Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Bilderbuch zum Thema Integration von Migrantenkindern beim Kindergarteneintritt
Das Thema «erfolgreiche Integration von Migrantenkindern» ist sehr aktuell und beschäftigt viele Lehrkräfte. Dabei ist es das Ziel dieser Arbeit, die Fragestellung «Wie sieht idealer Anfangsunterricht für Kinder im ersten Kindergartenjahr mit nichtdeutscher Erstsprache aus, damit Integration und Sprachförderung erfolgreich stattfinden können?» zu beantworten. Dieses umfassende Thema sollte allen Beteiligten anhand eines im Rahmen dieser Arbeit erstellten Bilderbuches nähergebracht werden. Im Kinderbuch «Lina entdeckt den Kindergarten» wird anhand der Geschichte des Migrantenkindes Lina aufgezeigt, welche Herausforderungen der Anfangsunterricht mit sich bringt, wenn die Sprache nicht beherrscht wird. Zudem wurde für das Schreiben dieses Bilderbuches in geeigneter Literatur über die Sprachförderung sowie über die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund recherchiert, und es wurden geeignete Methoden für die Anwendung in der Praxis gewonnen, die folgende Mittel für den Anfangsunterricht mit Migrantenkindern als zufriedenstellend erachten: Kombination der Sprache mit musischen und handwerklichen Aspekten, wobei die Lehrperson stets als Sprachvorbild dient. Eine weitere Erkenntnis hierzu ist die Bedeutung einer guten Relation zwischen Eltern, Kind und Schule, welche eine wichtige Bedingung für die Integration ist. Eine erfolgreiche Integration kann stattfinden, wenn es der Lehrperson gelingt, das Zugehörigkeitsgefühl eines jeden Kindes zur Klasse zu fördern. Ferner unterstreicht diese Arbeit die Wichtigkeit des Beherrschens der eigenen Erstsprache für das Kind, denn sie ist eine wesentliche Voraussetzung für den Zweitspracherwerb. Deshalb sollte sie auch in den Kindergartenalltag integriert werden. Ebenso wurde festgestellt, dass Rituale insbesondere im Anfangsunterricht den Kindern Halt und Struktur geben
Unterrichtsstörungen sowie deren Bewältigungsstrategien aus Sicht der Lehrpersonen und der Schülerinnen und Schüler
Unterrichtsstörungen gehören in jeder Grundschule zum Schulalltag. Schüler:innen und Lehrpersonen tragen durch ihr individuelles Verhalten im Unterricht zu Störungen bei. Durch die Unterbrechungen wird die Unterrichtsqualität verringert, und es bringt die Mitschüler:innen vom individuellen Lernerfolg ab. Dies zeigt, dass Unterrichtsstörungen eine bedeutsame Problematik darstellen. Es führt dazu, dass unterrichtliche Lernprozesse stocken und Schüler:innen daran hindert, sich konzentriert und intensiv mit Lerninhalten auseinanderzusetzen. In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob und wie fest die Störungen aus Sicht der Schüler:innen und der Lehrpersonen beeinträchtigt - welche Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen auftreten. Als Zweites wurde herausgefunden, mit welchen Bewältigungsstrategien die Störungen unterbunden werden. Dazu wurden vier Primarschulklassen der Mittelstufe sowie vier Lehrpersonen interviewt. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrpersonen die Störungen deutlich empfindlicher wahrnehmen als Schüler:innen. Direkte aggressive Störungen wie aggressives Verhalten und Provokation stören beide deutlich stärker als nicht aggressive, passive Störungen während dem Unterricht. Denn diese sind vor allem für Schüler:innen meist kaum erkennbar. Im Unterricht werden nicht aggressive, passive Unterrichtsstörungen von den Lehrpersonen deutlich stärker störend eingeschätzt. Zudem zeigt sich, dass die Stärke der Störung mit der gewählten Bewältigungsstrategie zusammenhängt. Bewältigungsstrategien sind unter anderem das Einsetzen von psychologischen Unterstützungsmassnahmen, wie Klassenassistenz oder schulische Heilpädagogik
Stimmbildung für Kinder im Zyklus 2 mit Fokus 3. und 4. Klasse
