch und Gesellschaft (NMG) ist in allen Stufen präsent und wird von den Lehrpersonen an die Schülerinnen und Schüler herangetragen. Im Lehrplan 21 werden die für diese Arbeit wichtigen Kompetenzbereiche mit NMG.2, NMG.3, NMG.4 und NMG.5 beschrieben. Das Experimentieren und Erforschen, was Teil des NMG-Unterrichts ist, wird auch im Kindergarten angewandt. Hier gibt es einige Auswahlmöglichkeiten, wie es im Unterricht integriert werden kann, jedoch stehen in den meisten Fällen nur die einzelnen Experimente zur Verfügung, welche in der Regel von der Lehrperson mit einen Erlebnisrahmen und einer Geschichte ergänzt werden müssen. Ein Beispiel für ein gutes Lehrmittel, welches Lehrpersonen beim Experimentieren und erstellen eines Erlebnisrahmens unterstützt, ist das Werk «Forschen mit Fred» von Gisela Lück. In diesem erlebt eine Ameise verschiedene Phänomene im naturwissenschaftlichen Bereich und die Kinder erhalten die Möglichkeit das Insekt auf seinen Abenteuern zu begleiten. Es gibt wenige solcher Lehrmittel, die Experimente für die Kindergartenstufe im Zusammenhang mit einer Geschichte an die Lehrpersonen bringen. Im Gegensatz dazu gibt es reihenweise Ideenbücher mit vielen verschiedenen Experimenten, bei denen jedoch ersichtlich wird, dass nicht alles mit bzw. von den Kindern durchgeführt werden kann. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es ein Produkt zu erstellen, welches von mir und Drittpersonen auf der Kindergartenstufe angewendet werden kann. Teil des Werks sollen verschiedene Experimente zu einem naturwissenschaftlichen Thema sein, welche mittels einer oder mehreren kürzeren Geschichten den Kindern vermittelt werden können. Durch die Erarbeitung des Produkts soll ersichtlich werden, wie die Herleitung eines solchen Werks zustande kommt und welche weiteren Faktoren wie beispielsweise eine Erprobung der Experimente mit einer Kindergartenklasse die Herstellung beeinflussen können. Neben dem Produkt, soll auch mehr auf das Thema Experimentieren und Forschen mit Kindern eingegangen werden, um das bereits vorhandene Wissen zu ergänzen. Deshalb bezieht sich der Theorieteil dieser Arbeit unter anderem auf Fragen wie «Weshalb soll experimentiert werden?», «Welche Bereiche eignen sich dafür und wieso?» und «Wie kann fach- und stufengerecht experimentiert und geforscht werden?». Weiter befasst sich die Theorie mit dem Schreiben von Geschichten. Dieser Punkt soll dabei helfen stufengerechte Geschichten für das Produkt zu entwickeln
Zurück in den Schulalltag. Gelingende Rückkehr zur Normalität nach einem Schicksalsschlag aufgrund eines Todesfalls in der Familie
Das Ziel in der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden , wie einem Kind, welches einen Schicksalsschlag erlebt hat, eine Rückkehr zur Normalität gelingt. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Wie kann ein von einem Schicksalsschlag in Form von einem Todesfall betroffenes Kind unterstützt und wieder i n den Schulalltag integriert werden?
Die Sterbewahrscheinlichkeit bei weiblichem und männlichem Elternteil im Alter von 20 bis 50 Jahren liegt bei 2,2% für Männer und 1,2% für Frauen. Wenn man bei den Grosseltern vom Alter 51 bis 80 Jahren ausgeht, liegt die Sterbewahrscheinlichkeit bei 33,7% für Männer und 2 7,0% für Frauen. Aus diesem Grund ist die vorliegende Arbeit im Lehrerberuf von grosser Bedeutung. Im Theorieteil geht es um die Trauer allgemein, Traumapädagogik, Sozialisationstheorie und auch das Bindungsverhalten wird thematisiert. In dieser Arbeit werden drei verschiedene Blickwinkel betrachtet. Zum einen geht es um die Trauerphasen, dann steht das Kind im Zentrum und anschliessend geht es auch noch u m die Sichtweise der Lehrperson .
Ein wesentlicher Punkt ist das Thema Resilienz. Dazu werden folgende Studien untersucht: die Mannheimer Risikostudie, die Bielefelder Invulnerabilitätsstudie und die Kauai Längsschnittstudie. Es wurden Interviews mit einer betroffenen Person, mit einer Lehrperson sowie mit einem Seelsorger durchgeführt. Diese Ausführungen wurden in der schriftlichen Arbeit sowie im praktischen Teil berücksichtigt. Die detaillierten Interviews sind im Anhang transkribiert. Zur Arbeit gehört ein kompakter Leitfaden, mit hilfreichen Unterrichtstipps, welche in der Primarschule zum Thema Trauerarbeit eingesetzt werden können. Der praktische Teil wurde anhand des theoretischen Wissens aufgebaut
Schriftliche Arbeit
Während der Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Rorschach wurde in verschiedenen Praktika festgestellt, dass Studierende wie auch Lehrpersonen oftmals Schwierigkeiten haben, passende englische Kinderlieder zu finden. Insbesondere in der sechsten Klasse wird oftmals auf Pop-Songs zurückgegriffen, was mit langen Suchphasen verbunden ist. Die vorliegende Arbeit geht diesem Problem nach und setzt sich zum Ziel, anhand der Theorie englische Kinderlieder im Pop-Stil zu komponieren. Dazu wurden Kriterien für «gute Kinderlieder», die Wirkung der englischen Pop-Songs im Fremdsprachenunterricht und die Vorteile eines Einsatzes von Pop-Songs betrachtet. Anschliessend wurden die Elemente von erfolgreichen Pop-Songs und die Voraussetzungen für das eigene Komponieren analysiert. Mit diesen Grundlagen wurden drei englische Kinderlieder komponiert und in einem Tonstudio aufgenommen. Die Ergebnisse enthalten Elemente der Pop-Musik und sind durch Einfachheit und stufengerechte Texte geeignet für den Unterricht. Das Resultat zeigt, dass es mit differenzierten Voraussetzungen, angeeignetem Wissen und einem überschaubaren Aufwand durchaus möglich ist, stufengerechte englische Kinderlieder zu komponieren
Lied 3
Während der Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Rorschach wurde in verschiedenen Praktika festgestellt, dass Studierende wie auch Lehrpersonen oftmals Schwierigkeiten haben, passende englische Kinderlieder zu finden. Insbesondere in der sechsten Klasse wird oftmals auf Pop-Songs zurückgegriffen, was mit langen Suchphasen verbunden ist. Die vorliegende Arbeit geht diesem Problem nach und setzt sich zum Ziel, anhand der Theorie englische Kinderlieder im Pop-Stil zu komponieren. Dazu wurden Kriterien für «gute Kinderlieder», die Wirkung der englischen Pop-Songs im Fremdsprachenunterricht und die Vorteile eines Einsatzes von Pop-Songs betrachtet. Anschliessend wurden die Elemente von erfolgreichen Pop-Songs und die Voraussetzungen für das eigene Komponieren analysiert. Mit diesen Grundlagen wurden drei englische Kinderlieder komponiert und in einem Tonstudio aufgenommen. Die Ergebnisse enthalten Elemente der Pop-Musik und sind durch Einfachheit und stufengerechte Texte geeignet für den Unterricht. Das Resultat zeigt, dass es mit differenzierten Voraussetzungen, angeeignetem Wissen und einem überschaubaren Aufwand durchaus möglich ist, stufengerechte englische Kinderlieder zu komponieren
Berufsfeldspezifische Lernortkooperation zwischen Berufsfachschulen und überbetrieblichen Kursen
In dieser Arbeit analysiert der Autor die Zusammenarbeit der Berufsfachschule und
überbetrieblichen Kurse mit dem Ziel eine bestmögliche Lernumgebung für den Aufbau
von Handlungskompetenzen zu schaffen.
Im theoretischen Teil wird der Begriff Handlungskompetenz dadurch geschärft, dass die
Kompetenz ihre Relevanz erst durch den Kontext einer effektiven Handlung erhält.
Im Zusammenhang mit der anstehenden Reform der MEM Berufe wird ein neues
didaktisches Gerüst entwickelt, welches an den Lernorten mit Inhalt gefüllt wird und die
berufsspezifischen Handlungskompetenzen beschreibt und qualifiziert. Der Autor
interpretiert dieses Modell und bildet eine mögliche Struktur für den eigenen Unterricht
ab.
Um eine Grundlage für den späteren Schulversuch zu haben, untersucht der Autor
Gelingensfaktoren für den Aufbau von Handlungskompetenzen und den Transfer aus der
Berufsfachschule in die überbetrieblichen Kurse. Als relevante Einflussgrössen dazu
werden die Motivation, die Schrittgrösse des Transfers, die Sinnhaftigkeit und Situiertheit
und individuelle Lernformen ausgemacht und genauer untersucht.