Die Musik ist ein wichtiger Bestandteil im Leben eines Menschen. Durch die eigene Tätigkeit im musikalischen Bereich, kam die Autorin immer wieder mit den Begriffen Stimmbildung und Einsingen in Berührung. Während der Ausbildung zur Lehrperson wurde dann auch Stimmbildung in der Schule ein Thema. Da die Autorin von sich sagt, durch die Musik zu ihrer jetzigen Persönlichkeit gefunden zu haben, kam die Frage auf, ob und wie sich dies auch mit Kindern assoziieren lässt. Die vorliegende Arbeit geht dieser Fragestellung nach und setzt sich zum Ziel, ein Dossier mit kompetenten und fördernden Übungen für das Einsingen in der Schule zu erstellen, welches in der späteren Tätigkeit als Lehrperson eingesetzt werden kann. Dafür wurde zuerst eine fachliche Recherche zu den Themen Stimmbildung und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern durchgeführt um anschliessend das Produkt «Einsingen» fundiert erstellen zu können. Aus diversen literarischen Werken sowie eigenen Erfahrungen wurde eine überschaubare Sammlung von Übungen erstellt, welche in vier Kategorien unterteilt wurden. Durch die Recherche konnte bestätigt werden, dass Stimmbildung und Musik einen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern haben und im Weiteren die Intelligenz steigern können
Lernumgebung zu den Themenbereichen Elektrizität und Antriebe
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Planung und der Umsetzung einer Lernumgebung für Kinder im Primarschulalter in den Themenbereichen Elektrizität und Antriebe auseinander. Mit Hilfe der genannten Lernumgebung soll das handelnde Lernen, gekoppelt mit dem Zusammenspiel von analogen und digitalen Materialien gefördert werden. Um dies zu erreichen, fertigte der Autor ein handlungsorientiertes Konzept an, welches es den Lernenden erlaubt, digitale Aufgaben handelnd auszuführen und somit wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln. Die Kinder sollen intrinsisch motiviert werden, sich mit dieser Art zu lernen, selbstständig Wissen zu erarbeiten oder zu ihr bestehendes Wissen zu vertiefen beziehungsweise zu erweitern. Dies ist ein Schlüsselziel der gesamten Arbeit. Die Aufstellungen müssen klar verständlich und gut strukturiert sein, damit die Lernenden eigenständig und ohne Unterstützung und/oder Beratung der Lehrperson arbeiten können. Das handlungsorientierte Lernen steht hierbei stets im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler lernen zeitgleich Verantwortung für ihr persönliches Lernen zu übernehmen und bei Schwierigkeiten individuelle Lösungen zu erarbeiten. Hierfür werden Durchhaltewillen und Problemlösungsstrategien benötigt, welche in der heutigen Zeit auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Aufträge zu zweit zu lösen, was den Aspekt der Teamarbeit und deren Chancen und Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Kinder müssen lernen, als Team zusammenzuarbeiten, um Erfolg zu haben. Durch diese Art von Lernumgebung können zahlreiche Kompetenzen in den fachlichen, aber auch in den überfachlichen Bereichen des Lehrplans 21 abgedeckt werden, was sie zu einer Bereicherung für den Unterricht in der Primarschule macht
Gewaltfreie Kommunikation im Primarschulunterricht
Während dem Studium an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen wird das Modul Kommunikation besucht. Dabei fiel er Autorin auf, dass die Gewaltfreie Kommunikation nicht angesprochen und behandelt wird. Die vorliegende Arbeit greift diese Kommunikationsform auf und setzt sich zum Ziel, Vorschläge für die Umsetzung dieser Haltung in der Primarschule darzulegen. Als Basis dieser Arbeit wird Kommunikation im Allgemeinen definiert. Darauf folgt die Beschreibung der Gewaltfreien Kommunikation. Diese beschränkt sich auf die Entstehungsgeschichte, Definition, den Symbolen und das «vier Schritte Modell». Auf den theoretischen Grundlagen wird der Transfer in die Schulpraxis anhand von Voraussetzungen auf drei Ebenen gezogen. Die Ebenen beziehen sich auf die Schule, die Lehrperson und die Kinder. Diese dargelegten Voraussetzungen werden durch Interviews mit Fachpersonen gestützt. Die Ergebnisse resultieren in konkreten Umsetzungsvorschlägen für die Praxis
Hunde und Kinder Das Potenzial von Schulhunden