Im Gespräch mit Lernenden und Ausbildnern von üK und üK-befreiten Betrieben wird die
inhaltliche und zeitliche Abfolge mit Fokus auf den Lehrbeginn untersucht und unter
Berücksichtigung der im theoretischen Teil herausgearbeiteten Gelingensfaktoren ein
Schulversuch geplant. Dieser wird mit einer Lerngruppe aus total 27 Lernenden
Polymechaniker:innen und Anlage- und Apparatebauer:innen, angeleitet von zwei
Lehrpersonen, in den ersten acht Schulwochen im Rahmen berufskundlichen
Grundbildung durchgeführt.
Bei der Umsetzung wird explizit darauf geachtet, welche Massnahmen die
Berufsfachschule ergreifen kann, um den Erwerb von Handlungskompetenzen für die
Lernenden zu erleichtern. Durch schlanke, praxisorientierte, berufskundliche
Lerneinheiten entwickeln die Lernenden in berufsübergreifenden Lerngruppen zu
Schulbeginn die Basiskenntnisse, um in den üK ihre Handlungskompetenzen
bestmöglich ausbauen zu können. Als Gelingensfaktor für den schnellen und
nachhaltigen Aufbau muss der schulische Inhalt zu Lehrbeginn auf das absolut
Wesentlich reduziert und kann später in der Spezialisierung vertieft und erweitert werden.
Die Lernfelder sollen mit kleinen Transferschritten so situiert wie möglich in die
berufstypischen Handlung eingebettet werden. Gerade in heterogenen Lerngruppen ist
die Klarheit und Transparenz wesentlich für die Orientierung der Lernenden.
Die Abstimmung zwischen BFS und üK und ein stark handlungsorientierter
berufskundlicher Unterricht erleichtern den Aufbau und Transfer von
Handlungskompetenzen für die Lernenden. Individualisierte Lernformen erlauben auf
Basis von sehr klar kommunizierten Rahmenbedingungen ein zielorientiertes Arbeiten
der Lernenden. In der Grundausbildung stellte der gemeinsame Unterricht von
berufsfeldspezifischen Lerngruppen mehr Bereicherung als Einschränkung dar
Nachhaltiger Wintertourismus im Biosphärenpark Großes Walsertal
Der Biosphärenpark Großes Walsertal gilt mit seinem Tourismus und vor allem auch
seinem Wintertourismus als Besonderheit im westösterreichischen Bundesland
Vorarlberg. Das UNESCO Label Biosphärenpark prägt die Ausrichtungen der Region
und folglich des Wintertourismus in dem durch seine Steilheit geprägten Seitental. Da
im Großen Walsertal eine spezielle Ausgangslage vorzufinden ist und die
Bewohnerinnen und Bewohner des Tals wussten, dass eine touristische Ausrichtung
ähnlich wie in anderen Regionen in Vorarlberg nicht möglich ist, entschied man sich,
einen Antrag für das UNESCO-Label zu stellen. Dieser Antrag wurde angenommen
und das Tal darf sich seit der Jahrtausendwende Biosphärenpark nennen.
Durch die Klimaveränderungen der letzten Jahre und der prognostizierten
Veränderungen der nächsten Jahre sieht sich der Wintertourismus weltweit und vor
allem in der Voralpenregion vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Davon ist der
klassische Wintertourismus, respektive der Skitourismus, am stärksten betroffen. Ein
Rückgang der Schneesicherheit und eine Verkürzung der Wintersaison sind drastische
Veränderungen für den wichtigen Wirtschaftszweig der Alpenländer. Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft werden in der Literatur stark diskutiert, sind jedoch oft
umstritten.
Diese Arbeit führt die großen Themenbereiche der Biosphärenparks und des
Wintertourismus zusammen, um damit den Einfluss des Labels der UNESCO auf den
Biosphärenpark Großes Walsertal und dessen Aktivitäten im Wintertourismus zu
klären. Um einen Blick in die Zukunft zu wagen, werden mögliche Entwicklungen im
Wintertourismus und dessen Aktivitäten im Biosphärenpark Großes Walsertal
aufgezeigt. Die Forschungsfragen wurden als Kombination einer Literaturrecherche
und einer qualitativen Inhaltsanalyse von Expertinnen- und Experteninterviews
beantwortet.
Die Auswertungen der Interviews in Kombination mit der Literatur haben gezeigt, dass
ein Einfluss des Labels auf die Aktivitäten im Wintertourismus im Biosphärenpark
Großes Walsertal existiert. In anderen Regionen ist die Relevanz des Einflusses des
Labels klar umstrittener und oft weniger signifikant als beim Großen Walsertal. Dieser
Einfluss zeigt sich einerseits durch einen einschränkenden Einfluss für den
Skitourismus, welcher jedoch von einem Großteil der Expertinnen und Experten als positiv erachtet wird. Der Skitourismus wird dabei nicht aktiv eingeschränkt, die
Seilbahnbetriebe im Großen Walsertal haben es aber schwieriger, neue
Erschließungen und einen Neubau der vorhandenen Liftanlagen voranzutreiben.
Zusätzlich wird dem Skitourismus im Biosphärenpark keine große Werbefläche
geboten, dafür werden vermehrt Alternativangebote verwendet. Andererseits zeigt sich
der Einfluss als fördernd für Alternativangebote, vor allem bei Sportangeboten wie
Winterwanderungen oder Schneeschuhwanderungen.
Bei den Entwicklungsmöglichkeiten zeigen sich in der Arbeit sowohl für den
allgemeinen Wintertourismus als auch für den Wintertourismus in Biosphärenparks vor
allem drei Entwicklungsmöglichkeiten. Der Unterschied zwischen allgemeinem
Wintertourismus und Wintertourismus im Biosphärenpark liegt dabei bei einem sehr
divergenten Fokus auf jeweils eine beziehungsweise zwei der drei Möglichkeiten. Die
erste Möglichkeit liegt in der Intensivierung der technischen Mittel und folglich einem
weiteren Fokus auf den Skitourismus. In erster Linie ist dabei von künstlicher
Beschneiung die Rede, wenngleich zusätzliche Alternativen wie etwa „Snowfarming“
dazuzählen. Die zweite Möglichkeit besteht in einem stärkeren Fokus auf alternative
Angebote abseits des Skifahrens, welche, wie bereits kurz erwähnt, eine breite Palette
an Angeboten darstellen. Als dritte Möglichkeit erweist sich der Fokus auf einen
Ganzjahrestourismus, bei welchem versucht wird, die Defizite des Winters durch den
Sommer auszugleichen. Im allgemeinen Wintertourismus verdeutlicht sich eine
Tendenz in Richtung Intensivierung der technischen Mittel. Die Verwendung von
Kunstschnee soll ausgebaut werden. Im Biosphärenpark deutet sich die Entwicklung
vor allem durch einen noch stärkeren Fokus auf Alternativangebote, im Sport, in der
Kunst, Kultur, Kulinarik und auch in der Bildung an. Diese Aktivitäten münden in einen
Ganzjahrestourismus, viele der Aktivitäten sind vor allem für den Sommer
prädestiniert. So wird auch von den Expertinnen und Experten bestätigt, dass ein
Sommertourismus beziehungsweise ein Ganzjahrestourismus gut zu den
Grundsätzen des UNESCO-Labels passt.
Dennoch wird auch der Skitourismus nicht ganz verschwinden und es muss von einer
Symbiose der drei Möglichkeiten ausgegangen werden. Dies jedoch mit einer
Fokussierung auf die zweite Möglichkeit, die alternativen Angebote
Qualitätsmerkmale von Unterstützter Kommunikation im integrativen Unterricht
Unterstützte Kommunikation (UK) hat sich im Feld der heilpädagogischen Förderung etabliert und ist ein fester Bestandteil der Förderung von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf an Heilpädagogischen Schulen und Institutionen. Insbesondere Kinder, die den Förderschwerpunkt im kommunikativen und kognitiven Bereich haben, profitieren von UK im grossen Masse. In Regelschulen findet man UK jedoch kaum. Und das, obwohl das Schweizer Schulsystem den Weg der schulischen Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bildungsbedarf eingeschlagen hat. Vereinzelt wenden Klassen in Regelschulen UK an, um das integrierte Kind mit besonderem Bildungsbedarf zu fördern. Es stellt sich deshalb die Frage, welche Faktoren zu einem gelungenen und wirkungsvollen Einsatz von UK im integrativen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bildungsbedarf beitragen. Mittels operationalisierter Kriterien, die aus der Fachliteratur aufgestellt wurden, wurden Unterrichtsbeobachtungen und Interviews mit den Fachpersonen von ausgewählten Schulen durchgeführt, die in ihrem Unterricht UK zur Förderung der Schülerinnen und Schüler anwenden. Aus den gesammelten Daten wurden 14 Qualitätskriterien zum wirkungsvollen Einsatz von UK im integrativen Unterricht aufgestellt