Hunde und Kinder haben eine besondere Beziehung. Intention dieser Bachelorarbeit ist es, einen Überblick darüber zu geben, wie Hunde eingesetzt werden können, welche physischen und psychischen Effekte sie möglicherweise auf uns haben und was erfüllt werden muss, um den Einsatz von Hunden vor allem mit Blick auf das schulische Umfeld umzusetzen. Ein spezielles Augenmerk liegt dabei auf Kindern mit Schwierigkeiten und welche Effekte ein Hund auf sie haben könnte. Daher wird in der Theorie auch beschrieben, welchen Schwierigkeiten man unter anderen im Berufsalltag als Lehrer:in begegnen könnte. Aus fünf verschiedenen qualitativen Interviews konnten interessante Schlüsse gezogen und mit der Theorie verknüpft werden. Da die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Schulhund zurzeit noch relativ überschaubar sind, werden auch Befunde zu Effekten von Hunden auf Menschen im Allgemeinen genutzt. Diese lassen sich jedoch grösstenteils auf Schulhunde übertragen
Felduntersuchungen zum Nördlichen Kammmolch (Triturus cristatus) in zwei Regionen des Kantons Thurgau. Vorkommen des Nördlichen Kammmolchs (Triturus cristatus)
Die Rote Liste der gefährdeten Amphibienarten aus dem Jahr 2005 hält fest, dass der ehemals
in Tiefenlagen weit verbreitete Nördliche Kammmolch (Triturus cristatus) auf der Alpennordseite
mit dem Springfrosch zur seltensten Amphibienart gehört. In Felduntersuchungen zur Bestimmung
der Rote Liste konnten, im Gegensatz zu den restlichen untersuchten Arten, nahezu
keine neuen Standorte dokumentiert werden. Folglich wurde der Nördliche Kammmolch (Triturus
cristatus) in der Roten Liste als «stark gefährdet» eingestuft (Schmidt & Zumbach, 2005,
S. 29).
Diese Arbeit beschäftigt sich in erster Linie mit den zwei Hauptfragen, in welchen bereits bekannten
Standorten der Nördliche Kammmolch erneut nachgewiesen werden und an welchen
bisher unbekannten Standorten der Nördliche Kammmolch erstmalig nachgewiesen werden
kann.
Während einer vierwöchigen Feldarbeit im Zeitraum vom 11. April 22 06. Mai 22 wurde in 24
verschiedenen ausgewählten Gebieten im Kanton Thurgau, in den zwei Regionen Aadorf und
Uesslingen, das Vorkommen des Nördlichen Kammmolchs (Triturus cristatus) untersucht. Die
24 Gebiete wurden auf die vier Feldwochen aufgeteilt, sodass pro Woche durchschnittlich
sechs neue Gebiete untersucht wurden. Für die Untersuchungen wurden drei verschiedene,
aus der Wissenschaft erfolgreich erprobte Fallentypen (Flaschenreuse, Eimerreuse, Beutelboxreuse)
selbst nachgebaut und zum Kammmolchnachweis verwendet. Die Fallen wurden jeweils
am Montag in die Gewässer gebracht, jeden Tag geleert und am Freitag wieder aus dem Gewässer
genommen. Somit ergab sich für jedes Gewässer eine Stichprobengrösse von vier Nächten.
Insgesamt wurden 133 adulte Nördliche Kammmolche gefangen und fotografiert. Von diesen
133 Kammmolchen waren 96 Kammmolchmännchen und 37 Kammmolchweibchen. Elf der
Männchen und zwei der Weibchen wurden wiedergefangen. Total wurden somit 120 verschiedene
Kammmolche nachgewiesen. Von den 24 Gebieten waren sechs Gebiete bereits bekannt
für das Kammmolchvorkommen. In vier der sechs bekannten Gebiete konnte der Kammmolch
erneut nachgewiesen werden. Von den 18 neu untersuchten Gebieten konnte der Kammmolch
in fünf Gebieten erstmalig nachgewiesen werden. Die Beutelboxreuse lieferte, in Bezug auf die
Anzahl gefangener Kammmolche, die besten Ergebnisse. In der Beutelboxreuse wurden 78 %
aller gefangenen Kammmolche nachgewiesen
Kinder, lasst uns tanzen! Eine quantitative Untersuchung, wie Schüler*innen effektiver einen choreographierten Tanz erlernen, als Livelektionen oder mit Videoanleitungen