Zukunftsfähiges Bildungssystem
Die Frage nach einem zukunftsfähigen Bildungssystem ist aktueller denn je. Es ist klar, dass wenn sich die Gesellschaft ändert, sich auch das Bildungssystem anpassen muss. Die Pisa Studie von 2018 zeigt auf, dass sich die Schweizer Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Ihre Leistungen im Durchschnitt befinden, währenddem die asiatischen und nördlichen Länder die Spitze der Tabelle anführen. Dies betrifft insbesondere die Fächer Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen. Mit dem Lehrplan 21 werden vor allem Grundkompetenzen festgelegt. Diesbezüglich gibt es viel Kritik, so z.B.: zu viele Grundkompetenzen, die erreicht werden müssen, zu wenig Inhalte, die festgelegt wurden und zu wenig Tiefgang durch zu viel Stoff. Vorherzusagen, was die Zukunft bringt, ist unmöglich. Es lassen sich jedoch Tendenzen erkennen wie z.B. die immer stärker dominierende Digitalisierung des Alltags, die Umgestaltung der Berufslandschaft, der Bildungsstand der Bevölkerung sowie die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen in der Berufswelt. Es ist Aufgabe der Primarschule die Lernenden auf ihr zukünftiges Leben vorzubereiten, auch wenn nur in Tendenzen voraussehbar ist, welche konkreten Entwicklungsschritte des Bildungssystems für die Primarschule notwendig sind. Keywords: Pisa Studie, Kompetenzen, Digitalisierung, Lehrplan, Berufslandschaft, Bildungssyste
Individuelle Förderaktivitäten im Stellenwertverständnis
Bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern in den Praktika begegnete der Autor der Thematik, dass es bei Schwierigkeiten im mathematischen Bereich an spezifischen Fördermöglichkeiten fehlt. Diese Arbeit befasst sich daher mit der Entwicklung und Zusammenstellung von individuellen Förderaktivitäten. Der Fokus dieser Aktivitäten liegt auf dem Bereich des Stellenwertverständnisses. Die Förderaktivitäten wurden theoriegeleitet mit passenden Kooperationsformen ausgestaltet. Für eine genaue Analyse und Überprüfung der Aktivitäten wurden sie mit zwei Kindern mit Förderbedarf durchgeführt und anschliessend nach den relevanten Theorien ausgewertet. Darüber ist eine Reflexion verfasst worden, deren Auswertung der Aktivitäten zeigte einige Schwachpunkte auf, die in einer makellosen Förderung beachtet werden sollten. Sie zeigen sich vorwiegend auf der inhaltlichen, jedoch auch auf der kooperativen Ebene
Prozessorientierte Schreibförderung unter Berücksichtigung der Bildungssprache
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der sinnvollen Förderung der Schreibkompetenz. Im Fokus steht dabei die prozessorientierte Schreibdidaktik sowie damit verbundene Erkenntnisse der Schreibforschung bezüglich Schreibstrategien und motivierenden Schreibaufgaben. Ausserdem wird in Verbindung mit der Sprachkompetenz der Bereich Bildungssprache aufgegriffen, da die Autorin im Rahmen ihrer Ausbildung an der pädagogischen Hochschule festgestellt hat, dass diese in allen Unterrichtsaspekten massgeblich zum Schulerfolg beiträgt. Es steht die Frage im Zentrum: Wie können ausgehend von der prozessorientierten Schreibdidaktik Schreibanlässe entwickelt werden, die den Aspekt der Bildungssprache berücksichtigen? Ziel der Arbeit war es, aus der theoretischen Aufarbeitung Schlussfolgerungen für einen produktorientierten Teil zu ziehen. Die gewonnenen Konsequenzen wurden sinnvoll miteinander verbunden und innerhalb mehrerer Schreibanlässe angewandt. Es entstand eine Schreibwelt für die dritte Klasse, die sich am Lehrplan Volksschule St. Gallen orientiert. Sie unterstützt den prozessorientierten Aufbau von Erlebnisgeschichten und zielt auf den Aufbau von Schreib- und Sprachkompetenz ab. Es zeigte sich, dass für die Erstellung prozessorientierter Schreibanlässe unter Berücksichtigung der Bildungssprache viele Konsequenzen zu erwägen sind, die innerhalb einer Schreibwelt nicht alle zu berücksichtigen sind