Viele Kinder spüren oftmals einen Bewegungsdrang oder tanzen einfach drauflos, sobald sie Musik hören. Es fällt ihnen leicht, sich im Einklang mit der Musik zu finden. Daher ist es wichtig zu verstehen, mit welcher Leichtigkeit Kinder das Tanzen lernen. Das Ziel in dieser Arbeit ist es zu untersuchen, mit welcher Methode das Tanzen mit Kindern, beziehungsweise Schüler*innen am effektivsten geübt werden kann. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Lernen Schüler*innen einen Tanz effektiver anhand von Livelektionen oder mit Videoanleitungen? Welche Vor- und Nachteile resultieren? Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine quantitative Untersuchung mit fünf Kassen der dritten Primarstufe durchgeführt. Dabei übten Schüler*innen von drei Primarklassen den vorgegebenen Tanz als Livelektionen und Schüler*innen von zwei Primarklassen den gleichen Tanz mit den zuvor erstellten Videoanleitungen. Der zeitliche Rahmen der Durchführung betrug bei beiden Methoden vier Lektionen. Zum Schluss wurde in jeder Klasse der eingeübte Tanz gefilmt, analysiert und anhand von Kriterien untersucht. Die Auswertung dieser Untersuchung zeigte, dass live Vortanzen bei Schüler*innen zu einem besseren Ergebnis führte als tanzen nach Videoanleitungen. Ergänzend sollte erwähnt werden, dass auch das Tanzen mit Videoanleitungen ein gutes Ergebnis erzielte. Dies zeigt, dass live vortanzen bei Schüler*innen einen grösseren Einfluss auf das Lernen haben kann. Aus dieser Erkenntnis heraus ist es empfehlenswert, Tanzen als Livelektionen zu unterrichten. Trotzdem sollten Videoanleitungen als willkommene Abwechslung oder fürs individuelle Üben als Bereicherung zum Vortanzen eingesetzt werden. Mit einer weiterführenden Untersuchung mit mehr Klassen der Primarstufe würde das Ergebnis noch aussagekräftiger ausfallen
Untersuchung von Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung von Primarschulkindern mit AD(H)S für Lehrpersonen der Regelschule
Diese Arbeit untersucht Massnahmen zur Unterstützung von Kindern mit AD(H)S für Lehrpersonen der Regelschule. Im ersten Teil werden die Störung sowie die von Helmke konzipierten Unterrichtsprinzipien beschrieben. Zum Beweis, dass Lehrpersonen tatsächlich Massnahmen ergreifen können, um Betroffenen zu helfen, wird eine Studie zur Effektivität eines Lehrer:innentrainings vorgestellt. Weiter werden Massnahmen vorgestellt, die durch Literaturstudium ermittelt wurden. Diese Handlungsmöglichkeiten wurden durch Expert:inneninterviews untersucht. Ziel war es herauszufinden, ob sie effektiv, umsetzbar und für die Regelschule zu empfehlen sind. Die Methodik wird erklärt und anschliessend die Ergebnisse dargelegt. Im Diskussionsteil werden die Ergebnisse und die Theorien gegenübergestellt und interpretiert. Dabei kommt heraus, dass 16 der 20 vorgestellten Massnahmen grundsätzlich einsetzbar und wirksam sind und somit empfohlen werden. Sechs davon sind unbedingt umzusetzen. Die restlichen vier Methoden werden hier auf Grund von fehlender Umsetzbarkeit oder moralischer Unvertretbarkeit nicht empfohlen. Es wird das Fazit gezogen, dass Lehrpersonen der Regelschule definitiv Handlungsmöglichkeiten haben, um Kinder mit AD(H)S zu unterstützen, welche auch effektiv sind. Das wichtigste ist jedoch das Vorhandensein einer adäquaten Psychoedukation der Lehrkräfte
Einfluss des Elternhauses auf die Lesemotivation von Schülerinnen und Schülern auf der Primarstufe. Eine literaturbasierte und empirisch orientierte Arbeit
Der Einfluss des Elternhauses ist in vielen Aspekten ausschlaggebend für die spätere
Schullaufbahn von Kindern. In der Theorie werden vor allem Bezüge zur Lesekompetenz und
der Primärerfahrungen, welche die Kinder mit dem Zuhören von Märchen oder Geschichten
sammeln, beschrieben. Ob die Eltern durch die angewendeten Lesetätigkeiten wie
beispielsweise das regelmässige Besuchen von Bibliotheken, der Bücherbestand innerhalb der
eigenen vier Wänden oder das Erzählen von Bilderbüchern vor dem Zubettgehen eine höhere
Lesemotivation bewirken können, ist in der Wissenschaft jedoch noch wenig thematisiert
worden. Die vorliegende Arbeit versucht diesen Zusammenhang zu erforschen und mit
empirischen Daten widerzuspiegeln. Vor allem für Lehrpersonen sind Fragen bezüglich der
Motivation und wie diese gefördert werden kann in verschiedenen Bereichen ein wichtiger
Bestandteil ihres Alltages. Denn nur wer die Motive von den Schülerinnen und Schülern zu
verstehen vermag, kann an diesen Beweggründen und Interessen anknüpfen und mit Hilfe von
Vorkenntnissen einen optimalen Lernzuwachs ermöglichen